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Full text of "Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich"

Osv 

Leipzig, Rsjfugastr. i. 





OF THL 
UNIVLR.5ITY 
Or ILLINOIS 



580.6 

V 
v.2£ 




Verhandlungen 

der kaiserlich-königlichen 

zoologisch-botanischen Gesellschaft 

in "Wien, 



Heraasgegeben Ton der Gesellschaft. 

XXll. Band. 

N 

Mit 7 Tafeln. 



Wien, 1872. 



Im Inlande besorgt durch W. BraumüUer, k. k. Hofbuchhändler. 
Für (las Ausland iu Comuiission hei F. A. Brockhuus in Leipziii. 

C. üeberreuter'sehe Buchdr ackere? i,M, Sslaer}. 

HENRY 



Sr. kaiserlichen Hoheit 



dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzoge 



widmet 



diesen Band ihrer Schriften 



tiefster Ehrfurcht 



die Gesellschaft, 



Vorwort. 



Abermal schliesst sich ein Band der Reihe unserer Schriften 
an, die sich des ungetheilten Beifalls in vollstem Masse fortwährend 
erfreuen. Obwohl keine lllustrirung ausgeschlossen wurde, so sind 
sie doch an Zahl bedeutend geringer, da der Natur der Mittheilungen 
nach kein Anlass zu mehreren Beigaben geboten war. Leider dürfte 
aber für den nächsten Band die ungeheure Erhöhung der Satz-, 
Druck- und Papierkosten die grösste Sparsamkeit dringend noth- 
wendig machen. 

Möchten die P. T. verehrten Mitglieder sich veranlasst sehen, 
durch Werbung in ihren Kreisen die Kräfte der Gesellschaft zu 
vermehren, die Alles dazu verwendet, ihren wohlverdienten Ruf nicht 
nur zu erhalten, sondern wo möglich zu steigern. 

Wien, im Deceraber 1872. 



Georg Ritter von Prauenfeld. 



Digitized by the Internet Archive 
in 2013 



http://archive.org/details/verhandlungender2218zool 



Inhalt. 



Sitzungsberichte. 

Seite 



Sitzung am Jänner. 

Neu eingetretene Mitglieder 3 

Eingegangene Gegenstände 3 

Begrüssungsschreiben au den Herrn Bürgermeister Dr. Felder 5 
Broschüren von den Herren Künstler und Nowicki als un- 
entgeltliche Beigaben 5 

Nonienclator, Herausgabe verlängert 5 

Ebenso Index XI — XX 6 

Baron Schröck inger, Präsident-Stellvertreter 6 

V. Krempelhube r, Ankündigung 6 

V. V. Tschusi, Bitte um Mittheilungen 6 

Dr. Reichardt, Durchwachsuug 7 

Sitzung am 7. Februar. 

Neu eingetretene Mitglieder 8 

Eingegangene Gegenstände 8 

Dank des Herrn Bürgermeisters 10 

Baron Königs wart er, GrafWilczek und Prof. Mar go haben 

für lebenslänglich eingezahlt . , 10 

Chicago bittet um Bücher 10 

Sitzung am 6. März, 

Neu eingetretene Mitglieder 13 

Eingegangene Gegenstände 13 

Johanniterorden für lebenslänglich eingezahlt 15 

Preisregulirung wegen Erhöhung der Kosten 15 

Jahressitzung am 3, April. 

Neu eingetretene Mitglieder H 

Eingegangene Gegenstände 17 

Jahresberichte 1& 

b 



X 



Seite. 



Sifziing am 1. 3iai. 

Neu eingetretene Mitglieder 46 

Eingegangene Gegenstände 46 

Nachrichten von Ernst Maruo 47 

Sitzung am S. Juni. 

Neu eingetretene Mitglieder 47 

Eingegangene Gegenstände 48 

Fürst Liechtenstein, Durchl., Subvention auf weitere 10 Jahre 48 

Sitzung am 3. Juli. 

Neu eingetretene Mitglieder 55 

Eingegangene Gegenstände 55 

Einladung zur 45. Versammlung deutscher Naturforscher und 

Aerzte in Leix^zig 55 

Versammlung der ungarischen Naturforscher in Mehadia ... 55 
Die Accaderaia delle Scienze dell"* Istituto di Bologna zeigte den 
Concurs für den Preis sul Galvanismo elettricita dina- 

mica an 55 

Geschenk des Herrn Hofraths v. Pelikan 56 

Geschenk des Herrn Bergraths Dr. Stur 56 

Grabdenkmal für S. Reissek 56 

Sitzung am 3. October. 

Neu eingetretene Mitglieder 58 

Eingegangene Gegenstände 58 

Schenkung des Werkes „Hafen von Buccari" durch Sc. k. Hoheit 

den durchl. Herrn Erzh. Ludwig Salvator 59 

Sitzung am 6. November. 

Neu eingetretene Mitglieder 60 

Eingegangene Gegenstände 60 

Zuschrift des k. k. Ackerbau-Ministers betreffs Errichtung von 

Lehrstühlen für angewandte Entomologie 60 

Gutachten hierüber 61 

V. Volxem für lebenslänglich eingezahlt 62 

Schulzer v. Müggenburg, Berichtigung 63 

Wahlen der Ausschussräthe 63 

Sitzung am 4. Deeember. 

Neu eingetretene Mitglieder 64 

Eingegangeue Gegenstände 64 



XI 



Seit« 

Widmung dieses Bandes Sr. k. Hoheit dem Er/h. liciurich . . 64 
Wahlen der Vicepräsideiiten und des Secretärs ()5 

Anhang:. Eingegangene Druckschriften vom April bis Decembcr . . 06 



Abhandlungen. 

Seile 

Theodor Fuchs: lieber deu sogen, „chaotischen Polyniorphisrnui" und 

einige fossile Melanopsis-Arten. (Mit Taf. I.) 3 

Mathias Rupertsberger: Beiträge zur Lebensgeschichte der Käfer 7 
Dr. F. X. Fieber: Berichtigungen zu Dr. Ki rs chbau m''s Cicadineu 
der Gegend von Wiesbaden, Frankfurt a. M. u. anderer Gegenden 
und Aufschlüsse über einige Cicadinen in der vorm. Germar"'>cheu 

Sammlung 27 

.losef Mann: Beschreibung sieben neuer Arten Microlepidoptereu . . 35 

Dr. J. R. Schiner: Rudolph Felder 41 

Theodor Beling: Drei neue Arten der Gattung Sciara 51 

Dr. J. R. Schiuer: Miscellen 61 

Prof. L. H. Fischer: Entgegnung, über Vitus Graber's: Mittheilung 

der Aehnlichkeit der Geschlechtsorgane bei Orthopteren 77 

Carl Koch: Zwei neue Asiliden 79 

J. Rost af ins ki: Florae Polonicae Prodromus 81 

Benedikt Dybowski: Zur Kenntuiss der Fischfauna des Amurgebietes 209 
Julius Freih. r. Schröckinger-Neu de nberg: Ueber ein monströses 

Rehgeweih 223 

Josef Kolazy: Ein Beitrag zur Lebeusgeschichte des Meerschwein- 
chens (^Cavia Cohaya L.) 225 

C. Tschek: Ueber einige Cryptoiden, raei.st aus der österr. Fauna . . 231 
Dr. 0. Finsch: Ueber eine Vögelsammlung aus den Küstenländern 

der chinesisch-japanischen Meere 253 

Dr. Franz Löw: Ueber Diaspis Visci Schrank, eine auf der Mistel 
lebende Schildlaus (Mit Taf. IV.) 273 

F. Arnold: Lichenologische Ausflüge in Tirol 279 

Dr. 0. Finsch: Ueber die von Frau Amalie Dietrich in Australien 

gesammelten Vögel . . , 315 

J. Freyn: Beitrag zur Flora Ober-üngams . , 341 

Dr. Ferd. Morawitz: Ein Beitrag zur Bienent'auna Deutschlands . . 355 

G. R. V. Fraueufeld: Zoologische Miscellen. (XVI. Zweite Hälfte) . 3lS9 

P. Blasius Hanf: Ornitiiologisclie Beobachtungen 399 

Stefan Schulz er v. Müggenburg: Mykologische Beobachtungen . 405 

b * 



XII 



Seite 



August V. Pelzelu: Ueber eine Sendung von Vögeln von den Aru- 

Inseln und den Molukken 4*25 

Carl V. Marchesetti: Ein Ausflug auf die julischen Alpen 431 

Dr. Rudolf Bergh: Ueber eine grönländische Aplysie. (Mit Taf. V— VI)437 
Professor P. C. Zeller: Beiträge zur Keuntniss der nordamerikanischen 
Nachtfalter, besonders der Microlepidoptereu- Erste Abtheiluug. 

(Mit Tafel II und III) 447 

G. Ritter v. Frauenfeld: Phylloxera vastatrix 567 

Mathias Rüper tsberger: Zwei neue Carabiden-Larven ...... 573 

Pater Gabriel Strobl: Aus der Friihlings-Flora und Fauna lUyrieus . 577 
Theodor Beling: Beitrag' zur Naturgeschichte der Zweiflügler-Gattun- 
gen Bibio und Dilophus. Ferner ein dem Getreide schädliches 

Insekt , 617 

J. A. Graf Ferrari: Ueber das Vorkommen von Scorpionen im Erz- 

herzogthume Oesterreich 655 

Eustach Woloszczak: Zur Flora Nieder-Oesterreichs, insbesondere 

des südöstlichen Schiefergebietes 659 

Dr. Gustav Mayr: Die Einmiethler der mitteleuropäischen Eiclicn- 

gallen 669 

Dr. Ottokar Nick er 1: Beschreibung einiger Zwitterbildungen bei 

Lepidopteren 727 

Dr. 0. Staudinger: Drei neue österreichische Lepidopteren . . . .733 
Dr. Tl. W. Reichardt: Miscellen , .737 



-sr^s^-^ 



Verzeichniss der Tafeln. 



Tafel I. Th. Fuchs: Fossile Melanopsis- Arten. Erklärung pag. 6. 
„ II, III. Prof. P. C. Zeller: Beiträge zur Kenntniss der nord- 
amerikauischeu Nachtfalter. Benennung der Figuren pag. 5G4 
und 565. 

„ IV. Dr. Franz Low: Diaspis visci Sch. Erklärung pag. 278. 
„ V, VI. Dr. R. Bergh: Ueber eine grönländische Aplysie. Erklärung 
pag. 445 und 446. 

„ V^II. J. Freih. V. Schröckinger-Neudenberg: Monströses Reh- 
geweih, pag. 223. 



Einige Verbesserungen. 



Seite 34i, Zeile 3 von obeu, nach 1870 lies: bis. 
„ .']47, „ 8 „ „ li(>s : Anricula statt taricula. 
„ 349, „ 3 „ „ „ Xantlüum statt Janthium. 
„ 352, „ 15 „ unten „ Gagea spathacea Seh. statt Gagen 
pusilla Schult. 



-iöt 



Stand der Gesellschaft 

am Ende des 

Jahres IST'S. 



c 



Protector : 

Seine k. k. Hoheit der diirciilaiichtigste Herr Erzherzog; 

Rainer. 



Leitung der Gesellschaft. 



Im Jahre 1872. 

Präsident: (Gewählt bis Ende 1873). 
Seine Durchlaucht Fürst Josef Colloredo- Mannsfeld. 

Vicepräsidenten: (Gewählt bis Ende 1873). 

P. T. Herr Brunner v. Wattenwyl Carl. 
„ „ Mayr Gustav. 
„ „ Pelzeln A. v. 
„ „ Reuss A. V., Prof. 
„ „ Rogenhofer A. 
„ ,5 Simony Friedrich. 

Secretäre: 

P. T. Herr Frauenfeld, Georg Ritter v. (Gewählt bis Ende 1876). 
„ „ Reichardt Dr. Heinrich (Gewählt bis Ende 1874). 

Rechnungsführer: (Gewählt bis Ende 1875). 
P. T. Herr Juratzka Jakob. 

Ansschnssräthe: 

„ „ Bergenstamm Julius von. (Gewählt bis Ende 1873). 

„ „ Haimhojfen Gustav Ritt. r. „ 

„ „ Krist Dr. Josef. „ „ 

„ „ Mayr Dr. Gustav. „ „ 

„ „ Pelzeln Aug. von. „ „ 

„ „ Reuss Dr. A. Ritt, v., juu. „ „ 

„ „ Bartsch Franz. (Gewählt bis Ende 1874). 

„ „ Brandmayer Eduard. „ „ 



XX 



P. T. Herr Kolazij Josef. (Gewählt bis Ende 1874). 







Künstler Gustav. 






V) 


y) 


Pelikan von Plauenwalde Anton. 




Vi 


Y> 


51 


Schrökinger Neudenberg Jul. Freih. 




55 


V) 


Y) 


Brauer Friedrich. (Gewählt bis 


Ende 


Vi 


V) 


Brunvier v. IVattenwyl Carl, 




55 






X: aiKAifjl JL/1 • Kyiijvi/tliti \. 


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55 


T) 




Fenzl Dr. Eduard» 


» 


55 


W 


w 


Fuchs Theodor 




55 






(rfi 'i'fCVihntiiP.T lyndiaclj von. 


» 




V) 


V) 


T-fniifif Til* Fiynv)'^ T-?If fPT v 




55 






Kolbe Prof. Joseph. 


» 








J\.Vi ft/tttUCI J-/i« Xl/tW/ tJtto. 












» 


55 


Y) 


V) 


xjoranz ui, uosaj. 


55 


55 






IWnvpn zpn p,v T)r Kw, vnn 


55 


55 


W 


Y) 


Tl/jjfc Joftef 


55 


55 




5^ 


J. Vli^Ul Ity Ulm XXlijtCf^ 


55 


55 


M 


Y) 


Ransonnet Freih. v. Eugen. 




55 






Reuss Prot. Dr. ^^«^^^5^ Ritt, v., seu. 


55 


55 






Rogenhofer Alois. 


55 


55 


V) 


Y) 


Schoenn Moriz, 


55 


55 




V) 


Simony Prof. Friedr. 


55 


55 


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Y) 


Steinhauser Anton^ k. Rath. 


55 


55 


rt 


Y> 


Strauss Josef 


55 


55 


w 


« 


Stur Dionys. 


55 


55 


V) 




Suess Prof. Eduard. 


55 


55 


V) 




Türck Josef. 


55 


55 



Amtsdieuer : 

Herr Machaczek J"., Währiug, Carlsgasse 17. 



mUglieder, welche die Sammlungen der Gesellschaft ordnen: 

Die zoologischen Sammlungen ordnen die Herren: Blasich Joseph^ Kolazy 
Josef., Marenzeller Emil v., Pelikan Anton v., Rogenhofer Alois. 

Die Pflanzensammluug ordnen die Herren: Berroyer Emil., Burgerstein 
Alfr.., Brandmayer Eduard.) Juratzka Jakob., Reichardt Heinr.., Reuss 
Ritt. V. A. jun., Straus Joseph. 

Die Betheiluug von Lehranstalten mit Naturalien besorgt Hr. Rogenhofer AI. 

Die Bibliothek ordnet Herr Julius von Bergenstamm. 

Das Archiv hält Herr Anton von Letocha., im Staude, 



XXI 



Die DruckscliiilUii der Cescllschafi weideii 
übeiTciclit: 

Im Inlande : 

Seiner k. und k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Jos et. 
Seiner Majestät Kaiser Ferdinand. 

Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Franz Karl. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Carl Ludwig. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Ludwig Victor. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Albrecht. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Josef. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Rainer. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Wilhelm. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Heinrich. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Ludwig. 

Im Auslande: 
Seiner Heiligkeit dem Pabste Pius IX. 
Seiner Majestät dem Sultan. 
Seiner Majestät dem Kaiser von Brasilien. 
Ihrer Majestät der Königin von England. 6 Exempl. 
Seiner Majestät dem Könige von Preussen. 10 Ex. 
Seiner Majestät dem Könige von Sachsen. 6 Ex. 
Seiner Majestät dem Könige von Bayern. 4 Exemplare. 
Seiner Majestät dem Könige von Hannover. 
Seiner Majestät dem Könige von Griechenland. 
Seiner kön. Hoheit dem Prinzen August zu Sachsen-Coburg. 
Seiner kön. Hoheit dem Vicekönige von Egypten. 
Seiner kön. Hoheit dem Bey von Tunis. 
Dem souverainen Johanniter-Orden. 



Subventionen für 1873. 

Von dem hohen k. k. Ünterrichts-Ministerium. 
„ dem hohen Nieder-Oesterr. Landtage. 
„ dem löbl. Gemeinderathe der Stadt Wien. 



Mitglieder im Auslände. 



Die l\ T. Mitglieder, deren Name mit fetter Schrift gedruckt ist, 
hiibcu den Betrag für Lebenszeit erlegt und erhalten die periodischen 
Schriften ohne ferner zu erlegenden Jahresbeitrag. 



P. T. Herr Adams Arthur^ R. M. S., F. L. S London. 

„ Adams Henri^ Hann. Villas Nottiughill . . . London. 

„ „ Ayassiz Ludwig Johann Rudolfe Prof. . . . Cambridge. 

„ „ Alhini Dr. Josefa Professor Univ Neapel. 

„ „ Alefeld Dr. d. Med,, bei Darmstadt .... Oberamstadt. 

„ „ yiZZwmtin (reoj'c/e James, Dr. Prof. 21, Manor PI. Edinburgh. 

„ „ Anderson N. ./., Professor Stockholm. 

„ „ Angas Georg Fr., Secret. d. austral. Museum Melbourne. 

„ „ Angelrodt Ernst v., k. k. Vice-Cousul . . . Missouri. 

10 „ „ Appelius Friedr. JLudw., Kaufmann .... Livorno. 

„ „ Aristarchi S. v., Gross-Logothet, Exc. . . . Constantinopel. 

„ „ Arnold F.^ Kreisgerichsrath, Baiern .... Eichstätt. 

„ „ Ashjörnsen P. Christian, k. Forstmeister . . Christiania. 

„ „ Ascherson Dr. Paul, Gustos am k. Herbar . Berlin. 

„ „ Baden Dr. Ferdinand, Zahnarzt Altona. 

„ „ Bail Dr. Th., Prof. an der Realschule in . Danzig. 

„ Baillon Ernst, Prof. a. d. k. Forst-Academie St. Petersburg. 

„ „ Baillon H., Prof. d. Naturg. and.med.Fak. Paris. 

„ „ Bain Mac. Dr., Marine-Arzt Edinburgh. 

20 „ Baird Dr. William, F. L. S. am brit. Mus. London. 

„ „ Balfour Dr. Hutton, Prof. 27, Moorleith Row. Edinburgh. 

„ „ Balsamo Crivelli Gius, nob., Prof. d. Naturg. Pavia. 

„ „ Bamberger Georg, Apotheker, (Schweiz) . . Zug. 

„ „ Barbosa du Bocage, Don Jose Vicente, Direct. 

da Secgao zool. do Museo de Lissabon. 

„ „ Barker John, Dr., Cur. of the Mus. of the 

Coli, of Surg Dublin. 

„ „ Barmann Dr. jP. Rhodus. 

„ „ Bartling Dr. Fr. Th., Prof. und Hofrath . Göttingen. 

„ „ Bary Dr. A. de, Prof. d. Bot. an d. Univers. Strassburg. 

„ „ Safes Ä TT., Esq., Bartholomew-Road, N. W. London. 

30 „ „ Beigel Dr. Hermann Jarocin. 

„ „ Bellardi Luigi, Prof. der Naturgeschichte . Turin. 



xxfir 



IV T 



H.'iT lieuddla Arisf.idei^ v., Dr. d. M., rriiuarar/.t Jassy. 

„ /ienuett G. Esq., I)r Sidney. 

„ Berchon Dr, Ertiesf., Direct. du Service sani- 

taire laGiroiidc, l^ordoaux I'iuiillac. 

„ Berdau Feli\\ Prof. am Tolytocli. (\. J.ubliii Tu-fawy- 

„ Berygren Sven Luiid. 

„ Bergh Dr. Rudolfe Oberarzt im allgem. 

Kraiikenliause Kopenlia^(M). 

„ Betta Edoardo^ Nobile de , . . . Verona. 

„ Beuthin Dr. Heinrich^ Alexauderstrasse Ii . Hamburg-. 

„ Bianconi Dr. Josef Bologna. 

„ Bigot Jacq.^ rue de Louxembg. 27 .... Paris. 

„ Binney W- G Philadelphia. 

„ Blancliard Dr. Eniil^ Professor, Mus. -Dir. . Paris. 

„ Blanchet Ch Lausanne. 

„ Blau Dr. Otto^ Consul d. nordd. Bundes . Sarajewo. 

„ Bleeker Dr. Peter, holl. Oberst-Stabsarzt . Leyden. 

„ Boeck Christ., Prof. an der Univers Christiania. 

„ Boek Axel^ am naturh. Museum Christiania. 

„ Bolle Dr. Karl Königsbero;. 

„ Bommer Dr., J. E.^ Conservat. am Jardiu bot. Brüssel. 

„ Bonizzi Dr. Paul, Prof. a. d. üniv Moden a. 

„ Bonorden Dr. H. F., Rgts-Arzt, R. B. Minden Herford. 
„ Bonvouloir Conte Henri de, Rue de V uni- 

versite 15 Paris. 

„ Botteri Matthäus Orizaba. 

„ Boutelou Don Estehan^ lugeuiero de Montes, 

lüsp. de los Bosques y Cated. eu Botanica . Sevilla. 

„ Bowring John j., Esq London. 

„ Brandt Johann Friedr.^ v., k. russ. wirkl. 

Staatsrath, Excell St. Petersburg. 

„ Braun Dr. Alexander, Prof. der Botanik . * Berlin. 

„ Brehm Alfred^ Dr Berlin. 

„ Bremer Otto^ Conservator der entom. Gas . St. Petersburg. 

„ Brendegani Vinc, Rect. d. Kirche St. Rochus Verona. 

„ Boschniak Nik.^ Vikar d. serb. Klosters in . Graboyacz. 
„ Bretschneider Dr. Ed., Arzt bei d. k. russ. 

Gesandtsch Peking. 

„ Brot Dr. Prof., Malagnou 6 Genf. 

„ Bruce Dr. Samuel., Esq. 43 Kensington 

Garden Square London. 

„ J5m/imP.T/i.,(Bchh.Schulthess Zürich) Wisc. Neu-Cöln. 

5, Bruyn Arie Johannes de, Regimentsthierarzt Zütphen. 



xxrv 



P. T. Herr Buchenau Fr.^ Dr., ord. Lehr. a. d.Bürgersch. Bremen. 

„ „ Bucliinger Dr. jP., Direct. des Wa'senh. . . Strassburg. 

70 „ „ Biirmeister Dr. Herrn., Dir. d. uaturh. Mus. Buenos Ayres. 

„ „ Burmeister Heinrich^ Thüringen Arnstadt. 

„ „ Buschmann Eduard^ Professor in Chile . . Osorno. 

„ „ Buse L. H. bei Arnheim Renkom. 

„ „ Busk Dr. George^ Linn. Soc. Secret., F. R. S. 

Haryey Str. 15 or Burlington-house . . . London. 

„ „ Cabanis Dr. Joh. Lud.^ Custos am k. Museum Berlin. 

„ „ Canestrini Johann^ Dr., Prof. an d. Univ. . Modena. 

„ „ Carpenter Dr. Will. Benj.^ F. R. S. 8. Queens- 

Road Primrose hill London. 

„ „ Carte Dr. Äleoo., Dir. of the Mus. R. Soc. . Dublin. 

„ „ Caruel Teodoro^ Professor Florenz. 

80 „ „ Carus Dr. Victor v., Professor Leipzig. 

„ „ Castracane degli Antiminelli Francesco Conte^ Fano. 

„ „ Cesati Baron Vincenz, Prof. d. Botanik a. d. 

Univ., Dir. d. bot. Gartens Neapel. 

„ „ Chevreul Mich.^ Prof., Adm. d. Mus. d'hist. nat. Paris. 

„ „ Chiari Gerhard^ k. k. Vice-Consul .... Alexandrien. 

„ „ Cell Dr. Hector^ Prof. u. Dir. d. k. bot. Gart. Modena. 

„ „ Cleghorn H., Forstdirector . . . . ^. . . . Madras. 

„ „ Cohn Dr. Ferdinand^ Prof. d. Bot. a. d. Univ. Breslau. 

„ „ Colbeau Jules, chaussee de Wavre 178 . . Brüssel. 

„ „ Coldham James 6r., Dir. of Christch. school. Cawnpore. 

90 „ Collect Robert, Cand. phil., b. Christiauia . . Homansby. 

„ „ Cornalia Dr. Emil, Dir. d. städt. Mus. . . . Mailand. 

„ „ Coumounduros Alexander^ Minister-Präsident Athen. 

„ „ Cox C. James^ Dir. d. naturhist. Mus. . . . Sidney. 

„ „ Crosse H.^ Rue Trouchet 25 Paris. 

„ „ Dana James, (Connecticut) New-Haven. 

„ „ Darwin Sir Charles London. 

„ „ Davidson George W., Dr., 13. Union-PIace . Edinburgh. 

„ „ Davidson Thomas London. 

„ „ Davis Arthur Elson^ Dr., Cambers Bridge St. Manchester. 

100 „ „ De Candolle Alphons, Professor der Botanik Genf. 

„ „ Degcnkoib Herrn., Rittergutsbesitz, b. Pirna Rottwegendorf. 

„ „ Deshayes G. Paul, Dr. Prof., Place royal 18 Paris. 

„ „ Desmoulins M. Ch., Präs. d. Soc. Linueenue Bordeaux. 

„ „ Desnoyers Johann, Bibliothecaire du Mus. . Paris. 

„ „ Desplanche Emil, Marine-Arzt Neu-Kaledonien 

„ „ Deventer S. v., Resident Java. 

„ „ Dietrich Kaspar^ Cust. am eidgen. Polyt. . Zürich. 



XXV 



P. T. Herr Dhujler Herrn. ^ Di*. Med., Rheiu-Baiern . . Zvveibrücken. 

„ „ Doderlcin Dr. Pietvo^ Prof. an der Univers. Palermo. 

HO „ „ Bohra Dr. Karl Präs. des entom. Ver. Stettin. 

„ „ Dohm., Dr. Anlon^ Doc. a. d. Univ Jena. 

„ „ Dohm Dr. Phil. Heinrich., Stadtrath .... Stettin. 

„ „ Dönetz Dr. JVilh.j Assist, am naturb. Mus. Berlin. 

„ „ Dotxauer J. B. Fr. St. Pauli, GlashiUten- 

strasse 107 Hamburg-. 

„ „ i>0MiW(;^M(7MSi, Marine-Wundarzt, Martinique St. Pierre. 

„ „ Douglas J. W.^ Esq. Praes. entom. Society London. 

„ „ Droste- Hülshoff Ferdinand., Freih. von . . . Münster. 

„ „ Dumortier Jiutteau., Dr. Carl Brüssel. 

„ „ Du Rieu W. iV., Conserv. an d. Bibliothek Leyden. 

120 n V Feden F. W. yau Harlem. 

„ „ Eff'endi Ibrahim, Dr. d. Med., Oberst .... Syrien. 

„ „ Ehrenberg Christ. Gottf. Dr Berlin. 

„ „ Eichler Dr. A. TT., Prof. d. Bot. a. d. Univers. Kiel. 

,. „ -E^Zenr/eJer Dr. JK'ar? V., Off. d.Gezondheit, Java Buitenzorg. 

„ „ Eliot Karl W., Prof Boston. 

„ „ Elliot Walter., Präsidentschafts-Mitglied . . Madras. 

„ „ Engelmann Dr. Georg., Nordamerika .... St. Louis. 

„ „ Engler Dr. Adolf., Gustos am k. Herbar . . München. 

„ „ Erschoff IVikol., Wassili Ostroff 12, Lin. 15 St. Petersburg, 

130 „ „ Esmark Lauritz., Vorstand des naturh. Mus. Christiania. 

„ „ Eulenstein Theodor, Ob.-Lössuitz bei ... Dresden. 

„ „ Fahrer Dr. Johann., k. Stabsarzt München. 

„ „ Fairma/reXcon, Directeur de l'höpitalSt.Louis Paris. 

„ „ Falk Dr. Alfred., au der Universität .... Lund. 

„ „ Famintzin Dr. A. Professor St. Petersburg. 

„ „ FaWö James, Secr. geol.Soc. Audersonian Univ. Glasgow. 

„ „ Fedtschenko Alexis., Secr. d. Ges. f. Naturw. . Moskau. 

), „ Ferreira Dr. Manoel Lagos., Vice-Präsid. des 

hist.-geograph. Institutes Rio-Janeiro. 

„ „ Finsch Otto., Curator am zool. Museum . . . Bremen. 

140 51 w Fischer von Waldheim Dr. Alexander., Prof. 

an der Univers Warschau. 

„ y Fischer Karl Dr., Arzt Auklaud. 

„ „ Flor Dr. Gustav., Prof. an d. Univ Dorpat, 

„ „ Flügel Felix Dr Leipzig, 

„ „ Focke W. O., Dr., alter Wall 4 Bremen. 

„ „ Fointaine Cesar, Naturalist, Prov. Hainaut Papignies, 

„ „ Fontaine Julius de la , Cous. du Musee de 

r univers. helgique Gand. 

d 



XXVI 



P. T. Herr Forel Dr. August^ Cantou Waad ...... Morges. 

„ „ Förster Dr. Arnold^ OheYlehT.S.höh.BürgeTsch. Aachen. 

„ „ Förster Heinrich, hochw. Fürstbischof . . . Breslau. 

150 « V Forst Gr.., Kaufmann Halberstadt. 

„ „ Fournier Dr. Fug.., Gen. See. d. Sog. bot. de 

France Rue de Seine 72 Paris. 

„ „ Fr aas Dr. Oskar Fr.* Urbanstr. 13 .... Stuttgart. 

„ „ Frey Dr. FCeinr., Prof. a. d. Universität . . Zürich. 

„ „ Friedländer Dr. Julius , . Berlin. 

„ Fries Dr. Elias, Prof. an der Univers. . . . Upsala, 

„ „ Fries Th. M., Adjuuct a. d. Univers Upsala. 

„ „ Friestadt R. F.., Adjunct an der Univers. . Upsala. 

„ „ Frietze Apotheker, Reg.-Bez. Oppeln . . Kjbuik. 

„ Garcke Dr. Aug., Prof. u. Cust. am k. Herbar Berlin. 

160 „ r, Geleznow Dr. N. von, k. russ. Staatsrath und 

Director der Landw.-Academie bei .... Moskau. 

„ „ Gemminger Dr. Max., Adj. am zool. Mus. . . München. 

„ „ Gernet Karl, R. v-, k. r. Staatsrath .... St. Petersburg. 

„ „ Gerstäcker Adolf, Dr. d. M., Cust. a. k. Mus. Berlin. 

„ Giraud Josef, Dr. d. Med. Rue Magnau 24 Paris. 

„ „ Gomez Dr. Bernardino Antonio, Leibarzt d. 

Königin von Portugal Lissabon. 

„ „ Gonzenhach J. Guido Smyrna. 

„ „ GöppertVro?. Dr. Heinr. Roh., geh.Viedi.-R^th Breslau. 

„ „ Gräffe Dr. Eduard Sidney. 

„ „ Grathwohl Wilhelm Fidelis, Grosshändler . München. 

170 „ „ Gray Asa, Prof. a. d. Howard Univers. . . Cambridge. 

„ „ Gray John Edw., Director am brittish Mus. . London. 

„ „ Grube Dr. Ed., k. russ. Staatsrath, Prof. . Breslau. 

„ „ Guarmani Carlo Paris. 

„ „ Guirao, Dou Angel, Dir. del Istituto a . . Murcia. 

„ „ Günther Dr. Albert, am brit. Museum . . . London. 

„ ,, Haast Dr. Julius, d. Z Dresden. 

„ „ Haeckel Dr. Ernst, Prof. d. Zool. a. d. Univ. Jena. 

„ „ Haelsen G., Kaufmann, Kl. Reicherstr. 26 . Hamburg. 

„ „ Hagen Dr. Hermann am Museum zu Boston . Cambridge. 

180 „ „ Hammerschmidt (Abdullah Bey), Obrist u. 

Dir. d. Mus. d. k. türk. Milit.-Med.-Schule Constantinopel. 

„ „ Hampe Dr. Ernst Blankenbg.a.Harz. 

„ „ Äance Dr. ikf.Ä F., H.B. M. EiDqr. Viee.-Cons. Uhampo. 

„ „ Hancok Albany, F. L. S Newcastle, 

„ „ Hanley Sylvan, F. L. S., Hauley-Road 1. 

Hoarseway Rise • . . . . London. 



XXVII 



P. T. Herr JJanstein Dr. JoÄ., Prof. d. Bot. a. d. Univ. . Bonn. 

^ „ llartmann Karl, Schweden Oerebro. 

„ „ Hartwig Leonhard^ I)r Valparaiso. 

^ „ Hart Dr. Carl, Ass. am pflaii/pliy:>. Institute Müuclieii. 

^ Haskins Alfred^ L. Dr. 98 Boylston Street Boston. 

190 „ „ Hasskarl Dr. J". K.^ Rheiiipreussen .... Cleve. 

„ „ Hauser F., Stud. Winklerstrasse 35 ... . Nürnberg. 

„ „ Haussknecht Dr. Karl, Prof. . Weimar. 

„ „ Heaphy Ch. Ingenieur Auklaud. 

„ „ Hedemann Wilh. v., k. russ. Hauptmann . . Tifiis. 

„ „ Heer Dr. Oswald, Prof. an d. Univers. . . . Zürich. 

„ „ Heger Rud., Pharraaceut, Canton Neuschatel 

Schweiz Fleurier. 

„ „ Heldreich Dr. Theodor v., Dir. d. bot. Gart. . Atheu. 

„ „ Heller v. Hellwald Friedr., Red. d. Ausland Augsburg. 

„ „ Henriot Josefa Marine- Wundarzt Besangon. 

200 w n Henry Josef, Prof. Washington. 

„ Hensche Dr. Ä.^ Mitteltragheim 9 Königsberg. 

^ „ Hensel Dr. Reinhold Berlin. 

„ „ Herder Dr. F. y., Bibliothekar a. k. bot. Garten Petersburg. 

„ „ Her rieh- Schäfer Dr. G. A.^ k. Gerichtsarzt Regensburg. 

„ „ Heurck Henri v., Prof. Antwerpen. 

„ „ Hewitson Will. C, Esq., Oatlauds Waybridge. 

„ „ Heyden Luc. v., Hauptm. a. D Frankfurt a. M. 

„ „ Heynemann F Frankfurt a. M. 

„ „ Hiendlmayr Kaufmann, Weinstrasse 11 München. 

2^0 « f) Hieronymus Georg E.^ Assht.3>,d.\jBiv.^Avg.Tiep. Cordova. 

„ Hildebrand Dr. 2^., Prof. d. Bot. Breisgau . Freiburg. 

„ Hille Dr. Louis^ Hessen . Marburg. 

„ Hinteröker Joh.., S. J., Australien Sevenhill. 

„ Hoffmann Dr. Hermann, Prof. d. Bot. . . . Glessen, 

„ Holding J. C, Gutsbes., Raknitzstr. 9. III. St. Dresden. 

„ Hopffer, Dr. C. Custos am k. Museum . . . Berlin. 

„ Huher Christ. Wilhelm, k. k. Ministerialrath Cairo. 

„ Hugo Wenzel, Conrector, pr. Schles Hirschberg. 

,^ jHitmfcm ^Zo2s, v., 11, Rue de r Hotel de Ville Genf. 

220 „ „ Huseley Thom. Henry., Dr. Mus. econora. geol, 

Jermyn Str London. 

„ „ Ilse Dr., Cora.-Oberförster, bei Stettin . . . Hohenheide, 

„ „ Irigoya Don Simon, Director des Museums Lima. 

„ „ Jahlonski Max, Gutsbesitzer , Berlin. 

„ „ Jahlonowsky Dr. Ladislaus Constantinopel. 

„ „ Jäckel Johann, Pfarrer, Baiern Windsheim. 

d - 



XXVIII 



P. T. Herr Jäger Dr. A.^ Apothek., Baaden Freiburg. 

„ 5, Jakob Josef • London. 

„ „ Janisch Karl^ Hüttendirector bei Seesen Her- 
zogthum Braunschweig Wilhelmshütten. 

„ „ Javet Charles, Kaufm., Rue Jean-Bologue 13 

ä Passy Paris. 

230 ■>•> w Jeffreys J. Gwyn^ 25, Devonshire PI. Porti. 

PI. Wimpole Str London. 

„ „ Jikeli Karl^ Oranienstr. 3 Berlin. 

„ „ Jonsson Joh. a. d. Univers üpsala. 

„ „ Kahil Anton, k. u. k. österr. Vice-Consul . Damiette. 

,^ „ Kaltenbach J. H., Prof. Aachen. 

„ „ Kawall J. JH., Pastor in Kurland ..... Pussen. 

„ „ Kayser J. Georg, Architect, Nidenau 13 . . Frankf. a. M. 

„ „ Kayserling Graf Eugen Görlitz. 

„ „ Keferstein A., Gerichtsrath Erfurt, 

„ „ Kinberg Prof. Joh. Gust Stockholm. 

240 „ „ Kirchenpauer Dr., Senator, Bürgermeister . Hamburg. 

„ „ Klenk, Strasse Selarilora .... Bukarest. 

„ „ Kirschbaum, Prof. C. L Wiesbaden. 

„ „ Knorring, Freih. v., k. russ. Gesandter in . Haag. 

„ „ -ÄToc/i Dr. J?ari,Prf., Gen. -Secr.d.Ver.f.Gartenb. Berlin. 

„ „ Koch Dr. Ludwig, pract. Arzt Nürnberg. 

„ „ Kock J. Y., k. Maj., Gelderl. b. Nymwegen Hess. 

„ „ Koerber Dr. G. W., Prof. Breslau. 

„ „ Kölliker Dr. Albert, Prof. an d. Uuivers. . . Würzburg. 

„ „ Könitz Leon, Dr. d. Med Warschau. 

250 -)•> 5? Körnicke Dr. Frans, Prof. in Bonn. 

„ „ Kraatz Dr. G., Vorst, d. ent. V., Zimmerstr. 94 Berlin. 

„ „ Kraus Dr. Ferd., Prof., Archivstr. 1 . . . . Stuttgart. 

„ „ Kraus Herrn., Cand. med., Nekar- Vorst. 10 . Tübingen. 

„ „ Krefft Gerard, Secretär d. naturhist. Mus. . Sidney. 

„ „ Jr/*em^eZ/iit6er Dr.^. v.,k. Forstm.,Amalieustr.3 München. 

„ „ Kriechbaumer Dr. Josef, Adj. a. k. zool. Mus. München. 

„ „ Krüper Dr. Theobald Athen. 

„ „ Kuczuran Dr. Georg v., pract. Arzt .... Jassy. 

„ „ Kühn Dr. Julius, Direct. d, landw. Inst, in . Halle. 

260 '7 V Kahn Dr. Max, Michaelkirchplatz 2 . . . • Berlin. 

„ „ Kurz Sulpiz, Custos am bot. Mus Calcutta. 

„ „ Küster Dr. H. O. Bamberg. 

„ „ Laboulbene Alexander., Prof., Rue de Lille 1 1 Paris. 

„ „ Lancia Fried., Marquis, Duca di Castel Brolo, 

Secret. der Academie d. Wissensch. . . . Palermo. 



XXIX 



r. T. Herr /.anderer Fr. A% Apotheker Athen. 

„ „ Landoljl AVA-., Kitt, v., Prof. au d. Univers. Neapel. 

„ „ Lange von, Hofr., Chef d. Telejrraf.-Stat. in Odessa. 

„ „ Lange J. Carl., k. k. ö. Gesandtschafts-Secr. Athen. 

„ „ Lavizzari Dr., Cant. Ticino Mendrisio. 

"270 „ „ Layard E., Secret. d. süd-afrik. Museums . Capstadt. 

„ „ Lea Isaac^ Präs. d. Acad. of nat. scicnc. . Philadelphia. 

„ Le Coiiite Thcoph., Naturalist bei Brüssel Lesines. 

„ „ Le Conte John Dr. cor. Secr. d. Ac. of nat. sc. Philadelphia. 

„ „ Leibold Friedrich^ Dr. d. Apotheker .... Santiago. 

„ „ Lcidy Josefa Dr. d. Med Philadelphia. 

„ „ Le Jolls Auguste^ Präs. d. nat.-hist. Vereines Cherbourg. 

„ „ Lesko Dr. C. Robert., Prof. d. engl. Sprache Constantiuopel. 

„ „ Leuckart Dr. Rudolf., Prof. a. d. Univers. • . Leipzig. 

„ „ Leunis Dr. Johann^ Prof. Hildesheira. 

280 „ „ Lilljeborg Prof. Dr. Wilh Upsala. 

„ „ Lindeman Dr. Eduard., R. v., Hofrath . . . Elisabethgrod. 

„ „ Lindig Alexander., Pragerstrasse 14 .... Dresden. 

„ „ Linhart Dr. Wenzel., Professor Würzburg 

„ „ Lischke Dr. C. E.^ geh. Regier.-R. u. Ober- 
Bürgermeister, Dpt. Rhein Elberfeld. 

„ „ Lobscheid Dr. W. S.^ b. Bunzlau pr. Schlesien Gnadenberg. 

„ „ Lochmann Johann^ Magister der Pharmacie Jassy. 

„ „ Loebisch Dr. Wilhelm^ Nekar- Vorstadt HA Tübingen. 

„ „ Logan M. Thomas^ Esq. Präsident of the 

Californien State Med Sacramento. 

„ „ Lorentz Dr. Paul Günther., Univ. Prof., arg. Rp. Cordoba. 

290 „ „ Loscos y Bemal., Senor Don Castel Serao. 

„ „ Loven Dr. /S'., Professor . Stockholm. 

„ „ Low Dr. Jlerrmann, Realschul-Dir. a. D. . Guben. 

„ Low Dr. Ernst., Dessauerstrasse 5 Berlin. 

„ „ Lüders Dr., Arzt Valparaiso. 

,, Lütken Dr. Ch. Fried.., am k. Mus Kopenhagen. 

„ Mac Lachlan F. Robert Dr. Esq. 39 Limes 

Grove Lewisham S. E London. 

„ „ Macnaugthon Henri , Edinburgh. 

„ „ Magnus Faul, Bellevuestr. 8 Berlin. 

„ „ Malinovsky von, kais. türk. General .... Constantiuopel. 

300 « „ Malm A. W-, Intendant am naturh. Mus. . Götheborg. 

I „ „ Malzine F. de, rue de Moulin 11 Brüssel. 

„ „ Manderstierna Alexander von, Generalmajor 

in der Suite Sr. Maj. d. Kaisers v. Russl. St. Petersburg. 

„ „ Manzoni Dr. Angelo^ b. Bologna ..... Lugo. 



XXX 



P. T. Herr Markusen Dr. Prf. Hofr., Lüttichaustr. 10 . Dresden. 

„ Martens Dr. Ed. von, Gustos am k. Museum, 

Blumenstr. 24 ... Berlin. 

„ „ Martins Charles^ Prof. u. Dir. d. bot. Gart. . Montpellier. 

„ „ Mayer Heinrich^ Grosshändler Trondhjem. 

„ „ Maximowicz Carl.^ Colleg. R St. Petersburg. 

„ „ Medem Nikl.^ Freih., k. r. Gen. d. Artillerie . St. Petersburg. 

310 „ „ Meissner Karl Fried. ^ Prof. a. d. Univ. . . Basel. 

„ „ Meneghini Dr. Jos. Cav.^ Prof Pisa. 

„ „ Mengelhier Wilh.^ Kaufmann Aachen. 

„ Merian Thurneisen Dr. Pet., Rathsh. Prof. . Basel. 

* „ „ Merk Carl^ Stud., pr. Adr. Banq. Merk . . München. 

„ „ Meves W., am königl. Mus Stockholm. 

„ „ Meyer H. Adolf., Grosshändler Hamburg. 

„ „ Meyer Dr. Karl., Assistent am eidgeu. Polyt. Zürich. 

„ „ Mieg., Don Fernando Prof. de Hist. uat. . . . Bilbao. 

„ „ Milde C. J., Maler Lübeck. 

320 „ „ Milne Edwards Älph.^ Aide nat. naturh. Mus. Paris. 

„ „ Mniszech Georg Graf v., Rue Balzac 22 . . Paris. 

„ Möbius Carl., Lehrer an der Hauptschule . Hamburg. 

„ „ Moesta Dr. Fried.., an d. Sternwarte, Chile Santiago. 

„ „ Moesta Dr. Otto., Ingenieur, Chile Santiago. 

„ „ Mohnike Dr. O. G. Gesundheitsoffiz. Java . Surabaja. 

„ „ Moore Dr. Dir. R. bot. Gard Dublin. 

„ Jföore TÄom. J"., F. L. Ph. S. Cur. a. Derby Mus. Liverpool. 

„ „ Moquin Tandon, Dr., Gaston Paris. 

„ „ il/öraiüiY^ Cust. d. eut. Abth. d. zool. Mus. St. Petersburg. 

330 „ „ Morawitz Dr. Ferdinand^ k. Staatsrath, Wos- 

nessensky-Prospect 33 St. Petersburg. 

„ „ Mörch O., J., am k. Museum Kopenhagen. 

„ Morren Ed., Prof. und Director Lüttich. 

„ „ Mosling Svend., Adj. an der Realschule . . . Trondhjem. 

„ Mousson Alb.., Prof., Zeltweg Zürich. 

„ „ Müller Albrecht., Prof., Seer. d. naturf. Ges. , Basel. 

„ „ Müller Carl., Rector a. d. lat. Schule . . . Trondhjem. 

„ „ Müller Ernst., pr. Schlesien bei Namslau . . Mittel-Wilkau. 

„ Müller Dr. Ferdinand^ Direct. d. bot. Gart.- Melbourne. 

„ „ Müller Dr. Karl., Barfüsserstr. 8 Halle. 

340 „ „ Müller Dr. N. J., Prof. d. Forst-Akad. . . . Minden. 

„ „ Muirhead PT., Missionär Shanghai. 

„ „ Mulsant Stadtbibliothekar Lyon. 

„ „ Naegeli Dr. Heinrich, prakt. Arzt . . . , . Rio-Janeiro. 

„ „ Nägeli Karl., Prof. d. Bot. a. d. ünivers. . . München. 



XXXI 



P. T. Herr Naumann Alexander., Saclisou Zittau. 

„ „ A^'eugtädt August^ Kaufmann Breslau. 

„ „ Newmann Edward,! Yoi'kGrove.FeM&m S.V.. London. 

„ Nietner John, Gutsbesitzer auf Ceylon . . . Rambodde. 
„ „ ^'V^c/d-e Dr. TAeoc^., Doc. d. Bot., Westphal. . Münster. 
I 350 „ „ Nolcken Baron J. II W., Ins. Oesel b. Riga Pichtcndal. 

„ „ Notaris G. de, Prof. d. Botanik Genua. 

„ „ Nylander Dr. Wilh Paris. 

„ „ OeU E., Dr. d. Med., am Collegium Ghislieii Pavia. 

„ „ Olilert Dr, E., Conroctor an d. Burgschule . Königsberg. 

„ „ Ornstein Dr. Bernard, Chefarzt d. gr. Armee Athen. 

„ „ Osten- Sacken Karl Robert, Freih. r Washington. 

r, » Oullanini B., Soc. de Amis d. 1. nat. . . . Moskau. 

„ „ Owen Richard Esq. Prof., brittish Mus. . . London.' 

, „ „ Packard Dr. A. 8. Esq Salem. * 

I 360 5^ „ PancicDv. Josef, Prof. d. Naturg. am Ljceum Belgrad. 

„ „ Pardozy Saströn Senor Don Castellote. 

„ Parlatore Filippo, Prof., Dir. d. bot. Mus. . Florenz. 
„ „ Pasquale Josef, Prof. d. Polytechn., Strada 

^"^^^al^a ^3 Ne^^e]. 

„ „ Passerini Dr. Giovan., Prof. d. Bot. a. d.Uniy. Parma. 

^ „ Patze a A., Stadtrath und Apotheker . . . Königsberg 

„ „ Paulsen Don Ferd., Chile Santiago. 

„ Pavesi Dr. Peter, Prof. am Lyceum .... Lugano. 

„ „ Paz Graells, Don Mariano de la, Dir.del Mus. Madrid. 
„ „ Perez Areas, Don Laureano, Cated. de Zool. 

, en la Faculdad de Cienc. d. 1. Univ. . . , Madrid. 

;370 « ^^rty Max, Prof., Marzillethor Bern. 

„ „ Peters Dr. Carl W., Prof. u. Dir. a. k. Mus. Berlin. 
„ „ Peters Wilhelm, b. A. Hirschwald, Verlags- 

buchh. unter d. Linden 68 Berlin. 

„ Pfeiffer Dr. Ludwig . Cassel. 

„ „ Pfitzer Dr. Ernst, Prof. d. Botanik Heidelberg. 

„ „ Philippi Dr. R, A., Direct. und Profess. . . Santiago. 

„ „ Pirazzoli Eduard, Ingenieur Imola. 

„ „ Ploem Dr. Jakoh, k. Gouy. Arzt auf Java . Tjandjur. 
„ „ Preudhomme de Borre Alfred, Secretär am 

k. naturhist. Museum Brüssel. 

I „ „ Pringsheim Dr. N, Prof. Berlin.' 

jlSO „ „ PritzelTir. G. A., Dir. d. Univers.-Bibl. . . Berlin 

" „ Prochaska H F. Constantinopel. 

„ „ Purchas Arth., G. Rever Aukland. 

« „ Puton Bv.A Remirem'ont. 

1 



XXXII 



P. T. Herr Puxty W. C, Lehrer im Erdiugton Or- 

phanage Birmingham. 

Quetelet Dr. A., Secr. d. k. Akad Brüssel. 

y, „ Rabenhorst Dr. Ludwig Dresden. 

„ „ Radcliffe Grote Aug., Esq. Cur. of eut. Soc. Buffalo. 

„ „ Badlkofer D. Ludw., Prof. f. Bot. a. d. Uuiv. München. 

V 11 

Ransonet Vill. Eng., Freih. v., k. k. Leg--Secr. München. 

390 11 11 Rasch Halvor Prof Christiauia. 

„ „ Raskovich Michael., Prof. am Lyceum . . . Belgrad. 

„ „ Rehm Dr. Hi, Arzt, Mittelfranken Windsheiin. 

„ „ Reess Dr. Max, Prof. d. Botanik a. d. Unir. . Erlangen. 
„ „ Regel Dr. Eduard., k. russ. Staatsrath, Ober- 
botaniker a. k. botau. Garten Petersburg. 

„ „ Reichenbach Dr. H. G. L„ geh. Hofrath u. Prf. Dresden. 
„ „ Reinhard Dr. Hermann., geh. Medicinal-Rath 

Johannisplatz 4 Dresden. 

„ Reinhardt Joh. J!, k. Professor Kopenhagen. 

„ „ Reinhardt Dr. Otto:, Lehrer an der Luisen- 
städter Gewerbeschule, Oranienstrasse 45 . Berlin. 
,, Renard Dr. Carl von, k. w. russ. Staatsrath, 

Secr. der naturf. Gesellschaft, Exc Moskau. 

4QQ ,, Ribbe Heinrich., Na,turalist, Barutherstr. 41 . Berlin. 

„ „ RichiardiDr. Sebast.., Prof. d. Naturg. d. Univ. Bologna. 

„ „ Ried Dr. Arzt Valparaiso, 

„ Riehl Friedrich., Oberzahlmeister Kassel. 

,, „ Roberts Alfred Esq., Dr Sidney. 

„ „ Robertson David^ 4 Regent Park terrace . Glasgow. 

„ „ i2ö*c?6r Fic^or von, Oeconom, Herzogth. Anhalt Hoym. 

„ „ Roemer Carl ? 

„ „ Roesler Dr. Karl Friedr. Herrn., Prof. . . Rostock. 

„ Rolli Dr. Ettore., Prof. d. Bot. a. d. Univ. . Rom. 

410 „ „ Römer Dr. Prof. Ferd Breslau. 

,, „ Rondani Dr. Camill, Cav., Prof. au d. Univ. Parma. 

„ „ Rosenhauer Dr. W- 6r., Prof Erlangen. 

„ „ Rostafinski Josef., Phil., St. Thomasplatz 5 . Strassburg. 

„ „ Rüpell Br. M. Ed = Frankfurt a. M. 

„ „ Rütimeyer Frankhausen Carl Z/., Prof. . . . Basel. 
„ Saccardo Pier.., Andrea, Prof., Coadj. d. Lehr- 
kanzel d. Botanik Padua. 

„ „ Sachsl Leopold, k. u. k. Vice-Consul .... Prevesa. 

„ Sadebeck Dr. R., Gymn.-Lehrer, Besselstr. 47 Berlin. 

„ „ Sandberger Dr. Fridolin, Prof. d. Mineralogie Würzburg. 

420 „ „ Sander Dr. Julius, Arzt a. d. Charite .... Berlin. 



XXXIII 



4iO V. T. Herr Sars Dr. Mich., Vroi' Christiania. 

„ „ Saunders Sidney Stnitli Esij. brit. Gen.-Cons. Corfu. 

„ „ Saussur c Dr. J/enri dö, City 'i4 Genf. 

„ „ Schäffer Ignaz Ritt, v., Kanzlci-Dircct. d. k. 

üsterr. Gesandtschaft u. Geii.-Cousul-Stellv. liOndon. 

„ „ Schaufuss L. TF., Naturalist, Wettiiierliof . Dresdeu. 

„ ,, Schenk k. Professor, Nassau Weilburg. 

„ „ Schenk Ä., Hofrath, Dr. und Prof. der Bot. Leipzig. 

„ „ Schieferdecker, Dr. der Med Königsberg. 

„ „ Schiff Dr. Moriz., Prof. a. d. Hochschule . Florenz. 
„ „ Schierbrand Curt. Wolf v., General, 2. F. 

Johannisplatz Dresden. 

430 ,1 „ Schilling Hugo., Custos am zool. Museum . Hamburg. 

„ „ Schimper Dr. W. Ph.^ Prof. Strassburg. 

„ „ Schiödte J. C, Prof. u. Custos am k. Museum Kopenhagen. 

„ „ Schlegel Hermann, Direct. des zool. Mus. . Leyden. 

„ „ Schlerka Joh., k. k. p. Med. Regie-Dir. . . Verona. 
„ „ Schliephake Carl., Dir. der ParaflPinfabr. Thü- 

ring. bei Zeitz, Ober Röblingen Maunsfelder 

Seekreis Rehmsdorf. 

„ „ Schmeltz Dr. E., Custos am Mus. Godeffroy 

St. Pauli n, Bernhardstrasse 33 III. . . . Hamburg. 

„ „ Schmid Anton, Handlungsbuchhalter .... Frankfurt a. M 

„ „ Schmidt Dr. J. F. Julius, Dir. d. Sternwarte Athen. 
„ „ Schmitz Dr. Friedrich, Assist, am. botanischen 

Laboratorium Strassburg. 

440 ti Schneider W. (r., Dr. Phil Breslau. 

„ „ Schnitzer Dr., Sanitätsarzt, Albanien .... Antivari. 

„ Schräder W. H. L., b. Siemssen et Comp. . Shanghai. 

„ „ Schübler Dr. Christ. Fried.., Dir. d. bot. Gart. Christiauia. 
„ „ Schuchardt Dr. C. G., Dir. d. bot. Gart. a. d. 

landwirth. Academie bei Königsberg . . . Waldau. 

„ „ Schüch Dr. G. de Capanema Rio-Janeiro. 

„ „ Schultz Dr. Friedr, G. Elsas s Weissenburg. 

„ „ Schwager Conrad, k. Geolog., Marsstrasse 37 München. 

„ „ Schweinfurt Dr. Georg Berlin. 

„ „ AS'cZaier Pä. iw^^^ei/, See. zool. Soc. Haunov.Sq. London. 

450 „ „ Scott John 37 Manor Groye Lee S. E. . . . London. 

„ „ Scott Alexander Walker, Esq., in Australien Ash Island. 

„ „ Scott Robert Henry Y Scr. R. geol. S. of Irl. Dublin. 

„ „ Segeth Karl Dr., Arzt, Chile Santiago. 

„ „ Seidel C. F., Seminarstrasse 6 Dresden. 

„ „ Seidlitz Dr. Georg, Privat-Docent a. d. Univ. Dorpat. 

e 



XXXIV 



P. T. Herr Selys Longchamps Bar. de, Sen. Mitgl. d. Acad. Liege. 

„ „ Semper Dr. Karl^ Prof. an der k. Uiiivers. . Würzburg. 

„ „ Semper Georg^ van d. Schmisseii-Allee 5 . . Altona. 

460 „ „ Seoanne, Don Victor Lopez^ Cated. d. Zool. . Ferrol. 

„ „ Sharpey Will, F. R. S, 33 Woburn PI. Rüssel 

Sq. 89 London. 

„ „ Siebold Dr. Theodor v., k. Hofr., Prf., Karlstr. 1 Münclien. 

„ „ Siegel C. iJ., Professor Athen. 

„ „ Signoret, Dr. Victor^ Riie de Seine 51 . . . Paris. 

„ „ Simonsen Carl Ludw.^ Adj. an der Realsch. Trondbjeni. 

„ „ Skinner Maj.^ Comiss. of public, works . . Colombo. 

„ „ Smith Friedrich Esq., am britischen Museum London. 

„ „ Snellen von Vollenhofen Dr. J. S.^ Conserv. 

am Reichsmuseum Leyden. 

„ 5, Solms-Lauhach Dr. Herrn. Graf, Erl., Prof. d. 

Bot., a. d. Univ Strassburg. 

470 T) „ Sousa Jose Äugusto de, am Museum zu . . Lissabon. 

„ Frau Soutzo Marie Fürstin Durchl. Moldau . . . Henzeschti. 

„ Herr Speyer Adolf., Dr. Fürstenthum Waldek . . Rhoden. 

„ „ Speyer August, Fürstenthum Waldek . . Arolsen. 

„ „ Staes Coelestin D., rue des 2 Eglises, 28 Brüssel. 

„ „ /S'^am^onjHenri/, MountsfieldLewisham S.E. bei London. 

„ „ Stal Dr. Karl, Prof. u. Intend. am k. Mus. Stockholm. 

„ „ Stangenwald Dr. Hugo, Sandwichs-Ius. . . Honolulu. 

5, „ Staudinger Dr Otto, Dianabad Dresden. 

„ „ Steenstrup J. Japetus Sm. Mus. -Dir Kopenhagen. 

480 1«) „ Steiner Leon v., Dr. d. M Bukarest. 

„ „ Stierlin Gustav, Dr. d. Med Schaffhausen. 

„ „ Stimpson W. Philadelphia. 

„ „ Stoll Dr. Franz, Serails-Arzt Konstantinopel. 

■ii „ Stoliczka Dr. Ferdinand, Geol. Surv. . . . Calcutta. 

„ „ Strashurger Dr., Prof. an d, Univers. . . . Jena. 

-ii „ Strohel Pelegrino v., Univers.-Prof. .... Parma. 

„ „ Studer Dr. Bernhard, Prof. Inselg. 132 . . Bern. 

„ „ SulUvant William S., Nordamerika, Ohio . Columbus. 

„ „ Suringar Dr. W. F. B., Rector Leyden. 

490 n 57 Swinhoe Robert, Esq. Cons London. 

5, „ Syracusa Padre Giuseppe.^ Sup., Ins. Tinos . Lutro. 

% ,, T'ac/i<'«e ÄarZ Edl. V., Beamt. beim Demanio . Padua. 

„ „ Taczanowsky L., Conservator am Mus. . . . Warschau. 

5? „ Tdrczay Dr. Coloman Constantinopel. 

„ „ Targioni-Tozzetti Cav. Adolf, Prof Florenz. 

„ „ Tauber Eduard, stud. Chem. a. d. Univ. . . . Heidelberg. 



XXXV 



Terracciano Dr. Nicola^ Dir. d. k. Gart, zu . Cascrta. 
Theodori Karl^ Dr., geh. Secr. u. Kauzleirath 

Sr. k. Holl. (1. IFerzogs Max in Maiern . . . Miinclieii. 

Thomsen Allen^ Trot'.J College Court. High Str. (ilasgow. 

ThorcU ])r. Tamerlan^ Doc. a. d. Univors. . (Tpsala. 

Thuret Gustav , Dep. des Alpes maritimes . Antibes. 

Tischbehl Oberförster, Prcussen Ilerrstein. 

Todaro Aijostino^ Dir. d. bot. Gart Palermo. 

Troschel Dr. F. TV--, Prof. a. d. Uuivers. . . Bonn. 

Tryon Geonje W. Philadelphia. 

Turner W., M. B. Prof. F. R. S. E Edinburgh. 

Tyermann John S.^ Dir. of the bot. Gard. . Liverpool. 

Ungern- Sternberg Dr. Franz Freiherr A-^on . Dorpat. 

Uricoechea Don Ezech^^ Präs. d. naturw. Ges. S. Fe de Bogota. 

Uechtritz R. v., Klosterg. 1. e Breslau. 

VerrallG. II., the Mulberries Denmarkhill S. E. London. 

Verreaux Jales^ Aide nat. Jard. d. pl. . . . Paris. 

Vetk Moritz^ Fiirsteuth. Reuss Gera. 

Visiani Robert de, Prof., u. Dir. d. bot. Gart, Padua. 

Vitorchiano P. Angelico da^ Miss, apost. . Tinos. 

Vogt Carl, Prof. Genf. 

Volger Dr. Otto Frankfurt a. M. 

Volxem Camil Van, Boulevard du Regent 32 Brüssel. 
Vullers Dr. D. ord. Prof. d. orient. Sprachen 

a. d. Univ Giessen. 

Walker Francis^ F. L. S. am britt. Mus. . London. 

Wallace Alfred Esq London. 

Waltl Dr., Prof Passau. 

Warming Dr. Eugen Kopenhagen. 

Weddel Mektor A Poitiers. 

Weinland Dr. David Fr. bei Urach .... Hohenwittlingen. 
Weiser Dr. M. E,^ ottom. Bahnarzt bei Philip- 
popel, eur. Türkei Jeui Mahale. 

Weissbach Dr. August , k. k. Oberarzt am 

öst. Nat. Spital Konstantinopel. 

Weisflog Eugen., bei Magdeburg Schönbek. 

West Tuffen London. 

Westerlund Dr. Karl Agardh., Schweden . . Ronneby. 

Westtvood John., Prof. a. d. Univers Oxford. 

Weyers Josef Leopold, rue Persil. 3 . . Brüssel. 

Wilde Sir Will.., Vice-Präs. of the Irish Ac. Dublin. 

Winkler Moriz, bei Neisse Giesmannsdorf. 

Winnertz J"., Kaufmann Crefeld. 

e * 



XXXVI 



P. T. Herr Wollner Joh.^ Apotheker Orizaba. 

„ „ Wood-Mason J. Esq., Asst. Curator lud. Mus. Calcutta. 

„ „ Wright Percival^ Prof. uat. bist. Triuity Coli. Dublin. 

„ „ Wright J. Strethill^ Dr., Nortbumberl. Str. 55 Edinburgh. 

540 „ „ Zaddach G.^ Prof. d. Zool. und Mus. -Dir. . Königsberg. 

„ „ Zeller P. C, Prof., Grüuhof nächst .... Stettin. 

„ „ Zimmermann Dr. Herrn., Lehrer der Naturg. 

a. d. höhereu Bürgerschule, a/d Lahn . . Limburg. 

„ „ Zirigovich Jakob.) k. k. Vice-Consul .... Adrianopel. 

* „ „ Zuber JH. P. Eduard, Bischof v. Augustovic China. 

„ „ Zwiedinek Südenhorst JulY.,\.Vi.'k. (jQH.-Qons. Beirut. 



Mitglieder im Iiilaiide. 



Die P. T. Mitglieder werden gebeten, bekannt zu geben, mit wel- 
chem Zweige der Naturwissenschaften sie sich beschäftigen. 

r. T. Herr Äbsolon Dr. WiUbald^ Herrscbaftsarzt . . . Boskowitz. 
„ „ Adamovic Vincenz^ Realschul-Prof. .... Zara. 
„ „ Äichelburg Graf Raphael^ Stud. am Gymuas. Seitenstetten. 
„ „ Altenberg Felician ^ Apotheker, V., Marga- 
rethenstrasse 75 Wien. 

„ „ Ambrosi Franz^ Bibliothekar Trient. 

„ „ Andorfer Josefa Pharmaceut (Botanik) . . . Langenlois. 

„ „ Anker Rudolfe Christ.-St., Fabriksgasse 155 Ofen. 

„ „ ^n^ome Fmn^, k. k. Hofgartendirector, Burg Wien. 

„ „ Arenstein Dr. Josefa Gutsbesitzer Gloggnitz. 

10 „ Fräul. Armatage Josefine, NÖ Neuukirchen. 

„ Herr Jirne^/i ^Z/V. Y., Vice-Dir. d. geh. Staatsarchiv. Wien. 
„ „ Aschner Theodor^ Hochw., k. k. Gymn.-Prof. 

(Zoologie) Tirnau. 

„ „ Äusserer Anton^ Gymn.-Prof., Vorarlberg . . Feldkircb. 

„ „ Äusserer Carl, Prof. a. d. uaut. Akad. . . . Triest. 

„ „ Aust Carl^ Stud. jur., III. Posthorng. 7 . . Wien. 

„ „ Bdbek Leop.^ Real.-Prof., Lerchenfeldstr. 50 Wien. 

■„ „ Bach Dr. Alexander, Excellenz Wien. 

„ Bachofen Adolf von Fcht^ Fabriksbes., Nr. 33 Nunsdorf. 

„ „ Bahr Liborius, Prof. a. d. Realschule Rossau Wien. 

20 „ „ Barbieux Aug., Rotheu thurmstr. 18 .... Wien. 

„ „ Bartsch Franz, k. k. Concipist, Salmg. 14 . Wien. 
„ „ Bartscht Ambros, k. k. Official, Ottakring. 

Hauptstr. 9. II Hernais. 

„ „ Becker Dr. Franz, k. k. Ober-Stabsarzt . . Krems. 

„ „ Beer Josef (r., k. Rath, Landstr. Hauptstr. 99 Wien. 

„ „ Benda Franz, Hochw., P. O. Pr., VIII. . . Wien. 

„ „ Benkovic Ignaz^ Pfarr. Croatien Karlstadt . Sipak. 

^ „ Berger Emil, Stud., Gonzagag. 5. II Wien. 

„ „ Bergner Eduard, k. k. Landesgerichtsrath Zara. 
„ „ Bergenstamm J., Edl. von, k. k. Beamter, 

Leopoldst. Tempelg. 8 . Wien. 



XXXVIII 



30 P. T. Herr Bermann Jo^ef^ Kunsthäiidl., Gartenbauges. Wien. 

„ „ Bernfuss Gregor 31., Ser7.-Ord.-Pr. Post Melk Langegg. 

„ „ Berroyer Emil^ Juwelier, Magdaleneustr. 35 Wien. 

„ „ Berroyer Gustav^ „ „ Wien. 

„ „ Bertolini Dr. Stefano^ Ciist. am städt. Mus. Trient. 

„ „ Betzwar Anton, St., IV. Favoritenstr. 17 . . Wien. 

„ „ Biesok Georg^ Cand. d. Phil., 13uchfeldg. 9 . Wien. 

„ „ Bilimek Dominik^ Director des k. Museum . Miramar. 

„ „ Birnbacher Josefa k. k. Concij)ist im Finanzmiu. Wien. 

„ „ jßescÄm^ ^9i^ow, k.k. Realschul-Prof., Wieden Wien. 

40 „ „ Bittner Alex., Lehramts-Cand., VI. Engelg. 8 W^ien. 

„ „ Blasich Josef, Hörer d. Pliilos., III. Barichg. 44 Wien. 

„ „ Bobies Franz^ Bürgerschul-Dir., Pressg. 24 Wien. 

„ „ Boekh Georg, Dr. d. Med., Professor .... Pressburg. 

„ „ Boehm Josef, Dr. Phil. u. M., a. Univ. Prof. . Wien. 

„ „ Boliadsch Albert, IV. Mayerhofg. 9., I., 11 . Wien. 

„ „ Bolemann Johann v., Apotheker, Ung. . . . Tjewa. 

„ „ Boller Adolf, Pharm., Semin arg. 270 (Bot, : 

Ranuncul.) Krems. 

„ „ Boschan Dr. Friedrich, Dominik. -Bast. 5 . Wien. 

„ „ Bosniacki Dr. Sigm,. y., Badearzt, Galizien . Iwonicz. 

50 „ „ Boue Dr. Ami, IV. Lamprechtsgasse 6 . . . Wien. 

„ „ Brandeis Albert, Grosshänd\.,Schotteiihaste\ ^ Wien. 

„ „ Brandmayer Eduard, Gemeinde - Vorstand, 

Margarethen Schlossgasse 15 Wien. 

„ „ Brassai Samuel, Dir. d. siebenb. Mus. . . . Klausenburg. 

„ „ Brauer Dr. Friedrich, Assist, a. k. k. zool. 

Mus., Doceut a. d. Univ., Wollzeile 23 . . Wien. 

„ „ Braun Ernst, Dr. d. Med., Kohlmarkt 11 . Wien. 

„ „ Breidler J., Architekt, ob. Weissgärbstr. 15 Wien. 

„ „ Breindl Alfred, Stationschef der Südbahn . Wien. 

„ „ Breitenlohner J., Dr. d. Ch., Böhm. (Botanik) Lobositz. 

„ „ Brestel Dr. Rudolf, Exc Wien. 

60 „ „ Breunig Dr. Ferd., Prof. am Schott.-Gymn. Wien. 

„ „ Bruck Otto, Freiherr von Fiume. 

„ „ Brunner v. Wattenwyl Karl, k. k. Minist. - 

Rath, Theresiauunig. 25 Wien. 

„ „ Brusina Spiridion, Gustos am Nat.-Mus. . Agram. 

„ „ Bryck Dr. Anton, Prof- d. Chir Krakau. 

„ „ Buchmüller Ferdinand, Privat, Burgg. 108 Wien. 

„ „ ^ttn^Fran^,Hchw.,k.k.Feldcapl.Küst.-A.-R. Triest. 

„ „ Burgerstein Alfred, Landstr Wien. 

„ „ j^ttmA; Hochw., Gymn.-Prof. Böhmen. Deutsehbrod. 



xxxrx 

v. T. Uevr Bnsr/unami Ferd., Vvolh, v., Ih.uptsl,- m Wi • 
70 „ „ Canal Gilbert, Edler v. . . ' 

„ <:^a«i>«r Dr. iTa.^, Jag-erzcile" 10 Z-""''' 

« „ Castel a E., Ing-eu. d. k. k. p,, Staats-Kis AVien 
iraii Ca««n/, J/an*. Contessa di, ^ , * 

„ Herr Cki^na^i Dr. Ernst v., k. k.* Reg.-Ai'zt' d'«; ' '''' 

deutschen Garden, Rennweg 7 . ttt- 
" " ^^«»-^^ Rath, Adjunkt im k.'k* 

Obersthofmeisteramte, Schleifmiihlgasse 21 Wien 
» . Graf v., k. k. w. g. Rath Wien' 

" . <^hormtzer Josefa, Ueung^.,,^^ 

. „ Christen Severin, Hochw., Gjmn.-Prof., Karnth 

CBotanik) . . 

80 „ „ Cl^obak Josef, m.;,:s:mr.r.,{,U,ns:r. Wie!"'' 
" " ^^r'n -f"™''' ^^'"P''"'''-C'>'''itats-Phys. S a Uibelv 
. „ Coda Dr. AUxander, k. k. Kreisarzt . . Temes;., 
« Frau CA« Caroline, Gutsbesitzerin ' ' 

„ Herr Col,„red„.Ma„„.re,d. Fürst zu/Dur-ci;,; : w!:,:' 
" . Conrad Stg,n„„d, Hochw., Dir. d. fiirstl. Ca- 
pelle z. h. Rosalia, Wieden, Hauptstr. 82 . Wien 
" „ Copam^^a Anton, Hoeliw, Domherr .... uJn,-^ 
« « Csap Nicolaus y., Mediciuer «agusa. 
'> „ ft«.o JoA. V., Gutsbes. Keissmarit'slebe^b: 
(Bot., Ornitol.) ... 

>, „ ^»^-/'^^W,I)r.d.M.,'k:k.Bezi;k;arz; vST' 

90 „ „ ^«»«^AJoA.£.,Hochvv.,M.d.Pharm.Fr.O.P. St 

" " ^"l^r^- 'l- M., Mariahilferstr. 22 S„ 

" " ^^^f ^^-^ Edl. Dir. d. Handelsakad. W eu 

" „ Cuglay Jokann, k. k. Bezirks.orsteher . . ^pau 

" „ ^^^'-'»«^ -^«W, Hochw. Vicerector am Lo- 
wenburg. Conv. 

" " ^^^™"'«*7^^'^i'««^,D'r.d.Med.,p;of:d:Bot: Krakau 

" " %7»^ ^^'"•^ Treib. ..,t.k.Fi„au3-Comm. 

C-rnanzengeogr) 

" " i'''";^'"--^«-^^.'tehram;s-C;„d.,'Me;-n: 
üardstrasse 6)6, 4. St 

" " k."Ge;e;a;-iudi;o;, 

1. Eilsabethstrasse 9 . . 
■^'''^^'^»»«rf^ochwiBis^h.r'.Caesa'ro'poi;.; S' 

howitz, Böhmen 

Drozdow. 



Dohlhof JoseU Freiherr v., 1. Singerstrasse 13 Wien. 

Döll Eduard, Dir. d. Realsch., Hohenmarkt Wien. 

Dorfinger Joh., bei Wien Nr. 28 Salmansdorf. 

Dörfler Franz, Suppl Wien. 

Dorfmeister Georg, Ing. d, k. k. Land.-Baudir. Gratz. 

Dorfmeister Vinc, IX. Nussdorferstr. 25, III. Wien. 

Dorner Josef von, k. Professor Pest. 

Douglas, Joh. Sholto v., Vorarlberg .... Thüringen. 

Drechsler Edmund, Techn., Hundsthurmstr. 60 Wien. 

Dürr Julius, Handelsgärtner Laibach. 

Dzieduszycki Graf Wladimir, Franciskpl 45 Lemberg. 

Eberstaller Josef, Kaufmann Krerasmünster. 

Eberwein Josef, IX. Garnisonsgasse 10, Th. 13 Wien. 

Ebner Dr. Victor v., Docent d. Physiologie . Innsbruck. 

Effenberger Dr. Josef, pract. Arzt Hitzing. 

Egger Graf Franz, Kärnten Treibach. 

Egger Graf Gustav, Kärnten Treibach. 

Ehrenberg Hermann, Buchlialt., Weihburgg. 5 Wien. 

Eichler Wüh, Ritt, v., Gen.-Insp. d. Kais.Fer- 

dinands-Nordb Wien. 

Eitelberger Wilh. Edl. v. Edelberg, k. k. Ge- 

. ... Wipn 
neral-Kriegscommissar wici. 

Elschnig Dr. Änton, Prof. a. d.Oberrealsch. . Marburg. 

Emich Gustav v. Emöke, Franziskanerpl. 7 
(Entom. Entwickelungsgesch.) Pest. 

Engel Heinrich, Hchw., Pfarr., Ob.-Ö., Innkr. 

, ^ .... Thaiskirchen. 
(Botanik) 

Engelthaler Hans, Lehrer an der protestan- 
tischen Bürgerschule, IV Wien. 

Engerth Wüh. Ritt, v., k. k. Rgsrath., Direct. 
d priv. Staats-Eiseubahn Wien. 

Entz Dr. Geza, Prof. d. landw. Lehranst. . Klausenbnrg. 

Erber Josef, Naturalieiihändl., Siegmundsg. 9 Wien. 

Erdinger Karl, Hchw.,Rect. d. bischöfl. Semin. Krems. 

Etti Karl, III. Beatrixg. 16 

Ettingshausen Dr. Constantin, Freiherr von, 

k k Prof. d. Universität 

EttmayerJos.U.Y.Ädelsburg,k.k.Uegievungsv. Czernowitz. 

Fabry Johann, Prof. d. Natnrg Rimaszombat. 

Farmady P. Martinian, Gymn.-Prof., Ungarn ^^^^„^^^^^ 

(Zoologie) i^. 

Favarger Heinrich, Postgasse 6 ..... • ^'vien. 

FeicUinger Alex., Dr. d. M., k. Com.-Phys. . Gran. 



XLI 



P. T. Herr Feiller Franz v., \). k. k. Montanbeanilor, 

Leoiihardstr. 48. II Graz. 

„ „ Fekete Enül^ Oberapotliek. d. Hannherzig-en zu Ofen. 

„ „ Fekete Fidelis v., Kapuziiier-Ord. -Priester. . Wien. 
140 „ „ F(e/t/er Dr. Co/e^aw, k. k. Hol- u. Gerichtsadv., 

Bürg-ermeister, Operngasse 8 Wien. 

„ Feldmann Johann^ Währingerstr. 27 ... . Wien, 

j, „ Felimann Carl Fried. ^ p, Gen.-Secretär . . . W^ien. 
„ „ Fenzl Dr. Eduard^ Regierungsratli, Prof. u. 

Dir. am k. k. bot. Museum, Renuweg 14 . . Wien. 

„ „ Ferlinc Eduard., Buchhändl. (Lepidopter.) . Marburg. 
„ „ Ferrari Angelo., Graf, Assist, am k. k. zoolog. 

Mus., Bernhardg. 9, n Wien. 

„ „ Feuer Dr. David., Waiznerstr Pest. 

„ „ Feyerfeil Karl., Hchw., Dir. a. .losefst. Gymn. Wien. 

„ „ Fieber Dr. Friedr., Babenbergerstrasse 1 . . Wien. 

„ „ Fiiiczky Theodor., Dr. d. Med Oedenburg. 

150 „ „ Finger Julius., Sparkassebeamter, Nr. 6S . . Unt. Meidling. 

j, „ Firganek Laurenz., k. k. Oberförster d. Dom. Alt Sandez. 

„ „ Fischbacher Alois., Cooperator Ob.-Hollabruun. 

„ „ Fischer Alois, k. k. Milit.- Verpflegs-Beamt. Wien. 
„ „ Fischer Anton Ritt v. Ankern., Gutsbesitzer, 

Elisabethstr. 12 Wien. 

„ „ Fischer Ludwig, Landstr. Haiiptstr. 120 . . Wien. 
„ „ Fitzner., Fürstlich Reuss'scher Obergärtuer, 

Ober-Oest Ernstbrunu. 

„ „ Flek August., Magazineur in d. Glasfabrik . ZYecevo. 

t „ „ Flek Franz., Director d. Glasfabrik .... Zvecevo. 
" „ „ Foetterle Franz., k. k. Bergrath au der geo- 

log, Reichanstalt Wien. 

160 „ „ Forster Dr. Leop.., Prof. a. k. k. Thierarz.-Inst. Wien. 

„ „ Frank Dr. Johann., Adyocat, Opernring- 8 . Wien. 

„ „ Frank Leop., Stud. phil., III. Kegelgasse 15 Wien. 

„ „ Frankl Dr. Ludwig August., I. Seiteustetteng. 4 Wien. 

„ „ Franz Karl, Dr. d. Med., Mähreu Rossitz. 

„ „ Frauenfeld Georg Ritt, von, Custos am k. k. 

zool, Mus., Wieden, Heugasse 24 Wien. 

„ „ Freyn Josef., Sect.-Ingen. der Ung. Ostbahn, 

Sterug. Kerkapoly-Haus (Botanik) .... Pest. 
„ „ Friedlowsky Dr. Anton, Prosector an der 

Lehrkanzel f. Anatomie Wien. 

„ „ Friedrich Dr. Adolf., Apoth., Schönbrunnerstr. Fiinfhaus. 

„ „ Friesach Carl von, Strassoldostr. 900 . . . Graz. 

f 



XLII 



170 P. T. Herr Fritsch Anton^ Dr. nied., Cust. a. naturh. Mus. Prag. 

„ „ Fritsch Karl^ Vice-Dir., Pfeifferg. 81 (Eutom., 

Bot., Phaeuolog.) Salzburg. 

„ „ Fritsch Josefa Privatier, Böhmen Zinnwald. 

„ „ Frivaldszky Johann v., Cust. am k. Nat.-Mus. Pest. 

„ „ i^röMic/t Jos*-/,!?. k.Hofbuchh., Blumenstockg. 1 Wien. 

„ „ Fruwirth Eduard^ Stations-Iug., Westbahnh. Linz. 

„ „ Fuchs Josefa Apoth., Landstr. Hptstr. 67 . . Wien. 

„ „ FwcÄs Dr. T/i€oc?or, Custos a.k.k.Hofmin.-Cab. Wien. 

„ „ Fugger Eberh.^ Prof. d. Ob.-Realsch. (Bot., 

Amfib.) Salzburg. 

„ „ Fuha Dr. Alois, k. k. Notar, NÖ Dobersberg. 

180 « w Funke Wilh., gräfl. Thun'scher Forst-Inspect. Bodenbach. 

„ „ Furlic Franz^ sup. Gymu.-Prof. d. Naturg. . Fiume. 

„ „ Fürstenberg^ Friedr. Landgraf zu, Fürstbisch. Olmütz. 

„ „ Fuss Carl^ Prof. Hermanustadt. 

„ „ Fuss Michael^ Pfarrer nächst Hermannstadt Girlsau. 

„ Göll Eduard^ erzherzogl. Secretär Wien. 

„ „ (rassm&aiteril/2c/i.Edl.v., Rechngsr.,Herrng.l3 Wien. 

„ „ Gassner Theodor^ Hochw., k. k. Gymn.-Dir. . Innsbruck. 

„ „ Cre/^er Fmc, p. Rechu.-Offic, Borgogrande363 Spalato. 

„ „ Gerlach Benjamin^ Hochw., Dir. d. Gymn. . Stuhlweissenbg. 

190 „ „ (rmnceo iWcoZatts, R. V., k. k. Ob.-Ldsger.-R. Zara. 

„ „ Glowacki Julius^ Prof. am Lehrersem iuar . Görz. 

„ „ 6^o6a^^^J[?o^■s, k.k. Bez. Förster, Fleimthal Tirol Cavalese. 

„ „ Gobanz Dr. Josefa k. k. Laudesschul-Inspect. Klagenfurt. 

„ „ Godeffroy Dr. Richard^ Getreidemarkt 3 . . Wien. 

„ „ Godra Dr. Barth.^ k. k. Ob.-Arzt 9. Grz.-Reg. 

(Botanik) Mitrowitz. 

„ „ Goldmann Älois^ Lehrer, IL Wiutergasse 82 Wien. 

„ „ Goldschmidt Moriz^ Ritt. 7., Operuring 6 . . Wien. 

„ „ Gottwald Johann^ Hochw Lilienfeld. 

„ „ Grabacher Dr. Anton^ k. k. Bezirksarzt . . Krems. 

200 •)-) « Graczynski Dr. Adolfe Galizieu Wadowice. 

„ „ Grave Heinrich^ Gen. -Dir. der neuen Wiener 

Tramway-Gesellsch., I. Amaliengasse 4 . . Wien. 

„ „ Gredler Vincenz^ Hochw., k. k. Gymn.-Prof. 

(Zoologie) Bozen. 

„ „ Grimm Dr. JmL, p. Eisenb. Gen.-Secr. . , . Wien. 

„ „ Grimus Carl, R. v. Grimburg St. Pölten. 

„ „ Gründl Ignaz^ Pfarrer b. Gran. (Botanik) . Dorogh. 

„ „ (^rMwoif/^Z&er«,Chemik. d.Metallwfabr.N.-Öst. Berndorf. 

„ „ Grzegorzek Dr. Adalb.^ k. k. Prof., Alt-Sandec Podegrodzie. 



r. T. Herr Giickler Josefa l'iof. an d. J^chrcrhild.- Anst. I'ra^. 

„ „ (iuijler Josefa (iyniii.-J-'rof., Ledererg. 8 . . Wien. 
210 „ ,1 Giiergyai Arpdd v., Dr. d. Med. a. d. Mediciii- 

Lehraustalt Klausem)urg. 

„ „ Haherlandt Fried.^ Trot'. der Hochschule für 

Bodeucultur Wieu. 

„ „ Haheder Dr. Franz Ritter v., Hof- und Ge- 
richtsadvokat, Bauernmarkt 1 Wien. 

„ „ Hackel Eduard^ Gymn.-Prof. St. Pölten. 

„ „ Hackspiel Dr. Joh. Conr.^ k. k, Gymu.-rrof., 

Landstr. Hptstr. 151 Wien. 

„ „ Haerdtl August^ Freih. v., Dr. d. M Salzburg. 

„ „ Äx(/e/iatte>-i^rawz, Statth.-Concip., Bäckerstr. 4 Wien. 

„ „ Haider Dr. Johann^ k. k. Regim.-Arzt a. d. 

mil. techn. Schule, Mähren Weisskirchen. 

„ „ Haimlioffen Gustav Ritt, v., k. k. Controlor 

d. Staatshauptkassen, VIII., Feldg. 3 . . . Wien. 

„ „ Halbhuber y. Festwill Ant., Freih. Excell. 

Herrugasse 13 Wieu. 

220 „ JHaller Dr. Karl ^ Prim.-Arzt allg. Krankenh. Wien. 

„ „ Haller Friedrich^ Währingergasse 27 ... Wien. 

„ „ Hampe Clemens^ Dr. d. M., Bauernmarkt 6 Wien. 

„ „ Handtke Dr., Prof. au der n. ö. Ackerbau- 
schule, nächst Raabs, 0. M. B Grossau. 

„ „ l?Zasms, Hochw., Pfarr., b. Judenburg . Mariahof. 

_ „ „ Hantken, Maximiliari B..y. Prudmk.,}loch.stv.^ Pest. 

P' „ „ Hardegg Carl., p, k. k. Milit.-Arzt, Neug. 169 Graz. 

„ „ Harner Dr. Ignaz^ k. k. Reg.- Arzt 1. Cl. 

beim Militär-Commando Zara. 

„ „ Hartl Franz^ Dir. d. k. k. Ober-Gymuas. . Temesvar. 

„ „ Haschek Jakob Karl., Dr. d. M., Ungerg. 1 . Wien. 
230 Hauer Dr. Franz R. v., k. k. Sectionsrath, 
Dir. d. geolog. Reichsanstalt, Canovagasse 7, 

3. St. Th. 18 Wien. 

„ „ Hang Lucas, Erzieher b. H. Grafen Berch- 

told, Kärnthner-Ring 10 Wien. 

„ „ ^awfcf'., k.k.Telegraf.-Beamt.,ViaRosetti256 Triest. 

„ „ Hausmann Franz., Freiherr v Bozen. 

„ „ Hayek Gustav v., Real-Gymn.-Prof., III. Ra- 

sumowskystr. 3 Wien. 

„ „ Uaynald Ludwig, Dr. d. Theol., Erzb. Exe Kalocsa. 

„ „ Äi-s^sZms^fjfcif FWe(^r., Prof. d. Naturg. (Botanik) Eperies. 

„ „ Heidmann Alberik., Hochw., Abt des Stiftes Lilieufeld. 

f * 



XLIV 



r. 1. 


Herr 


Hein Isidor^ JJr. ci. Med., 1. Kleeblattg. 5 . 


Wieu. 




55 


jtieiniL j\.cii i xt. V., jji. a. x^niL u. Keclite, 








Uiiiv.-Syndikus, Soimeiifelsgasse 23 ... . 


Wien. 


240 „ 


51 


Heinzel Ludwig^ Dr. d. Med., Kircheug. 3 . 


Wieu. 




11 


Heises Jos&f^ Eisen waaren-Fabriksbesitzer . 


Gaming. 


)•> 


11 


Heifert Dr. Josef Alex. Je rem. v., gen. Katn, Jlixc. 


Wien. 




55 


Heller Dr. Camill, k. k. Jrroi. d. ZooJ. Uiiiv. 


Innsbruck. 


■)•) 


55 


Heller Kar l^ k.k. (jymu.-i rot., Unt. Alleeg.30 


Wieu. 




51 




Bozen. 




11 


Herbicli Josef Franz^ Bergw.-Verw. Siebeiib. 


Kronstadt. 




11 


HerfYicLViifi Johann Ritt, v., em. k. k. Schul— 










Wieu. 


55 


51 


Hermann Utto 7., Jrost Kockelburg', oiebbg. 


Szasz-Vesszös. 




51 




Leutomischl. 


250 „ 


51 




Salzburg. 


11 


51 


Hirner Josefa Kaufmaiiii, VIII, Lenaiig. 11, 3 


Wieu. 


11 


55 




Wien. 


11 


11 


Hitschmann Hugo^ Redact. d. Land vv. Zeitung*, 










TS7* _ - 

Wien. 


11 


17 


Hlawacs Julius, Prot, am Gymnasium . . . 


Rimaszombat. 


11 


11 


Hooertn Jos. sLcil. v. ^^cliwarzthal^ k. k. Uber- 








kriegskommissär, Normalschulg. 16/5, 2 , 


Graz. 


51 


55 


Höbert Clemens., Dr. d. Rechte, IV. Heu- 








munig. D, i.;iif 


Wien. 


11 


51 


Hoaeic iLauard., Marianilt, liptstr. 115 . . . 


Wien. 


51 


11 


Hoefer Franz., Oberlehrer Nussdorf, bei . . 


Wien. 


51 


15 




Wien. 


260 11 


" 


Hoffmann August Ritter v. Vestenhof^ k. k. 








Lieutenant im 21. lut'auterie-Regim. . . . 


Czaslau. 


11 


11 


H.offmann Franz TK., AVirthschaftsrath ... 


^Vien . 


51 


11 




Laibach. 


51 


11 


Hohenbühel Ludui, Freih. v., gen. Heufler zu 








Rasen.^ k. k. Sectiouschet, Lagergasse 2 . 


Wien . 


11 


11 




vv len. 


55 


11 


Hjolzinger Dr. jur. Josef -B., Realschulg. 6 










Graz. 


51 


11 


JLJJJlj iAjUU Oijo. J-J UjiXlV . , C^Y.XicLll«, XUoL V Ciy UJ liCi V 








/"Rrwf • T?nKiic~l 


r>J TTi A c T-^ n fi n 1' £1 tv V 
i> cmco~JL UtlUJ. ""g J 


11 


51 


Homme^ Desire de F, Mar(][uis de la Farre.^ 










Wien. 


11 


n 


Hornung Karl^ Pharm. Mag., Apotheker . 


Kronstadt. 


11 


51 


Horvdth Sigmund., Hochw., Prof. d. Mathem. 


Erlau. 


270 55 


15 


Horvdth Geyza., Dr. med., Wasagasse 19 


Wien. 



XLV 



r. T. Ilorr linnka LiuUv.^ VvoL an der Uealsclmle . . Warasdin. 

„ „ Hussa Dr. Alois^ Primarar/t Klagenfuil . 

„ „ IJyrtl Dr. Josefa k. k. rrf.,Hot'r. VViihriiigerst r. 1 Wien. 

„ „ Jahlonski Vinccnz^ Gymiias.-Prof Krakau. 

„ „ Jachno Dr. Johann^ Oberlehrer am Seminar, 

Belvederg. 303 Stanislau. 

„ „ Jeitteles Ludw.^ k.k. Vroi. i\. Lehvei h\\(i.-A.üiii. 

Pfarrgasse 229, 3 Salzburg. 

„ Jellnek Anton^ Gärtner, bei Wien, 16 ... Ob.-Döbling. 

„ (?i(s^, Pr. d. Naturg.(Phanerog. u. Zool.) Szepes-Iglo. 

„ „ Jesovits Dr. Ilelnnch^ Apotheker Wien. 

280 „ „ Jiinowicz Adolfe Gymn.-Prof., (Pflanz.-Anat. 

und Phys.) Galizien Jas^o, 

„ „ Jurdnyi Dr. Ludwüj^ Prof. Pest. 

„ „ Juratzka Jakoh^ Offic. d. k. k. Direct. in 

Dicast.-Geb. -Augeleg., I. Salvatorg. \% . . Wien. 

„ „ jfiTmser Jose/, Dir. d. Bürgersch. Wieden . . . Wien. 

„ „ Kalhrunner Hermann^ Apotheker (Botanik.) Langeiilois. 

„ „ Kapeller Ludwig^ Mechanik., Wied., Freihaus Wien. 

„ „ Karl Dr. Jo/i., Adjunct a. Nat.-Mus. . . . Pest. 

„ „ Karrer Felix^ k. k. Beamter i. P Wien. 

„ „ Kaspar Rudolfe Vikar a. d. CoUeg.-Kirche in Kremsier. 

„ „ Kautezky Emanuel^ Kaufm., Wienstr. 47 . . Wien. 
290 „ „ Keissler Karl^ Ritter von, k. k. Rath, Dir. 

der K. Elisabethbahn Wien. 

„ „ Kempelen Ludwig v., ob. Donaustr. 29 . . . Wien. 

„ „ Kerner Dr. Anton ^ Prof. d. Bot. a. d. Univ. Prag. 

, „ „ Kerner Josefa k. k. Landesgerichtsrath . . Krems. 
I „ „ Kheveiihüller - IWetsch, Fürst Richard zu, 

Durchl Ladeudorf. 

„ „ Kinsky Ferdinand Fürst, Durchlaucht . . . Wieu. 
„ „ Kircköberg Julius 3Ianger v., k. k. Feldm. 

Lieutn. u. Divisions-Commandant Krakau. 

„ Kirchsberg Oscar v., k. k. Fiuanz-Couc.-Adj. 

Landstrasse Hauptstrasse 32, Th. 36 . . . Wien. 

„ „ iTZeciaA: J5ila*., k.k.Bez.-Comm. 1. GL, Dalmat. Sign. 

„ „ Klein Julius^ Prof. d. Bot Pest. 

300 „ „ Klemm Josefa ßuchhändl., hoher Markt 4 . Wien. 
„ „ Klenk Alexander Stefan^ Hörer d. Philosoph. 

Reisuergasse 2o Wien. 

„ „ Klessl Prosper^ Hochw., Hofmeister d. Stiftes Voran. 

„ „ Klimpel Jos.^ Buchhalt. d. Glasfabr Zvecevo. 

„ „ Knapp Josef Klausenburg. 



XLVI 

P. T. Herr KnauerBr.Blasius^Gjm.-Vroi'.Bergsteigg.bO Wien. 
„ „ Knöpfler Dr. Wilhelm^ k. k. Kreisarzt (Or- 

nitol., Lepidopt.) Maros-Vasärhely. 

„ „ Kodermann Cölestin, Hochw., Cust. im Stifte St. Lambrecht. 
„ „ Kochel Dr. Ludwig, Ritt, v., k. k. Rath, 

Hofgarteustrasse 3 Wien. 

„ „ Koelhl Karl, Doctd. d. Philos., Wasag. 18 . Wien. 

310 „ „ Kolazy Josefa Offic. i. k. k. F.-M., Kircheng. 12 Währing. 

„ „ Kolbay Johann, Stud. phil Eperies. 

„ „ Kolbe Josefa k. k. Prof. an d. Technik, Mar- 

garethenstr. 31 Wieu. 

„ „ Körners Karl, Verwaltungsadjunct, Hohenau Sassiu. 

„ „ Königswarter Moriz, Freiherr von .... Wieu. 

„ „ Kopecky Josefa Gymnas. -Professor Pisek. 

„ Frau Koppel Amalia, Singerstrasse 21 Wieu. 

„ Herr Kornhuber Dr. Andreas, Prof. an d. Technik, 

Kettenbrückgasse 3 Wien. 

„ „ Kotzaurek Anton, städt. Execut. -Leiter II. 

Gr. Ankerg. 5, I Wien. 

„ „ Kowdcs Adalbert, Prof. d. Naturw. a. Gymn. Marraaros-Sziget. 

320 „ „ Kowarz Ferd., k. k. Telegrafenbeamter, Böhm. Asch. 
„ „ Krafft Dr. Guido, Prof. a. d. Technik, III. 

Uugerg. 26 Wieu. 

„ ,5 Krasan Franz, Gymn.-Professor Krainburg. 

„ „ Kraus-Elislago Rud. Ritt, v., k. k. Concipist 

im Finanzministerium Wien. 

„ Krenberger Josef, Schlosskaplan bei Baron 

Kaiserstein, Bräunerstrasse 9 Wien. 

„ „ Krein Georg, k. k. küstenl. Landes-Thierarzt Triest. . 

„ Kriesch Johann, Prof. am Polytechnikum . . Ofen. 

„ „ Krist Dr. Josef, k. k. Landes-Schulen-Iuspect. 

Löwenburgg. 2, I Wien. 

„ „ Kristof Lorenz, Assist, a. d. Lehrk. f. Bot., 

Ungerg. 55 Wien. 

„ Kriz Dr. Alois, k. k. Kreisarzt, Galizien . Zloczow. 

330 „ Krone Wilhelm, k. k. Oflfic. Mil.-C.-Buchh. . Wieu. 

„ „ Krueg Julius, Cand. d. Med Wien. 

„ „ Krulla Franz, Lercheufelderstr. 65, I. 14 . . Wien. 

„ „ Krzisch Dr. Josef, k. k. Kreisarzt, em. Direct. Wr. Neustadt. 

„ „ Kubin Ernest, Stud. phil. III. Heumarkt 7, II. Wien. 

„ „ Kubinyi August v., k.Rath, q. Dir. d. Nat.-Mus. Pest. 

„ „ Kuncze Leo Ferd., Ben. 0. Pr., Bibliothekar 

im Erzstifte Martinsberg bei Raab. 



P. T. Herr KutKlmt Josefa k. k. Loihkainiiierdifiior Sr. 

Majestät des Kaisers Wien. 

„ „ Kundt Emamiel^ Dr. d. Med Oedenburg. 

„ „ A7(W.s7^t'>' CrM.sV. vi., Kealit;it(Mibes. Sühieskig. 2-) Wien. 

„ „ Kunz Cornel^ Stud. phil., II f. Löweng. 4 . . Wien. 

„ „ Kars Karl^ WirtschalLsbesitzer l'urkersdorf. 

„ „ Kusebaucli Wenzel^ JJochw., k. k. Milit.-Curat, 

Religiousl. im k. k. Mil.-Ob.-Erziehuugsh. . Strass. 

„ „ iTze^sc/iera i^mnr, k. k. Beamter, Reiterg. 12 . Wien. 

„ „ Lahres Adalbert^ Werksapotheker Eisenerz. 

„ „ Lang Franz^ Stud., Favoritenstr. 11 ... . Wien. 

„ „ ianc/ Ä'a/-;,Mag.-Couc. Franzeiisbrückeustr.30 Wien. 
„ „ Langer Dr. Karl, k.k. Hofrath, Prof. a.d. Univ. Wien. 

„ Lazar Mathaeus, k. k. Gymn.-Professor . . Görz. 

„ „ Lechner Dr. Franz^ k. k. Notar, Bauernmarkt Wien. 
„ „ Leinkauf Dr. Johann, Hochw., k. k. Prof., IV., 

Hauptstr. 65 Wien. 

„ „ Leinweber Conrad, k.k.. ip. E.of gärt., Feldg. 31 Baden. 

„ „ Leitgeb Ludwig, Capitular des Stiftes .... Göttweih. 

„ „ Leitner Franz, Bürgerspital, 6. H., 16. I. 170 Wien. 

„ „ LenJiossek Dr. Josef v., Professor Pest. 

„ „ Lenz Dr. Oscar, Salmg. 10 Wien. 

„ „ Leonhardi Dr. Hermann Freih. v., k. k. Prof. 

der Phil., Weuzelspl. 804 Prag. 

„ „ Letocha Änt. Edl. v., p. k.k. Kriegskommiss., 

Vlir. Zeltgasse 10 Wien. 

„ „ Liechtenstein Joh., reg. Fürst von und zu, Dchl. Wien. 

„ Lichtenstein Freiherr v., k. k. Hauptmann . Triest. 

„ „ Lihotzky Moriz, Magistratsbeamter Wien. 

„ „ Lindpointner Anton, Hchw., regul. Chorherr St. Florian. 

„ „ Lomnicki Maryan, Gymu.-Prof. Galizien . . Stauislau. 

„ „ Löw Franz, Dr. d. Med., 43 bei Wien . . . Heiligenstadt. 

„ Löw Franz, Dr. d. Med., Wied., Hauptstr. 47 Wien. 

„ „ Loosz Anton, Dr. d. Med., Bezirksarzt . . . Fünfkirchen. 

„ „ Lopuschan Johann, Gym -Prof., b. Pressburg St. Georgen. 

„ „ Lorenz Dr. Jos., Sect.-R. im k. k. Ackerb.-M. Wien. 

„ „ Ludwig Dr. Ernst, Prof. a. d. Hand.-Acad. in Wien. 

„ „ Lukätsy F. Thom., Gymn.-Prof. (Bot., Entom.) Neuhäusl. 

„ „ Lunkanyi Karl v., Gutsbesitzer Oedenburg. 

„ „ Madaras E., Prof. d. Oberrealschule .... Stuhlweissenburg. 

„ „ Mahler Eduard, Hüttena.-Verw., Hohenstadt M. Schönberg. 
„ „ i^ia;ei'il/ai<nYms, Hochw., Pfarrer, Veszprimer 

Com., Post Värosled Polany. 



XLViir 



P. T. Herr Makoiusky Alexander, k. k. Prof. a. d. Techn. Brünn. 

„ „ 3faly Franz^ k. k. Hof-Gärtner, Belyedere . Wien. 

„ „ Mandel Dr. Ferdinand, Asperng". 1 .... Wieu. 
„ „ Mann Jos.^ a. k. k. zool. Mus., IH. Rudolfsg. 28, 

3. St. Th. U Wieu. 

„ ,, Marchesetti Carl y., St. med., IX. Spitalg. 1 . Wien. 
„ „ Marenzeller Dr. Emil v., Assist, a. d. Lelirk. 

f. Zool., Johannesg. 1 Wien. 

380 71 il/a*'esc/i Dr. Jbcse/, Hof- u. Ger-Adv., Landhaus Wien. 

„ „ Iflargo Dr. Theodor, Prof. d. Zoologie . . Pest. 

„ „ Marno Ernst^ Bäckerstr. 20 Wieu. 

„ „ Marschall Graf August^ Wollzeile 33 ... . Wien. 

„ „ JiascA Dr. J.n«ow, Prot", d. k. laiidw. Leliranst. Uug. Altenburg. 

„ „ Maschek Adalbert, Gartendirector Sr. Durchl. 

des Herrn Fürsten C. de Rolian Sichrow. 

,, „ Massapust Hugo^Fi'of. R. d.Hsind. u.na,u.t.Aca.(!l. Triesb. 

„ „ Matas Const., Hochw., Gjmu.-Prof., Dalmat, Sinj. 

„ „ Matz Maximilian^ Hochw,, Pfarrer Höbesbrunn. 

„ „ Maupas Peter Dominikus, Hochw. Erzbischof Zara. 
390 " ■>-> ^^^y^ Dl'- Gustav, Realschul-Prof., Landstr., 

Hauptstrasse 75 Wien. 

„ „ Meissl Johann, Oberlehrer, IV. Keplerplatz 7 Wien. 
„ „ Mende Guido Edl. v., Stud. med., IV. Ressel- 

gasse 5 Wieu. 

„ Meixner Ubald, Hchw., Prof. a. d. k. k. techn. 

Artiii. -Akademie, Mähren Weisskircheu. 

„ „ Mendel Gregor, Hchw., Präl. d. Augustiner Altbrüun, 

„ „ Mertha Johann, Beamt. a. ob. Gerichtshöfe . Wien. 

„ „ ilfei^grer ^»i^., Spark. -Beamt., II. roth. Löweng. 8 Wien. 

„ „ Mich Josef, Prof. am Gymuas Troppau. 

„ „ Miohel Alf., Dir.-Stellyertr. d. K. Elisabeth. Wieu. 
„ „ ÄTichelko Vict., Beamter d. k. k. Ferd. Nordb. 

Rennweg 13 Wien. 

400 r „ Michl Anton, techn. Lehrer d. Erzieh.-Anst. Oedeuburg. 

„ „ Miehes Ernest, Hchw., Prof. am k. k. Gynui. Schlakenwert. 

„ Mihailovic Vict., Hchw., Prof. am k. k. Gymu. Zengg. 

„ „ Mik Jos., Prof. am akad. Gymiias., Daung. 6 Wieu. 

„ „ Mitis Heinr. y., k. k. Rechu.-Offic, Hptstr. 29 W^ähring. 

„ „ Möller Josef, Bethoveug. 6 Wien. 

„ „ Monnier Ijc, Anton, k. k. Hofrath und Polizei- 

Director Wieu. 

„ „ Much Dr. Mathäus, VHI. Josefigasse 6 . . . Wien. 

„ „ Müller Florian., Hochw., Pfarrer, Marchfeld ü. Siebeubrunu. 



4 



XMX 



r. T. Jlorr Midier Ilutjo^ Gri'iiiaiipforpfasse 1 Wien. 

410 T» i-> «/oA., Vervv. d. Ziickert'bi-, i.Oedenb.Coiu. Csej)rt*gh. 

„ „ AliiUer Dr. Theodor Bregen z. 

„ „ Alürle Karl, Prof. am k. k. MilitHr-Collt-g-. St. Pölten. 

„ „ Nader Dr. Josef, Primararzt im Versorgli. . Maucrbacli, 
„ „ Natjel Dr. Eduard^ Badearzt bei Trentsthin 

(über den Winter Wien FleiMchmarkt 14) - Teplitz. 

„ „ Nehiba Joh.^ Hochw., Weilibisch., Domprobbt Kalocba. 
„ „ Nemetliy Ludwig v., Coop. in der St. Anuen- 

pfarre, Wasserstadt Ofen. 

„ „ Neufellner Karl^ Comptoirist, Rüdigerg. 6 . Wien. 

„ „ Neumann Dr. Filipp Lugos. 

„ „ Neumayr Dr. Melchior, a. k. k. geol. Relchsaiist. Wien. 

4^20 „ « Neuper Franz^ k. k. Postmeister, Ob.-Steier . Unt. Zeiriii^i. 

„ „ Nickerl Ottokar., Dr. d. Med., Wenzelsplatz . Prag. 

„ „ Niessl ^. Mayendorf Gust.^ Prof. a. d. Teclin. Brünn. 
„ „ Noestelberger Franz., Hochw., Pfarrer, Bez. 

Kirchberg, Post Städteidorf Ober-Absdoi f. 

„ Nowicki Max. Dr., Prf. d. Zool, am Jagelion. Krakau. 
„ „ Oberleitner Franz, Hochwürd., Pfarrer, 0. Ö., 

1. P. Dimbach St. Pankraz. 

„ „ Ofenheim Victor Ritt, v., Käriitnerring 12 . Wien. 

„ „ Ortmann Johann, Rechn.-Rath b. 0. R. Hof. Wieu. 
„ „ Oswald Mich.., Inh. einer Mädchen-Lehranst., 

Laudongasse 14 Wien. 

„ „ Ott Johann., Dr. d. Med. u. Chir Prag. 

43Q „ „ P«c/ier Z>at;«c^, Hchw. Pfarr., Kämt., Feldkirch Tieffen. 

„ „ Palliardi Anton Alois., Dr. d. Med Franzensbad. 

„ „ Pantoczek Josef, Medic. Caud., Märzenstr. 22 Pressburg. 

„ „ Paradi Coloman., Prof. a. Obergymnasium . Klausenburg. 

„ „ Parreiss Ludwig., Rochusgasse 12 Wien. 

„ „ Paulini Paulin, Hochw., Seelsorger, Siebenb. Maros-Vasarhely. 
„ „ Pawlowski Dr. Alexander von, k. k. Regier.- 

Rath u. Direct. des Theresianums .... Wien. 

„ „ Pazsitzky Eduard., Dr. d. Med., Stadtarzt . Fünfkirchen. 
„ „ Peitler Anton Josef v., Hochw., Bischof, Exe, 

geh. R Waitzen. 

„ „ Pelikan v. Plauenwalde Ant., k. k. Ministerial- 

rath im Finanzministerium Wien. 

„ „ Pelzeln August v., Cust. a. k. k. zool. Mus.-. Wien. 

„ „ Perczel Johann., Lehr. a. d. evang. Bürgersch. Oedeuburg. 

„ „ Pergen Anton., Graf und Herr zu Wieu. 

„ „ Perugia Albert., Handelsmann Triest. 



L 

P. T. Herr Pesta Aug., k. k. rinanz-Minist.-Coiicipist . Wien. 

„ „ Petter Dr. Al6xande7-^ Prov. d. Hofapoth. . . Salzburg. 

„ „ Petter Karl^ Cassier d. Spark., Fried riehst. 6 Wien. 

„ „ Petrino Otto Preili. von, Czernowitz. 

„ „ Petris Gerardo di^ Podesta, Istrien Cherso. 

„ „ Peyritsch Dr. Johann^ Custos am k. k. botan, 

Hofmiiseum, Belvedereg. 16 Wieu. 

450 „ „ jPic/iier Jb/mnw, Doctd. d. Phil., suppl. Prof. a. d. 

Linzer Oberrealschule, k. k. Lieutu, . . . Linz. 

„ „ Pick Dr. Adolf Jos.., Dir. d. Realsch. Leopold- 
stadt, uutere Donaustr. 27 Wieu. 

„ „ Pilar Dr. Georg, am National-Mus Agrara. 

„ „ Pillwax Dr. Jb/i., Prof. a. k. k. Thierarz.-Inst. Wien. 

„ „ Piltoni Josef Claudius^ Ritt. v. Dannenfetdt., 

k. k. Truchsess, Elisabethstr. 3 Graz. 

„ „ flanner Joh.^ Oberlehrer zu St.Egida.Neuwld. 

„ „ Plenker Georg Yhr.Y.yli.k.Mhi.'RdthjSelleTstA Wien. 

„ „ P^o/tn J., Direct. d. Kuabensch., unt.Donaustr. Wien. 

„ „ Poduschka Franz^ Archit., III. Hptstr. 81 . . Wien. 

„ „ Poctsch Dr. Ignaz Sigm.., Stiftsarzt Kremsmünster. 

460 Polak Dr. J. E., Salzgrics 22 Wieu. 

„ „ Pokorny Dr. Alois^ k. k. Regieruugsratli, Dir. 

a. Leopoldst. Realgymnas., Taborstr. 24 . . Wien. 

„ „ PoA;om2/jEJwan., Supplt., Mariahilf. Stiegeng, 12 Wieu. 

„ „ Pokorny Dr. Franz, Ilof- u. Gerichts- Advo- 
kat, Teinfaltstrasse 6 Wien, 

„ „ Pokorny Rudolf., k. k. Obersthofmeisteramts- 

Adjct., VIII. Josefsgasse 5 Wieu. 

„ „ Pongratz Gerard v., Prov. d. Miuorit. Ord. . Miskolcz. 

„ „ Poppinger Otto., Stift Göttweih Waldmeister, Gurhof, N. Ö. 

„ „ Porcias Florian., Distr.-Vice-Capitän, Siebenb. Naszod. 

„ „ Porm Dr. Adolf., Hauptschuldirector .... Zwitt.iu. 

„ „ Pospischill Joh. iY, k. k. Milit.-Bez.-Pfarrer . Brünn. 

470 „ „ Poszvek Gustav., Gjmnasial-Professor .... Oedeuburg. 

„ „ Praasek Vincenz., Laudesschulinsp. f. N. Ö., 

Berggabse 20, 1 Wien. 

„ . „ Preiss Dr. Ludwig Görz. 

„ „ Preismann Ernest., lug. der k. ung. Staatsb., 

Landstrasse 29 Pest. 

„ ,^ Prihoda Moriz, p. k. k. Oific, VI, Corueliusg. 1 Wien. 

„ „ Privorsky Alois., k. k. Münzwardein .... Kremnitz. 

„ „ Proc/ia6Ä:a jLeojp.,grfl. Palfy' scher Schlossgärtu. Deutsch-Altenbg. 

„ „ Progner Anton, pract. Arzt in N. Oest. . . . Wieselburg. 



LI 



V. T. Herr Pnigger Franz Saf. ., ITocInv., Dir. d. Tnuh- 

stiinimon-Iiislituts Graz. 

„ „ Pidlich Georg, Hoclnv., Dr. d. Tlieol., Präf. . Triont. 
480 „ „ Parkyne Emanuel, Loliror tlor Natiirg. a. d. 

büliin. Forstschule Weisswasser. 

„ „ Paschel Leopold, Iloclnv., Gynnias.-Dir. . . Scitenstetten. 
„ „ Putz Josef, llochvv., em. Rcct., Gymu.-Dir., 

Prof. am Piarist.-Gymnasiuui Krems. 

„ „ Babel Joharm, Civil-Iugenieur Biala. 

„ „ Rakovac Ladislav, IX. Scliwarzspaniorstr. 5 Wien. 
„ „ Ransonnet Villez Eugen, Freiherr von, k. k. 

Legationssecretär, Wieden, Hauptstr. 31 . Wieu. 

„ „ Rath Paul, Hocliw., Villa Metternich . . . Wien. 

„ „ -ßa^Äa?/ ^JmmcA, Prof. d. laudw. Akademie . . Uug*. Alteuburg. 
„ „ Rauch Augustin, Hochw., Capitul. d. Stiftes 

Kremsmünster, Coop. bei Wels, Ob.-Oe. . . Buchkirclien. 
„ „ Rauscher Dr. Robert, p. k. k. Finanzrath, 

Auerspergstrasse Liuz. 

490 „ „ Rauscher Dr. Jos. Othmar, Cardinal, Fürst- 

Erzbischof, Eminenz . Wien. 

„ „ Raymond Josef, Edl. v., k. k. Hofrath i. P. . Wien. 
„ „ Redtenbacher Dt. Ludwig, k.k.Reg\cTU]^g^ir^lth, 

Dir. d. k. k. zool. Mus., Favoritstr. 6 . . . . Wien. 

„ „ Rehmann Anton, Dr. d. Phil Krakau. 

„ „ Reichardt Dr. Heinrich Wilh., Cust. am k. k. 

bot. Hof-Cab., Univ.-Doc, Trautsohng. 2 . Wien. 

! „ i^e/sc/i Dr.i^mcZr., k.k.Hofarzfc, I.Wallfischg.8 Wien. 

„ 51 Reisinger Alexander, p. Dir. d. techn. Acad. Lemberg. 

„ „ Reiss Franz, pract. Arzt Kirling. 

„ „ Reissenberger Lud., Gymnasial-Prof. .... Hermannstadt. 

„ „ Reithammer Ant. Emil, Apotheker, Steierm. Pettau. 

»00 „ Äesce^ar Pa«*?, Ritt. v.,k.k. Hofr.u.Kreishptm. Ragusa. 

„ „ Ressmann Dr. F.. Ger.-Advocat, Kärnthen . Malborgeth. 
„ „ i2€t«5Ä Dr. ^M^., Ritt. V., Univ.-Prof., Schotten- 
Steig 1, 4. St Wien. 

„ „ -ßßMSs Dr.^w^. Xeop., Ritt.v., Mariahilferstr. 5 Wien. 

„ „ Reuth P. Em., Hchw. Pred. d. 0. d. h. Franc, Steinamanger-. 
„ Richter Dr. Vincenz, Hof- und Ger.-Advoc, 

Taborstrasse 17 Wien. 

„ „ Rieder Franz, Lehrer, Hundsthurmerstr. 50 . Wien. 

„ „ Rideli M. JB., Bureau-Chef d. Südbahn-Dir. Wieu. 
„ „ Riefel Franz, Freih, v., k. k. Minist.-Secret. 

im Finanzminist., Goldschmidtgasse 8 - . . Wien- 

g 



LH 



P. T. Herr Rinaldi Dr. Pefer^ k. Coniitatsarzt . . . > Fiume. 

510 „ „ Rippel Michael, Waisenvater iu Margareth. Wien. 

„ Rittler Julius, Gewerksbesitzer Rossitz. 

„ Äo6»c Ä'^'m., Heb w., Cur. -Ben., Kraiu, P.Tupalic Visevk. 

„ Roesler Anton^ Grosshäudler, hohe Brücke 31 Wien. 
„ „ Rogenhofei* Alois, Custos a. k. k. zool. Mus., 

Josefstädterstrasse 19 • Wien. 

„ Rollett Emil^ Dr. d. Med., I. Tuchlauben 5 . Wien. 

„ Roncourt Ervin^ 57 Hetzendorf. 

„ „ Ronniger Ferd.^ Buchh., I. Rothenthurmstr. 15 Wien. 

Roretz Albrecht y., in eigener Villa, Ob.-Oest. Euns. 

„ Rosenthal Ludwig^ R. v., Bäckerstr. 14 . . Wien. 

5^0 „ Rothschild Anselm^ Freiberr v AVien. 

„ Rothhansl Anton, Dr. d. M., Kettenbrückg*. 8 Wien. 

„ Äo^^ew.s^emßri^ran^, Wirthsch.-Verw. b. Pulkau Fronsburg. 

„ Rudrof Dr. Ludwig^ pract. Arzt, N.-Oest, . . Raabs. 

„ „ Rupertsherger Mathias, Hocbw., Coop., O. Oe. Wallern. 

„ „ Rupprecht Gustav, Kärnten Treibach. 

„ „ Saga Karl, Dr. d. Med Prag. 

„ Sagburg Eurich v., I. Salzgries 16 Wien. 

„ Sauli Ludw., stud. Phil., HI. Schützeug. 2, 3. St. Wien. 

•;■) „ Sauter Dr. Anton A., p. k. k. Bezirksarzt . Salzburg. 

530 „ „ Saxinger Eduard, Kaufmann Linz. 

„ „ Scarpa Georg, Canonicus, Schulinspector . . Lesina. 

„ Schafenhauer Franz, k. k. Gymn.-Director . Görz. 

„ „ Schaitter Ignaz, Kaufmann Rzeszow, 

„ „ Schally Karl, Lehrer, V. Schlossgasse 3 . . Wien. 

„ Schauer Ernst, Kr. Zloczow, Post Podhorce Pieniaki. 

„ „ Scheffler Karl, Sparcasse-Beamter Wien. 

,, „ Scherfei Aurel, Apoth., Post Poprad .... Pelka. 
„ „ Scheuch Ed., Oberkassier der Nationalbank- 

Escomptekassa Wien. 

„ „ Schiedermeyer Dr. Karl, Bezirks-Arzt . . . Kirchdorf. 

540 „ „ Schiffner Rudolf, Apotheker, Leopold stadt . Wien. 
„ „ Schiner Dr. Rudolf, k. k. Sections-Rath 

im Finanzministerium , Bürgerspital .... Wien. 

„ „ Schindler Carl, VL Schmalzhofgasse 10 . . . Wien. 

„ „ Schirl Heinrich, k. k. Förster, Bukowina . . Kupka. 

„ „ Schirnhofer Wilhelm, k. k. Bezirks-Hauptm. . Steyr. 

„ „ Schleicher Wilhelm, Oeconomiebesitz., N.-Oe. Gresten. 

„ „ Schlesinger Ed., Med. Dr., Praterstrasse 51 . Wien. 
„ „ Schlosser Dr. Josef, Ritter von Klekowski, k. 

Statthaltereirath, Land.-Protomed. f. Kroat. Agrara. 



Uli 



1'. Herr Siltnit'rliuii Anton^ Hitter von, Träs. tl. k. k. 

ob. Cierichtslioffs, Excellenz, Uernig. 1.{ . Wien. 

„ Schmidsk Karl^ llochw. k. k. (lyniii.-Prof. . Hrüiiii. 

V\'?i\i\. Schm 'id V. St'lnnidffeldeu Karoline Vöslau. 

Herr Schmidt Ferdinand sen., Käriitiierst r. 70 . . Ijaibacli. 

„ Schmölz Leopold., k. k. Förstci' Nasswald. 

„ Schmuck J. v.. Mag. d. Phai in., am (irles 329 Salzburg-. 

„ Schneider Dr. Josefa Stadtarzt, Böliiuen . . Prestic. 
„ Schoenn Moriz^ k. k. Kechn.-Kath im Milit.- 

Rechu.-Depart., Siebeusterng-. 31 Wien. 

„ Schreiber ür. Egid., Prof. a. Staatsgjmn. . . Salzburg. 

„ Schreyher Franz S. Edl.v., Hcliw., Prof. d. Stift. K losterueuburg. 
Schröckinger- Neudenherg Julius., Bar. v., Sec- 

tionschef d. k. k. Ackerbaumiiiisteriums . . Wien. 
„ Schroff Dr. Dam,ian Karl^ Ritt, v., k. k. Regie- 

rungsr.,Prof. a. d. Uuivers., Schotteuhof, 9. St. Wien. 

„ Schubert M^., k. k, Schulrath Teschen. 

„ Schüler Friedr.^ Gen.-Insp. d. k. k. pr. Südb. Wien. 

„ SchülerDv. Max Jo»., k.R&th^ Badearztb.Rohitsch Sauerbrunn. 

Schütz Dr. Jak.., Privat-Doc. an der Unlvers. Prag. 

„ Schulzer y. Müggenburg Stefan.,k.k.]^.HBU[:>tiu. Vinkovce. 

„ Schur Dr. Ferdinand Brünn. 

„ Schwab Adolf., Apotheker Mistek. 

„ Schwab Michael, Hochw., Schuloberanfseher Triest. 

„ Schwarz Gust. E. v. Mohrenstern., Praterstr. 60 Wien. 

Schwarz Wilhelm.,¥.icc.., G. Dir. d.We\t3.nsste\\. Wien. 

„ Schwarzel Felix, Oecon. Böhm. Deutschbrod Bastin. 

„ Schwarzenberg Fürst Adolf., Durchl Wien. 

„ Sedlitzky Dr. Wenzl., Apoth., Westbahnstr. 19 Wien. 

„ Seeling Franz, Schwertgasse 3 Wien. 

„ Sekera Wenzl J.., Mag. d. Pharm., Apotheker Müncheugrätz. 

„ Semeleder August Wien. 

„ Senoner Adolf, Ol. Marxerg. 14 Wien. 

„ Seri Joh.^ Mag. d. Pharm., Apothek., Hptstr. 63 Penzing. 

„ Setari Franz., Dr. d. M., b. Büchsenhausen , Innsbruck. 
„ Seunig Eduard., Hörer d. Rechte, Gradischa 

V. 31/32 Laibach. 

„ Siegel üdiskalk, Hochw. P. des Benedict. -0. Seitenstetten. 

„ Sigmund Wilhelm., Fabriksbes., Böhmen . . . Reichenberg. 

„ Silberer Ä., Dr. d. Med. u. Chir., Ungarn . Neusatz. 

„ Simonie Anton, k. k. Oberlandesger.-Official . Zara. 

„ Simonics Gabriel, Hochw., P. Balat.-Füred . Tihauj. 

„ /S'imoni/ Dr. i^riedr., k.k. Prf., Salesianerg. 13 Wien. 



T. Herr Simony Oscar^ Salesianerg. 13 Wien. 

„ Sina Simon^ Freiherr v., Exc Wien. 

„ Sincich Joh.^ Hchw. Domh. a. d. Kathedr. . . Triest. 

„ Sindelar Karl^ k. k. Gymnas.-Director . . . Deutschbrod. 

„ Skofitz Dr. Alexander^ Neumaimg. 7 . . . Wien. 

Frau Smith Anna Maria Fiume. 

Herr Sommer Otto, Erzherz. Albrecht'scher Oeko- 

nomie-Verw., Wieselb. Com., P. St. Johann Lendorf. 
„ Sonklar y. Instädten Carl, Ritter von, k. k. 

Oberst Innsbruck. 

„ Spitzy Josef iV., Handelsm., Unter-Steierm. . St. Leonhard. 

„ Spreitzenhofer G. C, Spark.-Beamt. Postg. 20 Wien. 

„ Stadler Anton, Dr. d. Med Wr.-Neustadt 

„ Standthartner Dr. Josef, Primararzt im k. k. 

allg. Krankenhause Wien. 

„ Stanka Norbert, Hochw. Pfarrer, Alservorst. Wien. 

„ Staub Moriz, Prof. a. d. Ob.-Realschule . . Ofen. 
„ Staudach Franz, Freih. v., k. k. Hptm., a. d. 

Milit.-Akademie Wr. Neustadt. 

„ Stauffer Vinc, Hchw,, Gymn.-Prof. im Stifte Melk. 
„ Steindachner Dr. Franz, Custos am k. k. zool. 

Museum, Kohlmarkt 20 . . . , Wien. 

„ Steiner Dr. Julius, Gymn.-Prof Iglau. 

„ Steinhauser Anton, p. k. Rath, Walluerstr. 11 Wien. 

„ Steininger Augustin, Hochw., Abt d. Stiftes . Zwettl. 

„ Stelizyk Gustav, k. k. Oberst d. techn. Acad. Wien. 
„ Stellwag Karl, Edl. r. Carion, Dr. d. Med., 

k. k. Prof., Währingerg'. 18 Wien. 

„ Stelzig Karl, Fabriksbeamter, Leitmer. Kr. . Steinschöiiau. 

,T Stenzl Anton, Dr. d. Med., IX. Lichtensteinstr. Wien. 

Stephanovits Thomas, Dr. d. Med., Stadtarzt Temesvar. 

„ Sternbach Otto, Freiherr v Bludenz. 

„ Stöger Wilhelm,'k.'k. Oh. -YöTSiQV, Piesting-, NÖ. Hörnstein. 

„ Stohl Dr. Lukas, fiirst.Schwarzenbg. Leibarzt Wien. 

„ Sioizner Karl, Lehrer, XL Brig'ittag-. 109 . Wien. 

„ Storch Dr. Franz, k. k. Bezirksarzt, Salzburg St. Johann. 

„ Stossich Adolf, Realschul-Professor Triest. 

,, Straka Keszthelv. 

„ Strauss Josef, städt. Marktcomrais. Wao;g. 30 Wien. 

„ Strauss Franz, Dr. d. Med., Cirkusgasse 36 Wien. 

„ Strebitzky Irenaens, Kapuz.-Ord.-Provinzial . Wien. 

Streintz Josef Anton, Dr. d. Med Graz, 

„ Strobl Gabrieh Hchw., im Benedikt. -Stifte . Admont. 



LV 



r. 'r. Herr 'Stroat^numer Jone/ Geonj, llochw., Bischof u. 

k. k. wirkl. geheimer Rath, Exc Diakovar. 

„ „ Sttidnicka Dr. Franz^ Gyiiiiiiis.-Prof., Doi eiit, 

l^rol". der Mathematik Prag. 

„ „ AS'/?t/>//ut'>- Jo.s.R.v. Präü.d. pri V.K. Ferd. Nord b. Wien. 

„ „ iitur Dionys^ k. k. Hergratli, Rasumot'skyg.lO W^ieu. 

„ „ Stussiner Josef, k. k. Postbeamter Laibach. 

„ „ Suess Eduard^ k. k. Üniv.-Prof., 11. Jägerz. , Wien. 

„ „ Sukup J\Iaximiiia7ij Uochw. Gymn.-Dir. in . Melk. 

630 ■>•> •>•) Suttnir Gandaker Kat'l^ Y\'\\.\ Wien. 

„ „ Syrsky Dr. Simon^ Gustos d. st. Museums . Triest. 

„ „ Szaho Dr. Alois v., Thierarz.-lust.-Dir. . . Pest. 

„ „ Szaniszlö Dr. Alb., Assist, d. Zool. a. d. Univ. Pest. 

„ „ Sztraka Gabriel., Hochw., Gymn.-Prof. . . . Steinamaiiger. 

„ „ Tauscher Dr Julius., Herschaftsarzt, Ung. . Erczin. 

„ „ Tempsky Friedrich, Buchhändler Prag. 

„ „ jT/mn/io/er Dr. Z/wcZw/., Josefstadt, Stationsg. 29 Pest. 

„ „ Then Franz, Präfect a. d. k. k. Theres. Akad. Wien. 

„ „ Thomann Anton., Hochw., Gymn.-Prof. . . . Krems. 

640 „ „ Timmen Felix Freih. v., Mühlstr., hohes Haus TeiJÜtz. 

„ „ Thun Graf ieo, Excelleuz Wien. 

•>•> n '^««/ Wilhelm., b. Freiwaldau, k. k. Schlesien Ditterhof. 

„ „ Tohiasch Georg., Stud., Neumanngasse 12 . . Wien. 

„ „ Tomasc/ieÄ: Dr. /(/n«-2^, k.k. Univ.-Bibliothekar Graz. 

„ „ Tomek Josefa Dr. d. Med., fiirstl. Leibarzt . Ladendorf. 

„ „ Tornmasini Mutius Josef, Ritt, v., k. k. Hofrath Triest. 

„ „ Török Dr. Aiirel^ Univers.-Assist. f. Physiol. Pest. 

„ „ Toth Franz., Hochw., Gymnasial-Prof. . . . Füufkircheu. 

„ „ Tschusi Victor R. v. Schmidhofen., b. Hallein. Täunenhof. 

ööO „ „ ^'wrcA: Jose/, k.k. Hofjuwelier, Bauernmarkt 3 Wien. 

„ „ Türck Rudolf., k. k. Miu.-Secr., Lagerg. \ . Wien. 

„ „ Ulrich Dr. Franz., Spitalgasse 25. I Wien. 

„ „ ünterhuber Dr. Aloi^; Prof. am Realgymn. . Leoben. 

„ „ Urban Em.., Prof. a. Real-Gymn., Ober-Oest. Freistadt. 

„ „ Valenta Dr. Alois^ k. k. Prof. d. Geburtshilfe Laibach. 

„ „ Venturi Gustav^ Dr. Advocat Trieut. 

„ Vesque von Füttlingen Joh., k. k. Hofrath im 

Minist, des Aeusseru, Jakoberg. 6 . . . . Wien. 

„ „ Viehaus Claud.^ Hchw., Stiftscap. suppl. Prof. Kremsmünster. 

J „ „ Vielguth Ferdinand., Apotheker, 0. Ö. ... Wels. 

')60 „ Villers Alexander., Freih. v., Legatiousrath d. 

k. sächs. Gesandtschaft, Währingerstr. 40 . Wien. 

„ „ Vivmot Franz, Edl. v., Technikerstr. 5 . . Wien. 



LVI 



P. T. Herr Vodopich Matth. ^ Hochw. Pfan er in .... Gravosa. 

„ „ Vogel A. F.^ k. k. Schlossgärt» er Miramar. 

„ „ Vogl Aug.^ Dr. d. Med., k. k. Prof Prag. 

„ „ Voss Willi. ^ Assist, am polyt. Institute . . . Wien. 
„ „ Vukotinovic Ludwig Farkas v., Obergespanii 

des Kreuzer Com Agram. 

„ „ Wachtl Fried.., erzherzogl. Forstverwalter, 

Post Jelesuia, Galizien Sobotnia ma-i'a. 

„ „ Waginger Dr. Karl., Piaristeugasse 7 . . . Wien. 

670 „ „ Wagner Paul., Gutsbes., Harta, Post Salt b. Pest. 

„ „ Wajgiel Leopold., suppl. Prof. Franz Jos. Gymn. Lemberg. 

„ W2/?m^m7(/n., Lehramts-Cand.,III.Barichg. 1:2 Wien. 

„ „ Wallner Dr. Ignaz., Prof Oedenburg. 

„ „ Walter Josef., Hauptsch.-Director bei St. Anna Wien. 

„ Walter Julian., Hochw. P. 0. P., Gymn.-Prof. Prag. 
„ „ TfanÄ:e^ Dr. /ZeinWc/i, fiirstl. Salm"'scher Berg- 

u. Hütten-Arzt Blansko. 

„ Watzel Dr. Cajetan., Prof. am Gymn. . . . Böhm. Leipa. 
„ „ Wawra Dr. Heinrich Ritt. v. Fernsee., k. k. 

Linienschiffsarzt Pola. 

„ „ Weiglsberyer Franz., Hochw., Pfarrer, N.-Oest. Michelhausen. 

680 „ „ Weinke Franz Karl., Dr. d. Med., Graben 28 Wien. 

„ „ Weiser Franz., k. k. Bez.-Ger.-Adjct. . . . Stockerau. 

„ „ Weiss Adolf., Dr., Prof. a. d. Univers. . . . Prag. 

„ „ Weiss Leopold., Privatier, Bäckerstrasse 14 . Wien. 
„ „ Well Dr. Wilh. Edl. v., k. k. Ministerialrath, 

Ungarg. 41 Wien. 

„ „ Wesselovsky Dr. Karl., Arvaer Com Arva Varallja. 

„ „ Wessely Josef., Domainen-Director Wien. 

„ „ Wierer Ludwig Edl. v. Wie^'ersberg, Stud. jur., 

1. am Gestade 8. 3 Wien. 

„ „ Wierzejski Anton., Dr. phil., Galizien .... Wadowice. 

„ „ Wiesbauer Joh., Hchw. S. J., Prof Kalksburg. 

690 „ „ Wiesner Dr. Julius., Prof. a. d. Forst-Akad. . Mariabrunn. 

„ Wilczek Hanns, Graf Wien. 

„ „ Wilhelm Dr. Gastav, Prof. a. d.techn.Hochsch. Graz,. 
„ „ Willvonseder Eduard., Lehrer, IL Taborstr. 76, 

2. St., Th. 6 Wien. 

„ „ Witowsky Dr. Alois., k. k. Kreisarzt .... Eger. 

„ Wittmann Alois., Apotheker, Neuweltg. 423 . Klagenfurt. 

„ „ Wladarz Dr. Michael, k. k. Notar Murau. 

„ „ Wolff Gabriel, Mag. d. Ph., Apothek., Siebenb. Thorda. 

„ „ Wolfner Dr. Wilhelm, im Banate Perjamos. 



lA'Il 



]'. r. Horr \Volos:cz<ik Eustachi liehramts-Cand., Sofien- 
gasse 6 Wien. 

00 „ „ Wostt-y Karl^ k. k. Kreisarzt Saaz. 

„ „ IFrt'^'c/jÄio Dr. il/a^/rm.<f, k.k. I. and. -Schul. -Insp, Graz. 

„ „ Wüllerstorf- Urbair Beruh., Freili. v., Exc. . Wien. 

„ „ Zahn Dr. Franz^ k. k. Prof AVien. 

„ „ Zäruha Emanml, Lehramts- Ca nd., Schöu- 

bruunerstr. 108 Meidling-. 

„ „ Zehraivsky Theojphil^ lug-enieur Krakau. 

„ „ Zeller Fritz., Kaufmann Salzburg. 

„ „ Zeni Fortunate Trient. 

„ „ Zkischmann A. .E., k. k. Prof. a. d. nat. Ac. Triest. 

10 „ „ Zickendrath Ernst, Chemiker, 239 Atzgersdorf, 

„ „ Dr. /oÄ., k. k. Bezirksgerichtsarzt, Schies. Friedeck. 

„ „ Zimmermann Dr. Heinrich Edl. v., k. k. pens. 

General-Stabsarzt, I. Wallfischg. 8 . . . . Wieu. 

„ „ Zipser Karl Eduard., Rector der Stadtschule Bielitz. 

„ „ Zsigmondy Dr. Adolph, k. k. Primarius im 

allgem. Kraukenhause , Wieu. 

„ „ ^M/m^er J/afA., Beamter, Ritterg. 520, b. Wien Ottakriug. 



Irrthttmer im Yerieichniss bittet man dem Seeretariate zar Berichtigung 
gütigst bekannt zu geben. 



Die Herreu Mitglieder in Wien werden ersucht, ihre neuen Adressen 
gefälligst mitzutheilen. 



Gestorbene Mitglieder. 



P. T. Herr Bach Dr. August. P. T. Herr Lenormand Rene. 





v> 


Companyo Dr. Ludwig. 


11 


11 


Mohl Hugo y. 




11 


Ecsedy Josef. 


Y) 


11 


Peace Dr. Harper. 


n 


•)') 


Fieber Dr. Franz. 


11 


11 


Rohrbach Dr. P. 


V) 


Graf Rainer. 


11 


11 


Schlotthauber Dr. A. F. 


v> 


w 


Gray Georg. 


« 


11 


Schreitter Gottfried. 


11 




Gruhner Josef. 


11 


11 


Seemann Dr. Berthold. 


11 


w 


Hingenau Otto^ Freih. v. 


11 


11 


Tschek Karl. 


w 


Y) 


Himer Corbinian. 


"il 


11 


Vuezl Wilh. 


11 


11 


Hlavaczek August., Dr. 


11 


11 


Wachtel Dr. David. 


11 


11 


Hoffman Josef. 


11 


11 


Welwitsch Dr. Friedr. 



4asgetretene Mitglieder. 



P. T. Herr Fuchs Ernst. 
„ „ Hauser Dr. Ferd. 
„ Frau Kalmann Natalie. 
„ Herr Kanitz Dr. August. 
„ „ Kirchsberg Karl v. 
„ „ Kugler Josef. 



P. T. Herr Löwy Dr. Lazarus. 
„ „ Mally Karl. 
„ „ Pazzani Alexander. 
„ „ Quintus Josefa Ritt. v. 
„ „ Siegl Julius. 
„ „ Stocker Josef. 



Mitglieder, welche wegen Zurückweisung der Einhebung des 
Jahresbeitrages durch Postnachnahme als ausgetreten be- 
trachtet werden. 



P. T. Herr Alth Dr. Titus von. 
„ „ Axmann Eduard. 
„ „ Brancsik Carl. 
„ „ Branik K. 
„ „ Ettinger Josef. 

„ Graber Dr. Vitus. 



P. T. Herr Jaklinski Alexander. 
„ „ Riese Franz. 
„ „ Schuller Moriz, 

„ Szabo Dr, Josef. 
„ „ Trausil Ambr. 

„ Waluszak Matthäus. 



Wegen uuterlasseuer Zahlung durch 3 Jahre ausgeschiedene 

Mitglieder. 

P. T. Herr Fin Hamilkar de. P. T. Herr Kroegler Rud. Hipp. 

„ „ Herklotz Emil Oskar. „ „ Lojka Hugo. 

„ „ Kreyczy Hugo. „ „ Mihalovits Dr. Alexander. 







h 



LehranstaUen and Bibliotheken, 



welche die Gesellschaftsschriften beziehen 

Gegen Jahresbeitrag. 

Agram: K. 0,-Realschule. 
„ K. Gymnasium. 

Bozen: Lehrerbildungsanstalt. 

Bielitz In Schlesien: Lehrerbildungsanstalt. 

Bregenz: Vorarlberg. Museumsvereiu. 

Brünn: K. Gymnasium. 

Chrndim: Real-Gymnasium. 

Czernowitz: K. k. Ober-Gymnasium. 

„ Griech.-orient. Ob.-Realschule. 

10 Debreczin: Hochschule des reform. Collegium. 

Eger: Lehrerbildungsanstalt. 

Essek: K. Gymnasium. 

Freiberg in Mähren: K. k. Gymnasium. 

Freistadt in Ober-Oesterr.: K. k. Staats-Gymnasium. 

Oörz: Landesmuseum, 

Graz: K. k. Staats-Gymnasium. 

Güns: K. kath, Gymnasium. 

Hernals: Pfarrhauptschule. 

Hollabrunn : Landes-Realgymnasium. 
2iO Hradisch: K. k. Gymnasium. 

Iglau: K. k. Gymnasium. 

Kalksburg: Convict d. P. P. Jesuiten. 

Kesmark: Oeffentl. evang. Gymnasium. 

Keszthely: K. kath. Unter-Gymnasium. 

Klagenfurt: K. k. Gymnasium. 

Klattau: K. k. Gymnasium. 

Korneuburg: K. k. Unter-Realschule. 

Krainbnrg: K. k. Ünt.-Gymnasium. 

Kreutz in Kroatien: Landwirthschaftliche For&tlehranstalt. 
30 Laibach: Lehrerbildungsanstalt. 
Leoben: Landes-Realgymnasium. 
„ Lehrerbildungsanstalt. 



l.ciifoiliiNrlil: K. k. Ober-Gymnasium. 
IJnz: Oefleiitl. Bibliothek. 

„ Bischöfl. Gymnasium am Freinbeige. 
„ K. k. Gymnasium. 
„ K. k. Obcr-Roalschule. 
Hlührisc'h-NeiistacK: K. k. Gymnasium, 
illnrbiirg: K. k. Gymnasium. 
40 iMariascbeiii bei Teplitz: biscböfl. Knaben-Seminar. 
iVeiihaiis in Böhmen: K. k. Gymnasium. 
Oedeubiirg: Evang. Lyceum. 
Ofen: K. Josefs-Polytechnicum. 
Olmtitz: K. k. Universitäts-Bibliothek. 

„ K. k. Realschule. 
Prag: Deutsche Lehrerbildungsanstalt. 
Reicheiiberg: K. k. Ober-Realschule. 
Rzeszow; K. k. Gymnasium. 
Salzburg: K. k. Gymnasium. 
50 5, K. k. Ober-Realschule. 
KSehässburg: K. Gymnasium. 

Schönberg Mährisch: Wissenschaftlicher Verein Kosmos. 
Steinamanger: K. Gymnasium. 

St. Marton: Matica Slovenf<ka. II. Comm. Arva-Thurocz Postamt. 
Temesvar: K. Ober-Gymnasium. 
Teschen: K. k. kath. Gymnasium. 
Troppan: Laudes-Museum. 
„ K. k. Gymnasium. 
„ K. k. Ober-Realschule. 
60 ^'»S- Hradisch: K. k. Gymnasium. 
Villach: K. k. Real-Gymnasium. 
Waidhofen a. d. Thaya : Realschule. 
Weisswasser : Forstlehranstalt. 
Wien: Allg. österr. Apotheker- Verein. 

„ Bibliothek des k. k. polytechn. Instituts. 

„ Lehrerbildungsanstalt St. Anna. 

„ Schottenfelder k. k. Oberrealschuie. 

„ Zool. bot. Bibl. d. Polytechnik. 
Wittingau: K. k. Gymnasium. 

ünentgeltlicii. 

Wien: Kommunal-Gymnasium Leopoldstadt, 
w Y) » Gumpendorf. 

« „ Ober-Realschule auf der Wieden. 



LXII 



Wient Kommunal-Realschule Gumpendorf. 

yi „ „ Rossau. 

„ Akademischer Lesererein. 

„ Uuiversitäts-Bibliothek» 

„ Landesausschuss-Bibliothek. 
Prag: Akademischer Lesevereiu. 
40 „ Lese- und Redehalle der deutschen Studenten. 
Graz: Akadem. lese-Verein. 



llVissenschaftliehe Anstalten, 

mit welchen Schriftentausch stattfindet. 

Agram: Kroat.-slavon. Landwirthschafts-Gesellschaft. 

Albany: New- York state agriciiltural society. 

Alteubnrg: Naturforschende Gesellschaft des Osterlandes. 

Amiens: Societe Linneenne du Nord de la France {Rue d"* Algier 6). 

Amsterdam: Academie royale des sciences. 

„ K^, zool. Genotscli. Natura artis magistra. 

Annaberg-Buchholz: Verein für Naturkunde. 
Arkansas: State üniversiiy. 
Augsburg: Naturhistorischer Verein. 
4 Bamberg: Naturforschender Verein. 

Batavia: Gesellschaft der Künste und Wissenschaften. 

„ Naturwissenschaftlicher Verein. 
Basel: Naturforschende Gesellschaft. 
Berlin: Königl. Academie der Wissenschaften. 

„ Botan. Verein d. Prov^. Brandenburg und d. angrenzenden Länder. 

„ Entomologischer Verein. 

„ Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den k. pr. Staaten. 
„ Redaction der Linnaea, von Garke. 
Bern: Allgemeine schweizerische naturforschende Gesellschaft. 
%0 „ Naturforschende Gesellschaft. 

Bogota St. Fe de: Societe de naturalistes de la nouvelle Grenade. 
Bologna: Äccademia delle scienze. 

„ Red. Nouv. An. d. sc. nat, 
Bonn: Naturforschender Verein der preussischen Rheinlande. 

„ Redaction des Archivs für Naturgeschichte. 
Bordeaux : Actes de la Soc. Linneenne de 
Boston: American Academy. 

j, Society of natural history. 



Bremen: Naturwissenschat'tliclier Verein. 
30 Breslau: Schlesische Gesellsclial't für vaterländische Cultiir. 

Brünn: K. k. iii.-schles. Ges. für Ackerbau-, Natur- und I.aude.skuiido. 

„ Naturforschouder Verein. 
Brüssel: Acad. r. des sciences^ des leltres et des heaux-arts de Jielyique. 
„ Soc. entomol. de Belgique. 
„ Soc. malacologique de Belgique. 
„ Soc. roy. botanique de Belgique. 
Buenos Ayres: Museo fuhlico. 
C-aen: Soc. Linneene de Normandie. 
Calcutta: Asiatic Society of Bengal. 
40 „ Geological Survey of India. 

Canibridg^e: American Association for the advancement of science. 
Caracas in Venezuela: Soc. de ciencias fos. y natur. (^Trübne)\ London 

Paternoster Re^ 
Cassel : Verein für Naturkunde. 
Charleston: Elliott Society of natural history, 
Chemnitz: Naturforschender Verein in Sachsen. 
Cherbourg: Societe imper. des sciences naturelles. 
Chicago: Academy of Science. 
Christiania: Videnskab. Selskabet. 

„ Kon. norske Fredriks Universitet. 

50 Chur: Naturforschende Gesellschaft Graubündens. 
Colmar: Societe d'' Histoire naturelle. 
Colombo: The Ceylon branch of the royal asiatic Society. 
Columbus: Ohio State board of agriculture. 

Czernowitz: Verein für Landescultur und Landeskunde im Herzogthume 

Bukowina. 
Danzig: Naturforschende Gesellschaft. 

Darmstadt : Naturhistorischer Verein im Grossherzogthuui Hessen. 

„ Verein für Erdkunde. 

Dijon : Academie des sciences.^ arts et belles lettres. 
Donaueschingen: Verein für Naturgeschichte. 
60 Dorpat: Naturforscher-Gesellschaft. 

Dresden: Naturwissenschaftliche Gesellschaft „Isis". 

„ Kaiserl. Leopold. Carolin, deutsche Acad. d. Naturforscher. 
„ Jahresberichte d. Gesellsch. f. Nat. u. Heilkunde, 
Dublin: Redaction der Atlantis. 
„ Society of natural history. 
„ Royal geolog. Soc. of Ireland. 
„ Royal Irish Academy. 
„ Royal Dublin Society. 
Dürkheim: Naturwissenschaftlicher Verein der bair. Pfalz iPollichia), 



LXIV 



70 Edinburgh: Royal Society. 

„ Royal physical Soc. 

„ Transactions of the Geolog. Soc. 

Elberfeld: Naturwissenschaftlicher Verein zu Elberfeld und Barmen. 
Emden: Naturforschende Gesellschaft. 
Florenz: Accademia economico- agraria dei Georgoßi. 
„ Redazione del nuovo giornale botanico italiano. 
„ Societä entomologica italiana. 
Frankfurt a. M.: Senckenberg'sche naturforschende Gesel Ischaft. 
„ Redactiou des zoologischen Gartens. 

yO ■)•) Freies deutsches Hochstift. 

Freiburg: Gesellschaft zur Beförderung der Naturwissenschaften im 

Breisgau. 
Fulda: Verein für Naturkunde. 
Genf: Sociiti de physique et d"" histoire naturelle. 

Gent: Soc r. botanique de Belgique (durch Prof. Crepin, Place d^Ante- 
velde 25). 

Genua: Soc. de Letture e Conversazioni scientifiche (S. Catarina, Palazzo 
tedeschi 4). 

„ Ännali del Museo civico di Storia Nat. di Genova. 
Giessen: Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. 
Glasgow: Geolog. Society. 
Görlitz: Naturforschende Gesellschaft. 
90 II Oberlausitz'sche Gesellschaft der Wissenschaften. 
Görz: Comite für Landeskunde. 

Göttingen: Königl. Gesellschaft der Wissenschaften. 
Gothenburg: Kong. Vetenskab Selskabet. 
Graz: Naturwissenschaftlicher Verein. 

Greifswalde: Naturw. Verein für Neuvorpommern und Rügen. 
Haag: Ij arcliive neerlandaise des sciensces exactes et naturelles. 
Halle: Botanische Zeitung von Prof. De Bary. 

„ Naturwissenschaftlicher Verein für Sachsen und Thüringen. 
„ Naturforschende Gesellschaft. 
100 Hamburg: Naturwissenschaftlicher Verein. 

Hanau: Wetterau'sche Gesellschaft für Naturkunde. 
Hannover: Naturforschende Gesellschaft. 
Haarlem : Sociiti Holland, des sciences. 
Helsingfors : Sociiti de sciences de Finlande. 

y) Societas pro Fauna et Flora fennica. 

Hermannstadt: Siebenbürgischer Verein für Naturwissenschaften. 

„ Verein für siebenbürgische Landeskunde. 

Hildburghausen: Bibliografisches Institut. 
Hongkong: The brauch of the royal Äsiatic society. 



LXV 



HO Jrim: Kedaot. tl. Zoitsohr. 1. Mediciii uiid Naturw 
„ Medic. uaturwissensch. Gesellschalt. 
Iiiiisbriii'k: Kordinaiideuni. 
Jown : State Univentity. 

Kiel: Verein nördlich der Elbe zur Verbreitung dt-r Naturwissenschaften. 
Klngeiifiirh K. k. Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues und der 
Industrie iu Kärnten. 
„ Naturhistorisches Laudesmuseum yon Kärnten. 

Klaiisciibiirg: Landesuiuseum für Siebenbürgen. 
Königsberg;: K. physikalisch-öconomische Gesellschaft iu Preussen, 
Koiistantiiiopel: Soc. imp. de Medecine. 
120 „ Soc. Itter, grecque: Syllogos. 

Kopeiihag^cii : Naturhistorischer Verein. 

„ Naturhist. Tidskrift v. Schiödte. 

„ Kön. Gesellschaft d. Wissenschaften, 

liatidshnt: Botan. Verein. 
Lausiug: lUchigan State agricultural society. 
Lausanne: Soc. Vaudoise de sciences naturelles. 

Leiden: Nederlandsch Kruidkundig Archief r. W. F. R. Surin gar. 
„ Societe entomologique des Pays-has. 
„ Entomol. Hefte von Snellen you Vollenhoven. 
130 Leipzig: Königl. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften. 

„ Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie (per Adresse v. Sie- 
bold in München). 
„ Bibliograf. Inst. (Deutsche Warte Otto Wieg and). 
Lemberg: K. k. galiz. Landwirthschaftsgesellschaft. 
Lille: Societe imp. des sciences. 
Linz: Museum Francisco-Carolinum. 
London: Xmnean Society. 

„ Entomological Society. 
i „ Microscopical Society. 

„ Royal Society. 
140 „ Zoological Society. 

„ Geological Society. 
„ Redaction des Zoological- Becord. 
„ „ der Nature. (Durch Trübner^s ßuchh.) 

V w des Entomologist Monthly Magaz. (Durch dieselbe.) 

Liicca: B. accadeniia lucchese di scienze., lettere ed arti. 
Lund: Universität. 

Lüneburg: Naturwissenschaftlicher Verein. 
Lüttich: Societe royale des sciences. 
Luxenbarg: Societe des sciences naturelles. 



LXVI 



loO Lyon: Soc. imp. (T agric. et dJ'hist. nat. (per Adresse: E. Mulsant 
M. F. Savy Libr. rue Hautefeuille 34 a Paris). 
„ Acad. imp. des sciences et helles lettres. 
„ Societe Linneenne. 
Madison: Wisconsin State agncultural society. 
Madrid: K, Academie der Wissenschaften. 

Magdeburg: Naturw. Verein. (Sendungen durch die Creutz'sche Buch- 
handlung R. Kretschmann zu Magdeburg, Commission in 
Leipzig SV. Engelmann.) 
Mailand: R. istituto lombardo di scienze.^ lettere ed arti. 

„ Societä italiana di scienze naturali. 
Manchester: Literary and philosophical Society. 
Mannheim: Verein für Naturkunde. 
160 Mexico: Socied. de bist, natural. 

Modena: Reale accademia di scienze., lettere ed arti, 

„ Redact. d'' Ärchivio per la zoologia^ anatomia e lafisiolog. 
„ Ännuario della Soc. d. Naturaliste. 
Moskau: Kais. Gesellschaft der Naturforscher. (Au die Buchhandlung 
Kundt in Moskau durch Ritter in Leipzig). 
„ Gesellsch. für naturwissenschaftl. Anthropologie u. Ethnografie. 
München: K. Academie der Wissenschaften. 
IVancy: Academie de Stanislas. 
IVeapel: K. Academie der Wissenschaften. 
„ Ässociazione dei naturalisti e Medici. 
170 IVeisse: Philomathie. 

IVeu-Brandenburg: Verein d. Freunde d. Naturwissensch, in Mecklenburg. 
Neufchatel: Societe de sciences naturelles. 
IVcwcastle: The Tyneside naturalist's field Club. 
IVew-Haven: Redact. d. American journal of sciences and arts. 
New-Orleans: Academy of sciences. 
IVewport: Orleans Corenty Soc. nat. sc. 
IVew-York: Lyceum of natural history. 
IVürnberg: Naturhistorische Gesellschaft. 
Offenbach: Verein für Naturkunde. 
1 80 Palermo : Societä d' acclimatazione. 
„ Accademia delle scienze. 
Paris: Societe entomologique de France. 

„ Redact. d. Journal de Conchyliologie par M. Crosse. 
„ Soc. botanique de France, Rue Grenelle St. Germaiu Nr. 84. 
„ Nouvelles Archives du Mus. d''hist. nat. 
Passau: Naturwiss. Verein. 
Pest: K. ung. Academie der Wissenschaften. 

„ K. ung. Gesellschaft für Naturwissenschaften. 



LXVII 



Vent: Geolop^ischo Gesellschaft für Uiifrani. 
190 IVd'l'sbiir^': Kais. Aoademie der Wissenschaften. 

„ Societc entomologique de Russie. (Durch Hartmanu iu Leipz.) 

„ Bibliotheque imp. public, 

Philadelphia : Academy of natural science. 
„ Philosophical Society. 

„ Wagner free institute of science. 

„ American entomological Society. 

„ American Journal of conchyliology by Tryon. 

Portlaiid: Massachusetts Soc. of nat. history. 
Prag: K. böhmische Gesellschaft der Wissenschaften. 
200 „ Naturwissenschaftlicher Verein „Lotos". 
Presburg: Verein für Naturkunde. 
Regensburg: K. baier. botanische Gesellschaft. 

„ Zoologisch-mineralogischer Verein. 

Riga: Naturwissenschaftlicher Verein. 
Rio Janeiro: Palestra. 
Rom: Accad. pontif. de nuovi Lincei. 
Ronen: Societe des amis des sciences naturelles. 
Salem U. St.: Essex Institut. 

„ Peabody Academy of science. 
210 Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. 
San Francisco : Californian Academy of natural science. 
Sanct Gallen: Naturforschende Gesellschaft. 

Ist. Louis : Academy of science. 
Santiago: Universität. 
„ Wissenschaftlicher Verein. 
Schaff hausen: Schweizerische entomol. Gesellschaft. (Dr. Sti erlin.) 
Shanghai: The branch of the royal Asiatic society, 
Sidney: Austral. horticultural society. 
Stettin: Entomologischer Verein. 
^'20 Stockholm: K. schwedische Academie der Wissenschaften, 
Strassburg: Societe du museum d'' histoire naturelle. 
Stuttgart: Würterabergischer Verein für Naturkunde. 

„ lUustrirte Gartenzeitung von Lebl, 
Toronto: Canadian Institute. 
Toulouse: Aead. des sciences et belles lettres. 
Triest: Landwirthsch. Gesellschaft. 
Trondhjem: Kong.norske Videnskabs Selskabet. 
Vman: (Gouv. Kiew) Ober-Gartenbauschule. 
Upsala: Societe royale des sciences. 
230 Utrecht: Gesellschaft für Kunst und Wissenschaften. 
Venedig: R. istituto veneto di scienze., lettere ed arti. 



LXVIII 



Verona: Accademia di commercio^ agrieoltura ed arti. 
Washington : Smithsonian institution. 

„ United States patent office, 

„ National Acad. of Science. 

„ Department of agriculture of the Unit. Stat. of N. America. 

Werningerode: Naturwissenschaftliclier Verein des Harzes. 
Wien: Kais. Academie der Wissenschaften. 

„ K. k. geologische Reichsanstalt. 

„ K. k. Gesellschaft der Aerzte. 

5, K. k. geographische Gesellschaft. 

„ K. k. Reichsforstverein. (Redact. d. öst. Mouatssehr. f. Forstwesen. 

Füufhaus, Felbergasse 18.) 
„ Oesterr. Alpenverein. 

5, Verein für volkswirthschaftlichen Fortschritt. 
„ Verein für Landeskunde von Niederösterreich. 
„ K. k. Gartenbaugesellschaft. 
Wiesbaden: Nassau'scher Verein für Naturkunde. 

Wttrzburg: Landwirthschaftlicher Ver. f. Unterfranken u. Aschaflfenburg. 
Zürich: Naturforschende Gesellschaft. 



Sitzungsberichte. 



U. IUI. Sita.-Ber. 



A 



Sitzilug am 3. Jäiiuer 1873. 
Vorsitzender: Herr Dr. Friedrich Br^'uer. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T, Herr als Mitglied bezeichnet durch P- T. Herrn 

Äbsolon Dr. Wilihald^ Herrschaftsarzt in 

Boskowitz V. Frauenfeld^ A. Rogenhofer. 

Bruck Otto Freih. v., in Fluni e . . . V" . v. Frauenfeld, A. Rogenhofer. 

Dalla Torre Carl v., Lehramts-Cand. in 

Innsbruck Prof. Heller, A. Rogenhofer. 

Fitzner Rudolf., fürstl. Reuss'scher Ober- 
gärtner in Ernstbruun, Ob.-Oest. . . Reg.-R. Fenzl, Dr. Reichardt. 

Hedenus Th., Apotheker in Neureudnitz 

bei Leipzig A. Rogenhofer., Rud. Anker. 

Lichtenstern Franz Freih. v., k. k. Haupt- 
mann in Triest F. Ha.uk., v. Frauenfeld, 

Paton Dr. A. in Rerairemont Dr. Fieber., v. Frauenfeld. 

Voss Wilhelm, Assist, a. polyfc. Inst. Wien Prof. Kornhuher^ A. Rogenhofer. 



Eingegangene Gegenstände : 

Im Schrifteutausche: 

Abhandh d. naturf. Ges. zu Görlitz. XIY. 1871. 

Abhandl. d. naturwiss. Ver. zu Bremen. 1871, mit Beilage Nr. 1. 

Anzeiger d. k. k. Ges. d. Aerzte in Wien. 1871. Nr. 33. 

IX. Ber. d. naturf. Ges. zu Bamberg f. 1869—70. 

Bot. Ztg. von A. De Bary. XIX. Nr. 50. Halle 1871. 

Der Gartenfreund, herausg. von der k. k. Gartenbau-Ges. in Wien. 

IV. Nr. 20—21. 1871. 
IV. Jahresber. d. akad. Lese-Ver. in Graz. 1871. 
48. Jahresber. d. schles. Ges. f. vaterl. Cultur. Jhrg. 1870. Breslau 1871. 
Jahresh. d. Ver. f. vaterl. Naturk. in Württemberg. 1—3. Stuttg. 1871. 
Illustr. Gartenzeitung. XV. 1—2. Stuttgart 1871. 

Medic. Jahrb. IV. Wien 1871. \ 

A* 



4 



Sitzung vom 3. Jänner 1872. 



Mittheil. d. naturf. Gesellsch. in Bern a. d. J. 1870. Nr. 711—744. 
Mittheil, über Gegenstände der Land-, Forst- und Hauswirthsehaft. 

XXVIir. 23, 24. Klageufurt 1871. 
Neue Denkschr. d. allgem. Schweiz. Ges. f. d. gesamrat. Naturw. 

XXIV. Ziirich 1871. 
Oesterr. Monatsschr. f. Forstw. Wien. XXI. October 1871. 
Schriften d. k. phys.-ökonom. Ges. zu Königsberg. XI. 1,2. 1870 — 71. 
Sitzungsber. d. k. Ak. d. Wissensch, in W^ien. Math.-nat. Cl. LXIV, 

1—2. 1871. 

Sitzungsber. d. mathem. - pbys. Cl. d. k. baier. Akad. d. Wiss. zu 

München. 1871. 2. Hft. 
Verband], d. k. k. geol. Reichsanstalt in Wien. 1871. Nr. 15. 
Vierteljahrschr. d. naturf. Ges. in Zürich. XV. 1—3. 1870. 
Wocheuschr. f. Gärtu. u. Pflanzenk. Nr. 49—50. Berlin 1871. 
Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. N. F. III. Berlin 1871. 
Zeitschr. für wisseusch. Zoologie v. Siebold u. Kölliker. XXI. 4. 

Leipzig 1871. 

Nuouo Giornale botan. italian. II. 4. III. 3. Firenze 1870 — 71. 
American Journ. of Üoncholoay. VII. 2. Philadelphia 1871 — 72. 
Nature. V. 109-112. London 1871. 

Proceed of the Acad. of natural sciences of Philadelphia. XXI.11.187 1. 
Geschenke der Herren Verfasser: 

Dr. L. Koch: Die Arachniden Australiens. 1. u. 2. H. Nürnb. 1871. 
Ljungraan: Om tvönne nya arter Ophiurider. 

Mueller: Forest Cult. in ist Relation to industr. Pwrsuits. 3Ielborne 
1871. 

Pasqual e G. A.: Docwnenti biografici di Giovanni Gussone. Napoli 
1871. 

Opuntia f ulvispina. Napoli 187 1. 

Pritzel G. A. : Thesaurus Literaturae Botan. Ed. nova- Fase. I. 
Lipsiae 1872. 

Siebold: Beitiäge zur Parthenogenesis der Arthropoden. Leipzig 
1871. 

Geschenk des Herrn Dr. Beichardt : 

Scheutz: Prodromus Monogr. Georum. üpsala 1870. 

Eingesendete Naturalien : 

Deutsche Brombeersträuche, 3. Serie, von Herrn Dr. W. 0. Focke. 
Ein Fascikel Pflanzen von Herrn Dr. Aug. R. v. Reuss jun. 
Eine Centurie Coleopteren von Herrn v. Pelikan. 
Ein Herbarium von 20 Fascikeln, Geschenk von Herrn General- 
Stabsarzt Edl. V. Zimmermann. 



(jcscilciikf. 

Von Herrn Raben hörst: Ilepat. ourop. Dec. 1^1, LI f. 

Fuufyi ourop. Cent. XV. 
Von Herr Baron Thümen: Fungi auütr. exsicc. Cent. 1. et II. 



Der Secretär, Herr Georg Ritter v. Frauenfeld, machte fol- 
gende Mittheilungen: 

Der Ausschuss hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, 
seinem Mitgliede Herrn Dr. Cajetan Felder zur Wiederwahl als Bürger- 
meister folgendes Begriissujigsschreiben zu überreichen: 

Euer Hochwohlgeboreu ! 

Hochverehrter Herr Bürgermeister ! 

Die Direction dej^ k. k. zoologisch - botanischen Gesellschaft 
ergreift mit inniger Freude die Gelegenheit, ihrem verehrten Mitgliede 
die herzlichsten Wünsche zur Wiederwahl als Bürgermeister Wien's dar- 
zubringen, indem sie sich mit voller Befriedigung der grossen Majorität 
anschliesst, welche diese Wahl bewirkte. 

Mögen Sie, verehrter Herr, noch lange zum Besten dieser Gross- 
Commune erfolgreich wirken, und auch fernerhin den Naturwissenschaften 
so wie unserer Gesellschaft Ihre geneigte Fürsorge angedeihen lassen. 

Wien, am 30. December 1871. 



Indem ich das 3. und 4. Heft des 21. Jahrganges unserer Schriften 
vorlege, bemerke ich zugleich, dass Se. kais. Hoheit der durchlauchtigste 
Herr Erzherzog Wilhelm die Widmung dieses Bandes huldvollst anzu- 
nehmen geruhte. 

Ferner erhalten die Herren Mitglieder mit dem Bande als besondere 
unentgeltliche Beigaben 2 Broschüren, nämlich : 

G. Künstler. Ueber die unseren Culturpflanzen schädlichen Insekten. 
Prf. Nowicki. Ueber die Weizenverwüsterin Chlorops taeniopus Meig. 



Um bei dem von der Gesellschaft herauszugebenden Nomenclator 
ZOOlog^icus die möglichste Vollständigkeit im Werke selbst, ohne einen 
Nachtrag, zu erzielen, wurden die einzelnen Thierclassen in gedruckten 
Abzügen an die bewährtesten Fachgelehrten zur Revision eingesendet, 
nachdem diese sich freundlichst bereit erklärt hatten, diese mühevolle 
Arbeit zu übernehmen, und inzwischen der Druck ausgesetzt. Es ward 
dadurch unmöglich, den Druck, wie beabsichtigt war, mit Ende 1871 
zu vollenden. Es bleibt daher der Subscriptionstermin im Betrage von 
% fl. 50 kr. für Ein Exemplar offen bis Juni 1872, bis wohin das Werk, 
welches bis zu den Coleopteren sich im Satze befindet, erscheinen kann. 



6 



Sitzung vom 3. Jänner 1872. 



Auch der Index für die Bände XI — XX der Gesellschaftsschriften, 
zu welchem Herr Graf Marschall durch Kraukheit verhindert war, den 
Text rechtzeitig' zu liefern, wird zu gleicher Zeit beendet werden. 

Für das Jahr 1872 ist auch die Herausgabe einer Kryptogamen- 
Flora von Oberösterreich, bearbeitet von den Herren Poetsch und 
Schied er raayr, beschlossen. Das Werk wird beiläufig 25 Druckbogen 
umfassen und kostet für die Mitglieder 1 fl. 50 kr«, während im Buch- 
handel der Preis mindestens das Doppelte betragen wird. 



Se. Durchlaucht der Herr Präsident hat Herrn Freih. Julius v. 
Schröckinger zu seinem Stellvertreter für das Jahr 1872 ernannt, unter 
gleichzeitigem Danke an den kais. Rath Ritt. v. Kochel, der im verflos- 
senen Jahre diese Mühewaltung übernommen hatte. 

Zugleich hat seine Durchl. den Secretär Ritt. v. Frauenfeld mit 
der Vertretung bei den Sitzungen der Weltau>.stellungs-Commission be- 
auftragt. 



Die Herren A. v. Krempelhuber und v. Tschusi sendeten fol- 
gende Ankündigungen: 

Im Selbstverlage des Verfassers ist soeben erschienen : 
^A. V. Krempelhuber, Geschichte und Literatur der Lichenologie 
von den ältesten Zeiten bis zum Schlüsse des Jahres 1870. Bd. III. Die 
Fortschritte und die Literatur der Lichenologie in dem Zeiträume von 
1866 — 1870 incl., nebst zahlreichen Nachträgen zu den früheren Perioden, 
pp. 261. München 1872. gr. 8. K. Hofbuchdruckerei von C. Wolf & Sohn. 
Preis, vom Verfasser direct bezogen, 2 Thaler = 3 fl. 30 kr. 

Mit diesem 3. Bande ist nunmehr obiges Werk geschlossen. 

Ä. V. Krempelhuber. 

(Amalieustr. Nr. 3 in München.) 



Bitte. 

Der Unterzeichnete beabsichtigt eine Vogel- Fauna Oesterreichs 
herauszugeben, wozu ihm bereits ein ansehnliches Material vorliegt. 

Damit jedoch diese Arbeit die möglichste Vollständigkeit erlange, 
ersucht der Gefertigte die Herren Museumsvorstände, sowie die Besitzer 
von Sammlungen und Freunde der Vögel, ihn bei diesem Unter- 
nehmen mit ihren Erfahrungen freundlichst unterstützen zu wollen. Ganz 
besonders wäre es ihm erwünscht, genaue Daten über das Vorkommen 
seltener Arten zu erhalten. Aber auch über die gewöhnlichen Arten sind 



G. V. Frau OD fe Id. 7 

Mitthoilungeu über Lebensweise, Briitegescbäft etc. sebr willkommen 
und werden gewissenbaft« Verwendung finden. 
Salzburg, im December 1871. 

V. Ritt. V. Tschusl-Schmldhofen. 

Salzburg, Mozartplatz, Ii, Stock. 



Leider ist gleicb zum Beginne des neuen Jahres der Verlust zweier 
Mitglieder zu beklagen: Des den Botanikern Wien''s wohlbekannten Herrn 
Corbinian Himer, sowie des französicheu Botanikers Sebast. Rene 
Lenormand zu Vire in Frankreich. 

Die Versammlung gab ihrem Beileide durch Erheben von den 
Sitzen Ausdruck. 



Herr Custos A. Rogenhof er legte vor: 

Dr. F. Fieber: Berichtigungen zu Dr. Kirschbaum's Cica- 
dinen der Gegend von Wiesbaden. 

J. Mann: Beschreibungen 7 neuer Arten von Microlepidopteren. 

(Siehe Abhandlungen.) 



Herr Custos Dr. H. W. Reich ardt zeigte ein junges Bäum- 
chen von Quercus peduuGidata Ehrh. vor, durch dessen Wurzel ein 
Rhizom von Triticum repens L. gewachsen war. Das demonstrirte 
Object wurde von dem Herrn Präsidenten Sr. Durchlaucht Fürsten 
Colloredo-Mannsfeld um Dobrig in Böhmen gefunden. 



Herr Professor Dr. Gustav Mayr legte eine Reihe seltener 
und sehr instructiver Exemplare von Coniferen aus den verkäuflichen 
Sammlungen W. Ho chst etter's in Stuttgart vor. 



Herr J. Juratzka besprach unter Vorweisung der betreffen- 
den Exemplare : Fungi austriaci exsiccati. Cent. I. et II. Herausge- 
geben von Herrn Baron Thümen. 

Ferner lieferte er Beiträge zur Kenntniss des Vorkommens der 
Voitia nivalis. 



g Sitzung vom 7. Februar 18721. 

Herr Georg Ritter v. Frauenfeld besprach zwei bei Brock- 
haus in Leipzig erscheinende Werke: 1. Thesaurus ornithologiae 
von Dr. CG. Giebel, enthaltend sämmtliche Gattungen und Arten 
der Vögel, erstere mit Diagnosen versehen, dann deren Synonyme 
und geographische Verbreitung; ein für jeden Ornithologen unent- 
behrliches Werk. 2. Eine neue Ausgabe von Pritzel's Thesaurus 
literaturae botanicae, mit Ergänzung aller botanischen Werke bis 
in die jüngste Zeit ; ebenso unentbehrlich und schon seit der ersten 
Ausgabe rühmlichst bekannt. 



Sitzung am 7. Februar 1872. 

Vorsitzender: Herr Regierungsrath Dr. Eduard Fenzl. 



Neu eingetretene Mitglieder; 

p. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch P. T. Herrn 

Bittner Alexander^ Lehramts-Cand., VI., 

Eiigelg. 8, Wien Hoernes, Burgerstein. 

Brandeis Albert, Grosshäudler, Schotteii- 

bastei 4, Wien v. Frauenfeld^ Bogenhofer. 

Hauser F., Studiosus, Winklerstrasse 33, 

Nürnberg Dr. L. Koch^ A. Äusserer. 

Königswarter Moriz^ Treih. v., Kärutner- 

ring 4, Wien A. Brandeis ^ v. Frauenfeld. 

Mac Lachlan F. Bobert, London .... v. Frauenfeld^ A. Rogenhof er. 

Fackard., Dr. A. S. Esquire in Salem . . v. Frauenfeld, A. Rogenhofer. 

Schally Carl, Lehrer, V. Schlossg. 3, Wien F. Brandmayer, v. Letocha. 
Szaniszlo Dr. Albert, Assist, d. Zool. a. d. 

Univ. zu Pest Prof. Margo, y. Frauenfeld. 



Eingegangene Gegenstände: 

Im Schriftentausclie: 

Anzeiger der k. k. Ges. d. Aerzte in Wien. 1871. Nr. 34. 

Archiv f. d. Naturk. Liv.-, Ehst.- u. Kurl. V— VI. 1 Dorpat 1870-71. 

Bot. Ztg. V. A. de Bary, XXX. Nr. 1-5. Halle 1872. 



riin^ccrnncrrnr Scliriflcn, (Ifsrlicnki' 







Kestsflir., liorauso-og*. /,. F(M*or d. liOjälir. (1(m- iVatiirl". zu Fr<.*i- 

biiro' i. B. 1871. 

Oenoralber. üb. d. Stand u. d. Wirkou d. T.andwirUisclj.-GesollscIi. 
f. Kärnten im .1. 4S71. Klae^cnfiirt 1872. 

Jahrb. d. öst. Alpen-Ver. VII. Wien 1871. 

Illiistr. Gartenzeitung-. 1. Heft. Stuttgart 1872. 

Lotos, Zeitschr. f. Naturwiss. XXI. Nov.— Dec. Prag 1871. 

Mittheil, über Gegenstände d. Land-, Forst- u, Hauswirthsch. Kla- 
genfurt 1871. Nr. 1—3. 

Monatsber. d. k. pr. Akad. d. Wiss. zu Berlin. Nov. 1871. 

Oest. Monatschr. f. Forstw. XXI. Nov. ii. Dec. Wien 1871. 

Sitzungsber. d. Dorpater Naturf.-Ges. III. 2. 1870, Dorpat 1871. 

Verhandl. d. k. k. geolog. Reichsanstalt in Wien. 1871. Nr. 1 — 18. 
1872. Nr. 1. 

Wochenschr. f. Gärtn. ii. Pflanzenk. Berlin 1872. Nr. 1—4. 
Zeitschr. d. Ferd. f. Tirol u. Vorarlb. 16. Heft. Innsbruck 1871. 
Annuario della Soc. dei naturalisti di Modena. TT, 1 — 6. 187 L 
Atti del reale Istituto veneto di seiende, lettere ed arti, L 4, 7, Veneria 
1871-72. 

Effemeridi della Soc. di Letture. II. 5. Genova 1871. 
uActes de la ^Soc. Linn, de Bordeaux. XXVII. 1870. 
Annales de la Malacologigue de Belgique. V. Bruxelle.s 1870. 
Bullet, de la Soc. hotan. de France^ XVII 1870. XV III 187 1 . Pari^. 
Gazette Medicale d'' Oriente. Const'antinople.Nr.4—9., 1857. Nr. 1 — 70, 

1858. Nr. 1-8, 1871. 
Mem. de la Soc. des sciences phys. et natur. de Bordeaux. VI. Paris 1868 . 
Me'in. de la Soc. imp. des sciences natur. de Cherbourg. XIV. Paris 1869. 
Mem. de VAcad. imp. des sciences helles.^ lettres et arts de Lyon. Cl. d, 

scienc. XVII Lyon 1869—70. 
Journal de scienc. matli..^ phys. e natur. da Acad. real d. scienc. de Lisboa 

XII. 1871. 
Nature. V 113—118. London 1871—72. 

The Entomologist Monthly Magazine. N. 92^ 93. London 1872. 

The Journ. of the New^York State Agricult. Soc. XXI. Albany 187 L 

Gdächenk des Herrn v. Frauenfeld: 

Reise der österr. Fregatte Novara um die Erde in den J. 1857—59, 
zooIog. Theil. 

G-eschenke der Herreu Verfasser: 

Hartman!! Carl: Handboh Skandinaviens Flora, Stockholm 1871. 

Krempelhuber A. v. : Gesch. d. Licheuologie. III. München 1872. 
iiti.XXlI Si(z.-Ber. ]j 



j^Q Sitzung vom 7. Februar 1872. 

Eingesendete Naturalien: 

Vou den Herreu: 
Felix Schwarzel: Ein Fascikel Pflanzen. 
Josef Freyn: Ein Fascikel Pflanzen. 

Otto Murmanu, Kleriker in Melk: 1 Packet Pflanzen f. Schulen. 
Josef Strauss: 1 Packet Cryptogamen. 
Josef Kolazy: 3% Centurien Vierflüg'ler. 



Der Secretär Herr Georg R. v. Frauenfeld machte folgende 
Mittheilungen : 

Der Herr Bürgermeister Dr. Cajetau Felder dankte mit folgendem 
Schreiben für den Glückwunsch zu seiner Wiederwahl : 

Geehrte Gesellschaftsleitung* ! 

Aus Anlass meiner Wiederwahl als Bürgermeister war die geelirte 
Gesellschaftsleitung so freundlich, mir, ihrem langjährigen Mitgliede, ihre 
Glückwünsche darzubringen. 

Von Freunden, mit denen mich seit Jahren ein ernstes wissen- 
schaftliches Streben verbindet, nehme ich solche Beweise der Tlieilnahme 
mit herzlicher Freude entgegen, wenn sie auch einer Stellung gelten, 
welche es bei den damit verbundenen schweren Pflichten leider mit sich 
bringt, dass der frühere, mir so liebgewordene Verkehr darunter lei- 
den muss. 

Indem ich den geehrten Mitgliedern der k. k. zoologisch-botauischen 
Gesellschaft den herzlichsten Dank für die mir zugesendeten Glückwünsche 
ausspreche, gebe ich mit Vergnügen die Versicherung, dass ich dem 
Gedeihen der Gesellschaft stets meine lebhafte Fürsorge bewahren werde. 

Wien, am 3. Februar 1872. Der Bürgermeister: 

Dr. C. Felder. 



Herr Freiherr Moriz v. Königs wart er hat der Gesellschaft einen 
Betrag von 400 fl. in Obligationen gespendet. 

Herr Graf Hanns Wilczek hat als Mitglied für Lebenszeit den 
Betrag von 100 fl. eingezahlt. 

Herr Prof. Th. Margo hat in gleicher Weise die Summe von 60 fl. 
erlegt. 



Bei dem ungeheuren Brande von Chicago bat leider auch die 
Wissenschaft grosse unersetzliche Verluste zu beklagen. Die dortige 
Akademie der Wissenschaften theilte mit, dass das Gebäude der Wabash 



(]. V. F IM II f II I i' I (I. 



11 



Avenue mit allem .seinem bcwooliflieii Kigeiitlium und Inhalt an wisseu- 
schattlichem Materiale, ueKlies seit seiiieiu Bestehen daselbst aufgehäuft 
sich befand, ein Kaub des zerstörenden Eleuicntes ward. Obvvolil das 
(üebäude feuerfest war, so unterlag« es doch wie alle in der ausgezeich- 
netsten Weise hergestellten ähnlichen Gebäude der Stadt einer feurigen 
Glutii, wie sie die Welt bisher vielleicht nie gesehen und lieferte den 
Beweis, dass selbst solche Gebäude nur sicher sind, wenn sie abge- 
sondert stehen. 

Die vernichteten Sammlungen sind folgende: 
1. Die Audubon-Club-Sammlung, Säugethiere und Vögel, beiläufig 400. 
i. Die Staatssauimluug von Insekten, von den Erben des Mr. Walsh 

um 2000 Schill, gekauft, meist Typen. 

3. Die Florida-Sammlung des Mr. Blatchford , die vollständige Fauna 
von Florida enthaltend. 

4. Die sehr vollständige Sammlung von Meerescojichylien des Will. 
Cooper. 

3. Eine Mineraliensammlung, durch Subscription angekauft nach Colo- 
nel G. W. Hughes. 

6. Die prachtvolle Sammlung zur Naturgeschichte von Alaska, in den 
Jahren 1863—69 von den Naturforschern der W. U. Telegraphen- 
Expedition gesammelt. 

7. Die Shmithsouian-SammluDg von Crustaceen, unzweifelhaft die grösste 
Weingeistsammlung der Welt, die über 10.000 Gläser füllte und die 
Typen von Prof. Dana enthielt. 

8. Die Sammlung wirbelloser Thiere der ü. S. Pacific Exploring-Expe- 
dition, grösstentheils aus der japanischen See. 

9. Die Meeres-Mollusken, bei 8000 Partien, aus den Schleppnetz-For- 
schungen seit 20 Jahren an den Küsten von Maine bis Texas, ferner 
von Europa bis in die arktische See. 

10. Tiefsee-Crustaceen und Mollusken von Pourtales aus dem Golfstrome, 
aus den Jahren 1867, 1868, 1869, zur Beschreibung vorbereitet. 

11. Miocen- und Eocen-Fossilien der vereinigten Staaten von Virginia 
und Alabama. 

12. Mineralien der Herren Atweten , Beebe, Armstrong, mit schönen 
Krystallen. 

13. Das Herbar des Dr. Scammon, mehr als 6000 Arten. 

14. Die Scammon-Sammlung von Thongefässen des alten Centraiamerika 
von V. Fallen. 

13. Tief seeproben aus dem See Michigan von 1870 — 71. 
Ferner die reichen arktischen Sammlungen des Directors R. Kenicott, aus 

den Jahren 1859—61. 
Die Hauptsammluug enthielt 2000 Säugethiere, 30 Skelete (2 Mastodou, 
afrikanische Elefanten etc.), 10.000 Vögel, 1000 Nester mit Eiern, 



12 



Sitzung vom 7. Februar 1872. 



1000 Reptilien, 5000 Fische, 15.000 lusekten, 5000 Concbylien, 1000 
solche iu Weingeist, 3000 Weingeistgläser mit Radiaten, 8000 Pflan- 
zen, 15000 Fossilien, 4000 Mineralien. Viele archäologische und ethno- 
logische Objecto. 

Die Bibliothek von 2000 Bänden und 5000 Broschüren, Karten etc. 

Die Audubou Club-Bibliothek mit Audubon"'s grossem Werke. 

Die reiche conchologische Bibliothek mit den seltensten Kupferwerken 

von Mr. G. Walker. 
Die sämmtlichen Exemplare des 1. Bandes unserer Verhandlungen und 

die Abbildungen zum %, Bande. 
Mehrere werthvolle Gemälde. 

Ausserdem ist eine namhafte Zahl von Manuscripten , Zeichnungen und 
Kupferplatten, zur Herausgabe vorbereitet von Lyon, Foster, 
Stimpson, Gould , meist neu für die Wissenschaft, vollkommen ver- 
nichtet. 

Unterzeichnet von J, W. Foster, Präsident. 

Wm. Stimpson, Secretär. 



Herr Dr. Schaufuss in Dresden bietet die Schmetterlingssammlung 
des verstorbenen Directors Kaden in einzelnen Abtheilungen zum Kaufe an. 



Eine Sammlung ausgestopfter Vögel des südtirolischen Alpengebietes, 
circa 600 Stück im Besitze eines Bauers in Meran, ist zu verkaufen. Aus- 
kunft bei Herrn Professor Kalte negger, derzeit in Meran, im Gerber 
Koch''schen Hause. 



Das auswärtige Mitglied Herr Dr. Ludwig Companyo in Perpignan 
ist gestorben. 



Herr Sectionsrath Dr. J. R. Scliiner widmete dem verstor- 
benen Mitgliede Rudolf Felder einen warmen Nachruf. 

Ferner legte derselbe die erste Folge seiner Miscellen vor und 
referirte schliesslich über zwei neue Asiliden von Carl Koch. 
(Siehe Abhandlungen.) 



Herr J. Kolazy lieferte einen Beitrag zur Lebensgeschichte 
von Cavia Cohaya. (Siehe Abhandlungen.) 



IJorr Ciistos A. llogon Ii ofor legte vor: 

Uelter einige Cryptoiilon von C. Tsc. hek. (Siehe AMiaiull.) 



Weiters zeigte vor unil besprach der Ilerr Vortragende eine 
erst vor wenig Jahren beschriebene neue SclinietterlingsgattunL': 
IJtptiloii telomonophormn; sie zeicluiot sicli durch rudimentäre, 
sciunale Hinterflügel aus, gehört der artenreichen Gruppe der 
(jilaucopiden an und ist eine Entdeckung Johann Natterer's, des 
rastlosen Forschers in Brasilien. 



Herr Georg Ritter v. Frauent'eld berichtete über folgenden 
eingesendeten Aufsatz: 

Drei neue Arten der Gattung Sciara von Johann Beling. 
(Siehe Abhandlungen.) 



Sitzung am 6. März 1872. 

Vorsitzender: Herr Freih. v. SclirÖckmg*er"Neudenberg^. 

Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durcli P. T. Herrn 

Bahr Liborius., Prof. an der Realschule in 

der Rossau ............ Prof. Mayr^ v. Frauenfeld. 

Reisch Dr. Friedr., k. k. Hofarzt, Wall- 

fischg. 8, Th. 16 iii Wien Dr. Brauer, Th. Fuchs. 

Rihbe Heinrich, Naturalist in Berlin . . Dorfmeister, Royenhofer. 
Scheuch Eduard, Ob.-Cassier d. Natioual- 

Bank-Escompte-Cassa in Wien . . . Barbieux, v. Frauenfeld. 
Schnitz Dr. Friedrich in Bonn Dr. Reichardt, Dr. Kanitz. 

Eingegangene Gegenstände: 

Im Schriftentausche: 

Anzeiger der k. k. Akad. d. Wiss. in Wien. VÜI. 1—29, IX. 1—3. 
1871—7^2. 

Anzeiger der k. k. Ges. d, Aerzte in Wien. i872. Nr. 3—5, 



14 



Sitzung vom 6. März 1872. 



Bot. Ztg. y. A. de Bary, XXX. Nr. 6—8. Halle 1872. 
Entomolog. Ztg. vom eutomol. Ver. zu Stettin. XXXII. 1871. 
Jahrb. d. k. k. geol. Reichsanstalt. XXI. 4. Wien 1872. 
IX. Jahresber. d. uaturhist. Ver. in Passau, 1869—70. 1871. 
I. Jahresber. d. naturwiss. Ver. zu Osnabrück, 1870 — 71. 1872. 
lUustr. Garteuzeitung-, II. Hft. Stuttgart 1872. 
Lotos, Zeitschr. f. Naturwiss. Prag. XXII. 4872. 

Mittheil, über Gegenstände der Land-, Forst- und Hauswirthschaft 

aus Kärnthen. XXIX. 4. Klagenfurt 1872. 
Mittb. d. Ges. f. Salzb. Landqsk. XI. Salzburg 1871. 
Monatsber. d. k. preuss. Akad. d. Wiss. Berlin. Dec. 1871. 
Neues Lausitz. Magaz. XLVIIL 2. Görlitz 1871. 
Oest. Monatsschr. f. Forstw. XXII. Wien 1872. 

Sitzungsber. d. k. Ak. d. Wissensch, in Wien. Math.-nat. Cl. LXIV, 
3. 1871. 

Sitzungsber. d. phys.-medic. Soc. zu Erlangen. 3. Hft. 1870—71. 
Archiv f. Naturgesch. v. Dr. Troschel. XXXVIL 3. Berlin 1871. 
Verhandl. d. k. k. geol. Reichsanstalt in Wien. Nr. 2, 3. 1872. 
Wochenschr. f. Gärtn. u. Pflanzenk. Nr. 5—6. Berlin 1872. 
Ätti del reale istituto Veneto di scienze, lettere ed arti. XVI. 3. Venezia 
1870-71. 

Efemeridi della Soc. di letture. III. 6. Genova 187 1. 
L^Ämico dei Campi. Nr. 11 — 12. Trieste 187 1. 

Archives neerlandaises d. Sc. exet, et natur. VI. 4 — 5. La Havere 1871. 
Gazette mddic. d'' Orient. 6—12. Constantinople 1858 — 59. 
Bulletin de la Soc. d. scienc. natur. de Neufchdtel. IX. 187 1. 
Bull, de la Soc. Vaudoise des sciences natur. IX. 55. Lausanne 1866. 
Mem. de VAcad. imp. des scienc. de St. Petershourg. VII. S. XVI, 2 — 6", 

9—14. XVII 1-10. 1871. 
Mem. de la Soc. des sciences phys. et natur. de Bordeaux. VIII. 1872. 
Journ. of the New- York State AgricuU. Soc. XXL. 11 — 12. Älbany 

1871. 

Journ. of the royal Geolog. Soc. öf Ireland. III, 1. (XIII) Edin- 
burgh 1871. 
Natur e. V. 119—122. London 1872. 

Proceedings of the asiatic Soc. of Bengal. N. 8. Calcutta 1871. 
Proceedings of the royal Society. XVIII 11,9—122. XIX. 123-129. 

London 1870—71. 
The quarterly Journ. of the Geolog. Soc. XXVII. 108. London 1871. 

Geschenke der Herren Verfasser: 

Ercolani: Del perfetto ermafroditisnio delle anguille. Bologna 1872. 
Fuchs: Die künstlich dargestellten Mineralieu. Harlem 1872. 



(it'^clit'iikc jpj 

Laube («ustav: Die Kcliinoidcn der (»stcrr.-i] n^o-ar. oberen i'citiä r- 

Ablagerungoii, Wien 1871. 
Liiiderniayer: Die Vogel Griechenlands. 
Mahn A. W. : Jlvaldjur i sveriyes Miiaeer. Stockholm 1871. 

Elngresendete Naturalien: 

2 Ceuturieii Sclinietterliiige von Herrn General-Stabsarzt YA\. v. 
Zi m m e r ni an n. 
Cent. Schmetterlinge von Herrn Eraauuel Pokornj. 
1 Cent. Pflanzen für Schulen von Herrn F. Bartsch. 



Der Secretär, Herr Georg Ritter v. Frauenfeld, machte fol- 
gende Mittheilungen: 

Der souveräne Johanuiter-Orden hat der Gesellschaft für Ueber- 
reichung der Verhandlungen zur Unterstützung ihres Strebens Einhundejt 
Gulden gespendet. 



In Folge der wiederholten Erhöhung der Papier-, Satz- und Druck- 
kosten hat der Ausschuss in Betreff der in d-ie periodischen Schriften der 
Gesellschaft aufgenommenen Abhandlungen unter Aufhebung der Bestim- 
mungen vom 3. December 1866 folgende Ahordnung getroffen: 

Jeder Autor erhält wie bisher 25 Exemplare der betreffenden A))- 
handlung ohne besonderen Titel und Umschlag kostenfrei. 

Es steht demselben frei, gegen Ersatz von Druck und Papier über 
diese Zahl so viele Exemplare zur freien Verfügung durch das Secretariat 
zu bestellen, als er wünscht. 

Diese Zahl ist jedoch vor dem Beginn des Druckes dem Secretariat 
anzuzeigen, da sonst nur die bestimmten 25 Exemplare erfolgt werden 
können. 

Der Ersatz für jene Mehrzahl beträgt pr. Exemplar bis 2 Octav- 
blätter 1 kr., bis 4 Octavblätter 2 kr., für 5—6 Octavblätter 3 kr., für 
7 — 8 Octavblätter, d. i. Einen Bogen 4 kr. ö. W. u. s. w. 

Von gewöhnlichen Abbildungen wird jede Tafel in Octav gleich 
Einem Bog«n, jede grössere gleich 2 Bogen berechnet. Für illuminirle 
Tafeln ist der dafür ausgelegte Betrag zu vergüten. 

Besondere Titel (wofür die Druckerei 2 fl. berechnet), Umschläge, 
Umbrechen des Satzes, feineres Papier, grösseres Format, sowie Buch- 
binderarbeit sind nach dem Kostenanschlage der Druckerei und des 
Buchbinders zu ersetzen. 

Mehrabzüge von Arbeiten, die nicht im Bande aufgenommen sind, 
unterliegen einer besonderen Uebereinkunft. 



IG 



Sitzung vom G. März 1872. 



Die Yon dem Secvetariate zugeniittelte Recliniino- rerpflichteu sich 
die Herren Autoren zuverlässig- beim Empfange der bestellten Auflage 
zu entrichten. 

Verbesserungen im Drucke sind nach Durchsiclit der erlialtenen 
Abzüge rechtzeitig (spätestens mit Ende Noyemher des laufenden Jahres) 
dem Secretariate bekannt zu geben, um sie in diesem Bande noch auf- 
nehmen zu können. 

Wien, am 4. März 1872. 

Von der k. k. zoolog.-botan. Gesellschaft. 



Die Gesellschaft hat im Laufe dieses Monats zwei Mitglieder ver- 
loren, deren Tod ein empfind liclier Verlust für die Wissenschaft, da beide 
Entomologen, sich wissenschaftlich mit Ahtheilungen aus der Insekten- 
kunde beschäftigten, welche weniger häufig kultivirt werden. 

Herr Dr. Franz Fieber, jubilirter Kreisgerichts-Director als Hemi- 
pterologe von anerkenneuswerthem Rufe, und Carl Tschek, Fabriks- 
Director in Piesting als Hymenopterologe gleichfalls rühmlichst bekannt. 

Von Beiden befinden sich ihre letzten Arbeiten für unsere diess- 
jahrigen Verhandlungen unter der Presse. 



Herr Cast.os v. Pelzein legt ein von Herrn Dr. P^insch ans 
Bremen eingesendetes Manuscript über eine Vogel Sammlung aus den 
Küstenländern der chinesisch -japanischen Meere vor. 

(Siehe Abhandlungen.) 



Herr Gustos Rogenhof er übergibt einen Aufsatz des Prof. 
Zell er in Stettin über nordamerikanische Schmetterlinge mit Ab- 
bildungen. (Siehe Abhandlungen.) 



Herr Juratzka bespricht unter Vorlage derselben die ersten 
Lieferungen von zwei neuen Laubmoossammlungen: 1. Musci fenniae 
oxsiccati von B r o t h e r u 2. Märkische Laubmoose von C. W a r n s t o r f. 



K, V. Krallt* Ii ff Kl. 17 

Herr Georg Ritter v. Fi auenfeld legte folgende zwei einge- 
gangene Manuscripte vor: 

1. Ueber Vitus Graber's Mittheilung der Aehnlichkeit der 
Geschlechtsorgane bei Orthopteren, Entgegnung von Prof. L. H. 
Fischer in Freiburg im Br. (Siehe Abhandlungen.) 

2. Den Schluss des Florae Polonicae Prodromus von Josef 
Rost af ins ki. (Siehe Abhandlungen.) 

-jo*- 

Jahressitzuiig am 3. April 1872. 

Vorsitzender: Se. Durchl. Fürst Colloredo-Mannsfeld. 

Neu eingetretene Mitglieder: 
P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch P, T. Herrn 

Logaa M. Thomas Esq., Praesident of the 
California State Med. Council in Sa- 

cramento Hofr. Hyrtl^ Dr. Friedlowsky. 

Meissl Johann, Oberlehrer in Wien, IV., 

Keplerplatz 7 Pr. Fenzl^ Dr. Reichardt. 

Nagel Dr. Fd., Badearzt in Teplitz, bei 

Trentschin Prof. C. Heller, v. Frauenfeld. 

Pantocseh Jos., Med. Cand. in Pressburg, 

Märzeng-. 22 E. Brandmayer, J. Strauss, 

Vullers Dr. D., ord. Prof. d. oriental. 

Sprachen a. d. Univ. zu Giessen . . Dr. Lesko, S. Kurz, 

P Anschluss zum Schriftentausche: 

Societe d' bist, naturelle ä Colmar. 
St. Petersbourg, Jardin imper. de botanique. 
Pest, kön. ung. geologische Anstalt. 

Eingegangene Gegenstände: 
Die Bücher werden der ausserordentlich erhöhten Druckkosten wegen am 
Schlüsse des Jahres summarisch verzeichnet werden. 

Eingesendete Naturalien: 

1 Cent. Käfer von Herrn Prof. Schreiber in Salzburg. 

1 Cent. Phanerogameu für Schulen von Herrn P. Bartsch. 

'ZVi Cent. Phanerogamen für Schulen, auf Velinpapier gespannt, von 

Herrn E. Brandmayer. 
1 Cent. Coleopteren von Herrn A. Brei ndl. 



Bd. XXII. Sits.-Ber. 



c 



18 



Jahressitzung vom 3. April 187:8 



Eröffnungsrede und Rechenschaftsbericht des Präsidenten -Stellyertreters 
Freiherrn von Schröckinger. 

Als ich am 9. April 1861 die Eröffnungsrede zu halten die Ehre 
hatte, erlaubte ich mir einen Rückblick auf unsere Leistungen während 
des eben abgelaufenen ersten Decenuiums des Bestandes unserer Gesell- 
schaft zu werfen und eine schematische Uebersicht der Abhandlungen 
Torzalegeu, welche während dieses Zeitraumes in unseren Schriften nieder- 
gelegt worden sind. 

Es wurde dieser Schritt damals mit so vielem Beifalle aufgenom- 
men, dass ich mich ermuthigt fühlte, abermals eine solche Uebersicht 
unserer Wirksamkeit für die zweite Dekade zusammen zu stellen, aus 
welcher abermals eine sehr befriedigende Zunahme unserer Publicationen 
nach Werth und Ausdehnung herrorleuchtet. 

Während wir nämlich im ersten Jahrzehent 412 Abhandlungen ver- 
öffentlichten, stieg die Zahl derselben im zweiten Decennium auf 675; 
bei den einzelnen Disciplineu zeigt sich nur im botanischen Theile bei den 
Phanerogamen ein Zurückbleiben, welches jedoch durch die Zunahme 
der Arbeiten über Cryptogamen reiclilich aufgewogen wird; im Ressort 
der Zoologie zeigen die Publicationen über Mollusken, Dipteren, Neuropte- 
ren und Vertebraten eine besonders bedeutende Zunahme, während nur 
bei den Lepidopteren ein kleiner Ausfall sich zeigt, die Coleopteren aber 
stationär geblieben sind. 

üeberdiess hat die Gesellschaft in der zweiten Dekade noch die 
Publicatiou von 15 selbstständigen grösseren Werken im eigenen Verlage 
vermittelt, welche den Mitgliedern theils unentgeltlich, theils zu so bedeu- 
tend ermässigten Subscriptionspreisen überlassen wurden, dass der Gesell- 
schaft nur die Selbstkosten der Auflage vergütet worden sind, während 
der Ladenpreis dieser Bücher sich bedeutend höher stellte. Diese eigenen 
Verlagswerke der zweiten Dekade sind folgende: 

1861. A. Neilreich: Nachträge zu M a 1 y's Enumeratio plantarum 
phanerogamicarum imperii austriaci. 

1863. Fr. Brauer: Monographie der Oestriden. 

1864. J. R. Schiner: Catalogus dipterorum europaeorum. 

1865. Brunuer de Watten wyl: Monographie des Blattaires. 

1866. Sp. Brusina: Contribuzione pella Fauna dei Molluschi dalmatl. 
A. Neilreich: Nachträge zur Flora von Niederösterreich. 

1867. J. W inner tz: Monographie der Sciarinen. 

— A. Neilreich: Diagnosen ungarischer und slavonischer , in Koch's 
Synopsis nicht enthaltener Pflanzen. 

— Kirchner: Catalogus Hymeuopterorum europaeorum. 
^ Schumann: Die Diatomeen der hohen Tatra. 



FiTili. V. SolirttckinfrtT 



19 



1868. A. Neil reich: Die Vegetationsrerhältiiitise von Croatiori. 

— C. Heller: Die Zoopliyteu uud Echinodermeu des adriatischen Meeres. 

— G. R. V. Frauen feld: Neu aufgefundene Abbildung des Dronte 
und eines zweiton kurzHügiiehen unbekannteu Vogels. 

— J. Milde: Monographia generis Osniuudae. 
1870. C. llasskarl: Commelinaceae indicae etc. 

Nach dieser Darstellung dürften wir die Würdigung unseres wis- 
senschaftlichen Wirkens jeder unbefangenen Beurtheilung mit Beruhigung 
anheimstellen. Welche Anerkennung unsere Leistungen aber im Auslande 
gefunden haben, beweist die Zunahme unserer ausländischen Mitglieder, 
welche Ende 1860 nur 168 betrugen, Ende 1870 aber auf 501 gestiegen 
sind, und ebenso vermehrte sich die Zahl der ausländischen gelehrten 
Gesellschaften, mit welchen wir im Schrifteutausche stehen, von 100 auf 
200. Vergleicht man ferner den Stand am Schlüsse der ersten und zweiten 
Dekade im Hinblick auf die allerhöchsten Personen des In- und Auslandes, 
welchen wir jetzt unsere Schriften überreichen dürfen, auf die Dedica- 
tionen der einzelnen Bände und auf die Subventionen von Behörden und 
Corporationen, dann ist auch hier ein grosser Fortschritt unverkennbar. 

Nicht minder erfreulich haben sich unsere materiellen Verhältnisse 
gehoben, wenn wir den Abschluss der finanziellen Gebarung in den beiden 
Zeitabschnitten vergleichen. Die erste Dekade schloss bei einer Gesammt- 
Einnahme von 5358 fl. mit einem Cassareste von 866 fl. und einer Obli- 
gation von 50 fl. als einziges Activum, während ungeachtet der durch 
die so stark vermehrten Auslagen für Druck und Illustrationen unserer 
Schriften, die zweite Dekade bei einer Jahres-Einnahme von 6467 fl. nicht 
nur einen Cassarest von 490 fl., sondern überdiess einen baaren Reserve- 
food von 3170 fl. hinterliess. 

Wohin wir also blicken mögen, haben wir an Wohlstand, Ehren 
und Würden gewonnen, wollen diess aber nur als weitereu Sporn für die 
Zukunft betrachten ; die ehrenvolle Stellung, welche unsere Gesellschaft 
unter ihren gelehrten Schwestern des In- und Auslandes einnimmt, zu 
behaupten und zu erhöhen. 

Dass dieses auch im verflossenen Jahre, dem ersten unserer dritten 
Dekade, der Fall war, werden die nachfolgenden Berichte der beiden 
Herren Secretäre, des Herrn Rechnungsführers und des Herrn Bibliothe- 
kars detaillirt zur Kenntniss bringen und ich bin in der angenehmen 
Lage, auch die Erfolge des Vorjahres nur als ein höchst erfreuliches 
Resultat unausgesetzter uud regster Thätigkeit zu resumireu und ins- 
besondere den Geist der Eintracht zu betonen, mit welchem Alles dem- 
selben befriedigenden Ziele zusteuerte. 

Aufrichtigen Dank schulden wir allen unseren Herren Functionären 
für die Selbstverläugnung uud Opferfreudigkeit, mit welcher sie sich ihrer 
theilweise so beschwerlichen Mühewaltung im Interesse der Gesellschaft 



20 



JahrPäsitzunp vom 3. April 1872. 



unterziehen. Freilich leuchtet denselben in unserem hochverehrten Herrn 
ersten Secretär Ritter von Frauen fei d ein Beispiel vor, welches mit 
unwiderstehlicher, wahrhaft magnetischer Kraft wirkt und dessen hoch- 
erspriesslicher Einfluss in jeder Richtung von der Gesellschaft nie und 
nimmer erschöpfend anerkannt und verdankt werden kann. 

Es erübriget mir nur noch die traurige Pflicht, einen Cypressen- 
zweig auf das Grab jener Mitglieder zu legen, welche im Vorjahre durch 
den Tod uns verloren gingen. Leider ist diese Liste eine quantitativ und 
qualitativ sehr bedeutende und bedauerliche, denn nicht nur die Herreu 
Abel, Bernstein, Csokor, Florian Heller, Kodermann, Romani, 
Graf Schaffgotsche, 'Steinhäuser, Tschiertz, Woyua und Zubra- 
nich sind gestorben, sondern wir betrauern auch tief den für die Wissen- 
schaft schwer wiegenden Verlust der so verdienstvollen Botaniker 
Dr. Julius Milde und F. A. Miquel im Auslände, des berühmten Mine- 
ralogen Hofrath Dr. Wilhelm Ritter von Haidiuger, des tüchtigen 
Botanikers Siegfried Reissek in Wien, des unermüdlichen Entomologen 
Dr. Franz Nickerl in Prag, des so viel versprechenden hoffnungsvollen 
Lepidopterologen Dr. Rudolf Felder in Wien; über alle aber des um 
Oesterreichs Botanik hochverdienten , nahezu unersetzlichen Dr. August 
Neil reich, welchem bereits unser verehrter Herr Vicepräsident Ritter 
von Kochel im vorjährigen Bande unserer Schriften mit treuer Freundes- 
hand ein ganz herrliches Epitaph gesetzt. 

Die erst vor Kurzem erfolgten Verluste durch den Tod Fiebers 
und Tschek''s, insbesondere aber der neueste Schlag, welcher uns und 
die Wissenschaft vor wenigen Tagen durch das Ableben des berühmten 
Botanikers Hugo von Mo hl getroffen hat, werden an dieser Stelle im 
nächsten Jahre gebührend beklagt werden. 

Und nachdem ich somit der Pietät den Zoll entrichtet, sind die 
Herren Functionäre eingeladen, in gewohnter Reihenfolge ihre Detail- 
Berichte zu erstatten. 



Bericht des Secretärs Herrn (leorg Ritter Ton Fraaenfeld. 

Der bisherigen Uebuug folgend, beehre ich mich, den Inhalt des 
jüngst erschienenen Bandes und die abgesondert von diesem durch die 
Gesellschaft herausgegebenen Schriften zu besprechen. 

Es gibt diess geistige Band, welches die in der ganzen Welt ver- 
breiteten Mitglieder an die Gesellschaft knüpft, gewiss ein ehrenvolles 
Zeugniss ihres Schaffens und Wirkens, und es ist kein Zweifel, dass die 
achtungsvolle Würdigung, welche die Gesellschaft sich in allen Kreisen 
errungen, ihr noch fortwährend unvermindert und im vollsten Masse zu 
Theil wird. Wer den diessjährigen Band der Schriften und ausserdem die 
unentgeltlichen Beigaben zur Hand nimmt, muss nicht nicht nur von dem 



R V. Fraiifnfehl 



21 



rt icheii luhiilt und lltufiiiig iiberrasclit, sondtTii auch von denn i i folt/- 
reichoiu Streben, nützlich zu wirken, befriedigend erfüllt sein. 

Die Hrthoilioung- nachbarlicher rieUdn-ttu* an nnseron Arbeiti ii iM 
anch in diesem Bande gegen friilier nicht zurückgeblieben: Des gründ- 
liehen Müoskenners Dr. Ernst Hampe versuchte fJruppirung dieser Crypto- 
gamen-Ahtheilnng, des gewiegten Afrika-Reisenden Klunzingex umfas- 
sende Synopsis der Fische des Rothen Meeres, die Monographie der Gattung 
Certhiola des bekannten Bremer Ornitliologeu, die beiden gründlichen 
anatomischen Arbeiten über Meeres-MoUusken des geachteten dänischen 
Gelehrten Dr. Rudolf Bergh, die Beschreibung neuer Sciaren durch 
unsern lieben alten unermüdeten Freund Winnertz, die werthvolle Mit- 
theilung über Flechten von A. v. Krempeiiiuber, Professor Försterei 
k-nntnissreiche Monographie der Gattung Bylaeus, die Fortsetzung der 
lichenologischen Ausflüge Dr. Aruold's in Tirol, sind wohl hinreichende 
Belege für diese warme Theilnahme. Von den 14 dem Bande beigegebe- 
nen Tafeln entfällt die Hälfte auf Illustrationen dieser Beiträge auswär- 
tiger Gelehrter. 

Dass aber auch die Thätigkeit unseres engeren Kreises wetteifernd 
auf gleicher Höhe sich erhielt, zeigt eben der grosse Umfang des Bandes, 
der über anderthalb Tausend gedruckte Seiten zählt, welche sich ausser 
den Sitzungsberichten auf 14 botanische, 28 zoologische- und % Aufsätze 
allgemeinen Inhalts vertheilen. 

Ausser diesen inhaltsreichen, zum Andenken an den allverehrten, 
uns durch den Tod entrissenen Dr. August Neilreich mit dessen Bildniss 
gezierten Band, erhielten die Mitglieder noch folgende Werke als unent- 
geltliche Beigaben: Die unseren Culturpflanzen schädlichen Insekten von 
Gustav Künstler, dann über Chloröps taeniopus von Prof. Nowicki; 
zwei für die Landwirthschaft höchst wichtige Werke, von welchen das 
k. k. Ackerbauministerium je 1000 Exemplare auflegen liess, um selbe 
an landwirthschaftliche und Unterrichts-Anstalten zur Belehrung zu ver- 
theilen. Endlich die Darstellung der Grundlagen des Vogelschutzgesetzes, 
veranlasst durch die Mission des Referenten, mit der kön. ital. Regierung 
in Florenz in dieser Beziehung eine internationale Uebereinkunft zu treffen. 

Die erstere Schrift, „die den Culturpflanzen schädlichen Insekten", 
betreffend ist Folgendes zu bemerken: Von der Erfahrung geleitet, dass 
die vorhandenen ausgezeichneten und lehrreichen Werke über diesen 
Gegenstand bisher fast gar keinen Eingang bei dem Landmanne fanden, 
glaubte man einen anderen Weg in der Darstellung versuchen zu sollen. 

In der Ueberzeugung , dass die Ursache hiervon darin zu suchen 
sei, dass alle diese Werke die wissenschaftliche Grundlage zu sehr voran- 
stellen, wurde in diesem Leitfaden versucht, das Moment der Erscheinung 
der Beschädigungen, wie sie dem nicht wissenschaftlichen Beobachter 
unmittelbar entgegentreten, in erster Linie zu berücksichtigen, und der 



22 Jahressilzutig vom 3. April 1872. 

wissenschaftlichen Belehrung- nur so viel Autheil einzuräumen, als bei 
dem Mangel entomologischer Begriffe zweckdienlich schien. Ich kann 
beifügen, dass die in diesem Sinne durchgeführte Darstellung viel Anklang 
gefunden hat, und sich zuversichtlich nützlich erweisen wird. 

Ich habe auch uoch über drei weitere Werke zu bericliteu, deren 
Herausgabe die Gesellschaft unternommen und welclie sie, wie stets kei- 
nen Gewinn beabsichtigend, den Mitgliedern um den Erzeugungspreis 
überlässt. Da diese Beträge schon bei der Ankündigung der Herausgabe 
festgesetzt und bekannt gegeben wurden, seither aber Druck- und Pa- 
pierpreise um 50 Perc. erhöht sind, so übersteigen die Herstellungskosten 
weit jeue früher festgestellten Subscriptionspreise. Diese Werke sind: 

1. Nomenciator zoologicus, die neuen in die Wissenschaft einge- 
führten Gattungsnamen von 1846 bis 1868 enthaltend, zusammengestellt 
vom Grafen Marschall, anschliessend an den Nomenciator von Agassiz. 
Subscriptionsbetrag 2 fl- 50 kr. 

2. Flora cryptogamica von Oberösterreich, von Dr. Poetsch und 
Schiedermayr. Subscriptionsbetrag 1 fl, 50 kr. 

3. Register der Bände XI — XX der Verhandlungen der k. k. zool.- 
botan. Gesellschaft, verfasst vom Grafen Marschall. Preis 1 fl. 50 kr. 

Es war beabsichtigt, den Nomenciator mit Schluss des Jahres 1871 
zu beendigen; die Schwierigkeit der Herstellung jedoch, sowie die Sorg- 
falt, die möglichste Vollständigkeit in demselben zu erreichen, verzögerte 
die Vollendung und er wird nebst den beiden anderen Separatausgaben 
in diesem Jahre geschlossen werden. 

Die löblichen Bahn-Directionen und die Donau-Dampfschifffahrts- 
Gesellschaft waren so gütig, die wissenschaftlichen Zwecke unserer Gesell- 
schaft durch Ertheilung von Freikarten eben so bereitwillig und freundlich 
wie früher zu unterstützen. 

Fahrkarten wurden ertheilt: 

Von der k. k. pr. Südbahn: 
Herrn Camill Heller: Innsbruck-Venedig und retour. 
„ Dr. Nowicki: Wien-Triest und retour. 
„ Josef Mann: Wien-Bruck a. d. Mur und retour. 
„ Emil Berroyer: Wieu-Laibach und retour. 
„ Franz Maly: Wien-Laibach uud retour. 
„ Lorenz Kristof: Wien-Kühnsdorf und retour. 

Von der k. k. pr. Kaiser Ferdinand-I^Jordbahn : 

Herrn Dr. Nowicki: Krakau-Wien und retour. 
„ Emil Pokorny: Wien-Krakau und retour. 

Von der k. k. pr. Kronprinz Rudolf-Bahn: 

Den Herren Emil Berroyer, Brandmayer und Franz Maly: Leoben- 
Villach. 



G. R. V. Frauonreld. 



?3 



Von der C'nrI liiidwift-Baliii : 

Herrn Dr. Jachno: Rzoszauv- Lemberg und retour. 

Von der l.enibcrg;-CzernowitK-Bnhn : 

Herrn Dr. Jachno: Lemberg-Kolomea und retour. 

Von der k. k. pr. Donaii-DampfHchiiFt'ahrt-GesellHchaft : 

Herrn Ferdinand Kowarz: Wien-Orsowa. 

Da gerade in jüngster Zeit unsere Gesellschaft zur Betheilung von 
Lehranstalten, wie die verehrte Versammluug aus der Mittheiluug meines 
lieben CoUegen Herrn Dr. Reichardt entnehmen wird, in so erhöhtem 
Masse in Anspruch genommen wurde, dass selbst ein namhafter Geld- 
betrag zum Ankauf von Naturalien bestimmt werden musste, so war 
diese Begünstigung vom höchsten Werthe, da nur dadurch, dass in Folge 
dieser Begünstigung eine grosse Menge von Naturalien zum Zwecke der 
Betheilung der Gesellschaft zukamen, die Mittel reichlich genug beschaf- 
fen werden konnten, diesen bedeutenden Anforderungen zu entsprechen. 

Möchten die verehrten Directionen, die so vielfach in Anspruch 
genommen werden, nicht ermüden, unsere Zwecke auch ferner zu unter- 
stützen, und die erneuerte Versicherung empfangen, dass diese Begün- 
stigung nur in den berücksichtigungswürdigsten Fällen erbeten wer- 
den wird. 



Bericht des Secretärs Herrn Dr. H. W. Reichardt. 

Der geehrten Versammlung wie in den früheren Jahren, so auch 
heuer über den Stand der naturhistorischen Sammlungen und der Biblio- 
thek berichtend, habe ich folgende Daten speciell hervorzuheben. 

Besonders erfreulich und unsere Societät in ihren Bestrebungen 
ermuthigend ist der Umstand, dass sich die Gesellschaft auch im verflos- 
senen Jahre des unveränderten Bezuges der so zahlreich bewilligten 
Subventionen erfreute, dass die hohen Behörden unsere Interessen be- 
reitwilligst förderten, dass endlich die Herren Mitglieder zahlreiche Beweise 
ihrer regen Theilnahme lieferten. Dadurch wurde es möglich, für die 
Erhaltung und Vermehrung der Sammlungen geeigneter Weise zu sorgen, 
obwohl die Kosten für den Druck des sehr umfangreichen letzten Bandes 
der Gesellschaftsschrifteu bedeutende waren. 

Die Angaben über die zoologischen Sammlungen verdanke ich un- 
serem unermüdlich thätigen Ausschussrathe Herrn Gustos A. Rogenhofe r, 
wofür ich ihm sehr verbunden bin. In Betreff dieser Partie unseres 
Museums ist Folgendes hervorzuheben. 



24 



Jahressitzung vom 3. April 1872. 



Wie seit einer Reihe von Jahren, so waren auch im verflossenen 
eine grosse Zahl von Mitgliedern so freundlich, durch zahlreiche Spenden 
die zoologischen Sammlungen zu vermehren und eine reichere Betheilung 
der Lehranstalten zu ermöglichen; namentlich hervorzuheben sind die an 
Zahl bedeutenden Schenkungen der Herren A. v. Kempeleu, E. Kau- 
tetzky, R. Türck und H. v. Zimmermann. Ausserdem sendeten zoo- 
logische Gegenstände ein die Herren: R. Anker, J. v. Bergen stamm, 
E. Brandmayer, J. Dorfinger, G. Ritter v. Fraueufeld, V. Geiger, 
C. Heller, J. Kolazy, A. v. Letocha, G. Mayr, K. Neufellner, 
A. V. Pelikan, L. Prochaska, F. Ressmann, A. Rogenliofer, L. 
Siegl, C. Tschek, V. v. f schusi-Schmidhofen. 

Die Zahl der im v. J. von den genannten Herren eingelieferten 
Thiere beträgt über 9100, worunter mehr als 100 Wirbelthiere und über 
20 Vogelnester. Auch überliess Herr J. Mann die Origiualexemplare der 
von ihm im t\. Bande unserer Verhandlungen zuerst beschriebenen neuen 
Arten für die Typensammlung der Gesellschaft, ferner ist noch zu erwäh- 
nen, dass im Laufe des v. J. von Herrn Custos A. Rogenhof er unter 
Mitwirkung der Herren F. Brauer, R. v. Frauenfeld, J. Mann, Dr. 
G. Mayr, L. Miller und R. Türck über 2300 Insekten und Mollusken 
theils für Lehranstalten, theils für Gesellschaftsmitglieder wissenschaftlich 
bestimmt wurden. 

Bei der Instandhaltung der zoologischen Sammlungen untertützten 
Herrn A. Rogenhofer die Herren Kolazy, Dr. v. Marenzelle r, 
V. Pelikan und Schreiber; letzterer Herr war so freundlich, die 
Reptilien-Sammlung einer genauen Revision zu unterziehen. 

Die Pflanzensammlung unserer Gesellschaft erhielt im Laufe des 
Vorjahres sehr werthvolle Bereicherungen: 

Als wichtigste derselben ist namhaft zu machen, dass Herr Hofrath 
Mutius Ritter v. Toramasini der Gesellschaft die erste Abtheilung eines 
Herbarii Florae illyrico-littoralis zum Geschenke machte. Diese Sammlung 
umfasst die Thalami- und Calici-Floren De C and olles mit beiläufig 1300 
Arten und ist eine sehr wichtige Bereicherung unseres botanischen Museums. 
Ferner erhielt die Gesellschaft von Herrn Hofsecretär Fr. v. Neilreich 
aus dem Nachlasse seines hochverehrten Bruders 8 Fascikel Phanerogamen. 
Weiters widmete Herr General-Stabsarzt Dr. Heinrich v. Zimmermann 
der Gesellschaft sein mehr als 5000 Arten umfassendes Herbar. Weitere 
Beiträge flössen den Pflauzensammlungen zu von den Herren: F.Arnold, 
Gust. Ber r oy er. Ed. Brandraayer, J.Breidler, Alfred Burgerstein, 
Dr. W. 0. Pocke, Jos. Freyn, J. Juratzka, L. Kristof, Fr. Maly, 
C. V. Marchesetti, Niedzwiecki, Dr. Ludwig Rabeuhorst, Dr. H. 
Rehm, Reicliardt, Ernst Sch auer, Felix Schwarzl, Josef Strauss 
und Ludwig v. Farkas-Vuko tinovic. 



I)r H. W. Kfirhiir.ll. 



25 



Aus düu eiiii^eseiuk'teii l^llanzeii wurdi' unter der I^eituiij^ des 
Berichterstatters von den Herren H ra n d m ay e r, Strauss, Herroyer, 
Burgerstein, .luratzka und Dr. v. Reuss jun. das für das Uerbar 
Taugliche ausgeschieden, gespannt und eingereiht, der Rest aber zur 
Betheiluiig* von F^ehranstalteu verwendet. 

Die Betheilung von Lehranstalten leitete wie bisher mit aufopfern- 
der Tliätigkeit Herr Gustos A. Rogeu hofer und konnte im abgelaufenen 
.lahre von deu aus Herrn Heeger''s Nachlasse vorhandenen Abbildungen 
und mikroskopischen Präparaten eine ziemliche Anzahl an Unterrichts- 
Anstalteu abgegeben werdeu. 

Unermüdlich unterstützte die Betheiluug der Lehranstalten Herr 
Auss;chu^s^ath J. Kolazy. 

Im Jahre 1871 suchten 13 Anstalten um Naturalien an und erhiel- 
ten im Ganzen 6078 zoologische und botanische Objecte. 



Der specielle Ausweis lautet: 



Lehranstalten 


Säugelhiere und 
Vögel ausgestopft 


Wirbelthiere ! 
in Weingeist 


Insekten | 


Weich-, Strahl- j 
und Krebsthiere | 


Pflanzen || 


K. K. Universität zu Innsbruck 






490 






K. K. LehrerbildunfiTsaustalt in Kutteuberg 






553 


120 


250 


w « „ „ Laibach . . 






805 


120 


250 


w „ „ Salzburg . 










140 


Land.-Real-Gymuas. in St. Pölten 


8 


52 




53 




T) „ „ „ Waidhofen a.d.Thaya 




32 






200 


K. K. Gymnasium in Freudenthal (Schlesien) 


3 






HO 


250 


K. K. Ober-Realschule in Linz 








35 


250 


CoUegium der P. S. J. zu Kalksburg . . . 






184 




- 


Volksschule zu Bodenstadt (Mähren) . . . 


9 




705 


164 


250 


-it „ Brigittenau in Wien . . . 






114 




200 


„ „ Nussdorf nächst Wien . . . 






400 




300 


Communal-Waisenhaus in Wien, V. Bez. . 


11 










Zusammen 13 Lehranstalten . 


31 


84 


3251 


622 


2090 



Die Angaben über den Stand unserer Büchersammlung theilte mir 
unser geehrter Bibliothekar, Herr Julius v. Bergen stamm mit, wofür 
ich ihm bestens danke. 

Einen besonders werthvollen Zuwachs erhielt unsere Bibliothek 
dadurch, dass Herr Hofsecretär Franz v. Neilreich, einem Wunsche 
Bd. XXII, Sitz.-Ber. n 



26 



Jahrcssitzung vom 3. April 1872. 



seiues verstorbenen Bruders, des Herrn Oberlandesgerichtsrathes Dr. Au- 
gust Neil reich entsprechend, der Gesellschaft die g*esanimte botanische 
Büchersaramlung des hochgeschätzten Verblichenen zum Geschenke machte. 
Es wurde über diese äusserst werthvolle, mehr als 650 Bände umfas- 
sende Gabe der geehrten Versammlung bereits ausführlich in der Juli- 
Sitzung des verflossenen Jahres berichtet. 

Um Neilreich's Bibliothek würdig aufstellen zu können, mussteu 
neue Schränke angeschafft werden; dadurch wurde eine Transferirung 
des Herbars nothweudig. Herr v. Bergenstamm beendete die bedeu- 
tende Mühewaltung, Neilreich's Bibliothek zu katalogisiren und aufzu- 
stellen, so dass diese kostbare Sammlung jetzt für die Herren Mitglieder 
vollkommen benützbar ist. 

Ferner widmeten der Gesellschaft werthvolle Werke die Herren 
Julius Freiherr v. Schröckinger^Neud enberg, Kraus v. Elislago, 
Dr. Gustav Mayr und A. Rogenhofer. Endlich erhielt unsere Societät 
Abhandlungen zum Geschenke von folgenden Herreu Verfassern : Asmann, 
Bottger, Brandt, Coppi, Eichler, Fritsch, Graber, Harting, 
Cam. Heller, Jack, Jeitteles, Kawall, Lindermayer, Peyritsch, 
Saccardo, Sauter, Schaufuss, Schleicher, Stal, Thielens, Tho- 
rell, Versen, Warming, Weddel, Weyenbergh. 

Im Laufe des Vorjahres traten dem Schrifteutausche folgende 10 
wissenschaftliche Institute bei: 

Die mediz.-naturw. Gesellschaft in Jena. 

Die Gesellschaft Philomathie in Neisse. 

Die Newport Orleans County Society of natural sciences. 

Die k. k. Gartenbau-Gresellschaft in Wien. 

Die Societe imper. de Medecine und 

Societe litteraire in Constantinopel. 

Der Verein für Geschichte und Naturgeschichte in Üonau-Eschingen. 
Die Redactionen des Entomologist Mouthly Magazine und der 

Nature in London. 
Die Redaction der illustrirten Gartenzeitung von Lebl in Stuttgart. 

Es tauscht somit unsere Gesellschaft gegenwärtig mit 240 gelehrten 
Instituten ihre Schriften aus. 

Ich schliesse diesen Bericht, indem ich im Namen unserer Gesell- 
schaft allen jenen Herren, die im Laufe des Jahres 1871 zur Vermehrung, 
Erhaltung und Ordnung der Sammlungen beitrugen, verbindlichst danke. 



J. .luratzka: 



27 



Bericht des Rechnangsführers Herrn J. Jaratzka. 



Einnahmen. 

Gulden 

Jahresbeiträge (mit Einschluss der Mehrzahluugeu 
und Eiutrittstaxen von ,265 fl. 90 kr.) : 

Für das Jahr 1869 34.— 

„ „ „ 1870 185-40 

„ „ „ 1871 3149-90 

„ „ „ 1872 38-— 3407-30 

Beiträge auf Lebensdauer 120- — 

Subventioneu: 

Von Sr. k. u. k. apostol. Majestät dem Kaiser 

Franz Josef 200' — 

Von Sr. Majestät dem Kaiser Ferdinand . . . lOQ- — 
Von Ihren k. k. Hoheiten den durchlauchtigsten 

Herren Erzherzogen: Ludwig Victor 

(20 fl.), Albrecbt, Josef, Rainer, Wil- 

heim, Heinrich, Ludwig, je 50 fl., zus. . 320' — 

Von Sr. Majestät dem Kaiser von Deutschland . 60* — 

Von Ihrer Majestät der Königin von England . 70*96 

Von Sr. Majestät dem Könige von Baiern ... 40- — 

Von Sr. Majestät dem Könige von Sachsen ... 36- — 
Von Sr. kön. Hoheit dem Prinzen August 

von Sachsen-Coburg 50' — 

Vom hohen k. k. Ministerium f. Cultus u. Unterricht 315- — 

Vom hohen n. ö. Landtage 800- — 

Vom löbl. Gemeinderathe der Stadt Wien . . . 200'— _ 2192*96 

Verkauf von Druckschriften und Druck-Ersätze, 

dann Beiträge für Druck und Illustrationen 544 "68 

Kosten-Ersätze für abgegebene Naturalien .... 34 "44 
Interessen für Werthpapiere und für die bei der 

hiesigen Sparcasse hinterlegten Beträge . . 198-01 

Porto-Ersätze 80-60 

Eine iu Silber verzinsliche Staatsschuldverschreibung 100 *~ 

Zusammen . 100 und 6577-99 
Und mit Hinzurechnung des Cassarestes mit Schluss 

des Jahres 1870 pr. 3170-46 

und in Werthpapieren 490'— 

Im Ganzen . 9748-45 
und in Werthpapieren . 590 fl. 

D * 



28 



Jahressilznng vom 3. April 1872. 



Ausgaben. 

Gulden 

Besoldungen 535' — 

Neujahrsgelder 80* — 

Beleuchtung (45 fl. 66 kr.), Beheizung (58 fl. 28 kr.) und Reinigung 

(64 fl.) der Gesellschafts -Lokalitäten 167 '94 

Beitrag für Beleuchtung und Beheizung des Sitzungssaales im 

Gebäude der kais. Akademie der Wissenschaften 11 "45 

Herausgabe der Gesellschaftsschriften, und zwar: 

Für Druck des IV. Heftes 1870, I. und IL 

Heftes 1871 3324' — 

Für Illustrationen 1086*40 

Für Buchbinderarbeit 218*19 4628 '59 

Auslagen für das Museum (Einrichtungsstücke, Alkohol, Herbar- 
papier, Gläser, Nadeln, Sublimat u. s. w.) . 235*24 

Buchbiuderkosten für die Bibliothek . 59-78 

Bücherankauf 6*10 

Kanzlei-Erfordernisse 143*42 

Anfertigung der Diplome 12* — 

Porto-Auslagen (mit Einschluss der Rückersätze) 193*43 

Stempelgebühren 41*81 

Zusammen . 6114*76 

Hiernach erübrigte ein Cassarest von fl. 590* — 

in Werthpapieren und ein Betrag von „ 3633 '69 

welcher aus einem unangreifbaren, aus den auf Lebens- 
dauer eingezahlten Beiträgen gebildeten, und bei der 
hiesigeji Sparcassa angelegten Capitale von 1625 fl. 7 kr. 
und einem verwendbaren, grösstentheils auch frucht- 
bringend angelegten Betrage von 2008 fl. 62 kr. bestand. 



Verzeichniss 

jo,ner der Gesfillscliaft pädigst gewährten Subventionen, sowie der höheren und auf 
Lebensdauer eingezalilten Beiträge, welche seit 16. Decemlier 1871 bis heute in 
Empfang gestellt wurden. ''V 

a. Subventionen, 

Gulden 

\^on Ihren k. k. Hoheiten >den durchl. Herren Erzherzogen'. 

Franz Carl 80* — 

Carl Ludwig _ 30'-^ 

Ludwig Victor 20. — 

*) Im Anschlüsse au das Verzeicbaiss in den Silzungsbericlileu des Bandes 1871, pag. 83. 



J. Jiiriitzkii 



29 



AI brecht .'iO' — 

Josef !)0* - 

Wilhelm ÖO' — 

Heinri ch 50* — 

Von Sr. Majestät dem Kaiser von Deutschland 60* — 

„ „ „ „ Könige von Baieni 40- — 

„ „ ,^ „ „ Sachsen 36 • — 

Von Sr. kon. Hoheit dem Prinzen August von Sachsen-Coburg . . 50* — 

Vom h. k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht 315. — 

h. n. ö. Landtage 800.— 

„ löbl. Gemeiuderathe der Stadt Wien 200.— 

b. Höhere Jahresbeiträge von 5 fl. aufwärts. 

Für das Jahr 1871. 

Von den P. T. Herren: 

Hedenus Th 6- — 

Markuseu Dr H. — 

Für das Jahr 1872. 

Vom souv. Johanniter-Orden, von Herrn Freih. v. Weber, je . . 100' — 

Von den P. T. Herren: 

Liechtenstein Johann, reg. Fürsten von und zu, Durchl. . 25* — 
Bach Dr. Alex. Freih. v., Exe, Kinsky Ferdinand, Fürst, 

Durchl., Rothschild Anselm Freih. v., je 10' — 

Gassner Theod. Hochw., Rinaldi Dr. Peter, je 6' — 

Barbieux Aug., Berroyer Emil, Lehrerbildungsverein in 



Bielitz, Brandmayer Eduard, Breindl Alfred, Bryck Dr. 
Ant., Damianitsch Martin, Erdinger Carl Hochw., Gall 
Eduard, Goldschmidt Moriz Ritt, v., Gy ergy ai Dr. x\rpad v.. 
Heiser Josef, Kirchsberg Jul. Manger v., K o 1 azy Eugen, 
Krempelhuber A. v., Kriesch Johann, Künstler G. A., 
Leinweber Konrad, Letocha Ant. E. v., Lukatsy Thom. 
Hochw., MarenzeUer Dr. Emil v,, Markusen Dr., Pa- 
zsitzky Dr. Eduard, Pelikan von Plauenwalde Anton, 
Petrino Otto Freih. v., Pil 1 \vax Dr. Job., Pok orny Dr. Alois, 
Pokorny Eman., Porcius Florian, Rauscher Dr, Robert, 
Reichardt Dr. H. W., Ronninger Ferd., Rosenthal Ludw. 
Ritt. V., Stadler Dr. Ant., Tommasini M, Ritt, v., Tschusi 
Vict. R. V., Wei s sflog Eug., Zimmermann Dr. H. Edl, v., je 5* — 

c. Beiträge auf I.ebenszeit. 

Von denP. T. Herren: 

Marge Dr. Theodor ÖO" — 

Wilczek Hanns Graf 100* — 



30 



JahressitzuDg vom 3. April 1872 



Schematische Uebersicht 

der Abhandlnngen aus der zweiten Dekade der Schriften 

der 

k. k. zoologisch - botanischen Gesellschaft. 



I. Zoolog^ie. 
1. Würmer. 

E. Grabe. Die Anneliden der Noyara-Expedition und eine neue Land- 
planarie. XVI, 173. 
G. R. V. Frauenfeld. Xerobdella Lecomtei; neue Egelart, XVIII, 147. 
E. Grube. Anneliden und Gephyreeu aus dem Rothen Meere. XVIII, 629. 

2. Mollusken. 

G. R. V. Frauenfeld. Ueber ein neues Hölileu-Carychium. XII, 969. 

R. Gf. Walderdorff. Land- und Süsswasser-Moliusken aus Cattaro, Mon- 
tenegro und Türk. -Albanien. XIV, 503. 

G. R. V. Frauenfeld. Kritische Aufzählung der Paludiueen, und zwar: 
Bithynia Leach und Nematura Bns. XII, 145. 

Lithoglyphus Mhlf., Paludiuella Pf. und Ässiminea Gr. XIII, 193. 
Hydrobia Htm. und Amnicola Gld. XIII, 193. XV, 266. 
Paludina Lam. (recent und fossil). XIV, 561. XV, 525. 
Sp. Brusina. Conchiglie dalmate inedite. XV, 3. 

G. R. V. Frauenfeld. D.rei neue Paludiuen und über Paludina concinna M. 

XIV, 149,' 152. 

J. V. ^SchrÖckinger. Oesterreichs Gasteropoden und Acephalen. XV, 303. 
G. B. V. Frauenfeld. Limax Schvabi (n. sp.). XIV, 681. XV, 533. 
IV. Schleicher. Die Conchylieu des Oetschergebietes. XV, 181. 
6r. R. V. Frauenfeld. Ueber Assirainea. XVI, 421. 

Dunker u. Zelehor. Die Mollusken der Novara-Expedition. XVI, 909. 

P. Th. B ruhin. Zur Molluskenfauna Vorarlbergs. XVI, 639. XVII, 93. 

G. R. V. Frauenfeld. Bui'sa proditor (n. sp.) und Kraussia pisum Val. 

XV. 893. 

C. Heller. Die Bryozoen der Adria. XVII, 77. 

G. R. V. Frauenfeld. Neue Helix aus Südtirol. XVII, 301. 

Pfeifer und Zelebör. Landschuecken von der Noyara-Expedition. XVII, 805. 

G. R. V. Frauenfeld, Neue Laudschnecken aus Griechenland. XVII, 775. 



Sclionialisrlif llchorsiclil der Alili;iii(llim}:iMi ans der z\\fil<'n Dckai' 



31 



/i*. Benjh. Auatomie von IMeurophyllidia türiuos». XIX. '22.'». 
G. R. V. Frauenfeld. Campyloa styriaca n. sp. XV'III, 
V Gredler. Nachlese zu Tirols Concliylieii. XIX, 909. 
/. Jdcluio. Conchylieiirauiia (laliziens. XX, 45. 
R. Bergh. Ueber Triboniophorus und Philomyrus. XX, 813. 
^p. Bnisina. Monograpliie von Emmericia und Fossarulus. XX, 92-). 
Th. Fuchs. Ueber Dreyssenoniya Scbröckingeri. XX, 99*7. 

3. Crustaceen. 

C. Heller. Synopsis der Crustaceen des Rotheu Meeres. Xü, 3. 
C. Chyzer. Zur Crustaceenfauna Ungarns. XF, III. 
C. Heller. Die Crustaceen der Novara-Expedition. XI, 495. 
A. Toth. Schalenkrebse von Pest-Ofen. XIII, 47. 

C. Heiter. Neue Crustaceen. XII, 519. — Süsswasser- Amphipoden. XV, 979. 
V. V. Ebner. Helleria; eine neue Isopodengattung. XVIIL 95. 
A. Fritsch. Vorkommen von Apus uud Branchipus in Böhmen. XVI, 557. 
C. Heller. Carcinologisches zur Fauna der Adria. XVI, 723. 

4. Arachniden, Acariden und Myriapoden. 

G. Böckh. Die Spinnen von der Novara-Expedition. XI, 387. 

F. Gf. Kayserling. Neue Höhlenspinne. XII, 339. — Neue Spinnen. XUI, 

369. — Ueber Orbitelae. XV, 799. 

G. R. V. Frauenfeld. Hypoderas unicolor (n. sp.) XIV, 385. — Typhlodromis 

Frauenfeldi. XIV, 691. — Rhyncholophus oedipodarura (n. sp.). 
XVIII, 888. — Phytoptus Coryli (n. sp.) XV, 263. 
/. Erber. Zur Lebensweise der Tarantel. XIV, 717. 

G. R. V. Frauenfeld. Neue Pflanzenmilben. XV, 895. 

L. Koch. Ueber Arachniden und Myriapoden. XV, 857- XVII, 173, 857. 

H. Prach. Monographie der Thomisiden von Prag. XVI, 597. 
A. Äusserer. Die Arachniden Tirols. XVII, 137. 

L. V. Kempelen. Ueber Spinnen überhaupt und über Thysa pythonissae- 

formis. XVII, 545, 607. 
O. Hermann. Sexualorgau von Epeira quadrata. XVIII, 923. 
J. R. Schmer. Ueber Spinneu. XVIII, 916. 

G. R. V. Frauenfeld. Cyclothorax carcinicola (n. sp.). XVIII, 93. 
Humbert et Saussure. Divers Myriapodes du Musee de Vienne. XIX, 669. 

5. Insekten. 

a) Hemipteren. 

W. Schleicher. Die Rhynchoten um Gresteu. XI, 315. 

F. Low. Zur Keuntniss der Rhynchoten. XII, 105. 

G. Mayr. Hemipterologische Studien. XIII, 337. — Neue Hemipteren. XIV^ 

903. XV, 429. XVI, 361. 



32 



Jahressitzung; vom 8. April 1872. 



F. X. Fieber. Europäische Tettigometren. XV, 560. — Neue Homoptereu. 

XVI, 497. — Generische Tlieilung der Delphaciui. XVI, 517. — Euro- 
päische Bythoscopideu und Aelia-Arteu. XVIII, 449. — Die euro- 
päischen Deltocephali. XIX, 201. — Neue europäische Heraiptereii. 
XX, 243. 

G. R. V. Frauenfeld. Ueber Anisostropha uud PsvUa. XVII, 891. — Psylla 

Neilreichi (u. sp.), Ps. fraxiui L. uud Ps. crataegi Scp. XIV, 689. 
V. M. Gredler. Rhynchota tirolensia. XX, 69. 

b) Orthopteren. 

G R. V. Frauenfeld. Orthopteren Dalmatieus. XI, 98. — Thamotrizon 

apterus Fabr. XIV, 379. 
Brunver v. Wattemvyl. Orthopterologische Studien. XI, 221, 285. — Die 

Orthopteren der Novara-Expedition. XII, 87. 

F, Lötv. Zur Keuntniss der Orthopteren. XI, 405. 

V. Malinowsky. Zur Naturgeschichte der Wanderheuschrecke, XV, 67. 
O. Hermann. Beobachtungen über Poduren. XV, 405. 

H. Hagen. Psocinorum et Embidinorum Synopsis synonimica. XVI, 201. 
V. Gräber. Die Orthopteren Tirols uud Syrmiens. XVIII, 251. XX, 367. 

c) Dipteren. 

G. R. V. FrauenfeJd. Stenopteryx hirundinis. XI, 107. — Neue Trypeten 

für Oesterreich. XI, 383. XIV, 147. — Zur Metamorphose der Try- 
peten. XIII, 213. — Eutomologische Fragmente. XIV, 65. — Spilo- 
grapha Giraudi (n. sp.) XIV, 382. — Tephritis Heiseri (n. sp.) XV, 
259. — Miscellen. XVI, 971. — Neue Gattung der Leptideu. XVII, 
493. — Zwei neue Trypeten. XVII, 498. — Acletoxenus syrphoides 
(n. sp.) XVIII, 151, 897. — Frühere Stände von Urophora Stigma 
und Orellia Bucchichi. XVIII, 153. — Neottiophilum fringillarujn 
(n. g. et n. sp.) XVIII, 894. 
J. Egger. Dipterologische Beiträge. XI, 209. XII, 777, 1233. XIII, HOL 
'*XV, 291, 573. 

F. Brauer. Ueber Oestrus leporinus Pall. XI, 311. — Ueber Hypodermen- 
Larven. XII, 505. — Cephenomyia Ulrichii. XII, 973. — Therobia, 
neue Oestridengattung. XVI, 1231. — Ueber Gastrus-Larveu. Xltl, 
133. — Beiträge zur Kenntniss der Dipteren. XIV, 891. — Ueber 
Oestromya leporina. XVI, 647. — Pharyngobolus africauus C^. sp.) 
XVI, 879. — Gerstäckcr's Einwendung gegen das neue Dipteren- 
System. XVIII, 737. — Zur Biologie der Acroceriden. XIX, 7S7. — 
Charakteristik der Diptereularveu. XIX, 843. — Zur Verwandlung 
der Regenbreme. XIX, 921. 

J. Winnertz. Zur Monographie der Pilzmücken. XIII, 637. — Neue Arten 
von Sciara. XVIII, 533. XIX, 657. — Ueber Heteropeza und Miastor. 
XX, 3. — Die Gruppe der Lestrimeuae. XX, 9. 



Schematisi'he llebersidit der Abluiudlunm ii aus der zweite« Dekade. 



33 



A. Gerstäcker. Aulocephala badia (n. sp.) XIII, 1033. 

J. R. Schiner. lieber die Gattung Blaesoxipha Löw. XIII, 1033. — lieber 
das Flügelgeäder der Dipteren. XIV, 193. — Ein neues System der 
Dipteren. XIV, 201. XVII, 631. — Ueber Miastor metraloas M. XV. 
87. — Dipterologische Miscellen. XV, 989. XVIII, 909. - Die Asi- 
lideu Wiedemanu"'s. XVI, 649, 845. — Die Dipteren von der Novara- 
Expeditiou. XVI, 927. XVII, 303. XVIII, 559. — Die Asilideu des 
Wiener Hofcabinets. XVII, 328. — Stellung von Ochtiphila litorella 
Fall, im neuen Systeme. XVII, 328. — Alophora Kriechbaumeri. 
XIX, 841. 

/. Mick. Neue Dipteren. XIII, 1237. — Dipterologische Beiträge. XIV, 
787. XVII, 413. XIX, 19. — Zur Dipterenfauua der adriatischen 
Küste. XVI, 301. 

J. Giraud. Dipteres vivants sur Phragmites communis Trin. XIII, 1252. — 
Trois especes uouvelles du genre Cecidomya. XIII, 301. — Fragments 
eutomologiques. XI, 470. 

F. Haberlandt. Cecidomya destructor Say, XIV, 401. 

J. V. Bergenstamm. Metamorphose vou Discomyza incurva Fall. XIV, 713 

und vou Platypeza holosericea. XX, 37. 
R. Damianitsch. Metamorphose einiger Fliegen. XV, 237. — Metamorphose 

von Xylophagus ater. XVIII, 117. 
F. Boie. Dipterologische Notizeu. XV, 241. 
Dr. Förster. Dolichopus penuatus et siguatus Meig. XV, 257. 
R. Ä. Philippi. Die chilenischen Dipteren. XV, 595. 
M. Nowicki. Neue Dipteren. XVII, 337. 

F. Kowarz. Sechs neue Dipteren. XVII, 319. — Dipterologische Notizeu. 

XVIII, 213. — Zur Dipterenfauna Ungarns. XIX, 561. 
J. Palm. Zur Dipterenfauna Tirols. XIX, 395. 

E. Marno. Die Typen der Dipterenlarven als Stützen des neuen Systems. 

XIX, 319. 

d) Lepidopteren. 

Fr. Löw. Metamorphose von Tinea spretella. Xt, 393. 

C. Felder. Die Makrolepidopteren von der Novara-Expedition. XII, 473. 

A. Rogenhofer. Drei Metamorphosen. XII, 1225. — Fünf Zwitter. XV, 513. 
— Zur Lepidoptereufauna Oesterreichs. XVI, 999. — Lepidoptero- 
logische Mittheilungen. XIX, 907. — Earias Hügeli (n. sp.) und über 
E. insulana. XX, 869. 

C. uud R. Felder. Speeles Lepidopterorum hucusque descriptae. XIV, 289. 

F. Haberlandt. Tinea pyrophagella Kellr. XIV, 915. 
M. Nowicki. Zur Lepidopterenfauna Galiziens. XV, 175. 

Mann. Schmetterlinge aus der Dobrudscha, XVI, 321 — aus der Mili- 
tärgrenze, XVII, 63 — aus Südtirol, XVII, 829. — Zehn neue 
Bd. IUI. Sitz.-Ber. 



34 



Jahressitzung vom 8. April 1872. 



Schmetterliugsarten. XVII, 845. — Dalmatinische Lepidopteren. 
XIX, 374. — Zur Lepidopterenfauna RaibPs. XX, 39. 
Q. R. V. Frauenfeld. Teichobia verhuelella. XVI, 552. — Miscellen. XVI, 
980. — Castnia Inca V^lk in Europa. XVIII, 157. 

G. Semper. Metamorphosen ostasiatischer Schmetterlinge. XVII, 697. 
Dr. Kriechbaumer. Zwitter von Erebia Medea. XVII, 809. 

R. Felder. Neue Lepidopteren. XVIII, 284. XIX, 465. 

R. C. Zeller. Zur Fauna Yon Raibl und Preth. XVIII, 563. 

V. Gredler, Zur Literatur von Conchylis ambiguella Hübn. XIX, 541. 

H. W. Nolken. Cidaria tristata und funerata. XX, 59. 

e) Neuropteren und Pseudoneuropteren. 

A, Rogenhof er. Ueber Mantispa styriaca Poda. XII, 583. 

Fr. Brauer. Ueber Panorpiden-Larven. XIII, 307. — Die Neuropteren der 
Novara-Expedition. XIV, 159. XV, 415, 501, 903, 975. — Zur Kennt- 
niss der Neuropteren. XIV, 896. — Neuropteren vom Rothen Meere 
und von Ceylon. XV, 1009. — Neue exotische Libellen. XVI, 563. 
XVII, 3, 287. — Zu Hageu's Hemerobidarum Synopsis, XVII, 983. 

— Myiodactylus osmiloides (n. sp.) XVII, 989. — Larve von Hypo- 
chrysa nobilis. XVII, 27. — Die Mantispiden-Gattuugen. XVII, 281. 

— Neue Neuropteren. XVII, 505. XVIII, 2 63, 541. — Ueber 
Myrmeleon sinuatum. XVII, 519. — Neue exotische Odonaten. XVII, 
811. XIX, 9. — Ueber Dendroleou pantherinus. XVII, 963. - Dimor- 
phismus bei Neurothemis. XVII, 971. — Neue und wenig gekannte 
Odonaten. XVIII, 167. — Zwei neue Myrmeleon-Arten. XVIII, 189. 

— Verzeichniss der bis jetzt bekannten Neuropteren. XVIII, 359, 711. 

— Zur Metamorphose von Mantispa styriaca. XIX, 831. 

H. Hagen. Zu Brauer's Novara-Neuropteren. XVII, 31.- — Phryganidarum 
Synopsis synouimica. XIV, 799. 

f) Hymenopteren. 

J. Giraud. Deux Hymenopteres nouveaux du genre Lyda. XI, 84. — 
Fragments entomologiques. XI, 447. — Hymenopteres de Suse et 
Vallousie. XIII, 11. — Hymenopteres parasites sur Phragmites com- 
munis. XIII, 1266. 

G. R. V. Frauenfeld. Hymenopteren Dalmatiens. XI, 102. — Ueber die 

Rapswespe. Xyi, 839. — Ueber Xiphidria Camelus L. XVIII, 761. 
G. L. Mayr. Myrmecologische Studien. XII, 649. — Formieidarum Index 

synonimicus. XIII, 385. — Neue und wenig gekannte Formiciden. 

XVI, 885.— Cremastogaster Ransonneti (u. sp.) XVIII, 287. — Neue. 

Formiciden. XX, 939. 
A. Rogenhofer. Ueber Cephus compressus. XIII, 4335. 
R. Damianitsch. Hymenopterologische Beiträge. XVI, 993. 



Sfhemalische Uobersiolit der Abhandliinppii .tiis flcr zwciipo Dekad''. 



35 



C. Tschek. lieber österreichische Fimplaricu. XVIII, i60, 446. — Die «sterr. 
Tryphonideu. XVIII, 457. — Spathegaster Giraudi (n. sp.) XIX, 559. 

— Die österr. Cryptoideii. XX, 109, 40:5. 

A. Förster. Die Gattung Campoplex. XVIII, 701.— lieber die Gallwespen. 

XIX, m. 

J. Kriechbaumer. Hymenopterologische Beiträge. XIX, 587. - Vier ueue 
Hummelarteii. XX, 157. 

g) Col e opter en. 

L. W. Schaufass. Neue Grotteukäfer. XIII, 1219. — Neue Käferarten. 
XIV, 673.— Monographie der Gattung Machaerites Mill. XIII, 1241. 

G. R. V. Frauenfeld. Zur Metamorphose der Rüsselkäfer. XIII, 1223. — 
Cossonus ferrugiueus Clair. XIV, 380. — Anobium piui Sturm. XIV, 
387. — Erste Stände mehrerer Käfer. XIV, 687. — Dibolia rugulosaRedtb. 

XIV, 692. — Miscelleu. XVI, 961. — Neue Käferlarve. XVII, 780. 

— Coccinella bissexguttata III. und Coniatus laetus Mill. XVIII, 886. 
V. Malinowsky. Zur Naturgeschichte der Gyriuen. XIV, 677. 

J. A. Gf. Ferrari. Drei ueue österreichische Käfer. XVI, 367. — Neue 

westasiatische Käfer. XIX, 193. 
L. Miller. Neue Käferarten. XVI, 817. XVII, 503. — Zur unterirdischen 

Käferfauua. XVII, 551. — Zwei neue Otiorrhynchus-Arten. XX. 219. 
A. de Bertolini. Neue Käfer des Trentino-Gebietes. XVIII, 119. 
M. Rupertsherger. Zur Biologie der Coleopteren. XX, 835. 

6. Fische. 

F. Steindachner. Ichthyologische Mittheilungen. XI, 33, 133, 175. XII, 

497. XIII, 1111, 1189. XIV, 223. XVI, 475, 761. — Leucifer ura- 
cauthus und Ophianoplus Sarsii (novae species) XI, 365. — Neue 
Gerres-Art. XIII, 383. — Monströse Kopfbildungeu bei Karpfen. 
XIII, 485. — Verzeichniss von Fischen aus Siebenbürgen, Slavonien, 
von den Theiss- und Donaumünduugen. XIII, 1121. — Neue Pristi- 
poma-Art aus Bahia. XIII, 1013. — Ueber Cephalus hypophthalmus, 
Barbus Majori und Lota vulgaris. XVI, 383, 385. 

J. Hyrtl. Ueber die Nierenknäuel der Haifische. XI, 125. 

R. Kner. Die Kiemenanhänge der Characinen. XI, 189. — Zur Fauna 
der Österreich. Süsswasserfische. XIV, 75. — Salmoniden-Bastarde. 

XV, 199. — Ueber Zeus faber und Argyropelecus hemigyranus. XV, 287. 
L. H. Jeiteles. Zwei für Ungarn neue Fische. XI, 323. — Cohitis raerga, 

neu für Mitteleuropa. XI, 329= — Lucioperca volgensis bei Wien. 
XII, 113. — Prodromus piscium Hungariae superioris, XII, 288. — 
Ungarische und mährische Fische. XIII, 3. 
JS. Dyhowski. Fischfauna des Onon und Ingoda in Trans-Baikalien. XIX. 945, 

G. R. V. Frauenfeld. Ueber Acerina rossica Cuv. XIX, 933. 
C. B. Klunzinger. Die Fische des Rotheu Meeres. XX, 669. 



36 



.Tahressitzung vom 3. April 1872. 



7. Amphibien. 

L. J. Fitzinger. Neue Batrachiergattung aus Neuseeland. XI, 217. 
L. H. Jeiteles. Prodromus Amphibiorum Hungariae superioris. XII, 278. 
J. Erber. Beobachtung an gefangenen Amphibien. XIII, 129. — Die Am- 
phibien der österr. Monarchie. XIV, 239, 551. 

F. Steindachner. Amphibien aus Siebenbürgen, Slavonien, dann von den 

Theiss- und Donaumündungen. XIII, 1124. — Ueber Heterodon 
histricus. XIV, 233. — Batrachologische Mittheilungen. XIV, 239. 
551. — Drei neue Schlangenarten. XVII, 513. — Ueber Elosia, Lis- 
apsus und Crassodactylus. XV, 499. 

A. M. Glückselig. Beobachtungen über Eidechsen. XIII, 1133. 

G. R. V. Frauenfeld. In der Gefangenschaft geborue Junge von Salamandra 

maculata Laur. XIVjl21. — Salamander in einem Steine. XVII, 771. 
O. Herklotz. Ueber Coluber natrix. XV, 379. 
L. Heintzl. Ein Fall von Schlangenbiss. XV, 493. 
S. Stricker. Zur Biologie der Batrachier. XVI, 454. 

B. Dyhowski. Ueber Wassermolche Sibiriens. XX, 237. 
J. Milde. Ueber Zootoca vivipara. XX, 1033. 

8. Vögel. 

(x. R. V. Frauenfeld. Zum Nestleben von Hirundo urbica. XI, 107. — Merk- 
würdige Verfärbung eines Gimpels. XIII, 1131. — Wanderung der 
Vögel. XIV, 156. — Farbenänderuug an Vögeln. XV, 911. — Ueber 
die Artnamen von Aphanapteryx. XIX, 761. 

J. Finger. Ueber den Singschwan. XI, 229. — Schwalbenplaudereien. 

XIV, 215. 

L. H. Jeiteles. Zwei für Ungarn neue Vögel. XI, 327. — Prodromus avium 
Hungariae superioris. XII, 267. — Sylvia polyglotta. XVI, 311. 

F. Low. Ueber Bewohner der Schwalbennester. XI, 393. 

A V. Pelzeln. Die Geier und Falken der kais. Sammlung. XII, 123. — 
Ueber Cygnus iramutabilis. XII, 785. — Vier neue Vögel Natterer's 
aus Brasilien. XIII, 1125. — Zwei neue brasilianische Caprimulgiden. 

XV, 985. — Vogelbälge aus Australien. XVII, 315. 

F. Seidensacher. Ueber das Brüten mehrerer Vögel in Steiermark. XII, 

787. — Ornithologische Beobachtungen aus Croatien. XIV, 1137. — 
Das Ei des kurzbeinigen Sperbers. XIV, 15. — Beobachtungen in 
der Vogelwelt. XIV, 85. 

L. W. Schaufuss. Ueber Circaetus gallicus. XIII, 53. 

J. Haast. Ueber Strigops habroptilus aus Neuseeland. XIII, 1115. 

G. Bianconi. Epiornis maximus. XV, 67. 

V. R. V. Tschusi. Farbenveränderung der Vögel. XVI, 223. XVII, 687. 



Sfhfmalisrlio Ucbersirlit iWt AblianilliinRcn .ms ikr zwpitnn OAkad*". 



37 



O. llerklotz. Oediciiemus crepitans. XVll, 619. 

Bl. Hanf. Ornitlioloo^isches aus Obersteiermark. XVIII, 1)61. 

9. Säugethiere. 

L. H. Jeiteles. Vorkommeu des Nürzvviesels iu Ungarn. XI, 330. — Pro- 
droimis raanialium Huiigariae superioris. XII, 248. — Die nordische 
Zwergspitzmaus in Niederösterreich. XVII, 909. — Eine für Oester- 
reich neue Fledermaus. XVIIl, 124. 

G. ii*. V. Frauenfeld. Epidermalwucberung bei einer Hausmaus. XIV, 387. 
— Drehkrankheit bei Gemsen. XVIII, 301. 

A. Friedlowsky. Fehlen des Schweifes bei einem Hunde. XVII, 521. — 
Missbildung einer Affenhand. XX, 1004. — Gelappte Gallenblase bei 
Katze und Affe. XX, 1017. 

A. V. Pelzein. Ueber Colobus Kirkii. XIX. 567. 

JJ. Burmeister. Das Becken des Megatheriums. XX, ?81. 

10. Vermischtes. 

G. R. V. Frauenfeld. Zur lusektenmetamorphose. XI, 163. — Aufenthalt 
auf Manila während der Novara-Reise. XI, 269. — Ueber die soge- 
nannte Sägespän-See. XII, 511. — Beitrag zur Insektengeschichte. 
XII, 1171. — Reise durch Schweden und Norwegen. XIV, 249. — 
Ueber einige Pflanzenverwüster. XIV, 413. — Unbekannte Eier in 
einem australischen Farne. XIV, 283. — Vergrösserung von Insek- 
ten-Eiern. XIV, 693. — Gallen auf Tilia grandifolia. — Saramel- 
reise durch Gross-Britannieu und die Schweiz. XV, 375. — Ein 
Besuch im Böhmerwalde. XVI, 225. — Ueber die Insel Formosa 
und ihre Vögel und Säugethiere. XVI, 427. — Ueber landwirthschaft- 
liehe Insektenschäden. XVI, 641. — Die orientalische Manna Tihal 
und ein Auswuchs auf der persischen Buzgendsche. XVI, 535. — 
Die religiösen Gebräuche der Dayaker. XVI, 539. — Zoologibche 
Miscellen und Notizen. XVI, 554. XVIII, 165, 900. XX, 933. — 
Insektenlebeu zur See. XVII, 425. — Zur Flora und Fauna Neu- 
Caledouiens. XVII, 964. — Ueber Verwüstungen des Raps-Glanz- 
käfers. XVII, 561. — Zur Fauna der Nikobaren XVII, 591. XVIII, 
289. XIX, 853. — Ueber einen Zerstörer der Baurawollkapseln in 
Egypten. XVII, 785. XVIII, 417. — Häufigeres Auftreten einiger 
Insekten. XVII, 983. — Thrips und Aleurodes in Warmhäusern. 
XVII, 791. — Ueber SchierPs Schmetterling-Selbstfänger. XVIII. 
881. — Ueber einige Pflanzenverwüster. XIX, 601. — Ueber Ver- 
tilgung des Rapskäfers. XX, 235. — Von Heiligeublüt über Agram 
au den Plattensee. XX, 659. 

C. B. V. Ransonnet. Reise von Kairo nach Tor. XIII, 163. — Von Panama 
nach Kolon über den Isthmus. XX, 221. 



38 



Jahressitzung vom 3 April 1872 



L. Schräder, lieber gallenbildeude Insekten iu Australien. XIII, 189. 
R. Kner. Ein Wort zur Zeit (Pfahlbauten). XIII, 479. 

C. Heller. Horas dalmatiuae. XIV, 17. 

Cr. A. Künstler. Ueber G etreide verwüster. XIV, 407. — Ueber Heu- 
schreckenfrass. XIV, 769. — Ueber der Land- und Forstwirtbschaft 
schädliche Insekten. XIV, 779. XVII, 319. 

J. Erher. Schädliche Insekten auf Pinns halepensis iu Dalniatien. XV, 947. 

— Ergebnisse einer Reise nach Griechenland. XVI, 825, XVII, 853. 

— Reise nach Rhodas. XVIII, 903. 

J. Milde. Zoologisches aus Meran. XV, 961. 

E. V. Martens. Von Dr. Schweinfurth gesammelte Zoologica. XVI, 377. 

E. Gräfe. Fauna der Viti-Inselu. XV, 585. 

F. Low, Zoologische Notizen. XVI, 943. XVII, 745. 

F. Stoliczka. Zur Flora und Fauna von Chini am Himalaja. XVI, 849. 

G. Horvath. Zur Kenntniss ungarischer Wirbelthiere. XVII, 553. 

D. Bilimek. Fauna der Grotte Cacahuamilpa in Mexico. XVII, 901. 
A. V. Pelikan. Getreideverwüstungeu durch Anisoplia. XVII, 693. 

L. Miller. Entomologische Reise in die ostgalizischen Karpathen. XVIII, 3. 
Th. A. BruJiin. Die Wirbelthiere Vorarlbergs. XVIII, 223, 877. 
A. Weisbach. Zwei Schädel aus alten Grabstätten. XVIII, 743. 
F. Brauer. Die Insekten-Metamorphose nach der Descendenz-Theorie. 
XIX, 299. 

J. R. Schiner. Mikroskopischer Zeichnenapparat. XIX, 2, 723. 

Brunner v. Wattenwyl. Werth der Speeles und Cataloge des brittischeu 

Museums. XX, 161. 
C. B. Klunzinger. Zoologische Excursion auf ein Korallenriff des Rothen 

Meeres. XX, 389. 



II. Botanik. 




A. Phanerogamen. 
ä) Allgemeine Botanik und Systematik. 

H. W. Reichardt. Monstrosität an Carex praecox. Jaq, XI, 237. 
J. Kerner. Salix Erdingeri^ neuer Bastard. XI, 243. 
M. R. Tominasini, Zwei zweifelhafte Pflanzen Wulfen's. XI, 331. 
H. W. Reichardt. Verbascum Neilreichi und pseudophoeniceum ; 

Blendlinge. XI, 367, 403. 
J. N, Bayer. Monographia Tiliae generis. XII, 3« 
K. Hölzl. Neue Lathyrusart für Oesterreich. XII, 1441. 
F. Herbich. Ueber Blitum chenopodoides Bess. XII, 1179. 
/. Kerner. Salix retusoides-, neuer Bastard. XII, 1221. 



Schemiiliscbe Uebersielil iler Abtian<llui)keii jus der iWfilcn ljeka(i'; 



39 



A. Vbgl. Anatomie und Histologie von Convolvulns arveiisis J, XIII, 237. 
A. Kerner. Zwei für Tirol neue Riedgräser. XI [I, 365. 

//. W. Reichardt. Missbildung an Taraxacuni officinale Wigg. XHI, lOOy. 
A. Kerner. Ueber botauisehe Nomenclatur. XIII, 327. 

ff. W. Reichardt. Zwei neue Centaurea-Arten aus Kurdistan. XI II, 103*.). 
F. Krasan. Bliitlienstände und Blüthenzeit der europ. Rubu^arten. XIII, 1 193. 
J. Kemer. Salicologische Mittheilungen. XIV, 99. 
A. Vogl. Zur Histologie des Bitterholzes. XIV, olö. 
C. Erdmger. Salix Kerueri. XV, 67. 

A. Vogl. Krystallinisches in der Pflanzenzelle. XV, 193. 

A. Pokorny. Grösse und Alter österr. Holzpflanzen. XV, 281. 

A. Kerner. Die hybriden Orchideen Oesterreichs. XV, 203. 

F. Krasan. Zur Polymorphie der Gattung Rubus. XV, 325. 

R. A. Philippi. Zwei neue Pflanzeugattungen. XV, 517. 

A. Vogl. Zur Metamorphose des Zellkernes. XVI, 413. 

ff. W. Reichardt. Missbildung an Pinns silvestris L. XVI, 457. 

A. Reuss jun. Ueber Verouica anagalloides. XVI, 821. 

E. Fenzl. Sedum raagellense und olympicum; Armeria rumelica und 

cauescens. XVI, 917. 
Iii. A. Bruhin. Farbenäuderung bei Blütheu. XVII, 639. 
E. Weiss. Neue Kugeldistel. XVIII, 433. 

E. Low. Ueber Cassytha melantha R. Br. XVIII, 689. 
A. Vogl. Zur Pflauzenanatomie. XIX, 455. 

A. Engler. Index criticus generis Saxifraga. XIX, 513. 

J. Glowacki. Anemone Pittonii; neuer Bastard. XtX, 901. 

A. Unterhuber. Ueber die Frucht von Ceratozamia mexicana. XX, 229. 

F. Krasan. Periodische Lebenserscheinuugen der Pflanzen. XX, 265. 

b) Pflanzengeographie (Floren). 

1. Niederösterreich. 

J. Kerner. Neue Pflanzen für Niederösterreich. XV, 43. 
Th. Hein. Einige seltene Pflanzen der Flora von Wien. XV, 491. 
J. Steininger. Beiträge zur Flora Niederösterreichs. XVI, 487. 
A. Neilreich. Nachtrag zur Flora Niederösterreichs. XIX, 245. — Veräa- 
derungeu der Wiener Flora. XX, 603. 

2. Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Kärnthen. 

G. A. Zwanziger. Beiträge zur Flora Salzburgs. XII, 219. 
G. Brittinger. Flora you Oberösterreich. XII, 977, XV, 299. 

A. Sauter. Beiträge zur oberösterr. und Salzburg-er Flora. XIV, 93, 

E. Hackel. Vegetations Verhältnisse von Mallnitz. XVIII, 931. 

F. Simony. Die Getreide- und Baumgrenze in Westtirol. XX, 395. 
E. Hackel. Botanische Reisebilder aus Südtirol. XX, 665, 



40 



Jahressitzung vom 3. April 1872. 



3. Schlesien, Qalizien und Bukowina. 

R. Kolhenheyer. Zur Flora vou Teschen und Bielitz. XII, 1185. 

F. Herbich, Verbreitung der Pflanzen Galiziens und der Bukowina. XI, 33. 

K. Hölzl. Botanische Beiträge aus Galizien. XI, 149, 433. 

F. Herhich. Sarothamnus um Krakau. XI, 399. 

Ä. Tomaschek. Beiträge zur Flora Lembergs. XII,. 63, 869. XVI, 313. 
XVIII, 341. 

K. Hölzl. Die Potentinen Galiziens. XIII, 119. 

F. Herbich. Pflanzengeographisches aus Galizien. XIV, 125. 

E, Hückel. Flora der Stryer und Samborer Karpathen. XV, 49. 

A. Weiss. Zur Flof^ Lembergs. XV, 453. 

E. Hückel. Flora von Drohobycz. XVI, 327. 

A. Rehmann. Botanische Fragmente aus Galizien. XVI, 479. 

Fritze und Ilse. Karpatenreise. XX, 467. 

4. Ungarn, Siebenbürgen, Croatien. 

A. Kanitz. Sertum Florae N. Körösiensis. XII, 201. 

B. Müller. Pflanzen der Marraaros. XIII, 555. 

A. Kanitz. Reliqulae Kitaibelianae. XII, 589. XIII, 57, 505. 

A. Kerner. Plantae territorii Quinque-Ecclesiensis. XIII, 561. 

N. de Szontagh. Plantae Comitatus Arvensis XIII, 1045. 

J. A. Knapp. Flora Comitatus Nitriensis. XV, 89. 

N. de Szontagh. Plantae agris Soproniensis, XIV, 463. 

J. Wiesbauer. Zur Flora von Pressburg. XV, 999. XVII, 967. 

J. Kriz. Bemerkungen zur Flora Nitriensis. XVI, 463. 

A. Neilreich. Nachtrag zu den Vegetatiousverhältnissen Croatieus. XIX, 765. 

C. Stoitzner. Zur Flora Slavoniens. XIX, 903. XX, 1009. 
J. L. Holuby. Flora von Nemes-Podhragy. XIX, 923. 

f. Müggenburg, Kanitz und Knapp. Flora Slavunieus. XVI, 3. 

5. Görz, Istrien und Dalmatien. 

K. Fetter. Samenpflanzen aus dem Quarnero. XII, 577. 
M. R. V. Tommasini. Vegetation von Sansego. XII, 809. 

E. Weiss. Floristisches aus Istrien, Dalmatien und Albanien. XVI, 571. 

XVII, 733. 

A. Reuss jun. Botanische Reise nach Istrien und dem Quarnero, XVIII, 125. 

F. Krasan. Botanische Excursion im Görzer Gebiete. XVIII, 201. 

6. Ausland. 

C. Bolle. Die Scrophulariueen der canarischen Inseln. XI, 193. 
Th. Kotschy. Zur Flora vou Südpalästina, des Libanon und Anti-Libanon. 
XI, 245. XIV, 417. XIV, 733. 



ÜcliuUiiilJiche Lt-bciaiclit er ALImh 'luiiyi u ju» 'Ici iwcilcu Dtkudo. 



4l 



./. £. Pollak. StaiiJüi-Le dur Guuiinl-rtiSiiia g-obeiiJeii l*flaiizeii l^Msiens. 
XV, 243. 

r. Schwdiiifart. Ausllüge um Kosser. XV, t^l. — Zur Flora vuii Nubiin. 

XV, 537. XVIII, 654. 
E. Wt'iss. Zur Flora vou Griecheulaud und Greta. XlX, 37. 
A. Bruhin. Zur Flora Neu-Cülns uud Wisconsins. XX, 6 }3, 1003. 

B. Cryptogamen. 
a) .Aligemeiue Botanik und Sjt»(eiiia(ik. 
ct ) Farne. 

//. W- Rekhardt. Botrychium virginiauum Sw. XII, 1143. 

J. Milde. Kquisetum Braunii (n. sp.) XII, 515. — Ueber Equiseten. XII, 
1241. XIII, 225, 491. XIV, 393. — Index Equisetorum omnium. XIII, 
233. XIV, 525. XV, 909. — Equisetum scirpoides. XIII, 1099. — 
Asplenium dolosum (n. sp.) XIV, 165. — Scolopeudrium Itybridu n 
(n. sp.) XIV, 235. - Asplenium fissum et lepidum. XVII, 817. - 
Ueber einige deutsche Sporenpfly nzen. XVII, 825. — Index et 
Mouographia ßotrychiorum. XVIII, 507. XIX, 55. XX, 999. 

V. Hohenbühel-Heußer. Ueber den angeblichen Standort von Hymenophylluin 
tunbridgeuse an der Adria. XX, 571. 

Moose, 

J. Juratzka. Hypuum fallaciosum et H. Heufleri sp. n. XI, 431. — Muacu- 
rum froudosorum species novae. XII, 967. XIV, 103. — Ulota 
Rehmanni (sp, n.) et Desmatodon griseus (^p. n.) XIV, 191, 399. — 
Bryologische Notizen. XVI, 485, 997. — Muscorum species novae. 
XX. 167. 

H. Zuckal. Ueber Buxbaumia. XIII, 1149. 

K. Schliephacke. Ueber die Sphagna und über das Genus Audraea. XIV, 
383, 423. 

H. W. ReicJiardt, Neue Leber- uud Laubmoose von der Novara-Expedi- 

tiou. XVI, 957 und XVIII, 193. 
C. M. Gotisches. Neue Juugeririaunia. XVII, 623. 
P. G. Lorentz. Ueber einige Laubmoose. XVII, 657. 

K. Müller, Rhacomitrium lauugiuosum und verwandte Arten. XlX, 223. — 
Splachnobryum; eine neue Gattung. XlX, 501. 

y) Pilze. 

A, Pokorny. Die augeblich thierische Natur der Schleimpilze. XI, 145. 

Schulzer V. Müggenburg, Mycologische Beobachtungen und Miscelleu. XII, 
215, 795.* XIII, 301. XIV, 105. XV, 783. XVI, 797. XVII, 709. XVIII, 
331. XX, 635. — Ueber den Polym.)rphismus einiger Pilze. XIX, 381. 
ßd. mi Sit8.-Ber. Y 



42 



Jaliressilzimg vom 3. April 1872 



Th. J. Pick. Die pflanzlichen Hautparasiteu. XV, 947. 

V. Hohenbühel'Heußer. Ueber Aecidium albescens und über Panus Sainsoufi. 
XVri, 627, 731. 

H, W. Reichardt. Helminthosporium rbizoctonum Rabh. XV, 47. 

E. Low. Zur Physiologie niederer Pilze. XVII, 643. 

K. Kalkhrenner. Diagnosen einiger Hyraenomyceten. XVIII, 429. 
J. Klein. Mycologische Mittheil uugen. XX, 547. 

8) Flechten. 
H. W. Reichardt. Ueber die Mannaflechte. XIV, 553. 

F. Hazslinszky, Die Sphärien des Lyciums und der Rose. XVII, M\. 

XX. 211. 

A. V. Krempelhuber. Ueber Liehen esculentus Pall. XVII, 623. — Die 
exotischen Flechten des kaiserlichen Herbars in Wien. XVIII, 303. 
A\ Weiss. Lichenes novi in Dalmatia lecti. XVII, 657. 
J. S. Pötsch. Lichenes Welwitschiani. XIII, 581. 

Algen. 

A. Grunoiv. Oesterreichische Diatomaceen. XII, 315, 545. — Neue Diato- 
maceen. XIII, 137. 

H. W. Reichardt. Ueber Conferva aureo-fulya Kzg. XIV, 389. — Clado- 
phora yiadrina massenhaft in Galizien. XIV, 747. 

b) Pflanzengeographie (Floren). 

1. Niederösterreich. 

J. Juratzka. Zur Moosflora Oesterreichs. XI, 121. XIII, 491. 

H. W. Reichardt. Zur Moosflora des „Wechsels" und Niederösterreichs. 

XI, 161, 371. — Miscellen. XVI, 489. 
J. B. Holzinger. Zur Lichenenflora Niederösterreichs. XIII, 1003. 

G. Lorentz. Bryologischer Ausflug. XIII, 1313- 

.4. Pokorny. Schneeschimrael im Wiener Stadtpark. XV, 281. 

H. Lojka. Zur Lichenenflora Niederösterreichs. XVIII, 517. 

2. Salzburg, Tirol, Steiermark, Kärnthen, 

G. A. Zwanziger. Zur Flora Salzburgs. XII, 219. XIII, 965. — Laubmoose 

um Heiligenblut. XII, 193. 
A. Metzler. Die Flechten des Radstätter Tauern. XIII, 575. 
J. Milde. Gefässcryptogamen um Razzes. XIV, 3. 

H. W. Reichardt. Zur Moosflora Steiermarks und des Maltathals. XIV. 

137, 721. 

L. Molendo. Licheiien aus dem südöstl. Tirol. XIV, 459. 



Schematistlif Ui'bcisiclii lii^r AbliantllungiMi aus i1>.m- zwcitea Dekade. 

F Arnold. Licheuologisehe Ausflüge in Tirol. XVIII, 703, 947. XIX, 605. 
XX, 527. — Getasscryptogameii Voralbeigs. XVIII, 783. 

3. Böhmen, Mähren, Gallzlen. 

A. Rehmann. Laubmoose üüs Westgalizieu. XV, 461. — Botanische Frag- 
mente aus Galizieu. XVI, 479. 
C. Stoitzner. Algen von Elisenthal iü Böhmen. XVI, 319. 
C. Römer. Zur Laubmoosflora von Namiest. XVI, 835. 

4. Ungarn, Siebenbürgen, Croatlen. 

J. Pancic, Zur Moosflora des nordöstlichen Banates. XI, 93. 

F. Hazslinszky. Pilze der Karpathen. XIV, 169. 
Müggenburg^ Knapp und Kanitz. Zur Flora Slavoniens. XVI, 3. 

P. Aschersohn. Ueber einige Pflanzen aus Kitaibers Herbar. XVII, 565. 

H. Lojka. Lichenologische Reise in Ungarn. XIX, 481. 

Schützer von Müggenburg. Mycologisches aus Norduugarn. XX, 169. 

ö. Krain, Istrien, Dalmatien. 

H. W. Reichardt. Sporenpflanzen aus dem Quarnero. XIII, 461. 

G. W. Körber. Lichenen aus Istrien, Dalmatien und Albanien. XVIII, 611. 
Glowacki und Arnold. Flechten aus Krain und dem Küstenland. XX, 431. 

6. Ausland. 

Reichardtj Juratzka, Gottschee und Grunow. Cryptogamenflora der jouischeu 

Inseln (Farren, Laub- und Lebermoose, Algen.) XI, 411. 
E. Hampe. Species rauscorum novae Mexicanae. XIX, 507= 
M. Kuhn. Filices novarum Hebridarum. XIX, 569. 

Körber und v. Hohenbühel. Flechten und Pilze der joiiischen Inseln. 
XVIII, 425. 

C. Vermischtes. 

V. Schröckinger. Fälschung von Semen Pimpinellae im Handel. XI, 185. 

A, R. V. Perger. Gebrauch unserer Pflanzen bei Festen. XI, 279. 

V. V. Ebner. Analyse der Asche von Asplenium Serpentini. XI, 375. 

A. Kanitz. Bemerkungen über einige botanische Werke. XII, 97. 

J. Dolleschal. Brief aus Amboina. XII, 801- 

A. Kerner. Bodenstetigkeit der Pflanzen. XIII, 245. 

H. W. Reichardt. Botanische Miscellen. XVI, 829. XVII, 329. XVIII, 521- 

XX. 875. 

J. G. Schweinfurth. Die Pferdebohne der westindischen Neger, XVIII, 499. 
K. Schliepharke. Conservirung der Herbarien. XVIII, 751. 



44 



Jahre?5itzuDg vom 3. A.pril I87i! 



Anhang;. 

1. Phaenologisches. 

K. Fritsch. Begriff der Phänologie; über Belaubung und Entlaubung. 
Xn, 261. 

Boos und Fritsch. Phänologische Notizen. XII, 1 15. 

K. Fritsch. Phänologische Beobachtungen. XIl, ^221, 617, 849, «65. 

2. Palaeontologisches. 

J. Stoliczka. Heteromorphe Zellenbildung bei Bryozoen. XU, 101. — Zur 
Molluskenfauna der Cerithienschichten. XII, 529. 

3. Geschichte und Biographie. 

A. Neilreich. Franz Herbich''s Biographie. XV, 963= — Die botanischen 

Leistungen Burser's und Marsigli''h. XVI, 389. 

B. W. Reichardt. Das Wohnhaus des Carl Clusius. XVII, 977. 
J. R. Schiner. Lebensskizze J. Eggerts. XVII, 531. 

A. V. Krempelhuher. Leben Massalongo\s. XVIII, 35. 
M. R. V. Tommasini. Ueber E. Weiss. XX, 621. 

Hohenbühel-Heiißer, Franz v. Mygind, der Freund Jacquin''s. XX, 879. 



Ziffermässige Recapitulation. 



Es wurden veröffentlicht 


in 


der 


Es wurden veröffentlicht 


in 


der 


Abhandlungen 


1. 


II. 


Abhandlungen 


'•1 


II. 


aus folgenden Materien 






aus folgenden Materien ■ 






D(;( 


a (i e 


Decade 




1 




Üebertrag . 


110 


218 




1 






u 


24 




1 


3 




21 


21 


Mollusken 


9 


32 


Fische 


10 


30 




3 


9 




4 


18 


A räch nid eil u.Myriapoden 


2 


21 




12 


30 






15 




2 


10 




2 


9 




146 


129 




42 


73 




45 


104 


Lepidopteren , , . . . 


33 


26 


Miscellen u. Anhang . . 


48 


91 


Neuropterrn ...... 


15 


30 


Zusammen . 


412 


675 


Fürtrag . 


110 


218 









G R \ FraiicrifflJ. 



45 



Zu ReclmungsriM'isoren wurden die Heiren K. Lang und J. 
S trau SS ernannt. 

Der Secretär Horr Georg Ritter v. Fra ienf'eld machte fol- 
gende Mittheilungen: 

Dem Aufrufe an die goehrteu Älitgliedcr zur Betheiliguug au 
der Weltausstellung folgt hiermit die Eiuladung, sich freuudlichst noch 
im Laufe des Monats April, d i. bis zum ^29. gefälligst aussprechen zu 
wollen, ob und in wiefei n sich dieselben dabf i zu betheiligou ge'oiiiirn 
iud, um die nöthigen Vorkehrungen treffen zu können. 

Der Touristenkliib theilte mit, dass er das Baumgartner Gasthau.-. 
Mi\ dem Schneeb.rgc käuflich an sich gebracht habe, und ausser dessen 
rmgestaltuug auch noch die Errichtung eines Touristen-Gasthauses nahe 
lern Gipfel des Schneeberges beabsichtigte, um diesen reizenden Höheu- 
punkt gleich dem Rigi , dem Schafberge, der Villacher Alpe mit einem 
^:astlichen Asyle zu versehen. Der Klub erlässt daher die dringende Bitte 
um Unterstützung durch Geldbeiträge, die in dessen Kanzlei in der Stadt, 
Krugerstrasse Nr. 13, bei dem Hofwappenmaler Herrn C. Krahl über- 
geben werden wollen. * 

Aus der Bibliothek der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft ist 
eine grosse Anzahl von Doubletten, meist botanischen Inhalts zu ver- 
äussern. Der Katalog liegt zur Einsicht im Locale der Gesellschaft auf. 

Herr Di. Franz Low sprach über Diaspis Visci Schrank, 
(Siehe Abhandlungen.) 

Herr Custos Dr. H. W. Reichardt legte vor die 44. und 45. 
Fortsetzung seiner Miscellen. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Custos A. Rogen hofer besprach die im verflossenen 
Sommer in der Umgebung von Görz durch Herrn Anton v. Letocha 
gemachte entomologische Ausbeute, worunter sich als neu für die 
österreichische sowohl als auch deutsche Fauna nachfolgende Arten 
herausstellen : 

Aus der Gruppe der Ameisenlöwen kommt zu den 2 bisher bekann- 
ten deutschen Äscalnphus- Arten. (Macaronius und Coccajus) eine dritte 
A. longicornis L., welche vorzüglich im Mittelmeergebiete einheimisch, 
sich bis vor den Thoren von Paris findet. 

Von Käfern ist Clytus gihhosus Fab. zu erwähnen, der bei Cormons 
aufgefunden ward. 

Unter den Schmetterlingen wären NacJia punctata Fab. in grossen 
Exemplaren und Sesia chrysidiformis Esp., die auch bei Triest von Dr. 
Schiner aufgefunden ward, erwähnenswerth. 



46 



Sitzuüg vom 1. Mai 1872. 



Herr J. Juratzka theilte mit, dass vor wenigen Tagen Herr 
F. Ronniger die Draha aizoides L. auf den Abstürzen des 
Maaberges gegen die Mödlinger Klause fand. 

Herr Gustos Georg Ritter v. Frauenfeld legte folgende ein- 
gesendete Abhandlung vor: 

B. Dybowski: Zur Kenntniss der Fische des Amurgebietes. 
(Siehe Abhandlungen.) 

Schhesslich sprach Herr J. Freiherr v. Schröckinger- 
Neudenberg über ein monströses Rehgeweih. (Siehe AbhandL) 



Sitzung am 1. Mai 1873. 

Vorsitzender: Se. Durchl. Fürst CoUoredo-Mannsfeld. 



Neueingetretene Mitglieder: 

P. L Herr als Mitglied bezeichnet durch P. T. Herrn 

Fischer Alois^ Verpflegsbearnter in Wien Bar. Schröckinger ^ L. Fischer. 
Godeffroy Dr. Richard^ Getreidemarkt 3 

in Wien = Dr. Fenzl^ Schiffner, 

'S'ötciöfeec'fc jB. Dr., Gymnasiallehrer in Berlin Dr. Engler, Dr. Äscherson. 
Zeller Fritz^ Kaufmann v. Frauenfeld, v. Tschusi. 



Eingegangene Gegenstände: 

Eingesendet wurden von Dr. Raben hörst Algae europ. Dek.%%1 — 228, 
Musci frond. Dek.24; von Herrn Schauer 11 Stück prachtvoll ausgestopfte 
Mäuse; von Herrn Bar. Schröckinger 24 Cent. Pflanzen. 

Der Herr Präsident begrüsste die Herren Graf Dziedu szy cki, 
Javet und Packard, welche der Versammlung beiwohnten. 

Der Secretär Herr Georg Ritter v, Frauenfeld machte fol- 
gende Mittheilungen: 

Vom hohen k. k. Finanz-Ministerium wurde der Gesellschaft eine 
Hö'ienkarte Kärnthens zum Geschenke gemacht. 



Von dem AtVika-ReisoiuKMi Herrn MM riio l'wivn tolgeiule Nacliricli- 
ten ein: 

Nach einem eben eing-elaiigtcii Briete HansaPs in Chartum ist 
Maruo am "20. December 1871 mit einem Handelsschiffe den weissen Fluss 
hinauf nach Gondokoro, um sich — wie er jetzt hofft — der Baker'schen 
Expedition auzuschliesseu. Die vorjährige Sammlung von Naturalien hat 
er au Dr. Schwein furt verkauft. Weiteres ist nicht bekannt. 

Der Ausschuss hat beschlossen, die vorhandenen Photographien der 
Mitglieder, nahe an 300, iu einem der Gesellschaft würdigen Album zu 
vereinigen. Das Verzeichuiss der Photographien wird gedruckt und den gegen- 
wärtigen Mitgliedern zugesendet werden mit der Bitte, die nicht im 
Verzeichnisse befindlichen Bildnisse gütigst zu ergänzen, so wie auch, 
wenn möglich, von verstorbenen Mitgliedern, die noch im Album fehlen, 
Photographien gefälligst einzusenden. 

Herr Gustos A. v. Pelz ein besprach folgenden Aufsatz: 
Dr. 0. Finsch. üeber die von Frau Amalie Dietrich in 
Australien gesammelten Vögel. ^Siehe ^Abhandlungen.} 

Herr Dr. H. W. Reichardt berichtete über zwei eingesendete 
Aufsätze : 

F. Arnold. Lichenologische Ausflüge in Tirol. VH — IX. 
J. Freyn. Beitrag zur Flora Ober-Ungarns. 

(Siehe Abhandlungen.) 

Herr Gustos A. Rogenhof er legte vor: 

Einen Beitrag zur Bienenfauna Deutschlands von Dr. F. Mo- 
rawitz. (Siehe Abhandlungen.} 

Sitzung am 5. Juni 1872. 

Vorsitzender: Herr Regierungsrath Dr. Eduard FenzL 

Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch P. f. Herrn 

Czap Nikolaus v., Mediciner, in Wien Dr. v. Horvdth^ Dr. Reichardt. 
Dotzauer J B. Fr. in Hamburg, St. Pauli, 

Glashüttenstr. 107 , Kleciak, y. Frauenfeld. 

Engelthaler Hanns., Lehrer a. d. protest. 

Bürgerschule, Wieden ....... J. Juratzka^ E. Berroyer, 



4ö Sitzaijg vüui 5, Jum ib72. 

JPoj'eZ Dr. August in Morges, CauLon W^jadt 

(Schweiz) Dr. Mayr, A. Royenhojer. 

Funke, gräfl. Tliun'sclier Forstiuspector 

iii Bodeubach B&r. Schröckinyer^y . Frauen fei d. 

Hlavacs Julius^ Professor am Gymnasium 

zu Rimaszombat .... Fahry Joh., v. Frauenfeld. 

Just Benedikt, Stud. d. Phil., Wien, VIII., 

Laudong. 32 ... F. Kubin, Dr. Reichardt. 

Maschek, Gartendirector d. Fürst Robau 

in Sichrow , Sigmund, r. Frauenfeld. 

Naegdi Dr. Heinrich., prakt, Arzt in Rio- 

Janeiro Dr. Mayr, A. Rogenhof er. 

Willvonseder Eduard, Lehrer, Wien, II, 

Taborstr. 41 ........... . C. Stoitzner, v. Frauenfeld. 



Anschluss zum Schriftentausche: 
Genua: Anuali del Museo clvico di storia naturale di Geuova. 

Eingegangene Gegenstände: 
1 Centurie Lepidopteren von Herrn Generalstabsarzt v. Z i m m e r ni a lui. 
1 Packet Pflanzen von Herrn y. Marchesetti. 
t starke Faszikel Pflanzen für Schulen von He rn Kristof. 



Der Herr Vorsitzende begrässte die Herren Siegmund aus 
Reichenberg und Dr. Heinrich Nägeli aus Rio- Janeiro, welche der 
Sitzung beiwohnten. 

Der Secretär Herr Georg Ritter v. Frauenfeld machte fol- 
gende Mittheilungen : 

Die Gesellschaftsleitung erhielt folgendes Schreiben : 

Die gefertigte fürstliche flofkanzlei beehrt sich hiermit zu eröffnen, 
dass Se. Durchlaucht der regierende Herr Johann Fürst von und zu 
Liechtenstein über das eingebrachte Gesuch, den gemäss hierortiger 
Zuschrift vom 18. Februar 1869, für die löbliche Gesellschaft bewilligt 
gewesenen und mit dem Schlüsse des heurigen Jahres erlöschenden Bei- 
trag von jährlichen fl. ö. W., noch vom Jahre 1873 angefangen auf 
weitere zehn nacheinander folgende Jahre zu bewilligen geruht haben. 

Somit wolle es gefällig sein, diesen Jahresbeitrag während der er- 
wähnten Dauer bei der fürstlichen Hauptcassa, wohin unter Einem die 
Zahlungsanweisung ergeht, gegen Empfangsbestätigung erheben zu lassen. 

W' ien, den 1. Mai 1S72. Die fürstl. liecliten,iteiü'sclie Hofkanzlei. 



G. W. V. Fraiienfüld. 



49 



Dio Direction dankte Sr. Durchlauclit schriftlich. 

Wir hahen ahermals den Verlust eines Mitgliedes, das an der Hliithe 
der Gesellschaft stets innigen Antheil nahm, zu heklageii, nilnilich des 
k. k. Ministerialrathes Freiherru v. Hingen au. 

Die von den Herren Censoren richtig befundene Rechnung für das 
Jahr 1871 wurde vorgelegt und erhielt von der Versammlung das Abso- 
lutorium. 

Die kön. dänische Gesellschaft der Wissenschaften zu Kopenhagen 
hat die für die mathematische und naturwissenschaftliche Classe im Jahre 
1872 ausgeschriebenen Preise niitgetheilt und liegt das Programm im Gesell- 
schaftslokale auf. 

In BetreflF des von der Gesellschaft im vorigen Jahre herausgege- 
benen Werkchens : „Die unseren Culturen schädlichen Insekten" von 
Herrn Gustav Künstler, kann ich mittheilen, dass dasselbe allgemein 
Anklang findet und dass selbst ein Ansuchen einging, dasselbe in''s Fran- 
zösische zu übersetzen. 

Herr Apotheker Gaugusch in Lilienfeld sendet eine interessante 
Missbildung eines Huhnes ein. Dieselbe wurde, nachdem die Henne schon 
mehrere Tage über die Zeit brütete, todt aus dem Ei genommen, und 
zeigt vollständig ausgebildet au einem wohlgeformten Kopfe und Halse 
zwei an der Unterseite verwachsene Leiber mit vollkommen entwickelten 
4 Flügeln und 4 Beinen. 

Herr Dr. Adolf Hoffmann hat durch Herrn Director AI. Pokorn y 
au die Gesellschaft das Ansuchen gestellt, zur Errichtung eines Denk- 
steines für das verstorbene Mitglied Siegfried Reissek, für welchen 
er schon Beträge gesammelt habe, gütigst mitzuwirken. 

Der Ausschuss, von dessen Mitgliedern sogleich ein namhafter Bei- 
trag gezeichnet wurde, erlaubt sich eine Subscriptionsliste vorzulegen, 
und so wie schon wiederholt solche Denkmale nur durch die Gesellschaft 
für Mitglieder ermöglicht wurden, zu Beiträgen herzlichst einzuladen. 

Die gespendeten Beiträge sollen später in den Schriften veröffent- 
licht werden. 

Der Magistrat von Czernowitz sendete 40 Stück Loose a 20 kr. einer 
für den Unterstützungsfond hilfsbedürftiger Witwen und Waisen des 
Handels- und Gewerbestandes zu veranstaltenden Lotterie. 

Zu der von der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft angereg- 
ten Collectivausstellung naturwissenschaftlicher Objecte für die Weltaus- 
stellung im Jahre 1873 sind bisher 2 Anmeldungen und zwar von Herrn 
Director Alois Pokorny und Herrn Em. Berroyer eingegangen, die 
nunmehr, da der Termin mit 1. Juli d. J. zu Ende geht, bei der betref- 
fenden CoBimission angekündigt werden. 
Bd. IXII. Sil ?.-Bcr. Q 



50 



Sitzung vom 5, Juni 1872. 



Herr Gustos A. v. Pelz ein legte folgende eingesendete Ab- 
handlung vor: Ornithologische Beobachtungen im Jahre 1871 von 
P. Blasius Hanf. (Siehe Abhandlungen.) 

Ferner berichtete der Herr Vortragende über eine ornithologische 
Sendung von den Aru-Inseln. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Gustos Dr. H. W. Reichardt besprach einen eingesen- 
deten Aufsatz: Mycologische Beobachtungen von Herrn Stefan 
Schulzer v. Müggenburg (siehe Abhandlungen), sowie folgende 
von demselben Verfasser eingesendete Notiz über 

Stärke im Rürbissfleische. 

Dass das Fleisch der yerschiedenen Arten von Garten- und Feld- 
kürbisseu (^Cucurbita Pepo) mehr oder weniger Zuckerstoff enthält, merkt 
Jeder beim Genüsse desselben; weniger bekannt dürfte es sein, dass auch 
Stärke- oder Kraftmehl einen Bestandtheil davon ausmacht. 

Ende Jänner untersuchte ich mehrere an frostfrei aufbewahrten 
Kürbissen entstandene Schimmelarten. Als ich nach deren Mycelium im 
Fleische forschte, fand ich letzteres bei einigen Pilzarten aus partienweise 
gesammelten Zellen bestehend, während hievon bei anderen keine Spur 
zu sehen war. 

Um beide Beobachtungen zu meinem wissenschaftlichen Zwecke 
benützen zu können, war mir die Kenntniss des Baues gesunden Kürbiss- 
fleisches nöthig. Ich stellte daher einen feinen Schnitt davon unter das 
Mikroskop und fand als Hauptbestandtheil eine Menge ansehnlicher fast 
hyaliner Zellen, welche auffallende Aehulichkeit mit den Amylumbläscheu 
der Kartoffeln hatten. 

Dieses veranlasste mich, auf dem einfachsten, bei letzteren zur 
Gewinnung von Stärke üblichen Wege auch hier darnach zu suchen, und 
das Resultat war, dass ich reines, blendend weisses Amjlon gewann, 
welches weder beim Reiben zwischen den Fingern, noch bei der Behand- 
lung mit kaltem Und darauf mit heissem Wasser irgendwie von Weizen- 
oder Kartoffelstärke abwich. 

Da ich bei dem durchgeführten Experimente bloss einen natur- 
wissenschaftlichen und keinen ökonomischen Zweck verfolgte, so kann ich 
natürlich nicht angeben, ob die Kürbisse eine hinreichende Quantität von 
Stärke besitzen, um darauf mit Vortheil verarbeitet zu werden und über- 
lasse diessfällige Versuche Anderen. 



Ferner lieferte Herr Dr. H. W. Reichardt die 46. Fort- 
setzung seiner botanischen Miscellen, (Siehe Abhandlungen.) 



.1. .lurafzk 



51 



Herr J. Juratzka gab Nachricht über neue in Niederöster- 
reich entdeckte Standorte von folgenden Pflanzenarten: 

SüiA^if'i'oga Bttrseriana. Dieselbe wurde von Herrn Engelthaler 
im abgelaufenen Fr üb jähre auf dem grossen Kalterberge südlich vom 
Dorfe Prein in zablreicheu Exemplaren gefunden. 

Lycopofliiiin complanuium. In der Nähe der Bahnstation Reka- 
winkel gegen die Aussicht zu an einem buschigen mit CalLuna bewach- 
senen Abhänge wurde diese Art im vorigen Jahre von Herru Buch m ü lle r 
entdeckt und später auch von Herrn E. Berroyer gesammelt. Sie ist 
daselbst zwar nicht häutig, aber dorh fruktificireud, was bei den übrigen 
Standorten der Umgebung Wien's uicht immer der Fall ist. 

Kquisetum variegaium. Der von Herrn J. Breidler im Prater 
ober den Bädern vor einigen Jahren entdeckte Standort dieses Schachtel- 
halmes ist durch die Donau-Regulirungsarbeiten nunmehr verloren gegan- 
gen. Dafür ist von Herrn E. Berroyer ein neuer ausgiebiger Standort 
bei Rekawiukel u. zw. an quelligen, sandigen, bebuschten Stellen an der 
linken Bahuseite hinter dem ersten Tunnel entdeckt worden. Auch hat 
Berroyer diese Art im Kreinergrabeo bei Prein am Fusse der Raxalpe 
gefunden, wo sie jedoch spärlicher vorkommt. 

Ferner legte Herr Juratzka vor und besprach die 2. Lieferung 
(mit 25 Arten) der „märkischen Laubmoose", herausgegeben von 
C. Warnstorf. 

Herr Gustos Georg Ritt. v. Frauenfeld las folgende eingesendete 

Ornithologische Beobachtang 

von P. L. Leitgeb. 

Der Göttweiger Berg ist sehr reich an kleinen und grösseren Sing- 
vögeln. Wohl mag daran die Lage und Beschaffenheit des Berges Haupt- 
ursache sein. Allein ich glaube, der Berg dürfte noch so günstig sein, 
die Vögel würden doch kaum so zahlreich bei uns Wohnung nehmen, 
wenn sie nicht im Winter reichlich Futter, im Sommer aber sicheren 
Schutz finden würden. Sobald nämlich Frost und Schnee beginnen, wird 
ihnen täglich auf den Fenstergesimsen Futter gestreut, so dass sie täglich 
zutraulicher und dreister werden und der anstossende Conventgarten von 
den verschiedensten Vögeln wimmelt, den sie auch im Frühjahre und 
Sommer als beliebte Brutstätte wählen. — Fand ich zerstörte Nester, so 
gab ich den Katzen Schuld, da ich sonst keinen Feind im Garten bemerkte. 

Heuer nun sollte ich darüber Aufschluss erhalten, in einer Beobach- 
tung, die ich zu machen Gelegenheit hatte, und in welcher sich ein Vogel 
als eigentlich böswilliger Räuber herausstellte, den ich bisher für ganz 
harmlos, ja nützlich gehalten hatte, und zwar dürfte es der Wendehals 

G * 



52 



Sitzung vom 5. Juni 1872. 



{Jynx torquilla) sein. Der Volksmund nennt ihn den Giessrogel, welcher 
Name von dem einförmigen Giess — giess — giess-Geschrei hergenommen 
ist, wodurch er sich weithin bemerkbar macht. Er gehört zu den Kletter- 
vögeln , da % Zehen nach vorn und 2 nach rückwärts gerichtet sind, hat 
die Grösse eines Sperlings und im Allgemeinen ein graubraunes Gefieder 
mit schöner Welleuzeichnuug. 

Meiue Beobachtung über ihn ist folgende: Vor dem Fenster meines 
Zimmers steht ein alter Obstbaum der hohl ist, und schon durch 3 Jahre 
hatte sich ein Meiseupaar diese Höhlung zur Brutstätte auserwählt. So 
auch heuer. Das Nest war fertig, aber Eier schienen noch nicht gelegt 
worden zu sein, was ich daraus schloss, dass sich beide Meisen' grössten- 
theils ausserhalb des Nestes aufhielten. Da hörte ich eines Morgens die 
Meisen auffallend ängstlich zwitschern. Ich sah nach, was es da gäbe, 
und sah, dass sie fast verzweifelnd um ihren Baum herumflatterten und 
in banger Angst von einem Zweige auf den andern hüpften; auf den 
Baum aber, in welchem sich ihr Nest befand, wagten sie sich nicht, so 
dass ich schliessen musste, es sei ein arger Räuber da, von dem sie für 
ihr Nest Alles zu fürchten haben. Und doch konnte ich einen solchen 
nicht finden; denn dass sie vor dem Giessvogel so grosse Angst hätten, 
der ganz harmlos am Baume sass, konnte ich nicht glauben. Ich verjagte 
ihn jedoch und siehe da, kaum war er weggeflogen, da schlüpften auch 
die beiden Meisen schon in ihre Höhlung hinein, obwohl sie das sonst 
immer mit sehr grosser Vorsicht thaten und nie gerne ihr Nest besuchten, 
wenn sie sich beobachtet sahen. — Ich dachte nun, der Streit sei been- 
det und entfernte mich. Aber kaum war ich weg, da hörte ich dasselbe 
Jammern der Meisen wieder, und wieder war der Giessvogel da. So ging 
es den ganzen Vormittag. Oft vertrieb ich ihn, aber immer kam er alsbald 
wieder. Nachmittags war ich verhindert, ihn zu beobachten. — Den an- 
dern Tag früh Morgens, als ich den Giessvogel hörte und die Meisen 
wieder ängstlich jammerten, sah ich nach und siehe da, unser Bösewicht 
sass in der Oeffnung und da ich ihn vertreiben wollte, schlüpfte er ganz 
hinein. Ich schüttelte den Baum, aber er fühlte sich drinnen ganz sicher 
und ging nicht heraus. Ich war nun begierig, was er machen werde und 
versteckte mich, behielt aber den Eingang zum Neste stets im Auge. Es 
dauerte nicht lauge, so schaute er wieder heraus und als er Niemanden 
sah, schrie er einige Male recht lustig, kehrte dann wieder zum Neste 
zurück und kam bald wieder heraus; diessmal aber nicht um zu rufen: 
er hatte den Schnabel voll mit Moos und Heu, dem Materiale des Meisen- 
nestes. Vor der Oeffnung Hess er dasselbe fallen, ging wieder zurück und 
kam mit einer neuen, wo möglich noch grösseren Ladung und räumte 
weiter aus. Erzürnt darüber eilte ich auf mein Zimmer, lud mein Gewehr 
und tödtete ihn, da ich den Meisen das Nest retten wollte. Es war aber 
leider schon zu spät, sie flogen fort und kamen nicht wieder. 



Ci. V. Franc n fei d 



53 



Ks reut mich jetzt, dass ioli doii Rilulx r (M-scIi().s>oii habe, donn icli 
hätte jedenfalls noch weitere Boobachtuno-on machen können und sollen. 
Ks war auch ein zweiter Hiessvog-el immer in der Nahe, wahrscheinlich 
das W'eibcheu, habe aber dasselbe 7Avei Tage uach dem Tode des Gatten 
nicht mehr gehört, noch g-esehen. 

Was den Giessvogel veranlasst liaben mochte, das Nest zu zerstö- 
ren, kann ich mir nicht entziffern. Sollte er vielleicht unter dem Neste 
in der etwa vorhandenen Baumerde fette Bissen vermuthet haben, zu 
welchen er nur nach Kntfernuug des Nestes gelangen konnte? Doch die- 
selben würden auch die Meisen verspürt und wahrscheinlich niclit ver- 
j;chmäht haben. Oder soll er Lust gehabt haben nach den Kiern?Es waren 
jedoch keine Spuren an den Trümmern des herausgetragenen Nestes zu 
linden. Oder hätte er vielleicht selber gerne sein Nest in diese Höhle 
gebaut? Darüber kann ich niclit urtheilen, da ich seine Lebensweise nicht 
kenne und um darüber Aufschluss zu erhalten, hätte ich ihn eben nicht 
so voreilig tödten sollen. Allein auch das ist unwahrscheinlich. Ich habe 
nämlich seither bei Forstleuten und Anderen über diesen Vogel Erkun- 
digungen eingeholt, die freilich sehr spärlich ausfielen, denn Alle kennen 
zwar den Vogel, aber nur Einer konnte mir eine diessbcziigliche Mitthei- 
luug macheu. Derselbe — eine sehr glaubwürdige Persönlichkeit — sagte, 
er sei Augenzeuge gewesen, wie ein Gastwirth in seinem Garten einen sol- 
chen Giessvogel erschossen, weil er ihm dort schon einige Male die Nester 
der Schwarzplättchen und anderer kleiner Vögel zerstört habe. Derselbe 
Gastwirth versicherte auch, dass, wo ein solcher Giessvogel ist, ein an- 
derer kleiner Vogel nicht aufkommen kann. Und diese Mittheilung bestä- 
tiget meine Ansicht, dass der Giessvogel die natürliche Anlage habe 
Vogelnester zu zerstören. Mag allerdings sein, dass er durch Verzehrung 
schädlicher Insekten nützlich sei, aber mir sind in einem Garten ein gan- 
zes Nest voll Meisen doch lieber als ein Giessvogel. 

Wenn daher über die besprochene böse Eigenschaft dieses Vogels 
nicht ohnehin schon Gewissbeit herrscht, was ohne mein Wissen sehr 
leicht möglich ist, so bitte ich im Namen der kleinen Vögel, denselben 
einstweilen wenigstens — sit venia verbo — unter polizeiliche Aufsicht 
zu stellen. 

Der Herr Vortragende machte zu dieser Mittheilung folgende 
Bemerkung : 

Ich muss zu Vorstehendem bemerken, dass die dem Wendehals — 
der mit den wenigen Worten vollkommen kenntlich gezeichnet ist — 
aufgebürdete Schädlichkeit bestimmt zu weit geht. Zuverlässig ist die 
zuletzt ausgesprochene Vermuthung, dass er die Höhlung zum eigenen Nist- 
orte benützen wollte, die richtige, und dass er die Meisen dessbalb daraus 
yertrieb. Vielleicht wollte er ein früheres Recht auf diesen Platz geltend 



54 



Sitzung vom 5. Juni 1872. 



macheo. Dass es dabei erbitterte Kämpfe gibt, weiss man ja von Schwal- 
ben und Sperlingen, wenn sich die letzteren der warmen im Winter ver- 
lassenen Nester bemächtigen und dann die rechtmässigen Besitzer bei ihrer 
Rückkehr nicht mehr einlassen. 

Sein Handwerk ist das muthwillige Zerstören der Nester keineswegs. 
Man muss nur nicht erwarten, dass es in der Natur immer so glatt und 
vorschriftsmässig abläuft. Der Uebelthaten der Meisen , namentlich der 
Kohlmeisen, sind gleichfalls gar manche, und wer irgend einmal mehrere 
Arten in einen Raum zusammengebracht hat, wird ihre mörderische Nei- 
gung gewiss kennen gelernt haben. Wollten wir diesen Massstab anlegen, 
würden wir wohl schwerlich einen absolut nützlichen Vogel nennen können. 
Der gewissenhafte und genaue Naumann gibt gerade das Gegeutheil an, 
dass er neben anderen Vögeln höchst verträglich brütet, die tiefereu 
Höhlen benützt und die höher gelegenen ganz ruhig anderen Vögeln 
überlässt. 

Was den Namen Giessvogel betrifft, so habe ich gelegentlich ausser 
einem Strandiäufer , bisher nur den Grünspecht (^Picus viridis} unter die- 
sem Namen gekannt, der besonders bei schwülem Wetter und vor Gewit- 
tern häufig seinen Ruf erschallen lässt, und desshalb so benannt wird. 
Er geht gleichfalls ziemlich unbarmherzig mit Vogelnestern um, wenn sie 
ihm gelegentlich in den Weg kommen, und mag der gleiche Name viel- 
leicht Mitursache an der Uebertragung der Uebelthaten auf den Wende- 
hals geworden sein. 

Ich habe den Wendehals immer nur Nadderwindl nennen hören und 
kenne ihn als einen harmlosen, keineswegs streitsüchtigen Vogel. Dass 
die Meisen den scharfen spitzen Schnabel desselben fürchten, ist natür- 
lich, da er auch etwas stärker ist als sie. Im gefangenen Zustande ist er 
weit verträglicher als die Meisen, wenngleich er durch ganz eigenthüm- 
liche drohende Znckungen alle Neugierigen aus seiner Nähe verjagt; nie 
habe ich ihn als angreifenden Theil beobachtet. 

Weiters legte Herr Georg R. v. Frauenfeld folgenden Auf- 
satz vor: Ueber den Fischaufstand und demonstrirte neue Insekten- 
Metamorphosen unter der Ueberschrift: Zoologische Miscellen. XVI. 
2. Abth. (Siehe Abhandlungen.) 



Sitziiiig am 3 Juli 1872. 

Vorsitzender: Herr Director Dr. Alois Pokorny. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch P. T. Herrn 

Aichelberg Graf Raphael, Stud. am Gymn. 

Kalksburg P- Wiesbauery Ä. Rogenhofer. 

Janisch Karl, Hiitfceiidirector auf Willielms- 
hütten bei Seesen, Herzogtb. Braun- 
schweig A. Grunoiu^ Dr. Reichardt. 

Urban Em.^ Prof. am Gynm. Freistadt, Ober- 

österreieh — v. Frauenfeld^ A. Rogenhofer. 

Zimmermann Dr. Hermann, Lehrer au der 
höheren Bürgerschule in Limburg a. d. 

Lahn Dr. Engter^ Dr. Reichardt. 



Eingegangene Gegenstände: 

Eingesendete Naturalien: 

Normal-Kryptogaraen-Herbar, Algen, Dek. 227/28 ) von Herrn Dr. 

„ „ „ Flechten „ 34 ) R abenhors t. 

1 Centurie Pflanzen für Schulen von Hrn. Drandmayer. 
7 Centurieu Insekten von Hrn. J. Kolazy, als Ergebaiss seiner 
Reise nach Istrien. 



Der Secretär Hr. Georg R. v. Frauen fei d machte folgende 
Mittheilungen: 

Die Geschäftsführer der 45. Versaraml. deutscher Naturforscher und 
Aerzte in Leipzig haben die Einladung zu derselben, so wie das Programm 
eingesendet. Die Versammlung findet von Montag den 12. bis Sonntag den 
18. August statt. 

Die Versammlung der ungarischen Naturforscher wird in Mehadia 
am 16. September und den fünf folgenden Tagen gehalten. 

Die Accademia delle Scienze delP Istituto di Bologna zeigte den 
Concurs für den Preis sul Galvauismo o elettricita dinaraica an. 



56 



Sitzung vom 3. Juli 



Herr Hofrath y. Pelikan hat ein Exemplar der vom k. k. milit. 
geograph. lustitute herausgegebenen Karte 10 Blätter der Umgebungen 
Wiens im Maasse von 1 Zoll zu 600 Klftr. der Gesellscliaft zum Geschenke 
gemacht. Diese treffliche Karte wird nach Ausschussbeschluss vom 1. Juli 
d. J. auf Leinwand aufgezogen und kann im Gesellschaftlokale benützt 
werden. 

Herr Bergrath Dr. Stur hat sein Herbar von 71 Fascikeln mit 
der Bestimmung geschenkt, dass aus dem reich aufgelegten Inhalte zwei 
Herbare, und zwar eines für Agram, das andere für die Slovenska Matica 
in St. Martin abgetrennt werden sollen. 

Von Herrn Schi st 1 wurde eine Partie Vögel, worunter mehrere 
Jugendkleider und Eier angekauft. 

In den Monaten August und September finden keine Versammlungen 
statt, die nächste ist daher am 2. Oktober. 

Das erste und zweite Heft des Bandes der Verhandlungen ist 
erschienen. 

Herr Dr. Adolf Hoffmann hat unter Widmung eines namhaften 
Beitrags bei der Gesellschaft die Errichtung eines Grabdenkmals für den 
verstorbenen Gustos am botanischen Cabinete Hrn. Siegfried Reissek 
angeregt. Die in Folge dessen eingeleitete Subskription ergab nachste- 



hendes Resultat: 

Herr Dr. Adolf Ho ff mann fl. 41. — 

K. k. zool.-bot. Gesellschaft « 'lö. — 

Herr Baron Schrökinger „ 5. — 

„ Director AI. Pokorny „ 5. — 

„ Pr. Hölzl „ 5.— 

„ Fr. Bartsch „ 1.— 

„ Custos Rogenhof er „ 3. — 

5, V. Pelikan „ 2. — 

„ Jos. Türck „ 5.— 

„ Custos Peyritsch „ 3- — 

„ Custos V. Pelzeln „ 2. — 

„ Custos Dr. Reichardt „ 5. — 

5, J. Sigmund „ — 

„ Ben. Just „ — -50 

5, Prof. G. Mayr „ 1.- 

„ Prof. Kornhuber ......... 2.— 

, k. Rath V. Kochel „ 3.— 

„ J. Brandmeyer ........ „ 5. — 



(i. U. V. PraiK! nfeld. 



57 



Zinsen 



Herr ür, Aug*, v. Rcuss . . . 
„ Eiist. Woloszak . . . . 
„ Director cd to. iib at: Ii or . 
5, Regieruuosrath Fenzl . . 

„ V. II ai Ulli offen 

„ Karl Lang 




fl. 115.50 



Nach o-epflog-ener Rücksprache mit dem Bildliauer Hrn. Streschnak 
kann für den obigen Betrag ein würdiges Denkmal aus Marmor herge- 
stellt werden, und wird das Weitere seiner Zeit der geehrten Gesellschaft 
uiitgetheilt werden. 

Hr. Ciistos A. Rogenhof er besprach unter Vorlage der von 
0. Geyers Meisterhand ausgeführten Tafehi, die Fortsetzung des 
zoologischen Theiles der Reise von Sr. Maj. Fregatte „Novara.'' 
Sämnitliche Tafeln des Schlussheftes (Nr. 4) von Nr. 75 — 140 incl. 
sind fertig gestochen, die Vorlegeblätter illuminirt und der erklärende 
Text im Erscheinen nur durch den leider viel zu früh erfolgten Tod 
Rudolf Felder's unterbrochen. Der Vortragende übernahm auf 
Veranlassung der k. Akademie der Wissenschaften die Bearbeitung 
des begleitenden Textes. 

Hr. Custos A. v. Pelzein berichtete über eine Säugethier- 
Sendung aus Nord-Amerika, welche das k. k. zoologische Hofcabinet 
erhalten hatte. 

Hr. Custos Dr. H. W. Reichardt legte folgende zwei einge- 
sendete Abhandlungen vor: 

Ein Ausflug auf die julischeji Alpen von Carl v. Marchesetti, 
Zur Frühlingsflora und Fauna Illyriens von P. Gabr. Strobl. 



Hr. Custos Georg Ritter v. Frauen feld sprach über die 
Metamorphose von Choreutis dolosana und einigen anderen Arten. 
(Siehe Abhandlungen.) 



Bd. XXn. Sitz.-Ber. 



(Siehe Abhandlungen.) 



Sitziiiis am 3. October 1872. 

Vorsitzender: Herr Freih. v Schröckinger-Neudenberg- 



Neu eingetretene Mitglieder: 
X, Herr als Mitglied hezeiclinet durch P. T. Herrn 

awrnitzer Josef, I. Reungassp 4, Wien . A. Burgersiein, Th. Fuchs. 

JDohlhof Josef , Freib. y., Singerstr. 13, Wien Bv.r.Maren^eller.y. Frauenfeld. 
Hoffmanv August, Ritt. v. Vestenhof, k.k. 

" Lieut im 21. T.-R. in Czaslan . . . y. Zimmermann, A. Rogerthof er. 

Johnson au der Unir. in Upsala F. Mayer, r. Fra,uenfeM. 

Saghurg Erich v.. T. Salzgries 16, Wien . A. Burgerstein, Th. Fuchs. 
Schmölz Leopold, k. k. Forstmeister in . „ , ^ 

^asswald BrandmüAjer, A. Rogenhofer. 

Stussiner Josef, k.k. Postbeamter i. Laibacb C. Deschmann. A. Rogenhofer. 
Zickendrath Ernst, Chemiker in Atzgers- 

j^^j. E. Berroyer, J. Juratzka. 



Anschluss zum Schriftentausche: 



Colmar: Societe d'histoire naturelle. 
Darmstadt: Verein für Erdkunde. 
Dublin: Royal Dublin Society. 

Innsbruck: Naturwissenschaftlich-medizinischer Verein. 
Neapel: Associazione dei Naturalisti e Medici. 
Padua: Societa Veneto-Trentina di Scienze naturali. 
Washington: Office U. S. Geol. Survey of the Territories. 



Eingesendete Naturalien : 
Von Herrn Dr. Rehm in Windsheim: Der zweite Fascikel Askomyceten. 

Jos. Mann: 7 Centurlen Insekten als Ausbeute seiner Reise- 
Prof. Schreiber in Salzburg: Reptilien aus Görz. 
E. Brandmayer: 1 Paquet Kryptogamen. 

1 ^ Phauerogaraen, 



r> 51 w 



C. H. V. Franc Ilfeld. 59 

3 Coiidirieii rihiii/Aii aus Tirol, rih" «las Gesellscharts-Ilcrbar, vua deu 
Herren K. I> ra n d niiiy c r, F. Mii\y und Jos. Strauss. 



Der Secretär Herr Georg Ritter v. Frauen feld machte fol- 
gende Mittlieilungen : 

Seine kais. Hoheit der durclilauclitigste Herr Erzherzog Ludwig 
Salvator hat der Gesellschaft das AVerk : Der Hafen von Buccari und 
Porto Re gnädigst zum Geschenke gemacht. 

Ebenso widmete Herr Professor E. Strasburger in Jena der 
Gesellschaft sein scliönes Werk über Conifereu und Gnetacecn. 

In nächster Moiiatssitzung findet die Wahl von 24 Ausschussmitglie- 
dern statt. Wahlzettel liegen im Gesellschaftslokale auf. 

Frau Elise Brittinger, Apothekers-Witwe in Steyer, wünscht eine 
Sammlung von Pflanzen, Eiern, Schmetterlingen und Käfern zu ver- 
kaufen. 

Herr Julius v. Bergenstamm berichtete über folgende ein- 
gesendete Abhandlung: 

Beiträge zur Kenntniss der Dipteren-Gattungen Bihio und 
Dilophiis von Beling. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr J. Juratzka zeigte vor die dritte Lieferung märkischer 
Laubmoose . ad theilte mit, dass Plagiohryimi demissum Lindb. 
{Zieria de- ssa Schpr.) von Herrn Ronninger auf dem Ochsen- 
boden des Schneeberges in N.-Oe. aufgefunden wurde. 

Herr Gustos A, Rogenhofer legte vor: 

Beschreibungen von zwei Laufkäferlarven von M. Ruperts- 
b erger. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Gustos G. Ritt. v. Frauenfeld sprach über Phylloxera 
vastatrix und berichtete über folgende eingesendete Abhandlung : 

Ueber eine grönländische Aplysie von Dr. Rudolf Bergh. 
(Siehe Abhandlungen.) 



Sitzttiig am 6. November 1873, 
Vorsitzendel : Herr Dr. Friedrich Brauer. 



Neueingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitjiilied bezeichnet durch P. T. Herrn 

Frank Leopold^ Stud. phil., III. Kegelu*. 15 Burgerstein, Dr. Beichardt. 



Ftankl Dr. Ludiv. Aag.^ I. Scitenstetteug. 4 
Goldmaan Alois, Lehrer, II. Winterg. 82 
Moqain Tandon Dr. Gaston in Paris . . 
Sauli Ludwig^ Stud. phil., III. Sthülzeug. ^ 



V. Frauenfeid, A. Rogenhofer. 
C. Stoittnet\ Wilvonseder. 
Le Comic, v. Frauenfeld. 
Blasicli, V. Frauenfeld. 



Anschluss zum Schriftentausche : 
Hariem : Niederländisches Archiv für Zoologie des Emil Selenka, 



Eingesendete Naturalien: 

Von Herrn v. Letocha eine Partie Reptilien, Mollusken und Myriapoden. 
„ „ Prof. Mayr eine Partie Hymenopteren. 



Der Secretär Herr Georg Ritter Frauen feld machte fol- 
gende Mittheilungen: 

Von Seite des k.k. Ackerbau-Minibteriums lief folgende Zuschrift ein: 

Das Ackerbau -Ministerium übermittelt der geehrten Gesellschaft 
im Anschlüsse einige im Wege des k. u. k. General-Consulates in Paris 
eingelangte Exemplare von Programmen der vom 1. — 15. October 1, J. 
von der französischen Central-Gesellschaft für Bienenzucht in den Gärten 
des Palais de Luxemburg in Paris zu veranstaltenden Ausstellung von 
nützlichen und schädlichen Insekten, deren Erzeugnissen und Verwüstun- 
gen, sowie ein Expose über die Gründung einer Schule für angewandte 
Entomologie, zur gefälligen Kenntnissnah me mit dem Ersuchen, es wolle 



<j. V. l' IM Hl" nie 



61 



die got hrte Cesellsrhatt das k-lzlg-ejiniiiile Exposi; iinlor ^ut.icht I irluT 
Aeiisseiung über die Diirchtuhibuikeit diesci^ I lutcniclinieus wieder 
iiriickleiten. 

Wien, am ti. September 187^J. 

Für den Ackerbau-Minister 

'liT SccIionscIicC: 
Possinger m. p. 

Die beigelegte Broschüre enthalt den Vorschlag der französischen 
Commissiou, die in ihrem Expose die Errichtung einer Schule für ange- 
wandte Insektenkunde mit folgenden (i Lehrstühlen empfiehlt; 

1. Für allgemeine Entomologie. 

2. Für Landwirthschaft- und (Jarten-Iuscktenkunde. 

3. Für Seidencultur. 
i. Für Bienenzucht. 

Für Wasser- und Fluss-Fischzucht-lusekteulehrf. 

6. Für ökonomische Geschichte und vergleichende Gesetzgebung für 
Tiisektcn. (Legislation comparee des insectes.) 

Von Seite des Ausschusses wurde hierüber folgendes Gutachten 
i\ bgegeben : 

Indem die k. k. zoologisch-botanische Gesellscliaft dem ehrenvollen 
Auftrage vom 6. September d. J. Z. 8053/854 in Betreff einer gutacht- 
lichen Aeusserung rücksichtlich der Gründung einer Schule für angewandte 
Insektenkunde in Frankreich entspricht, bemerkt dieselbe, dass die Errich- 
ung einer solchen ein längst gefühltes Bedürfniss sei, und nur mit wahrer 
Freude begrüsst werden kann. Wer die Kenntnisslosigkeit erfahren hat, 
und das verkehrte Beginnen in praktischer Beziehung- hinsichtlich der 
Insekten beobachtet, welche im laudwirthschaftlichen Betriebe von Ein- 
fluss sind, oder deren Wirksamkeit sich bis in das Hauswesen erstreckt, 
der ist wohl überzeugt, dass die Erweiterung dieser Kenntnisse von den 
wohlthätlgöteu Folgen sein muss. Manches üebel, das in der bisherigen 
Rathlosigkeit bedeutend überhand nahm, wird gewiss so weit beschränkt 
werden, als es naturgemäss möglich ist. 

Die Naturwissenschaften, überhaupt nicht besonders gepflegt, sind 
in ihrer praktischen Anwendung nur äusserst wenig zur Geltung gebracht, 
und es wären manche Anstalten zu nennen, wo z. B. vom Einfluss und 
Wirken der Insekten nur höchst oberflächliche oder selbst irrige Kennt- 
nisse bestehen, wo man sie auch kaum berücksichtigt. Es wären Anstalten 
zu nennen, wo der so tief eingreifende Zweig der Entomologie nur neben- 
bei von Solchen vorgetragen werden soll, die nicht einmal die Orduuugen 
der Insekten kennen. 

Sowie aber in der Bienenzucht und Seidencultur die genaue Beob- 
achtung und Kenntniss der Thiere in jüngster Zeit die grösste Bedeutung 



62 



Sitzung vom 6. November 1872. 



erlangten und ausserürdentliche Riickwirkuijg- auf diese Wirthschafts- 
zweige übten, dass sie einen ungeahnten Aufschwung nahmen, so wird 
die Verbreitung richtiger Ansichten über die Natur und Verhältnisse 
schädlicher wie nützliclier Insekten von bestem Erfolge sein. 

Die in den Staaten von Nordamerika von diesen bestellten Staats- 
Entomologen haben durch eifrige Untersuchung die Lebensweise einer 
grossen Zahl von Culturfeinden ermittelt und durch diese Ermittlung- die 
Möglichkeit einer Abwehr geschaffen. 

Ein planmässiger geregelter Unterricht der Insektenkunde sowohl'^ 
in Bezug auf die in der Land-, Forst- und GartenwirthscbaFt wichtigen 
Lisekten, wie der Bienenzucht und Seidenkultur ist eine ebenso dringende 
Nothwendigkeit, als durch eine solche Anstalt einen überall nach aussen 
hin in Verkehr stehenden Centraipunkt zu schaffen, an welchem alle der- 
artige Vorkommnisse zur Kenntniss gebracht, untersucht, beurtheilt und 
Verhaltungregeln gegeben werden sollen. In diesen drei obbenauuteii 
Abtheilungeu hat der naturwissenschaftliche Thell nur allein als Grund- 
lage zu dienen, und dürfte sich die so eben gegründete Hochschule für 
Bodencultur als geeigneter Ort für diese Anstalt ergebene 

Indem die Gesellschaft diese ihre Aeusserung ergebenst unterbreitet, 
erlaubt sie sich zu bemerken, dass sie in Betreff weiterer Details oder 
eines Programms einem ferneren hohen Auftrage nachzukommen stets 
bereit ist. 



Herr Camill van Volxem in Brüssel hat den Mitgliedsbeitrag für 
lebenslänglich mit 60 ü. an die Cassa der Gesellschaft eingezahlt. 

Das von Seite der Gesellschaft durch Beiträge der Mitglieder 
besorgte Grabdenkmal für den verstorbeneu Custos des botanischen Hof- 
Cabinets, Herrn Siegfried Reissek, ist auf dem St. Marxer Friedhof 
am 14. October d. J. errichtet worden. 

Ein gut erhaltenes Herbar der Wiener Flora (aas Corbin. Hirner's 
Nachlasse) ist sehr billig zu verkaufen. Zu sehen bei Herrn Kaufmann 
0. Hirn er, Mariahilf, Breite Gasse Nr. 4 (im Magazin). 

Herr Schäffer Franz in Mödling (Holzgasse Nr. 14) wünscht seine 
Insektensammlung sammt Kasten in 40 Laden zu verkaufen. 

In der nächsten Versammlung am 4. December findet die Wahl der 
sechs Vicepräsidenten und des Rechnungsführers statt. 

Zu Scrutatoren der in dieser Sitzung vorzunehmenden Wahl von 
24 Ausschussräthen wurden ernannt die Herren: Kolazy, ßerroyer 
und Burgerstein. 



'^lor.in Srliiilzor v. Mllptrcn liiiri: 



lirrr Scluil/.or v. M iig o- o n b u somlote lolgondo Mittiieiluiig ein: 

„hl Prot. II. Iloffmaiurs ; Mycologisclieii Berichten, 1871, S. 99, 
Zeile 1 von unten, wird das bei dor (lattung; Aifaricus von Worthington 
G. Smith nou aurg-estellte Subgenus Vhumaeotn publicirt. Nun fühlte 
ich aber das Hodiirlniss, ein an dieser Stolh^ nianpfelndes Subgenus, wel- 
ches ich Atnititaria benannte, in's Loben einzuüihron scliou weit frülier 
und veröffontli( hto dieses auch bereits am 4. Juli 1866 in unseren Ver- 
handlungen, Seite 809, Zeile 16 von oben." 

Herr Ciistos Dr. II. W. Reichardt widmete dem verstorbenen 
GesellschMt'tsmitgliedo Herrn Dr. Friedrich Wel witsch einen 
warmen Nachruf. 

Herr Dr. Emil v. Marenzell er sprach über Argidus Corre- 
goni und Diaptonms amhlyodou. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Eustach Woloszczak lieferte Beiträ2e zur Elora von 
Niedev-Oesterreich, insbesondere des südöstlichen Schiefergebietes. 
(Siehe Abhandlungen.) 

Herr Gustos A. Rogen hof er legte vor einen Aufsatz des 
Herrn Grafen Ferrari über das Vorkommen von Scorpionen in 
Nieder-Oesterreich. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Gustos Georg Ritter v. Frauenfeld sprach über Milben 
an Wasserkäfern. (Siehe Abhandlungen.) 

Schliesslich machte der Herr Vorsitzende das Resultat der 
Wahl bekannt. Es wurden gewählt zu Ausschussräthen die Herren : 
Dr. Friedrich Brauer, Carl Brunner v. Wattenwyl, Dr. Gajetan 
Felder, Dr. Eduard Fenzl, Theodor Fuchs, Michael v. Gassen- 
hauer, Dr. Franz Ritter v. Hauer, Dr. Josef Kolbe, Dr. Andreas 
Korn huber, Anton v. Letocha, Dr. Josef Lorenz, Dr. Emil v. 
Maren zeller, Graf August Marschall, Josef Mik, Dr. Alois 
Pokorny, Prof. August v. Reuss, Alois Rogenhofer, Moriz 
Seh Denn, Dr. Friedrich Simon y, Anton Steinhauser, Josef 
Strauss, Dionys Stur, Dr. Eduard Suess, Josef Türck. 



Sitzung vom 4. December 1873. 
Vorsitzender: Herr Dr. Friedrich Brauer. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P- T. Herr als Mitglied bezeichnet durch P. L Herrn 
Altenberg Felician^ hg\. Apotheker, V., 

Margarethenstrasse 75 E. Brandmayer, J. Kolazy. 

Krenherger Josefa Schlosskaplan, I., Bräu- 

nerstrasse 9 . . . E. Brandmayer, J. Kolazy. 

3Iat.as Const.^ Hochw., Prof. am Gymnas. 

zu Sinj in Dalmatien v. Fra'uenfeld^ A, Rogenliofer- 

Merk Carl^ Studiosus in München .... A. Äusserer, Dr. L. Koch. 



Eingegangene Gegenstände: 

1 Cent. Phanerognmen, gespannt auf Velinpapier und etiquettirt, von Herrn 
E. B ran dm ay er. 

1 Paquet schwedische Pflanzen von Herrn Mayer in Levonger. 

\ Centurie Lepidoptereu von Herrn L. Prochaska in Altenburg. 

2 Cent. Phanerogamen für Schulen von Herrn Josef Strauss. 
1 Cent. Phanerogamen für Schulen von Herrn Breidler. 



Der Secretär Herr Georg Ritter v. Fraiienfeld las folgendes 
Schreibon an die Gesellschaftsleitung: 

„Seine kais. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Heinrich 
von Oesterreich hat mit höchstem Handschreiben vom d4, d. M. die von 
der lübl. k. k. zooIog-.-botan. Gesellschaft Höchstderaselben zugedachte 
Widmung des XXH. Bandes ihrer Verhandlungen anzunehmen und mich 
gnädigst zu beauftragen geruht, der verehrten Gesellschaft mit der voll- 
sten Anerkennung ihrer für die Wissenschaft so förderlichen Leistungen 
Höciistseinen Dank für diese ehrende Widmung auszudrücken. 

Indem ich dem höchsten Auftrage hiermit nachzukommen mich be- 
ehre, zeichne ich hochachtungsvoll 

Wien, den 19. November 1872. Eduard v. Gall, 

erzh. Secretär." 



G R V. Fraiit'ofeld. 



65 



Da der ersto Mittwoch des nächsten Monats auf dnn 1. .liiiincr, 
Ncujahrstag\ talU, so findet die Monatsyersammlun^ am nJichstfolgcMidon 
Mittwoch, das ist am 8. Jiinner, statt. 

Herr Professor Dr. Gustav Mayr sprach über Kiiimiethler der 
Eichengallen. {^Siehe Abhandlungen.) 

Herr Custos A. Rogen hofer legte folgende zwei eingesendete 
Abhandlungen vor : 

Beschreibungen einiger Zwitterbildungen bei Lepidopteren von 
Dr. Ottokar Nickerl. 

Drei neue österreichische Lepidopteren von Dr. O. St au ding er. 
(Siehe Abhandlungen.) 

Herr Custos Dr. H. W. Reichard t besprach die 48. Fort^ 
Setzung seiner Miscellen. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Dr. Emil v. Maren zeller sprach über Hirudo chhien- 
sts Einberg. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Custos Georg Ritter v. Frauen fei d theilte mit: Wei- 
tere Beobachtungen über Phylloxera vastatrix. (Siehe Abhand- 
lungen.) 

Schliesslich macht der Herr Vorsitzende das Ergebniss der in 
dieser Versammlung vorgenommenen Wahlen, bei denen die Herren 
Strauss, Berroyer und Spreitzenhofer als Scrutatoren fungirt 
hatten, bekannt. 

Es wurden gewählt zu Vice-Prasidenteu die Herren : Carl 
Brunner v. Wattenwyl, Gustav Mayr, A. v. Pelzein, Prof. A. 
V. Reuss, A. Rogen hofer, Friedrich Simony, Zum Rechnungs- 
führer wurde gewählt Herr Juratzka. 



BIXIII SitH.-Ber. 



I 



Aiiliaiig. 
Eingegangene Druckschriften 

für die Zeit vom April bis December 1872. 



Im Schriftentausclie, 

Abhandl. der raatbera.-phys. Classe d. k. baier. Akad. d, Wissensch. XI. 1 
M Uneben 1871. 

Abhandl. der Senkenbergischen naturf. Gesellsch. Frankfurt a, M. 1872. 
Abhandl. der Naturhist.-Gesellsch. zu Nürnberg. V. 1872. 
Abhandl. vom naturwiss. Ver. zu Bremen. III. 1 — 2 1872. 
Anzeiger der k. k. Ges. d. Aerzte in Wien. Nr. 6 — 25. 1872. 
Arbeiten des naturf. Ver. in Riga. I. 1—4 Rudolfstadt 1847—1848. 
Arbeiten der geolog. Ges. für Ungarn I. Pest. 1856. 

Archiv des Ver. der Freunde der Naturgesch. in Mecklenburg. XXV. 

Neubrandenburg 1872. 
Archiv des Ver. f. siebenb. Landesk. IX — X. Hermannstadt 1871 — 1872. 
Archiv für Naturgesch. XXXVII. 4. XXXVIIT. 1-2 Berlin 1871- 1872. 

XXX. Ber. über d. Mus. Francisco-Caroliuuni. Linz 1871. 

Bericht des naturwiss.-medic. Vereines in Innsbruck. I — II. 1870 — 1871. 

Bericht über die Sitzungen d. Naturf.-Gesellsch. zu Halle 1870. 

XI.— XII. Ber. über die Thätigkeit d. Offenbacher Ver. f. Naturk, in den 

Jahren 1869—1871. 
Bericht über die Thätigkeit d. St. Gall. naturw. Gesellsch, 1870—1871. 
III. Her, des botan, Ver. in Landshut 1869—1871. 



l':ifi;;(';,Mii;u'iii' DnicksrliriUcii für (\k Zi'il Vfiiii April bis Dfcemlior 1872. 



67 



XVI. XV III. Ber. d. Ver. f. Natiirk. zu Cassel 1866—1871. 

Herioht über d. Senkeuberg. naturf. Ges. 1870—71. Frankfiirfc si. M. 1H7I. 

lUM-liuer entom. Zeitschrift. XV. 2-3. XVI. 1. Berlin 1871 — 1 872. 

HIattor des Ver. f. Landesk. v. N.-Oe. V. 1-2. Wicu 1870. 

not. Ztg-. V. A. de Bary. XXX. 14-48. Halle 1872. 

Correspondeiizblatt d. NaturC.-Ver. zu Riga. IV— IX. 1850—1857. 
Correspondenzblatt des zooloj^.-miueralog. Vor. in Uogensburg. XV. 1871. 

Deutsche Warte. 1.— VII. Hilburghauseu 1871. 

Der Gartenfreund, Nr. 22—25. Wien 1872. 

Jahrbuch d. k. k. gcolog. Reiclisaustalt. XXII. Wien 1872. 

Jahrbuch d. uaturhist. Landes-Mus. von Käriitheu. 10. Heft. 1871. 

Jahrbuch d. kön. Akad. in Amsterdam 1869. 

Jahrcsber. der Lese- und Redelialle der deutsch. Stud. in Prag. Vereins- 
jahr 1871—72. 

Jahresber. des Ver. f. siebenb. Landesk. f. d. Vereiusjahr 1870—72. Her- 
mannstadt 1871. 

Jahresber. d. naturforsch. Ges. Graubündens. XIV. 1870—71. Chur 1872. 
XVÜI.-'XXL, XXVIII. und XXIX. Jahresber. der Pollichia. Neustadt 

a. d. H. 1863, Dürkheim a. d. H. 1871. 
XXI. Jahresber. der Naturhist. Ges. zu Hannover 1870 — 71. 
LVII. Jahresber. d. Naturf.-Gesellschaft in Emden 1871. 
Jahresber. d. Ges. f. Natur- u. Heilk. iu Dresden 4871—72. 

II. Jahresber. des Annaberg-Buchho!zer-Ver. f. Naturk. Annaberg 1870. 
XVH. Jahresber. der Philomathie in Neisse 1869—72. 

III. Jahresber. des k. k. Uuter-Realgymnasiums zu Villach f. d. Schuljahr 

1871—72. 

VIII. Jahresber. d. Leopoldst. Communal-Obergymn. in Wien 1872. 
Jahresb. über die Staats-Ober-Realschule in Troppau f. d. J. 1871—72. 
VI. Jahresber. d. landschaftl. Real-Gymn. zu Leoben 1872. 
XXI. Jahresber. der k. k. Oberrealschule im III. Bez. iu Wien für das 
Schulj. 1871—72. 

XVIII. Jahresber. des k. k. Real- und Obergymn. in Feldkirch. Innsbruck 
1872. 

Illustr. Gartenzeitung von Lebl. XVI. 4—10. Stuttgart 1874. 

Linnaea, Journ. f. Botanik. XXXVII. 2—3. Berlin 4872. 
Lotos. Zeitschr. f. Naturwiss. XX. Prag 1872. 

Medic. Jahrb. d. k. k. Ges. der Aerzte in Wien. 2.-4. Heft. 1872. 
Mittheil. d. k. k. mähr.-schles. Ges. in Brünn. LI. 4874. 
Mittheil. d. naturwiss. Ver. f. Steiermark. Graz 1872. 

Mittheil, über Gegenstände der Land-, Forst- und Hauswirthschaft XXIX. 
7—22. Klagenfurt 4872. 



68 



Anhang. Eingegangene Druckschriften 



Mittheil. d. Ges. f. Salzb Laiidesk. 1. IV. und XI. Salzburg 1861, 1864 
uud 1874. 

Mittheil, aus d. Ver. d. Naturfreunde in Reichenberg 1872. 
Mittheil. d. naturf. GeselLsch. in Berü. Nr. 745—791. 1872. 
Mittheil. d. Schweiz, entom. Ges. III. 1 — 10. Schafifhausen 1872. 
Mouatsber. d. k. preuss. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1872. 

Nachr. von d. k. Ges. d. Wiss. u. d. G. A. Univ. Göttingen 1871, 
Neues Lausitz. Magaz. LI. 1. Görlitz 1872. 
Neurussische Ges. d. Naturf. zu Odessa. 1—3. 1872. 

Niederländisches Archiv f. Zoologie I. 1 — 2 von Emil Selenka. Haarlem 
1871-72. 

Notizen-Blatt d. hist.-statist. Sect. d. k. k. mähr.-schles. Gesellscb. Brünn 
1871. 

Notizblatt d, Ver. f. Erdkunde. 10. Darmstadt 1871. 

Programm des evang. Obergymn. A. B. in Bistritz am Schlüsse des Schul- 
jahres 1870—71. Hermannstadt 1871. 
II. Programm d. k. k. Staats-Real- und Obergymn. zu Freistadt 1871—72. 
Programm des Gymn. A. C. zu Hermannstadt f. d. Schulj. 1870—71. 
XXII. Programm des k. k. Obergymn. zu Iglau 1872. 
Programm des k. k. Staatsgymn. in Marburg 1872- 
Programm des k. k. deutsch. Gymn. in Olmütz 1872. 

Programm des evang. Gymn. in Schässburg f. d. Schulj. 1870 — 71. Hermann- 
stadt 1871. 

Schriften der Naturf.-Ges. in Dauzig. N. F. Hl. 1. 1872. 

Sitzungsber. d. k. Ak. d. Wissensch, in Wien. Math.-nat. Cl. LIV, 4—5 
LXV, 1-5. Wien 1871 und 1872. 

Sitzungsber. d. mathem. - phys. Cl. d. k. baier. Akad. d, Wis^. zu Mün- 
chen. 2. Hft. 1871. 1. Hft. 1872. 

Sitzungsber. d. naturwiss. Ges. Isis in Dresden. Heft 1 — 3. 1871 — 72- 

Topographie von N.-Oest. herausgeg. y. Ver. f. Landesk. 1—3. Hft, Wien 
1872. 

Uebersicht der vom Ver. f. siebenb. Landesk. herausgegeb. Druckschrif- 
ten. Hermannstadt 1872. 

Verhandl. d. k. k. geol. Reichsaustalt in Wien. 6—10. 1873. 
Verhandl. d. Naturf. -Ver. in Brünn. IX. 1870. 

Verhandl. d. naturhist. Ver. der preuss. Rheinlande und Westphalens, 

XXVin. 1—2, XXIX. 1. Bonn 1872. 
Verhandl. d. Schweiz. Naturf.-Ges. in Frauenfeld 1871. 
Wochenschr. f. Gärtn. u. Pflanzenk. Nr. 15—47. Berlin 1872. 
Zeitschr. d. allg. öst. Apothek.-Ver. X. H— 12. Wien 1872. 



für .|m' /••ii v.'in A|>rll Iiis n»(CiiilMi 1872. 



Zfilsrlir. f. M'iss. Zooloir. XXU. 1-4. T^eipzi^- '872. 
/oilsilir. r. (\. A'i s. Nntnrwi.ss. fV. lierliii 1871. 
Zoolofi'. (iartcii. XII. l - Fiaukl. :i. M. 1871—72. 

TtrmeszcKudonianiii kö'J.önij. Jll. If) 28. Pent 1811. 
fjWmico dei campi. 2 — 10. Triette 1812. 

Annali del Matseo civico di storia naturale dl Genoun. If. 1812. 
Aannario della Soc. dei naturalisti di Modcna. F7— VII. 1812. 
Atti del reale ist it. veneto di science.^ lettere ed arti. I 4, Veneziä 1812. 
Atti della soc. Hai. di scienze natiir. XIV. 2—4, XV. 1. Mllano 1811— 12 _ 
Atti dela Soc vcncto-trientina di scienze naturali. I. 1—4. P<tdova, 1812. 
Atti della Societä di acclimaz. in Sicilia. XI. 4—12. Palermo 181 1. 

Bidl. della Soc. entomol. italiana. IV. 2—3. Firenze 1812. 
Effemeridi della Soc. di Letture. III. 1—1. Genova 1812. 
Aletnor. del reale it^tit. veneto di scienze, letlcre ed arti XVI— XVII. Venezia 
1811-12. 

.yfemor. delV Acad. d. scienze delV istit. di Bologna. S. 3. I—II. 181 1 — 12. 
Jfemor. della Soc. iial. di scienze naturali. III— IV. Milano 181 1. 
Memor. del reale istit. lomhardo di scienze e lettere. XII. 2 -4. Milano 
1811-12. 

Nuovo Giornale Botan. italiano IV. 2 — 3. Pisa 1812. 
Programma i. r. Ginnas. Super, di Stato in Ragusa 1812. 
Progr amma delV I. R. Ginnas. Super, di Trento. 1812. 

Rendiconti del istit. lomhardo di scienze. III—V. Milano 1810 — 12. 
Rendiconti delV Acad. delle scienze di Bologna 1811 — 12. 
Soc. entomol. italiana Resoconto 1872. II. Firenze 1812. 

Actes de la Soc. Unn. de Bordeaux. XXVII— XXVIII 1812. 
Annal. de la Soc entomol. de Belgique. XIV. Bruxelles 1810 — 11. 
ArcMves nerlandaises des sciences exactes et naturell. VII. 1—3. La Haye 
1812. 

Bull, de VAcad. imp. des scienc. de St. Peter shourg. XVII. 1— 3. 1812. 
Bull, de la Soc. imp. des naturalistes de Moscou. XLIV. 3 — 4. XLV. 1 — 2. 

Moscou 1811—12. 
Bull. Mens7iel de la Soc. d'cclimatation, IX. 2 -7. Paris 1812. 
Bull, de la S^c. Malacolog. de Belgique. VII. Bruxelles 1812. 
Bull, de la S^c. Vaudoise des sciences natur. 2. S. XI. 66 — 67. Lausanne 

1871—72. 

Bull, de la SOc. hotan. de France. XVI—XVIIL Paris 1869—1812. 
^ull. VInstit. Egyptien. N. 1—11. Cairo 1859-12. 



70 Anhang. Eingegangene Diiidschriften 

BidL Meteorolog. mensuel de Vohservat. de V Univ. tf üpsala, L~Ill 
1868-71. 

Gazette medicale d"* Orient. 1860—63. Constantinople 1872. 

Melanges physiques et chimiques tires du Ball, de l'Acad. imp. des sclences 

de St.' Petersbourg. VlIL 1871. 
Mim. de VAcad. imp. des sciences de St. Petersbourg. XVII. 11—12. XV III. 

1-7. 1871-72. 
Mim. de la Soc. Linneenne du Nord de la France. 1868—69. 
Noiivelles ArcJi. du Mus. dViist. nat. de Paris. IV.— VIT. 1868—71. 
Publicat. de V instif. roy. Grand-Ducal de Lud'embourg. XU. 1872. 
Soc. d. amis de sciences naturelles de Roucn. VI. — VII 1870 — 71. 
Soc. Linneenne du Nord de la France Ball, mensuel N. 1—4, Amiens 

1872. 

Soc. malacolog ique de Belgiqtie. 1872. 

American Journ. of Conchology. VII 3 — 4. Philadelphia 1871—72. 

Amer. Journ. of sciences and arts. II— III New Häven 1871 — 72. 

Annual Report of the Trustees of tke Mas. of Coinpar. Zoology. Boston 

1860-71. ■ ■ ■ 

Archiv of science and Transactions of the Orleans County Soc. of natural 

scienc. L 1-3. 1870-71. 

Ball, of the 31as. of Comparative Zoology. I—III. Cambridge 1869—72. 
Entomologist Monthly Magaz. N. 96—102. London 1872. 

Journ. of the asiatic Soc. of Bengal. Z — II. Calcutta 1871—72. 
Joarn. of the royal Dublin Soc. XL. 2. 1872. 
List of the Linnean Soc. of London. 1871. 

Mem. of the american Acad. of Arts and sciences X. 1. Cambridge 1868. 
Nature. VI 133—161. London 1872. 

Proceedings of the scientific Meetings of the zool. Soc of London 1870—71. 
Proceedings of the zool. Society of London. I. 1872. 
Proceedings oj the Acad. of nat. scienc. of Philadelphia 1868 — 72. 
Proceedings of the Americ. Assoc. for the Advanc. of science. August 1870. 

Cambridge 1871. 
Proceedings of the asiatic Soc. of Bengal. Calcutta 1871 — 72. 

Quarterly Joarn. of de geolog. Soc. XXVIII 1 — 3. London 1872. 

Tr ansäet, of the Linnean Soc. of London. XX VII. — XXIX. 1871— 72. 

Anales del Maseo publico de Buenos- Ay res. II. 2 — 3. 187 1. 
Ilorae Soc. entom. Rossicae. VIII. 3. IX. 1. PetropoU 1871—72. 
Nova acta reg. societatis scient. Upsaliensis VIII 1. 1871. 



liir ilic Zeil vom Apni his h,>rcml).!i iH7i. 

im. a. StocklMlm ISOfl. 
l','rlMiuil. of sl-mul. NaturfA 

fnriiaudl. of vüiensk. Selsk.] CriMiania lSGO—71. 

(■■■■teboiys k: vetenskaps IlandUngar. XL 1812. 

/V-. ^ka m«,..kaps-Acad. irandlingar. Vll-X. SlockMm 18(18 -12 
l.1nad^n<,a. öf.er k. svenska veten^kaps Academ. T. 2. S,.ockhoUn 

mT'"'" " Hün.,- 

V.fver.oigt af k. Me„..^kaps-Acad. FMumdl. Stockhohn 1SG9- 12 
Olversiyt Vidensk. selsk. FSrhandl. Kjobchave» 1811. 
r/</«.*a,,rf;^. J^,rf, ,,,,,,, , 
haven 1808-11. Sauimt. Regist«- für 1849-08. 
'"'^'ms^t'' Völkerkunde. XVIU.-XX. Batavia 

^ersJagen kön. Acad. d. Wette^.,chappen Xn.-XUL Am.^erda,n 1810-11. 



Geschenk Sr. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherz 

Ludwig Sal?8 

Dpi- Golf von Biiccari-Poi-to re. Prag 



Ludwig Sal?ator." — .-ogs 



Geschenke der Herren Verfasser. 

Autoine Franz: Conifeven des ciiici.sel.en Taurus. I. Heft. Wien 1855 

- D.e Cupress,„ee„-r.att„ngen AreeutUs, J.'tieu 

~~ ^Tpisdige Lavater. Christian. 181 U 

- GhriUiama Phanerogamen og Bregner 1810, 



^2 Äuliang. Eingegangene Druckscliriflen 

Boarelli G. : // inoderno hachi-cultore ossia la hacologia rigenerata Toriao 
1869, 

Boeck A.: Crusfacea amphipoda et arctica 1870. 

Bolle Dr.: Zur Feier des 50jährigen Bestehens des Ver. zur Beförd. des 
Garfceub. in den. k. preuss. Staaten. Berlin 1872. 

Dubois A.: Avium Europaearum Index. Bruxelles 1871. 

Erlenmeyer: Die Aufgabe des chemischen Unterrichtes gegenüber den 
Anforderungen der Wiss. der Technik. München 4871. 

Fric Dr. Ant.: Arbeiten der zool. Sectlon der Landesdurchforschung von 

Böhmen. Prag 1872. 
Haltrich Jos.: Die Macht und Herrschaft des Aberglaubens. Schässburg 

1871. 

Heller C: Die Fische Tirols und Vorarlbergs. Innsbruck 1872. 
Herder F.: Plantae Leverzovianae III. Petersburg. 

H e r r i c h - S c h ä f f e r Dr. : Nomenciator entomologlcus I. und II. Regensh urg 
18,15 und 1840. 

Jeitteles L. H.: Vorgeschichtliche A'terthümer der Stadt Olmütz und 

ihrer Umgebung. Wien 1872. 
Kawall: Flore de la Courlande. Gand 1872. 

— La peche des perles en Uvonie. Bruxelles 1872. 

— Die neuen russischen Naturforscher-Gesellschaften. Riga 1872. 

Kjerulp Prof.: Om skuringsmaerker Glacialformationen og terrasser. I. 

Grundfjeldet. Christiania 1871. 
Mik Jos.: Beitrag zu einer Phanerogamen-Flora von Freistadt. Freistadt 

1871. 

Pas quäle G. A.: Di Alcuni effetti della Caduta di cenere sulle Plante, 
Napoli 1872. 

Pavesi Dr. P.: Sul ritmo delle pulsazioni del cuore nelle Salpe 1872. 

— Arachnidi. 

Ross A. M.: Classified Catalogue of the Lepidoptera of Canada. Toronto 
1872. 

Sachs Jul.: Ueber den gegenwärtigen Zustand der Botanik in Deutsch- 
land. Würzburg 1872. 
Sars G. 0.: Carcinologi.^ke Bidrag til norges Fauna I. 

— Monographi forste Hefte. Christiania 1870. 

Schaufuss Dr.: Zoologische Mittheilungen 5. Hft. 1871. 
Schreiber Dr.: Die Urodeleu Oesterreichs. Salzburg 1872. 
SeidlitzDr.: Fauna haUica: Die Käfer der Ostseeproviuz Russlands. 

Dorpnfc 1872. 



für diu Zeil v.>iii Ai>ril his Decoinbur 1872. ■^ß 

Sepp's: Aederlanditclie Insecten '(—10. S. Gravcnha<je 1S6I)—71 von Dr. 

V. Vollenlioven. 
Seue G. de: Le neveu de justedal et ses Glackrs. Christiania 1810. 
Siebke A.: Om en i Someren 1869 Forctaifcn entomolOijisk Reise. Chnstiania 

1810. 

Simonie A. : Prete Giovanni J3rcic. Zara 1811. 

— Suzanjstvo Srecno. Zara 1811. 

— Slavska Majka. Zara 1861. 

— Narodni Kalendar. V-VJI. 1865-61. 

Strasburger Dr.: Die Coiiifereii und die Gnetaceen, mit einem Atlas von 
XXVI Taf. Jena 1872. 

Thielens Dr.: Notice sur quelques Plantes rares oii Nouvelles de la Flor« 
Beiges. 

— Relation de Vexcursion de la Soc. malacolog. de Belgique. Bru.relles 
1812. 

Thomsen J.: ThermocJiemiske Undersogelser. Kjohenhaven 1811. 
Thorel T.: Remarks on synonyms of European Spiders, 3. Upsala 1872. 
Trausch Jos.: Schriftsteller-Lexikou oder Denkblätter der siebeub. Deut- 
schen. II. Kronstadt 1870. 

Troschel Dr.: Archiv für Naturgeschichte. I. Hft. Berlin 1872. 

Tschusi R. V.: Ein Mahnruf an alle Land- und Forstwirthe, Jäger und 

Freunde der Vögel. Wien 1872. 
Uljanin: Post embryonale Entwickelung der Biene mit 4 Tafeln. Moskau 

1872. 

Uliyi Giotto: Sulla fecondazione delV ape Regina. Firenze 1811. 

— Esame critico delle Teorie sulla partenogenesi delle api. 

Walker F.: Notes on Chalcidiae VIT. London 1872. 

Wechniakof Th.: Contrilmtion ä une hist. generale et encyclopedigue des 
sciences Moscou 1812» 



Geschenke des Herrn Gustos A. Rogenhofer. 

Branik C: Die Käfer der Steiermark. Graz 1871. 

Dahlbom A. G: Hymenoptera Europaea praecipue Borealia II. Berolini 
1854. 

Foerster A.: Monogr. d. Gattuug Pezomachus. Berlin 1851. 
U. XXI!. Sitz.-Ber. K 



-^^ Eiiiiiegaiigenc Druckschriften f. d. Zeit v, April bis December 1872. 

Giorn. di scienze nat. ed economiche I.—IV. Palenno 1866—69. 

Gravenhorst: Ichneumonologia Europaea I.—IIl. Vratislaviae 1829. 

Hensche G. : Leitfaden zur leichteren Bestimmung- der schädlichen Forst- 
Insekten. Wien 1861. 

Nomenciator entomologicus (Verzeichniss der europäischen Insekten). 1. uud 
2. Hft. Regensburg 4835 und 1840. 

Geschenk des Herrn v. Bergenstamm. 

Weyeubergh H.: Beitrag zur Anatomie und Histologie der hemicepha- 
len Dipteren-Larven. Haarlem 4872. 



r 



Abhandlungen. 



Bd. Uli. ibhandl. 



1 



TJeber den 



ogenannten „chaotisclien Polymorpliismiis" 

und einige 

fossile Melanopsis - Arten. 

Von 

Theodor Fuchs, 

Custos am k. k. Hof-Mineraiien-Cabinet. 

CMit Tafel I.) 
(Vorgelegt in der Sitzung vom 6. December 1871.) 



Es ist eine bekannte Thatsache, dass, während in den meisten Gattungen 
des Tliier- und Pflanzenreiches die Unterscheidung* bestimmt umgrenzter 
Arten, bei einiger Aufmerksamkeit, verhältuissmässig leicht gelingt, diess 
bei anderen mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist, ja, dass es gewisse 
Gattungen gibt, bei denen die Veränderlichkeit der Form scheinbar eine 
so grosse ist, dass eine derartige Unterscheidung bestimmter Arten auf 
den ersten Anblick überhaupt gar nicht durchführbar zu sein scheint. — 
Bekannte Beispiele solcher Gattungen sind im Pflanzenreiche die Weiden, 
die Brombeersträucher, die Habichtskräuter, die Cirsien, die Orobanchen; 
im Thierreiche die Papageien, die Störe, Staphylineu , Zygäuen, die 
meisten Sumpf- und Brackwasser-Conchjdieu und in gewisser Hinsicht 
auch der Mei^sch. 

In allen diesen Gattungen hat es in der That den Anschein, als ob 
die sonst so eisernen Gesetze der Constauz der Charaktere vollkommen 
wirkungslos geworden wären, die Veränderlichkeit aller Merkmctie scheint 
keine Grenzen mehr zu kennen, je mehr man sich in den Gegenstand 
vertieft, um so unmöglicher erscheint es bestimmte Typen festzuhalten 
und man erhält schliesslich den Eindruck , als ob hier ganze Reihen 
verschiedener Arten zu einem chaotischen rormeugeraenge verschmolzen 
wäxen. — 

1 * 



4 



Theodor Fuchs: 



Diese sonderbare Erscheinung, welche Bronu nicht unpassend mit 
dem Namen „chaotischer Polymorphismus" bezeichnet hat und die lauge 
Zeit hindurch die Grundlagen der Systematik zu bedrohen schien, hat in 
neuerer Zeit eine eigenthümliche Beleuchtung erhalten. Es hat sich näm- 
lich in vielen Fällen nachweisen lassen, dass die scheinbare Veränderlich- 
keitin Wirklichkeit gar nicht existire, sondern nur durch eine ungewöhn- 
lich reiche Erzeugung von Bastarden hervorgerufen werde. So ist es 
bekanntlich gelungen nachzuweisen, dass das Heer unserer Weidenarten 
auf einer verhältnissmässig geringen Anzahl gut charakterisirter Arten 
beruhe und dass e« nur Bastardbildung sei, welche alle jene zahlreichen 
Zwischenformen hervorbringe, die das Studium der Weidenarten lange 
Zeit zu einem so überaus schwierigen machten. Aehalich scheint es sich 
mit den Brombeersträuchern, den Habichtskräutern und den Zygänen 
zu verhalten und in ganz analoger Weise ist es, nach einer freundlichen 
mir gewordenen Mittheilung des Herrn Professors Brandt aus Petersburg, 
in neuester Zeit gelungen, die grosse Anzahl verschiedener Störarten auf 
einige wenige Grundformen zurückzuführen und die übrigen als Bastarde 
von denselben abzuleiten, ja es war sogar möglich, eine grosse Anzahl 
solcher, bisher als eigene Arten beschriebener Zwischenformen durch 
künstliche Befruchtung aus den Stammarten künstlich zu züchten. — 
Schliesslich ist es wohl eine bekannte Sache, dass die grosse Schwierig- 
keit, die einzelnen Menschenracen schärfer voneinander zu sondern, in 
dem Umstände beruht, dass die verschiedenen Racen sich fruchtbar ver- 
mischen. 

Wenn nun alle diese Thatsachen die Vermuthung nahe legen, dass 
der sogenannte „chaotische Polymorphismus" überhaupt, nicht wie man 
anfänglich glaubte eine excessive Variabilität repräsentirt, sondern vielmehr 
einfach auf Bastardbildung beruhe, so ist damit wohl zugleich auch klar 
gemacht, dass der wirkliche Polymorphismus mit dem sogenannten „chao- 
tischen" Polymorphismus in der That nichts gemein habe als den Namen. 
Während nämlich bei wirklich polymorphen Arten eine und dieselbe Art 
im regelmässigen Laufe ihrer Vermehrung in verschiedeneu Formen er- 
seheint und hier in gewisser Hinsicht wirklich ein Act heterogener Zeu- 
gung stattfindet, findet etwas Aehnliches beim sogenannten „chaotischen 
Polymorphismus" in keiner Weise statt; hier erzeugt jede Art aus sich 
immer nur sich selbst, und nur dort wo verschiedene Arten sich frucht- 
bar kreuzen, entsteht durch die Bastarde eine scheinbare Veränderlichkeit. 

Nachdem ich nun in letzter Zeit vielfach Gelegenheit hatte, mich 
eingehend mit der Fauna unserer Congerieuschichten zu beschäftigen, 
einer Fauna, welche wie so viele andere brackische Faunen, in allen 
ihren Theilen so ausserordentlich am „chaotischen Polymorphismus" leidet, 
beschloss ich den Versuch zu raachen, diese Ansichten auf einige concrete 
Fälle anzuwenden, um zu sehen, ob es dadurch nicht möglich wäre, etwas 



m lieber dm »ngeti«iinten „chaolisclirn Polymorphismus" ctr 

Cicht in die oft sehr vorwoiTenen Verwandtschaftverliältiiisse der Arten 
zu bringfen. Wenn es nun auch allerdings etwas Missliches ist, bei Fos- 
silien von Bastarden zu sprechen, so glaube ich doch in einigen Fällen 
iu der Tliat Verwaudtschaftsverliiiltnisse aufgefunden zu haben, welche 
mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine stattgefundene Bastardbildung 
hinweisen, und ich will es im Nachfolgenden versuchen, einen davon auf- 
zuführen, welcher mir besonders prägnant zu sein scheint. Es handelt 
sich hierbei um einige Melanopsis-Arten ^ welche zu den häutigsten Vor- 
konininisseu unserer Congerienschichten gehören, nämlich um die Mela- 
nopsis Vindobonensis^ M. Martiniana und M. impi'essa, u, z. verhält sich 
die Sache folgendermassen : 

Die 3telanopsis Vittdobonensis ist eine kurze, kugelige Mela- 
nopsis mit flachem Gewind , cie kommt in den Ziegeleien von Inzersdorf, 
Rothneusiedl, Bruun, Neudcif und Vösendorf zu Tausenden vor, und immer 
gleicht hier ein Stück so sehr dem andern, dass sich keine grösseren 
Differenzen erkennen lassen, als mau auch sonst bei anderen Conchylien 
zu finden gewohnt ist. (Fig. 1.) 

Einen gewissen Gegensatz zu dieser Art, in Bezug auf die Gestalt, 
bildet die Jlelanopsis impressa Kr du ss, indem sie eine längliche Form und 
ein hohes, spitzes Gewinde zeigt. Sie tritt im Wiener Becken bereits in 
den marinen Schichten auf, von wo sie sich in die sarmatischen und 
Congerien-Schichten fortsetzt. Allenthalben, wo sie in marinen und sar- 
matischen Schichten vorkommt, bleibt sie iu allen Charakteren ausser- 
ordentlich constaut, so wie sie jedoch in das Gebiet der Congerienschich- 
ten eintritt, scheint sie von einer merkwürdigen Veränderlichkeit befallen 
zu werden und findet sich hier fast immer in engster Verbindung mit 
der dritten hier in Betracht kommenden Art: 

der iflelanopsis Martiniana F e r. (F. 2-12). Diese Art ist ausgezeichnet 
polymorph, so dass es schwer hält, zwei annähernd gleiche Exemplare 
zu finden. Im Allgemeinen hält sie die Mitte zwischen den beiden vorer- 
wähnten Arten, indem sie eine längliche Form mit einem flachen Gewinde 
verbindet; indem sich jedoch in vielen Fällen einerseits das Gewinde ver- 
längert oder andererseits die ganze Form verkürzt, findet mau eine Menge 
von Exemplaren, welche einen vollstäudigen Uebergang einerseits iu die 
Mda,.wpsis impressa und andererseits in die Melanopsis Vindohonensis 
darstellen und es hält leicht, eine coutiuuirliche Formeureihe zusammen- 
zustellen, welche mit der Melanopsis Vindohonensis beginnend, durch die 
verschiedeneu Formen der Melanopsis 3fartiniana hindurch ganz allmälig 
zur Mel. impressa führt. 

Eine weitere Eigenthümlichkeit dieser Art liegt darin, dass sie 
ausserordentlich zur Bildung von Monstrositäten neigt. Dieselben treten 
iu verschiedenen Formeu auf und bringen mitunter Gestalten hervor, 
welche mau an und für sich betrachtet für vollkommen verschiedene 



6 



Theodor Fuchs: üeber dea sog. „chaotischen Polymorphismus" etc. 



Arten ansehen würde. So erscheinen die einzelnen Umgänge des Gewindes 
zuweilen merkwürdig auseinander gezogen, oder sie sind schwielig ver- 
dickt und treppenförmig abgesetzt, oder es geschieht auch, dass der ]etzte 
Umgang an seinem Ende plötzlich an der Seite des Gehäuses herabsinkt. 
In anderen Fällen zeigen sich auf den Seiten des Gehäuses Längsfurchen, 
welche mitunter eine förmliche Rippung des Conchyls erzeugen, und fast 
regelmässig findet sich unter der Kante, welche das Gewinde von den 
.Seiten trennt, eine mehr oder minder tiefe Einschnürung. 

Aus dieser Darstellung ergibt sich, dass die Melanopsis Martiniana 
sich vollständig so verhält, wie ein Bastard zwischen Melanopsis impressa 
und M. Vindohonensis sich verhalten müsste, nämlich : 

1. Sie hält im Allgemeinen die Mitte zwischen diesen beiden Formen, 

2. sie geht in die eiiie und in die andere über, 

3. sie zeigt niemals feste Charaktere, 

4. sie neigt ausserordentlich zur Bildung- von Monstrositäten. 

Die Verbreitung dieser drei Arten stimmt auch vollständig mit 
dieser Voraussetzung überein. Dort wo nur Melanopsis impressa oder 
Vindohonensis vorkommt, ist jede Art in ihren Charakteren vollkommen 
coustant , sowie sie jedoch an einem und demselben Orte zusammen vor- 
kommen, tritt auch sofort die polymorphe M. mai'tiniana hinzu. Anderer- 
seits findet man die M. martiniana fast ausnahmslos begleitet von den 
beiden anderen Arten, 

Ein Umstand verdient hervorgehoben zu werden, nämlich dass die 
Melanopais Martiniana in der Regel grösser und stärker ist als die bei- 
den suppouirten Stammarten, es ist auch diess eine Erscheinung, welche 
mau nicht selten bei Bastardbilduugen beobachtet hat. 

Es mögen diese Betrachtungen zeigen, wie vorsichtig man bei Be- 
urtheilung morphologischer Verhältnisse sein müsse, wie sehr man sich 
namentlich hüten müsse, in vorhandenen „Zwischeuformen" sogleich wirk- 
liche „Uebergänge" zu sehen und wie gefährlich es sei auf Grundlage 
derartiger, oft ?ogar nur ganz vereinzelter Vorkommnisse sonst gut unter- 
scheidbare Arten in einen Formenkreis „zusammenzuziehen". 

Erklärung der Tafel L 

Fig. i. Melanopsis vindohonensis Fuchs. Brunn. 
„ 2— -12. „ Martiniana Fer. muthmasslicher Bastart zwischen 
31. vindohonensis und 31. impressa. 

Fig. 2 — 4 V. Oedeuburg. 
„ 5, 9, 10. Feldsberg. 
„ 6—8 V. Matzleinsdorf. 
„ 11. Gaja. 

„ 12. T.scheitsch (Cong.-Schicht). 
„ 13. Melanopsis impressa Kraus s. Tscheitsch (sarmat. Stufe). 



Beiträge zur Lebeiisgeschiclite der Käfer. 



Von 

Mathias Rupertsberg:er, 

regul. Chorlierra des Stiftes St. Florian. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 6. December 1871.) 



1. Pterostichus cupreus Linne. 

Ei 0-8'" lang, schmal eirund, fast walzenförmig, weiss, glanzlos. 
Larve gestreckt, gleichbreit, flach, weiss gefärbt. Kopf und Beine 
sind braun; die Ringe tragen oben alle je ein viereckiges Schildcben; es 
erscheint hornig braun, durch eine dunklere Linie am Vorder- und Hin- 
terrande begrenzt, dunkler auf den Thorax-, lichter auf den Abdominal- 
ringen, und bedeckt fast den ganzen Ring, so dass nur die Verbindungshaut, 
welche aber bloss beim Gehen der Larven bemerkbar ist, frei bleibt, auf den 
Abdominalsegmenten aber auch ein breiter Rand an beiden Seiten. Auf 
der Ober- wie auf der einfarbig weissen Unterseite der Larve stehen 
einzeln und zerstreut borstenförmige Haare, und jederseits finden sich 
noch vier Reihen längerer Borsten, zwei Reihen am Seitenrande der 
Bauchringe, eine Reihe über den weissen Seitentheilen der Rückenringe, 
und die letzte Reihe am Seitenrande der erwähnten Schildchen. — Die 
Thoraxringe sind etwas länger aber kaum breiter als die unter sich 
fast gleichbreiten und gleichlangen Hinterleibsringe, lieber den Rücken 
läuft eine schwach eingedrückte, weisse Linie. Der Afterring ist ziemlich 
schmal und kurz, er endigt in zwei lauge, graue oder bräunliche Fort- 
sätze, welche gerade abstehen, gegen die Mitte zu nach aussen gebogen, 
an der Spitze jedoch wieder einander genähert sind, und 4 — 5 lange, 
nebst 21 kürzeren Borsten tragen. Der After tritt als lange Röhre nach 
unten vor und ist mit einigen kurzen Haaren besetzt. Die Stigmen sind 
lichtbraun; auf den Abdominalringeu stehen sie in den weissen Seiten- 
theilen nahe dem Vorderrande. Die Beine sind kräftig, lang und ziem- 
lich dicht mit kurzen brauneu Dornen bewehrt; sie tragen je t gleich- 
lange starke Klauen. 



8 



Mathias Rupertsberger: 



Kopf sehr lang und an Breite dem Prothorax nicht nachstehend, 
hie und da mit längeren Borsten besetzt. Die zierliche, flache Obers: te 
hat am Grunde eine Querrertiefung und au diese anschliessend einige 
unregelmässige Läugseiudrücke. Die Unterseite ist mehr gewölbt, wess- 
halb der Kopf gleichsam verkehrt aufgesetzt erscheint, besonders da die 
Larve denselben meistens hoch aufgerichtet trägt. Die weit vorstehenden 
Kiefertaster, und die eigenthümliche Stellung der Fühler, tragen auch 
noch das ihrige bei, diese Täuschung zu vermehren. 

Fühler lang, einzeln behaart, viergliederig; die drei ersten Glieder 
länglich, allmälig gegen die Spitze erweitert; das vierte Glied ist bedeu- 
tend schmäler und gleichbreit, mit zugerundeter Spitze; es wächst nicht 
aus der Mitte des dritten Gliedes heraus, sondern erhebt sich nahe dem 
Innenrande desselben und hat, mit diesem einen Winkel bildend, eine 
schräge Richtung nach aussen. Die Fühler erheben sich hinter der Man- 
dibelwurzel, und stehen fast parallel zu einander aufrecht, mit geringer 
Neigung nach vorne. Gleich hinter ihnen finden sich die Augeu iu einem 
runden schwarzen Flecke. 

Die Oberlippe ist undeutlich abgesetzt, vorne gerandet, sehr kurz, 
wessbalb die hornbraunen Mandibeln ganz frei liegeji. Diese sind sehr 
laug und schmal, gegen die scharfe Spitze zu stark einwärts gebogen, 
und vor der Mitte des Innenrandes mit einem kurzen, spitzigen Zahne 
versehen. 

Maxillen hornig, lichtbraun, ziemlich breit und kurz, innen einzeln 
lang behaart, aussen glatt. Die äusseren Taster sehr lang, viergliedrig; 
erstes Glied kurz, ringförmig, das zweite Glied cylindrisch und so lang 
als die zwei letzten zusammen. Die inneren Taster bestehen aus zwei 
gleichlangen und auch fast gleichbreiten Gliedern, und reichen bis zur 
Spitze des zweiten Gliedes der äusseren Taster. 

Unterlippe klein, gerundet viereckig, gegen den Grund zu kaum 
merklich verschmälert, das Kinn ist breiter aber kürzer, und hat gerun- 
dete Seiten, währeud der Vorder- und Hinterrand ziemlich gerade sind. 
Die Labialtaster bestehen aus zwei Gliedern, von denen das zweite zwar 
so lang, aber nur halb so breit ist wie das erste. Zwischen diesem Taster 
steht in einer kleineu Auswandung der Unterlippe eine kleine Zunge, 
welche an der Spitze eine lange Borste trägt. 

Am 3. August 1870 fand ich in Windhaag hei der Umgrabung 
eines Gartenbeetes unter einer grossen Anzahl Puppen von Äphodius 
foetens Fabr. auch eine ganz von diesen verschiedene rein weisse Puppe. 
Da ich verhindert war, sogleich eine Beschreibung derselben anzufertigen, 
legte ich sie auf feuchte Erde in ein Glas, um das Versäumte bei gele- 



1} Vorgl. die Anmerk. p. 835 des Jahrg. 1870 dieser Schriften. 



ntMliiip:(» zur I,i'b(«nswt4si' dor Kiifcr. 



9 



penerer Zeit nachzuholen. Letzteres war leider nicht mehr möglich, weil, 
als ich ein paar Tage später nachsah, der Käfer — Pt. cupreus — hereits 
entwickelt und sogar ausgefärht sich vorfand. Ob das Zusammenleb(M» 
von Äph. foetens und Pt. cupreus in ihrem J.arven- und Puppenstande nur 
ein zufälliges war, oder ob es gewöhnlich der Fall sei, weiss icli wohl 
uicht, glaube aber das Letztere als wahrscheinlicher annelinien zu dürfen. 
Ferner hatte ich nie Gelegenheit, Nachforschungen hierüber anzustellen, 
dafür ist es mir gelungen, die Metamorphose des Pt. cupreus durch 
künstliche Zucht wenigstens theilweise zu ermitteln. 

Anfangs Mai fing ich ein Pärchen des Käfers, das ich in Copula 
Bfeangetroffen, und that sie in ein weites Glas, welches drei Zoll hoch mit 
Erde gefüllt, und darüber zum Theile mit einem hohlen Steine bedeckt 
war. Mehrere Wochen laug suchte ich vergebens nach Eiern. Als Nah- 
rung erhielten die Käfer verschiedene Insekten, und zur Anfeuchtung der 
Erde wurde öfters etwas Wasser hineingegeben. Letzteres schien ihnen 
besonders gut zu behagen, sie hielten häufig ihren Kopf an die feuchte 
Erde oder an etwa sich vorfindende kleine Wassertröpfchen fest ange- 
drückt. Am 13. Juni fand ich die ersten Eier. Sie lagen zerstreut unter 
dem Steine, einige Linien tief in der Erde. Schon am nächsten Tage 
kamen daraus die Larven hervor, es werden daher die Eier wohl schon 
einige Tage in der Erde gelegen sein. Bis Ende Juni hatten sich uach 
und nach etwa 20 Larven vorgefunden, von denen die schwächeren bald 
den anderen als Beute anheimfielen. Die Larven waren am ersten Tage 
bei i'" laug; sie erhielten als Nahrung verschiedene frisch getödtete 
Insekten — Phyllopertha^ Oe^onm- Larven, Corymbites, Tenebrio — , die sie 
nicht zu verzehren, sondern nur auszusaugen schienen. Tenebrio-Li&ryen 
schienen ihrem Geschmacke nicht zu entsprechen, Heuschrecken ver- 
schmähten sie gänzlich. Die Erde ihres Gefängnisses durchwühlten sie 
nach allen Richtungen; die dadurch entstandenen Gänge, welche sich in 
der stets feucht gehaltenen Erde gut erhielten, hatten ihre Mündung 
immer unter dem Steine. Weder bei Tag, noch bei Nacht habe ich je 
eine Larve frei auf der Erde herumlaufend bemerkt, unter dem Steine 
dagegen waren sie häufig anzutreffen, entweder in träger Ruhe, mit 
gebogenem Leibe auf einer Seite liegend, oder aus einem Gange mit dem 
Kopfe hervorschauend. Die Nahrung, welche für die Larven unter den 
Rand des Steines gelegt wurde, suchten diese bald auf, und zogen sie 
weiter hinein, frei auf die Erde und entfernt vom Steine gelegte Frass- 
stücke blieben meistens unberührt, und nur ausnahmsweise zog eine 
Larve von unten aus, ohne selbst an das Tageslicht zu kommen, dasselbe 
in die Erde hinein. Ende Juli hatten die Larven eine Länge von 4"', 
Ende August 8'" erreicht. Leider konnte ich wegen Aenderung meines 
Wohnsitzes die weitere Entwicklung nicht mehr verfolgen. 
Bd- IUI. Abbandl. q 



j^O Mathias Rupertsb erger; 

% Cercus Sambucl Er. 

Der Käfer kommt in Windhaag auf Samhucus racemosa sehr zahl- 
reich yor, nie dagegen traf ich ihn auf S, nigra, wenngleich in der 
Gefangenschaft entwickelte Exemplare auch an den Blüthen der letzteren 
Art frassen. 

Sobald aS'. racemosa zu blühen beginnt — heuer erst am 19. Mai — 
finden sich die Käfer ein. Sie sitzen gewöhnlich au und in den Blüthen- 
trauben, und leben grösstentheils vom Inhalte der noch nicht geöffneten 
Antheren. Der Nahrung entsprechend, haben ihre Excremente eine gelb- 
lichweisse Färbung. Bei kalter und regnerischer Witterung sind die 
Käfer ganz in der Blüthentraube versteckt und sitzen so fest, dass sie 
nur bei plötzlichem und sehr starkem Schütteln herabfallen; ist es aber 
warm und schön, so laufen sie recht behend aussen an den Blüthen 
herum, fliegen auch rasch ab und zu, und fallen bei der geringsten ver- 
dächtigen Bewegung herab, erheben sich jedoch schnell wieder und 
fliegen weg. 

Mehrere Jahre hindurch war mir die Zucht dieses Käfers jedesmal 
misslungen. Das grösste Hinderniss lag darin, dass es nicht leicht mög- 
lich war, immer frisches Futter vorräthig zu haben. Die Blütheutrauben 
der Nährpflanze, gleichviel ob in Wasser gesetzt oder nicht, verdorren 
sehr rasch, und mir war es unmöglich, so oft frische zu holen. Diesem 
Uebelstande half ich heuer glücklich ab, indem ich Theile der Blüthen- 
traube in kleine, fingerhoch mit sehr feuchter Erde gefüllte Gläser legte, 
und diese oben fest mit Kork verschloss. In solchen Gläsern hielten sich 
die Blüthen 5 — 8 Tage lang ganz frisch. Am 19. Mai gab ich in einige 
derartig hergerichtete Gläser mehrere Pärchen des Käfers, und schon 
am 22. waren einige Eier an den Glasrändern und au den Blüthen. Im Freien 
konnte ich trotz eifrigen und oftmaligen Suchens nie Eier finden. Die 
Käfer legen wahrscheinlich ihre Eier an die Blüthen, an welchen sie 
nicht leicht zu bemerken sind, da sie nur 3'" lang, oder wie die Blüthen 
und die häufig daran befindlichen Excremente des Käfers lichtgelb gefärbt 
sind. Die Larven nähren sich gleich dem Käfer vom Blumenstaub, nagen 
aber auch nicht selten an anderen Blüthentheilen. Mitte Juni sind die 
meisten schon vollkommen erwachsen, so dass sie also nur 2—3 Wochen 
im Larvenstande leben. 

Larve bis I S'" lang, ziemlich schmal, nach rückwärts wenig und 
nur allmälig verengt; sie ist weiss, mattglänzend, und erscheint leder- 
artig gerunzelt, bei starker Vergrösserung aber sehr fein und dicht 
punktirt. Die Seitenränder der Ringe gerundet, mit je einer Borste in 
der Mitte derselben. Kopf und Beine, sowie einige Punkte und Striche 
auf den Rückenringen schwarz und glänzend. Die letzteren sind in die 



Beitriipo zur Lfbcnswcise iltT K.ifiT. 



11 



Haut eiiigedrüikt und bilden auf dem Prothorax zwei lleiheii, gebildet 
aus je zwölf grösseren und kleineren Punkten; zwischen beiden Reiben 
stehen meistens aussen je ein Punkt und in der Mitte zwei nebenein- 
ander. Auf doli übrigen Kiugen linden sich ebenfalls zwei Querreihen, 
jedoch immer ohne Zwischenpuiikte. Am Mose- und Metuthorax besteht jede 
Reihe aus sechs, bei den Abdoiniiialringen aus vier Eindrücken, welche 
an den letzteren lauter einfache Punkte sind, während bei der ersteren, 
von aussen gezählt, jeder zweite Eindruck als längerer oder kürzerer 
Querstricii sich darstellt. Die Eindrücke der zweiten Reihe stehen nicht 
gerade hinter den entsprechenden der ersten Reihe, sondern etwas aus- 
wärts gerückt, so dass die zwei mittleren Punkte weiter von einander 
abstelieu, und ausserdem sind sie auf den Abdominalringen auch bedeu- 
tend grösser als die Punkte der ersten Reihe. Eine Ausnahme macht der 
in der Mitte gebuchtete Afterring, da hier die Punkte an Grösse nicht 
verschieden, und in der zweiten Reihe nach innen gerückt sind, so dass 
sogar die mittleren Punkte derselben oft zusammenfliessen, und einen 
schwarzen Strich bilden. Die angegebene Zeichnuug der Ringe findet 
sich übrigens nur bei den schon erwachsenen Larven, und dürfte daher 
wohl erst nach der letzten Häutung auftreten. Die kleineren Larven 
hatten auf jedem Ringe zwei breite schwarze Flecke, nur der Afterriug 
hatte einen ungetheilten eben solchen Fleck, und der Prothorax war 
schwarz, mit feinen weissen Räudern und einem weissen Striche, welcher 
in der Mitte des Hinterrandes fein beginnend, sich allmälig erweiterte, 
und nicht weit vom Vorderrande kolbenartig schloss. In den schwarzen 
Flecken finden sich Eindrücke, welche den Zeichnungen der erwachsenen 
Larven entsprechen. 

Kopf reichlich halb so breit wie der Prothorax, gerundet, oben 
wenig gewölbt und an vier Stellen grübclienartig eingedrückt, glänzend 
schwarz. Die röthlich brauneu, kugelförmigen Fühler, welche mit einigen 
kurzen, weissen Borsten besetzt sind, bestehen aus vier Gliedern, das 
erste ist so lang als die beiden folgenden zusammen; neben dem kleinen 
zugespitzten vierten Glied e erhebt sich ein schwer bemerkbares Neben- 
glied. Hinter den Fühlern stehen jederseits drei Punktaugen. 

Die kurze aber breite Oberlippe hat zugerundete Vorderecken und 
am Vorderrande sechs kurze Borsten. Die sichelartigen, scharf zuge- 
spitzten Mandibeln schauen ein wenig unter der Oberlippe hervor; sie 
sind am Grunde so breit als lang; der Innenrand steigt anfangs gerade 
auf, und ist daselbst mit einigen sehr kurzen Zähnen bewaffnet, dann 
aber verläuft er zuerst stärker gebogen, glatt zur Seite hin. 

Maxillen häutig, weiss, einzeln und kurz behaart. Die Angel ist 
lang, dreieckig, der Stiel kurz und in einen langen, sehr- len Lappen 
nach innen erweitert. Taster viergliedrig, lang, schmal kegelförmig. — 
Unterlippe weiss, klein und gerundet; sie trägt eingliedrige Taster, 



12 



Mathias Rupertsberger: 



zwischen denen zwei Borsten stehen. Mehr als ein Glied habe ich an 
diesen Tastern nie bemerken können. 

Die mittellaugen kräftigen Beine sind schwarz, mit weisser Innen- 
seite der Gelenke, und endigen in je eine wenig gebogene , braune 
Klaue. 

Mitte Juni verpuppten sich die Larven in meinen Gläsern. Sie be- 
gaben sich zum Theile iu die Erde, ohne jedoch tief hinabzusteigen, zum 
Theile verkrochen sie sich nur unter die auf der Erde liegenden Blüthen- 
theile. Nach ein paar Tagen Ruhe erfolgte die Verpuppung. 

Puppe 0'8'" lang und O'ö'" breit, rein weiss, hie und da mit langen 
lichten Haaren besetzt. Das Halsschild hat am Vorder- und Hinterrande, 
der Meso- und Metathorax haben je in der Mitte ein paar braune Dor- 
nen, welche nach vorne gerichtet, und an den Spitzen gegen einander 
gebogen sind. Das Paar am Vorderrande ist geradeaus uach vorne ge- 
richtet, jedes folgende Paar ist kürzer und mehr in die Höhe gerichtet 
als das zunächst vorhergehende. Die ersten sechs Hinterleibsringe tragen 
ebenfalls in der Mitte ein solches Dornenpaar, aber mit wachsender 
Länge und zunehmender Neigung nach rückwärts. Das Afterglied endigt 
mit zwei kurzen, fleischigen Fortsätzen, welche iu einen Dorn auslaufen; 
diese Dornen sind braun, nicht gebogen, parallel zu einander gerade 
abstehend, und an Länge gleich den Dornen des ersten Paares am Hals- 
schild. Der Kopf sehr geneigt; die Beine wagrecht, die Tarsen des 
ersten Paares genähert, die des zweiten bedeutend von einander ent- 
fernt, die des dritten ganz unter den Flügeln versteckt. Flügeldecken 
breit und kurz, sehr dicht mit deutlichen Punkten besäet. Die Flügel 
sehr lang, — sie reichen bis zum vorletzten Bauchring — und wie der 
Körper fein nadelrissig erscheinend. 

Die Puppen sind sehr empfindlich und scheinen zu ihrer weiteren 
Entwicklung vieler Feuchtigkeit zu bedürfen. In etwas trockener Erde 
schrumpfen sie ein und sterben ab. 15 — 18 Tage nach der Verpuppuug 
bemerkte ich die ersten frisch entwickelten Käfer, Sie waren weiss, ihre 
Flügel grauschwarz, Kopf und Halsschild lichtbrauu, Mundtheile dunkel- 
braun. Zur Verfärbung blieben die Käfer noch 6 Tage lang in ihrem 
Puppenlager. Grub man sie in dieser Zeit aus, so suchten sie sich sogleich 
wieder wo möglich in feuchte Erde einzugraben. Am 15. Juli kamen sie 
endlich freiwillig hervor, und liefen lebhaft an den Wänden des Glases 
und an den darin befindlichen Blüthen der S. nigra herum. 

3. Sarrotrium clavicorne Linne. 

Am 23. Mai v. J. fand ich neben einer Steinmauer unter Moos die 
Larve. Sie lag ganz träge in etwas gebogener Stellung in einer geräu- 



neitriipo zur [.cbonswoisc rirr Kiifci 



13 



iiiigen Höhle und verpuppte sich am .{0. Mai. Nach sechs Wochen fand 
ich zu meiner grossen Ueberraschung oben genannten Käfer entwickelt 
und vollständig ausgefärbt vor. Wie lange er sich sclion als Käfer in 
dem Glase, in welchem ich die l.arve und J'uppe aufbewahrt hatte, her- 
umgetrieben liabe, kann ich nicht bestimmt angeben, er sclieint sich aber 
doch erst wenige Tage früher entwickelt zu haben, weil der charak- 
teristische Haarschmuck der Fühler erst drei Tage nach dem ersten Be- 
merken des Käfers hervortrat, bis zu welchem Tage die Fühler ganz glatt 
erschienen, indem die Ilaare knapp an denselben anlagt-n. lieber die 
Nahrung des Käfers und der Larve kann ich nichts angeben, weil die 
letztere schon im Ruhestände sich befand, und weil ich den Käfer, welchen 
ich einige Wochen lang lebend erhielt, nie an den verschiedenen Dingen, 
welche ich in sein Glas gegeben, fressen sah. 

Larve 3'" lang, walzenförmig, glänzend, rothgelb. Der Kopf war 
braun, der Prothorax oben ebenfalls dunkel gefärbt, mit feiner gelber 
Längslinie in der Mitte. Das Afterglied oben dunkelroth, matt und wie 
gekörnt aussehend; es trug zwei dicke, aufrechte, braune Dornen, deren 
schwarze Spitzen nach vorne gebogen waren. Das Hinterleibsende war 
lang und dicht behaart, der übrige Körper war nur mit wenig Haaren 
bekleidet. Die starken lichten Beine hatten einige kurze Haare und je 
eine braunspitzige Klaue. 

Die abgestreifte Larvenhaut war ziemlich wohl erhalten, und es 
war daher eine Untersuchung der Mundtheile wenigstens theilvveise mög- 
lich. Fühler dreigliedrig. Die zwei ersten Glieder breit, aus dem etwas 
schmäleren zweiten Gliede wächst das dritte mit einer langen Borste 
versehene Glied und seitwärts davon ein kleines Nebenglied heraus. — 
Augen? — Oberlippe breit^ am leicht gerundeten Vorderrande stehen 
einige kurze Haare und vor dem Hinterrande in einer Querreihe sechs 
längere braune Borsten. — Mandibeln braun, hornig, ziemlich gleichbreit 
und wenig gebogeji, am Ende flach zugerundet, ungezähnt. — Die Ma- 
xillen licht gefärbt, ihr Stiel breit, au der Aussenseite schwach gebogen, 
an der Innenseite in einen breiten Lappen erweitert, welcher eine Reihe 
von 5—6 starker aber kurzer Dornen tragt. Die Taster kurz, sparsam 
behaart, dreigliedrig und kegelförmig; das dritte Glied ist das längste. — 
Die kleine Unterlippe hat auch dreigliedrige Taster. 

Puppe lichtroth, mit weisslichen Räudern und mit weissen langen 
Haaren nicht gerade sparsam besetzt. Der Hinterleib endigte mit zwei 
kurzen Fortsätzen. Eine genauere Untersuchung war ohne BeschädKgung 
der Puppe nicht durchführbar. 



14 



Mathias Rupertsberge r: 



4. Fhytonomns Polygon! Fabr. 

lieber die Metamorphose dieses Käfers finden sich meines Wissens 
drei Nachrichten, welche im Drucke erschienen sind. Die erste rührt von 
Rösel her, und erschien mit der Ueberschrift : „Rüsselkäfer der Nelken- 
stöcke"*). Es heisst da: die Larve lebt im Juli von den Blättern der 
Nelkeustöcke; sie hat einen schwarzen, runden Kopf, schlanken Leib, 
sechs Klauenfüsse, und sieben Paar B-auchfüsse, und viele Querrunzelu 
am Leibe. Farbe oben roth, mit hellgelber Mittellinie, an den Seiten und 
unten bläulich-grün. Zur Verpuppung macht sie sich ein eirundes, gelbes 
durchsichtiges Gewebe, und verpuppt sich darin nach achttägiger Ruhe. 
Puppe unten hellgelb, oben carminroth, Kopf und Flügel bläulich-grün. 
Nach zehn Tagen kommt der Käfer hervor. — Wenn auch Beschreibung 
und Abbildung nicht genau auf unseren Käfer passen, so ist es doch 
kaum zweifelhaft, dass er es sei. — Kawall^) veröffentlichte eine kleine 
Notiz über unseren Käfer (od. variabilis?}: Die Larve frisst die Knoten 
der Nelken aus; sie ist grün, und hat einen rothen Strich über den 
Rücken vom Kopfe bis zum After und ist gestaltet fast wie eine Ten- 
^/lr€<io-Raupe. Mitte Juli verwandelt". Diesen zwei Nachrichten — aus 
der Mitte des vorigen Jahrhunderts und vom Jahre 1812 — schliesst 
sich au die Bemerkung Kaltenbach^s in seinen deutschen Phyto- 
phagen""*) bei der Pflanzengattung Dianthus: „die fusslose Larve bohrt 
sich in die Nelkentriebe, und höhlt sie aus. Der Käfer benagt nach 
Panzer die Blätter und jungen Triebe von Polygonum aviculare.'-'- 

Ich habe Gelegenheit gehabt, den Käfer, sowie seine Eier, Larven 
und Puppen sehr häufig zu beobachten. Im Frühjahre sind die Käfer 
schwer anzutreffen, und es gelang mir daher heuer erst Ende Mai, 
ein Paar derselben zusammenzubringen. Zur Nahrung erhielten sie d.cht 
belaubte Steugelspitzen der Silene inßata, an denen sie auch sogleich zu 
fressen begannen , wobei sie entweder den Rand bogenförmig aus- 
schneiden, oder längliche Löcher in den Blättern selbst bilden. Am 
25. Mai hatte ich die Käfer zusammengethan, und am 28. Mai schon be- 
merkte ich die ersten Eier. 

Die Eier waren O S'" lang, länglich eirund und glänzend, gelblich- 
weiss, und lagen jedesmal an der Unterseite der Blätter unter der Epi- 
dermis. An dieser war eine 0'3'" bis höchstens 0'5'" breite Querspalte 



») Der Insekten-Belustigungen dritter Theil. 1755- p. 391 u. 392- Suppl. 
Tab. LXVII. A. B. C. D. 

2) Stettiner entomol. Ze'it. Bd. 28. p. 123. Kawall: Miscell. entomol. 
^3 Verhandl. d. naturhist. Vereins d. preuss. Rheinl. Jahrg. 1860. p. 310. 



llt'ilriij;o mr Ij^luMiswcise der Küfer. 



15 



g-obildot-, von welcher aus auf- oder abwärts der f. äuge des Blattes nach 
die Kpidermis vom Parenchym abg;elüst war, so dass dadurcli eino kleine 
am Grunde und an den Seiten p^eschlossene Tasche entstand, welche 
\"' tief und am Grunde 0'',V" — 4"' breit war. In diesen Tasclien lagen die 
Eier bald der Tiänge und bald der Breite nach, ausnahmsweise auch 
übereinander, immer jedoch so, dass sie vollständig von der Epidermis 
bedeckt waren. Nur einmal bemerkte ich ein Ei, welches zum Theile frei 
hervorragte, es war aber in einer Tasche, welche, weil zu nahe dem 
Seitenraude des Blattes angelegt, auch am Grunde eine kleine OefFnung 
hatte. Die Anzahl der Eier in einer Tasche schwankte zwischen eins und 
sieben, und beträgt in der Regel vier oder fünf. Im Ganzen wurden von 
einem Weibchen innerhalb der Zeit vom 28, Mai bis 13. Juni bei 70 Eier 
gelegt, welche auf 16 Taschen vertheilt waren. Im Freien waren Anfangs 
Juni auf den Blättern der Silene inflata die Eier des Käfers häutig und 
in gleicher Weise untergebracht, anzutreffen. Den Vorgang beim Eilegen 
konnte ich nie beobachten, doch glaube ich annehmen zu dürfen, dass 
der Käfer, nachdem er die Tasche gebildet hat, die Eier an die Oeffnung 
derselben legt, und dann mit dem Rüssel hineinschiebt, da es bei der 
geringen Breite der Oeö'nung" anders wohl nicht erklärlich ist, wie die 
Eier bis zum Grunde der Tasche gelangen könnten. 

In meinen Gläsern gelangten die Eier nie zur Entwickelung, son- 
dern wurden am vierten Tage gewöhnlich schwarz und erhielten sich 
glänzend und ohne einzuschrumpfen mehrere Wochen lang. Derartige 
schwarze Eier traf ich auch oft im Freien. Larven waren während des 
Monates Juni stets in Menge auf ihrer Nährpflanze, seltener auf Dianthus 
deltoides^ — andere Dianthus- Avieii gab es in der näheren Umgebung nicht; 
— sie sassen meist in dicht beblätterten Stengelspitzen, in welche sie sich 
von aussen durch ein rundes liOch hineingefressen hatten. Sie verzehrten 
Blätter und Knospen und bohrten immer tiefer nach abwärts, wodurch 
die durch die äusseren Blätter mehr oder weniger gut geschlossene Höh- 
lung sich ebenfalls verlängerte. Die Excremente der Larve und der 
ausfliessende Saft der angefressenen Blätter gaben der Larve und ihrer 
Wohnung eben kein besonders reinliches Aussehen. An dem sparsam 
beblätterten Dianthus deltoides mussten die Larven ihre Nahrung viel 
mühsamer zusammensuchen, erschienen aber dafür viel reinlicher. Sie 
krochen besonders au dünnen Stengeln recht behend auf und abwärts; 
eine schleimige Absonderung, welche man bei anderen freilebenden Cur- 
culioniden-Larven oft antrifft, konnte ich an ihnen nicht bemerken. Sie 
hielten sich an den Stengeln fest, wenn sie nur mit den beiden letzten 
Hinterleibsringen dieselben zur Hälfte umklammern konnten, und schwenk- 
ten dabei den Leib ganz frei in der Luft herum. Ende Juni hatten die 
meisten Larven ihre volle Grösse erreicht. 



l6 



Mathias Rupert sberger : 



Laiveu 4'" lang, I S'" breit, gelblich-g-rün. Ueber den ganzen 
Rücken zieht ein gelber, beiderseits verschmälerter Streif, an welchen 
sich auf jeder Seite ein eben so breiter rotlibraiiner, bei vielen Exem- 
plaren aber dunkelgraii-grüner Streif hinzieht. 

Kopf gerundet, glänzend schwarz, seine wenig gewölbte Oberseite 
zeigt einige unregelmässige Eindrücke, und eine lichtere Gabellinie, welche 
sich nicht weit vom Hinterrande entfernt schon theilt. Der Kopf ist 
mit einigen längeren Haaren besetzt. — Fühler kurz, einzeln behaart, 
zweigliedrig; das erste Glied ist breit ringförmig, auf dem zweiten, wel- 
ches im Vergleich zum ersten Gliede beträchtlich schmäler und auch 
kürzer ist, steht eine kurze dicke Borste, die man ganz gut für ein 
drittes Fühlerglied ansehen könnte. Hinter den Fühlern stehen je drei 
Punktaugen in einer Reihe; das mittlere derselben erscheint etwas 
grösser. 

Oberlippe sehr kurz und schmal, braun gefärbt; ihr Vorderrand 
trägt einige Borsten und ist in einem flachen Bogen ausgeschnitten; die 
Vorderecken sind abgerundet. — Die starken, kurzen Mandibeln enden 
mit zwei spitzigen Zahnen. — Maxillen gelblich-braun gefärbt; ihr Stiel 
breit und ziemlich laug, nach innen in einen breiten aber kurzen Lappen 
erweitert, welcher mit vier kurzen Dornen bewehrt ist. Die Maxillar- 
taster sind zweigliedrig. — Unterlippe klein, gerundet, an den Seiten 
und am Grunde schwarz gesäumt und mit zweigliedrigen Tastern ver- 
sehen. 

Der Leib der Larve ist lang gestreckt, oben gewölbt, unten flach, 
nur allmälig und wenig nach vor- und rückwärts verschmälert, fein und 
dicht punktirt, in bestimmter Ordnung oben und unten mit grauen, 
borstenförmigen Haaren besetzt. Letztere stehen auf kegelförmigen, 
glänzend schwarzen Erhöhungen, welche auf der Oberseite grösser sind 
als auf der Unterseite, sowie auch die am Grunde braunen Borsten 
dem entsprechend auf der Oberseite bedeutend länger sind. Die Ringe 
sind mit Ausnahme des Prothorax durch zwei tiefe Querlinien in drei 
Theile geschieden, von denen der schmälere Mitteltheil auf den Abdomi- 
nalringen nach aussen zu die grossen schwarzen Stigmen trägt, u. zw. in 
einer Vertiefung, welche den vortretenden Seitenrand vom Ringe abhebt. 
Am Meso- und Metathorax ist die erste Querlinie tief, die zweite aber 
nur seh wach angedeutet. 

Stellung und Anzahl der oben beschriebenen Borsten ist auf den Ringen 
der Oberseite mit Ausnahme des Prothorax ganz gleich. Der Vordertheil 
jedes Ringes hat jederseits eine Bor.ste am Innenrande des rothbrauneu 
— beziehungsweise graugrünen — Streifens, der hintere Abschnitt trägt 
im Ganzen meistens zwölf Borsten, welche nicht in einer geraden Linie 
stehen, sondern abwechselnd je eine näher nach vorn und die nächste 
wieder mehr nach rückwärts stehend; die zwei mittleren Borsten stehen 



lU'itrap:!' 7ur I.i'l)''nsw( ist« der K;ilVr. 



17 



auch hier am Innenrando des rothbrauueu Streifens. Der Mitteltheil ist 
ohne Borsten, der abgesetzte Seitenraud hat aber deren zwei, von denen 
die vordere mehr nach aussen steht. Während deninacli Jeder dieser 
Ringe 18 Borsten trägt, besitzt der Prothorax und zwar in zwei 

Querreihen je 10, und zwischen beiden Reihen am Rande des gelben 
Streifens, der also nirgends solche Borsten aufweist, je Eine. — Die gelb- 
lichen in den Fugen oft schwärzlichen Ringe der Unterseite werden durch 
tiefe Furchen, welche vom Kopfe bis zum After sich erstrecken, in je 
sechs Wülste geschieden, von denen die zwei innersten fast halb kugel- 
förmig, die übrigen länglich erscheinen; sie tragen alle kurze Borsten 
auf schwarzen Warzen, je eine in der Mitte der Wülste, kürzer auf den 
mittleren und länger auf den äusseren Wülsten. Auf den ersten drei 
Ringen stehen ausserdem zwischen den zwei äusseren Wülsten grosse, 
runde, erhabene und schwarzgefärbte Erhöhungen mit je einer Borste. 

Von Anfangs Juli an beginnen die Larven sich zu verpuppen. Sie 
machen sich zu dem Zwecke ein gelbes, durchsichtiges, eirundes Gewebe, 
dessen weite Maschen durch eine schaumartige Masse ausgefüllt sind. Dieses 
Gewebe, welches die Larve in zwei Standen anfertigt, findet sich in der 
Regel au der Spitze hochragender Pflanzeu, an Sommerkorn z. B. habe 
ich zwischen den Granen der Aehre sehr viele angetroffen. Die Larve 
ruht in ihrem Gehäuse 2 — 8 Tage, worauf sie sich verpuppt. Die Puppe 
dreht sich bei jeder Berührung mit grosser Schnelligkeit und lange Zeit 
fort im Kreise herum. Nach etwa zwei Wochen kommt der Käfer 
hervor. 

Puppe langgestreckt, nach rückwärts stark verschmälert, gelblich- 
grün. Von der Spitze des Rüssels au läuft ein gelber Streif über die 
ganze Oberseite bis zum After. Rüssel, Halsschild und Flügeldecken sind 
graugrün, oft röthlich. Die Tarsen glashell. Der Fühlerschaft liegt am 
Rüssel an, die Geissei steht senkrecht davon ab und überragt etwas das 
Halsschild. Die Beine liegen wagrecht; die Tarsen des ersten Paares 
treten unter der Spitze des Rüssels hervor, und liegen ganz au einander; 
die des zweiten Paares laufen an der Aussenseite der vorigen herab und 
berühren sich daher nicht; die des dritten Paares treffen mit ihren 
Spitzen zusammen. Die Flügel sind länger als die gestreiften Decken, 
und reichen bis zur Mitte des Klauengliedes der Hinterbeine. Auf dem 
Rücken findet sich die Behaarung und Theilung der Ringe durch Quer- 
furchen, so wie bei den Larven, nur ist an den Puppen alles feiner und 
zarter. Halsschild, Rüssel und Schenkel tragen ebenfalls einige kleine, 
schwarze Höcker mit je einem Haare. 

Aus den Puppengehäusen erhält man sehr häufig Ichneumoniden, 
welche als Schmarotzer 1. und 2. Grades darin gelebt haben. Von erste- 
ren erhielt ich wenigstens vier Arten, von letzteren eine. 
Bd. Till. Äbbandl. 3 



18 



Mathias Rupertsberger: 



6. Cleonus sulcirostris Linue. 

Kaltenbach 1) berichtet ganz kurz bei der Pflanzengattung Car- 
duus über das Vorkommen der Larven in den unterem Stengeltheilen und 
Wurzelstöckeu der Disteln und über ihre Verwandlung gegen Ende Juli 
in einer Wiege des Stengels. 

Der Käfer erscheint in Windhaag etwa Mitte Mai, und man trifft 
ihn von da an häufig auf sandigen Wegen oder unter den Wurzelblät- 
tern des Cirsium arvense. Er nährt sich von den Blättern dieser Distel 
und legt gegen Ende Mai seine Eier in oder an die Wurzel derselben. 

Die Eier sind 0*7"' lang und nur wenig schmäler, daher fast kugel- 
rund; sie sind schön gelb gefärbt, und haben eine mattglänzende, leder- 
artige Schale. Anfangs Juni that ich einige Käfer zu einer in einem 
Gartentopf eingesetzten Distel; sie frassen die Blätter derselben bis auf 
die dicken Mittelneryen ab, und legten nach und nach eine beträchtliche 
Anzahl Eier bald auf die Blätter und bald auf die Erde: nur einmal 
bemerkte ich ji.-. Ei am Wurzelhalse, es entwickelte sich aber eben so 
wenig wie die anderen. Nach drei Wochen nahm ich die Distel heraus, 
und fand in der Wurzel eine kleine bauchige Erweiterung, in welcher 
sich eine 4'" lange Larve fand. In der zweiten Hälfte des Juli waren 
die Larven vollständig erwachsen; sie befanden sich jederzeit in einer 
bauchigen Erweiterung der Wurzel 2 — 4" tief unter der Erde. T^hre Woh- 
nung bildete eine geräumige Kammer, welche gewöhnlich am Grunde 
eine kleine mit vermoderten Wurzeltheilen umgebene Oeffnung zeigte, 
(vielleicht das Loch, welches der Käfer aur Aufnahme des Eies ausge- 
fressen hatte). Das Ei oder die Larve musste jedenfalls an der Stelle 
dieser Kammer in die Wurzel gekommen sein, weil die ober- wie unter- 
halb derselben frische Wurzel nirgends einen Larvengang zeigte. Manch- 
mal waren zwei Larven in eben so vielen, ganz getrennten Kammern 
über einander in einer Wurzel, in der Regel aber hatte die Wurzel 
nur einen solchen Bewohner, während die übrigen Theile der Pflanze 
vom Wurzelhalse angefangen meistens eine zahlreiche und verschieden- 
artige Bevölkerung ernährten. 

Larve 1"' lang, dick walzenförmig, einzeln behaart, die Ringe sind 
durch Querfurchen mehrfach getheilt, und haben einen schmalen, gerun- 
deten, abgesetzten Seitenrand. — Kopf gerundet, viereckig, nicht viel 
schmäler als der Prothorax, lichtbraun, einzeln mit lichten Haaren, deren 
Wurzel braun ist, besetzt. Auf der schwach gewölbten Oberseite er- 
scheint die Gabellinie als weisser Streif; ihr schmaler Stiel erstreckt sich 
weit über die Mitte des Kopfes hinaus, wesshalb die breiteren Arme sich 



^3 loco cit. Jahrg. 46. p. 231- 



Bcilriige zur Lebensweise ilor Kiifi'r. 



19 



fast senkrecht abzweigen, und dann gerundet gegen die Maudibelu ver- 
lauten. Am Grunde erscheint der Stiel als schwarzbraune Linie. Von der 
Mitte jedes Armes aus zeigt sich ein weisser unregelniässig breiter Streif 
längs des Stieles hinab, und von den Enden der Arme ebcut'alJs ein 
Streif am Seiteurande des Kopfes; beide vereinigen sich am Hiuterrande 
des Kopfes, und schliessen auf diese Art jederseits einen unregelmässig 
länglich ovalen Fleck ein. 

Oberlippe vorne in einem flachen Bogen gerundet, und kurz be- 
haart; oben mit vier langen Borsten besetzt. Sie ist sehr klein und 
bedeckt die grossen Mandibeln nur wenig. — Mandibeln braun, mit 
schwarzer Spitze; sie sind am Gruudc breit und endigen Liit 2 stumpfe.! 
Zähnen. — Hinter den Mandibeln finden sich rudimentäre Tühler, beste- 
hend aus einem kaum bemerkbaren Gliede, welches sich auf einem 
grossen, runden, lichten Fleck erhebt; seitwärts davon steht ein schwar- 
zer Augenfleck. — Die gelblichen Maxillen haben einen ziemlich langen 
Stiel mit breitem, nach vorne yerschmälerteu Lappen, welcher an der 
Innenseite des Stieles fast an der ganzen Länge desselben sich hinzieht, 
und mit einer Reihe Borsten am Rande besetzt ist. Die Taster sind licht- 
braun, kurz, zweigliedrig. — Unterlippe rundlich, breit, am Grunde in 
eine kurze Spitze auslaufend und in ihrer hinteren Hälfte sowie zwischen 
den kurzen kugelförmigen und zweigliedrigen Tastern tichtbraun gefärbt. 

Die bräunlichen Stigmen stehen in einer Hautfalte am Seiteuraude. 
An der Unterseite sind die ersten drei Ringe etwas stärker wulstartig 
erhaben. 

Ende Juli waren die Larven zur Verpuppung reif, und auch Puppen 
schon überall zu finden. Sie lagen in derselben Kammer, in welcher die 
Larve gehaust hatte. Nach 2—3 Wochen erschien der Käfer. Larve und 
Puppe habe ich jedesmal nur in der Wurzel nie im Stengel angetroflFen, 
obwohl ich einige Hundert von Disteln uutersuchte. Beim Ausziehen der 
Disteln aus der Erde bricht die Wurzel sehr häufig am untern Ende der 
Larvenkammer ab. 

Puppe 6'" lang, gelblich-weiss, langgestreckt, walzenförmig. Die 
Fühler stehen gerade ab, laufen aussen an den Schenkeln der Vorder- 
beine hin, und reichen beiläufig bis zur Mitte derselben. Die Beine liegen 
schräg, ihre Tarsen parallel zu einander, ohne sich übrigens zu berühren. 
Alle Beine sind ganz sichtbar bis auf einen Theil der Schenkel an den 
Hinterbeinen. Fühler und Beine sind licht weiss, letztere haben aber am 
Knie einen runden Fleck, welcher wie der Körper gelblich oder fast 
lichtbraun gefärbt ist. Flügel und Decken sind fast gleichlang, und die 
Flügel treten auch nach innen nur wenig hervor. Die Flügeldecken sind 
mit mehreren, an der Spitze sich zu zweien yereinigeiiden Streifen ver- 
sehCiiv Die Oberseite trägt auf dem Halsschilde einige kurze braune 

3 - 



20 



Mathias Rupertsberger: 



Dornen und hie und da längere Haare, auf den Ringen in je einer Quer- 
reihe eben solche Dornen; diese sind kurz, nach hinten gebogen und 
stehen je eine oder auch zwei auf Höckern, welche übrigens in der Fär- 
bung von den Ringen sich nicht unterscheiden. Auf den letzteren Leibs- 
ringen sind die Dornen etwas grösser und fast schwarz gefärbt. Der 
Rüssel ist an der Spitze eingedrückt und behaart. Die Unterseite ist zer- 
streut braun behaart, und am After stehen zwei braune, schwarzspitzige 
Dornen. 

6. Lema puncticollis Gurt. 

Dieser in Windhaag nicht gerade seltene Käfer war in der zweiten 
Hälfte des Mai auf Cirsium arvense anzutreffen, an deren Blättern er und 
seine Larve ganz ähnlich wie die Cassida-Arten frassen. Die Eier werden 
frei au die Ober- oder Unterseite der Blätter gelegt; sie sind 3''' lang, 
fast walzentörmig, weiss und glänzend. Larve und Puppe sind schon von 
Cornelius*) beschrieben worden. Die Verwandlungszeit dauerte bei 
meinen Exemplaren 10 Wochen, wovon sie 12 Tage als Ei, und 30 Tage 
als Larven zubrachten, worauf sie in die Erde gingen, daselbst ihr be- 
kanntes Gehäuse bildeten, sich verpuppten, und nach 4 Wochen ihre 
Entwicklung vollendeten. Am 16. August fand ich die Käfer in ihrem 
Gehäuse schon ausgefärbt vor, erst 4 Tage später jedoch verliessen sie 
es freiwillig durch ein rundes Loch, welches sie an der Spitze desselben 
ausfrassen. 

7. Longitarsus luridus Scop. 

Larve 26"' lang, schlank, cylindrisch, weiss; Kopf dunkel, Beine 
lichtbraun, der Prothorax hat oben fünf graubraune, unregelmässige 
Längsstreifen, und der Afterring einen runden, lichtbraunen Fleck, in 
welchem 2 kurze, starke, braune Dornen gerade auf mit nach vorne ge- 
bogener Spitze stehen. Der After ragt als schmale, lange Röhre nach 
unten vor. Der Leib ist oben und unten zerstreut und massig laug be- 
haart. Die Beine sind dick und nicht gar lang, und end'^.: mit einem 
ballenartigen Tarsengliede ohne bemerkbare Klauen. Die Ringe sind am 
Vorder- und Hinterraude eingeschnürt. 

Der Kopf gerundet, klein, oben abgeflacht. Die Gabellinie bildet 
breite, weissgelbe Streifen; an den kurzen Stiel derselben schliesst sich 
ein schwarzer Strich an, welcher gerade nach vorne verläuft. Fühler kurz, 
kegelförmig, weiss, dreigliedrig; das erste breite, ringförmige Glied hat 
aussen etwa in der Mittelhöhe des Gliedes einen grossen runden Punkt, 



Stettiner entom. Zeit. Jahrg. 20. p. 44 u. f. 



BeilragP zur Lebensweise der Knfer. 



21 



welcher selbst bei soeben frisch gehäuteten Exemplaren, die fast durchaus 
weiss erscheinen, tief schwarz gefärbt ist. — Augen waren nicht zu 
bemerken. 

Oberlippe klein, schwach gebuchtet, mit wenigen kurzen Borsten 
besetzt. — Mandibeln braun, aussen wenig gebogen, in zwei Zähne aus- 
laufend, von denen der innere sehr spitzig und bedeutend länger ist, als der 
mehr abgestumpfte äussere Zahn. Nach innen sind die Mandibeln dreieckig 
erweitert; die innere Ecke ist etwas gerundet, von den 2 anderen läuft 
der Rand bogenförmig ausgeschnitten, einerseits zur Spitze, anderseits 
zur äusseren Ecke des Grundes. — Die Maxillen haben kugelförmige 
Taster, deren drei erste Glieder kurz, das vierte bedeutend länger und 
an der Spitze abgerundet ist. — Die Unterlippe erscheint rundlich, nach 
vorne verschmälert, am Grunde braun gesäumt; ihre Taster sind kurz 
und bestehen aus 2 Gliedern. 

Die Larven finden sich im Juni und Juli sehr häufig in den Sten- 
geln von Rhinanthus Alectorolophus, der auf den Aeckern in Windhaag 
als gemeines und schädliches Unkraut vorkommt; sie bewohnen auch 
manchmal den Stengel seiner ganzen Länge nach von etwa hoch über 
der Erde bis zu den ersten Seiteuästen, und nähren sich yon den inneren 
Theilen der Stengel; meistens halten sie sich in der Nähe der Knoten 
auf, und kommen in grösserer Anzahl bis zu 6 Stück in einem Stengel 
vor. Die unteren Theile des Stengels scheinen ihnen der holzigen Be- 
schaffenheit wegen nicht zugänglich zu sein, ich habe wenigstens nie 
eine Larve daselbst getroffen, desto häufiger dafür die ersten Stände 
einer Fliegenart, welche dort ihre Verwandlung durchmacht. — Die Ver- 
puppung scheinen sie in der Erde durchzumachen, wenigstens die gefan- 
gen gehaltenen Larven gingen in die Erde und bereiteten sich darin 
eine ovale, geglättete Puppeuhöhle. Im Freien waren von Mitte Juli an 
die erwachsenen Larven in dem Stengel sehr häufig, eine Puppe jedoch 
war darin nie anzutreffen. Der Stengel zeigte um diese Zeit häufig 
oberhalb der Knoten ein kleines, rundes Loch, durch welches sich wahr- 
scheinlich die Larven zur Verpuppung herausbegebeu haben. 

Puppe 1'" lang, weiss, auf der Oberseite mit einzelnen Borsten — 
braun auf dem Halsschilde, sonst weiss — besetzt, welche auf kleinen 
Erhöhungen stehen, und auf den Ringen je eine Querreihe bilden. Das 
Afterglied trägt zwei lange, abstehende und etwas divergirende Fortsätze, 
deren Wurzel weiss und häutig ist, während ihre schwach einwärts ge- 
bogenen Spitzen braun und hornig erscheinen. Die zwei vorderen Bein- 
paare liegen wagrecht, und ihre Tarsen heben sich ziemlich hoch vom 
Körper ab; die Hinterbeine liegen schräg abwärts, und sind grösstentheils 
sichtbar. Die Flügel sind sehr lang, die Decken bedeutend kürzer und 
schmäler, so dass fast auf allen Seiten die Flügel darunter hervor- 



22 



Mathias Ruperlsberger: 



treten. Die Fühler zielieu sich am Seitenrande des Körpers hinab, biegen 
sich dann einwärts längs der Schienen des zweiten Beinpaares. 

Die Puppenruhe dauerte 15—18 Tage, die Verfärbzeit 5 Tage. Am 
10. August erschien der erste Käfer. 

8. Cassida equestris Fabr. 

Die Larven habe ich gefunden auf Mentha aquatica mit Cassida 
vihex auf M. arvensis, auf Galeopsis Tetrahit^ Salvia glutinosa und sel- 
tener mit C. vihex und ruhiginosa auf Cirsium arvense. Die Biologie des 
Käfers ist schon häufig dargestellt worden, nirgends habe ich aber eine 
Nachricht über das Eierlegen desselben gefunden. Da ich heuer es zu 
beobachten Gelegenheit hatte, möge die betreflPeude Beobachtung hier 
einen Platz finden. 

Die länglichen, weissgelben Eier liegen bekanntlich der Länge nach 
neben und übereinander, 4 — 6 an der Zahl, unter einer braunen, fast 
halbkugeligen Hülle, welche in der Mitte mit Excrementen des Käfers 
bedeckt ist. Diese Eihüllen sind gewöhnlich am Stengel der Nährpflauze 
angebracht, während C. ruhiginosa und C. vihex ihre ebenso gestalteten 
nur kleineren und fächeren Eihüllen fast immer an der Unterseite der 
Blätter anlegen. Am 7. Juli traf ich ein eingezwingertes Weibchen der 
C, equestris eben beim Eilegen an. Es hatte bereits 3 Eier gelegt und 
eine starke Hülle darüber gezogen; es sass am untern Rande derselben 
mit dem Kopfe abwärts gerichtet. Obwohl ich das Blatt, auf welches in 
Ermanglung eines Stengels die Eier gelegt waren, aus dem Glase fcerj.us- 
nahm, Hess sich doch der Käfer nicht stören, sondern arbeitete ruhig 
weiter. Zuerst drückte er mehrmals die weit geöflTnete und bedeutend 
erweiterte Hinterleibsspitze fest an den unteren Rand der schon vorhan- 
denen EihüUe und hob dann den Leib so hoch als möglich, wobei eine 
klebrige Masse hervorkam, welche durch das frühere Andrücken des 
Leibes am Blatte schon befestiget war, und durch das Heben des Kör- 
pers in ein bei ^-1'** breites Band ausgezogen wurde. Hatte dieses Band 
die gehörige Länge erreicht, so liess sich der Käfer schnell nieder und 
zwar so, dass er mit dem Leibesende an den oberen Rand der EihüUe 
kam, woselbst er das Band durch Niederdrücken des Leibes festmachte, 
und hierauf langsam tastend und glättend, über den frisch gelegten 
Streifen herabfuhr. Die frischen Streifen, zu deren Anlegung der Käfer je 
iy2 Minuten Zeit brauchte, trockneten schnell und erschienen matt glän- 
zend silberfarben mit bräunlichem Stiche. Das Legen der Streifen wurde 
am Seitenrande begonnen, und jeder folgende wurde zu 2 Dritteln über 
den nächst vorhergehenden gezogen. War der Käfer bis über die Mitte 
gekommen^ so fing er am andern Seitenrande an, und legte die Streifen 



I 



Bi'itrilpr« zur I.eboiiäweise der Käfnr. 23 



pflelcher Weise wieder bis zur Mitte. Nachdem eine ganze Decke vor 
meiueii Augen gefertigt worden war, ruhte der Käfer eine Zeit lang, ohne 
dabei seine Stellung zu ändern, und legte dann obenauf ein Ei, welches 
er zuerst mit ein paar darüber gezogeneu Streifen bedeckte. Hierauf 
fertigte er noch eine ganze Hülle; als er damit fertig war, streckte er 
seinen runden hochgelben After vor, und fuhr einige Male schnell quer 
über die Mitte der Hülle, wobei er seine Excremente — eine schmutzig 
weisse Flüssigkeit vermischt mit dunkelgrünem Kothe — entleerte, und 
sich dann eiligst entfernte. 



9 Casslda nobilis Linne. 

Der Käfer wird bei Kaltenbach aufgeführt bei den Pflanzengat- 
tungen Chenopodium und Cucubalus^ und es wird dabei erwähnt, dass er 
auch auf Spergula und Silene inflata vorkomme. Auf letzterer Pflanze 
habe ich in Windhaag seine Larve und Puppe gefunden, ob auch die 
Eier, welche ich daselbst gefunden, dieser Art angehören, kann ich nicht 
entscheiden. Diese Eier waren 0*5'^' lang, breit eiförmig, etwas flachge- 
drückt, gelblichweiss oder grünlichweiss : sie lagen unter einer glashellen 
Hülle einzeln an den Blättern oder Stengeln, und gehörten jedenfalls 
einer der beiden auf Silene inflata lebenden Cassida-Kvien au, da die 
Eier der gleichzeitig darauf vorkommenden Epilachna globosa und Phy- 
tonomus Polygoni anders gestaltet und mir bekannt waren. 

Larve 3'" lang und halb so breit, hellgrün mit einem variablen, 
weisslichen Streifen über den Rücken, welcher durch einen dunklen 
Strich getheilt ist; Kopf und Randdoinen sind ebenfalls weisslichgrün, 
die Mundtheile, Klauen und Afterdoruen braun, die Augen schwarz. Der 
Kopf ist einzeln behaart; der Prothorax hat % schwache Eindrücke, die 
übrigen Ringe werden durch eine Querlinie jeder in % Theile geschieden. 
Die Randdornen sind alle ziemlich gleichlang. Die Aftergabel trägt 
einige Stücke des braunschwarzen Kothes, und steht schräg aufgerichtet 
nach vorne. 

Fühler dreigliedrig; das Grundglied ist breit ringförmig, das dritte 
Glied sehr kurz und ahlförmig. Hinter den Fühlern stehen in einer Linie 
drei Augen jederseits. — Oberlippe ziemlich gross, ihr brauner Vorder- 
rand schwach gebuchtet. — Mandibeln viereckig, wenig gebogen, gelb, 
nach vorne braun und mit 5 schwarzen Zähnen endend. — Maxillen gelb- 
grün, ihr Stiel lang und breit, die Taster kurz, zweigliedrig. — Die 
breite aber kurze Unterlippe hat zweigliedrige Taster. 



1) loco cit. Jahrg. 16. 1859. p. 256 u. a. a. O. 



24 



Mathias R upertsberger: 



Die Beine siad dick aber nicht lang, und endigen mit feineu, stark 
gebogeueu Klauen. Die Stigmenträger sind weiss, cylindriscb und ziem- 
lich hoch. 

Die Larven leben, wie schon bemerkt, auf Silene inflata^ deren 
Blätter sie platzweise ausfrassen. Ihr Frass ist gleich dem der anderen 
Cassicia-Larven, und unterscheidet sich daher sehr leicht von dem der 
Epilachna glohosa^ welche als Larve und Käfer lauge aber schmale 
Streifen hart über einander in den Blättern ausschneidet. Sie findet sich 
häufig im Juni und Juli. Sobald die Larve zur Verpuppung reif ist — 
gewöhnlich im Monate Juli — streift sie die Excremente und alten Lar- 
venhäute von ihrer Gabel ab, setzt sich an der Unterseite eines Blattes 
fest, und ruht mit gerade abstehender Aftergabsl einige Tage, worauf 
sie sich verpuppt und nach % — 3 Wochen als vollkommener Käfer zum 
Vorschein kommt. 

Puppe t'" lang, am Halsschilde l-o'" breit, glänzend, hellgrün ge- 
färbt; den Rückenstreif und die in der abgestreiften Larvenhaut stecken- 
den Ringe gelblichgrün , die Halsschildränder und alle Seitendornen 
glashell. Die Lage der einzelnen Körpertheile ist wie bei den schon 
bekannten Puppen anderer Cassiden. Halsschild gerundet, mit doppelt 
gebuchtetem Hinter- und stark bogenförmigem Vorderrande. An den 
vortretenden Hinterecken stehen 2 oder 3 lange einfache Dornen, und 
ein eben so langer gleich daneben am Seiten/ande; hierauf folgen nur 
halb so lange, und zwar 6 bis zu den gerundeten Vorderecken, und von 
da ab am Vorderrande 12 *, an diese schliessen sich sehr lange gefiederte 
Dornen an, zwischen denen — 3 kurze stehen, worauf abermals 6 kurze 
folgen; in der Mitte des Vorderrandes erscheint dann als Schluss der 
jederseitigen Reihe je ein Dorn, welcher zwar nicht länger aber bedeu- 
tend breiter ist als wie die nächstvorhergehenden. Die kleinen Dornen 
variiren in Bezug auf ihre Anzahl, und es entsprechen sich oft sogar 
nicht einmal die beiden Hälften des Halsschildes an einem und demselben 
Exemplare. Diese Unregelmässigkeit findet sich bei allen mir bekannten 
Cass2(^a-Puppen. 

Die Anhänge der ersten 4 Leibesringe tragen nur wenige Seiten- 
dörnchen; sie sind lang dreieckig und haben, im Gegensatze zu C. mar- 
garitacea und anderen Arten, gerade Seiten. Das erste Paar dieser 
Anhänge steht schräg nach vorne, das %. und 3. mehr oder weniger 
gerade ab, das 4. und 5. schräg nach rückwärts. Der 6. und 7. Ring 
haben am Seitenrande, der 8. auf der Bauchseite je einen kurzen geraden 
und einfachen Dorn, welcher am Körper anliegt. Die 12 Stigmenträger 
auf den ersten 6 Hinterleibsringen sind ganz wie bei der Larve gestaltet 
und gefärbt. 



Beitr^ljro zur l.cbPiiswt'isc ilor Kilfcr. 



25 



10. CasBlda marg-arltacea Schall. 

Die Larve dieses Käfers lebt- nach von F r a u e n fe I d' ) auf Sapo- 
naria'^ Kai ten bacli führt den Käfer an bei den IMlanzen^atl ung«*n 
Atriplex^Centaurea^ Marruhium. Tch habe Larve und Käfer zu gleicher Zeit 
wie die vorit,e Art auf Silcne inßafa g*el'unden. 

Larve 3'" lang, ganz gelb gefärbt, selbst der sonst gewöhnliche 
lichtere Rückenstreif ist hier höchstens nur angedeutet. Von den Seiten- 
doruen, deren 2 vorderste einander genähert sind, haben die mittleren 
eine merklich grössere Länge. Die etwas dunkler gelben oder bräun- 
lichen Mundtheile, Fühler und Augen sii.d wie bei C. nobilis gestaltet, 
nur erscheint der Maxillenstiel etwas schmäler, und die Oberlippe hat 
eine Querreihe von 4 längeren Haaren. Der Prothorax hat 2 runde, 
schwache Eindrücke, welche von einem Kranze kurzer, gelber Borsten 
umgaben sind. Die Ringe sind durch eine Querlinie, welche sich aussen 
gegen deu Hiuterrand hinabzieht, getheilt. Die Stigmenträger weiss, 
cylindrisch, kurz. Beine kurz und dick, sparsam behaart, die braunen 
Klauen klein, bedeutend gebogen. Die Bauchringe haben je eine Quer- 
reihe kurzer, gelber Borsten. After röhrenförmig vorragend. Die lange, 
weissliche Aftergabel wird von der Larve stets horizontal zum Rücken 
getragen; an derselben befinden sicli in der Regel nur die abgestreiften 
Häute, und da diese entsprechend den verschiedenen Häutungen 
an Grösse zunehmen , so erhält das Ganze ein schmal kegelförmiges 
Aussehen. 

Zur Verpuppu.ng befestigt sich die Larve an der Unterseite eines 
Blattes der Nährpflanze, streift aber nie die alten Larvenhäute von der 
Aftergabel ab, und trägt diese auch während ihrer Ruhezeit — 2 — 4 Tage 
— sowie als Puppe gerade so wie früher, horizontal über den Rücken. 
Dieses von anderen Cassida- Arten verschiedene Betragen zeigten nicht 
bloss alle Larven in meinen Zuchtgläsern bei ihrer Verpuppuug, sondern 
ich fand auch im Freien einige Puppen, welche ebenfalls alle Larvenhäute 
von der ersten bis zur letzten besassen, und dieselben in der beschrie- 
benen Weise trugen. 

Puppe 2"' lang, 1-5'" breit, wie die Larve schön gelb gefärbt. 
Halsschild gross, in der Mitte des bogenförmigen Vorderrandes schwach 
eingeschnitten, Seiten gerade, Hinterrand doppelt gebuchtet, die Ecken 
deutlich, aber nicht vortretend. Der Seitenrand trägt 7—10 lange, ein- 
fache Dornen; von den Vorderecken an nach innen folgen dann jeder- 
seits 6 — 8 kleinere, und an diese anschliessend je 2 von der Länge der 



Bd. 18 dieser Schriften. Abhdl. p. 161. 
^3 loco cit. Jahrg. 13. 1856. p. 251. 
Bd. XXII. Abhaudl. 



4 



26 



Mathias Rupertsbergef: Beiträge zur Lebensweise der Käfer. 



Dornen an den Seiten; zwischen diesen zweien stehen 4 — 3 ganz kurze, 
und von denselben nach innen stehen wiederum 3 oder 4 von der Grösse 
der ersteren Dornen des Vorderrandes. Die ersten 5 Ringe tragen breite, 
aber nicht besonders Iruge Anhänge, welche mit einigen Dornen besetzt 
sind, die folgenden 3 haben einfache Dornen, welche in Gestalt und Stel- 
lung denen an der Puppe von C. nohilis gleichen. Die ersten 3 Paare der 
gefiederten Anhänge sind wenig an Grösse verschieden, sie haben einen 
stark gebogenen Vorder- und bogenförmig ausgeschnittenen Hinterrand; 
der Dorn an der Spitze ist ebenfalls nach rückwärts gebogen. 

Der Käfer erscheint aus der Puppe nach 21 — 3 Wochen, und ist 
anfangs gelblich-weiss; die Verfärbung geht nur allraälig und langsam 
vor sich. Ein am 21. Juli entwickeltes Exemplar zeigte erst am 
45. August deutlich den schönen Perlmutterglanz, er war aber noch bei 
weitem nicht so ausgebildet als wie bei einem vorjährigen Exemplare, das 
ich am 7. Juli auf Silene gefangen hatte, und noch immer lebend erhielt. 
Im Winter habe ich den Käfer einmal etwa 3" tief unter der Erde ge- 
funden. Er lag da mitten unter einer grossen Anzahl ganz verschieden- 
artiger Inseüten. 



ßerichtigimgen 

zu 

Br. Kirschbaum's Cicadinen der (regend von Wiesbaden, 
Frankfurt a. M. und anderer (regenden. 

Wiesbaden (Niedner) 1868 
und 

Aufschlüsse 
äber einige Cieadinen in der Torm. (iermar'schen Sammlung. 

Von 

Dr. f. X. f leber, 

jub. k. k. Kreisgerichts-Director in Chrudim. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 3. Jänner 1872.) 



^chon seit geraumer Zeit mit Bearbeitung der europäischen Cicadinen 
beschäftigt, ersuchte ich in den Jahren 1866 — 1867 mehrmr' Herrn Prof. 
Kirschbaum um Mittheilung einiger seinerneuen, mir iioch unbekannten 
Athysanus- Avten behufs der Veryollständigung meiner Arbeit, ohne dass 
derselbe so gütig war, mir zu antworten, während bald darauf sein Buch: 
Die Cicadinen von Wiesbaden, Frankfurt und anderer Gegenden Europa's 
erschien. 

Auch später noch ersuchte ich Herrn Kirschbaum im Interesse 
der Wissenschaft um Mittheilung seiner mir unbekannten Arten, ohne 
mich einer Berücksichtigung von demselben zu erfreuen. 

Da ich nun Herrn Dr. G. Mayr, Herrn Miuk, insbesondere aber 
Herrn Lucas v. Heyden die sämmtlicheu von ihnen dem Herrn Prof. 
Kirschbaum vorgelegenen Arten verdanke, so bin ich nunmehr in der 
Lage, den grössten Theil der von ihm als neu aufgestellten 172 Arten zu 
beurtheilen. 

Wenn auch mehrere derselben wirklich neu sind , so ist doch eine 
ziemliche Anzahl unrichtig bestimmt, manche derselben nur Varietäten, 
oder schon früher beschriebene von ihm als neue Arten aufgestellt. 

4* 



28 



Dr. Fr. X. Fieber: 



Wenn Herr Prof. Kirschbaum (Vorwort pag. 5) sagt: „Nene 
Gattungen habe ich nur sehr wenige aufgestellt, da wo es gerade unab- 
weisbar schien" — so ist diess bei Pentastira und Pentastiridius nicht 
der Fall, da sie beide zu Oliarus Stal gehören. 

Es erübrigen nun allerdings noch eine Anzahl von ihm aufgestellter 
muthmasslich neuer Arten, die jedoch nach dessen ungenügenden Beschrei- 
bungen nicht gut thunlich einzuschalten sind. 

Ueber mehrere orismologische Ausdrücke will ich nicht des Weiteren 
sprechen und bemerke nur, dass Worte wie gerundet zugespitzt, 
spitzlich abgerundet, abgerundet spitzwinklich, scharf stumpf- 
winklich sich schwerlich einer allgemeinen Billigung erfreuen werden, 
dass mir aber eine Form: „letztes Bauchsegment beim afterkegelig" 
ganz neu ist (pag. 61, Cicada montand). 

Seine auf die ^ der Lihurnia gegründeten Arten überlasse ich 
Andern mit Sicherheit zu bestimmen, und gebe hier die Resultate meiner 
Untersuchungen. 

Liegende Schrift bezeichnet giltige Gattungen, Arten oder Varietäten, stehende 

Schrift die Synonyme. 

A • ■ • L A } pulchellus Curt. 

Araeopus crassicornis ist Araeopus ) ^ 

^ ^ 1 Minki rieb. 

Atropis latifrons Kb. ist Metropis. 

Delphax (^Lihurnia) 

„ truncatipennis ist Megamelus notulus Ger. 

„ longifrons Boh. ist Stenocranus lineolus Ger. 

„ major Kb. ) fuscovittatus Stäl. 

„ colorata Kb. ) 

„ smaragdula ist Chloriona prasina Fieb. 

collina Boh. 
palleus Stal. 
„ longipes Kb. ist „ Reyi Fieb. 

„ punctulum Kb. ist Kelisia pallidula Boh. 
„ guttulifera K b. ist „ vittipennis J. Sahl. 
„ dubia Kb. ist Liburnia pellucida c^, ^ (brachypt.). 
„ Herrichi Kb. § ist Lihurnia pellucida (alata). 
„ dispar ist Liburnia pellucida, 

„ sordidula ist Liburnia sordidula^ hier übersieht Kbm. den spitzen 

Seitenzahn am Griffel. 
„ striatella Fall. Flor. Ich untersuchte Exemplare von Dr. Flor 
und Exemplare von L. v. Heyden, meine Abbildung, die 
Kbm. citirt sub pag. 27 gehört keiner anderen Art an. 
,, fuscipennis ^ Kb. ist Liburnia, es fehlt die Angabe der Farbe 
der Stirne. 



collina Boh. ist Liburnia 



Berichtiinuiijcn zu Ur. Kirsclihyuiu's Cicailim-n etc. 29 



elphax (^Liburnid) 

perspicillata Boh. ist Kelisia uud zu weit von der verwandten 
K. pallidula entfernt. 

Ileptosoma Flor, 
albüfimbriata Sig. 
apicalis ^ Curtis. 
obsoleta Kb. ist Liburnia cognata Fieb. 

flaveola Flor ist „ flaveola Flor (aus Flor Rh. wörtlich). 

mesomela Boh. ist Delphacinus mesomeia Boh. 

limbata F. ist Cononielus limbatus F. 

1 1 • i. r • ( venosa Ger. 
uitidula Kb, V Liburnia \ 

{ rhypara Fl or. 

patens \Lh. ist Liburnia discolor Boh. 

Heydeni K b, ^ ist Liburnia ^ leptosoma Flor. 

hamulata Kb. ist Liburnia propinqua Fieb. 

ferrugiuea Kb. ist „ spinosa Mk. 

quadrivittata Kb. ist LJurysa ^ "^'"^^^ 



trivittata Sig. 

Kirschbaum, in der Anmerkung hierzu auf pag. 40 
schreibt unrichtig Euryusa. 
Dicranotropis Kb. 

„ basiliuea Kb. ist Euides speciosa Boh. 

Ditropis fasciata Kb. ist Kelisia Scotti Fieb. var. fasciata. 
„ Pteridis Geue gehört zu Stiroma. 
„ bicarinata H. S. gehört zu Stiroma. 
„ atratula K b. (5* ist Jassidaeus morio Fieb. 
Pentastira Kb. gehört zu Oliarus Stal. 

„ major Kb. ist Oliarus roridus Fieb. var. opalina Fieb. 
Entithena Fieb. ist jetzt Myndus Stal. 

Peutastiridius K b. gehört zu Oliarus Stal und ist pallens Ger.! 
Cixius eurypterus Kb. ist Cixius cunicularius. 
„ nervosus c?? j ist Cixius nervosus. 

\ § ist „ cunicularius. 
„ distinguendus Kb. iu Herrn L. v. Heydeu's Sammlung ist: Cixius 
Simplex H. S. 

„ distinguendus Kb. von ihm bestimmt in Dr. G. Mayr''s Sammlung 
ist: Cixius stigmaticus Ger. 
Liorhinus Kb, ist Hyalesthes Sign. 

„ albolimbatus Kb. § ist Hyalesthes obsoletus Sign. 
Dictyophora ist Dictyophara Ger. 

5, Heydeni Kb. § ist Dictyophara multireticulata Mls. Rey 

„ italica Kb. ist „ europaea L. 

Systeropterum Heydeni Kb. ist Hysteropterum apterum F. 



30 



Dr. Fr. X. Fieber: 



Tettigometra tumidifrons Kb. ist Tettigometra brachycephala Fieb. 
„ pieeola Kb. ist „ atra Hagb. 

„ laeta Kb. ist „ atra var. bicolorj klein. 

„ nitidula ist „ j irnpressopunctata Sig. 

I frontalis Fieb, 

^ sicula Kb. ist „ virescens variet. 

„ margiuepunctata Kb. ist „ picta M. Dür. blass. 

„ Heydeni Kb. „ costulata Fieb. var. alho- 

fasciata. 

„ obliqua Latr. ist „ obliqua Pzr. 

Cercopis, hier hat die Stirne keine Seiteukiele, es sind nur Kanten vor- 
handen, wenn die Stirne nicht gewölbt ist. 
Cercopis distinguenda Kb. gehört zu Tnecphora QCerco'pis^ mactataG er. 
„ intermedia Kb. gehört zu T. sanguinolenta L. 
„ obliterata Kb. gehört zu T. sauguinolenta. 
Aphrophora corticea^ hier ist das Citat des Fallen auszuscheiden, da A. 

coriacea Fall, eine eigene Art ist, welche Kirschbaum nicht 
kennt. 

Ptyelus ist jetzt Philaenus Stäl. 
Lepeyronia soll richtig Lepyronia heissen. 
Centrotus siculus Kb. 



gallicus Kb. 
italicus Kb. 
turcicus Kb. 
abbreviatus Kb. 



sind sämmtlich nur Varietäten von C. cor- 

nutus Li. 



Ulopa trivia Ger. cJ, hierzu gehört U. decussata Ger. als ^. 
Paropia scanica Fll. ist Megophthalmus scanicus Fll. 

Acocephalus arcuatus Mk. ist Acocephalus polystolus Fieb. var. arcuataMk. 
„ dispar ist „ albifrons L. 

„ nigritus Kb. ist „ interruptus Fieb, v. nigritaKh. 

„ bifasciatus, hierunter sah Kbm. auch Exempl. von A. interruptus. 
Acocephalus ist Atractotypus Fieb. 

icinctus Perr. 
^fasciatus Mk. 
3fasciatus Sign. 

„ confusus Kb. ist Acocephalus polystolus Fieb. var. confusus Kb. 

„ serratulae F. ist „ albifrons L. 

Eupelix Zelleri Kb. <^ ist Eupelioe cuspidata. 

Selenocephalus pallidus Kb. ^ ist ein unausgereiftes welkes Exemplar 

(Orig.) von Selenocephalus obsoletus Ger. 
Jassus (Thaninotettix) Heydeni Kb. ist Allygus atomarius Ger. 
y, atomarius Kb. nicht Germ, ist Allygus commutatus Fieb. 



Bericlitigiinßon 7u Or Kirsclihanm'i Cicailinen etc. 



31 



Jassiis (Thaninotettix) 

„ Mayri K b. ist Allygus Mayri Kb., in den Sammlungen von mir aU 
Allygus frontalis bestimmt. 

„ intricatus H.S. ^ ist P/j/e/vsmsFieb. (Athys. Perr.) | ö»*"«^"^ P^^*"- 

( maculatus Fieb. 

„ puncticollis H. S. gehört zu Grypotes Fieb. 
„ punctifrons Fll. gehört zu Cicadula Ztt. 
„ punctatus Thb. „ „ Gnathodus Fieb. 

„ Tamaricis, hierunter sind zweierlei Arten, die Exemplare bei Dr. 

Mayr und Mink sind Athysanus (Opsius) s^acfo^aiws Am. Ser., 
die Exemplare in Herrn v. Heyden's Sammlung sind (c??) 
eine neue Art, und zwar: Athysanus (Opsius) Heydeni Fieb. 

„ prasinus K. ist Athysanus simple.v H. S. 

„ Zelleri Kb. ist „ prasinus Fll. 

„ Gnotatus Fll. gehört zu Cicadula Zett. 

„ striatulus Fll. gehört zu Athysanus. 

„ ornatus Frid. ^ ist Aglena ornata Fr id. 

„ longicornis Kb. ist Thamnotettix \ f'*'^'^^^^^^ ^' 

I antennata Boh. 

„ quadriuotatus ist Tamnotettix strigipes Ztt. 

„ diminutus Kb. ist Athysanus interstitialis Ger. 

„ coufusus Kb. ist „ sordidus cT Zett. 

„ yalidinervis Kb. ist „ grisescens Ztt. 

„ guttuliueryis Kb. ist Goniagnathus Fieb. guttulinervis Kb. 

„ hrevis H. S. gehört zu Goniagnathus Fieb. 

„ sulphureus Kb. ist Athysanus impictifrons Boh. 

lineatus F. gehört zu Thamnotettix. 

Thamnotettix. 

Stictocoris Thoras. 

„ ventralis Fll. „ „ ) 'rf^<^^^otettix. 

\ Graphocraerus Thoms. 

„ stylatus Boh. gehört zu Doratura J. Sahl. 

„ homophylus Flor. dto. 

Jassus {Deltocephalus) pictipennis ist Deltocephalus fasciatus Fieb. 

„ rubrotinctus Kb. gehört zu Thamnotettix. 

„ opacus Kb. 9 <Jto. 

„ badiellus Kb. ist Thamnotettix tenuis Ger. 

„ eximius Kb. qj* ist Paraholocratus glaucescens Fieb. 

„ nigricans Kb. ist Deltocephalus penthopittus Am. 

„ oxypterus Kb. ist Thamnotettix crocea H. S. 

„ croceus Kb. ist „ attenuata Ger. 

„ breviceps Kb. Von den 2 9 Herrn v. Heyda n*s Sammlung ist 
das eine mein Delt. ßavidus^ das andere ein bleicher D. bre- 



Preyssleri Fieb. gehört zu | 



32 



Dr. Fr. X. Fieber: 



viceps, in Herrn Mink's und Dr. G. Mayr's Sammlung sind 
es D. ßavidus^ daher D. breviceps eine zweifelhafte Art, 
Jassus (^DeltocepJialus) vitripennis gehört zu Thamnotettix. 

„ vaginatus K. ^ gehört zu Cicadula. 

„ citri nellus Kb. ist Deltocephalus cephalotes H. S. 

„ pallipes ^ Kb. ist „ Imiguidus Flor. 

„ pascuellus Kb. ist „ Minki Fi eb. (inv.Heyden'sSami.l.) 

„ luteolus Kb. ist „ Minki Fie b. (in H. Mink\s Samml.) 

„ striifrons Kb. ist gleich: Deltocephalus Mulsanti Fieb. 

„ nigrifrons Kb. ^ ist zu weit von Deltoceph. abdominalis entfernt. 

„ ocellaris, hiervon ist das der Deltoceph. Flori Fieb., das ^ ist 
richtig D. ocellaris. 

„ striatus^ hierunter sind die 2 Exemplare von Mombach in Herrn 
V. Heyden's Sammlung nicht striatus wie Kbm. angibt, 
sondern eine neue Art, und zwar D. Heiideni Fieb. 

„ obtusivalvis Kb., hiervon ist das JJ. picturatus^ das ^ aber D. 
Flori Fieb., daher eine Bastardart. 

Agallia Homeyeri Kb. ? ist Agallia \ Mls. Rey. 

( quadrisignata Flor. 

„ versicolor Flor. Kb. ist Agallia puncticeps Ger. 
Jdiocerus distinguendus Kb. ist gleich Id. cognatus Fieb. 

„ vittifrons Kb. ist der von Id. tibialis Fieb. 

„ ochroleucus Kb. ^ ist Id. fulgidus F. 

„ Minki Kb. § ist Id. fulgidus F. 

„ albicans Kb. ist Id. confusus Fl. (Sammlung des Dr. G. Mayr.) 
„ mesopyrrhus Kb. § ist ein bleiches nicht ausgereiftes Exemplar 

von Id. socialis Frey. (Samml. des Herrn v. Heyden.) 
„ prasinus Kb. ist Id. ustulatus Mls. Rey. Hier hat Kirschbaum 

die sehr langen, bis in's dritte Hüftpaar reichenden Fühler 

mit der Endplatte übersehen. 

ßythoscopus ist Idiocerus (Rhytidodus) Fieb. 

„ crenatus Kb. r^l.,^ •ir-^ulci'ß- scurra Ger.! 

" ^ } ist Germart Fieb. ^ , 

,j scurra Kb. ^ ) ( V 5, crenatus Ger. 1 

„ 3fasciatus Kb. ^ ist Varietät des Idioc. (Rhytid.) ^^(>&^7^5 Fieb. 

IMacropsis (Batrachomorph. L e w.) 
„ microcephala H. S. 
„ irroratus Lew. 
Pediopsis Heydeni Kb. ist Bythoscopus alni Schrk. 

„ diadema Kb. ist Pediopsis scutellata Boh. blasse Varietät (in 

L. V. Heyden''s Sammlung). 
„ Hippophaes Kb. ist gleich mit Pediopsis Mulsanti Fieb. 
„ margin atus ist Pediopsis nassata var. marginata, 
Typhlocyba albostriella ist Alebra (olim Compsus) alhostriella. 



Be^iollli^llIl^'t•n tu Or Kir^rlibaum'i Cicadinen Clc. 



83 



Typhlocyba smaragdula gehört zu Kybos. 

„ flavescens ist theils Chlorita Solani KoW.^ theW^ CM.ßavescens- 

„ viridida gehört zu Chlorita* 

„ quadripuiictata Kb. ist Notus stigmatipennis Mls. R. ein blei- 

ches Exemplar. 

„ Flori Kb. ist Notus molliculus Boh. und Notus facialis Flor. 

„ citriuella ist nicht die gleichnamige des Zetters tedt. 

„ ßavipennis gehört zu Notus. 

„ forcipatus Flor, ist Notus citrinellus Zett. 

„ Mauderstjerni Kb. ist Notus dilatatus Mus. Hai. 

„ aureola Fll. gehört zu Notus. 

„ parvula gehört zu Zygina. 

„ blandula Ross. gehört zu Zygina. Das ist richtig bestimmt, 
das 9 ist eine andere Art. 

„ Coryli Toll, ist Zygina Alneti Dhlb. 

„ Rosae gehört zu Anomia. 

„ candidula Kb. ist Anomia nivea Mls. Rey. 

19 — 26 gehören sämmtlich zu Anomia. 

T. jucunda H. S. gehört zu T. Zetterstedti Boh. 

28 — 32 sämmtlich zu Typhlocyba p:ehöri2". 

T. picta F. ist Typhlocyba Carpini Furcr. 

m TT j • rru • • i. I der rf T. omata Frey, 

T. Heydeni Kbm., hiervon ist ^ ^ 

I das § T. hinotata Fieb. 

Melissae Curt. 

Stachydearum Hardy. 



T. Zelleri Kbm. ist T. 



Aufschlüsse 

über einige Cicadinen in der vorm. Germar'schen Sammlung. 

Der Güte des Herrn Dr. Stein in Berlin verdanke ich die Ansicht 
der Originalien mehrerer, meist von Professor Germar aufgestellten neuen 
und beschriebenen, bisher zweifelhaften Arten Cicadinen. 

Unter den 7 Exemplaren des Delphax flavescens der Sammlung sind : 
2 (i", 4 9 (Delphax) Liburnia neglecta. 

1 § „ „ hyalinipennis. 

Delphax hemiptera 1 ^ ist L. forcipata. 

Unter 4 Exemplaren Tettigometra umbrosa Ger. sind 3 Ex. Tett, obliqua 
var. platytaenia Fieb. (umbrosa Ger.) und \ ganz einfarbiges Ex« 
mit bleichen Decken zu var. a) vulgaris. 

Aphrophora apicalis Ger. ist gelblichweisse Varietät von Philaenus spu~ 

marius mit braunem Fleck unter der Clavusspitze im Corium. 
Bd. IUI. Abhandl. g 



34 



Dr. Fr. X. Fieber: Bericlitiguiigen zu Dr. Kirschbaum's Cicadiuen etc. 



Vou Jassus scurra Ger. sind 4 vorhanden, wozu als ^ J. creuatus Ger. 
gehört, beide Geschlechter gehören zu Bythoscopus (Rhytidodus Fieb.), 
ich vereinte sie unter B. Germari Fieb. 
Unter Jassus biguttatus sind 3 ^ vorhanden, welche als ^ zu Bythoscopus 

Germari Fieb. gehören. 
Die 3 ^ unter Jassus bipustulatus gehören zu Bythoscopus Alni Schk. 
Jassus Stigma Ger. von den vorhandenen 5 Exemplaren ist 
<S-> ^ Idiocerus populi^ röthlich, 
1 „ laminatus Flor. 

19 w frontalis Fieb. 
1 9 „ fasciatus Fieb. 
Die Species: J. stigma Ger. wäre daher einzuziehen. 
Jassus subrusticus Ger., unter den 8 vorhandenen Exemplaren ist: 
4 Ex. Acocephalus albifrons L., 

6 Ex. (hierunter eines dunkel) sind Äc polystolus Fieb. (olim ornatus), 
1 Ex. Acoceph. hifasciatus. 
Jassus frenatus Ger. 2 9, sind Äthysanus striola Fll. 
„ serratulae, die 2 (S sind Acocephalus albifrons L. 
„ lituratus, die 4 Exemplare sind 2 ^ und 2 9 Idiocerus elegans 

Bur., die 2 ^ sind aus J_^appland. 
„ albiger Ger., die 2 c? gehören als Varietäten zw Acoceph. polystolusTi eh. 
„ obliquus Ger. sind 5 wovon 2 z\i Acoceph. ornatus Fieb.., hiervon 
eines bleich ; 2 9 Acoc. bifasciatus, das eine gelblich; und \ ^ 
Acoceph. albifrons L. 
„ pectoralis Ger. ist Äthysanus subfusculus Fll. 

„ tenuis G er., die 3 Exemplare gehören zu Thamnotettix^ und gehört 

auch Jassus attenuatus H. Sff. hierher. 
„ attenuatus Ger., die 4 vorhandenen ^ gehören zu Thamnotettix., die 
gleichnamige Art des H. Sff. (Jassus attenuatus) gehört zu 
Thamnotettix tenuis. 
Eupelix producta Ger., unter den 3 ^ gehören t ^ zw Eupel. cuspidata. 

„ spathulata Ger., die 3 ^ stammen von Erlangen, das eine ist Larve. 
Issus discolor Ger. gehört zu Hysteropterum Spin. 

„ dilatatus Oliv., unter den 3 Exemplaren sind 2 Issus coleoptratus 

und 1 9 meines Issus frontalis. 
„ immaculatus F., von den 3 Exempl. ist eines Hysteropt. grylloidesj 
dann und ^ von Issus climacus Fieb. 
Cicada concinna Ger., von den 2 Exempl. ist 1 die Cicadatra atra Ol. 

(concinna) und 1 ^ die Cicadetta Megerlei Fieb. (dimidiata 
Fab. im Carton der ersten Ausgabe der Syst. Rhyngot. 1803.) 



Bes chreilung 

sieben neuer Arten Microlepidopteren. 

Von 

JoseflHann. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 3. Jänner 1872.) 



i. Melissoblaptes oeconomelliis u. sp. 

<S^- Eine der kleinsten Gallerien, die, wofür auch ihre sonstige 
Aehnlichkeit mit 3fel. bipunctanus spricht, ganz sicher zu Melissoblaptes 
gehört; das Geäder auf der Unterseite der Vorderflügel ist sehr deutlich 
und lässt ohne Abschuppen sehen, dass die Mittelzelle lang- zugespitzt ist 
und mit ihrer Spitze ziemlich weit vom Hinterrande entfernt bleibt. Im 
Baue weicht sie von hipunctanits dadurch ab dass die schmäleren Hinter- 
flügel (auch die des Weibes) in eine fast sichelförmige Spitze auslaufen. 

Flügelspannung des Mannes 8, des Weibes 9 Pariser Linien. Thorax, 
Beine und Vorderflügel haben ein lichtes Grau, das aber durch sehr reich- 
liche bräunliche Stäubchen verdunkelt wird, zur Grundfarbe; die männ- 
lichen Fühler auf der Unterseite des Wurzelgliedes weisslich, sonst grau, 
gegen die Spitze aber dunkler geringelt; die männlichen Palpen ragen 
über den grauen Stirnbusch nur um dessen Länge hinaus, Hinterleib 
gelbgrau, beim Weibchen nicht sehr verdickt, wenn auch stark verlän- 
gert, und ohne vorstehenden Legestachel. 

Die Vorderflügel länger gestreckt als bei bipunctanus^ an der Spitze 
mehr abgerundet und beim Männchen der Vorderrand gerader. Die schon 
erwähnte Grundfarbe ist längs des Vorderrandes und auf der Innenseite 
der hellen Binde am duukelsten. Hinter der Mitte liegt im Mittelfelde ein 
schwarzer Punkt, der beim Mann leicht zu übersehen, beim Weib deut- 
lich ist; bald hinter ihm folgt eine breite, helle, besonders am Vorder- 
rande deutliche Binde, die in ihrer Mitte , also tiefer als bei bipunctanus^ 
in einen Winkel gebrochen ist; zwischen demselben und dem Hinterraade, 



36 



Josef Mann: 



au welchem eine Reihe schwärzlicher Punkte hinzieht, ist der Raum ein- 
farbig bräunlichgrau. Fransen grau, dunkler durchzogen. 

Hinterflügel überall einfarbig braungrau, beim Weibchen etwas 
heller; ebenso die ganze Unterseite, auf der man nur den Anfang der 
hellen Binde auf dem Vorderrande als eine lichte, durch vorhergehenden 
dunklen Schatten hervorgehobene Stelle erkennt. Die schwarzen Hinter- 
randpunkte sind nur beim Weib etwas deutlich. 

Ich fand diese Art bei Tultscha in Bulgarien an einem Distelstengel 
Mitte Juni in Copula. 

2. Grapholitha conformana n. sp. 

(S^- Zunächst verwandt der kleineren microgrammana, mit dersel- 
ben riügelgestalt und Färbung. Eine Hauptauszeichnuug vor allen ähn- 
lichen Arten ist der Spiegelfleck von hell bleichgelber Far'j.^, der durch 
zwei starke zinnglänzende Streifen innen und aussen begrenzt wird, der 
äussere ist dicker und an sein oberes Ende stösst ein bleiglänzender, vom 
Vorderrande schräg herabkommender Strich, der am Vorderrande weiss- 
lich und durch ein schwarzes Strichelchen gespalten ist; der innere Eiu- 
fassuugsstreif ist nicht so stark wie der vordere und kürzer; dicht über 
ihm zieht eine Bleilinie, schräg vom Vorderrande her und verbindet sich 
mit dem letzten weisslichen Vorderraudhäkchen, bisweilen auch mit dem 
Einfassungsstreifen; am oberen Theile des Spiegels liegt eine tiefschwarze 
Linie, welche gleichsam die beiden Einfassungen auseinanderhält; unter 
ihr ist selten noch ein schwarzer Punkt vorhanden. Der ganze Raum 
hinter dem Spiegel bis zum Hinterrande ist bis zur Flügelspitze hinauf 
mit feinen, schwarzen Pünktchen ausgefüllt; der übrige Theil des Flügels 
ist hell bräunlichgrau, mit reichlichen, verloschenen bräunlichen Quer- 
stricheln, namentlich gegen den Vorderrand; gegen die Flügelspitze geht 
die Grundfarbe mehr in's Ochergelb über. Der Vorderrand ist, beim Weib 
von der Wurzel an, beim Mann von der Mitte an, mit abwechselnden 
weisslichen und dunkeln, theilweise schwarzen Häkchen bis zur Flügel- 
spitze, wo die weisslichen etwas grösser werden, gezeichnet; vor den 
weisslichen verlängern sich, wie bemerkt, zwei als Bleilinien bis zum 
Spiegelfleck. Fransen weisslich, um die Flügelspitze bräunlich. 

Hinterflügel eintönig braungrau; Fransen beim Manu weisslich, 
beim Weib grau, an der Wurzel von einer grauen Linie durchzogen. 

Unterseite grau, die dunkleren Vorderflügel haben den Vorderrand 
mit weisslichen und schwarzen Häkchen abwechselnd bezeichnet, beim 
Weib schon von der Wurzel aus; an den Hinterflügeln der Vorderrand 
weisslich und zei^-t nur verloschene, gegen die Flügelspitze deutlichere 
schwärzliche Häkchen. 



Beschreibung sieben neuer Arten Mirrolepidoitleren. 



37 



Rücken vou der Farbe der Vorderllügel, Kopf heller. Palpen dicht 
behaart, zusammeugedriickt, weissgrau, aussen mit dunkelgrauein Schatten- 
streit"; Leib grau, At'terbusch des bleichgelb. 

Im Juni 18G3 bei Brussa, sowie bei Kagusa und Spalato auf Hut- 
weiden um Disteln, bei Joscfsthal in Croatien und bei Ofen von K. Anker 
gesammelt (M. C), scheint somit im Süden ziemlich verbreitet. 

3. Gelechia brucinella n. sp. 

So gross wie Anguinella, aber schmalllügeliger, Rücken, Kopf nebst 
Fühlern und Palpen bleichgelblich; die dünutu Palpen mit vier braunen 
Flecken, welche auf der Innenseite am deutlichsten sind, Vorderflügel 
bleich gelblich, mit äusserst feinen dunkeln Stäubchen dicht bestreut, 
welche nur am Vorderrande hinter der Mitte eine ansehnliche Stelle 
fl«^ijkeuartig frei lassen. Sehr nahe der Wurzel am luuenrande ein brauues 
Querf^c-^-^ichen, dem ein kleineres auf dem Vov ^erraude entspricht; weiter- 
hin am luneurande ein grösserer Querfleck, der über die Falte wegreicht, 
dann ein längliches, verwischtes Fleckchen auf dem Vorderrande; hierauf 
iu der Flügelhälfte ein länglicher Punkt in der Falte, und einer darüber 
im Mittelfelde. Vor der lichten Stelle folgen drei Punkte querüber, von 
denen der auf dem Vorderraude verwischt ist, die zwei untersten auch 
zu einem auf dem Inuenrande ruhenden Querstriche zusammenfliesseo ; 
sie bilden eine schräge Querlinie. Die Flügelspitze ist dunkel bestäubt, 
und die Stäubchen reichen über die halben Fransen hinweg, auf welchen 
sie hie und da in undeutliche Längsstriche zusammenlaufen. 

Die braunen Fleckchen und Punkte haben etwas Rauhes, wonach 
die Art am besten in Heinemann's Gattung Teleia zu stehen scheint. 

Die Hinterf-ägel sind sehr hell grau, gegen die Wurzel fast durch- 
scheinend, in der Spitze und am Hinterrande dunkler schattirt, wodurch 
der scharfe Winkel unter der verlängerten Spitze recht sichtbar wird. 

Aus Tamarixgallen, welche ich 1858 aus Palermo und 1863 aus 
Brussa brachte, erhielt ich im September aus den sizilianischen und Mitte 
October aus den Brussaer Gallen einige Falter; von Herrn Kindermaun 
1857 auf Tamarix articulata V. bei Cairo gesammelt. (M. C.j 

4. Gelechia gallincolella n. sp. 

Wie die kleinste FsUella, mit demselben Habitus, nur mit län- 
gerer Hinterflügelspitze, doch sogleich durch das braune Fleckchen auf 
dem Anfange des zweiten Vorderranddrittels der Vorderflügel, welche den 
Anfang zu einem schrägen Querstreifen bildet, zu unterscheiden, dann 
auch durch die helle, winklig gebrochene hintere Querlinie. Gehört uaher 
wohl richtig in die Gruppe von MacuUferella. 



38 



Josef Man 



Die Palpen haben ein dickes, zusammengedrücktes Mittelglied, 
welches oben bleichgelhlich weiss, unten bräunlich ist; das halb so lange 
Endglied ist ebenso hell, an der Wurzel und 7or der Spitze braun. 
Gesicht bleichgelblich, Rückenschild dunkler und grau angelaufen. Fühler 
zwar undeutlich, aber dicht bräunlich geringelt. 

Vorderfiügel sehr bleich ochergelb, mehr oder weniger durch sehr 
feine braune Stäubchen verdunkelt, bei einem Exemplare am meisten auf 
der grösseren Innenrandhälfte. Am Anfange des zweiten Drittels reicht 
ein brauner, wurzelwärts hell gesäumter Schrägfleck bis zur Falte herab, 
wo er sich verdickt. Hinter demselben im Mittelraume ein brauner, läng- 
licher Punkt und in grösserem Abstände noch einer; bei einem Exemplare 
sind sie aber in verdunkelter, zwei ochergelbe Fleckchen bildender Grund- 
farbe versteckt; bei einem zweiten sieht man statt des ersten deutlich 
zwei, und bei einem weitereu Stücke befinden sich unter der Falte drei 
dünne braune Läugsstrichelchen hintereinander. Die helle hintere Quer- 
linie ist wenig deutlich , aber über der Mitte in einen Winkel gebrochen. 
Der Rest des Flügels ist mehr oder weniger stark bräunlich bestäubt, 
ebenso die obere Hälfte der Fransen. 

Hinterflügel hellgrau, gegen die Wurzel fast durchscheinend, am 
Hinterrande und in der verlängerten Spitze verdunkelt. Diese unschein- 
bare Art ist ziemlich veränderlich; aber an dem dunkeln, vom Vorderrande 
herabgehenden Querfleck vor der Flügelmitte gut zu erkennen. 

Die Gallen auf Tamarix sammelte ich im Sommer 1868 bei Spalato. 
Die Falter erschienen in einigen Exemplaren Ende September. 

5 Oelechia decuriella n. sp. 

Klein; Kopf und Rücken weiss, letzterer grau bestäubt; Palpen 
weiss, schwarz gefleckt; Fühler weiss und schwarz geringelt. Vorderflügel 
weiss, hinten hie und da gelb gemischt, schwarz bestäubt; ein Schulter- 
fleckchen, zwei eine schräge Querlinie bildende Fleckchen nahe der Wur- 
zel, und zwei getrennte Punkte im Mittelraume schwarz. 

Der viel grösseren Electella oberflächlich ähnlich, die aber auf den 
Vorderflügeln gar nichts Gelbliches hat. Aehnlicher ist c^emne^ia der etwas 
kleineren anguinella, doch sind Rückenschild, Kopf und Palpen nicht 
schneeweiss, ersterer und der Scheitel grau bestäubt; Palpen mit mehreren 
schwarzen Flecken; Endglied viel länger als bei anguinella. 

Vorderflügel an der Wurzel schmutzig weiss, etwas bestäubt. Nahe 
dem schwarzen Schulterfleckchen liegt ein ähnliches auf dem Vorderrande 
und schräg unter der Falte ein anderes; beide sind durch gelbliche Farbe 
so verbunden, dass eine schräge, zweimal schwarz gezeichnete Querlinie 
entsteht. Im Mittelraume liegen weit von einander zwei scharf schwarze 



noschroibuns sicboii iKMior Arloii Microlcpidoplcrcti. 



39 



Punkte, j(MU»r mit oiiuMU dunkeln Vorclernindscliatten ; der zweite Punkt 
luit diesen Schatten stärker als der erste und ein sehr feines schwarzes 
Pünktchen darnnti-r. T^ie Fliif>fol.spitze ist fjelblicli g'cwölkt, mit schwarzen 
Stäubclien bestreut, die am Vorderrande vor der Spitze zwei — drei schräge 
Häkchen bilden. Die sonstigen äusserst feinen und dichten grauen Stäub- 
chen der auguinella vor dem Ilinterrande und auf den Fransen fehlen 
durchaus; hier ist die hellgraue Flügelspitze wcisslich und mit schwarzen 
Stäubchen bestreut. 

Die hellgrauen Hinterflügel haben wie bei anguinella eine stark 
hervortretende Spitze, unter welcher der Hinterrand tief und stumpf aus- 
gerandet ist. Auf der Unterseite sind sie gleichfalls am Vorderraude breit 
bräunlich bestäubt. 

Mitte Juni 2 Stück bei Raibl auf Eichengesträuch gefangen. 

6. Pleurota sublustrella n. sp. 

(J* Bei der grossen Aehnlichkeit der zunächst verwandten Arten 
genügt es, die unterscheidenden Merkmale anzugeben. 

Von pyropella^ mit der sie in der Grösse, sowie in der Schwäche 
des Glanzes, der Färbung und Zeichnung der Vorderflügel stimmt, unter- 
scheidet sie sich durch die grössere Breite und geringere Zuspitzung der 
Vorderfli'gel, durch den weniger schrägen Hinterrand, ferner durch den 
etwas kürzeren Enddorn der Palpen. Die Hinterflügel scheinen keinen 
Unterschied zu bieten, da sie bei beiden Arten in der Zuspitzung ab- 
ändern. 

Von pungitiella^ deren Palpen etwas länger und dünner sind, unter- 
scheidet sie sich gleichfalls durch die Vorderflügelgestalt, die bei pungi- 
tiella wie bei pyropella ist, und durch gelbliche Färbung, namentlich der 
Vorderrandstrieme, die bei pungitiella rein weiss ist. 

Salviella hat noch spitzere und schmälere Vorderflügel als pyropella 
(Her ri ch-S chäffer kehrt die Sache um); dazu kommt der grössere 
Glanz und die blässere Farbe derselben; ausserdem ist der Enddorn der 
Palpen bei salviella länger. 

Vittalba Stand, ist nach der Abbildung ein sehr verschiedenes Thier, 
das wohl mit Unrecht eine Stelle zwischen pyropella und salviella erhal- 
ten hat. 

Somit weicht sublustrella von allen nächsten Verwandten durch die 
Breite der Vorderflügel ab. Metricella ist durch Grösse und glänzende 
Vorderflügel sogleich zu erkennen und submetricella w'wA durch S tainton 
als hinreichend verschieden durch die Kürze des dritten Palpengliedes 
charakterisirt. Das Weib der sublustrella ist noch nicht bekannt. 

Im Juli bei Brussa auf Berglehnen einzeln. (M. C.) 



40 



Josef Mann: Be3chreibung sieben neuer Arten Microlepidopterea. 

7. Butalis leucogaster u. sp. 



Vorderflügel schmal, einfarbig grünlichgrau, nur in der Falte 
mit einigen hellen Haarschuppen; Hinterleib dünn, zugespitzt, hellgrau 
oder gelblich mit gelblich weissem Bauch. 

Fusco-aenea zunächst, die aber statt grünlichgrauer Vorderflügel 
glänzend gelbgrüne hat ohne die mindeste gelbliche Haarschuppe in der 
Falte. Noch näher kommt sie einer Sareptaner Art, deren Vorderflügel 
jedoch auf der ganzen Fläche mit hellen Haarschuppen bekleidet und 
deren Palpen auf der inneren Seite ganz weiss sind. Grandipennis ist 
grösser und durch ihren kurzen dicken Hinterleib sehr verschieden. 

Kleiner als fusco-aenea^ von gleicher Vorderflügelgestalt; die Grund- 
farbe grau, kaum mit etwas grünlicher Mischung, und in der Falte von 
der Wurzel aus bis zur Flügelhälfte schmal mit bleichgelben Schuppen- 
haaren bekleidet. Palpen aufgebogen, grau, etwas länger als bei fusco- 
aenea- Der sich nach hinten verdünnende Hinterleib endiget in ein helles 
schwaches Haarbüschchen, ist bei einem Exemplare ganz graugelblich, 
bei einem andern auf dem Rücken hellgrau, bei beiden am Bauch schmutzig 
weissgelblich. 

Mitte Juli und Anfang August im Saugraben am Schneeberge bei 
Sonnenschein fliegend. (M. C.) 



-cs^^^. 




Rudolph Felder. 

Ein ISTachruf 

von 

Dr. J. R. Schiner. 



Vorgelegt in der Sitzung vom 7. Februar 1872. 



w enn wir zurückblicken auf die Verluste, welche uns das abgelaufene 
Jabr gebracht hat, so wird kaum bezweifelt werden können, dass der 
Verlust unseres reichbegabten, unermüdlich thätigen, verdienstvollen Mit- 
gliedes Rudolph Felder zu den schmerzlichsten und beklagenswerthesten 
wird gezählt werden müssen. 

Allerdings sind uns im Laufe dieses Jahres ausgezeichnete und 
hochgeachtete Mitglieder durch den Tod entrissen worden und tiefe Trauer 
rauss uns erfüllen, wenn wir an August Neilreich, an Haidinger, 
an Siegfried Reisseck denken — Männer, deren Andenken in uns 
immer fortleben wird. Allein alle diese wurden am Schlüsse eines thaten- 
reichen Wirkens abberufen, in einem Alter, wo dem menschlichen Leben 
nur zu oft eine Grenze gezogen ist, über welche hinaus das Unerforsch- 
liche beginnt. 

Rudolph Felder hingegen starb in der Bliithe seines Alters und 
die Blüthe, welche sich da so wunderbar entwickelt hatte, barg eine ver- 
heissungsYolle Frucht, aus der bereits reiche und kräftige Samenkörner 
hervorzubrechen begonnen hatten — er starb am Beginne einer glän- 
zenden Laufbahn, mitten unter Arbeiten und Studien, die nicht leicht ein 
Anderer in der Weise fortzusetzen im Stande sein wird, der nicht unter 
ebenso glücklichen Verhältuisssen geboren wurde, wie es bei dem Dahin- 
geschiedenen der Fall war. 

Mit allen Anlagen eines echten Forschers, mit seltenem Scharfsinn, 
ausgezeichneter Beobachtungsgabe , strenger Gewissenhaftigkeit und un- 
ermüdlichem Fleisse ausgerüstet, konnte sich sein schönes Talent unter 
den Augen eines hochgebildeten Vaters vollends entwickeln — und wenn 
Bd. XXII. Äbhandl. g 



42 



Dr. J. B. Schiner: 



Andere in so frühem Alter es kaum zu unternehraeu wagen, sich um 
Rath und Beistand an erprobte Meister des Faches zu wenden, stand ihm 
der Meister und Rathgeber bei jedem Schritte zur Seite oder vermittelte 
den Verkehr mit anderen Fachgenossen. 

Dazu kamen aber noch andere, hochbedeutsame Umstände. Der 
Vater besass eine der reichsten Lepidopteren-Sammlungen des Contiuents 
und nicht nur das allein — er war durch seine Verbindungen mit fast 
allen Ländern der Erde und durch eigene, grosse Reisen in den Besitz 
eines reichen, noch unpublicirten Materiales gelangt, das auch einen 
weniger berufenen Forscher, als es Felder war, zur Sichtung und Bear- 
beitung angeregt hätte. 

Es sollte und musste ein so reicher Schatz behoben und auch An- 
deren zugänglich gemacht werden und der Aulass zur Arbeit w^ar um so 
dringender, als zu dem vorhandenen Materiale auch noch die reichen 
Vorräthe der Novara-Expedition hinzukamen, mit deren wissenschaftlicher 
Bearbeitung Cajetau Felder von der k. Akademie der Wissenschaften 
betraut worden war. 

Nun ist aber zu bedenken, dass lepidopterologische Arbeiten — 
besonders über exotische Formen — nicht so leichthin nur mit der „Feder 
in der Hand" abgefertigt werden können, wie es bei den übrigen Insek- 
ten-Ordnungen in der Regel der Fall ist. Beschreibungen allein genügen 
da nicht immer und will der Lepidopterologe richtig verstanden werden, 
sollen alle Zweifel über neu beschriebene Arten behoben sein, so ist es 
oft unerlässlich , sie durch gute und richtige Abbildungen zu erläutern, 
zu ergänzen und zu illustriren. 

Auch in dieser Beziehung walteten günstige Umstände ob, es konnte 
der vortreffliche Zeichner und Kupferstecher Geyer gewonnen werden, 
um die erforderlichen Abbildungen anzufertigen, welche eine Zierde der 
Felder'schen Publicationen sind. 

So günstige Umstände treffen nicht so bald wieder zusammen, wie es 
bei Rudolph Felder der Fall war, und ereignet es sich, so fragt es 
sich weiter, ob dann dieselbe Hingebung für die Wissenschaft, dieselbe 
bewunderungswürdige Gründlichkeit und Präcision vorhanden sind, wie 
sie bei R. Felder vorhanden waren. 

Ich befürchte, dass — nachdem auch Julius Leder er dahinge- 
gangen ist — umfangreichere lepidopterologische Publicationen wieder 
für lange Zeit in unserem Vaterlande ruhen werden, ich befürchte diess 
um so mehr, da unser hochgeachtetes Mitglied Dr. Cajetan Felder, 
in ehrenvollster Weise von dem öffentlichen Leben in Anspruch genom- 
men, kaum mehr die erforderliche Müsse finden wird, um solche Publica- 
tionen vorzubereiten und fortzuführen, und in wehmuths voller Erinnerung 
an den theuren Sohn und Mitabeiter auch wohl für lange Zeit nicht Lust 



RliiloI|i|i Foldrr. 



43 



liahon dürfte, den Arbcii sl i.si-li aufzusucluMi , :in wclcli^'ni iiun (li( h ere 
Stolle in jedem Moiiieiitc diese Krinneriiii|y neu wacliiufVn würde . . . 

Das ist die BedeutuiiL»- des Verlustes, den ich im Kiii^aiige als einen 
der schuierzliclisten und beklagenswerthesfcen bezeichnet habe. Mit Ru- 
dolph Felder ist nicht nur eines unserer thätigsten und lahigsten Mit- 
glieder für immer von uns g'eschieden — es sind mit ihm auch die schön- 
sten und bei'echtigsteu HolTnungen zu Grabe gegangen — und in unsere 
Mitte eine Lücke gerissen worden, die niclit bald ausgefüllt werden wird. 

Als sie den, in voller Jiigendblüthe daliingeraiften, ebenso liebens- 
würdigen als bescheidenen Mann, als Leiche durch die geschmückte Kirche 
trugen und Tausende von theilnehmenden Freunden den reichbekränzten 
Sarg umstanden, ert'asste mich ein namenloser Schmerz, denn ich dachte 
an diese weit klaflfende Lücke, welche sein Tod in unserem ohnediess so 
kleinen Entomologenkreise gerissen hatte, und das bleiche, bebende 
Antlitz des tief gebeugten Vaters zeigte mir, dass die Lücke auch im 
Familienkreise eine unausfüllbare sein werde . . . 

Ich will hier eine kurze Lebens-Skizze Rudolph Felde r's bei- 
fügen, aus welcher Sie ersehen werden, was für ein seltener Mensch der- 
selbe gewesen ist und wie Vieles und Vorzügliches er in der kurzen Zeit 
seines Lebens zu vollbringen im Stande war. 

Rudolph Felder wurde am 2. Mai des Jahres 1842 zu Wien 
geboren. Sein Vater, der hochgeachtete, derzeitige Bürgermeister der 
Haupt- und Residenzstadt Wien, Dr. Cajetan F ildr r, war in der Lage, 
dem einzigen Sohne eine sorgfältige Erziehung geben zu lassen und so 
finden wir ihn am Josephstädter Gymnasium als einen der ausgezeich- 
netsten Schüler und später an der W^iener Hochschule, wo er die juridisch- 
politischen Studien mit dem besten Erfolge absolvirte. 

Obwohl er keine besondere Vorliebe für das juridische Fach hatte 
und sich schon seit seinen Knabenjahren mehr zu naturwissenschaftlichen 
Studisn hingezogen fühlte, veranlasste ihn doch seine in allen Richtungen 
hervortretende natürliche Anlage zur erschöpfenden Gründlichkeit, die 
begonnenen Berufsstudien bis zur Erlangung des Doctorgrades fortzu- 
setzen und eben sollte er in der Woche das Ltzte Rigorosum ablegen, 
in welcher er für immer aus diesem Leben abberufen wurde. 

Neben seineu Berufsstudien wareu es, wie bereits angedeutet wurde, 
die Naturwissenschaften, welche ihn seit seiner frühesten Jugend vorzugs- 
weise beschäftigten. 

Als Knabe von 10 Jahren war er bereits ein tüchtiger Botaniker, 
der sich nicht damit begnügte, die getrockneten Pflanzen in sein Herba- 
rium einzulegen und nach irgend einem moderneu Handbuche zu detei- 
miuiren, sondern der über dieselben Aufschluss suchte auch in den ältesten 
Schriften und Werken dieses Faches. Es ist charakteristisch für Felder, 

6 * 



44 Dr. J. R. Schiner: 

dass er sich schon als Knabe die Werke eines Clusius uud Rumpf aus 
seinem Taschengelde zu verschaffen wusste. Sein damaliger Lehrer 
Dr. Doleschall, derselbe, welcher später als Arzt in holländischen 
Diensten auf Araboina lebte uud daselbst am 26. Februar 1859 als geach- 
teter Naturforscher dem Einflüsse des Klimas erlag — unterstützte die 
Bestrebungen seines begabten Schülers und führte ihn auch später in 
das zoologische Fach ein. 

Selbstverständlich waren es da die Lepidopteren, welche ihn zumeist 
anzogen und fesselten, waren sie doch in den Sammlungen seines Vaters 
so reich vertreten. 

Felder blieb aber nicht auf der Station des Sammlers stehen, wie 
so viele Andere: er studierte die Lepidopteren gründlich und suchte den 
natürlichen Zusammenhang und die Verwandtschaften derselben zu erfor- 
schen, um zu einer systematischen Reihung derselben zu gelangen. 

Darwin's und Wallace''s neue Theorien fesselten uud interessirten 
ihn, wie jeden denkenden Naturforscher, er unterwarf sich ihnen jedoch 
nicht blindlings, wie er überhaupt überall und jederzeit sich bestrebte, 
durch gründliche Studien sich ein selbstständiges, eigenes Urtheil zu 
gewinnen. Die Systematik der von ihm bevorzugten Insekten-Ordnuug 
beschäftigte ihn vorzugsweise, wobei er ganz neue Wege einschlug und 
zu neuen Gesichtspunkten gelaugte. — Die in unseren Schriften publicirte 
Abhandlung: „Speeles lepidopterorum huc isque descriptae , in ordinem 
systematicam digesta, worin die Rhojpalocera in einer natürliclien Reihen- 
folge aufgezählt werden und welche von den Fachmännern aufs günstigste 
aufgenommen worden ist, liefert einen Beleg dafür. 

In ähnlicher Weise sollten später auch die Heterocera bearbeitet 
werden, für welche er eine ganz neue Reihenfolge im Auge hatte uud 
er beabsichtigte, nach Vollendung des Novara- Werkes eine systematische 
Bearbeitung sämmtlicher Lepidopteren, mit ausführlicher Begründung der 
von ihm beantragten Neuerungen herauszugeben, welche Absicht leider 
durch den frühen Tod des genialen Mannes vereitelt wurde. 

Durch seine Publicationen, welche er meistens in Gemeinschaft mit 
seinem Vater herausgab *) und durch seine ausgebreitete Correspondenz 
mit den Fachmännern Deutschlands, Englands, Frankreichs, Nord-Ame- 
rika's und selbst Neuhollands . . . wobei ihm seine umfassenden Sprach- 
kenntnisse zu Statten kamen, hatte er sich bald einen geachteten Namen 



Ueber das Verhältniss der Mitarbeiterschaft erhielt ich durch Herrn 
Dr. Cajetan Felder folgende Aufklärung: „Die meisten seiner Arbeiten 
erschienen* — schrieb mir Felder senior — „zugleich unter meinem Namen. 
Es war das eine Nothwendigkeit, sonst wäre er niemals zu einer Veröffentlichung 
zu bringen gewesen. Von mir ging nur der erste Anstoss, hie und da die Form, 
hie und da die Beseitigung einer aufgestossenen Schwierigkeit aus — das Detail 
der Arbeit war durchaus nur von ihm." 



45 



or\vorl)en. Soinc schartV Bc'ol)ai-lituiig.sj>-iil)i>, sowie seine SL-lteiie (i rliiui lic Ii - 
keit, unterstützt von einem ungewöhiilirlien Gedächtnisse, imponirten 
7unKil und vermittelten, dass Naturl'orsrlur und Reisende im Vertrauen 
auf seine Kenntnisse, die Ausbeute ihres Sammelfleisses dem jungen Vor- 
si"her zur Bearbeitung* und Veröilontlichuiig zusendeten. 

Auf diese Weise erhielt und bearbeitete Felder die Lepidoptereii 
aus den Sammlungen seines ehemaligen Lehrers Dr. Dol eschall von den 
Molukken; die der niederländischen Expedition „Etna" aus Neu-Guinea; 
die Lepidopteren. welche Dr. Semper auf den Philippinen gesammelt 
hatte, die von J^orquin in Californien, Utah und Sonora und später auf 
den Inseln des Malayischen Archipels gesammelten, jene von Castelneau 
aus Malacca und thellweise auch die von Wallace Von seiner grossen 
Reise im genannten Malayischen Archipel herstammenden. Ebenso deter- 
minirte er die herrliche Ausbeute des rühmlichst bekannten „Naturfor- 
schers am Amazonenstiome", Henry Bates, die Lepidopteren des uner- 
müdlichen deutschen Forschers Alexander Lind ig aus Columbien und 
die von Dr. Moritz iu Venezuela, von Hedemann in Mexico, von 
Nietner auf Ceylon, von Freih. v. Ransonnet ebenda gesammelten; 
endlich bearbeitete er auch noch die ausgezeichnete Sammlung von He- 
teroceren des bekannten südafrikanischen Naturforschers Trimen und 
die Lepidopteren, welche unser berühmter Landsmann Dr. Wel witsch 
aus Congo und Loanda mitgebracht hatte. Das Manuscript über die letzt- 
erwähnten Lepidopteren liegt vollendet vor uns und wird unter dem Titel: 
„Iter Welwitschianum" aus Felder^s Nachlass der Oeffentlichkeit übergeben 
werden — es war neben dem grossen Novara-Werke seine letzte grössere 
Arbeit, 

Aber alles dieses war es nicht allein, was den nie ruhenden Mann 
in seinen Mussestundeu beschäftigte. 

Er fühlte das unabwei.sbare Bedürfniss, in alle Zweige des mensch- 
lichen Wissens einzudringen und sich über die wichtigsten Probleme un- 
seres Daseins aufzuklären. 

Dabei begnügte er sich nirgends mit einer nur oberflächlichen, 
encyklopädischen Bildung, sondern forschte in den Quellen und Haupt- 
werken nach, die er eifrig las und studirte. 

So verfolgte er beispielsweise die Entwickeluug des religiös-philo- 
sophischen Gedankens von den frühesten Zeiten an bis zur Gegenwart 
herab und las zu diesem Behufe die Kirchenväter, besonders die Schriften 
des heiligen Augustin — er ermüdete nicht die vergilbten Blätter der 
Mystiker und Scholastiker des Mittelalters durchzugehen und setzte seine 
Studien fort bis er bei Kant, Fichte, Schölling und Schopenhauer ange- 
langt war. 

Die Schriften der grössten Denker aller Zeiten, sowie auch die 
hervorragenden Werke der extremsten Richtungen uud Gegensätze blie- 



46 



Dr. J. R. Schiner: 



bell ihm nicht uubekannt; er hatte sie fast alle gelesen: Humboldt und 
Büchner, Darwin uud Wagner, Agassiz und C. Vogt, Liebig und Mole- 
schott, Strauss und Bauer, sowie Günther und Montalembert; Schlosser, 
Gervinus, Macaulay u. s. w. Er bewältigte ein so colossales Bücher- 
materiale, dass die Anführung desselben hier ermüden würde. 

AVas er las excerpirte er sich, es haftete aber ausserdem so fest in 
seinem staunenswerthen Gedächtnisse, dass er in Gesprächen oft den 
Wortlaut des vor Jahren Gelesenen mit überraschender Treue zu citiren 
im Stande war. 

Das auf diese Weise gewonnene reiche Wissen benützte Felder nie, 
um im Umgänge mit Anderen damit zu prunken. Im Gegentheile vermied 
er es mit Sorgfalt, davon zu sprechen oder sich überhaupt damit hervorzu- 
drängen. Der Gewinn, welchen er aus seinen unermüdlichen, fortgesetzten 
Studien zu ziehen beabsichtigte, sollte nur darin bestehen, mit sich und 
in sich klar zu werden und seinen Charakter zu veredeln. 

Er war daher ein stiller, in sich gekehrter Gesellschafter, der nur 
selten an allgemeinen Gesprächen und Discussionen Theil nahm — geschah 
es aber, dann überraschte er gewiss durch sein reifes Urtheil und sein 
gründliches Wissen. Der stille, bescheidene Mann gewann sich aber mehr als 
Andere, die hierzu den Markt des Lebens aufsuchen, eine Schaar wahr- 
haft treuer Freunde, denn er war ein vortrefflicher Mensch und ein 
durchaus reiner Charakter, zu dem sich Alle, die ihn näher kenneu lern- 
ten, hingezogen fühlten und die ihn dauernd liebten und verehrten. 

Es liegen mir zwei Nachrufe vor, welche zwei semer Collagen im 
ersten Schmerze über den Verlust ihres Freundes niederschrieben und die 
ein beredtes Zeugniss dafür sind, wie lieb und theuer ihnen der Dahin- 
geschiedene gewesen ist. 

Fortan und ununterbrochen vertieft in ernste Studien und allzusehr 
gefesselt durch den Reiz des Wissens, übersah Felder leider die Ruhe- 
punkte, welche uns das Leben auf unserer Wanderung darbietet und die 
zur Erholung und Kräftigung uothwendig sind, wenn der Wanderer nicht 
bis zu Tode ermüdet werden soll. 

In den glücklichsten Verhältnissen lebend, vermied er es fast ängst- 
lieh, an den Zerstreuungen und Vergnügungen des Lebens Theil zu neh- 
men — die Studierstube war sein Himmel, in dem er sich glücklich fühlte 
und die Familienstube seine Welt, ausserhalb der er keine der Freuden 
suchte, die Andere in seinem Alter nur zu oft zu Grunde lichten. 

So erfüllte sich das Verhäugniss. Die kräftige Natur konnte den 
Schwingen des Geistes nicht mehr folgen, sie erlahmte allmälig und schon 
im Frühjahre i866 kamen schwere Stunden des Leidens. Eine Lungen- 
affection, welche die Aerzte anfänglich nicht für bedenklich hielten, 
belästigte ihn bis zum Frühjahre 1871, wo sich heftige Krampfanfälle 
dazu gesellten und der Krankheit einen ernsteren Charakter gaben. 



HiKloIph l'oldor. 

Es stellten sich Symptonio £rrossor Abspannnnf»- ein und er selbst fühlte, 
dass seine Kriit'te allinalio- schwaiulrn. VVenig-e Tag-e nach diesen Anfallen 
befiel ihn ein heftiger Kopfschmerz, den kein Mittel zu lindern vermochte, 
er klagte, dass er niclit mehr zusammenhangend zu denken vermöge und 
verfiel bald in ein Delirium, in welchem freundliche Hilder aus seiner 
frühesten Jugend an seinem Geist vorüberzogen , . . 

Nur einmal noch kehrte die Besinnung wieder, die damit erwachten 
HoHnungen dauerten aber nicht lange — Felder entschlief am 29. März 
1871 für immer — der Tod hatte seinem Leiden ein Ende gemacht! 



Fn dem Folgenden führe ich die von R. Felder theilweise in 
in Gemeinschaft mit seinem Vater publicirten Schriften an: 

1859 und 1860. 

Lepidopterologische Fragmente. Erschienen in Lederer's Wiener 
entomologischen Mouatschrift, Band III u, IV, in sechs Fortsetzungen 
(Band III, 178-186, 263- 212, 321-328, 390—405. Band IV, 97 — 
112, 225—251). 

Es sind darin 100 Arten exotischer Fa.lter, theils ganz neue, 
theils bisher nur in Einem Geschlechte oder unvollständig bekannte, 
ausführlich beschrieben, von denen 27 auf 9 prachtvollen Tafeln 
abgebildet sind. Sämratliche Arten befinden sich in der Felder''schen 
Sammlung und stammen aus dem Malayischen Archipel (43), aus 
Ostindien (12), von den Philippinen (2), aus Centrai-Afrika (4), aus 
dem Caffernlande (3), aus Südamerika (3), Nordamerika (3) u. s. w. 
Die Diagnosen sind lateinisch, die beigefügten, zahlreichen syste- 
matischen und kritischen Bemerkungen in deutscher Sprache abge- 
fasst. Es sind auch drei Gattungsgruppen n^u aufgestellt. 

1860. 

Lepidoptera nova in peninsula malaica collecta, diagnosibus 

instrUCta. Erschienen in der Wiener entomologischeu Mouatschrift, 
Band IV, 394 u. ff. 

Es sind darin 31 neue Arten der Felder ""sehen Sammlung be- 
schrieben und drei neue Gattungen aufgestellt. Die Diagnosen sind 
lateinisch. 

1861 und 1862. 

Lepidoptera nova Columbiae, diagnosibus collustrata. Erschienen 

in der Wiener entomologischen Monatschrift in drei Serien u. z. : 
Band V, 72—87, 97— ill. Band VI, 108-141. 



48 



Dr. J. R. Schiner: 



Es siud darin 141 neue Arten aus der Felder- und Kaden- 
schen Sammlung beschrieben, welche grösstentheils durch Dr. Moritz 
und Alexander Lind ig gesammelt worden sind. Die Diagnosen 
sind in lateinischer Sprache abgefasst und zwei neue Gattungen 
aufgestellt. 

1861, 1862 und 1863. 
Lepidoptera nova a Dre. Carolo Semper in insulis Philippinis 

collecta. Erschienen in der Wiener entomologischen Monatschrift 
in drei Serien u. z.: Band V, 397—406. Band VI, 282—294. Band 
VII, 105—127. 

Es sind darin 103 neue Arten aus der Felder- und Semper- 
schen Sammlung beschrieben und in lateinischen Diagnosen charak- 
terisirt: für einige musston neue Gattuugsgrnppen (im Ganzen 3) 
aufgestellt werden. 

1862. 

Observationes de Lepidopteris nonnuUis Ohinae centralis et 

Japoniae. Erschienen in dor Wiener entomologischen Monatschrift. 
Band VI. 22—40. 

Es sind darin 70 Arten, grösstentheils ganz neu beschrieben 
oder festgestellt. Sie stammen von dem Missionär Dr. Muirhead 
aus Shanghai her und wurden in den Provinzen Kiang-Su und Tse- 
kiang gesammelt. Beigefügt siud einige Arten aus Japan, welche 
von Dr. Siebold herstammen. Sämmtliche Arten befinden sich in 
der Felder''schen Sammlung. 

1862. 

Specimen faunae lepidopterologicae riparum fluminis Negro 

SUperioris in Brasilia septemtrionali. Erschienen in der Wiener 
eutomologischen Monatschrift. Band VI, 65 — 80, 109-126, 175—192, 
229-235. 

Es sind darin 191 Arten, darunter 68 ganz neue, beschrieben 
und durch lateinische Diagnosen charakterisirt. Sie stammen vom 
oberen Theile des in den Amazonenstrom mündenden Flusses Negro 
und sind um so interessanter, als diese Gegenden von Bat es nicht 
besucht worden sind, die Sammlungen Bonpland's, Natterer's 
und Wallace's von eben daher aber durch einen unglücklichen 
Zufall theils am Meere, theils durch Feuer während der Reise, 
gänzlich zu Grunde gegangen sind. Die Arbeit schliesst sich daher 
an die über die Schmetterlinge des Amazonenstromes von Bat es an 
und erweitert unsere Kenntnisse über die Schmetterlinge Brasiliens 
und die geographische Vertheilung derselben bis an die Grenzen 
Columbiens und Venezuela's hin. 



Rutlolph Kol der. 

^ Dr. Cajetaii Felder hat die kleiue Sammlung im Jahre 1861 

in Paris acquirirt. Für mehrere der beschriebenen Arten mussten 
neue Gattung-Struppen (im Ganzen 9) aufgestellt werden. Es sind 
überall reichliche kritische Bemerkungen über die Berechtigung 
mehrerer Gattungen und Arten, sowie über systematische Stellung 
derselben, und interessante Notizen beigefügt. 

1864. 

Speeles Lepidopterorum hucusque descriptae vel iconibus ex- 
pressae, in Seriem systematicara digestae. Erschienen in den 

Schriften der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft, Band XIV, 
Abhandl. 289 u. flf. 

Es werden hier die Rhopalocera mit 10 Gattungen und 533 
Arten in einer neuen systematischen Reihenfolge aufgeführt und 
bei jeder Art das Vaterland angegeben, ferners die in den Catalogen 
Doubleday's, Gray's, Walker's und Guenee's ausgelassenen 
Synonyme und Citate ergänzend beigefügt. Am Schlüsse sind reiche 
Notizen und Bemerkungen über die einzelnen Arten und deren 
berechtigte systematische Stellung u. s. w. beigegeben. 

1860 und 1861. 

Lepidopterorum Amboinensium a Dre. L. Doleschall annis 
1856—1858 collectorum species novae, diagnosibus coUu- 

Stratae. Erschienen in den Sitzungsberichten der k. Akademie der 
Wissenschaften zu Wien, Jahrg. 1860 u. 1861. 

Es sind hier 106 neue Arten der Felder'^schen Sammlung (56 
Rhopalocera und 50 Heterocera} durch lateinische Diagnosen charak- 
terisirt und gelegentliche Bemerkungen erläutert. Für mehrere 
mussten neue Gattuugsgruppen (im Ganzen 17) aufgestellt werden. 

1868. 

Diagnosen neuer von E. Baron Ransonnet in Vorder-Indien ge- 
sammelter Lepidopteren. Erschienen in den Schriften der k. k. 
zoolog.-botan. Gesellschaft, XVril. Band, Abhandl. 281 u. ff. 

Es sind im Ganzen 11 neue Arten beschrieben und über Va- 
rietäten bekannter Arten Notizen beigefügt; ferner ist eine neue 
Gattung aufgestellt. Eine Aufzählung sämratlicher von Baron Ran- 
sonnet gesammelter Schmetterlinge findet sich in dem Reisewerke : 
Ceylon, Skizzen seiner Bewohner und seines Thier- und Pflanzen- 
lebeus, von dem genannten Reisenden. 
Bd, XIII. Abhandl. 7 



50 



Dr. J. R. Schiner: Rudolph Felder. 



1869. 

Diagnosen neuer von dem k. k. Oberlieutenant H. v. Hedemann 
in Mexico in den Jahren 1865 -67 gesammelten Lepidopteren. 

Erschienen in den Schriften der k. k. zoolog.-botan. Gesellschaft, 
Band XIX, S. 465 u. flf. 

Es sind 38 neue Arten aus der Abtheilung der Rhopalocera 
beschrieben und die Beschreibung zweier aus Cuernavaca stammen- 
der Hesperiden- Arten, welche in einer Pariser Sammlung aufge- 
funden wurden, beigegeben. 

4864. 

Keise der österreichischen Fregatte Novara um die Erde in den 
Jahren 1857—1859. Zoologischer Theil. Lepidoptera I. 

Von diesem Prachtwerke, welches durch ausgezeichnete 
Tafeln illnstrirt ist und das wir mit C. Hopf er classisch nennen 
können, liegt der erste Theil (mit 74 Tafeln) vollendet vor und 
sind für den zweiten Theil die Tafeln (67) vorbereitet und das 
Material geordnet. 

In dem ersten Theile sind 945 Arten der Tagschmetterlinge 
neu beschrieben, darunter aus der Gattung Papilio allein 100 Arten, 
von denen nur 7 früher in Einem Geschlechte bekannt waren. Der 
Text ist lateinisch mit deutschen Zusätzen und erläuternden An- 
merkungen. 

Es wird dieses Prachtwerk ein bleibendes Denkmal unseres 
unvergesslichen Mitgliedes R. Felder sein 1 



Drei neue Arten der Gattung Sciara 



Ton 

Theodor Belingr zu Seesen am Harx. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 7. Februar 1871.) 



Es gelaug mir im Jahre 1874 ausser den früher iu hiesiger Gegend 
aufgefundenen vierzehn neuen Species der Gattung Sciara^ welche von 
Herrn Joh. Winuertz zu Crefeld in den Verhaudl. der k. k. zool.-botan. 
Gesellsch. in Wien von den Jahren 1869 und 1871 pubJicirt sind, ferner- 
weit drei bislang unbekannt gebliebene Arten zu entdecken, deren Be- 
schreibung ich hier unter Einreihung in die iu dem „Beitrage zu einer 
Monographie der Sciaruien von Joh. Winnertz, Wien 1867" gebildeten 
Abtheilungen und ünterabtheilungen folgen lasse. 

II. Die linterrandader mündet in die Randader Tor der 
Gabelwurzel. 

A. Schwinger schwarz oder braun, der Stiel zuweilen ganz oder 
znm Theil gelb, gelblich oder weisslich. 

1. Taster schwarz oder braun. 

B. Die ftuerader liegt in der Mitte der Interrandader. 

a) Die Spitze des Cubitus der Flügelspitze 
näher als die Spitze der unteren Gabelzinke. 

Sciara atrata, (S 2-5'^i«^-, ? 3"^% nov. spec. 

Tota fusco-nigra, abdomine opaco, thorace nitido , triseriatim nlgro 
piloso, antennis longitudine fere corporis (qj") vel capite thoraceque paulo 
longioribns, coxis femoribusque dilute piceis vel fuscis, tibiis obscurioribus, 
tarsis nigris, alis nigrescentibus basi fulvatis, nervis fusco nigris. 

7* 



52 



Theodor Beling: 



(S Statur schlank, die dicht, kurz und fein behaarten, in gewisser 
Richtung weisslich erscheinenden Fühler schlank, von V5 bis zu ganzer 
Körperlänge. Die kurzstieligen unteren Geisselglieder etwa doppelt, die 
oberen dreimal so hoch als breit. Taster schwarz. Schwinger geschwärzt, 
Schwingerstiel schmutzig gelblich. Kopf und Mittelleib schwarzbraun. 
Thorax glatt, etwas glänzend, in der Mitte mit drei ziemlich nahe ste- 
henden , nach hinten etwas convergirendeu Reiben rückwärts anliegender 
feiner schwarzer Härchen. Hinterleib gleichbreit, schlank, schwarzbraun, 
rückwärts anliegend schwarz behaart. Zange breiter als die letzten Hin- 
terleibsringe, Wurzelglieder dick, eiförmig, schwarz gewimpert, die ein- 
wärts gebogenen Endglieder knospenförmig, aussen anliegend behaart, 
innen mit zahlreichen kurzen Dörnchen besetzt. Au den langen, sehr 
schlanken Beinen sind die Hüften und Schenkel hell pechfarbig (die der 
beiden letzten Paare) oder gelblich braun (die des vorderen Paares). 
Schienen dunkler pechbrauu, Püsse schwarz, Spörnchen gelb. Schienen 
wenig kürzer als die Püsse. Persen der hinteren Beine merklich, die der 
übrigen wenig kürzer als die Püsse. Plügel schwärzlich getrübt, stark 
irisirend, an der Wurzel bräunlichgelb, und zwar diess mehr noch beim. 
Weibchen als beim Männchen, mit schwarzbraunen Randadern. Die übri- 
gen Adern erheblich blasser. Gabelstiel von der Mitte der Mittelader 
ausgehend. Querader in der Mitte der Unterrandader, welche jenseits 
der Mitte des Vorderrandes unmittelbar oder nahe vor der Gabelwurzel 
in die Randader mündet. Der wenig bogige Cubitus erreicht die Rand- 
ader weit vor ihrer Spitze. f<J — '^Vti gh=ij ld = lm.^) Die Spitze des 
Cubitus der Plügelspitze nur ganz wenig näher als die Spitze der unteren 
Gabelzinke. Gabel gestreckt, die obere Zinke derselben wenig länger als 
der Gabelstiel. Die Zinken der Gabel laufen allmälig und ziemlich gleich- 
förmig divergirend bis zum Rande. Die Achselader fehlt. 

^ Gleicht in der Färbung durchaus dem Männchen. Die kurz, fein 
und dicht behaarten Fühlerglieder kaum l^/^raal so lang als hoch. Hinter- 
leib vor dem Eierablegen jederseits mit einer breiten gelblichgrünen 
Längsstrieme. Lamellen der Legeröhre oval, ziemlich lang bewimpert. 
Fersen von ziemlich gleicher Länge mit den Füssen. Plügel schwärzlich 
getrübt und irisirend. fg zweimal so lang als gh^ Im etwas grösser als kl. 

Herr Joh. Winnertz bezeichnet der Kürze wegen: 
a} den Theil der Randader von der Mündung des Cubitus bis zur Spitze: fg^ 
6) den Abschnitt von der Spitze der Bandader bis zur Mündung der oberen 
Scheibenader: gh^ 

c') den Abschnitt von der Mündung der mittleren Scheibenader bis zur Mün- 
dung der unteren Scheibenader: kl^ 

<Z) den Abschnitt von der Mündung der unteren Scheibenader bis zur Mün- 
dung der Hinterader: Im. 



I 



Drei luuc Arten der Galtiiiin Sc fam. 53 



Die Mücke wurde aiu 18. April 1871 in eiueiu älteren, nicht sehr 
dicht geschlossenen Buchenbestande (Forstort Büchenberg des Reviers 
Hohausen) entdeckt, wo auf einer mehrere Quadratnieter grossen, mit 
Streulnub mehr als handhoch bedeckten Fläche sehr viele Männchen und 
einzelne Weibchen, verschiedene Faare in copula begrilfcn, rasch umher- 
liefen. Auch am Nachmittage des folgenden Tages zeigten sich daselbst 
in gleicherweise Männchen zu Hunderten, Weibchen dagegen immer 
noch verhältnissmässig wenige, alle sehr eifrig auf und zwischen der 
Streulaubdecke sich umhertummelnd, unter welcher späterhin die Weib- 
chen wohl ihre Eier abgelegt haben werden. 



b) Die Spitze des Cubitus und die Spitze der 
unteren Gabelzinke von der Flügelspitze 
gleich weit entfernt. 

Sciara gregaria. (S ^l*""^-, ? 4"""-, nov. spec 

Thorace fusco-nigro nitidulo, triseriatim pilosulo, pruinoso, abdomine 
nigro-fusco opaco, antenuis validis, capite thoraceque paulo longioribus 
(fem.), vel ^/^ corporis (mas), pedibus dilute fuscis, tarsis obscurioribus 
(raas), vel nigro fuscis (fem.), alis dilute fuliginosis (fem.), vel subhyalinis 
(mas), uervis costalibus validis, nigris. 

Q Statur kurz, gedrungen. Die ziemlich dicken, stark behaarten, 
in gewisser Richtung weisslich oder grau schimmernden Fühler von halber 
Körperlänge, an der Wurzel dunkler. Die gestielten Geisselglieder kurz, 
die unteren fast ebenso hoch als breit, die obersten ein wenig länger als 
breit, das letzte Glied etwa doppelt so hoch als breit. Taster und Schwin- 
ger gelbbraun. Kopf und Mittelleib dunkel schwarzbraun, etwas glänzend, 
Thorax mit 3 nach rückwärts convergirenden Reihen uiederliegender 
schwarzer Härchen, etwas weisslich bereift, was in gewissen Richtungen 
deutlicher hervortritt. Hinterleib schwarzbraun, opak, kurz und ziemlich 
dicht nach rückwärts anliegend behaart, cyliudrisch, gleich breit. Zange 
breiter als die letzten Hinterleibsringe und stark entwickelt^ Wurzelglied 
dick, eiförmig, rundum mit nach hinterwärts gerichteten Wimperhaaren 
besetzt; die fast kugeligen, kuospeuförmigen, ziemlich lang behaarten 
Endglieder an der Spitze nach innen mit einem starken, einwärts ge- 
krümmten Dorne. Die ziemlich schlanken, kurz behaarten Beine schmutzig 
bräunlichgelb, Tarsen etwas dunkler; Schenkel an der Basis auf der 
Hinterseite mit einem kleinen, schwarzbraunen länglichen Flecke, Spörn- 
chen wie die Beine bräunlichgelb, Schienen yon gleicher Länge mit den 
Schenkeln, Fersen der vorderen Beine merklich länger, die der hinteren 
Beine dagegen wenig länger als die Füsse. Flügel fast wasserhell, nur 
ganz wenig bräunlieh gefärbt, etwas irisirend, mit starken schwarzen 



54 



Theodor ßelinj: 



Randadern, die übrigen Adern erheblich blasser. Gabelstiel von der Mitte 
der Mittelader ausgehend. Querader in der Mitte der ünterrandader, 
welche inmitten des Vorderrandes ziemlich weit vor der Gabelwurzel in 
die Randader mündet. Der wenig bogige Cubitus erreicht die Randader 
ziemlich weit vor ihrer Spitze, fg sehr gross, fast sechsmal so gross als 
ghy kl wenig kleiner als Im, Die Spitze des Cubitus und die Spitze der 
unteren Gabelzinke gleich weit von der Flügelspitze entfernt. Die Zinken 
der Gabel laufen im ersten Drittheile ziemlich stark divergirend , von da 
ab aber wenig auseinander tretend zum Rande. Achselader sehr blass, in 
der Mitte der Achselzelle verschwindend. \ 

^ Das erheblich grössere und stärkere Weibchen ist 4™"™- lang, 
ziemlich schlank und lang gedehnt, gleicht in der Färbung dem Männ- 
chen, ist aber im Ganzen dunkler. Die ziemlich lang bewimperten Eud- 
laraellen der Legeröhre verkehrt eirund. Beine entschieden dunkler als 
beim Männchen, schwarzbraun, Fersen von ziemlieh gleicher Länge mit 
den Füssen, Flügel licht nussbraun tingirt, stark irisirend. Die blasse 
Achselader verschwindet jenseits der Mitte der Achselzelle. Hinterleib 
derjenigen Weibchen, welche noch keine Eier abgelegt haben mit breiter, 
schmutzig gelblichweisser Seitenstrieme. 

Die Larven fanden sich im Monat April 1871 an vielen Stellen und 
meist in grossen, aus zahreichen Individuen gebildeten Gesellschaften in 
einem älteren Buchenbestande (Forstort Buchenberg des Reviers Hohau- 
sen) hiesiger Gegend auf weiter Fläche zerstreut unter der Laubdecke 
des Bodens, wovon sie sich, in gleicher Weise die in Verwesung begrif- 
fene untere Blätterschichte zart skeletirend, wie die Heerwurmlarven 
Sc. militaris Now. es thun, ernährten. 

Am 9. April 1871 aus dem Walde mit nach Hause genommene 
Larven bildeten, auf eine mit Wasser angefeuchtete Glasplatte gesetzt, 
einen ziemlich vollständigen, bis sechs Centimeter Länge erreichenden 
Heerwurraszug. An einem hingelegten, zuvor mit Wasser angenässteu 
Strohhalme erreichte der Larveuzug eine Länge von reichlich 10 Centim. 

Neun Tage später, am 48. April, nachdem es am Tage zuvor fast 
ununterbrochen und stark geregnet hatte, fanden sich im Walde die zahl- 
reichen Larven an mehreren Stellen unter der lockeren oberen, erst in 
jüngerer Zeit vom Winde aufgewehten Streulaubschichte in förmlichen 
Heerwurmszügen begrijffen, welche, verschiedenen Himmelsrichtungen fol- 
gend, 5 bis S"""^* breit und über 2 Decimeter lang waren. Die Züge be- 
wegten sich meist unter den zu oberst locker übereinander gehäuften 
Laubblättern hin, waren jedoch ohne Wegnahme von Blättern nicht sicht- 
bar. Blossgelegt geriethen die Züge bald in Unordnung , indem sich die 
Larven lichtscheu zwischen die tieferen Blätterlagen zurückzogen. An 
anderen Stellen sassen an dem gedachten Tage die Larven unter der 



Dri'i nfiii« Arilin (It (lailtinp: Sriam 



55 



Lauhdocko dos Bodens in Hauten oiUt llieils luelir, tlieil.s weniger lan^ 
gi'dilmt (Ml Ileerilen fresseml heisaiunuMi . 

Am '24. April wurde nochmals Aelmlidies beobachtet, jedoch beiini- 
den sich die Larven im Allgemeinen tiefer unter der l^aubdecke als am 
IS. April. 

Am tl- April zeigten sich die ersten, eben entstandenen Puppen 
zwischen dem Laube, woselbst die Larven ein sehr unvollständiges, uur 
aus wenigen Fäden bestehendes und deshalb eigentlich nur angedeutetes 
Gespinnst gefertigt hatten. 

Die verschiedentlich aus dem Walde mit nach Haus genommenen 
Larven verpuppten sich daselbst in ähnlicher Weise unter Anlegung eines 
ganz dürftigen Gespinnstes. 

Am L Mai auf eine angenässte Glasplatte gesetzte Larven formir- 
ten sich daselbst bald zu Zügen, jedoch waren diese minder compact 
oder geschlossen und weniger gut geordnet, als die Züge der Larven von 
Sciara militaris es zu sein pflegen. 

Zu Anfang April aus dem Walde eingeholte und im Zimmer unter 
Streulaub unterhaltene Larven lieferten am 28. April Puppen und am 
10. Mai, also nach 12 Tagen, das fertige Insekt. Andere am 3l4. April 
aus dem Walde mitgenommene Larven hatten sich im Zimmer am 4. Mai 
yerpuppfc und ergaben am 18. und 19. Mai, also nach 14 bis 15 Tagen, 
die Mücken. 

Nochmals, am 26. Mai aus dem Walde nach Haus getragene Larven, 
welche im Garten an schattiger Stelle in einem Kasten unter Streulaub 
unterhalten wurden, hatten sich am 29. Mai in Puppen verwandelt, aus 
denen am 10. Juni, also nach etwa 12 Tagen, während welcher Zeit die 
Witterung regnerisch und unfreundlich kalt gewesen war, das fertige 
Insekt hervorging. Unter 200 abgezählten Puppen befanden sich nur 10 
Stücke, also fünf Proceut männliche, alle übrigen gehörten weiblichen 
Individuen an. 

Im Walde wurden am 26. Mai noch ausschliesslich Laryen und keine 
Puppen, an einer Stelle aber schon ausgebildete Mücken in grosser 
Anzahl auf der Laubdecke des Bodens umherlaufend gefunden. Am 9. Juni 
dagegen war auch im Walde die Verpuppung im Wesentlichen yollendet. 
Alle Puppen lagen unter und beziehungsweise zwischen dem Laube ohne 
eigentliches Gespinnst, statt dessen nur einzelne Fäden hier und da ohne 
Zusammenhang vorhanden waren. Eine Woche später, am 16. Juni zeigte 
sich im Walde schon überall das fertige Insekt, theils zwischen der Laub- 
decke des Bodens, theils auf derselben umherlaufend und hier mehrfach 
auch in copula, theils nahe über dem Boden umherschwärmend und in 
einzelnen Exemplaren auch an Gräsern und sonstigen Pflanzen sitzend, 
im Ganzen jedoch uur in massiger Anzahl und lange nicht so häufig, als 



56 



Theodor Beling: 



nach der Menge der früher vorhanden gewesenen Larven und Puppen sich 
hätte erwarten lassen. 

Im Uebrigen fanden sich ara 28. Juni an einer anderen Waldesstelle 
noch Larven in einer ziemlich grossen Gesellschaft unter der Laubdecke 
des Bodens. Aus den davon mitgenommeneu Larven gingen bis 3. Juli 
Morgens Puppen hervor und schon am 10. Juli, oder nach 6 bis 7 Tagen, 
waren die Mücken vorhanden. Die Dauer der Puppenruhe hatte in diesem 
Falle durch die damals herrschende höhere Temperatur eine Abkürzung 
erfahren. 

Am 23. Juli wurden aufs Neue im Walde unterm Laube noch ziem- 
lich kleine Larven gefunden, welche mit nach Haus genommen und auf 
einen mit Wasser angefeuchteten Papierbogen gesetzt, einen ordentlichen, 
wenngleich ganz schmalen Heerwurmszug bildeten. 

Späterhin waren nun bis in den Monat October hiaein an verschie- 
deneu Waldesstellen ausgewachsene Larven zu finden und zwar überall 
in grossen, häufen- oder heerdenweise sich darstellenden Gesellschaften. 
Mehrfache Beobachtungen über die Metamorphose der nach Haus getra- 
geneu und im Garten zwischen Streulaub untergebrachten Larven ergab 
je nach der höheren oder niedrigeren Temperatur während der Puppen- 
ruhe deren Dauer in Uebereinstimmung mit den schon früher erzielten 
Resultaten auf 5 Tage bis 12 und 14 Tage. (Letzteres Ende September 
uud Anfang October im Freien bei einer Temperatur, welche während 
der Nacht einige Male bis nahe zum Gefrierpunkte sank.) Uebrigens 
wurden vom 27. August an im Walde auch wieder Mücken angetroffen, 
welche ihre Eier in zahlreichen Häufchen unterm Laube ablegten und 
dann rasch starben. 

Am 27. August mit nach Haus genommene Larven verpuppten sich 
bereits in der nächstfolgenden Nacht. Aus den in einem Cylinderglase 
zwischen Waldstreulaub untergebrachten und in einem kühlen Zimmer 
aufbewahrten Puppen gingen am 4. September, also nach 7 Tagen die 
Mücken hervor. Diese legten in den nächstfolgenden Tagen ihre Eier- 
klümpchen ab, aus denen schon vom 15. September Nachmittags an die 
kleineu Lärvchen auszuschlüpfen begannen. Am 20. September waren auch 
die letzten Eier ausgekommen, die Eiruhe hatte mithin — uud zwar im 
Zimmer — nur eine bis zwei Wochen gedauert. 

Ein anderes Cylinderglas, worin gleichzeitig, nämlich in den Tagen 
vom 5. bis 7. September Eier zwischen Streulaub abgelegt waren, wurde 
im Garten an einer schattigen Stelle unter Gesträuch aufgestellt und 
ergab erst am 27. desselben Monats, also nach etwa drei Wochen, junge 
Larven. Es hatte hiernach die Eiruhe im Freien mindestens eine Woche 
länger gedauert als im wärmeren Zimmer. 



Prel neue Arti n der fJaltting Sciara. PJ"^ 

Es scheint keinem Zweifel zu unterliegen, dass die Generation 
dieser Mücke eine mindestens zweifache ist, nämlich eine Frühjahrs- und 
eine Herbst-Geueration. Die im ausgewachsenen Zustande G"^'"* lange, 
^mni. dicke, weisse, wasserhelle, resp. gewässert durchscheinende glän- 
zende Larve hat einen schwarzbraunen, stark glänzenden, am Hinter- 
rande mit den gewöhnlichen drei Ausbuchtungen der Sciareu-Laryeu 
versehenen oder daselbst fein schwarz gesäumten Kopfschild von kaum 
halber Breite des Körpers und lässt den Darminhalt schwarzbraun durch- 
scheinen. Einige Tage vor der Verpuppung färbt sie sich bis auf die 
äussersten Körperenden erst gelblich, dann intensiver gelb und fertigt 
ein gemeinsames, aus wenigen Fäden bestehendes sehr dürftiges Gespinust 
in gleicher Weise wie die Larve von Sc. wilitaris Now. 

Die weibliche Puppe ist 3 o bis 4'""^* lang, l"^'"* dick, schmutzig 
bräuulichgelb mit einer Reihe scharf hervortretender schwärzlicher Stig- 
men an jeder Leibesseite. Die Flügelscheiden reichen bis zur Mitte, die 
Fussscheiden bis Ende des dritten Gliedes. Die männliche Puppe ist 
nur 2i'5'"'"- lang, 0*6™"^' dick und die Fussscheiden reichen bei ihr bis 
Ende des vierten Gliedes. 

Eine Eigenthümlichkeit der Puppe ist, dass sie sich schon im Laufe 
der ersten beiden Tage an den Scheiden schwärzlich färbt, während sol- 
ches sonst bei den Sciaren-Puppen erst kurze Zeit vor dem Ausschlüpfen 
des fertigen Insekts zu geschehen pflegt. Gleichzeitig mit dem Schwärzen 
der Scheiden färbt sich auch das übrige Colorit dunkler und mitunter 
ziemlich lebhaft orangegelb. 

Die kleinen ovalen glänzenden Eierchen, welche von je einem 
Weibchen in einem Häufchen abgelegt werden, sind zuerst wasserhell 
weiss, färben sich aber innerhalb der nächsten 24 Stunden weingelb und 
behalten letztere Färbung bei bis zum Ausschlüpfen der Lärvchen. 

Es ist in hohem Grade wahrscheinlich, dass die Larven unter Um- 
ständen im Walde offenkundige Heerwurmszüge in ähnlicher Weise bilden, 
wie die Larven von Sc, militaris Now. und weil hierdurch das Insekt an 
Interesse erheblich gewinnen w^ürde, so ist dessen Lebensweise eine 
besondere Aufmerksamkeit gewidmet und das Resultat der Beobachtung 
in Vorstehendem so ausführlich dargelegt. Fest steht bis jetzt wenigstens, 
dass die Larven in ihrem Verhalten vom Ei bis zur Puppe mehr Ueber- 
einstimmung mit den Larven von Sc. militaris zeigen, als die bislang 
bekannt gewordenen Larven irgend einer anderen Speeles der Gattung 
Sciara, 



U. IUI. Abbaudl. 



8 



58 



Theodor Beling.: 



€. Die ^uerader liegt jenseits der Mitte der Unter- 
randader. 

c) Die Spitze der unteren Gabelzinke der 
Flügelspitze näher als die Spitze des 
Cubitus. 

Sciara arenaria, cj 2™™-, ? 3 bis 3-5'"'"-, nov. spec. 

Thorace piceo -uigro, uitido, trlseriatim piloso, lateribus uigro 
hirsuto , abdoraine nigro - ciuereo vel fusco, opaco ; pedibus fuscis vel 
dilute piceis, tarsis obscurioribus ; antenuis validis, cinereo - pubesceu- 
tibus, lougitudine dimidii corporis vel capite thoraceque paulo 

longioribus ('$'), alis hyaliuis ((jl'") vel ciuerasceutibus (^), neryis mar- 
giualibus validis, fuscis, nigro-hirsutis. 

<J Statur kurz gedrungen, Taster anfänglich schmutzig gelb, 
später braun, Schwinger geschwärzt, Schwingerstiel schmutzig bräunlich- 
gelb. Fühler derb, des Körpers lang, die dicht gelblich oder grau 
behaarten langgestielten Geisselglieder fast ebenso breit als hoch, mit 
Ausnahme des letzten Gliedes, welches doppelt so hoch als breit und 
stumpf kegelförmig zugespitzt ist. Kopf und Mittelleib dunkel pech- 
braun, Thorax glänzend, auf der Mitte mit drei nahe bei einander 
stehenden, nach hinterwärts etwas convergirenden Reihen rückwärts 
anliegender kurzer schwarzer Härchen, an den Seiten aber mit län- 
geren aufrecht stehenden schwarzen steifen Haaren ziemlich dicht 
besetzt. Schildchen am Hinterrande mit schwarzen Wimperhaaren. 
Hinterleib schwarzgrau bräunlich mit kurzen, nach rückwärts gerich- 
teten schwarzen Haaren besetzt, die letzten Ringe etwas verschmälert. 
Zange gross, die Basalglieder stark und breit, nach der Spitze hin 
schmäler und daselbst gerade abgestutzt, die Endglieder knospenförmig 
mit einwärts gebogener und mit haarförmigen langen schwarzen Dörn- 
chen bürstenartig besetzter Spitze, im Uebrigen die ganze Zange gleich 



Prej neue Arten flor (J.illuiip Scinm. jjg 

dem Hinterleibe niii nach rückwärts gerichteten schwarzen Haaren 
besetzt. Hüften und Beine schmutzig bräuulichgelb, die Tarsen allniälijr 
dunkler, die letzten Glieder schwarzbraun. Die starken Schenkel von 
gleicher Länge mit den Schienen, letztere etwas kürzer als die Füsse. Die 
langen Spörnchen gelb. Flügel fast glashell, nur sehr wenig grau getrübt, 
irisirond, die starken Kandadern gelbbraun, stark schwarz behaart. Die 
Querader steht jenseits der Mitte, fast am Anfange des letzten Drittels 
der Unterrandader, welche in der Mitte des Vorderrandes und ziemlich 
weit vor der Gabelwurzel in den Vorderrand mündet. Der ziemlich 
gerade Cubitus erreicht die Raudader weit vor ihrer Spitze, fy gross, 
viermal so gross als (/ä, kl — Im. Die Zinken der Gabel ziemlich stark 
divergirend, der Stiel länger als die Zinken und etwas blrtsser als die- 
selben. Die fünfte Läugsader sehr flach bogig, fast gerade, die sechste 
weicht zuletzt in stärkerem Bogen von ihr ab. Achselader fehlt. 

^ schlank mit lauggedehntem, nach hinten zugespitztem Hinter- 
leibe. Die ziemlich laug schwarz bewimperten Endlamellen der Lege- 
röhre elliptisch. Beiue etwas dunkler als beim licht pechbraun. 
Flügel aschgrau getrübt, irisirend. Die Wimperhaare des Schildchens 
stärker in's Auge fallend. Bei frisch ausgekommeneu Weibchen sind die 
drei letzten Leibesringe obenauf schmutzig weiss wie die Seitenstriemen, 
am Vorder- und Hinterrande aber u:id seitwärts mit schwarzgrauen 
Linien eiugefasst, welche ein ziemlich reguläres Viereck bilden. 

Die 4*5'"'^* langen, O'l^^^' dicken weissen, gewässert durchscheinen- 
den Larven mit kleineu schwarzbraunen glänzenden, am Hinterrande mit 
zwei seichten Ausbuchtungen und inmitten dieser Ausbuchtungen mit 
feiner Auskerbung versehenen Kopfschilde fand ich am 20. Mai 1871 in 
einem auf sandigem Boden stockenden Kiefernbestande (^Pinus silvestris L.) 
unmittelbar unterhalb der Nadeldecke des Bodens, wo sie sich mehrere 
Hundert gemeinschaftlich innerhalb der Nadelerde ein aus solcher, aus 
Sandjiörnchen und aus ihren Excrementen bestehendes compactes Ge- 
spinnst angefertigt hatten. Schon waren auch einige Puppen in dem 
Gespiunste vorhanden und die sammt letzterem mit nach Haus genom- 
menen Larven verpuppten sich sämmtlich bis zum 22. Mai. Puppe SI'S'"'^* 

8 * 



gQ Theodor Beling; Drei 

lang, 0*8™"^* dick, milchweiss, fri 
mittelbar hinter dem Thorax mit 
grünlichen Flecke. Fussscheiden 

Die Imagines entschlüpften 
wahrten Puppen am 31. Mai und 
grösserer Anzahl als Männchen. 
Tage gedauert. 



neue Arten d. Gattung Sciara. 

sch ausgekommen auf dem Rücken un- 
einem langgedehnten unregelmässigen 
bis Ende des fünften Gliedes reichend. 

den in einem kühlen Zimmer aufbe- 
1. Juni und zwar Weibchen in ungleich 
Die Puppenruhe hatte also 9 bis 10 



M i s c e 1 1 e n. 



Von 

Dr. J. R. Sohiner. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 7. Februar 1872 ) 



Uebep massenhaftes Auftreten einer Chlorops-Art. 

Im letzten Sommer besuchte mich Professor Waga aus Warschau und 
brachte eine ziemlich grosse Anzahl einer Chlorops-Art mit, welche in 
der Umgebung Warschau "'s oft in fabelhafter Menge erscheint. Waga 
hatte diese Art als Chlorops laeta Mg. determiuirt und über ihr massen- 
haftes Auftreten in der Revue zoologique (Tom. 11. S. 492. fl'.) schon vor 
Jahren Mittheiluug gemacht. Ich erwähnte diess in meiner österreichi- 
schen Dipteren-Fauna (II. 213.) bei der genannten Art und fügte bei, da^s 
wenn Waga's Determination richtig ist, sie einmal bei Warschau millio- 
nenweise erschienen sei.*) 

Der Zweifel, welcher mit dieser Bemerkung ausgesprochen war, be- 
stimmte nun H. D. Waga, mir Exemplare der betreffenden Art mitzu- 
bringen, und mich um die richtige und massgebende Determinirung zu 
ersuchen. Ueber das Vorkommen derselben theilte er mir Folgendes mit: 
„Diese Chlorops-Art erscheine alle Jahre, Ende Sommers in unzäh- 
liger Menge unter der Kuppel der Warschauer Sternwarte, wo sie von 
ihm zum erstenmale beobachtet worden war. Dieselbe Erscheinung zeigte 
sich auch alljährlich au den Plafonds der im Winter nicht geheizten Salons 
im Schlosse Krolikarnia, Meile von Warschau entfernt. Weiters 
unter denselben Verhältnissen auch im gräflich Potocki 'sehen Schlosse 
Krzeszowice, unweit Krakau. Das letztgenannte Schloss habe zwei 
Eckthürme, in welchen sich Wohnungen befinden, und an den Plafonds 



*3 Waga berechnete, dass am Plafond eines Gartenhauses in Warschau 
gleichzeitig 17,971.2100 Individuen sassen. 



62 



Dr. J. R. Schiner: 



dieser Wohnungen erschienen jährlich diese Fliegen. Alle diese Lokalitäten 
seien von Feldern umgeben, auf denen Cerealien und vorzugsweise 
zen gebaut werden." 

So weit Waga. Einen empfindlichen Schaden haben die Fliegen 
nirgends verursacht. 

Ein Blick auf die mir vorgelegten Exemplare zeigte mir, dass mein 
ausgesprochener Zweifel über die Determiniruug der Art begründet war. 
— Von Chlorops laeia Mg. konnte hiebei keine Rede sein. Indessen war 
ich, bei der bekannten Schwierigkeit, Chloropinen richtig zu bestimmen, 
nicht sogleich in der Lage, über die Art einen bestimmten Aufschluss zu 
geben, und ich versprach daher H. Waga vorerst die gesammte Chloro- 
piuen-Literatur aufmerksam durchzugehen und über das Ergebniss seiner 
Zeit an diesem Orte zu berichten. 

Bei meinen diessfälligen Studien und Erhebungen habe ich vorab 
ein zwar sicheres, aber wenig erfreuliches Resultat gewonnen. Die Ver- 
wirrung in der Sjnonymie der Chlorops- Arien ist so gross, die Unsicher- 
heit über die Angaben, rücksichtlich des Auftretens und der Art der 
Beschädigung, welche sie veranlassen, ist so bedeutend, dass sie als fast 
gänzlich unbrauchbar bezeichnet werden müssen. Unter Chlorops taeniopus^ 
Chi. strigula^ Chi. nasuta^ Chi. lineata., Chi. notata, hiipostiyma.) circumdata, 
glabra u. s. w. versteht Jeder eine andere Art und man könnte als Re- 
sultat der verschiedenen Angaben höchstens als sicher annehmen, dass 
eine gewisse Gruppe der Chloropinen von gelber Farbe, mit schwarzge- 
striemtem Rückenschilde und mehr oder weniger dunkelgefärbtem Hinter- 
leibe, sich als den Saaten schädlich erwiesen habe. 

Die Unsicherheit bei der Determinirung der Arten dieser Gruppe 
beruht, meiner Ansicht nach, hauptsächlich darauf, dass auf Farbenunter- 
schiede ein allzu grosses Gewicht gelegt wurde und daher viele Varietäten 
als Arten beschrieben worden sind. Ich überzeugte mich davon vor einigen 
Jahren, als mir durch H. Professor Haberlandt aus Ungarisch-Alten- 
burg eine grössere Anzahl von Chloropinen eingesendet worden war, die 
unter ganz gleichen Verhältnissen gesammelt worden waren und auch H. 
Künstler mir fast gleichzeitig ähnliche Exemplare aus der Umgebung 
Wiens überbrachte. Wollte ich auf Farbenunterschiede, auf das Vorhanden- 
sein oder Fehlen der schwarzen oder braunen Flecke au den Brustseiten, 
auf die mehr oder weniger ausgebreitete dunkle Färbung des Hinterleibes 
u. dgl, Rücksicht nehmen, so müssten die vorliegenden Stücke mindestens 
in drei Arten gebracht werden, und doch schien es mir, als ob es sich in 
der Wesenheit doch nur um Varietäten einer einzigen Art handle, als ob 
ein einziger Name für alle weitaus genügen würde. Die ganz gleiche 
Lebensweise der Larven, die ähnlichen Beschädigungen der Halme, durch 
dieselben der Umstand, dass unter den Altenburger und Wiener Exem- 



Misfi-Ilni, 



63 



plaren alle Farboiuintorschiedo vortrotoii und überdiess untor densolben 
Zwisclionfonneii vorlianden waron, welche eine exacte Anwendung der 
einzelnen Beschreibungen auf dieselben bedenklich erscheinen Hessen Alles 
deutete darauf hlu, dass meine Meinung wohlbercchtigt war. 

Es fehlen eben bei der bezeichneten Gruppe der Chloropinen ])la- 
stische Merkmale zur sicheren Unterscheidung derselben, oder es wurden 
solche, wenn sie ausnahmsweise vorhanden sind, von den Beschreiberu 
zu wenig beachtet. Am brauchbarsten werden sich, meinen Erfahrungen 
nach, in letzterer Beziehung erweisen: die Gestalt des Kopfes, beziehungs- 
weise die Form des Profils, hauptsächlich bedingt durch das mehr oder 
weniger Hervortreten der Stirne und durch die Breite oder Schmalheit 
der Wangen, ferners die Beschaffenheit des Flügelgeäders. Letzteres 
kann nunmehr rnit aller Bestimmtheit zur Unterscheidung nahe verwandter 
Arten benützt werden, da mit Hilfe meines einfachen. Jedermann leicht 
Zugänglichen Zeichenapparates ganz richtige und vollkommen genaue Flü- 
gelabbildungen angefertigt werden können. 

Ein weiterer Uebelstand ist, dass auch dann, wenn genügende und 
präcise Beschreibungen vorhanden sind, die neueste kritische Schule sich 
berufen fühlt, für das vermeintliche Recht älterer Autoren eine Lanze 
einzulegen und nach Willkür und individueller Ansicht ältere Namen zu 
restauriren, die schon längst in anderer Weise angewendet waren und 
wodurch der allgemeinen Confusion selbstverständlich erst recht Thor 
und Riegel geöffnet erscheinen. 

Ich bin vielleicht mehr als ein Anderer berechtigt, mich über das 
Unheil, welches diese „kritische Schule" angerichtet hat und forthin noch 
anrichtet, auszusprechen, weil ich selbst durch längere Zeit ein Anhänger dieser 
Schule war, und nun nach reiflicher Erwägung und gewonnener besserer Ein- 
sicht derselben untreu geworden bin. Meines Erachtens ist den älteren Autoreu 
ihr Recht vollkommen gewahrt, wenn man den Namen, welchen sie einer 
von ihnen zuerst beschriebenen Art geben, als Synonym zu den allgemein 
recipirten oder doch in einem Hauptwerke verwendeten, gebräuchlicheu 
neueren Namen hinzufügt. Ein recht auffallender Beleg für meine Ansicht 
mag hier angeführt werden. 

Eine bei uns gar nicht seltene JEmpis- Art wurde von Meigen als 
Enipis maculata F. interpretirt und zu derselben von ihm selbst seine 
Empis variegata als Synonym gestellt. Die Interpretation M eigenes wurde 
von allen späteren Dipterologen und selbstverständlich auch von mir in 
meiner Fauna angenommen, und daselbst diese Art als Empis maculata 
F. Mg. aufgeführt. Für eine zweite, naheverwandte, in unseren Donau- 
aueu häufige Art, welche Dr. Egger zuerst beschrieb, wurde der Name 
Empis argyreata angewendet. In der Berliner Entomologischen Zeitung 
(X. 238) bringt nun Loew eine Revision der Em.pis-ATtQn und behauptet, 



64 



Dr. J. R. Schi ner: 



dass Fabricius mit seiner Empis maculata nicht eigentlich die Meigen'- 
sche Art gemeint habe, sondern die Empis argyreata Egg er. Letzterer 
Art müsse daher nach dem Rechte der Priorität Empis maculata Y, gegehen 
und die Me igen 'sehe E. maculata selbstverständlich neu benannt werden, 
er nenne sie desshalb Em^ns confusa. Da ferners M eigen seine eigene 
Empis variegata irrig als Synonym zu Empis maculata gestellt habe, so 
müsse auch diese Art restauriit werden. Es ist daher Empis variegata 
Eg'g. in Zukunft Empis maculata F. Lw. et non Meig. Empis maculata 
Meig. (excius. Syn.) Empis confusa Lw. und Empis maculata Mg. 
(partim), Empis variegata Mg. Lw. zu benennen. 

Dabei ist aber zu erwägen, dass sehr verwandte Arten, wie Empis 
affinis Figg.^ Empis rava, macra und apicalis Loew, aus Sicilien und dem 
Süden Europa''s bekannt sind, von welchen Loew (im VIII, Theile M ei- 
gens, S. 267) selbst sagt, sie ständen (inclusive der E. maculata^ confusa^ 
f aWe^a^a) einander so nahe, dass es oft recht schwierig sei, zu un- 
terscheiden, ob mau es mit specifischen Verschiedenheiten, 
oder nur mit individuellen, vielleicht lokalen oder klimati- 
scheH Abänderungen zu thuu habe. Empis maculata F. könnte also 
nach diesem Bekenntnisse auch leicht irgend eine andere der oben ge- 
nannten Arteu sein und es ist sogar wahrscheinlich, dass Fabricius eine 
der sicilianischen Arten bei der Beschreibung seiner Art vor sich 
hatte, weil er beifügt: „Habitat in Italia Dr. Allioni", und Empis 
argyreata Egg. bisher aus Italien nicht bekannt geworden ist. 

Es war somit hier eine Nothwendigkeit nicht vorhanden, allgemein 
recipirte Namen zu verwerfen, und da es geschah, wurde die Confusion 
nur um so grösser. 

Der Anlass, warum ich derartige Uebelstände hier besonders be- 
rühre, liegt darin, dass Loew auch in einer kleinen Monographie der 
Gattung Chlorops Mg. (Zeitschr. f. Entora. des Ver. f. schles. Insektenk., 
15. Jg.) in ganz ähnlicher Weise vorgegangen ist und zur Verwirrung 
welche in dieser Gattung ohnediess besteht, meines Erachtens nur noch 
mehr beigetragen hat. 

So bezog beispeilsweise Meigen die Beschreibung der Musca stri- 
gula des Fabricius auf eine der gelben, schwarzgezeichneten Chlorops- 
Arten aus der oben erwähnten Gruppe, und beschrieb diese Art hiernach 
in seiner System. Beschreibung (VL 147) ausführlicher. Bisher fiel es 
Niemanden ein, an der Meigen^schen Interpretation zu mäckeln und 
vielfach wurde über Verwüstungen durch Chlorops strigula F. Mg. be- 
richtet. In der Winthenrschen Sammlung befindet sich ein von Meigen 
revidirtes Stück seiner Chlorops strigula und nach diesem und der Mei- 
gen 'sehen Beschreibung ist sie auch in meiner Fauna aufgenommen und be- 
schrieben. Ebenda ist ferner eine zweite ChloropS'-A.vt^ welche von Meigen 



Misccllen. 



65 



als Chloropif cingidata sehr kenntlich besclirleben wurde, unter dem letz- 
teren Namen aufgeführt. Jedermann wiissto, was er unter Chloroi>s ciiKja- 
lata Mgf. TM verstehen hatte, und über C/dorops strujiUa bestand wenig- 
stens ein gewisses Einverstiindniss. In der citirten Monographie behauptet 
nun Loew, dass Musca strigida des Fabricius eigentlich die Chlorop.t 
c'mgulata Mg. sei, es müsse daher in Zukunft M eigen 's und aller späte- 
ren Autoreu Cldorops cimjidata^ Chlorops strigula F. genannt werden. 

Was Cldorops strigula Mg. und der übrigen Autoren sei, ist daselbst 
nicht erörtert und nur so viel als ausgemacht hingestellt, dass meine 
Cid. sfr/gtda mit Chlorops taeniopus Loew zusammenfalle. 

Die Beschreibung, welche Fabricius von seiner Musca strigula 
giebt, passt nun allerdiMg> besser auf Chlorops cingulata Mg. als auf 
Chlorops strigula Mg., sie passt aber keineswegs in dem Grade, um eine 
allgemein angenommene und geläufig gew^ordene Nomenclatur abzuändern 
und damit eine endlose Coiifusion zu bewirken. Fabricius nennt, um nur 
Einiges hervorzuheben, die Hinterleibscinschnitte seiner Musca strigula 
schneeweiss (segmeutorum marginibus niveis), was sie bei Chlorops cin- 
gulata Mg, nicht sind. Loew selbst nennt sie in der Diagnose weiss lieh 
(abdomen albido-ciugulatum) und übersetzt diess in der Beschreibung mit 
„weissgelblich'', ja in der dem Texte beigegebeneu analytischen Tabelle 
wird diese Art insbesondere damit charakterisirt, dass sie „auffallend 
gelbe Hinterrandsäume" besitze. Fabricius nennt feruers das 
Schildchen seiner Art schwarz mit weissem Apicalpuukt und die Beine 
schwarz. Chlorops cingulata Mg. iiat aber ein schwarzes Schildchen mit 
gelber Mittellinie und immer gelb- oder wenigstens heller gefärbte Beine. 

Dazu kömmt noch, dass Meigen oft Gelegenheit hatte, bei seineu 
luterpretationen Fabricius'sche Originalexemplare zu vergleichen und 
dass die Fahr icius'schen Beschreibungen überhaupt, zumal bei Arten, 
die seither durch neue Entdeckungen einen so bedeutenden Zuwachs er- 
halten haben, wie die Chloropinen, durchaus nicht als beweiskräftig an- 
erkannt werden können. 

In der erwähnten LoeAv 'sehen Monographie finde ich überhaupt 
wenig neue und wesentliche Aufschlüsse, welche die Determinirung der 
einzelnen Arten sichern oder erleichtern würden. Es sind in derselben 
48 Arten enthalten, wovon 28 als neu beschrieben sind. Von den bis da- 
hin beschriebenen 64 Arten sind nur 20 berücksichtiget, und von diesen 
über Chi. cereris Fabr., cingulata Mg., frontosa Mg., longicornis Ztt. 
tarsata Fll., messoria FIl., aproximatonervis Ztt., puncticollis Ztt., gra- 
cilis Mg., geminata Mg. und rufina Ztt. d.i. über 11 Arten, welche ohne- 
diess genügend bekannt sind, und über weitere 9 Arten: Chi fulvifrons 
Hai., taeniopus Mg., speciosa Mg., didyma Ztt., ornata Mg., obscurelta 
Ztt., glabra Mg., trifasciata Ztt. und rufa Mg. kritische Bemerkungen 
Bd. XXIl. Abhandl. q 



66 



Dr. J.R. Rchiner : 



beigefügt, welche die bestehenden Zweifel zu beheben, nicht geeignet 
scheinen. 

Chlorops nasuta Schrank ist gänzlich verworfen, und für Cid. na~ 
suta Mg. der neue Name CM. Meigenii eingeführt, Chi. (Oscinis) nasuta 
Ztt. aber mit Chi. speciosa Mg. identificirt. Meine Chi. didyma wird als 
Chi. Serena neu beschrieben, weil sie von Chi. didyma Ztt. verschieden 
sein soll und zu CM. QOscinis^ didyma Ztt. als Synonym CM. scalaris 
Mg. und CM. pulchra Schin. gestellt, woran, was meine Chlorops 
piilchra mit ganz gelben Fühlern betrifft, auch nicht im entferntesten 
gedacht werden kann. CM. iOscinis) laeta Ztt. soll fraglich mit 
CM. discicornis n. sp. identisch und CM. ornata M e i g. dieselbe Art 
sein, welche Zetterstedt (und auch ich) als CM. cirnimdata Mg. be- 
schrieben hat. Für CM. ornata Loew ist die neue Gattung Chloropisca 
aufgestellt, deren besonderes hervorragendes Characteristicum das ganz 
flache Schildchen sein soll. 

Es ist mir bei dem Studium dieser kleinen Monographie oft der Ge- 
danke gekommen, als beabsichtige der Verfasser vorzugsweise, Alles, was 
andere Dipterologen geleistet, und namentlich was in meinen Arbeiten 
niedergelegt ist, als unbrauchbar zu markireu. 

Ich kann es mir nicht versagen, zur Begründung dieses Ausspruches 
einige recht auffallende Beispiele hier anzuführen. 

Auf Seite 64 nennt er meine Deutung der Ze tter st ed tischen Os-'> 
cinis didyma nicht nur unberechtigt, sondern in gar nicht feiner Weise 
„geradezu unbegreiflich", weil Zett erste d t's Art sich durch die helle 
Färbung des dritten Fühlergliedes und durch die stets glänzend schwarze 
Farbe des Fleckens zwischen den vorderen Hüften von meiner Chi. didyma^ 
(^Chl. Serena Loew) unterscheiden soll. Ich bemerke, dassLoew mit sei- 
ner Chi. didyma meine CM. pulchra zu identificiren keinen Anstand nahm, 
obwohl letztere Art immer ganz gelbe Fühler hat. Zetterstedt sagt 
nun von seiner Art: macula verticis nigra majuscula, punctis geminis 
flavis notata, speciem distinguit." Es ist also entschieden, dass Zetter- 
stedt vor Allem auf die Beschaffenheit des Stirndreiecks das grösste Ge- 
wicht legte, und dieser Umstand bestimmte mich auch, den Zetterstedt'- 
schen Namen auf meine Art anzuwenden. Ich bemerkte diess ausdrücklich 
in meiner Fauna (S. 213) und fügte bei, dass die Färbung des dritten 
Fühlergliedes nicht ganz mit der Zetterstedt'schen Beschreibung über- 
einstimme. Was bei diesem Vorgange unbegreiflich sein soll, vermag 
wieder ich nicht zu begreifen, um so weniger, als ich, falls ich mich nicht 
bemüht hätte, eine unnütze Vervielfältigung der Chlorops- Avten möglichst 
zu vermeiden, raeine Ohl. didyma hätte neu benennen müssen, wie es 
Loew thatsächlich gethan hat. 



Misccljoa. 



67 



Bei Gelegfiihuit der Ideutiücirung meiner Cid. fnUckra mit Chi. di" 
dyma Loew (S. 67 und 69) bemerkt Locw im Bewusstsein, dass diess 
doch nicht ganz so rund ablaufen dürfte, Folgendes: es schienen meine 
Angaben über die Gestalt der schwarzeu Zeichnung auf der Stirne aller- 
dings nicht zu passen, „es Hesse sich aber aus denselben nichts rechts 
Sicheres entnehmen" da ich das Ocellendreieck und die schwarze Zeich- 
nung desselben so durch einander mengte, dass grosse Confusion entstehe. 
Zi.m Glücke citirt nun Loew wörtlich meine diessfällige Angabe, aus 
welcher hervorgeht, dass ich vom Stirndreiecke und nicht vom Ocellen- 
dreiecke spreche, und ganz klar die Zeichnung desselben beschreibe, wie sie 
inderThat bei meiner Art vorhanden ist, so dass ich auch heute daran nichts 
ändern könnte. Freilich lässt sich die Confusion nicht vermeiden, wenn 
meine Chi. pul ehr a um jeden Preis Chi. iidyma^ und mein Chi. didyma 
die Chi. Serena Loew sein soll. 

Sehr eigenthümlich lautet, was Loew in der Anmerkung bei Chi. 
glabra (S. 86) anführt. „H. Schiner sagt," heisst es daselbst, „dass bei 
Chi. glabra Mg. das schwarze Stirndreieck eigentlich nur die Stirnseiten 
frei lasse und dass die Taster an der Spitze glänzend schwarz seien; er 
gibt zugleich an, dass er ein von M eigen selbst als Chi. glabra bezet- 
teltes Stück der Winnertz'schen Sammlung vor sich gehabt habe. Es 
sei indessen die Schiner'sche Angabe über die Gestalt des Schwarzen 
auf dem Ocellendreick (ich sprach vom Stirndreiecke) lediglich eine 
ungeschickte und die Angaben über das Vorhandensein einer glänzend 
schwarzen Tasterspitze eine falsche, indem er (Schiner) den schwarz- 
gefärbten Cljpeus für die Spitze der Taster gehalten hat . . 

Loew weiss also, dass ich den Clypeus mit den Tastern verwechselt 
habe, ohne das Winnertz'sche Exemplar gesehen zu haben, und ist so 
unvorsichtig, eine solche Behauptung bedingungslos auszusprechen, als ob 
es absolut unmöglich wäre, dass die Tasterspitzen des von mir untersuch- 
ten Stückes wirklich schwarz sind! 

Bei Chi. torsata Fll. führe ich in meiner Fauna (IL 217) au, dass 
ich die Art in grosser Menge aus Larven zog, welche in Rohr Stengeln 
lebten und daselbst ohne Deformirnng des Stengels sich verpuppten. 
Loew bemerkt hierüber (S. 25): „Sie lebt übrigens nicht, wie Schiner 
sagt, in Rohrhalmen (ich sagte ausdrücklich und nicht ohne Absicht Rohr- 
stengeln), sondern zwischen den Blättern der Triebspitzen, besonders 
häufig derjenigen, welche durch Z/^pam-Larven deformirt sind, wie das 
Giraud (Verh. der zooL bot. Ges. XIII. 12. 63.) angibt." 

Wenn ich sagte, dass die Larven in Rohrstengeln leben, so sehliesst 
diess nicht aus, dass sie auch zwischen den Stengelblätteru vorkommen. 
Zum Ueberflnssse leben sie aber oft und meistens wirklich im Hohlräume des 
Halmes, wie diess eben Dr. Giraud (1. c.) anführt: Eile (la larve) est 

9* 



68 



Dr. J. R. Schiner: 



tres frequente danslestiges, habitees par les trois especesdeX^pam-- uud 
weiter — dans certains eas — ou voit quelques-unes daus le canal 
occupe par la Lipara^ cest meme la place habituelle de celles, qui ac- 
compagiient la Lipara, similis — und endlich — les larves ou les pupes 
sont quelquefois reuuies en certaiu uombre dans le caual d'uue tige, 
qui ne contieut pas d'autre insect . . . 

Das stimmt gerade Alles genau mit meinen Angaben, da nicht 
bezweifelt werden kann, dass Giraud mit „tige" eben nichts anderes 
bezeichnete als den Stengel! 

Aus dem Vorstehenden wird man entnehmen, dass ich, um zur De- 
terminirung der Waga''schen Chlörops-Art zu gelangen, auch die Loe wa- 
sche Monographie der Gattung Chlorops Mig. recht genau durchgenommen 
habe. Wenn ich trotzdem zu keinem ganz bestimmten Resultate gekommen 
bin, so ist diess nicht meine Schuld, lieber die schwierigste Gruppe der 
Ühlorops-Ai'ten gibt eben auch diese Monographie keine bestimmten Aut- 
schlüsse. Loew hat die kleinen Chlorops- Ar tea mit ganz flachen Schild- 
chen in eine eigene Gattung, die er Chloropisca nennt, zusammengestellt. 
Es ist nun allerdings keine Frage, dass die Waga'sche Art in diese 
neue Gattungsgruppe gehört, allein schwer zu entscheiden, welcher Art- 
name derselben gegeben werden soll. 

Voraussichtlich ist sie identisch mit jener Art, welche Loew als 
Chloropisca ornata beschrieben hat, es ist aber nicht abzusehen, warum 
dieser Art der Meigeu'sche Name Chi. ornata gegeben werden soll. 
Meigeu erwähnt nichts von der Flachheit des Schildcheus bei seiner Chi. 
ornata'., auch sollen die Fühler bei ihr ganz schwarz sein, was Alles die 
Loew'sche Deutung ausschliesst. Nimmt man schon an, dass bei der vor- 
liegenden Art eine grosse Variabilität in der Färbung des Hinterleibes 
die Regel ist, so läge es am nächsten, die Art Chi. circumdata Mg. zu 
nennen, wie es Zetterstedt und auch ich in meiner Fauna gethan haben. 
Bei Chi. circumdata gibt Meigen ausdrücklich an, dass das Schildchen 
weisslich und flach uud die Fühler an der Basis rothgelb seieu. Das 
stimmt, mit Ausnahme der Hinterleibsfärbung Alles genau mit der vorlie- 
genden Art. Bei ihr ist der Hinterleib vorherrschend gelb; es fallen nur 
zwei schwarze Punkte an der Basis und eine mehr oder weniger auffal- 
lende Verdunkelung auf der Mitte des Hinterleibes auf. 

Durch einen glücklichen Zufall erhielt ich durch H. v. Frauenfeld 
vor wenigen Tagen 40 Stück einer Chlorops-Art^ die ich für identisch mit 
der Wag ansehen Art zu halten mich veranlasst sehe, da sie mit ihr, bis 
auf die Färbung des Hinterleibes vollkommen übereinstimmt. Der Hinter- 
leib ist bei derselben gelb, mit schwarzen, den Seitenrand nicht errei- 
chenden Einschnitten. Die Art wurde von H. Otto Freih. v. Bruck zur 



Mibccllcn 



69 



Dctornüniruüg an die («esellscluirt ciiigoseiKli t iiinl libor diiü Vorkoiiuucn 
lül^ciides beigefügt: 

„Diese lästii^eii [iisekten zeigen sich seit drei .lahreii in ciuer Villii 
(in der Umgebung Fiunio"'«) beim Beginne des IJerbstes. Gegen Knde October 
ist ihr Auftreten so massenhaft, dass an sonnigen Tagen, wenn sie bei 
offenem Fenster schwärmen, die Luft ganz verdunkelt ist, und in einiger 
Entfernung der Schwärm wie Rauch aussieht. Das Sonderbare an der 
Sache ist, dass sich diese Fliegen auf zwei Zimmer beschränken und sonst 
die ganze Nachbarschaft davon verschont bleibt, so dass man versucht 
wäre, die Ursache der Vermehrung in den Zimmern selbst zu suchen. Als 
Anhaltspunkt konnte angeführt werden, dass gerade diese beiden Zimmer 
vor einigen Jahren frisch mit Papiertapeten belegt wurden und das mög- 
licherweise die Eier dieser Fliegen damit eingeschleppt worden sind. 
Möglicherweise sind jedoch diese Insekten an eine bestimmte Pflanze ge- 
bunden, und da sei zu bemerken, dass die Villa mitten in einem Parke 
gelegen ist, in w^elchem meistens südliche Gebüsche gepflanzt sind . . 

Wir hätten also hier eine Chlorops-A.Yt vor uns, die sich im Norden 
und Süden durch ihr massenhaftes Auftreten bemerkbar gemacht hat, 
ohne dass gleichzeitig Beschädigungen unserer Culturgewächse durch die- 
selbe wahrgenommen worden wären. 

Da ich au der Identität beider Formen nicht zweifle und davon überzeugt 
bin, dass die Fiumaner Art nichts weiter sei, als eine dunklere Varietät 
der Warschauer, so erübriget mir nur noch über den Namen, welcher der- 
selben gegeben werden soll, meine Ansicht bestimmt auszusprechen. 

Vergleichen wir die vorhandenen Beschreibungen der kleinen Chlo- 
ropfi-Arten, so ist, wie erwähnt, sehr wahrscheinlich, dass die Chloropisca 
ornata Loew, non Meigen mit unserer Art identisch ist. Ebenso fallen 
mit derselben die Z e tter s t ed t'scheu Arten Oscinis circumdata und Ose. 
notata zusammen und fraglich mögen auch Chlorops notata^ circumdata u. 
ornata Mg. ferner Chlorops hrannicornis und rufiventrls Mcq. mit unserer 
Art identisch sein. Sicher kann angenommen werden, dass die in meiner 
Fauna beschriebenen Arten: Chlorops hypostiyma, notata^ circumdata und 
lineata nach meinen seitherigen Erfahrungen nur als Varietäten der vor- 
liegenden Art zu betrachten sind; die Herbeiziehung der Meigen'schen 
Chlorops hypostigma und lineata erscheint nur insoferne bedenklich, als 
Meigen bei der ersteren Art angibt, dass sie ein ganz schwarzes fünftes 
Tarsenglied habe, was bei keinem der mir vorliegenden Stücke der Fall 
ist, letztere aber mit seiner Chi. glabra vergleicht, welche bestimmt nicht 
einmal in die Gattung Chloropisca gehört. 

Wir hätten somit eine erkleckliche Auswahl von Namen, die hier 
angewendet werden könnten — icli finde mich aber bestimmt, zur Ver- 
meidung weiterer Confusioneu die Art ganz neu zu benennen und sie 



70 



Dr. J. R. Schiner: 



nach deu mir bekannten und vorliegeaden Exemplaren so zu beschreiben, 
dass sie in Zukunft nicht leicht wieder verwechselt werden kann. Ich 
nenne sie: 



Chlorops copiosa 

und stelle folgende Synonyme bei: 

Chlorops hypostigma Schiu. Fauna II. 214, 

„ circumdata Schin. Ibid. II. 215. 

„ notata Schin. Ibid. 214. 

„ Uneata Schin. Ibid. 215. 
Chloropisca ornata Loew. BresL Eut. Ztschr. 15. Jg. 80. 
Oscinis circumdata Ztt. Dipt. Scand. VII. 2612. 11. 

„ notata Ztt. Ibid. VII. 2616. 14. 
? Chlorops hypostigma Mg. System. Beschr. VI, 141. 2. 
? „ notata Mg. 1. c. VI. 144. 10. 
? „ circumdata Mg. 1. c. VI. 147. 17. 
?? „ ornata Mg. I. c. VI. 152. 27. 

Kleinere Art von höchstens V" Länge, meistens aber kleiner, die 
Wangen ausserordentlich schmal, das Schildchen ganz flach, seine Ränder 
etwas erhoben, die mittlere Fläche grob punktirt, am Hinterrande einige 
schwarze Börstchen ; die Flügel mikroskopisch behaart; Cubitalader vor 
der Fliigelspitze mündend, fast in gleicher Entfernung von der Radial- 
und Posticalader. Die Costalader etwa* über ihre Mündung hinaustre- 
tend; kleine Querader vor oder unter der Mündung der Subcostalader 
gestellt; der Abstand der beiden Queradern von einander dreimal so lang 
als die Länge der kleinen Querader beträgt oder doch nur wenig länger 
die Posticalader gegen den Flügelrand zu auffallend dünner, die übrigen 
Adern von nahezu gleicher Stärke bis zum Rande, die Posticalader den 
Flügrlrand nicht vollständig erreichend, plötzlich abgebrochen. Färbung 
veränderlich, der Leib immer in geringerer oder grösserer Ausdehnung 
gelb, der Rückenschild wie polirt, mit den gewöhnlichen schwarzen Längs- 
striemen; das Schildcheu blassgelb, die Brustseiten mit schwarzen oder 
bräunlichen Flecken, die Beine gelb, der Hinterleib ganz gelb mit schwar- 
zen Seitenfleckeu an der Basis (var. hypostigma Schin.), oder mit Aus- 
nahme der Basis und Seitenrandes obenauf ganz schwarz (var. circumdata) 



Miäfpllcn. 



71 



oder schwarz und nur der Atter gelb (var. lineata\ zuweilen auch die 
F.insclinitte gelb, wo dann schwarze, den Seiteurand nicht erreichende 
llinterleibsbinden sich zeigen (var. notata). Zwisclien den angegebenen 
Farbenverschiedenheiten treten ausserdem alle möglichen Zwischenfärbun- 
gen auf, wie beispielsweise bei den Warschauer Exemplaren, deren Hinter- 
leib nur verdunkelt und mit bräunlichen, kaum zu regelmässigen Figuren 
zusammentretenden Zeichnungen geziert ist. Der Kopf ist gelb, das Stirn- 
dreieck ziemlich gross, die Färbung desselben aber eben so veränderlich, 
wie die des Hinterleibes, die Fühler sind an der Basis immer gelb, also 
nie ganz schwarz, die schwarze Farbe aber oft nur auf den Rand des 
dritten Fiihlergliedes beschränkt oder sich so ausbreitend, dass eben nur 
die äusserste Basis der Fühler heller erscheint. 

Ich biu der Ansicht, dass eine Klarheit in die Kenutniss der Chlo- 
roji>.'?-Arten nur dann gebracht werden kann, wenn die vielen, auf Grund 
der vorhandenen Beschreibungen durchaus nicht mehr sicher bestimmbaren 
Arten, wie ich es vorstehend versucht habe, vorläufig zusammengezogen 
werden und es einem späteren Monographen überlassen wird, dann, wenn 
er bestimmte und fassbare Unterscheidungsmerkmale anzugeben im Stande 
sein wird, etwa dennoch berechtigte Arten wieder auszuscheiden. Bis 
dahin muss es aber möglich sein, über auffallende Erscheinungen, wie sie 
uns durch Prof. Waga und Freih. v. Bruck niitgetheilt worden sind, 
möglichst bestimmte Aufklärungen zu geben und wenigstens mit annä- 
hernder Gewissheit die Art zu bezeichnen und zu benennen, um die es 
sich hiebei handelt. 

Sollte dereinst ein glücklicherer Beobachter finden, dass zwischen 
der Warschauer und Fiumaner Art dennoch ein, wenn auch nur subtiler 
Unterschied sich finden und ausdrücken lässt, so verschlägt es nichts, 
wenn wir vorläufig so nahestehende Formen unter dem Namen Chlorops 
copiosa zusammenfassen, da es sicher von Nachtheil ist, wenn beim Auf- 
treten derselben Erscheinung au mehreren Orten die Art, welche sie 
veranlasst, nach ungenügenden Beschreibungen und mit ganz willkürlicher 
Verwendung älterer Namen, mit den verschiedensten Namen bezeich- 
net wird. 

Ueber massenhaftes Auftreten der Chlorops copiosa dürften folgende 
Mittheilungen herbeizuziehen sein. 

1. Jenyn's berichtet (in Magaz. of natural history Ser. 1. T. 5. 
S. 302.) über massenhaftes Auftreten einer Chlorops-Art im September 
1831 u. z. in den oberen Zimmern des Kings-College zu Cambridge. Die 
ludividuen bedeckten die Fenster in solcher Menge, dass sie undurch- 



Dr. J. R. Schiner: 

sichtbar wurden. Die Erscheinung zeigte sich durch vierzehn Tage. Die 
Art ist nicht sicher determinirt. 

2. Waga''s erwähnte erste Notiz (in der Revue zoologique Tom 
11. S. 49). Die Fliegen zeigten sich massenhaft am 20. September 1847 
in einem Ldudhause des Grafen Puslowski bei Warschau; ferners — 
wie seither — in der Kuppel des astronomischen Observatoriums zu War- 
schau» die Art wurde als Chlorops laeta determinirt. 

3. Kraus' über das massenhafte Erscheinen von Chlorops laeta bei 
Stuttgart im Herbste 1865 (in dem Württemberg. Naturhist. Jahresb. Bd. 
22. S. 125). 

5. Perty^s über massenhaftes Auftreten von Chlorops in der Berner 
Gegend (in der Mittheilung d. Schweiz, naturf. Gesellsch. in Bern 1867 
S. 233). Die Erscheinung zeigte sich im März 1866 bei Bern in der Villa 
Lindenhof. Das befallene Haus wurde durch die Menge der Individuen 
unbewohnbar. Schon früher zeigte sich dieselbe Erscheinung am selben 
Orte u. z. im August 1864, im Herbste 1865 und wieder im Frühjahre 
1866, wo die P'liegen wie bemerkt am zahlreichsten vorhanden waren, so 
dass sie korbweise fortgetragen wurden. Auch zu Muri, dann in üttigen 
und in der Villa Villette, nicht weit vom Liiidenhofe wurden sie gleich- 
zeitig beobachtet. Perty determinirte die Art als Chlorops lineata F. 

5. Kiesenwetter's über Chlorops nasuta L. in grossen Schwärmen 
beobachtet (in der Berliner Eutom. Zeitschr. Tom. I. S. 169.) Die Erschei- 
nung zeigte sich im Spätsommer zu Zittau in der sächsischen Oberlausitz; 
dichte Wolken stiegen von dem Dache eines in der Stadt gelegenen Hau- 
ses auf, und glichen so täuschend einem aufwirbelnden Rauche, dass man 
mit Spritzen und Wasser herbeieilte, um das vermeintliche Feuer zu lö- 
schen; erst bei näherer Untersuchung fand man, dass Millionen kleiner 
Fliegen, die aus einer Dachlucke hervorschwärmten, diese Erscheinung 
veranlassten. Auch in einigen anderen Häusern der Stadt fand sicji die- 
selbe Fliege in ungeheurer Menge vor. Kiesen wetter nennt die Fliege 
Chlorops nasuta Mg., eine unbestimmte Art, und erinnert an Waga's 
Mittheilung in einer Weise, dass es scheint, als halte er seine Fliege für 
identisch mit der von Waga beobachteten. 

6. Eine mündliche Mittheilung Dr. Ant. Kerne r's, der einmal ein 
massenhaftes Auftreten einer Chlorops-Art bei Mautern in Niederösterreich 
beobachtet hatte. — Ich determinirte die Art damals als Chlorops circum- 
data für Director Kollar, weiss aber nicht, ob er hierüber irgendwo eine 
Mittheilung veröffentlichte, wie er beabsichtiget hatte. 



Miscellon. 

lieber die Ursache iles luassenhaften Auftretens der Chlorops co/noAa 
will ich zu den vielen vorhandenen Hypothesen keine neue hinzufügen: 
ich kenne sie eben nicht. Bestimmte positive Aufschlüsse hierüber können nur 
durch directe iind präcise Beobachtungen gewonnen werden. Sicher scheint 
es nur, dass mit Rücksicht auf die bekannte Lebensweise vieler Clilorops- 
Arten, der Entwicklung unserer Art kaum anderswo, als in den Stengeln 
und Wurzeln von Gramineen mit Erfolg nachgeforscht werden dürfte, 
worauf ich hier mit dem Beifügen hinweise, dass hiebei unsere Cerealien 
nicht in Betracht zu kommen haben werden, da über Beschädigung der 
Ernte durch eine ähnliche Chlorops-Art bisher nicht geklagt worden ist, 
was bei dem massenhaften Auftreten der Fliege gewiss nicht unterblieben 
wäre, wenn sie gleich anderen, grösseren C hlorops-Av teu. als Larven in 
Getreidearteu leben würden. *) 

Wer in der Lage ist, ein massenhaftes Auftreten der Art zu beob- 
achten, möge in den umliegenden Wiesen und Heiden die Gräser fleissig 
untersuchen, und ich zweifle nicht, dass es gelingen werde, die Spuren der 
Brutorte aufzufinden, zumal das Auftreten der Fliege immer sehr local 
ist und sich durch mehrere Jahre hintereinander da wiederholt. Mit Ge- 
duld liessen sich vielleicht die Fliegen selbst als Wegweiser zu ihren 
Brutorten benützen, man müsste nur die ab- und zufliegenden auf ihren 
Wegen verfolgen und beobachten. Freilich versammeln sich Muscinen meistens 
erst dauD, wenn sie ihre Eier abgelegt haben. Bei Chironomiden, welche 
alljährlich in rauchartigen Schwärmen beobachtet werden können, ist das 
Gegentheil der Fall, und es gelang mir, bei diesen immer die Brutorte 
aufzufinden, indem ich die vom Schwarme abfliegenden einzelnen Männ- 
chen auf ihrem Wege bis zum Blatte verfolgte, wo das Weibchen sass, 
und dann dieses bald darauf bis zum nahen Sumpfe hin begleitete, wo es 
die Eier im nassen Schlamme deponirte. 



*3 Es müsste denn sein, dass Chlorops glabra W est-w ood (in Gardener's 
Cbronicle, XHI, 289) und Chlorops lineata Büttner (\n Germar's Magazin, 
IV, 411) gleichfalls hieher gehören, welche Arten sich als Beschädigerinnen der 
Weizensaaten bemerkbar gemacht haben. 



Bd. XXII. Abhaadl. 



10 



74 



Dr. J R. Schiner: 



Heber neue Dipteren. 

Der Sohn meines verehrten Freundes Dr. L. Koch in Nürnberg 
beschäftiget sich seit kurzer Zeit mit dem Studium der Dipteren 
und hat bereits recht interessante Thatsacheu constatirt. So fand 
derselbe auf den ausgedehnten Sandflächen um Nürnberg einige seltene 
Tachininen- Arten, wie z. B. Phylloteles pietipennis Loew, Apodacra pul- 
chra Egg. und Apodacra seriemaculata Macq., HiUarella Zetterstedtii 
Rond. und ferners die me\''k\f Aige Rhamphomyia platyptera Panz. (^Rh. 
marginata F.), von welcher lauge Zeit nur das Weibchen bekannt war, 
in beiden Geschlechtern. Es ist damit Loe w 's Beobachtung, wornach 
Rhamphomyia latipennis Mg. das Männchen dieser Art ist, neuerdings 
bestätigt worden. 

Das weitaus Interessanteste ist aber das Auffinden zwei neuer 
Stichopogon- Arten. Das Interesse wird dadurch erhöht, dass von der einen 
Art, welche H. Koch mir zu Ehren Stichopogon Schineri nennt, aiis- 
schliessend nur Männchen mit schwarzem Knebelbarte, und von der 
anderen Stichopogon arenivagus ausschliessend nur Weibchen mit gelb- 
weissem Knebelbarte und zwar in grösserer Anzahl gesammelt wurden 
und es daher sehr wahrscheinlich is<^, dass es sich nur um die beiden Ge- 
schlechter ein und derselben Art handle, und falls neue Beobachtungen 
diess bestätigen sollten, die verschiedene Färbung des Knebeibartes bei 
den Stichopogon- Avien nicht mehr als ein wesentliches Merkmal zur Un- 
terscheidung der Arten betrachtet werden könnte. Diese eben bemerkte 
Differenz in der Färbung des Knebelbartes bestimmte H. Koch vorläufig 
zwei Arten anzunehmen, was ich nur vollständig billigen kann. 

H. Koch hat mich ersucht, sein Manuscript der geehrten Gesell- 
schaft vorzulegen, was ich hiermit mit dem Wunsche erfülle, es möchten 
uns noch recht viele, ebenso interessante dipterologische Arbeiten aus 
Nürnberg eingesendet werden, zumal die Dipterologie bei uns zu Lande 
leider bisher nur wenige Pfleger gefunden hat. 



Milcellen 



75 



Eine Beobachtung aus meinem Aquarium. 

Seit vielen Jahren besitze ich ein ziemlich grosses Sumpfaquarium, 
in welchem sich alljährlich Generation aut Generation Wasserschnecken 
{Planorbis, Limnaeus) entwickelten. Dieses Aquarium, worin sich unter 
ivndereni auch immer kleine Wasserkäferarten zeigten, liess ich im Sommer 
1871 gänzlich eintrocknen, so dass vom Monate August angefangen der 
Boden staubte und kein Tröpfchen Feuchtigkeit darin vorhanden war. 
Nach meiner Zurückkunft vom Lande, d. i. im October 1871 goss ich in diesem 
Aquarium wieder Wasser nach. Es geschah diess um V^Q Uhr Früh. Um 
4 Uhr Nachmittags am selben Tage war das aufgegossene Wasser voll- 
kommen rein und durchsichtig geworden und es tummelten sich zu meiner 
grossen Ueberraschung sechs kleine Wasserkäfer (3 Ha'iplus- = 2 Phil- 
hydnis-Arten und ein Colymbetes) in demselben herum. Da die Fenster von 
9- 4 Uhr geschlossen waren, und das aus dem Hausbrunnen geholte 
AVasser ganz rein war, die Käfer daher «icht erst neu von aussen her in 
das Aquarium gelangt sein konnten, so muss angenommen werden, dass 
sie während der gänzlichen Austrockuung des Aquariums sich in demsel- 
ben befanden, und sonach die ganze Zeit vom August bis October in 
eiuer Art von Erstarrung daselbst zubrachten. Das Factum erscheint mir 
interessant genug, um es hier mitzutheilen, da damit ein Beleg dafür ge- 
boten ist, dass bei Austrocknung von Sümpfen auch vollkommen entwickelte 
Käfer bis zur Wiederbewässerung in denselben zurückbleiben, und somifc 
nicht immer in andere, benachbarte Sümpfe oder Gewässer wandern. 



Torkommen von Chelifer an Fliegen. 

Schliesslich theile ich eine recht interessante Beobachtung mit, deren 
Mittheilung ich meinem geehrten Freunde Oscar Simony verdanke. 
Simony fing im August 1870 am Fenster seiner Stadtwohnung eine 
Fliege {Chloria demanäata 9), an deren Hinterbeinen fü)if Stücke einer 
Chelifer- Art festsassen. Die Fliege schien durch die Anwesenheit so vieler 
Gäste nicht im mindesten belästiget, denn sie lief und flog recht lebhaft 

10 ♦ 



JQ Dr. J. R. Schiner; Miscellen. 

herum. Ich halte die Art für Chelifer Hahnii Koch, von der Koch an- 
gibt, dass sie unter der Rinde von Obstbäumen und unter faulem Holze 
lebt. Sie steht in naher Verwandtschaft mit Ch. Panzeri Koch, ist aber 
kleiner und an dem Vorderleibe zeigen sich deutliche Eindrücke. Die 
verwandten Arten wie die eben genanute Ch. Panzeri.^ dann Ch. Wideri., 
Ch. Reussii u. s. w. leben an trockenen erwärmten Orten, oft unter Moos 
und zuweilen im Staube, Ch. Panzeri auch in Pferdeställen. Chloria de- 
mandata ist in Wohnungen ausserdeutlich selten, liebt aber sonnige, 
trockene Stellen. Es ist möglich, dass die noch in einem Klümpchen 
beisammen gelegenen Chelifer sich an die Hinterbeine der Fliege ansetzten 
um von ihr an irgend einen anderen Ort übertragen zu werden, und dass 
die Fliege mit ihrer jedenfalls ungewohnten Besetzung zufällig in die 
Wohnung gerathen ist. Dass sie parasitisch an der Fliege leben sollten, 
ist nicht anzunehmen, es ist mir wenigstens keine Chelifer- Avi bekannt, 
welche als Parasit anderer Thiere bezeichnet werden könnte. 



-8=:^^^- 



Ueber Vitus (xraber's: Mittheilung der Aehnlichkeit der 
Greschlechtsorgane bei Orthopteren. 

Entgegnung. 

Von 

Prof. Ii. H. Fischer In Frelburgr im B. 

Vorgelegt in der Sitzung Tom 6. Marz 1872. 

In den Sitzungsberichten der k. k. österr. Akademie math.-naturw. Cl., 
Bd. LXI, Hft. 4, April 1870, pg. 597 ff., die mir erst neulich zukamen, 
theilt Herr Dr. Gr ab er, Lehrer am II. Stnatsgymnasium zu Graz, Unter- 
suchungen über die Aehnlichkeit im Bau der äusseren weiblichen Geschlechts- 
organe bei Locustiden und Acridiern mit und stellt dabei in Bezug auf 
mein Werk, Orthoptera europaea, Lipsiae 1853, Behauptungen auf, welche 
mich zur Abwehr zwingen. 

Erstlich sagt Herr Grab er a. a. 0. p. 597, ich hätte „Lacaze- 
Duthiers' Schrift (Anual. d. scienc. nat. III. ser. zool. tom. XVII, Paris 
1852) wie manche andere ganz ignorirt." Es steht aber jene Abhand- 
lung auf pag. 19 meiner Orthoptera vollständig citirt und ihr Inhalt ist von 
mir so weit verwerthet, als es mir für den Zweck meines Werkes passend 
erschien. So ist z. B. das ganze Buch hindurch so und so vielmal die 
lamina ventralis olim mit dem Lacaze-Duthier s'schen Namen lamina 
subgenitalis belegt. Lacaze-Duthiers geht in seiner Schrift in so viele 
Einzeluheiten des Baues der betreffenden Hinterleibssegmente bei Orthopteren 
ein, dass es — bei den meinem Buche gesteckten Grenzen — genügte, 
den Leser auf diese Arbeit hinzuweisen zum Zwecke etwaiger Special- 
studien. Weiteren Gebrauch hätte ich davon nicht gemacht, auch wenn 
mein Werk nicht schon so weit in Tafeln und Manuscript vorgeschritten 
gewesen wäre, als es wirklich war zu der Zeit, als mir der citirte Band 
der Aunal. d. sc. zu Händen kam. 

Was die „manchen anderen Schriften" betrifft, die ich igno- 
rirt haben soll, so fordere ich hiermit Herrn Graber auf, der Wissenschaft 
dieKenntniss derselben nicht länger vorzuenthalteu, vielmehr ungesäumt 
dieselben namhaft zu machen zur Vervollständigung meines Literaturver- 
zeichnisses, welches auf sechs eng^-edruckten Seiten Werke und Schriften 
aus acht Sprachen namhaft macht. Ich selbst habe seither — da ich gerade 
mit dem Erscheinen meines Werkes durch den Eintritt in meine jetzige 



78 



Prf, L. H. Fischer: Entgegnung, üeber V. Graber's Mittheilung etc. 



akademische Stellung von dem Studium der Entomologie Abschied nahm — 
nur eine Schrift, dem Titel nach, weiter kennen gelernt, nämlich: Körte, 
die Strich-, Zug- oder Wanderheuschrecke. Berlin 18^8. 

Wenn Herr Graber an den Genitalien der Orthopteren noch wei- 
tere Einzelnheiten fand, die ich nicht erwähnte, so ist das nichts so Wunder- 
bares. Ich habe mein Buch nicht in der Meinung in die Welt gesandt, dass 
damit die Keuntniss der Orthopteren zum Abschlüsse gebracht sein werde, 
sondern wollte dadurch gerade zu fortgesetzten Studien anregen. 

Auf pag. 598 a. a. 0. sagt Herr Graber, ich hätte den Bau des 
Ovipositor bei den Locustiden mit dorn Epitheton „bivalvis" abgethan. — 
Pag. 21 meiner Orth. eur. heisst es wörtlich: „In Gryllodeis ceteris et in 
Locustinis ^ ovipositor adest abdomen plus minusve superans etc.; con- 
stat e valvulis quatuor . , ., quae ad basin musculorum funiculis con- 
tinentur et quarum binae ntriusque lateris a basi usque ad apicem arctlus 
inter se adplicatae sunt, ita ut primo intuitu oripositor nonnisi 
bivalvis esse rideatur"; pag. 191, Zeile 15 von oben nenne ich den 
Ovipositor nochmals quadrivalvis. 

Pag. 598 sagt Herr Grab er weiter, ich hätte mich bezüglich der 
Entwickelung der Heuschrecken „nicht einmal über den Standpunkt 
RösePs, eines bekannten Entomologen des 18.! Jahrhunderts erhoben" 
und unter Anderem behauptet, dass man das Geschlecht der eben aus dem 
Ei geschlüpften Heuschrecken gar nicht genau unterscheiden könne. 

Dafür, dass Herr Grab er den Lesern das Geheimniss verräth, wann 
Rösel gelebt habe, werden ihm diejenigen gewiss dankbar sein, welche 
es nicht schon vorher wussten. Was die Sache selbst betrifft, so sagte ich 
pag. 38 meines Werkes: „In Locustae viridiss., Dectici verruciv. etc. larvis 
primae juventutis vel etiam vestigia ovipositoris feminarum versus 
ventris extremitateni oculo saltem armato jam cognoscere et ita sexum 
distinguere mihi licuit, quod nonnisi peractis aliquot mutationibus fieri 
posse priores auctores contendebant" — und pag. 196, Zeile 14 von oben 
heisst es: „Ex ovis auctumno fere delapso depositis larvae deraum verno 
tempore anni insequentis excluduntur (Roesel, II. Loc. pag. 56) et lentis 
ope jam ante mutatiouem secundam (nec demum post eam, ut Roesel 
1. c. affirmat) sexum distinguere, h. e. in larvis foemineis prima vestigia 
ovipositoris . . . discernere licet." 

Würde Herr Grab er irgendwo in meinem Buche eine den obigen 
Citaten widersprechende Stelle entdeckt haben, so hätte er nach meinen 
Begriffen von wissenschaftlichen Erörterungen jene von mir citirten Zeilen 
daneben nicht ignoriren, sondern gerade damit zusammenhalten und 
auf den darin liegenden Widerspruch aufmerksam macheu müssen! 

Es scheint eben, dass Herr Grab er meine Orth. eur. citirte, ohne 
sie gelesen zu haben oder sie nicht verstand. 



Zwei neue Asilideu. 



Hcscliricbcii von 
Carl Kooh in Niirnbergr. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 7. Februar 187'2) 



j^uf den weit auso-edehnteii Saudflächen der ümg'obuiig' Nünil)erg\s treibt 
sich eine g-rössere Anzahl von Dipteren, namentlich von kleinen Tachi- 
narien herum. Unter diesen findet sich wohl am zahlreichsten der in jeder 
Beziehung auffallende Phylloteles pictlpemüs Löw. Ausser diesen wurden 
auch zwei kleine Asiliden aus dem Genus Stichopogon dort erbeutet, welche 
von den bis jetzt beschriebenen Arten dieser Gattung verschieden sind und 
deren Beschreibung hiermit veröffentlicht wird. Diese Asiliden fliegen an 
sehr warmen Sommertagen der Monate Juli und August und setzen sich 
nur für kurze Momente auf den heissen Sand. Sie sind äusserst flüchtig, 
nur für ein scharfes Auge bemerkbar und daher schwer zu erhaschen. 

Stichopog;on Schineri. <S- 

Schwarz; Rückenschild mit bräunlichgelbem Tomente, das in 
ganz reinen Stücken vorn zwei Flecken und eine Stelle unmittelbar vor 
dem Schildchen freilässt; S childchen, Hin terrücken und Brustseiten 
weissgrau; Hinterleib stahlblau schimmernd, der erste Ring mit Ausnahme 
der Mitte grau bestäubt, zweiter und dritter Ring mit silberweissen ganz 
durchgehenden Hinterrandsbinden, an die sich vom Vorderrande des drit- 
ten und vierten Ringes her ebenso gefärbte gegen den Rand zu verbrei- 
terte Seitenflecke anschliessend ähnliche Zeichnungen zeigt der vierte Ring, 
nur ist die Binde linieuartig; der achte Ring in's Bräunliche ziehend. Die 
Genitalien hinten stumpf abgegrenzt, grau bereift, die inneren Anhänge 
rostgelb. Von vorn besehen verbreitet sich über den Hinterleibsrücken ein 
gelbbräunlicher Ton, der die Mittelzone freilässt. Stirne glänzend schwarz; 
Untergesicht in gewisser Richtung grau schillernd, Hinterkopf 
silberweiss schimmernd. Der Knebel hart schwarz; die Cllien am Hinter- 
rande des Kopfes schwarz, die übrige Behaarung des Kopfes fein weiss- 
wollig, auf der Unterseite und auf der Stirne ziemlich laug und dicht. 
Augen nackt, bei den lebenden Thiereu tief stahlblau schillernd. Fühler, 
Rüssel und Taster schwarz. Beine weisslich bestäubt; Schienen und Tar- 
sen des hintersten Paares messiuggelb-schimmernd, Schwinger gelb, an 
der Basis verdunkelt. Flügel blassbräunlich tingirt, der Basalstiel der 
vierten Hinterrandzelle sehr kurz. Die Behaarung* des Leibes sehr un- 
scheinbar, nur an der Basis des Hinterleibes und auf der Bauchseite auf- 
fallender und daselbst weisslich; die Tarsen und Schienen mit ziemlich 
langen Borstenhaaren besetzt, welche an den Schienen vorherrschend weiss, 
sonst aber durchaus schwarz sind. — Grösse ly^— 3'". 

Von den bekannten Arten steht die neue Art mit Stichopogon albo- 
faaciatus Meig. (wozu Stiehop. nigrifrons Löw als Weibehen gehört) in 



80 



Carl Koch: Zwei neue Asiliden. 



allernächster Verwandtschaft. Das Männchen dieser Art hat aber eine 
schiefergraue Stirue und die Zeichnung des Hinterleibes ist verschieden. 
Low beschrieb -nur das Weibchen; er sagt aber von demselben, dass die 
Stirne matt schwarz sei und die schwache Spur einer graubrännlichen 
Bereifung zeige; auch spricht er von abstehenden ziemlich langen Härchen 
auf der Stirne, während die Stirne der neuen Art glänzendschwarz und 
die Behaarung derselben weisswollig ist. Auch die Angabe Löw''s, dass 
das Untergesicht seiner Art lebhaft raessinggelb schimmert, schliesst eine 
Identificirung beider Arten aus. 

Stichopog^on arenivagus. ^. 

Schwarz; Rückenschild mit feinem , bräunlichgelben Tomente, 
das an reinen Stücken die gewöhnlichen Zeichnungen vortreten lässt. 
Schildchen, Brustseiten und Hinterrücken weissgrau bestäubt, die 
Schwielen vor der Fl iigelwurzel messinggelb. Hi uteri e ib schwarz ; erster 
Ring an den Seiten und am Hinterrande weisslich, der zweite bis vierte 
Ring an den Seiten mit dreieckigen, weisslichen Flecken, die sich am 
Vorderrande bindenartig über den ganzen Rücken ausbreiten; der fünfte 
und die folgenden Ringe mit eben solchen, doch kleineren Seitenfleckchen, 
die sich aber nicht bindenartig ausbreiten , der achte Ring weissgrau, 
hinten abgestutzt und mit einem schwarzen Borstenkranze besetzt; die 
unteren Lamellen pechschwarz, an der Spitze braungelb; die Bauchseite 
weisslichgrau. Von vorn besehen zeigt sich an den schwarzen Partien des 
Hinterleibes ein lebhaft messingbräunlicher Ton. Stirne schwarz, seiden- 
artig glänzend, in gewisser Richtung weissgrau-, an den Augenrändern 
messinggelblich schimmernd. Untergesicht silberweiss schimmernd. 
Hinterkopf oben gelbbräunlich, unten weisslich bestäubt; der Knebel- 
bart gelblichweiss, die Stirne am Hinterrande mit schwarzen Borsten- 
haaren, sonst die Behaarung*, sowie am Kopfe überhaupt fein weisswollig. 
Fühler, Rüssel und Taster schwarz. Augen nackt, am lebenden Thiere 
metallischgrün. Beine schwarz, weissgrau bestäubt. Flügel und Schwin- 
ger wie bei dem Männchen. Die Behaarung des Leibes nur an der Basis 
des Hinterleibes und auf der Bauchseite aulfallender und da weisslich. 
Die längeren Borstenhaare an den Schienen und Tarsen wie bei dem 
Männchen. — Grösse 2 — 3*72"'. 

Die bekannten europäischen Stichopogon- Arten: Stich, elegantulus 
Meig., Stich, harhistrellus Low, Stich, scaliger Low und Stich, inaequalis 
Low haben eine verschiedene Hinterleibszeichuung; Stich, elegantulus hat 
überdies an der Basis gelbrothe Schienen und Stich, harhistrellus ein gelb- 
lich-bronzebraunes Untergesicht, auch sind beide Arten viel kleiner. 

Da die beiden neuen Arten an den bezeichneten Orten sehr häufig 
waren, von St. Schineri aber ausschliessend Männchen und von aS'^. arenivagus 
ausschliessend nur Weibchen beobachtet und gesammelt wurden, so liegt 
der Gedanke sehr nahe, dass es sich hier nur um die beiden Geschlechter 
ein und derselben Art handle, zumal auch das Flügelgeäder beider über- 
einstimmt. Ich trage aber dennoch Bedenken, die Vereinigung sogleich 
bei diesem Anlasse als sicher vorzunehmen, weil das Männchen einen 
schwarzen, das Weibchen aber einen geiblichweissen Knebelbart 
hat, ein Umstand, der jedenfalls zur Vorsicht mahnt. Bestätiget sich durch 
fernere Beobachtungen die Zusammengehörigkeit, so wird dann der Name 
des Männchens, St, Schineri., aufrecht zu halten sein. 



Florae Poloiücne 



Prodromus. 



Uebersiclit der bis jetzt im Königreiche Polen beobachteten 

Phanerogamen. 



jjLaii spricht öfters vom Königreich Polei? als von einer „te, ra incog'nita" 
iu botanischer Hinsicht. 

Das kann seinen Orund haben theils darin, dass die Kenntniss der 
pohlischen Flora in ihrer Vollständig'keit nur einem kleinen Kreise unserer 
Botaniker zugänglich ist, theils aber darin, dass auch Waga"'s Flora 
wenig- bekannt und berücksichtigt wurde. Seit dem Erscheinen derselben 
sind auch bereits 20 Jahre verflossen, und seit dieser Zeit ist viel Neues 
entdeckt, Einiges berichtigt worden. Da aber diese neueren Angaben sehr 
zerstreut, und zum Theil in polnischer Sprache geschrieben, nicht allen 
Botanikern zugänglich sind, so schien es mir zweckmässig und zeitgemäss 
alle Angaben zu sammeln und übersichtlich zusammenzufassen. 

Wenn diese Arbeit nicht so vollständig ausgefallen ist, wie ich 
gewünscht hätte, so hat dies darin seinen Grund, dass uieht alle Land- 
striche gleichmässig erforscht sind. Das ist auch die Ursache, das« ich 
eine pOanzengeographische üebersicht unseres Gebietes auf spätere Zeit 
verschiebe. 

Ich wünschte auch nur durch Zusammenstellung des Bekannten 
Andere zur Berichtigung auf Grund ihrer Erfahrung anzuregen, und so 
die Kenntniss unserer Flora einigermassen zu fördern. 
Bd. nil. Abhandl. \\ 




(Vorgelegt in der Sitzung vom 6. December 1^74.) 



J. Rcataflnski. 



Von 




82 



J, Rostafiriski: 



beschichte der unsere Flora betreifenden Forschungen. 

Das erste botanische Werk in polnischer Sprache soll für den 
Troek''scheu Wojewoden Gaszto'fd im J. 14*23 geschriebeu worden sein, uns 
ist es nur durch Ueberlieferung- bekannt. 

Die ersteu Bücher, welche uns über das Vorkommen einiger Pflan- 
zen in unserem Vaterlande berichten , sind Kräuterbücher. Dieselben 
seien in chronologischer Reihenfolge angeführt. Es sind Simon v. tiOwicz 
(1532)*); Stefan von Kobylin auch Falimierz oder Stefanek genannt 
(1534)2); Hieronim Spiczynski (155'0^)-, Martin Sienuik (1568)*); 
Alexander Oczek (1581)''); Kasimirus Herk''); Martin Urzedow 
(1595)''); Simon Syreniusz (1013)^). 

Das erstgenannte Work gibt schon (nach Berdau) 15 genauere 
Pflanzenstandorte au, und hat wegen seiner vortrefflichen polnischen 
Pflanzen nanien sowohl fi'ir unsere Terminologie als auch für unseren 
Sprachschatz grossen Werth. 

Im Jahre 1ß5'2 bekommt Warschan in dem Werke des königlichen 
Wundarztes M. Bernic'*) seine erste Flora; dieselbe wird im Jahre 1730 
von Cl». H. ErndtM'^) vervollständigt. Die beiden Werke bringen ein 

*) Aemilius Macer de herbarum virtutibus cum veris figuris herbaruni etc. 
per Simonem de Lowicz artium et mediciuae doctorem. Cracoviae ex ofF. Ungler. 8. 
Titel unbekannt. 1534- in 4. min. 

ziofach tutecznych y zamorskich y o mocy ich, a ktlienui ksiegi 
lekavskie wedle regestru nizey nowo wypisanego, wszem wielmi uzyteczne. Cra- 
coviae apud haeredes Marci Scharfenberger Civis ac Bibliopolae Cracovieusis 
Anno 1556. (Erste Ausgabe bei J^azarz 1554.") 

*) Herbarz, to iest zi6| tutecznych postronnych, y zamorskich opisanie, 
CO za moc maja, a iako ich uzywac etc. Cracoviae a. Ii. M. Scharfenberger 1568. 

-''3 Descriptio herbarum Cracoviae 1581. 

*•) De herbis et cibis. 

'^3 Herbarz Polski, to iest o przyrodzeniu ziot y Jrzew rozmaitych etc. 
W Krakowie w Drukarni iazarzowej. 

^) Zielnik Herbarzem z iezyka iaciiiskiego zowia. to jest Opisanie wlasne 
imion, ksztaltu, przyrodzeuia. skutkow i mory ziöl wszelkich etc. W Krakowie 
w Drukarni Bazylego Skalskiego, w Marcu, roku Panskiego 1613 in fol. Das 
Werk wurde auf Kosten der Schwester Sigismundus des III.. Anna gedruckt, die 
sich für Pflanzenkunde sehr interessirte und eigenhändig ein Herbar einlegte, 
welches in der fürstl. Radziwiil'schen Bibliothek in Nieswiez aufbewahrt wird. 

") Catalogus plantarum. tarn exoticarnin, quam indigeuarum, quae anno 
1651 in hortis regiis Varsaviae et circa eandem in locis silvaticis, pratensibus, 
arenosis et paludosis nascuntur collectarum . exliibitus Sereniss. ac Potentiss. D. 
D. Joannis Casimire III. etc. Gedani 1652. 

'•^3 V.Trsavia physice illustrata etc. mit einem Anhange : Viridarium Varsa- 
viense sive Catalogus plautarura circa Varsaviam cresceutiurn. Dresdae 1730 in 4. 



l'lorat' rnloiii« ,11' ri'iidroimis. 



83 



\'o r/.cMi'huia.s dor iiiii W'arsi lKiu ciiltivirteii uml wild \n Jiclis'-udcu Pthri/' U 
iKicli der vor Linne iildichcii Heiieiinuiiß^ alphabetisch eingeführt und lici 
Krndtl auch manchmal mit polnischen Namen versehen, die frcilicli so 
lurrumpirt sind, dass man von ihnen keinen (jlehrauch machen kai.ii. 

Die dazwischen erschienene Arbeit von (J. Kzaczyn-ski (1721)'), 
welche das g-anze Gebiet unit'a.sst, hat in botanischer Hinsicht kaum etwas 
Herne rkeuswerthes. 

Der Begründer der lMlanzenkeiiii( iiiss Polens ist jedenlalls Christel 
Kluk, Pfarrer in Ciechaiiow. Von seinen vielen naturwisseiisihaftlicheii 
Schriften, welche noch heute niclit ohne Werth sind, ist das Pllan/.en- 
worterbuch (1777)'^) ohne Zweifel das Verdienstvollste. Die Ptlanzen sind 
last alle richti-^- bestimmt, und schon nach der Linne'schen Terminologie 
eingeführt. Die Arbeit ist nicht eine Compilation früherer Angaben, son- 
dern das Ergebniss vieler Reisen uml Plianzensainnilunge i in verschie- 
deneu Landesgegend eu. 

Er hat zuerst iScabiosa inßcica und Galinui jjodlachicuia unterschie- 
den und beschrieben. Sein llerbar wurde lauge Zeit hindurch in der 
fürstlich Jablonovvski''sclien naturwissenschaftlichen Sammlung in Siemia- 
tjcze aufbewahrt und belindet sich jetzt in Petersburg. Kluk ist dabei 
der Begründer einer wissenschaftlichen, botanisch-polnischen Termiuologie 
und seine nicht geringen Leistung-en auch in anderen botanischen Schrif- 
ten verleihen ihm gewiss Anspruch auf den Namen des ersten polnischen 
Botanikers. 

Das Pfianzeii Wörterbuch blieb lange Zeit das einzige Hilfsmittel 
zur Bestimmung der Gewächse für Anfänger und hat binnen Kurzem 
drei Ausgaben erlebt. Es wurde auch eine Ergänzung desselben (im 
Jahre 1824— 18^16) von Dziarkowski und S i e n n i ck i herausgegeben, die 
sich hauptsächlich aut ausländische oder Culturpüauzeu bezieht, doch 
linden sich manchmal auch Angaben, welche sich auf unsere Flora be- 
ziehen. Das Vorkommen jedoch von Acanthiis niollis (Bielany b. Warschau 
V. I Nr. 8), Anabasis aphylia (Sionsk bei ßacitjzek v. 1 Nr. 254), Ärte- 
miaia palustris (überall v. 1 Nr. 354) Astragalas glaiix (Marjmont bei 
Warschau v. 1 Nr. 556) Euphorbia dulcis (überall v. 2 Nr. 335) Senecio 
Doria (überall in Wäldern v. 3 Nr. 9u5) beruht sicher auf falscher 
Angabe. 

Nach Ch. Kluk erhielten die einzelnen Landestheile specielle 
Floren. Diese seien hier nicht näher berücksichtigt. Wir beschränken 



*J Historia Naturalis Curiosa Regni Foloniae etc. Sandomiriae 1721 in 4- 
und dann 1742 (O Auctuarium Historiae Naturalis. 

Dykcyonarz rosUuny, o ktörym pod-fug uk-fadu Linneusza st^ opisaue 
rosliny nietylko krajowe dzikie ... ale oraz i cudzoziemskie , ktoreby vf kraju 
pozyteczue byc mogly. Przez X. Krzysztofa Kluka. Warszawa r. 1786 — 1788 in 8. 

11 * 



84 



J. Rostafinski: 



»ms nur auf weitere Uebersicht der Arbeiten, welche die Grenzen des 
jetzigen Königreiches Polen nicht überschreiten. 

Zur Zeit als Wilibald Besser seiue „Priraitiae Florae Galiciae" 
schrieb, gehörte zu dieser auch ein grosser Theil unseres Gebietes, 
welches dort in einem „Appeudix" nur nach dem Kluk''schen Werke 
Berücksichtigung fand, mit Ausnahme der südlichen Landstriche und 
insbesondere des von Besser so geliebten Ojcowthales. 

So stand die Sache bis zum Jahre 1824, wo M. S z u b er t, Professor 
au der Warschauer Universität, das Verzeichuiss der im Warschauer bota- 
nischen Garten cultivirten Gewächse veröffentlichte. Alle Pflanzen sind 
mit Heiraatsangaben versehen und von allen sind 907 für unser Gebiet 
mit der Bezeichnung „Warschau", seltener „Ojcow" aufgeführt. Eine Zahl, 
die der damaligen Kenntniss der Flora vielleicht nicht entspricht — aus 
dem Grunde nämlich, weil viele auch in der Flora gemeine Pflanzen nicht 
im Garten cultivirt werden konnten. 

Ausser andern wissenschaftlichen Arbeiten verfasste Szubert im 
Jahre 1827 eine Beschreibung der Bäume und Sträucher, die in» König- 
reiche Polen wild wachsen ^ eine Arbeit, die einige Jahre später (1835) 
im „Sj'lwan" (einer Forstzeitschrift) einen Nachtrag bekam. 

Szubert hatte auch die Absicht die Flora unseres Gebietes zu 
bearbeiten. Er hat seinen Plan nie ausgeführt, aber aus seinen Schülern 
tüchtige Botaniker für Polen gebildet. 

Einer von diesen, A. Jastrzebowski, schrieb schon im Jahre 1B29 
in einer Zeitschrift ^} ein Verzeichuiss interessanter Pflanzen, die von ihm 
gefunden waren, die er leider selten mit Standortsangaben begleitet hat. 
Am Ende gibt er die Zahl der im Königreich aufgefundenen Phanero- 
gamen auf 1090 an. 

In dasselbe Jahr fällt ein Streit über das Vorkommen von Linnen 
borealis 

Das Jahr 1847 wird in unserer Geschichte bedeutungsvoll*, es 
brachte uns den ersten Band der „Flora Polonica Phanerogama" von einem 
zweiten Schüler Szuberfs, J. Waga (2. und 3. Band 1848). Das um- 
fassende Werk gibt eine vortreffliche und sehr genaue Beschreibung von 
1096 Pflanzenarten; darunter sind 962 wildwachsende. Die Zahl der 
letzteren ist verhältnissmässig klein, da Prof. Waga nur nach frischen 
Exemplaren seine Diagnosen machte und darum nur die von ihm selbst, 



^) Opisanie drzew i krzewöw lesnych Krölestwa Polskiego przez M. Szu- 
berta. Warszawa 1827. 

2) Pamietnik warszawski umiejetnosci scisfych i stosowanych. Warszawa 
1829 V. IV. p.* 183-194. 

^3 Powszechny dziennik krajowy 1829 und Pamietnik warszawski umiejet- 
nosci scislych i stosowanych. Warszawa 1829 v. IV. pag. 293. 



rior;)(> Poloiiicac Prodromiis. 



85 



auptsächlich um LoniÄa und Waisoliau und theilweise auf einigen 
Heisen im westlichen und südlichen Gebiete gesniumelten Arten iu die 
Flora aufnahm. 

In Ledebour's Flora Rossica (1846—1853) \Turde das Gebiet des 
Königreiches ToKmi nach K r n d t Ts Viridariuni Varsaviense (17;{0!) he- 
rücksichtißft. Da kann kaum auffallen, dass überhaupt in dieser Hinsicht 
manche Fehler und eine grosse Unvollständigkeit dieses Werk aus- 
zeichnen. 

Im Jahre 1856 erschien ein nach Lamark's Methode bearbeiteter 
Schlüssel zur Bestimmung der in unserem Gebiete vorkommenden Pflan- 
zengattungen von A. Jastrzebo wski, mit der Aussicht, dass das Büchlein 
binnen Kurzem auch die Arten berücksichtigen werde. Letzteres ist leider 
nicht geschehen. Ich sage leider, denn A. J as t r z e b o w s k i , ehemaK 
Professor an dem land wirthscbaftlichen Institut in Marymont hat während 
seiner 30jährigen Lehrthätigkeit das Gebiet in fast allen Theilen durch- 
forscht, und sich eine Landeskenntniss hauptsächlich in botanischer und 
in naturwissenschaftlicher Hinsicht im Allgemeinen erworben, die kaum 
ein Anderer besitzen dürfte. 

Sein ganzes Herbar schenkte er vor einiuen Jahren dem Grafen 
Th, Zamoyski, welcher es in seinem Schlosse Klemensow aufgestellt 
hat. Dort habe ich das Herbar im vorigen Herbst durchgesehen und be- 
nütze gerne die Gelegenheit, dem jetzigen Besitzer für seine Freundlich- 
keit hier meinen besten Dank auszusprechen. Doch kehren wir zu unserer 
Uebersicht zurück. 

Im Jahre 1856 ist eine Reisebeschreibung im Kreise Olkusz von 
Wislicki und Löwenhart erschienen*) welche Einiges über die Flora 
dieser Gegend erwähnt. Jedenfalls fcljlt es den Autoren dieser Aufsätze 
nicht an Phantasie, wenn sie auf unserer Ebene: EjnLobium alpiaum, Saxi- 
fraga hryoides^ S. alzoides, S. sihirica u. s. w. linden. 

Berdau's „Flora Cracoviensis" (1859) wird wohl dem Leser dieser 
Zeilen bekannt sein, ich werde daher nur erwähnen, dass dort auch ein 
Theil unseres Gebietes berücksichtigt wur'ie, nämlich das Przemsza-Ge- 
biet und die polnische Schweiz: die Umgebung von Ojcöw. Es werden 
durch dieselbe 70 in Waga's Flora nicht beschriebene Pflanzenarten für 
das Gebiet constatirt oder entdeckt, was Berdau auch in einem beson- 
deren Artikel '^} mitgetheilt hat. 

Das Jahr 18611 brachte uns in einer naturwissenschaftlichen Ueber- 
sicht des Gouvernements Radom von J. Sapalski, die in botanischer 
Hinsicht mittelmässig ist, einen kleinen Beitrag. 



*) Iu einer Zeitschrift: „Przyroda i Przemysi" 1856, Nr. 15 u. 16. 
Biblioteka Warszawska 1859, v. III. p. 496-511. 



86 



.1. Rostafirlski: 



Ferner sind in den Schriften der physik. -Ökonom. Gesellschaft in 
Königsberg ( VI. Jahrg*. 1865) die Beiträge zu Flora des Königreiches Polen 
von C Raenitz erschienen (Vergl. Referat von Dr. P. Ascherson in 
Bot. Zeit. 1871 p. 18^2). 

Soclauu in den Verhandlungen des botanischen Vereines für die 
Provinz Brandenburg vom Jahre 1869 von R. Fritze eine kurze Mitthei— 
hing „Aus dem südwestlichen Zipfel des Königreiches Polen'-. 

Einige kleine Beitrage betinden sich auch in der „österreichisch- 
botanischen Zeitschrift" so im J. 1857 (p. 139) von A. Vocke in einer Corie- 
spondeuz einige Zeilen über die Frühlings-Fiora von Nieborow und im 
Jahre 1867 (p. 397) v. F. Karo „Einiges über die Flora der Umgebung 
von Warschau." 

Ueber das Vorkommen einzelner Arten im Gebiete der Flora ver- 
gleiche auch: 

In Jahrbüchern unsi;rer läud wirthschaftlichen Gesellschaft: Ueber 
Cascuta von S. Pisulewski (1859 p. 585) und über die Verbreitung von 
Larix earopaea von Ivadislaus Leppert (1860 p. !<!I6'2). 

Ueber Befula Ojcovkn.^^is Bess. von F. R. v. T r a u t v e tt e r in 
Melanges biolou*. tires du Bull. phys. math. de TAcad. de St. Petersbourg 
1858 V. II. p. 569—571. 

Ueber dasselbe von F. Llerbich in den Verhaiidl. der zool.-botan. 
Ges. in Wien 1866 v. XVI. p. 

Ganz vereinzelte Notizen sollen endlich in unserem Verzeichnisse 
selbst eingeführt werden. 

Die ganze Literatur bringt uns im (Manzen wenige genaue Pflanzen- 
standorte und es mussten um diese festzustellen noch andere Hiilfsmittel 
gebraucht werden. 

Neben meinen eigenen Beobadituiigeji stand mir das Univeisitäts- 
Herbar, welches tiieil weise noch von M. Szubert und Jastrzebowski 
gesammelt wurde, ganz zu Gebote, wofür icli dem Director desselben, 
Professor der Botanik an der Universität Warschau und meinem verehr- 
ten Lehrer Herrn G. A lexau d r o w i cz meinen besten Dank ausspreche. 

Dem Professor an dem land wirthschaftlichen Institut zu Pu'fiwj'-, 
Herrn F. Berdau, verdanke ich sehr wichtige Notizen und Mitthei- 
luugen. Er erforschte theilweise das mittlere und südliche Gebiet, und 
durch seine Tliätigkeit ist besonders der Reichthum des östlichen Gebietes 
uns bekannt geworden. 

Dem verehrten Autorder Flora „Poloni<a", Herrn Professor Waga, 
verdanke ich sehr interessante Bemerkungen über das ganze und ins- 
besondere über das nördliche Gebiet. 



I'lorni' Pitlmiirao Proilruinii!*. 

Mein Fr(»uiul F. Karo theilto mir alles mit, was or in einigen Jah- 
ren in der Umgebung vou Ojiovv, Olsztyn, Czestorliowa, Warschau und 
tosicp gefunden hat. Derselbe hat vor Kurzem auch ein \' erzeichniss der 
Phanerogamen, die er bei i'.osice in den .Taliren 1Sti9— 1870 sammelte, in 
dtM- (»sforr. bot. Zeit.sch. Bd. '21. |). ,243 publicirt. 

Forner zeigte mir Herr leichter H. Puchal.ski Pflanzen, die er um 
toniza und Lublin sammelte. 

I Das Hauptherbar von A. J a.s t r / e b o w s k i, wie .schon erwähnt, stand 

mir auch ganz zur Verfügung. 

Ausser diesen muss ich noch den Herron: Professor L. Boguck i, 
H. Cybulski, F. Kamiiiski, Krajevvski, L. Nowakowski und A. 
i^lusarski, die in der Erforschung unserer Flora thätig waren, für die 
Mittheilungen, ebenso allen denen, die sicli für diese Arbeit interes- 
sirten uud mich mit ihrem Wissen unterstützt haben, und insbesondere 
dem Herrn Dr. P. Ascherson, meinen besten Dank aussprechen. 

Ich berücksichtige für diessmal nur die Phanerogamen, obgleich die 
Kryptogamen (mit Ausnahme der Algen) nicht weniger bekannt gewor- 
den siud, zumal durch die Bemühungen der Herren: G. Alexandro- 
wicz, F. Berdau, T. Chal upinski, A. Jastrzeb o wski uud vieler 
Anderen. 

Dem Verzeichniss ist das Braun'sche System zu Grunde geleg't. 



Erklärung der Zeichen nnd Abkürzungen. 

f Verwilderte Pflanze. 

Cultivirte Pflanze. 
Btz. — Baenitz Carl Gabriel, Lehrer in Königsberg. 
Br. — Berdau Felix, Professor am landwirthschaft!. Institute zu 
Pulawy. 

K. = Karo Ferdinand, Apotheker iu tosice. 

Jstrz. — Adalbert Jastrzebowski, früher Professor am landw. 
Institut zu Marymont bei Warschau. 
Rf. — Der Verfasser. 

Sz. — Szubert Michael, ehemals Professor an der Universität 
Warschau uud Director des botanischen Garteus daselbst. 

Wg. — Waga Jakob, Professor, Verfasser der „Flora polouica 
phauerogama." 



88 



J. Rostafiiiski. 



Anthophyta A. Br. 

(Phanerogamae L.) 

A. Gymiiosperniae Brongniart. 
1. Familie. Abietaceae L. C. Rieh. 

1. Pinns silvesirls L. Sz. sp. ros, p. 501. Wg'. fl. pol. 4025. Der häufigste 

Baum des Gh., bihlet die o-rössteu Wälder. 
P. Strohns L. In Nordamerika einheimisch, bei uns nicht selten in 
Parks ang-epflanzt, bildet bei Zwierzjuiec einen ganz anselin- 
liclien Wald. 

2. Lariv decidua Mi 11. Sz. sp. ros. p. 502. Wg-. fl. pol. 4028. Gewiss 

einheimisch, bildet noch hie und da grössere Wälder so /.. B. 
Lubochnia (Wg.) zwischen Rawa und Brzeziny bei Wegrzynowice 
und Modrzewek (Jstrz., L. Leppert), zwischen Jezow und 
Ujazd, zwischen Urze low und Beizyce b. Horzechovv (Br.) zwischen 
Konskie und Szydlowiec (Jstrz, L. Leppert) Samsonöw, Chle- 
wiska (L. Leppert), zwischen Sienno, Opatow und Nowa-Slupia 
(Jstrz.), Czechowka bei Lublin (Rf.). Sonst in Wäldern nicht 
selten vereinzelt, besonders bei Ojcow, tyse Gory (Jstrz.). In 
Wolka Grodziska bei Warschau befinden sich im Parke einige 
grosse, wenigstens 80jährige Exemplare. 

3. Picea excelsa (Lmck.) Lk. Sz. sp. ros. p. 502. Wg. fl. pol. 1026. In 

schattigen, mässig* feuchten Wäldern, durch das ganze Gb. 

4. Äbies alba Mi II. S z. sp. ros. p. 501. W g. fl. pol. 1027. Bildet öfters, 

besonders mit Fagus sylvatica gemischte Wälder. Sonst in Wäl- 
dern, besonders im s. Gb, nicht selten vereinzelt. Zwischen Rawa 
und NVarschau (Sz.), und zwischen Zgierz und Brzeziny (Js trz.) 
befinden sich die grössten Weisstanneuwälder des Gb. 

2. Familie. Cupressaceae L. C. Rieh. 

5. Juniperus communis L. Sz. sp. ros. p. 500. Wg. fl. pol. 1060. Abhänge, 

sonnige Hügel, besonders häufig in Kieferwäldeni. 

* Sabina oficinalis Gke. In den Alpen einheimisch, häufig in Gärten 

gepflanzt. 

* Tkuia orientalis L. In China einheimisch, bei uns nur selten in Parks 

gepflanzt. 

* T. occidentalis L. In Nordamerika einheimisch, bei uns ziemlich häufig 

gepflanzt. 



Florae Polonirae Prodromtis. 



89 



3. Familie. Taxaceae L. C. Rieb. 

G. Ta.rus hnccata L. \Vg. fl. pol. 10()1. Im Gebirge gewiss eiiilieimiscli, 
aber schon im XIV. Jahrhundert ein seltener liauni. Jetzt nur 
vereinzelt in Wäldern des ö. u. s. Gb., so zwischen Sejny und 
Lipsko (Jstrz.), Grzedy bei Rajgrod (Wg.)-) Ostroleka (Wg.) au 
der Taiiew (R f.) > Odrowezek bei Opatow, (Jstrz.) hy^e 
göry (Wg.). 



B. Aii<i^iosperiiiae Brongniart. 

I. Classe. Monocotyledones Juss. 

1. Familie. Lemnaceae Diiby. 

7. Lemna trisulca L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. y. 1 p. 151 Btz. 

Beitr. Nr. .510. Ueberall nicht selten. 

8. L. minor L. S z. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. r. 1 p. 152. Btz. Beitr. 

Nr. 512. Ueberall. Die gemeinste von allen Arten, 

9. L. gibha L. Sz. sp. ros p. 6. — Selten, meist mit den anderen Arten 

gemischt und noch öfters übersehen. Warschau (Sz.) z. B. Radonie, 
Zacisze (Rf.). 

10. L. polyrthiza L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. v. 1 p. 152. Btz. 

Beitr. Nr. 511. Ueberall, oft häufig, meist mit L. minor gemischt. 

11. L. arrhiza L. — Sehr selten. — Bis jetzt nur in einem Teiche des 

Dorfes Boguszyce bei Rawa (Jstrz.). 

2. Familie. Najadaceae Lk. 

\i. Najas marina L. — Wg. fl. pol. v. 2 p. 533, Bis jetzt nur in Seen 
des nw. Gb. so bei Pol'ajewo, Drzezno, G^bin, Gostyuin (Jstrz.), 
SJupca (Br.), Wohl auch noch in Seen des n. Gb. zu finden. 

13. N. minor All. Mit voriger an denselben Standorten und auch im 

Gop^o-See (Jstrz.). 

3. Familie. Potameae Juss. 

14. Potamogeton natans L. Sz. sp, ros, p. 6. Wg, fl, pol, v, 1 p. 134. 

Btz. Beitr. Nr. 504. Ueberall sehr häufig. 

15. P. fluitans Rth. Bis jetzt nur in dem sw. Zipfel des Gb. In den 

Flüssen Pszemsza biala und Pszemsza czarna z. B. bei Bedzin 
(Br.) — Wohl auch weiter verbreitet. 
Bd. nil. Abhandl. »a 



90 Rostafiriski: 

16. P. alpimis Balbis. Im Gb. sehr sselten. Nach A. Jastrz eb o wsk i in 
dessen Hoibavlnni sich Exeniplnre du^scr rflaii/e befinden, mit dieser 
Bemerkung, ober ohne genaue Standortsangaben. 

\1. P. j>raelovai'f! Wulf. Bis jetzt nur in der Pszenisza beobachtet (B r.) 
wohl überall im Gb. zu linden. 

18. P. perfoliatus L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. v. 1 p. 337. 
Btz. Beitr. Nr. SOG. Ueberall häufig. 

49. P. lucens L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. v. 1 p. 336. Btz. Beitr. 
Nr. 505. Zerstreut. In den Flüssen Narew und Bicbrza besonders 
häufig (Wg.) Warschau (Sz ) ?. B. Brudno (Rf.). 

20. P. gramineufi L. Sz. S]). ros. p. 7. Wg. fl. pol. v. 1 p. 335. Zer- 

streut. Warschau (Sz.) z. B. zwischen Wegiowa Wolka und Sie- 
rakow (Jstzr.) — Aendert ab: b) heferophyllut^ Fr., so weit 
seltener. In dem Kreise Gostjnski bei Zdworz, Orle, Polajewo 
(Jstzr.). 

21. P. crispus L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. v. 1 p. 337. Fast überall 

häufig. 

22. P. compressus L. Sz. sp. ros. p, 6. Wg. fl. pol. v. 1 p. 338. Btz. 

Beitr. Nr. 507. In stehenden Gewässern überall zerstreut. 

23. P. acutifolius Lk. Btz. Beitr. Nr. 508. Bis jetzt selten beobachtet, so 

in der Warta bei Kouin (Btz.), in einem Teiche des Dorfes 
KüMska Wola bei Pulawy (Br.), in der Wkra bei S^chocin (Rf.), 
wohl weiter im Gb. 

24. P. obtusifolius M. u. K. B r. fl. er. Nr. 908. Bis jetzt nur bei Bedzin 

und D^browa (B r.). 

25. P. mucronatus Schrad. Bis jetzt nur in Seen des n. Gb. (Jstrz.). 

26. P. pusillus L. Sz. sp. ros. p. 7. Wg. fl. pol. v. 1 p. 339. Ueberall 

nicht selten. Die Form b) tenuissimus Ledebour bis jetzt nur 
Godaw bei Warschau (Rf.). 

27. P. rutilus Wolf gang. Nur in Seen des n. Gb. und daselbst sehr 

selten (Jstrz.). 

28. P. pectinatns L. W g. fl. pol. v. 1 p. 340 Btz. Beitr. Nr. 509. Im 

ganzen Gb. nicht selten; sehr häufig in dem Flusse Nurzec 
(Jstrz.). 

29. P. marinus L. Selten, in den Seen des n. und nw. Gb. Rajgrod, 

Zdworz, Orle, Po^ajewo (Jstrz.). 

30. P. densus L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. v. 1 p. 341. Selten. 

Augustow, Sandomierz (Wg.), Warschau (Sz.), z. B. Czerniakow, 
Jeziorna (Rf.) etc. Aendert ab: b) serratus L. A.)^ c) setaceus 
L. (als A.), selten in stehenden Gewässern (Jstrz.). 

31. Zannichellia palustris L. Wg. fl. pol. y. 2 p. 534. Selten und zer- 

streut. Warschau (Sz.) z. B. zwischen Zawady und Siekierki 
I^Jstrz.), Mokotow (Boguck i) Siuzew (Rf.). 



Florae l'Dlunif.u; l'rmlromds. 

M. Z. pedieellata Fr. Solir sclton. Iiis jetzt nur Owo/.irv bt i liubk 
(.Istr/.). 

4. Familie. Juncaginaceae L. C. Ivich. 

.13, '"^cheiichzeria palustris L. \V <>•. II. pol. \ . I p. Iii ^cli wainiiiifion 

Siimpteii seltfMi aber meist <>-e>elli^; im s. iih. hls jet/l nur bei 
Kryiiica (Br.) beobachtet. 

34. Triglochin maritimum L. W g-. Ii. pol. v. 1 p. 51)2. Ht/. Heitr. Nr. 502. 

Zerstreut aber p:esellig-, sehr gern auf Salzboden. Kadxiojcwo 
(Hr.) Przewo/ , Ciechociiiek bei Wiocl'awek (Jstrz.J. terzyii 
und Sonipoluü bei Koiiiu (Htr.), Slupca (Br.), Dzierzbielövv bei 
«Leczyca zwischen Leszeze und Solca, zwischen Busk, Solec und 
VVislica (Jstrz.). 

35. T. palustre L. Sz. sp. res. p. 41. Wg. fl. pol. v. 1 p. 591. ßtz. 

Beitr. Nr. 502. Ueberall auf sumpfigen Wiesen häutig. 

5. Familie. Alismaceae R. Rr. 

36. AUsma Plantago L. S z. sp. ros. p. 41. Wg. fl. pol. v. 1 p. 604. 

Btz. Beitr. Nr. 499. Karo p. 243. Ueberall gemein in Gräben, 
stehenden Gewässern. Aendert ab: b) anyustifolium Kunth., so 
nicht selten b. Warschau z. B. Utrata O^f.), c) grammifoliain 
Ehrh. (als A.) sehr selten, bis jetzt nur Wkra bei S^chocin (Rt.). 

37. A. parnassifolium L. Sehr selten, bis jetzt nur Krynica bei Zamosc 

(Jstrz.). 

38. A. ranunculoides L. Sz. sp. roa. p. 41. Bis jetzt nur bei W^ar^chau 

(Sz.) gefunden. 
? A. natans L. Im Gb. noch zu finden. 

39. Sagittaria sagittifolia L. S z. sp. ros. p. 41. Wg. fl. pol. v. 2 p. 618. 

Btz. Beit. Nr. 500. Stehende Gewässer, Flussufer nicht selten. 
Warschau (S z.) z. B. Grochow, Utrata (Rf.j. 

40. Butomus umbellatus h. Sz. sp. ros. p. 41. W^g. fl. pol. v. 1 p. 613. — 

Btz. Beitr. Nr. 501. Gräben, Sümpfe, Teichufer, überall häufig. 

6. Familie. Hydrocharitaceae Rieh. 

? Hydrilla verticillata (L. fil.) Casp. In 2 Formen a) lithuanica Bess. 
(als A,), b) occidentalis Koch (als Art) Wird sich im n. Gb. ohne 
Zweifel finden, da sie einerseits in der Provinz Preussen (der 
nächste Standort bei iek kaum eine Meile weit von unserer 
Grenze), anderseits in Litthaueu vorkommt. 

12 * 



92 



J. Rostafiriski: 



41. Hydrocharis Morsus ranae L. Sz. sp. ros. p. 68. Wg. fl. pol. v. 2 

p. 673. Btz. Beitr. Nr. 498. Stehende Gewässer, Gräben, zerstreut. 
Warschau (Sz.) z. B. Saska Kepa (Rf.). 

42. Stratiotes Aloides L. S z. sp. ros. p. 68. Wg. fl. pol. v. 2 p. 674. Btz. 

Beitr. Nr. 497. Stehende Gewässer, ziemlich häufig. Warschau 
(Sz.) z. B. Marjmont, Wolka Grodziska (Rf.). 

7. Familie. Araceae Juss. 

43. Arum maculatum L. B r. fl. er. Nr. 923. Nur in schattigen Laubwäl- 

dern im Thale Ojcow: unterhalb des Schlosses, bei Pieskowa 
Skala, Giebultöw (Br.) unter der Felsengruppe Rekawica (Jstrz.) 
— Ledebour in der Flora Rossica v. IV. p. 9 gibt nach Erndtl 
(Virid. varsav. p. 17.) ^rwB auch für Warschau an. Erndtl aber 
hat unter Arum alhum gewiss Calla palustris gemeint, da er 
die Blüthezeit der Pflanze im Juni, Juli angibt, was wohl für 
Calla, aber nicht für Arum passt. 

44. Calla palustris L. sp. ros. p. 8. Wg. fl. pol. v. 1 p. 558. Btz. Beitr. 

Nr. 517. lu Torf.sümpfeu im ganzen Gb. ziemlich häufig. 

45. Acorus Calamus L. Sz. sp. ros. p. 9. Wg. fl. pol. v. 1 p. 559. Btz. 

Beitr. Nr. 518. Karo p. 243. Gräben, Flussufer, Teichränder, 
überall häufig und gesellig. Die Pflanze »oll imXlll. Jahrhundert 
von den Tartaren eingeschleppt worden sein. Sie heisst auch 
polnisch „Tatarak'' oder „Tatarskie ziele" (Tartarisches Gewächs). 

8. Familie. Typhaceae Juss. 

46. Typha latifolia L. S z. sp. ros. p. 9. Wg. fl. pol. v. 2 p. 535. Btz. 

Nr. 513. Stehende Gewässer, Flussufer, nicht selten. Warschau 
(Sz.) z. B. Wilanöw (Rf.). 

47. T. angustifolia L. Sz. sp. ros. p. 9. Wg. fl. pol. y. 2 p. 536. Btz, 

Beitr. Nr. 514. Ueberall seltener wie vor. Warschau (Sz.) zuerst 
^ Gociawek, Kampinos (Rf.). 

48. Sparganium ramosum Huds. S z. sp. ros. p. 9. Wg. fl. pol. v. 2 p. 538. 

Btz. Beitr. Nr. 515. Gräben, Teiche, häufig. 

49. aS'. Simplex Huds. Sz. sp. ros. p, 9. Wg. fl. pol. v. 2 p. 538. Btz. Beitr. 

Nr. 516. Wie voriges, aber seltener. Warschau (Sz.) z. B. Gro- 
chow (Rf.). 

50. S. minimum Fr. (überall als S. natans L. angegeben). Sumpfige 

Wiesen selten. Smardzewo bei Plonsk (Rf.)? Czestocliowa (K.), 
D^-browa (Slusarski). Warschau z. B. Z^bki, Brudno (Jstrz.). 



IFIorae Polonicac Prodromus. 
9. Familie. Cyperaceae Juss. 

51. Cyperus ßavescens L. W^-. \\. pol. v. 1 p. 166. Auf uasseia Sand-, 

Lehm- und Torfboden zerstreut. Warschau z. B. Czcniiakow, 
Weichselufer (Rf.). 

52. C. fuscus L. Sz. sp. p. 13. W g. fl. pol. v. 1 p. 167. Btz. Beitr. Nr. 537. 

Wie voriger aber häufiger. Warschau (Sz.) z. B. zwischeu Kroli- 
karnia und Sielce (Rf.). Aendert ab: b) virescens lloffni. (als 
Art), selteu zwischen Gosiawice und teczyn (Btz.), Czesto- 
chowa (Jstrz.), tek bei S^chocin (Rf.). 

53. Schoenus ferruyineus L. Sehr selten, bis jetzt nur auf dem „Biale 

bloto" zwischen "fcomza und Tjkocin (Jstr/. Herbar unbestimmt). 

54. Cladiuni Mariscus (L.), RBr. Wg*. fl. pol. v. 1 p. 154. Gewässer mit 

torfigem Boden, selteu. Puszcza Augustowska, zwischen Sejny und 
Lipsko, Ufer der Hancza, Czestochowa (Jstrz.). 

55. Rhynchospora alba (Ii.) Vahl Wg. fl. pol. v, 1 p. 176. Auf moorigen 

Orteu zerstreut, Preny (Jstrz.), Nowe Mlasto a. d. Pilica (Br.), 
Ceranow, Zamosc (Wg.), Szczepanek, zwischen Bai'tow und 
Pulawy, Przeorsk (Br.), Tomaszow, Zwierzyniec, Czestochowa 
(Jstrz.), Warschau z. B. zwischen Brudno und Z^bki (Rf.). 

56. Heleocharis palustris (L.) RBr. Sz. sp. ros. p. 12. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 168. Btz. Beitr. Nr. 538. Karo p. 246, Sümpfe, Gräben, Teiche 
gemein. 

57. H. uniglumis (Lk.) Schult. Btz. Beitr. Nr. 539. Bis jetzt selten und 

nur im w. Gb, an tortigen Orten beobachtet. Zwischen Goslawice * 
und teczyn (Btz.), Kleczew und an w. a. Or. der Kujawen (Br.), 
an den Nieda-Ufern (Jstrz.). 

58. H. ovata (Rth.) RBr. Sz. sp. ros. p. 12. Wg. fl. pol. y. 1 p. 169. — 

Stehende Gewässer, nicht selten. Warschau (Sz.), z. B. Kawe- 
czyn, Marymont (Rf.). 

59. H. acicularis (L.) RBr. S z. sp. ros. p. \% Wg. fl. pol. v. 1 p. 178. 

Btz. Beitr. Nr. 540. Stehende Gewässer, sehr häufig. 

60. Scirpus paucißorus Lightf. Wg. fl. pol. v. 1 p. 470. Sumpfige Wie- 

sen, zerstreut. Warschau, z. B. Marymont (Rf.). 

61. S. setaceus L. Bt. Beitr. Nr. 547. Konin (Btz.) Warschau z. B. bei 

iiOmianki, MIociny (Jstrz.), Kampiuos (R f.), Brzozowka, tosia 
Wolka (Jstrz.) zwischen Pufawy und Kouska Wola (Br.). Aen- 
dert ab: b) clathratus Rchb. (als Art) sehr selten. Zwischen 
tomua und Brzozowka (Jstrz.), Famuiki bei Kampiuos (Rf.). 

62. S. lacustris L. Sz. sp. ros. p. 12. Wg. fl. pol. v. 1 p. 171. Btz. Beitr. 

Nr. 542. Stehende und fliessende Gewässer, gemein. 



94 



J. Rostafiriski: 



63. S. Tabernaemontani Gmel. Wie 7or. selten. Kazimierz Wielkopolski, 

Kleczew, Liehen, .4widiio a. d. Pilica (Br.), Zamosc (Jstrz.). 

64. S. Holoschoenus L. Bis jetzt sehr selten, nur auf uufruclitbaren Trif- 

ten bei Pinczow uud au salzigen Wiesen bei Busk (Jstrz.). 

65. S. mari^/mws L. Sz. sp. ros. p. 12. Wg. fl. pol. y. 1 p. 173. Btz. ßeitr. 

543. Ufer, Gräben, besonders auf Salzboden, Ciechocinek bei 
W^oclawek (Jstrz.), zwischen Go.s^avvic•e und Leczyn (Btz.), 
Kazimierz W^ielkopolski, Kleczew, Brzesc (Br.), Warschau (Sz.), 
z. B. bei Czerniakow (Cjbulski), towicz, zwischen Ovvczary und 
Busk, Wislica, Proszowice (Jstrz.). Aendert ab: b) compactus 
Hoffm. (als A.) so P^tnow bei Konin (Btz.). 

66. S. siLvaticus L. Sz. sp. res. p, 1"2. Wg. fl. pol. 1. p. 174. Btz. Beitr. 

Nr. 544. Karo p. 274. Feuchte Gebüsche, Sümpfe, Ufer fast 
überall häufig. 

67. S. radicans Schk. Bis jetzt nur im w. Gb. beobachtet. Selten. An 

Seeufern, Goslawskie, Skulskie (Br.), Gop^o (Jstrz.), Czesto- 
chowa (K.). 

68. Blysmus compressus (L.) Panzer Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 170. Btz. Beitr. Nr. 545. Br. fl. er. Nr. 1015. Sumpfwiesen, nicht 
häufig. Gosiawice (Btz.), Kazimierz Wielkopolski, Kleczew, 
Liehen, Brzesc Kujawski, Pulawy, Lublin (B r.), Zamosc, Toma- 
szöw, Krasnystaw (Jstrz.), Ojcow (Br.) Sandomierz (Wg.)., War- 
schau (S z.) z. B. Marymont (W g.), Goclawek (.4lusarski) 
Brudno (Rf.). 

69. B. rufus (Huds.) Lk. Sehr selten. Bis jetzt nur bei Czestochowa 

(Jstrz.). 

70. Eriophorum vayinatum L. Sz. sp. ros. p. 12. Wg. fl, pol. v. 1 p. 117. 

Torfmoore, zerstreut. Warschau (Sz.) z. B. Z^bki (Jstrz.), Czer- 
niakow, Teresin (Rf.). 

71. E. polystachywm \j. (Spec. plant.) Sz. sp. ros. p. 12. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 178. Btz. Beitr. Nr. 546. Sumpfige torfige Wiesen, gemein. 

72. E. latifoUum Hoppe. Sz. ros. p. 12. Wg. fl. pol. r. 1 p. 179. Wie 

voriges häufig. 

73. E. gracile Koch. Bis jetzt nur zwischen Piorisk uud Sq,chocin (Rf.) 

beobachtet, wohl auch an anderen Orten. 

74. Carex dioica L. Wg. fl. pol. v. 2 p. 542, Br. fl, er. 1020. Torf- und 

Moorboden, häufiger im n. Gb. Angustow. Suwaiki, Haricza, Raj- 
giod, Jemioino (Jstrz.), Radom (Wg.), Krjnica bei Zamosc, Jezor 
an der Pszemsza (Br.), Warschau z. B. Ursynow, Wola (Rl.), 
Wegiowa Wolka (Jstrz.). 

75. C. Davalliana S ni. Sz. sp. res. p. 9. Wie vorige. Im n. Gb. fehlend, 

bei Warschau (Sz.) sehr selten, häufiger im s. Gb. 



IFIorno rolonirno l'roilroinns. pjij 
C. pullrarf.f 1,. S /,. sp. roa. p. '.). Tori- iiiul Mudi hiulcii. Sclir s( ll<'ii. 
/ w isi lu'ii t.om/.i iiiul TvKOfin, liinlc hloto (.Isi r/.), Warsi-Iiini 
(Sz.) /wisrlioii Zainosc uiul S/,o/el)i/(>s/ yii (l^i".). 
• ^- <'ypf>'oiii<!'''^ I^. Sehr S('It(Mi, bis jol/t nur Ix i K r/,(M-/,kow an Sau- 
Ufern (Hr.) beobachtet. 
. C. chordorrhiza Khrh. Sehr selten. Nur auf Moorwieson bei Krynica, 
bei Zaniosc mit Scheuchzeria (.Istrz.). 

79. C. stenopliylla Wahlenb. Sz. sj). ros. p. 0. Sehr selten, nur bei War- 

schau (Sz.). 

80. C. disticlia Hu eis. S z. sp. res. p. 9. W o-. (1. pol. v. 2 p. 54:}. Btz. Beitr. 

Nr. 547. Feuchte AVieseu, zerstreut, stellenweise sehr häufig-, so 
z. B. zwischen Pinczöw und Skowronna (Jstrz.), Warschau (Sz.) 
z. B. Siekierki (Jstrz.), Wawrzjszew, Czerniankow (Kt.). 

81. C. arenaria T.. Sz. sp. ros. p. 10. Bes. fl. er. Nr. 1024. Sandboden, 

ziemlich häufig', Warscliau (Sz.) z. B. Bielany, Czerniakow (Rf.). 
? C. ligerica Gaj. Wurde in unserem Ob. noch nicht beobachtet, wird 
sich aber avoIiI finden. 

82. C. vulpina L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg*. fl. pol. v. 2 p. 544. Btz, Beitr. 

Nr, 548. Gräben, Sumpfe, gemein. Aendert ab: b) nemorosa 
Rebent. (als Art). Kanipinos bei Warschau (Rf.). 

83. C. muricata L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 545. Btz. Beitr. 

Nr. 549. Wiesen, Wälder, überall gemein. Aendert ab: b) virens 
Link (als Art) hie und da mit der Hauptart (Br.). 

84. C. divulsa Good, Sz. sp. ros. p. 10. W<>-. fl. pol. v. 2 p. 542. Bis jetzt 

selten in schattigen Wäldern beobachtet, Szczuczyn, Rajgröd 
(Wg.) Warschau (Sz.). 

85. C. diandra Rth. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 547. Br. fl. 

er. Nr. 1027. Sumpfige, torfige Wiesen, nicht häufig. Warschau 
(Sz.) z. B. Wegiowa Wolka, Ursyuöw (Rf.), Mokotow (Jstrz.), 

86. C. paniculata L. Sz. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 548. Auf sumpfi- 

gen Wiesen meist häufig und gesellig. Warschau (Sz.) z. B. 
Grochow (K.), Pow^zki, Kampinos (Rf,). 

87. ü. paradoxa Willd. Sz. sp. ros. p. 10. Btz. Beitr. Nr. 650. B r. fl. er. 

Nr. 1029. Sumpfige Wiesen, ziemlich selten. Goslawice bei Konin 
(Btz.) Skolsk, Kleczew, Goplo-See (Br.), Warschau (Sz.) z. B. 
Grochow (K.), Bielauy (Rf.). 

88. C. praecox Schreb. Sz. sp. ros, p, 10 Wg. fl, pol. v. 2 p. 552, Karo 

p. 244. Wohl in jeder Localflora gemein. 

89. C. hrizöides L. S z. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 552. In schat- 

tigen Wäldern nicht häufig. Warschau (Sz.) z. B. Marymont 
(Jstrz.J, Bielany, Natolin (Rf.). 



gg J. Roslafiriski: 

90. C. remota L. Sz. sp. ros. p 10. Wg. fl. pol, y. 2 550. In feuchten 

Laubwäldern ziemlich häufig. Warschau (Sz.) z. B. Zastow 
(Jstrz.), Marysiiiek (Rf.). 

91. C. muricata-remota Ritschi., (C axillaris Good.) Selten, in Wald- 

wiesen des s. Gb. (Jstrz.) z. B. Brod^y (Br.). 
9:'. (7. echinata Murr. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 551. Auf 
sumpfigen, torfigen Wiesen häufig. 

93. C. leporina L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 557. Btz. Beitr. 

Nr. 55'2. Wiesen, Wälder, gemein. ^ 

94. C. elongata L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 553. Br. fl. er. 

Nr. 1036. Sumpfige Orte, zerstreut. Warschau (Sz.) z, B. Bielany 
(Jstrz.) Opaliu (Rf.). Aendert ab: b) heterostachya Wimm., so 
an der Pszemsza (Br.). 

95. C. canescens L. Sz. sp. ros. p. 10. W g. fl. pol. v. 2 p. 556. Sumpfige 

Wiesen, häufig. Warschau (Sz.) z. B. GocJawek (Jstrz.), Gro- 
chow (K.), KJodno (Rf.). 

96. C. loliacea Whlbrg. Sehr selten, nur im n. Gb. zwischen Sejny und 

Wizejny (Jstrz.). 

97. C. stricta Good. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. y. 2 p. 560. Sumpfige 

Wiesen, Gräben, Ufern, überall ziemlich häufig. Warschau (Sz.) 
z. B. Grochow (K.), Krolikarnia (Rf.). 

98. C. caespitosa L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 557? Sumpf- 

wiesen, überall häufig. Warschau (Sz.), z. B. Grochow (K.), 
Wegiowa Wolka (Rf.). 

99. C. Goodenoughii Gay. C. caespitosa Aut. neu L. Wg. fl. pol. y. 2 

p. 557? Btz. Beitr. Nr. 553. Br. fl. er. Nr. 1040. Feuchte Wiesen, 
Gräben, wohl überall häufig. Gosfawice bei Koniu (B tz.), Ciecha- 
uow, Ploiisk (Rf.), Warschau bei Sobkow (Jstrz.). Zwischen 
Nieszawa und Raci^zek (Br.). 

100. C. acuta L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. 2 p. 559. Btz. Beitr. 

Nr. 554. Flussufer, Teichränder überall gemein. Aendert ab: 
b) strictifolia Opiz (als Art), am rechten Warta - Ufer bei 
Konin (Btz.). 

101. C. Buxhaumii Whlnbg, Torfige Wiesen, selten. Warschau z. B. 

Babice (Jstrz.), Opalin (Rf.), an der Nida im sw. Gb. (Jstrz.), 
Nieborow (Vocke). 

102. C. limosa L. Moorige Sümpfe, Seeränder im n. Gb. ziemlich häufig, 

im s. Gb. selten. Kryuica, bei Zamosc (Br), Warschau z. B. 
Wegiowa Wolka (Rf.). 

103. C, pilulifera L. Nach Jastrzebo wski und Berdau nicht selten. 

im Gh.; bei Warschau noch nicht beobachtet. 

104. C. tomentosa L. Sz. sp. ros. p. 40. Wg. fl. pol. v. 2 p. 568. Feuchte 

Wiesen, Laubwälder, sehr zerstreut, aber auch im u. Gb. Szczu- 



Flora*' Polonirae PriMlrumii» 



97 



czyu, W9.S0S/, (Wg".), Puluwy (Br.), AVarschau (Sz.) z. B. Wawrzy- 
szew, Opalin (Jstrz.) Babice (Rf.). 

105. C. montana L. S z. sp. ros. p. 10. Btz. Beitr. Nr. 555. In schattigen 

Wäldern nicht häufig. Drozdowo bei t,omia (W. Puchalski), 
Goslavvice (Btz.), Kazimierz, Lubliu, Kielce (Jstrz.), Olsztyn, 
Ojcow, Pieskowa Skala und in vielen a. 0. des sw. Gb. (Br.). 

106. C. ericetorum Poll. S z. sp. ros. p. 40. Wg. fl. pol. y. 2 p. 565. Karo 

p. 244. Sandboden, gemein. 

107. <?. Verna Vi 11. S z. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. y. % p. 562. Trockene 

Wälder, Hügel, gemein. Aendert ab: b) umhrosa Host, (als Art) 
nicht seltene Waldform. Warschau zuerst Natolin (Rf.). 

108. C. humilis Leyss. Bis jetzt nur im sw. Gb. (Br.). 

109. C. digitata L. Sz. sp. ros. p. 10. Wg. fl. pol. v. % p. 556. Schattige 

Wälder, überall ziemlich häufig. 
HO. C pilosa Scop. Sz. sp. ros. p. 11. Warschau (Sz.) neuerlich hier 
nicht gefunden. Sonst nur im s. Gb. in Bergwäldern bei fcysica, 
Jelenia gora und im Thale Ojcow (Jstrz.) beobachtet. 

111. C panicea L. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. y. 2 p. 575. Feuchte 

Wiesen, überall gemein in mehreren Formen. 

112. C. flacea Schreb. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. v. 2 p. 577. Btz. 

Beitr. Nr. 556. Wiesen, überall häufig. Aendert ab: b) erythro- 
stachys Hoppe so selten. Im Thale Kobylanska (Br.), Olsztyn 
(Jstrz.). 

113. C. pallescens L. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. y. 2 p. 573. Wälder, 

Wiesen, gemein. 

114. C. Michelii Host. Selten. Warschau (Sz.), Pulawy, Kazimierz (Br.) 

und im s. Gb. zerstreut (Jstrz.). 

115. a flava L. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. v. 2 p. 569. Btz. Beitr. 557. 

Sumpfige, torfige Wiesen, nicht häufig. Warschau (Sz.) z. B. 
Kaweczyu (Rf.). 

116. C. Oederi Ehrh. Sz. sp. ros. p. 11. Btz. Beitr. Nr. 558. Seltener als 

die yorige. Warschau (Sz.)z.B. Sieraköw, W eglowa W6lka(J strz.), 
Weichsel-Ufer (Rf.). 

117. C. fulva Good. (<7. Hornschuchiana X flava Grcke?) S z. sp. ros. 

p. 11. B r. fl. er. 1056. Sehr zerstreut. Warschau (Sz.) längs dem 
Bug und Nida (Jstrz.), Krynica bei Zamosc (Br.). Aendert ab: 
b) Hornschuchiana Hoppe selten, bis jetzt nur in Krynice und 
D^browa (Br.). 

118. C distans IL. Wg. fl. pol. y. 2 p. 571. Btz. Nr. 559. Feuchte Wiesen, 

zerstreut. Warschau selten, z. B. zwischen Zerzyn und Zastow 
(Jstrz.). 

119. C silvatica Huds. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. y. 2 p. 572. Br. fl. 

er. Nr. 1057. Schattige Wälder, zerstreut. W^arschau (Sz.), Natolin 
U. IUI. Abbaadl. j3 



98 



J. Rostafiriski: 



(R f.) zwischen Zerzyn und Zastow (Jstrz.), Radom (Wg.), i.ysica 
(Jstrz.j, Ojcow, Pioskowa skala (Br.). 

120. C. Pseudocyperus L. Sz. sp. ros. p. U. Wg. fl. pol. 2 p. 576. Etz. 

Beitr. Nr. 530- Sumpfige Orte, Teiclie, zerstreut. Kleczew, Brzesc 
Kujawski, Kenia (Br.) zwischen Gos-l'awice und teczyn (Btz.), 
Modlin (Rf.), Warschau (Sz.) und weiter längs der Weichsel z. B. 
bei Palawy, Opole (Br.). 

121. C. rostrata With. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. v. 2 p. 583. Btz. 

Beitr. Nr. 561. Sumpfige Orte, sehr häufig. 

122. C vesicaria L. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl, pol. y. 2 p- 582. Wie vorige 

gemein. 

123. C. acutiformis Eiirh. V^g. fl. pol. v. 2 p. 579. Btz. Beitr. Nr. 562. 

Karo p. 244. Wie vorige. Aendert ab: b) Kochiäna DG. (als A.), 
so bei Lipkow (Jstrz.). 

124. C. riparia Gurt. Wg. fl. pol. v. 2 p. 580. Btz. Beitr. Nr. 563. Gräben, 

Ufer gemein. 

? C. nutans Host. Soll angeblicli im sw. Gb. vorkommen. 

125. O. filiformis L. S z. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. v. 2 p. 561. Bt,-:. Nr. 564. 

Stehende Gewässer, Moorboden. An Seen des n. Gb. häufig 
(Wg.).^ zwischen Gosi'awic^^ und teczyn (Btz.), See Powidzkie 
bei Kalisz (Br.), Bia^ogon bei Kielce (Jstrz.), Krynice bei 
Przeorsk (Br.), Warschau (Sz.) z. B. Wawrzyszew, Wegiowa 
Wolka (Jstrz.). M*ociny (R f.). 
426. C. hirta L. Sz. sp. ros. p. 11. Wg. fl. pol. v. 2 p. 562. Btz. Beitr. 

Nr. 565. Ajf feuchtem Sandboden häufig. Aendert ab: b) hirtae- 
formis Pers., so an feuchteren Stellen (Br.), Famu-i-ki bei Kam- 
pinos (Rf.). 

10. Familie. Gramineae Juss. 

127. Oryza clandestina (Web.) A. Br. Wg. fl. pol. v. 1 p. 182. An Ufern 

stehender oder laugsam fliessender Gewässer, Gräben, gesellig 
aber nicht häufig im Gb. Längs des Wieprz und der Pilica(Wg.), 
Kock, Suchedniow, Lublin, Hrubieszöw, Sandomierz (Jstrz.), 
Wkra bei Sochociu (Rf.) Warschau z. B. tazienki (Boguck i), 
Wilanow (Rf.). 

f Phalaris canariensis L. In Südeuropa einheimisch, bei uns nur selten 
als Vogelfutter gebaut, oder als Zierpflanze in Gärten, und auch 
manchmal verwildert. Warschau z. B. iazieuki (Br.), Weichsel- 
ufer (Rf.). 

128. Digraphis arundinacea (L.^^ Trin. Sz. sp. ros. p. 15. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 189. Btz. Beitr. Nr. 572. Karo p. 248. Au Gräben, Ufern, überall 

häufio- und ge.sellig. 



l'lnr.ip l'nlonicn' Proflrumiis. (^(^ 

!29. Anthoxanthum odoratutn L. Sz. sp. ros. [). \ '\. VV g-. tl, pol. v. 1 
|). 155. Btz. Beitr. Nr. 573. Trocken Wi'seii, Wälder, liberall 
gemein. 

130. Hierochloa odorata (L. z. Tli.) Walilnh. Sz. sp. roa. j). 19. Gebüsche, 

fruchtbare Wiesen; bis jetzt nur im n. Gb, (Wg.) und bei War- 
schau (Sz.) beobachtet, hier aber .sehr häutig-. Gocfaw, Marymont, 
Jablonna (Jstrz.) zwischen liuda uiid Bielany, Grochow (Rf.), 
Wygoda (K.). 

131. IJ. australis cSchrad.) R. u. S. VVg. Ii. pol. v. 1 p. 264. Schattige 

Laubwälder, zerstreut diirch das Gb.; zwischen (fcaskarzew und 
Maciejowice, Pulawj (Br.), Patkow bei iosice (K.), Warichau 
z. B. zwischen Wawr und Mi^osna (J strz.), Bielany (R f. j. Jeden- 
falls im ö. Gb. häufioer als im w. 

132. Andropogon Ischaemon L. Steinige Orte, sehr selten und nur im 

sw. Gb. zwischen Szymonowice und Lelowice, Pa^ecznica, Ska- 
lbmierz (Br.), Piepvzowe göry bei Sandomierz (Jstrz.). 
* Zea Mays. Stamm: aus Amerika, bei uns öfters als Viehfutter im 
Grossen, in verschiedenen Formen gebaut. 

133. Digitaria sanguinalis (L.) Scop. Sz. sp. ros. p, 15. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 256. Btz. Beitr. Nr. 567. Häufiges Gartenunkraut, seltener auf 
Aeckeru. Im n. Gb. selten, sicher bis jetzt nur bei Rajgrod (Wg.). 

134. D. linearis (Krocker) Wg. fl. pol. v. 1 p. 158. Btz. Beitr. Nr. 567. 

Aecker, Wege, überall gemein. 

135. Echinochloa crus galli (L.) PB. Sz. sp. ros. p. 16. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 255. Btz. Beitr. Nr. 568. Gärten, feuchte Aecker, überall sehr 
häufig. 

Panicum miliaceum L. Stammt aus Ostindien, im Grossen gebaut, öfters 
auf Aeckern und Wiesen verwildert. 

136. Setaria glauca (L.), PB. Sz. sp. ros. p. 16. Wg. fl. pol. v. 1 p. 252. 

Btz. Beitr. Nr. 571. Ueberall besonders auf Sandboden ziemlich 
häufig. 

137. aS'. viridis (L.) PB. Sz. sp. ros. p. 16. Wg. fl. pol. v. 1 p. 253. Btz. 

Beitr. Nr. 570. Ueberall, auf Aeckeru, an Wegen u. s. w. 
gemein. 

i* S. italica (L.), PB. Selten gebaut und bisweilen auf Aeckern ver- 
wildert. 

138. S. verticillata (L.) PB. Sz. sp. ros. p. 16. Wg. fl. pol. v. 1 p. 254. 

Gartenunkraut, im n. Gb. noch nicht beobachtet. 

139. Milium effusum L. S z. sp. res. p. 17. W g. fl. pol. v. 1 p. 191. Schat- 

tige Wälder, überall ziemlich häufig. 

140. Stipa pennata L. Kluk dykc. ros. Nr. 1337. Br. fl. er. Nr. 1091. 

Trockene Kalkhügel, bis jetzt nur im sw. Gb. beobachtet. Ojcöw 
(Br.), Sandomierz (Kluk), Pinczow, Busk (Jstrz.). 

13 * 



100 



J. Rostaf inski: 



141. S. capillata L. Wie vorige iu derselben Begrenzung beobachtet. 

Skorocice bei Busk, längs der Nida, Pinczow (Jstrz.), Wi- 
slica (Br.). 

142. Nardus stricta L. Sz. sp. ros. p. 512. Wg. fl. pol. v. 1 p. 180. Unfrucht- 

bare Orte, Wiesen, nicht häufig, aber gesellig. Warschau (Sz.), 
Wegiowa Wölka (Rf.). 

143. Phleum pratense L. Sz. sp. ros. p. 14. Wg. fl. pol. v. 1 p. 186. Btz. 

Nr. 578. Wiesen häufig, auch hin und wieder gebaut. Auf trocke- 
nen Stellen seltener. Die Form b) nodosum L. (als Art), KJodno 
bei Warschau (Rf.). 

144. P. Boehmeri Wib. Sz. sp. ros. p. 15. Wg. fl. pol. v. 1 p. 187. Btz. 

Beitr. Nr. 577. Hügel, trockene Waldstellen, seltener als voriges. 
Gosiawice bei Konin (Btz.), Kalisz, Pfock, WJociawek (B r.), 
Kielce (Jstrz.), Radom (Br.), Zamosc, Chelm (J s trz.), Warschau 
(Sz.) z. B. zwischen Natolin und Wilanöw (Rf.). 

f Älopecurus agrestis L. Wegränder, selten , wohl nur verschleppt. 
Biaiobrzegi an der Narew (F. Kam inski) Jordanowice bei 
Grodzisk (Rf.). 

145. Ä. pratensis L. Sz, sp. ros. p. 14. Wg. fl. pol. v. 1 p. 183. Btz. Beitr. 

Nr. 579. Wiesen, überall gemein. Die Form nigricans Sonder 
(nicht Hörnern.) nicht selten, z. B. Saska Kepa bei War- 
schau (Rf.). 

146. A. arundinaceus Poir. Br. fl. er. 1076. Bis jetzt nur selten b. War- 

schau (Koch) und im s. Gb. Pieskowa Skala (Br.) Wawrzenczyce 
(Sapalski) wohl häufiger im Gb. 

147. A. geniculatus L. Sz. sp. ros'. p. 14. Wg. fl. pol 1 p. 184. Btz. Beitr. 

Nr. 575. Gräben, Sümpfe, feuchte Wiesen gemein. 

148. A. fulvus Sm. Br. fl. er. Nr. 1078. Btz. Beitr. 576. Mit vorigem, im 

s. Gb. nach Berdau^s Angaben häufiger als A. geniculatus, sonst 
bis jetzt nur selten beobachtet. t.omza (Puchalski), Dluga 
i^ka bei Konin (Btz.), tosice (K.), Milosna bei Warschau (Rf.). 
? Die vereinzelte Angabe des Vorkommens von Crypsis aculeata Kit. m 
unserem Gb. bei Miechow (Sapalski) scheint mir sehr zweifel- 
haft zu sein, da die Pflanze zunächst in Mähreu und Podolien 
einheimisch ist. 

149. Agrostis vulgaris With. S z. sp. ros. p. 18. Wg. fl. pol. v. 1 p. 193. 

Btz. Beitr. Nr. 579. Auf Triften, Wiesen, gemein. Aendert ab: 
b) stolonifera G. F. W. Meyer, so auf Sandboden. 

150. A. alba L. Sz. sp. ros. p. 18. Wg. fl. pol. v. 1 p. 195. Btz. Beitr. 

Nr. 580. Auf Wiesen, feuchten Waldstellen, überall häufig. Aendert 
ab: b) gigantea Gaud. (als A.). Nicht seltene Waldform. Natolin 
bei Warschau (Rf.). 



IFIorae Polonicae Prnrlroniufl 
1. A. canina L. Sz. sp. ros. p. 17. Wg. 11. pol. v. 1 p. 196. Hr. Ii. er. 
1084. Moorwieseii, Wälder, zerstreut. Warschau (Sz.) z.B. Sa^ka 
Kepa (Kf.). Aeiulert ab: b) mutica (Jaud. 4,ek bei Sochociii (Rf.). 
2. Äpera spica venti (L.) TB. Sz. sp. roa, p. 17. Wg". fl. pol. v. 1 p. 192. 
Btz. Beitr. Nr. 681. An Aeckerii, Ufern, Saudpiätzen gemein, oft 
ein lästiges Unkraut unter Weizen. 

163. Calamagrostis lanceolata Rth. Sz. sp. ro». p. 35. Wg. Ii. i)ol. v. 1 
p. 199. Btz. Beitr. Nr. 582. Gräben, Gebüsche, Moorwiesen, zer- 
streut aber gesellig. 

154. C. Pseudophragmites Aschs. Bis jetzt nur an den Weichsel- 

ufern bei Warschau, Modliu (Rf.) wohl auch weiter. 

155. C. epigeios (L.) Rth. S z. sp. ros. p. 34. Wg. fl. pol. v. 1 p. 198. Btz. 

Beitr. Nr. 583. Saudige Ufer, Wälder, gemein. 

156. C. neglecta (Ehrh.) Fr. Wg. fl. pol. v. 1 p. 200. Btz. Beitr. Nr. 584. 

Auf feuchten Wiesen, zerstreut. Im n. Gb. zwischen Biebrza und tek 
bedeckt einige Q.-Ml. grosse Wiese (Jstrz.). Warschau z. B. 
zwischen Brudno und Z9,bki (Jstrz.), GosJawek (Br.) Radonie 
bei Grodzisk (Rf.). 

157. C. arundinacea (L.) Rth. Sz. sp. ros. p, 35. Wg. fl. pol. y. 1 p. 201. 

Btz. Beitr. Nr. 585. Br. fl. er. 1089. lu schattigen Wäldern überall 
nicht selten. Warschau (Sz.) z. B. Bielany (Rf.). 

f Ammophila arenaria (L.) Lk. Hie und da zur Befestigung des Flug- 
sandes angepflanzt und verwildert. Puiawy (Br.) Leszno bei 
Warschau (Rf.). 

158. Holcus lanatus L. Sz. sp. ros. p. 19. Wg. fl. pol. v. 1 p. 212. Btz. 

Beitr. Nr. 589. Trockene Wiesen, Wälder, häufig. 

159. E. mollis L. Sz. sp. ros. p. 19. Wg. fl. pol. v. 1 p. 161. Btz. Beitr. 

Nr. 590. Wälder, feuchte Wiesen; weit seltener als voriger. War- 
schau (Sz.) z. B. Marysinek (Rf.). 

160. Avena elatior L. Sz. sp. ros. p. 19. Br. fl. er. Nr. 1100. Btz. Beitr. 

Nr. 591. Auf Wiesen, Triften, Wegen, besonders im s. Gb. häufig. 
Aendert ab: b) tuherosa Gil. (als Art), seltener. Kaskada bei 
Warschau (Rf.). 

* A. sativa L. Ueberall in Menge gebaut. 

* A. orientalis Schreb. nicht selten gebaut. 

* A. nuda L. Selten gebaut. 

i A. strigosa Schreb. Wg. fl. pol. v. 1 p. 207. Btz. Beitr. Nr. 593. Unter 

A. sativa einzeln als Unkraut, 
f 161. A. fatua L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 210. Unter Feldfrüchten, besonders 

im s. Gb. ein lästiges Unkraut. 
162. A. puhescens L. Wg. fl. pol. y. 1. p. 209. Btz. Beitr. Nr. 594. Auf 

Wiesen, Triften ziemlich häufig. Warschau z. B. KJödno (Rf.). 



102 



J. Rostafiriski: 



163. A. pratensis L. B r. fl. er. Nr. 1104. Trockene Wiesen, Abhänge; bis 

jetzt nur im sw. Gb. beobachtet, so bei Gorki, Ojcow, (Jstrz.), 
Pieskowa Skala, zwischen Slomniki und Michalowice (Br.) wöhl 
auch weiter im Gb. 

164. A. tenuis Much. Trockene Hügel. Selten, im sw, Gb. (Berdau) auch 

bei Warschau zwischen Mokotow und Sielce (Jstrz.). 

165. Trisetum ßavescens (L.) PB. Fruchtbare Wiesen, Gebüsche selten. 

Pulawy, Rybna (B r.), Bielany bei Warschau (Rf.). 

166. Aira earyophyllea L. Br. fl. er. 1107. Im s. Gb. auf sandigen Haiden, 

Waldplätzen selten, so zwischen Widawa und Wielun , zwischen 
Busk und Pinczow (Jstrz.), Ojcow (Br.), dann bei Warschau 
(Gilib. Exerc. phyt. v. 2 p. 526) nur Szczesne bei Grodzisk (Rf.), 
im n. Gb. noch nicht beobachtet. 
? A. praecox L. Im Gb. noch nicht beobachtet und vielleicht auch nicht 
vorhanden. 

? A. hottnica Wahlub. b) grandis Bss. In Kunth Enura. v. 1 p. 287 
„Polonia" (Li nk). Im Berliner Herbarium befinden sich Exsiccaten 
nur von der cultivirten Pflanze. Wahrscheinlich wurden sie von 
Besser aus Volhynien mitgetheilt. 

167. A. ßejcuosa L. Trockene Wälder, Hügel. Selten und nur im s. Gb. 

Czestochowa, Olsztyn (Jstrz.) Zwierzyniec (Br.). 

168. A. caespitosa (L.) Sz. sp. roa. p. 21. Wg. fl. pol. v. 1 p. 203. Btz. 

Beitr. Nr. 587. Wiesen, Gräben, Wälder^ gemein. 

169. Weingaertneria canescens (L.) Beruh. Sz. sp. ros. p. 21. Wg. fl. pol. 

y. 1 p. 204. Btz. Beitr. Nr. 588. Flugsaud, Kieferwälder; überall 
gemein. 

170. Sieglingia decumbens (L.) Beruh. Wg. fl. pol. v. 1. p. 21 2. Aufwiesen, 

moorigen Waldstellen, zerstreut. Warschau z.B. zwischen Brudno 
u. Z^bki (Jstrz.), Wygoda (Cybulski), Szczesne (Rf.). 

171. Sesleria caerulea (L.) Arduino. Sehr selten auf Kalkhügeln im Gb. 

der Nida und auf Gypsboden bei Busk (Jstrz.). 

172. Phragmites communis Trin. Sz. sp. ros. p. 34. Wg. fl. pol. v. 1 p. 268. 

Btz. Beitr. Nr. 586. Ufer, Teiche, stehende Gewässer; gemein. 
Hie und da auf trockenerem Saudhoden die Form b) subuniflora 
DC. so z. B. Weichselufer bei Warschau (Rf.). 

173. Molinia coerulea (L.) Mnch. S z. sp. ros. p. 22. Wg. fl. pol. v. i 

p. 247. Btz. Beitr. Nr. 605. Auf moorigen, feuchten Wiesen gesellig, 
aber nicht häufig. Aendert ab: b) major Bess. (Volh. p. 49) um 
Gosfawice (Btz.), Gebultow (Jstrz.). 

174. Melica ciliata L. Sz. sp. ros. p. 22. Br. fl. er. 1109. Bis jetzt nur im 

Thale des Prfbduik bei Ojcow (Sz.). 

175. M. nutans L. Sz. sp. ros. p. 22. Wg. fl. pol. v. 1 p. 269. Btz. Beitr. 

Nr. 595. Karo p. 247. Laubwälder, überall sehr häufig. 



Florai" Polonicat* Proilromiis. 



103 



? M. uniflora Retz. Noch übersehen aber gewiss im Gb. vorhanden. 

176. Koeleria cristata (L.) Pers, Sz. sp. ros. p. .{0. W g-. H. pol. v. 1 

p. 2^4. Trockene Wiesen, Hügel, überall nicht selten. VV^ar.sciiau 
(Sz.) z. B. W^glowa Wülka, M<fociny (Rf.). 

177. K. glauca (Schk.) I) C. Wie vorige aber seltener. Um Warschau bei 

Weg-Iowa Wolka (Rf.), zwischen Praga und Biaio-feka (Jstrz.), 
Milosna (Rf.). 

f Eragrostis minor Host. Nur sehr selten; verschleppt und eingebürgert, 
so z. B. an den Weichselufern bei Pulnwy (Br.). 

178. Bt'iza media L. Sz. sp. ros. p. 33. Wg. fl. pol. v. 1 p. 235. Etz. Beitr. 

Nr. 496. Karo p. 244. Auf Wiesen, Triften, gemein. 
? B. minor L. Bis jetzt nur Bialoleka an der Narew (F. Kaminski), 
vielleicht auch weiter im ö. Gb. einheimisch, vielleicht aber nur 
verschleppt. 

479. Dactylis glomerata L. Sz. sp. ros. p. 22. Wg. fl. pol. v. 4 p. 231. Btz. 

Beitr. Nr. 606. Karo p. 245. Trockene Wiesen, Wälder; überall 
gemein. 

180. Poa annua L. Sz. sp. res. p. 31. Wg. fl. pol. v. 1 p. 239. Btz. Beitr. 

Nr. 597. Ueberau gemein. 

181. P. bulbosa L. Bis jetzt nur b. Warschau (Sz.) beobachtet, z. B. bei 

Jab-founa (Rf.)^ wohl auch weiter im Gb. 
482. P. nemoralis L. S z, sp. ros. p. 31. W^g. fl. pol. v. 1 p. 242. Btz. Beitr. 
Nr. 598. Wälder, Gebüsche, häufig. 

183. P. palustris (L.) Rth. S z. sp. ros. p. 31. Wg. fl. pol. v. 1. p. 241. 

Btz. Beitr. Nr. 599. Wie vorige, überall nicht selten und 
gesellig. 

184. P. Chaixi Vill. Sz. sp. p. 31. Sehr selten. Bis jetzt nur im Ojcow- 

Thale (Jstrz.) beobachtet. Auch für Warschau (Sz.) angegeben, 
aber neuerlich hier nicht beobachtet, wohl nur verschleppt. 

185. P. trivialis L. Sz. sp. ros. p. 31. Wg. fl. pol. v. 1 p. 243. Btz. Beitr. 

600. Nasse Wiesen, Gräben, überall gemein. 

186. P. pratensis L. Sz. sp. ros. p. 31. Wg. fl. pol. v. 1 p. 240. Btz. Beitr. 

601. Karo p. 273. Auf Wiesen, Triften, in trockenen Wäldern, eines 
der gemeinsten Gräser. Aendert vielfach ab: b) humilis Ehrh. 
(als Art), sehr häufig, c) angustifolia L. (als Art), auch nicht 
selten. 

187. P. compressa L. Sz. sp. ros. p. 31. Wg. fl. pol. v. 1 p. 238. Btz. Beitr. 

Nr. 602. Ueberau, besonders auf Lehmboden sehr häufig. 

188. Catabrosa aquatica (L.). PB. Sz. sp. ros. p. 21. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 249. Stehende und langsam fliessende Gewässer, Gräben, Quel- 
len; zerstreut aber gesellig, 

189. Glyceria ßuitans (L.) RBr. Sz. sp. ros. p. 31. Wg. fl. pol. v. 1 p. 245. 

Btz. Beitr. Nr. 604. Gräben, Sumpfwiesen, überaU gemein. 



104 



J. Rostafiiiski: 



190, G. plicata Fr. Bis jetzt sehr selten im n. Gb., im Kreise Lipno (Br.) 
und Famufti bei Kampinos (Rf.). 

G. aquatica (L.) Wahlnb. Sz. sp. ros. p, 31. Wg. fl. pol. y. 1 p. 237. 
Btz. Beitr. Nr. 603. Am Rande stehender und fliesseuder Gewässer 
häufig. 

192. Graphephorum arundinaceum (Liljebl) Aschs. Stehende und lang- 

sam fliesseude Gewässer sehr selten. Zwischen Gocfaw und Bui- 
szew bei Konin (Jstrz.), Warschau z. B. zwischen Wola und 
Czyste (Rybicki) und bei Jeziorki (Rf.), Festur.a horealis M. 
und K. 

193. Festuca distans (L.) Kth. Btz. Beitr. 608. Au Düngerhaufen, Gräben, 

besonders auf Salzboden sehr zerstreut, teczyu bei Konin (Btz.), 
Ciechocinek (Jstrz.), Wislica, Busk (B r.) Warschau z. B. Mary- 
mont (Jstrz.). Strasse Rjbaki (Rf.). 

194. F. elatior L. Sz. sp. ros. p. 29. W g. fl. pol. v. 1 p. 220. Btz. Beitr. 

Nr. 614. Auf Wiesen, Grasplätzen, überall gemein. Aendert ab: 
}a) pseudololiacea Fr. um Milosna bei Warschau (Rf.). 

195. F, arundinacea Schreb. Sz. sp. ros. p. 29. Wg. fl. pol. y. \ p. 221. 

Btz. Beitr. N. 613. Moorige Wiesen, Gebüsche, überall zerstreut. 
Im n. Gb. seiteuer. Warschau (Sz.) z. B. zwischen Mosciska und 
Wawrzjszew (Jstrz.) Opalin (Rf.). 

196. F. gigantea (L.) Vill. Wg. fl. pol. v. 1 p. 222. Btz. Beitr. Nr. 612. 

Br. fl. er. Nr. 1131. Schattige Wälder, überall ziemlich häufig. 
Warschau z. B. Bielauy (Rf.), 

197. F. silvatica (Poll.) Vill. B r. fl. er. Nr. 1132. Schattige Laubwälder; 

bis jetzt nur sehr selten im sw. Gb. beobachtet. Ojcow, Pieskowa 
Skala (Br.) wohl auch weiter verbreitet, nur übersehen. 

198. F. ovina L. Sandige Triften, Kieferwälder, Wiesen, überall gemein. 

Aendert vielfach ab: 

a) vulgaris Koch. S z. sp. ros. p. 30. Wg. fl. pol. v. 1 p. 226. Btz. 
Beitr. Nr. 609, hierzu 2. tenuifolia Sibth. (als Art). Wg. fl. pol. 
V, 1 p. 227 und 3- valesiaca Schleich, (als Art). 

b) violacea Gaud. (als Art), nur im Thale des Fr^duik (Jstrz.). 

c) duriuscula L. spec. pl. (als Art) Sz. sp. ros. p. 30. Wg. fl. pol. 

V. 1 p. 229. Btz. Beitr. Nr. 610. Ueberall häufig. Hierzu F. glauea 
Link, (als Art) Sz. sp. ros. p. 30. Wg. fl. pol. v. 1 p. 228. 
Br. fl. er. Nr. 1128, so sehr zerstreut. Szczuczyn, W^sosz 
(Wg.), Warschau (S z.) , tek bei S^chocin (R f.) , Ojcow 
(Br.) etc. 

d) amethystina Host, (als Art), angeblich bei Miech6w(Sapalski), 
yielleicht ist das nur die Form b). 



rior.ic l'olonirne Prodromiin, 



105 



199. F. heterophijUa Link. Sz. sp. roi. p. 30. Btz. Meitr. CIO. Hr. fl. er. 

Nr, 11 '29. Schattige Laubwälder, Gebüsche, nicht häufig. Dluga 

fc^-ka bei Koniu (Btz.), tfk bei Sochociii (Rf.), Warschau (Sz.) 

z. B. Maryniout, Kaskada (Jstrz.) Ujazd(')vv (Rf.), Qjcow, Pie- 

skowa ska-fa (Br.). 
•200. F. rubra L. Sz. sp. ros. p. 30. Wg. fl. pol. v. 1 p. 230. Btz. Beitr. 

Nr. 611. An Waldrändern, auf sandigem Boden, Triften, nicht 

häufig. 

201. F. Pseiidomyurus Soyev Willeniet. Br. fl. er. Nr. 1125. Bis jetzt 
sehr selten , nur bei D^browa (B r.), im sw. Gb. wohl auch 
weiter. 

'202. Cynosurus cristatus L. Sz. sp. ros. p. 22. Wg. fl. pol. 7. 1 p. 233. Btz. 
Beitr. Nr. 607. Auf Wiesen, Triften, überall gemein. 

203. Bromus asper^lMVw In schattigen Laubwäldern sehr selten. Klemento- 

wice, Opole, Kluczkowice (Br.), Pieskowa skala, Che-fm, Stoipia 
(Jstrz.), Warschau z. B. Babice (Rf.). Aendert ab: b) serotinus 
Beneken(als Art), so mit der Hauptart bei Kluczkowice, zwischen 
Opole und Jozefow (Br.). 

204. B. erectus Huds. Bis jetzt nur um Zakroczym an der Weichsel (Rf.), 

wohl auch weiter im Gb. 

205. B. inermis Leyss. Sz. sp. ros. p. 29. Wg. fl. pol. v. 1 p. 219. Btz. 

Beitr. 619. Wiesen, Waldränder, überall häufig und sehr 
gesellig. 

206. B. Sterins L. Sz. sp. ros. p. 28. Wg. fl. pol. v. 1 p. 246. Wegränder, 

Gebüsche, Mauern. Ueberall aber nicht häufig. Warschau (Sz.) 
z. B. Klodno (Rf.). 

207. B. tectorum L. Sz. sp. ros. p. 28. W g. fl. pol. v. 1 p. Btz. Beitr. 

Nr. 620. Aecker, Waldränder, Mauern, gern auf Saudboden. 
Gemein. 

208. B. secalinus L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 213. Btz. Beitr. Nr. 616. Unter 

der Saat, öfters als lästiges Unkraut, 

209. B. ai'vensis L. Sz. sp. ros. p. 28. Wg. fl. pol. y. \ p. 215. Btz. Beitr. 

Nr. 618. Auf Aeckern, zerstreut. 

210. B. racemosus L. Auf fruchtbaren, feuchten Wiesen, bis jetzt nur im 

sw. Gb. (Jstrz.). 

211. B. mollis L. S z. sp. ros. p. 28. Wg. fl. pol. v. 1 p. 218. Btz. Beitr. 

Nr. 617, Wiesen, Wege, Raine. Gemein. Zwergexemplare desselben, 
der B. nanus Weig. (als A.) kommen auf Sandboden häufig vor. 

212. Brachypodium pinnatum (L.) PB. Sz. sp. ros. p. 24. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 274. Waldränder, Gebüsche ; zerstreut. 

213. B. silvatieum (Huds.) PB. Sz. sp. ros. p. 24. Btz. Beitr. Nr. 615. Br. 

fl. er. Nr. 1135. Im n. Gb. noch nicht beobachtet, sonst in schat- 
tigen Wäldern zerstreut. Seltener als voriges. Dluga i^ka bei 
Bd. XXII. ibhandl. aa 



106 



J. Rostaflrfskl: 



Koniu (Btz.), Puiawy, Opole, Kleczkowice, Pieskowa Skata, 
Ojcöw (Br.), Szczebrzeszyn, Tomaszow (Jstrz.), Zloty Potok (Wi- 
alicki und L.), Warschau (Sz.), z. B. Bielany, Radonie (Rf.). 

214. Triticum eaninum L. Sz. sp. ros. p. 25. Btz. Beitr. Nr. 621. An Wald- 

rändern, Gebüschen, Zäunen, zerstreut, Warschau (Sz.) z. B. Kro- 
lewska droga (Rf.). 

215. T. glaucum Desf. Selten, nur in ö. und s. Gb. Kaziraierz, Opole, 

Ujazdüw, (Br.), Lublia (R f.), Ojcow, Wilczkowice (Jstrz.). 

216. T. repens L. S z. sp. ros. p. 20. Wg. fl. pol. v. 1 p. 276. Btz. Beitr. 

Nr. 622. Grasplätze, Zäune; auf Aeckern oft ein lästiges Unkraut. 
Gemein in verschiedenen Formen, wie a) vulgare DöU. b) am^a- 
tum Doli., c) arimdinaceum Fr., um Czechowka bei Lubliu (Rf.), 
d) caesium Presl. Sehr selten, bis jetzt nur zwischen Ojcow 
und Wilczkowice (Jstrz.). 

* T. Spelta L. Nur selten gebaut. 

* T. vulgare YiW. als a) aestivum L. (als Art) und b) hibernum L. (als 

Art) im Grossen gebaut. Die unter klimatischen und Bodenver- 
hältnissen im Kreise Sandomierz entstandene Form, die berühmte 
„Sandomierka" artet, in anderen Landesgegenden gebaut, im 
Laufe von 3—4 Jahren vollständig aus, und kehrt zum gewöhn- 
lichen Typus zurück. 

* T. turgidum L. mit der Form b) compositum L. (als Art), wird 

nicht selten gebaut. 

* T. polonicum L. Häufig unter dem Namen Riesenkorn gebaut. 

* Seeale cereale L. Wird auf leichterem Bodeu im Grossen gebaut und 

verwildert hie und da. 

* Hordeum vulgare L. Wird in den Formen a) genuinum^ b) coeJeste L. 

und c) hexastichum L. (als Art) überall gebaut. 
H. distichum L. wird in den Formen a) vulgatum Lk., b) erectum Lk. 
und c) nudum Arduino (als Art) gebaut. 

217. H. murinum L. Sz. sp. ros. p. 24. Wg. fl. pol. v. 1. p. 288. W^ege, 

Mauern, Schutt; gemein. Bei Warschau, besonders häufig an 
den Weichselufern. 

218. Elymus europaeus L. Sehr selten, bis jetzt nur im s. Gb. Im Thale 

des Pr^duik (Sapalski), zwischen Grodzisko und Wielmoza 
(Jstrz.), zwischen Krynice und Krasnybrod (Br.). 

219. E. arenarius L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 283. Btz. Beitr. Nr. 625. Sehr 

zerstreut, an manchen Orten gewiss nur zum Binden des Flug- 
sandes eingeführt, aber auch da vollständig eingebürgert, ieczyu 
und P^-tnöw bei Konin (Btz.), Leszno, Kampinos (Rf.), Szczepa- 
uek, PuJawy (Br.), Skromowa Wola bei Kock (Wg.), Jozefow 
Ordynacki, Olkusz, Rr.bsztyn, Stezyca (Jstrz.). 



Florac rdonicae Prodiomiis. j 

f Loliam mullißonmi J^Iiik. In K;i,seu^)latzfn uud bisweilen auch als 
Futterkraut gebaut. 

2^10. L. perenne L. Sz. sp. ros. p. 23. Wg. fl. pol. v. \ p. 271. Btz. Beitr. 

Nr. 6;J8. Wiesen, Triften, Wegränder. Gemein. Aeiidert ab: 
b) temie selten zwischen l'ulawy und Konska Wola (Kr.) im 
Saudoniier"'scbeu (Jstrz.), Mokotow bei Warschau (Rf.). 

221. L. remotum Schrk. Nicht selten, aber nur uuter Flachs und desswegen 

in deu Standorten unbeständig. Klodno bei Warschau (Rf.). 

222. L. temulentum L. Sz. sp. ros. p. 23. Wg. fl. pol. v. 1 p. 272. Auf 

Aeckern, besonders unter Weizen, fast überall häutig. 

11. Familie. Juncaceae. 

223. Janciis cotujlomeratus L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 577. Btz. Beitr. Nr. 526. 

Feuchte Orte, Sümpfe ; überall häufig. 

224. J. effuaus L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 578. Btz. Beitr. Nr. 527. Wie vor. 

225. J. glaucus Ehrh. Sz. sp. ros. p. 39. Wg. fl. pol. v. 1 p. 579. Btz. Beitr. 

528. Gräben, feuchte Triften. Häufig. 

226. J. obtusißorus Ehrh. Soll nach Jstrz. nicht selten (?) im Gb. vor- 

kommen. 

227. J. alpinus Vi 11. S z. sp. ros. p. 39. Btz. Beitr. Nr. 531. Bis jetzt nur 

sehr selten beobachtet, so an der Pszemsza (Br.), lieczyn bei 
Konin (Btz.), Warschau (Sz.), z. B. Wegiowa Wölka (Rf.). Ist 
wohl häufiger im Gb. nur oft übersehen. 

228. J. articidatus L. Sz. sp. res. p. 39. Wg. fl. pol. v. \ p. 581. Btz. 

Nr. 529. Gräben, feuchte Wiesen; überall gemein. 

229. J. silvaticus Reich ard Wg. fl. pol. v. 1 p. 582. Weit seltener als 

voriger. Warschau z. B. bei Z^l ki (Rf.). 

230. /. atratus Krocker, Sz. sp. ros. p. 39. Btz. Beitr. Nr. 350. Br. fl. er. 

Nr. 902. Au Gräben, feuchten Orten, selten, teczyn bei Kooin 
(Btz.), Igolomia, Brzesko, Opatowiec (Br.), Warschau (Sz.) z. B. 
Kaweczyn (Jstrz.) Ksiq,zenice (Rf.). 

231. J. supinus Much., Gräben, torfige Wiesen. Meist nicht selten. 

Warschau z. B. fcomianki (Jstrz.). Aendert ab: 

b) uliginosus Roth (als Art). Sz. sp. ros'. p. 39. Wg. fl. pol. v. 1 
p. 583, besonders häufig im s. Gh., zwischen Zawichost und 
Janow, Bi-fgoraj, Jozefow, Kostrzyri, Zarki (Jstrz.). 

c) ßuitans Link (als A.), hie und da längs der Weichsel (Br.). 

Wkra bei Sochocin '(Rf-)- 

232. J. capitatus W eigel. W g. fl. pol. v. 1 p. 581. Auf feuchtem Sand- 

boden selten. Cerauow (Wg.), Pufawy, Koriska Wola (Br.), 
Warschau z. B. bei Okuniew (Jstrz.). 

14 * 



j^Qg J. Rostafiiiski: 

233. J. compressus Jacq. Sz. sp. ros. p. 39. Wg. fl. pol. r. 1 p. 584. Btz. 

Beitr. Nr. 532. Nasse Wiesen, Triften. Ueberall häufig. 

234. J. squarrosus L. Sz. sp. ros. p. 39. Wg. fl^ pol. v. 1 p. 580. An tor- 

figen Orten ziemlich häufig. Warschau (Sz.) z. B. Z^bki (Rf.). 

235. J. bufonius L. Sz. sp. ros. p. 39. Wg. fl. pol. v. 1 p. 585. Karo 247. 

Feuchte Orte; überall gemein. Aendert ab: b) ranarius Perrier 
und Sougeou, um Siedice (Karo). 

236. Luzula pilosa (L.) Willd. Sz. sp. ros. p. 40. Wg. fl. pol. v. 1 p. 586. 

Btz. Beitr. Nr. 534. Karo 247. In Wäldern, überall häufig. 

237. L. nemorosa (Poll, var.) E. Mey. Br. fl. er. 998. Wälder. Im s. Gb. 

meist häufig, nach Norden abnehmend. (Wie weit sie nach Norden 
geht, bleibt zu untersuchen). Bei Warschau um Bielany (Rf.). 
Aendert ab: b) ruhella Hoppe, bis jetzt nur im Thale Ojcow, hier 
aber auch äusserst selten. (Jstrz.). 

238. L. campestris (L.) DC. Sz. sp. ros. p. 40. Wg. fl. pol. v. 1 p. 587. 

Karo p. 247. Triften, Weiden, Wiesen. Gemein. Aendert ab: 
b) muldßora (Ehrh.), Lejeune (als Art) Sz. sp. ros. p. 40. Btz. 
Beitr. Nr. 535. Br. fl. er. Nr. 1000, mit der vorigen aber seltener. 
Warschau (Sz.) z. B. Bielany (Rf.). 

239. L pallescens (Wahlnb.) Bess. Lichte Wälder, grasige Plätze. Bis 

jetzt selten beobachtet, wohl öfter übersehen. Goslawice bei 
Konin (Btz.), ia^k bei Sochoein (Rf.), Bia^obrzegi an der Narew 
(F. Kaminski), Warschau z. B. Grochow (Karo in Oest. bot. 
Zeit. V. 17. p. 397), Bielany (Rf.), Pulawy, Zamosc, Tomaszow, 
Ojcöw (Br.), D^bowagora (R. y. U echtritz). 

12. Familie Liliaceae Lindl. 

240. Narthecium ossifragum (L.) Huds. Kluk Dykc. ros. Nr. 4484. Nur 

Boienka bei Ciechanowice (Kluk.). 

241. Colchicum autumnale L. Nur im s. Gb. äusserst selten. Olkusz 

(Jstrz.), Checiny (Sapalski), Krasnystaw (General Radosz- 
kowski), früher auch bei Warschau nach Erudtl (Virid. 
Varsav. p. 33). 

242. Tofieldia calycalata (L.) Whlnbg. Sz. sp. ros. p. 41. Wg. fl. pol. 

V. 1 p.593. Auf Torfwieseu, sehr zerstreut aber gesellig. tomza(Wg.), 
Gostyn (Jstrz.), Nowe miasto a. d. Pilica (Br.), Warschau (Sz.) 
z. B. Z^bki (Jstrz.), Brudno (Rf.), Lublin (Wg.), Pu*awy, 
Zamosc (Br.), Sandomierz, Olkusz. (Jstrz.). 

243. Veratrum nigrum L. Kluk Dykc, ros. Nr. 1421. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 594. Sehr selten im sw. Gb., so im Sandomier''schen und bei 
Kielce (Wg.), dagegen im ö. Gb. ziemlich häufig, so bei Zaklikow 



Florae Polonirae Prodromns. 



109 



(Kluk), Lubliii (lU.), Dubieiika (Jstr/-.), Ciicfiu, Toiiia.>zu\v, 
Tynowce, Hrubieszow (Wg.)- 

244. V. album L. Kluk Dykc. roa. Nr. 1420. Br. Ii. er. Nr. 984, bei uns 

uur die Form Lobrlianuin J3ernh. (als Art) V. viride\ Im Herbar 
von Jastrz. Wie voriges uur im w. Gb. häufiger. Zarki (.Istrz.), 
rieskowa Skala, Ojcovv, Zamoac, Szczebrzeszyii, Kryuice, Toma- 
szow (Br.), Chelm, Maciejowice (Jstrz.), Ceraiiow (Kluk). 

245. ParLs qaadrifolia L. Sz. sp. ros. p. 37. Wg. fl. pol. v. 1 p. 640. Scliat- 

tige Wälder; iiberall gemeiu. 

246. Polygonatum verticillatum (L.) All. Wg. fl. pol. v. 1 p. 57. B r. fl. er. 

Nr. 962. In schattigen Laubwäldern im sw. und n. Gb., im mitt- 
leren und ö. Gb. noch nicht beobachtet und wohl auch nicht 
vorhanden. Punsko, Wizajuy (Jstrz.), S. Katarzyna, tysa göra 
und im Kreise Saudomierz (Wg.), Ojcow (Br.). 

247. P. oficinale All. Sz. sp. ros. p. 38. Wg. fl. pol. v. 1 p. 555. B r. fl. 

er. 963. Karo p. 273. Laubwälder. Gebüsche. Ueberall meist liäutig, 
Warschau (Sz.) z. B. Kaskada (Rf.). 

248. P. multiflorum (L.) All. Sz. sp. ros. p. 38. Wg. fl. pol. v. 1 p. 55(i. 

Schattige Wälder. Ueberall häufig. Warschau (Sz.) z. ß. Marj- 
mout (Rf.). 

249. Convallaria mojalis L. Sz. sp. ros. p. 38. Wg. fl. pol. v. 4 p. 554. 

Karo p. 245. In Laubwäldern, sehr häufig. 

250. Majanthemum hifolium (L.) Schmidt Sz. sp. ros. p. 38- Wg. fl. pol. 

V. 1 p. 330. Btz. Beitr. Nr. 525. Wälder; gemein. 

251. Asparagus officinalis L. W g. fl. pol. v. 1. p. 553. Btz. Beitr. Nr. 524. 

Kluk Dykc. ros. Nr. 132. Waldränder, Ufer. Häufig gebaut und 
als Gartenfliichtliug hie und da verwildert. Längs der Weichsel 
z. B. bei Pihczow, Janowiec, Kazimierz (Jstrz.), Zakroczym 
(Rf.), Kujawek (Kluk) besonders häufig. Warschau z.B. Moko- 
tow (Rf.). 

252. Gagea pratemis (Pers.) Schult. Wg. fl. pol. v. 1 p. 562. Aecker, 

Grasplätze häufig. 

253. G. arvensis (Pers.) Schult. Wg. fl. pol. v. 1 p. 562. Wie vor. aber 

weit seltener. 

254. G. minima (L.) Schult. Sz. sp. ros. p. 50. Wg. fl. pol. v. 1 p. 562. 

Grasplätze, Gebüsche; zerstreut. Warschau z. B. Grochow (K.), 
Kiodno (Rf.). Der hierzu angegebene Standort im sächsischen 
Garten in Warschau (Karo öst. bot. Zeit. v. 17 p. 397), gehört 
zu einer kleineren, zierlichen Form von G. silvatica. 

255. G. iilvatica (Pers.) London Sz. sp. ros. p. 50. Wg. fl. pol. v. 1 p. 561. 

Karo p. 266. Gebüsche, Wälder; häutig, 
f Lilium bulbiferum L. Häufige Zierpflanze, bisweilen verwildert, äo 
um Wolka Grodziska bei Wargehau (Rf.). 



110 



J. Rostafiliski: 



2[)6. L. Martagon L. Sz. sp. ros. p. 42. Wg. fl. pol. v. 1 p. 576. Br. fl. er. 

Nr. 967. Iii schattigen Laubwäldern nicht selten, lioma, Radom, 
Szczuczyn (Wg-.), tosice (Karo) Lublin (W. Puchalski), Zamosc, 
Tomaszow, Krasny staw (Jstrz.) Ojcow, Pieskowa ska<fa (B r.), 
Plonsk (Rf.j und in v. a. 0. Warschau (Sz.) z. B. Bielany (Rf.). 

257. Muscari comosnm (L.) MilL Br. fl. er. 982. Selten im sw. Gb. (ßr.). 
f M. botryoides (L.) DC. Als Zierpflanze gezogen, hie nnd da verwil- 
dert auf Rasenplätzen z. B. Pulawy (Br.). 

? Scilla bifolia L. In Wäldern und zwischen Felsengruppen im Thale 
Ojcow (Besser) ob noch jetzt? 

258. Ornithogalum umbellatum L. Sz. sp. res. p. 50. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 565. Auf Wiesen, Aeckern, sehr zerstreut. Im n. Gb. fehlend und 
sonst oft nur durch Verwilderung eingebürgert. Sniardzew bei 
Plohsk (Rf.), Radzlwi-r-fow (Jstrz.), Radom (Wg.), Pulawy, 
zwischen Wlostowice und Kazimierz (Br.), zwiscJien Iwanowice 
und Maszkow (R. Fritze), Warschau (Sz.) z. B. Krolikarnia 
(Jstrz.), Wilanöw (Rf.), hier wohl nur verwildert. 

259. 0. nutans L. Sz. sp. res. p. 50. Aufwiesen, Aeckern, im s. Gb., sonst 

hie und d a verwildert, z. B. Pu'fawy (Br.), TVilanow bei W^ar— 
schau (Rf.). 

260. Ällinni ursinum L. Bis jetzt nur sehr selten beobachtet. Warschau 

(Sz.), Ojcow (K.), wohl häufiger im Gb. 
?61. Ä. acatangulum Schrad. Sz. sp. ros. p. 50. Wg. fl. pol. v. I p. 567. 

Wiesen. Nicht häufig aber gesellig. Brzesko an der Weichsel 
(Br.), Radom (Wg.), Warschau (Sz.), z. B. Mlociny (Wg.), Tar- 
chomin (Jstrz.). 

262. A. fallax Schultes Br. fl. er. 977. Felsen, Hügel. Besonders auf 

Kalkboden, bis jetzt im n. und ö. Gb. noch nicht beobachtet, 
sonst sparsam. Checiny (Jstrz.}, zwischen Ojcow, Olsztyn und 
Czestochowa häufig (Br.), Warschau z. B. Wilanow (Jstrz.). 

''^ A. sativum L. auch als b) Ophioscordon Don zum Küchengebrauch 
häufig angebaut. 

* A. Porrum L. Wie voriges. 

263. A. sphaerocephalum L. ßr. fl. er. 968. Im s. Gb. selten (Br.), im n. 

nur Gocfaw bei Warschau (Sz.). 

264. A. vineale. L. Sz. sp. ros. p. 52. Wg. fl. pol. v. 1 p. 567. Aecker, 

Sandboden; zerstreut. Warschau (Sz.) z. B. Gociawek (Rf.). 

265. A. Scorodoprasum L. Sz. sp. ros. p. 51. Waldränder, Gebüsche im 

s. Gb. häufig (zwischen Busk und Stopuica gemein Jstrz.), sonst 
zerstreut oder selten. Warschau (Sz.). 

266. A. oleraceum L. Sz. sp. ros. p. 51. Wg. fl. pol. v. 1 p. 568. Wald- 

ränder, Gebüsche. Häufig. 



Flornr Polnnime Proilrnmiis. 



III 



267. A. cnrivnfum \j. S/. sp. ros. p. ."iL \V Ii. |h»I, v. I p. .Will, nohiisclu', 

Seld'U, im s. (il). noch niclit. Ix'ohiii litft . .f'.omza ( W. I' ii c Im U k i), 
Szczuc/yii, lliulüiu (W^-.), War.soliaii (S/.) /,. i^. Z^Wki (Jstr/..). 

A. Sclioenopnisuin L. Zum KücluMi^-ehraiiclie g-flniut. 

* A. AscnJoniciim Jj. wio vori(>^es. 

* A. Cepa L. Wie vorig-es. Auch im Grcssen. 

* A. fisfnlosum T.. Gebaut. 

? Czackia Liliastrum (^L.) Aucirz. Wg. tl. pol. v. 1 p. 574. Zuerst in 
dem „Dopel. Dykc. ros. von Dz iarko vv.sk i und Siennicki 
(Nr. 3''2l7) zwischen Pulawy und Kaziniierz im Jahre 1824 ange- 
geben. Diese Angabe wurde in der Flora v. Waga (I. c.) wie- 
derholt. Aber nicht nur Waga, sondern auch der tüchtige 
Jastrz ^ bo wsk i, der diese Gegend öfters untersucht hat, und 
Berdau, der sich seit einigen Jahren dort befindet, haben diese 
Pflanze nicht beobachtet, und es ist sehr wahrscheinlich, dass 
Sieunicki das Antherictim Liliago oder gar Phalangiuni ramo- 
sum dort gesammelt und für Czackia gehalten hat, was auch in 
dem Umstände eine Bestätigung findet, dass Sienuicki sagt 
(l. c. Nr. 329 und 331) Änthericum Liliago sei kaum verschieden 
von Phalangium ramosum\^ welches er auch nicht als einheimisch, 
sondern als eine in Thüringen wachsende Pflanze angibt. 

268. Änthericum Liliago L. Kluk Dykc. ros. Nr. 1483. Pulawy, Mieluik 

(Kluk) im ö. Gb., soll auch nach Waga"'s Angaben im s. Gb. 
vorkommen. Das einzige Exemplar, welches ich unter diesem 
Namen aus dem s. Gb. (bei Olsztyu gesammelt), erhalten habe, 
ist jedoch nur Phalangium raniosum mit nur einfachem Schafte. 
Wird sich wohl auch weiter östlich im n. Gb. finden, da es auch 
unmittelbar au un.serer Grenze bei Srednik an dem Niemen, nach 
Mittheilung meines Freundes v. Janczewski wächst. 

269. Phalangium ramosum (L.) Link Sz. sp. ros. p. 47. Wg. fl. pol. v. 1 

p. 560. Etz. Beitr. Nr. 523. Trockene Abhänge, Kieferwälder. 
Ueberau häufig. 

13. Familie. Amaryllideae R. Br. 

f Narcissus poeticus L. Häufige Zierpflanze, hie und da in Gärten, auf 
Rasen verwildert. 

270. Leucoium Vernum L. Sehr selten ; nur zwischen Tomaszöw und 

Tyszowce (Br.) im sö. Gb. 



112 



J. Rostafirfaki: 



271. Galanthus nivalis L. Sz. sp. ros. p. 86. W g. fl. pol. v. 1 p. 575. Br. 

fl. er. 958. Haine, Gebüsche, Wiesen. Im n. Gb. fehlend, sonst 
nicht selten und gesellig. Warschau (Sz.), z. B, Opole, Z^ibki 
(Jstrz.), Jeziorua (Taczano wski). 

14. Familie. Iridaceae Juss. 

? Gladiolus communis L. Sz. sp. ros. p. 61. Wg. fl. pol. v. 4 p. 164. 
Kommt iu unserem Gb. nicht vor, die hier angegebeneu Staud- 
orte iiomza, Radom, Szczuczju, Sejny, Pultusk (Wg.) und 
Warschau (Sz.) gehören zu G. imbricatus L. 

272. G. imbricatus L. Karo p. 246. Feuchte Wiesen, sumpfige Waldplätze ; 

ziemlich häufig und gesellig, t^k, zwischen Plonsk und Ciecha- 
now (Rf.% Stok bei Siedice (Karo), Nowe Miasto a. d. Pilica 
(Br.) u. s. w. Warschau z. B, Zf,bki. Aendert ab: b) parviflorus 
Berdau (als Art) Br. fl. er. 955. Nur im sw. Gb. zwischen Ojcöw 
und Krakau. 

273. Iris germanica L. Sehr selten, nur zwischen Cmielow und Tarlow 

bei Podgrodzie auf Felsen au den Kamienna-Ufern (Jstrz.). Es 
wird schwerlich 1. germanica., sondern wahrscheinlich /. samhu- 
cina L. sein. Die Exemplare in Jastrzebo wski*'s Herbar sind 
zu schlecht, um die Sache zu entscheiden. 

274. /. Pseudo- Acorus L. Sz, sp. ros. p. 59. Wg. fl. pol. v. 1 p. 162. Btz. 

Beitr. 522. Karo p. 246. Stehende Gewässer, Gräben, überall 
häufig. 

275. /. sibirica L. Sz. sp. ros. p. 8. Wg. fl. pol. v. 1 p. 163. Karo p. 246. 

Feuchte Wiesen, Gebüsche. Weit seltener als die vorige, beson- 
ders im s. Gb. Warschau (Sz.) z. B. Zabki (Wg.), Opalin (Jstrz.) 
Mi^osna (Rf.). 

15. Familie. Orchidaceae Juss. 

276. Aceras pyramidalis (L.) Rchb. fil. Wiesen. Sehr selten. Opaliu bei 

Warschau, Ojcow (Jstrz.). 

277. Orchis militaris (L. pr. p.) Huds. Wg. fl. pol. 2 p. 498. Br. fl. er. 

926. Feuchte Wiesen, sonnige Kalkhügel; sehr zerstreut und im 
n. Gb. bis jetzt noch nicht beobachtet. Opatow (Jstrz.), Radom, 
Kielce, Ojcow (Br.), Czestochowa (K.), Kazimierz (Jstrz.), War- 
schau z. B. Targüwek, Bruduo (Jstrz.), Natolin (Rf.). 



Florai' l'olonir:ir |'rnilr(iinii>^ 



278. O. iiattdala Tj. ^V<>;. il. pol. 2 p. r»0(). Aul' grasicren Iliitrclii, IrockeiKMi 

Wieson seiton. j'.oni/a, Iviuioni (NYg-.), rulawy, Zaniosc. Ojcovv 
(Br.), Warscliau /. B. l.ipköw (\V{2:.), Opaliii (Rf.), Wawi/.y- 
szpw (K.). 

279. (>. corhphora L. Sz. sp. ros. p. GG. Wff. 11. pol. v. 2 p. .'iOi. Hr. (1. 

er. 028. Feuchte Wiesen nicht selten. Nieborovv (lir.), ¥.on\A-x 
(W ß*.) , Kaziiuierz, Celejow , Hochotnica , l'iilawy , l^rj^diiik 
Koszkiewski im Thale Ojcow (Br.), Warschau (Sz.) z. B. Brudno, 
Taro-owek (Jstrz.), Babice (K.), Mokotow (Rf.). 

280. O. Moria L. Sz. sp. ros. p. GG. Wg-. fl. pol. v. 2 p. 4!)G. Karo p. 248. 

Auf Wiesen, häufig;. Warschau (S z.) z. B. Ursynow (Rf.). 

281. O. g^ohosa L. Sehr selten im Thale Ojcow (Jstrz.), ang^eblicli aucli 

im n. Gb. (Wg.). 

282. O. mascula L. Sz. sp. res. p. 6G. Wg. fl. pol. v. 2 p. 497. Bis jet7t 

nur sehr selten beobachtet. Sudawskie bei Wizajny (.Istrz.), hek 
bei S^^chociü (Rf.). Wird sich häufiger vorfinden. 

283. 0. samhucina L. Sz. sp. ros. p. GG. Trockene Abhänge, Wiesen, sehr 

selten, aber gesellig. Zwischen Lublin und Belzyce (.Tstrz.), hier 
auch die Form 0. incarnata Willd. (nicht L.), Olsztyn (Wi- 
slicki u. L.). 

284. 0. latifoUa L. Sz. sp. ros. p. GG. Wg. fl. pol. 2 p. 502. Auf feuchten 

Wiesen, überall ziemlich häufig. Selten mit weissen Bliithen, so 
z. B. bei Biafo-feka (Jstrz,). 

285. O. incarnata L. Wg. fl. pol. 2 p. 503. Karo p. 248. Auf Moor wiesen, 

überall häufig. Warschau z. B. (Mokotow (Rf.). 

28G. O. maculata L. Sz. sp. ros. p. GG. Wg. fl. pol. v. 2 p. 504. Wiesen, 
Gebüsche, überall häufig. Warschau (Sz.), z. B. Z^bki, Kloduo 
(Rf.). 

? Ophrys muscifera Huds. und 

? O. aranifera Huds. sollen nach Erndtl Virid. varsav. p. 85 bei 
Warschau vorkommen, was wahrscheinlich auf einer Verwechs- 
lung beruht. 

287. Gymnadenia conopsea (L.) R. Br. Kluk Dykc. ros. Nr. 949. Wg. fl. 

pol. 2 p. 505. Aufwiesen, sehr zerstreut. iiomza(Wg.), Suwaiki 
(Jstrz.), Kielce, Radom, Lublin (Br.), Mielnik (Kluk), War- 
schau z. B. Babice (K.), Brudno (Jstrz.), Opalin (Rf.). 

288. G. odoratissima (L.) Rieh. Sehr selten, bis jetzt nur zwischen 

Suchedniow und Bodzetyu (Jstrz.), vielleicht noch im sö. Gb. zu 
finden. 

289. G. cucullata (L.) Rieh. Jundzi'f-1' fl. lith. p. 2G3. Wg. fl. pol. v. 2 

p. 507. Im ö. und n. Gb. zerstreut, die Grenze der westlicheu 

i!d. k'Avmüi. <m 



114 



J. Rostafirfskl: 



Verbreitung bildet die Weichsel, Narew und Pissa. Szczuczyn 
(JundziiI), Sejnj, MeÄeje (Jstrz.), Czerwonka bei Dobre (Wg.)? 
Krasiiik, Zamosc, zwischen Jiaszczow und Tomaszow (Jstrz.). 

290. Piatanthera hifol/a (L.) Rchb. Sz. sp. ros. p. 66. W g. fl. pol. v. 2 

p. 508. Karo p. 273. Wälder, Wieseu, überall sehr häufig. 

291. P montana (Schmidt) Rchb. fil. Br. fl. er. 938. In Laubwäldern. 

Wohl sehr verbreitet, nur von der vorigen nicht unterschieden. 
Im n. Gb. bis jetzt nur in Wierzbowiec bei Pfonsk (Rf.). 
291 P, viridis (L.) Lindl. Wald wiesen, sumpfige Orte. Zerstreut durch 
das n. Gb. Der südlich bis jetzt bekannte Standort ist bei Dobre 
(Jstrz.). 

293. Herminium Monorchls (L.) RBr. Sz. sp. res, p. 66. Wiesen, bis jetzt 

sehr selten. Warschau (S z.), Bialj^stok (Jstrz.), zwischen Pulawy 
und Kazimierz (B r.). 

294. Epipogon aphyllus (Schmidt) Sz. B r. fl. er. 939. Feuchte, schattige 

Wälder. Sehr selten und bis jetzt nur im sw. Gb. Ojcow, Ple- 
skowa skaia (Br.), im Walde Trzebiesl'awski bei D^browa 
(Nowakowski und Slusarski). 

295. Limodorum ahortivmn (L.) S w. Kluk Dykc. ros. Nr. 950. Sehr selten, 

nur im Walde Cyranowski am Bug (Kluk). 

296. Cephalanthera grandißora (Scop.) Babington Sz. sp. ros. p. 67. Br. 

fl. er. 940. Laubwälder. Im n. Gb. fehlend, sonst zerstreut. War- 
schau (Sz.) z. B. Babice (Rf.), Kazimierz, Kielce, Pieskowa 
Skala (Br.). Im Thale Ojcow sehr häufig (Jstrz.). 

297. a Xiphophyllum (L. fil.) Rchb. fil. Br. fl. er. Nr. 941. Laub- und 

Nadelwälder. Im n. Gb. fehlend, sonst selten. Parchotka bei 
Pu-Iawy (Jstrz.), Kazimierz, Celejow (Br.), Zamosc (Jstrz.), 
Ojcow (Br.), Zgörsko (Sapalski). 

298. C. rubra (L.) Rieh. Laub-, seltener Nadelwälder, bis jetzt nur sehr 

selten beobachtet, wohl häufiger im Gb. Sejny (Sz.), Smardzewo 
bei Pionsk (Rf.), Ojcow (K.), Niedzwiedz (Br.). 

299. Epipactis latifolia (L.) All. Sz. sp. ros. p. 67. Wg. fl. pol. v. 2 p. 512. 

Br. fl. er. Nr. 943. Karo p. 245. Wälder, Gebüsche, häufig. 
Warschau (Sz.), Ojcow, Kielce, PuJawy (B r.), tosice (K.), Sejny, 
teczyca (Jstrz.), Pl'onsk (Rf.) u. s. w. Die Form viridans Crntz 
häufiger als varians Crntz. 

300. E. ruhiginosa (Crntz) Gaud. Wg. fl. pol. v. 2 p. 513. Br. fl. er. 

Nr. 944. Sehr zerstreut. Sejuy (Jstrz.), Stawiska (Wg.), Modlin 
'?l (Rf.), Zamosc, Tomaszow, Ojcow (Br.), Olkusz (K.), Warschau 
z. B. Wilanow (Rf.), Bialobrzegi (F. Kaminski). 



Florae Poloiilcae Prodromu«. j^^j^ 

301. E. palustris (L.) Crutz Sz. sp. ros. p. 67. Wg. fl. pol. v. 2 p. 513. 

Etz. Beitr. Nr. 520. Siiniplige Wiesen, häufig und meist gesellig. 

302. Neottia Nidus avis (L.) Rieh. S/. sp. ros. p. 67. Wg. Ii. i)ul. v. i 

p. 515. Btz. Beitr, Nr. 521. In Laub- und Kieferwäldern, überall 
häutig. Warschau (S z.) , z. B. VVygoda, Bielauy , Kadonie, 
Babice (Rf.). 

303. Listera ovata (L.) R. Br. Sz. sp. ros. p. 67. W g. ü. pol. v. 2 p. 514. 

Br. fl. er. 946. Wälder, Gebüsche, Wiesen zer.streut. Warschau 
(Sz.) z. B. Zacisze (K.), Krogulec bei Kampinos (Rf.). 

? L. cordata (L.) Rieh, hu Gb. noch zu finden. 

304. Goodyera repens (L.) R. Br. Wg. fl. pol. 2. p. 509. In schattigen Wäl- 

dern, zwischen Moos und abgefallenen Nadeln selten. Im Walde 
Stavvski, Czerwonka bei Dobre (Wg.), zwischen Liw und Stani- 
slawow (Jstrz.), Kazimierz (B r.), Krasnik, Zaniosc, Tomaszöw 
(Jstrz.), Swiety Krzyz (B r.). 

305. Spiranthes spiralis (L.) C Koch. Wg. fl. pol. v. 2 p. 511 Br. fl. er. 

949. Waldränder, Triften selten, bis jetzt nur im sw, Gb. Wzdoi 
bei Bodzetyn (Wg.), Sucheduiow (Jstrz.), zwischen Olsztyn und 
Czestochowa (K.), Pr^-dnik Koszkiewski und Szyce im Tliale 
Ojcöw (Br.). Nach Erndtl (Virid. varsay. p. 85) auch bei War- 
schau? neuerlich nicht gefunden. 

306. Corallorrhiza innata R. Br. Br. fl. er. 950. Feuchte Wälder, Erlen- 

gebüsche; selten. Zwischen Lublin und Belzyce (Jstrz.), Pul'awy, 
Zamosc, Tomaszow, Ojcow (Br.), Babice bei Warschau (Rf.). 

307. Liparis Loeselii (L.) Rieh. Auf moorigen Wiesen, Torfsümpfen sehr zer- 

streut. Au den Seen des n. Gb, (Sz.). Im Kreise Gostyriski (Wg.) 
z.B. bei Drzezno, Zdwörz (Jstrz.), Gos^awice b. Konin (Jstrz.)? 
Stok bei Siedice (K.), Krynica bei Zamosc, Busk (Jstrz.), War- 
schau z. B. Wawrzyszew (Rf.). 

308. Microstylis inonophylla (L.) Lindl. Wg. fl. pol. y. 2 p. 517. Nur im 

n. Gb. und auch da selten (Wg.). Ich kenne sicher nur einen 
Standort bei Sejny (Jstrz.). 

309. Cypripedium Calceolus L. Sz. sp. ros. p. 68. Wg. fl. pol. v. 2 p. 520. 

Laubwälder, Hügel, gern auf Kalk, sehr zerstreut. Sejny (Wg.), 
Warschau (Sz.) z. B. Kampinos (Br.), Babiee (Rf.), Kazimierz 
(Jstrz.), Celejöw bei Pulawy (Br.), Lublin (Skr ob i s z e vv ski), 
Szczebrzeszyn (Jstrz.), Zamosc, Ojcow, Kielce (Br.). 



15 



116 



.f. Ro>tafiiiski: 



II. Classe, Dicotyledones Juss. 
1. Familie. Polygonaceae Juss. 

310. Riimex ucranicus Bess. Längs der Weichsel und des Wieprz (Jstrz.)- 
3H. R. maritimus L. Wg. fl. pol. v.l. p. 599. Btz. Beitr. Nr. 449. Teiche, 
Sümpfe, Flus?' fer; überall, aber nicht häufig*. Aendert ab: b) -pa- 
luster Sm. (ais A.) Wg. fl. pol. y. 1. p. 600. Teiche, sumpfige Orte, 
seltener als vor. 

312. R. coHijlomeratus Murr. Sz. sp. roa. p. 78. Wg. fl. pol. v. 1. p. 596. 

Btz. Beitr. 450. An Ufern, Gräben, überall gemein. 

313. R. ohtasifolius L. Sz. sp. ros. p. 78. Wg. fl. pol. v. 1 p. 598. Btz. 

Beitr. Nr. 451. Wiesen, Ufer, feuchte Wälder^ überall sehr häufig. 
Aendert ab: b) agrestis Fr. Wg*. fl. pol. v. 1. p. 599 mit der 
Hauptart hie und da. 

314. R. crispus L. Sz. sp. res. p. 78. Wg. fl. pol. v.l. p. 595. Btz. Beitr. 

Nr. 452. Wiesen, Wege, feuchte Aecker überall gemein. 

315. R. Hijdrolapathum Huds. Sz. sp. ros. p. 78. Wg. fl. pol. v. 1 p. 597- 

Btz. Beitr. Nr. 453. Ufer, Teiche, Sümpfe; überall meist ziemlich 
häufig. 

316. R. aquaticus L. Bis jetzt nur an dem Ufer der Wkra bei Sachocin 

(lif.), wohl weiter im Gb. verbreitet. 

317. R. Äcetvsa L. Sz. sp. ros. p. 79. Wg. fl. pol. v. 1. p. 601. Btz. Beitr. 

Nr. 454. Karo p. 274. Wiesen, Grasplätze, feuchte Waldplätzc, 
überall gemein. Aendert ab: b) fissus Koch, so bei Warschau 
(Besser nach Ledeb. fl. ross. v. 3. p. 510). 

318. R. Acetosella L. Sz. sp. ros. p. 79. Wg. fl. pol. v. 1 p. 604. Btz. 

Beitr. Nr. 455. Karo p. 274. Sandfelder, trockene Wälder, Trif- 
/ ten, Brachen; überall geraein. 

319. Polygonum Bistorta L. Sz. sp. ros. p. 77. Wg. fl. pol. v. \. p. 634. 

Btz. Beitr. Nr. 456. Karo p. 273. Feuchte Wiesen, lichte Wald- 
plätze überall häufig und meist sehr gesellig. Warschau (Sz.) 
z. B. Güsl'awek (Rf.). 

320. F. amphibium L. Sz. sp. ros. p. 77. Wg. fl. pol. v. 1. p. 633. Btz. 

Beitr, Nr. 457. Ueberall häufig in verschiedenen Formen je nacii 
dem Staudorte; so als a) natans Much, im Wasser, als b) terrestre 
Leers auf feuchten Aeckeru, als c) cöenosum Koch an Ufern. 

321. P. lafathifolium L. Sz. sp. ros. p. 77. Wg. fl. pol. v. \. p. 632. Btz. 

Beitr. 458. Feuchte Aecker, Gräben, Ufer, Sumpfränder, überall 
gemein. Aendert ab: b) nodosum Pers. (als A.), c) incanum 
Schmidt (als A.) In beiden Formen fast ebenso häufig. 



Florno Polütilr.io Fruilromus. 117 

3^22. P. persicaria L. Sz. sp. roa. p. 77. W g. fl. pol. v. 1. p. 631. Btz. 

lieitr. Nr, 459. Karo p. 27;{. Aecker, Gräben, Ufer, Sumpt'raiidcr, 
überall n^emein. Aeiidert ab: b) ruderafe Meisner, auf trocke- 
nerem Hoden nicht selten im Gb. 

323. F. Hydroyipei' L. Sz. sp. roa. p. 77. Wg. tl. po!. v. 1. p. 629. lUz. 

Beitr. Nr. 460. Gräben, feuchte Waldstellen, l'fiilzcn; überall 
g^enu in. Aendc-rt ab: b) amjuatifoliam A. Br., um Kanipinos bei 
Warschau (Kf.). 

324. F. mite Schrk. Gräben, Pfützen, feuchte Stellen; bis jetzt nur selten 

beobachtet, wolii noch häuli,: übersehen. Sniardzewo b. T-fonsk, 
Kadonie b. Warschau, Klemensöw b. Zamosc (Kf.). 

325. F. minn,^ lluds. Sz. sp. roa. p. 77. Wg. fl. pol. v. I. |). 630. Feuchte 

Stellen, Gräben, Teiche, nicht seilen. Warschau (Sz.) z. B. Wila- 
novv (Kf.}. 

326. F. aviculare L. Sz. sp. roa. p. 78. Wg. fl. pol. v. 1. p. 635. Btz. 

Beitr. Nr. 461. Karo p. 273. Aecker, Triften, Strasscnpflaster, 
besonders gern auf Wegen, überall gemein. Aendert ab: b) 
erectum Rth. (als A.j ziemlich häutig, c) neglectum Bess. (als 
Art), z. ß. um Milosna bei Warst hau (Rf.). 

327. F. Convolvalus L. Sz, sp. ros. p. 78. Wg. fl. pol. v. 1. p. 638. Btz. 

Beitr. Nr. 463. Karo p. 273. Aecker, Gebüsche, bebauter Boden; 
überall gemein. 

328. F. diimetoriuu L. Sz. sp. ros. p. 78. Wg. fl. pol. v. 1. p. 639. Btz. 

Beitr. Nr. 463. Feuclite Gebüsche, Zäune, Hecken; überall meist 
häufig. 

f Fagopyrum esculentum Mass, Stammt aus Asien; bei uns in 
sandigen Gegenden häutig gebaut und nicht selten verwildert. 

t F. tataricum (L,) Grtn. Stammt aus Sibirien, wird nur selten ge- 
baut, dagegen kommt es häufig als Unkraut in dem vorigen vor. 

2. Familie. Aristolochiaceae Jus 8. 

329. Arlstolochia Clematiüs h. Am Weichselufer und iu den Weichselniede- 

rnugen stellenweise. Zavvichost, liachow, Solec, Janowiec, Macie- 
jowice, Magnuszovv (Jstrz.), ßielany b. Warschau, Zakroczym 
(Rf.), Wyszogrod (Jstrz.), Flock (Skrobiesze wski), Ciechoci- 
uek (Jstrz.). 

330. Asarum europaemn L. Sz. sp. ros, p. 70. Wg. fl. pol. v. 1. p. 712. 

Karo p. 244. In Laubwäldern, besonders häutig zwischen Corylus 
Avellana L. ; zerstr ui. Warschau (Sz.)^ z. B. Bielauy, Kampi- 
uos (Rf.). 



118 



J. Rostafi riski: 



3. Familie. lentibulariaceae L. C. Rieh. 

331. Pinguicula vulgaris L. Wg*. fl, pol. v. \. p. 140. Torfige und moorige 

Wiesen; sehr zerstreut aber gesellig. Opole, Zanioic (Wg.), Kry- 
nice, Jemiolno, Kielce, Boles^aw, Olkusz (Jstrz.), Warschau z. B. 
Wegiowa Wolka (Rf.). 

332. Ütriculana vulgaris L. S z, sp, ros. p. 9.5. Wg. fl. pol. v. 1. p. 141. 

Btz. Beitr. Nr. 4"23. Sümpfe, Teiche, Torflöcher: zerstreut. 

333. U. intermedia Hayne. Stehende Gewässer, Torfsümpfe, im u. Gb. 

seltener (Preuy, Alexota), sonst zerstreut, Warschau z. B. zwischen 
MIociny und Wegiowa Wolka (Jstrz.). 

334. U. minor L. Sz. sp. ros. p. 95. Wg. fl. pol. v. 1. p. 142. Gräben, 

Torfsümpfe, selten. Preny, Ga^bin, Gostynin, Zdwörz, Drzezua, 
Jemiolno, Zamosc, Zwierzyniec, ßoleslaw (Jstrz.), Warschau (Sz.). 

4. Familie. Primulaceae Vent. 

335. Änagallis arvensis L. Sz. sp. ros. p. 92. Wg. fl. pol. v. 1. p. 365. 

Btz. Beitr. 427. Karo p. 253. Aecker, Gartenland, Wegränder; 
überall gemein. Aendert ab: b) coenUea Schreb. (als A.) Sz. 
sp. ros. p. 92. Wg. fl. pol. v. 1. p. 364. B <•. fl. er. 775, besonders 
auf Kalk- und Lehmboden, dem n. Gb. fehlejid, sonst selten. 
Zwischen Slomuiki und FroMZowice (Wg.), Maciejowice, Chelm, 
Zamosc (Jstrz.), Ojcow (Br.), Kielce (Jstrz.), Warschau (Sz.) 
z. B. Opalin (Rf.). 

336. A. tenella L. Sz. sp, ros. p. 92. Ini Herbarium von Szubert befindet 

zieh dieses Pflänzchen mit der Notiz: „Mokotow bei Warschau". 
Neuerlich dort nicht beobachtet. 

337. Centunculus minimus L. Sz. sp. ros. p. 92. Wg. fl. pol. v. 1. p. 325. 

Feuchte Sand- und Lehmäcker, überall nicht selten, wenn auch 
öfters übersehen. Warschau (Sz.) z. B. zwischen Gora und Czersk 
(Wg.). 

.T38. Trientalis europaea L. Sz. sp. ros. p. 93. Wg. fl. pol. v. 1. p. 606. 

Schattige Laub- und Nadelwälder, in lockerem Boden ; besonders 
häutig im n. Gb. Warschau (Sz.) z. ß. Bielany, Natolin (Rf.). 

339. Lysimachia thyrsißora L. Sz. sp. ros. p. 93. Wg. fl. pol. v. 1. p. 367. 

Btz. Beitr. 424. Sümpfe, am Rande sumpfiger Gräben; ziemlich 
verbreitet. Warschau (Sz.) z. B. Zacisze (Rf.) 

340. L. vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 92. Wg. fl. pol. v. 1. p. 366. Btz. Beitr- 

Nr. 425. Karo p. 247. Sümpfe, Ufer, Gräben, feuchte Gebüsche; 
überall gemein. 

f L. punctata L. Nur Sielce b. Warschau (Rf.); wohl nur ein Garten- 
flüchtling. 



Florno Polonirno Prodromiis 

341. L. JVammularia L. Sz. sp. ros. p. Oll. W ^. II. pol. v. 1. p. ÜOS. lU/. 

Hoitr. Nr. 42f). Auf feucliten Wiesen, in Wültiern, G läbcu ; ühei all 
gemein. 

342. L. nemorum L. Sz. sp. ros. j). 93. Seif en und nur im sw. füb. (.Tstrz.). 

Im Tliale des Pr^-dnik (Siipnlski), Warschau? (Sz.), ob liier 
wirklich gefunden? Scheint mir noch ein zweifelhafter Riirgcr 
unserer Flora zu sein; der mir bekannte siciiere Standort (bei 
T^czyu) liegt schon ausserhalb unseres Gb. 

343. Glau.v maritima L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 434. Btz. Beitr. 429. Wie- 

sen, W^egränder, Teichufer. Nur auf Salzbodeii. Goplosee, Cie- 
cbociuek b. Wloclawek, Bachorze, Leszuo b. Leczyca, Solec, 
Busk (Jstrz.). 

344. Audronace septentrionalis f>. Auf sandigen Brachäckern ; selten. Längs 

der Weichsel : bei Modlin (Rf.), Podzamcze b. Maciejowice, Opole 
(Jstrz.) und soust b. Pinczow (Jstrz.)., am Wege nach der Tropf- 
steinhöhle b. Olsztyn (K.). 

3i5. Primula farinosa L. Kluk. Dyk. ros. H03. Auf torfigen, sumpfigen 
Wiesen durch das gauze Gb. Selten, aber gesellig. Sejny, Wizejny 
(Jstrz.), Cyranow (Kluk), Czestochuwa (K.). 

346. P. elatiör (L.) Jacq. Sz. sp. ros. p. 94. Wg. fl. pol. v. 1 p. 371. 

B r. fl. er. 779. In schattigen Laubwäldern selten und dem n, Gb. 
fehlend. Warschau (Sz.) z. B. Natoliu (Rf.). 

347. P. ofßcinalis L. Sz. sp. ros. p. 93. Wg. fl. pol. v. L p. 370. Btz. 

Beitr. Nr. 428. Karo p. 73. Lichte Waldstellen, Gebüsche, trockene 
Wiesen; überall häufig. 

348. Hottonia palustris IL. Sz. sp. ros. p. 93. Wg. fl. pol. v^. i. p. 372. In 

Gräben, Sümpfen, zerstreut. Warschau (Sz.) z. B. Mokotow (Rf.). 

? Samolus Valerandi L. Nach Erndtl (Virid. Varsar. p. 108) bei War- 
schau; neuerlich nicht gefunden und aller Wahrscheinlichkeit 
nach im Gb. nicht vorhanden. 

5. Familie. Plumbaginaceae Juss. 

349. Ärmeria elongata (Hoffm.) Boissier, Sz. sp. ros. p. 96. Wg. fl. 

pol. r. 1. p. 548. Br. fl. er. 781. Auf trockenen Grasplätzen, gra- 
sigen Anhöhen zerstreut. Im s. Gb. viel seltener. 

6. Familie. Empetraceae Nutfc. 

350. Etnpetrum nigrxmi L. Kluk. Dyk. ros. Nr. 487. Sehr selten, bis jt^tzt 

nur im uw. Gb. b. Bia-Tystok (Sz.). 



120 



J. Rostaf iiiski; 



7. Familie. Ericaceae Jiiss. 

351. Calluna vulgaris (L.) Salisb. Sz. sp, ros. p. 173. Wg. fl. pol. v. 4. 

p. 621. Btz. Beitr. 336. Karo p, 244. In sandigen und moorigen 
Kieferwäldern überall gemein. Mit weisser Blunienkroue selten, 
z. B. zwischen Weglovva W6lka und Sierakow bei Warschan 
(^.Tstrz.). Die Form folüs pafulis DC. findet sich zwischen Solec 
und Kazimierz (Jstrz.). 

352. JErica Tetralix L. Sehr selten, nur auf moorigen Stellen b. Ostatni 

grosz, b. Czestochowa (K,). 

353. Vacc/nium Myrtillus L. Sz. sp. ros. p. 176. Wg. fl. pol, vol. 1, p. 617. 

Btz. Beitr. 337. Karo p. 275. In Wäldern, auf Haiden, überall 
häufig, oft gesellig; die häufigste von allen Arten dieser Gattung. 

354. F. uliyinosum L. Sz. sp. ros. p. 176. Wg. fl. pol. v. 1. p. 618. Karo 

p. 275. Auf Torfmooren und moorigen Wald stellen zerstreut, 
stellenw^eise häufig. Warschau (Sz.) z. B. M-fosna (Rf.). 

355. F. Vitis idaea L. Sz. sp. ros. p. 176. Wg. fl. pol. v. 1. p. 619. Btz. 

Beitr. 334. Karo p. 275. In Wäldern, besonders sandigen Kiefer- 
wäldern. Ueborall, in einigen Gegenden gemein, in anderen selten. 

356. F. Oxycoccos L. Sz. sp. ros. p. 176. Wg. fl. pol. 1. p. 620. Au nassen, 

torfigen Orten, auf Torfsümpfen gern zwischen Sphagnum durch- 
kriechend, stellenweise. 

357. Arctofitaphylos Uva ursi (L.) Spr. Sz. sp. ros. p. 175. Wg. fl. pol. v. 

1. p. 660. Btz. Beitr. 335. In Nadelwäldern im n. Gb. häufig, 
nach Süden zu viel seltener. 

358. Ändromeda polifolia L. Sz. sp. ros. p. 174. Wg. fl. pol. p. 1. p. 657. 

Auf Torfsümpfen und moorigen Stellen der Haiden ziemlich häutig. 
Warschau (Sz.) z. B. Mi*osna (Rf.). 

359. A. calyculata L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 658. Torfbrüche. Sehr selten 

im n. Gb. (Jstrz.) Kobylin zwischen toraza und Stawiska 
(Wg., Jstrz.). 

8. Familie. Rhodoraceae Klotz sch. 

360. Ledum palustre L, S z. sp. ros. p. 168. Wg. fl. pol. v. 1. p. 648. An 

sumpfigen Orten, auf Torfsümpfeu, im n. Gb. überall häufig, im s. 
viel seltener. 

9. Familie. Hypopityac eae Klotzsch. 



361. Pirola rotundifolia L. Sz. sp. res. p. 175. Wg. fl. pol. v. 1. p. 650. 

Br. fl. er. 595, Karo p. 273. In schattigen, etwas feuchten Wäl- 
dern, überall ziemlich häufig. 



|'l(ir;ic r<il«iiiic.ii- rroilrniiiiis. j •> ^ 

'M\i. P. clilorn iitltd S\v. Dr. Ii. or. ii'.Xi. Karo p j'^,'}. 1 ii .vcIkM t lo-cii trorkf ■ 
nt'ii Wiildi rii im ii. <il). iiiclit si hcii. Im s. iu\ lit liiiulio-. |iiifl_)'- 
stük (S /.), hosico (K..), Krasny.staw (.1 str/.), Ojc6w(Hr.), Kiclce 
(Jstrz.), b. Warschau zwischen Tr/iiskawka iiut! \V lerne (Jslrz.). 

3();{. P. media Sw. Sehr selten, bis jetzt nur bei Biafoi^ka an der Narew 
(Kaiuiuski), wohl noch anderswo im Ob. 

.'if)i-. P. minor L. Sz. sp. ros. p. 79. Wg. II. pol. v. 1. p. G51. lUz. Heilr. 

338. Karo p. 273. In schattigen Wühlern und rfebiischen, überall 
liäufig. 

365. P. unifJora L. Sz. sp. ros. p. 17ü. Wg*. fl. pol. v. 1. p. G54. B r. 11. er. 

599. Karo p. "273. In schattigen, feuchten Wäldern, Sümpfen, 
seltener als vorige. Warschau (Sz.) z. B. Z^-bki (Jstrz,), Kam- 
pijios cRf.) 

3()(). P. umhellata L. Sz. sp. ros. p. 175. Wg. 11. pol. 1 . p. 655. Br. tl. er. 600. 

In trockenen, schattigen Wäldern, zerstreut. War:>chan (Sz.) z. B. 
Wygoda (Rf.). 

367. P. secunda L. Sz. sp. ros. p. 175. Wg. 11. pol. v. 1. p. 652. Btz. 

Boitr. 339. In schattigen Wäldern, überall häufig, 

368. Monotropa Uypopitys L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. 1. p. 645. 

Br. fl. er. 601. Karo p. 247. In Wäldern überall, nieist häufig. 
Kommt in zwei Formen ror : a) hirsuta P th., besonders in 
trockenen Kieferwäldern; b) glabra Rth.. nan entlieh in Buchen- 
wäldern und viel seltener als vor. Form. 

10. Familie. Oleaceae Lindl. 

369. Ligustrmn vulgare L. In Wäldern (Sz.) wild; wohl nur im s. Gh., 

auch für Warschau (Sz. sp. ros. p. 107) angegeben, aber hier 
neuerlich nicht gefunden, 
i Syringa vulgaris L. Ueberall als Zierstrauch gepflanzt, zuweilen ver- 
wildert, so z. B. um Szczesne b. Warschau (Rf.) 

370. Fraxinus excelsior L. Sz. sp. ros. p. 104. W^g. fl. pol. v. 1. p. 149. 

Btz. Beitr. 341. In feuchten Wäldern vereinzelt, seiteuer Wälder 
bildend; besonders im s.-ö. Gb. 

11. Familie. Solanaceae Juss. 

i Lycium harharum L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 407. Btz. Beitr. 361. Zier- 
strauch aus der Berbcrei, überall zu Hecken gepflanzt; sehr leicht 
und häufig verwildernd. 
Solanum Lycopersicum. To um. Im tropischen Amerika einheimisch, 
wegen der Früchte sehr häufig in Gärten gebaut und dort nicht 
selten verwildernd. 

* S. tuberosum L. Ueberall im Grossen gebaut. 



122 



J. Rostafiriski: 



371. S. nigrum L. Sz. sp. ros. p. 139. ^Yg. fl. pol. y. 1. p. 405. ßtz. 

Beitr. 362. Karo p. 274. Schutt, Gärten, Wegränder, Aecker, 
überall gemein. Aendert ab: b) jadalcwn ßess. (als Art), bis 
jetzt nur im s.-w. Gb.; c) huinile Beruh, (als Art) sehr zerstreut, 
Doch öfters übersehen. Um Warschau, z. B. bei Oitarzew (Rf.) 

372. S. villosum (L.) Lmk. Br. fl. er. 648. Schutt, Gärten, Aecker. Im 

s. Gb. sehr häufig-, im n. noch nicht beobachtet. Aendert ab : 
b) alatmn Mnch. Br. fl. er. 549. Hie und da mit der Hauptform. 

373. S. Dulcamara L. Sz. sp. ros. p. 138. Wg. fl. pol. v. 1. p. 403. Btz. 

Beitr. 363. Gebüsche, feuchte Hecken, Ufer. Ueberall häufig. 
Capsicum annuum L. [n Mexico einheimisch, der Frucht wegen sel- 
ten in Gärten. 

f Nicandra physaloides (L.) Gärtn. In Peru einheimisch, bei uns häu- 
figes Unkraut in Gärten, auf Schutt etc., überall. 

374. Atropa Belladonna L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 401. Br. fl. er. 652. In 

schattigen Bergwäldern, nur im s.-w. Gb. und daselbst selten, 
t-yse göry (Wg.), zwischen Novva Slupia und Opatow, Ojc6w 
(Jstrz.), Grodzisko, Pieskowa Ska-fa (Br.). 

375. Scopolia carniolica Jacq. Br. fl. er. 651. Sehr selten, bis jetzt nur im 

Thale Ojcow, so bei Pieskowa Ska'fa (Br.). 

376. Hyoscyamus n/ger L. Sz. sp. ros. p. 136. Wg. fl. pol. v. 1. p. 395. 

Btz. Beitr. 365. Karo p. 246. Schutt, Dorfstrassen, fast überall 
gemein. Aendert ab: b) agrestis Kit. (als Art), seltener. Diese 
Form kommt au vielen Orten des n. Gb. (Wg.) und bei Pinczow 
(Jstrz.) mit rein gelber Blumeukroue vor. (/i. pallidus Kit, 
[als Art] Wg. fl. pol. v. 1. p. 398). 

377. Datura Stramonimn L. Sz. sp. ros. p. 136. Wg. fl. pol. v. 1. p. 400. 

Karo p. 245. Soll von den Zigeunern eingeschleppt worden sein; 
jetzt an Zäunen, in Gärten, Dorfstrasseu. In einigen Gegenden 
eine der gemeinsten Pflanzen, völlig eingebürgert. 

* Nicotiana Tahacum L., ferner 

* N. latissima Mi 11. und 

* iVi rustica L. werden im Gb. häufig im Grossen gebaut. 

12. Familie. Borraginaceae Desv, 

t Heliotropium europaeum L, Sz. sp. ros. p. 145. Nur bei Warschau 
(Sz.), aber neuerlich hier nicht gefunden. Wohl nur mit fremdem 
Samen eingeführt und wieder verschwunden. Wahrscheinlich im 
Gb. nicht vorhanden. 

378. Asperugo procumbens L. Sz, sp. ros. p. 149. Wg. fl. pol. v. 1. p. 354. 

Br. fl»cr. 621. Btz. Beitr. 349. Karo p. 244. Wegräuder, Mauern, 



Florae Polonicae Prodrorau». 



123 



Sc)iutt, Zäune. Im Gb. ziemlich hftufig. Warschau CSz.) z. B. 
Klodno (Rf.) 

.379. I.oppuhi Mijosotis Much. S z, sp. ros. [). I iH. VV fl. pol. y. 1. p. .348. 

IHz. Boitr. 350. Trockene Hügel, Mauern, Wegränder. IJeberall 
nuist häufig. Warschau (Sz.) i. B. Grocliow (K.J 
? L. deßexa (VVahlnbg.) Grcke. Angeblich im Thale des Pr^-dnik 
(J. Sapalski). Ob wirklich vorhanden? 

380. Cxnocjlossiim ofßcinale Jj. Sz, .sp. ros. p. 149. Wg. fl. pol. v. 1. p. 350. 

Btz. Beitr. 351. Auf Schutt, Wegen, Dorfstrassen, Hügeln*, überall 
gemein. 

381. C. gennanicum Jacq. Sz. sp. ros. p. 149. Br. fl, er. 624. Selten in 

Wäldern des Ojcow-Thal (Sz. Br.). 
f Omphalodes verna Mncl». Sz. sp. ros. p. 149. Warschau (Sz.) bei 
Paw^zki; nach dem Standorte nur verwildert. Sonst im Gb. nicht 
beobachtet, und wahrscheinlich auch nicht einheimisch. 

382. O, scorpioides (Haenke) Schrk. Br. fl. er. 625. Bis jetzt nur sehr 

selten beobachtet, so im Ojcow-Tliale (B r.), Rachow (Jstrz.), 
Kampinos b. Warschau (Rf.). 

383. Cerinthe minor L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 363. Br. fl. er. 631. Gras- 

plätze. Aecker, Wege. Selten und nur im s. Gb. Warschau 
(Jsztrz,), Bronowice b. Lublin (W. Puchalski), Kazimierz, 
Wierzbica (Wg.), Pinczow (K.), Maszköw (R. Fritze), Ojcow, 
Pieskowa Skala (Br.), Wieluri, Kielce, Radom (Jstrz.). 
f Borrago officinalis L. Sz. sp. ros. p. 149 Wg. fl. pul. v. 1. p. 353. 
Kluk, Dyk. ros. Nr. 186. — Stammt aus dem Orient; soll nach 
8y renius bei uns wild vorkommen, aber schon Kluk (1. c.) 
bemerkt richtig, dass die Pflanze nur in Gärten verwildert ist. 
Warschau (Sz.) z. B. Klödno (Rf.). 

384. Anchuf^a officinalis L. Sz. sp. ros. p. 148. Wg. fl. pol. v. 1, p. 352. 

Btz. Beitr, 352. Karo p. 243. Auf trockenen, sandigen Plätzen, 
Wegrändern, Abhängen; überall moi-st häutig. 

385. A, arvensis (L.) M. B. Sz, sp. ros- p. 147. Wg. fl. pol. v. 1. p. 352, 

Btz. Beitr. 353. Karo p. 243. Sandfelder, Wegränder; überall 
gemein. 

386. Nonnea puUa (L.) DC. Wg. fl. pol. v. 1. p. 357. Br. fl. er. 628. 

Aecker, Wegränder; besonders gern auf Lehm- und Kalkboden- 
Zerstreut, dem n. Gb. fehlend. Wyszogrod, Podzamcze b. Macie- 
jowice (Jstrz), Horodio (Wg.), Hrubieszöw (Jstrz.), Jerzmano- 
wice (Br.), Ogrodzieniec (Jstrz.), Maszkow (R. Fritze), Busk 
(Skro b iesze wski). 

387. Sympliytum officinale L. Sz. sp. ros. p. 147. Wg. fl. pol, v, 1, p. 356. 

Btz. Beitr. 354. Karo p. 274. Gräben, Ufer, feuchte Wiesen; 
überall gemein. Mit violetter oder rosenrother iS. patens Sibth.), 

16 * 



124 



.!. Rostafiriski: 



seltener mit gelblicher oder rein weisser (S. bohemicum Schmidt) 
Krone. 

3 88. S. tuherosum L. Br. fl. er. 630. Bis jetzt uur im s.-\v. Gb., so hei 
Ojcow, Pieskowa Skala (Br.) beobachtet, wohl auch im s.-ö. Gb. 
zu finden. 

389. Echimn vulgare L. Sz. sp. ros. p. 145. Wg. Q. pol. v. 1. p. 362. Btz. 

Beitr. 3')5. Karo p. 2145. Wegränder, saudige Aecker, Hügel; 
überall gemein. Selten mit weisser Krone, so b. Siedice (J. Gra- 
be wski), an Ufern des Dusia-Sees (Jstrz.). 

390. E. violaceum L. Besser, prim. fl. galiciae, n. 215. Im Ojcow-Thale 

b. Grodzisko (Besser) und weiter längs des Fr^-dnik (Jstrz., 
J. Sap al sk i). 

391. Palmonaria officinalis L. S z. sp. ros. p. 146. Wg. fl. pol. 1. p. 258. 

Btz. Beitr. 306. In schattigen Laubwäldern und Gebüschen; 
überall häufig. 

.392. P. molUs Wolff (P. angustifolia Bess.) Br. fl. er. 635. Nur im 
Ojcow-Thale in Gebüschen b. Grodzisko (Br.). 

393. P. angustifolia L. (P. azurea Bess.) Sz. sp. ros. p. 146. Wg. fl. pol. 

V. 1. p. 359. Br. fl. er. 636. Karo p. 273. Lichte Laubwälder, 
Hügel, Gebüsche; überall ziemlich häufig. 

394. Lithospermum officinale L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 360. An steinigen Or- 

ten, in Wäldern, Gebüschen; gern auf Lehm- und Kalkboden 
überall im Gb., aber zerstreut. Längs der Weichsel, dann bei 
Stezyce, Pulawy, Pinczow, Kielce u. s. w. Warschau z. B. Wila- 
now (Rf.). 

? L purpureo-coeruleum L. Soll bei Miechow (.1. Sapalski) wachsen, 
diese Angabe bedarf jedoch einer Bestätigung. 

395. L. arvense L. Sz. sp. ros. p. 146. Wg- fl. pol. 1. p. 360. Karo p. 247. 

Aecker, Wegränder, Hügel; überall gemein. 

396. Miiofotis palustris (L.) Rth. Sz. sp. ros. p. 147. Wg. fl. pol. 1. p. 345. 

Btz. Beitr. 357. Karo p. 247. Gräben, Ufer, Sumpfwiesen, Wäl- 
der; überall gemein. 

397. J/. caespitosa Schultz. Br. fl. er. 640. Btz. Beitr. 358. Lehmige 

feuchte Wiesen, Gräben, Ufer. Nur sehr selten beobachtet, aber 
wohl häufiger im Gb. Ostrow^s b. Koniu (Btz.), Piek-fo bej 
Kampinos, bei Warschau (Rf.), hier sehr gesellig; Ojcow- 
Thal (Br.). 

398. 3f. arenaria Schrad. Sz. sp. ros. p. 147. Wg. fl. pol. v. 1. p. 346. 

Btz. Beitr. 359. Karo p. 247. Aecker, Hügel, gern auf Sand- 
boden; überall gemein. 

399. 71/. versicolor (Pers. als Abart) Sm. An Aeckerrändorn , Flussufern_ 

Bisher nur um tek b. Sachocin an der Wkra bei Blonio an den 
Utrata-Ufern (Rf.). Wohl überall im Gh., nur oft übersehen. 



Klone Folonicue Proilromui. 



125 



400. M. hif<pida Sehl dl. . Iiu s. Gb. zerstreut (Jstrz.), sonst nicht 

beobachtet, wenn auch pfewiss im n. Gh. 7A\ finden. 

401. M. siluatica (Khrh. als Abnrt) Hoftm. Sz. ros. p. 147. B r. (l. er. 

()4?. In (Jebirfrswnldorn, an feuchten Waldstellen ; bis .j»'(/,t nur 
seitin l)tM)bachtot. Zwierzyniec (.Jstrz.), Ojiow (Sz.), IMrskowa 
Skala (15 r.), hyse fTory, Kielce (Jstrz.), Warschau, z. H. Natoliu 
(Hf.). Wohl auch weiter. 

402 JA intermedia JA. Sz. sp. ro.s. p. 147. Br. fl. er. 044. Btz. Reitr. 3t)0. 

Auf feuchten Aeckern, in schattigen Wäldern; überall sehr häufifr. 

403. Jy. spar.<ißora Älikan. Sz. sp. res. p. 148. W g. fl. pol. v. 1. p. 347 
In schattijrcn Laubwäldern und Gebüschen, überall, nieist nicht 
st>ltcn. Warschau (Sz.) z. H. Maryniuut (Jstrz.), Kanipinos f H f.). 

13. Familie. Polemoniaceae Lindl. 

40 1. Folenioniam coeruleum L. S z. sp. ros. p. Iö4. Wg. H. pol. v. 1. p. 38H. 

Feuchte Wiesen, Wälder, Im ii. Gb. häufiger bei Aleksota, Kal- 
warja, Sejny (Jstrz.), Sereje, Wjjsosz, toniza (Wg.); bei War- 
schau öfters, z. B. Z^jhki (Jstrz.), W^ygoda (K.), zwischen 
Pruszkow und Grodzisk (G. A 1 ex a ndrowicz) und noch weiter 
südlich b. Lubliu (W^. Puchalski). 

14. Familie. Convolvulaceae Juss. 

405. Convolvuliis sepium L. Sz. sp. ros. p. 151. Wg. fl. pol. 1. p. 386. 

Btz. Beitr. 346. Feuchte Gebüsche, Flussufer; überall sehr häutig. 

406. C. arvensis L. Sz. sp. ros. p. 150. Wg. 11. pol. v. 1. p. 385. Btz. 

Beitr. 347. Karo p. 245. Aecker, AVegränder, Schutt; gern auf 
Lehmboden, überall gemein, 
i Jpomaea purpurea (L.) Lmk. Häufige Zierpflanze aus dem tropischen 
Amerika, zuweilen verwildert, wie z. B. an den W^eichielufern b. 
Warschau gegenüber der Saska Kepa (Rf.). 

407. Ciiscuta europaea L. W^g. fl. pol. v. 1. p. 333. Btz. Beitr. 348. In Ge- 

büschen auf Nesseln, Hopfen, Weiden ; nicht selten schmarotzend 
auf Hanf, manchuial sehr schädlich. 

408. C. Epithymum (L.) Murr. Wg. fl. pol. 1. p. 334. Auf niedrigen 

Pflanzen, besonders auf Calluna^ Thymus^ Pimpinella^ seltener. 
Aeudert ab: b) Trifolii Babington & Gibson (als Art); auf 
Kleesaaten. 

409. C. Epilinum AVeihe. Aut Flachs manchmal in solcher Menge auf- 

tretend, dass sie die Ernte vernichtet. Mit den I^einsaaten wandernd. 
C. lupidiformis Krocker. Im Weidengebüsch der Weichselufer nicht 
liäufig und uuboi^täudig. Warschau (Rf.). 



126 



J. Rostafiiiski: 



15. Familie. Scrophulariaceae R. Br. 

410. Verbascum Thapsus L. S z. sp. ros. p. 134. Wg. fl. pol. y. 1. p. 390. 

Br. fl. er. 655. Sonnige Hügel, Wegränder, Waldstellen; auf 
Sand und Lehm zerstreut. 

411. V. thapsiforme Schrad. Btz. Beitr. 357. Hügel, steinige Orte, sei- 

teuer als vor. und im n. Gb. noch nicht beobachtet. Um Warschau, 
z. B. bei Teresin (Rf.). 

412. F. phlomoides L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 391. Auf Hügeln, wüsten Plätzen, 

im n. Gb. seltener, sonst verbreitet, besonders in den Weichsel- 
gegenden, so bei Sülec, Kaziraierz, Warschau, Zakroszym. — 
Eine weissblühende Form beobachtet bei Krasnystaw (Jstrz.). 

413. V. Lychnitis L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 392. B r. fl. er. 660. Auf son- 

nigen Hügeln, trockenen Waldplätzen, Sandfeldern, überall häufig-, 
nur im n. Gb. seltener. 

414. V. nigrum L. Sz. sp. ros. p. 134 Wg. fl. pol. v. 1. p. 393. Btz. 

Bpitr. 368. Wegränder, Gebüsche, Hecken, Ufer. Ueberall ziem- 
lich häufig. 

415. V, Orientale M. B. Br. fl. er. 662. Nur im s.-w. Gb. (Br.). 

416. F. Blattana L. S z. sp. ros. p. 434. Wg. fl. pol. v. 1. p. 394. Fluss- 

ufer, Gräben, Wege. Dem n. Gb. fehlend, sonst zerstreut. W^- 
chock, Nowa Sl'upia, Wislicü, Zamosc (Jstrz.), Zakroczym (Rf.) 
und häufig in Weichselniederungen. 

417. F. phoeniceum L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 395. Karo p. 275. Trockene 

Hügel, Wegränder. Weichsel und Narew bilden die Nordgrenze 
der Verbreitung. 

418. Scrophularia nodosa I. Sz. sp. ros. p. 129. Wg. fl. pol. v. 2. p. 126. 

Btz. Beitr. 369. Karo p. 274. In Gebüschen, Laubwäldern, Grä- 
ben. Ueberall häufig. 

419. S. alata Gil. (aS'. aquatica Aut. aber nicht L.) Sz. sp. ros. p. 129. 

Wg. fl. pol. V. 2. p. 127. Btz. Beitr. 370. Br. fl. er. 666. Flüsse, 
Bäche, Gräben. Ueberall ziemlich häufig. Um Warschau (Sz.) 
z. B. bei Ksi^zenice (Rf.). 
— S. Scopolii Hoppe. Wird sich gewiss im s.-w. Gb. finden. 

420. Antirrhinum Orontium L. Sz. sp. ros. p. 131. Aecker, besonders auf 

Lehmboden. Nur im s. Gb. hie und da längs der Weichsel und 
häufig im Kreise Kalisz (Jstrz.). 

421. Linaria Cimbalaria (L.) Mi 11. Sz. sp. ros. p. 130. Wg. fl. pol. v. 2. 

p. 122. Sehr zerstreut und dem n. Gb. wohl fehlend. Warschau 
(Sz.), Mokotow (Rf.). 

422. L. Elatine (L.) Mi Ii. Sz. sp. ros. p. 130. Wg. fl. pol. v. 2. p. 123. 

Auf Aeckern mit Kalk- und J^ehmboden, zerstreut, gesellig, aber 
an den Standorten unbeständig. Im u. Gb. noch nicht beobachtet. 



rinrao Polnnirae Proilromiis. 



127 



Zwischen riasecziio und Uas/.yii (.^V^.), /luuiei'i (.iMr/.), /wi- 
sclieu Guzöw und Skieiniewice (.1 s t r/.), Mrzyglod, Wioluii (Wg.), 
Warschau (S/.) z. B. Kiodno (Kl'.). 

42.'}. />. ,^pu)-ia (Iv.) Mi 11. Sz. sp. ros. p. 130. Hei Warschau (Sz.); sonst 
nicht beobachtet, hier auch vielloicht nur verschlei)pt. Datj^cji^cii 
wahrscheinlich im s. Ob. zu fiiulcMi. 

4"24. L. arvensis (L.) Desf. Htz. Beitr. Nr. .n'i. Aul' Aerkern, Sandliiigelu. 

Nicht häufio", daueren bei Warschau /.icnilich verbreitet, wie um 
Ruda, Czerniakow, Kiöduo (K f.). 

4^25. L. vulgaris ^\'\\\. Sz. sp. ros. p. 130. Wg. fl. pol. v. 2. p. 124. Btz. 

Beitr. 37;>. Karo p. 247. Wegränder, Raine, Sandfelder, Wald- 
ränder; überall geniein. 

426. L minor (L.) Desf. Sz. sp. ros. p. 131. Btz. Beitr. 375. Karo p. '247. 

Aecker, besonders auf Kalkboden, Mauern, zerstreut. Ostrowjjs 
b. Kouiii (Btz.), tomza, Radora (Wg.) und besonders häufig 
längs der Weichsel, bei Rach{)w, Koprzywnica, Magnuszow 
(Jstrz.), Warschau (Rf.), Serock (Wg.). 

427. Lindernia Pyxidaria L. Bis jetzt nur bei Jezor an dem Pszemsza-Ufer 

(Br.), wohl auch weiter im s.-w, Gb. 

428. Limosella aquatica L. Sz. sp. ros. p. 93. Btz. Beitr. 384. B r. fl. er. 

696. Ueberschwemmte Plätze, Teichränder. Längs der grösseren 
Flüsse, namentlich Weichsel, Pilica, Bzura, Wieprz (Jstrz.), 
Warta (Btz.) und sonst zerstreut im Gb. 

429. Gratiola officinalis L. Sz. sp. ros. p. 133. Wg. fl. pol. v. 1. p. 138. 

Sumpfwiesen, Gräben, Teichränder; selten. Czarnociu, Penza a. d. 
Narew (Wg.), Bialobrzegi (F. Kam i ns k i), zwischen Maciejowice 
und Jadow (Malhomme), Krasnystaw (Jstrz.), Radom (Wg.); 
um Warschau (Sz.) häufig, bei Mokotow (Wg,)? Saska Kepa (K.), 
Targowek (Jstrz.), Wawrzyszew, K-fodno (Rf.). 
f ? Digitalis purpm-ea L. Wg. fl. pol. v. 2. p. 129. Soll im s. Gb. 

Torkomraen, ist aber sicher erst bei Teczyn (Jstrz.), schon 
ausserhalb unseres Gh., beobachtet worden. Sonst als häufige 
Zierpflanze in Gärten, besonders au schattigen Teichräudern, nicht 
selten verwildert, so Klüdno b. Warschau (Rf.). 

430. 1>. ambigua Murr. Sz. sp. ros, p. 132. Wg. fl. pol. v. 2. p. 129. 

Btz. Beitr. 371. Br. fl. er, 670. Trockene, lichte Laubwälder; 
nicht selten. Zwischen Grablin und Heleuowo b. Koniu (Btz.), 
Szczuczyn, Zambrowo, iiomza(Wg.), h^k b. Sq,chocin (Rf.)? Lublin 
(W. Puchalski), Ojcow, Pieskowa Skaia (Br.), D^browa b. 
Bedzin (A. Älusarski), Iwanowice (R. Fritze), tyse gory 
(Jstrz.) u. s. w. Warschau (S z.) z. B. Wygoda (K.), Jab-Jonna (Rf.). 

431. Veronica scutellata L. Sz. sp. ros. p. 97. Wg. fl. pol. 1. p. 132. Btz. 

Beitr. 376. Gräben, Sümpfe, Teiche; überall liäufig. 



128 



J. Rosta firiski 



432. V. Anagallis L. Sz. sp. ros. p. 97. Wg-. fl. pol. 1. p. 131. Btz. Beitr. 

377. Gräben, Teichräuder, Flussufer. Ueberall geiiuMii. 

433. F. Beccahunga L. Sz. sp. ros. p. 97. Wg*. fl. pol. \. p. 130. Btz. 

Beitr. 378. Karo p. 275. Gräbeü, Lachen, sunipfi<^e Orte; überall 
häufig. 

434. V. Chamaedrys L. Sz. sp. ros. p. 98. Wg. fl. pol, v. 4. p. 128. Wie- 

sen, Triften, Wälder: überall gemein. 

435. V. montana L. Br. fl. er. 081. Schattioe Laubwälder des s.-w. Gb. 

Selten. Zioty Potok (Wislicki u. L.), Jiyse gory (Jstrz.), wohl 
auch weiter im Gb. 

436. V. offi.cmaUs L. Sz. sp. ros. p. 97. Wg*. fl. pol. v. 1. p. 127. Btz. 

Beitr. 379. Karo p. 275. Trockene Wälder und Wiesen, Triften. 
Ueberau sehr häuög. 
? V. aphylla L. w^urde für Olkusz (Wislicki u. L.) angegeben, was 
höchst unwahrscheinlich ist. 

437. V. prostrata L. Sz. sp. ros. p. 98. Br. fl. er. 684. Auf sounigen Ab- 

hängen, Hügeln, Rainen; sehr zerstreut, stellenweise häufig, so 
bei Kazimierz (Jstrz). 

438. V. austriaca L. Br. fl. er. 6^4. Auf trockenen sonnigen Hügeln, mit 

der P'orm b) dentata Schmidt (als Art) zerstreut durch das 
ganze Gb. 

439. F. laüfolia L. Sp. ros. p. 98. Wg. fl. pol. y. 1. p. 129. Br. fl. er. 683. 

Sonnige Hügel, Wegränder, Wiesen, zerstreut. Um Warschau 
(Sz.), bei Wygoda (K.), Kampinos (Rf.). 

440. F. longifolia L. Sz. sp. ros. p. 97. Wg. fl. pol. 1. p. 125. Btz. Beitr. 

360. Feuchte Wiesen, Gräben, Gebüsche, besonders in Flussthälern 
häufig. Die Form b) maritima L.- (als Art) hie und da, z. B. um 
tek bei Sochocin (Rf.), Mordy b. iosice (K.) und häußg au den 
Seen des n. Gb. (Jstrz.). 

441. F. spicata L. S z. sp. ros. p. 97. Wg. fl. pol, 1. p. 124. Br. fl. er. 686. 

Btz. Beitr. 381. Sonnige Hügel, Wegränder, Wälder. Ueberall 
gemein. Die Form a) vulgaris Koch überall häufig; b) hyhrida 
L. (als Art) selten, bei Olkusz (K.) ; c) orchidea Crtz, (als Art), 
zerstreut bei Ojeow (Br.), Kazimierz, Kampinos (Rf.) 
? F. saxatilis Jacq. Nach Wislicki u. L. bei Olsztyn, was gewiss 
ein Irrthum ist. 

? F. alpina L. Kluk. Dyk. ros. Nr. 1446. Angeblich bei Mielnik 
(Kluk) und Olsztyn (Wislicki u. L.). Sehr zweifelhaft für 
das Gb. 

442. F. serpyllifolia L. Sz. sp. ros. p. 97. Wg. fl. pol. v. 1. p. 126. Karo p. 275. 

Feuchte Grasplätze, AVegränder, Wälder, Aecker; überall gemein. 

443. F. arvensis L. Sz. sp. ros. p. 98. Wg. fi. pol. v. 1. p. 133. Auf Aeckern, 

Grasplätzen, Triften; überall häufig. 



l'lor:u' l'i>liMiir;io l'riiilruiniis. 



121) 



444. V. Verna S /,. sp. los. |). '.)S. W <r. II. pol. v. 1. p. \'M. Auf sati- 

(lio'cn AerkiMMi, Saii'ihüjrcln ; iihernll liäulig. 
44[i. V. friphiiUot^ ^z. sp. ros. p. 9S. VVg-. fl. pol. v. 1. p. I.'JO. Htz. 

Heitr. .'iS.l. Karo p. 275. Aecker, besonders auf saudiji^eni riohui- 

bodeu; überall gemein. 
? V. praecox All. Sz. sp. ro». p. 09. Ang-eblicb b. Warschau (S/.), ob 

wirklich einheimisch? 

446. V. opaca Fr. Bis jetzt nur selten beobachtet. Wierzbuwiec b. Plonsk, 

Famu-fki bei Kanipinos, Oilarzew bei Warschau (Rf.). ^VoIll 
überall auf Lehmboden verbreitet, nur nicht unterschieden von 
der folgenden. 

447. V. agrestis L. Sz. sp. ros. p. 98. Wg. fl. pol. v. 1. p. 134. Btz. Beitr. 

382. Aecker, besonders auf saudigem Lehmboden; iiberall liäufiLT. 

448. V. polita Fr. Karo p. 275. Wohl sehr verbreitet, aber oft^iiber- 

sehen. Um Warschau zwischen Krolikaruia u. Mokotcnv (lit.). 

449. F. hederifolia L. Sz. sp. ros. p. 98. Wg. fl. pol. v. l. p. 135. Aecker, 

Schutt, Gebüsche; überall gemein. 

450. r. persica Poir. Br. fl. er. 691. Karo p. 275. In Gärten, Aeckern, 

besonders auf Lehmboden zerstreut und dem n. Gb. vielleicht 
fehlend. Polinow b. tosice (K.), Szczebrzeszyn, Zamosc, Saudo- 
raierz, Wislica, Ojcow etc. (Jstrz.). 

451. Euphrasia Odontites L. S z. sp. ros. p. 99. Wg. fl. pol. y. 2. p. 120. 

Btz. Beitr. 390. Karo p. 245. Auf Wiesen, Triften, feuchten 
Aeckern; überall gemein. Aendert ab: b) seroiina Lnik. (als Art) 
nur bei Kielce (Jstrz.). 

452. E. lutea L. Wg. fl. pol. v. 2. p. 120. Auf sonnigen Hügeln mit Kalk- 

boden, nur längs der Weichsel bei Zawichost, Sandomierz, 
Kazimierz (Wg.), Wlociawek und in Kujaweu (Jstrz,). 

453. E. offrcinalis L. Sz. sp. ros. p. 99. Wg. fl. pol. v. 2. p. 119. Btz. 

Beitr. 389. Br. fl. er. 705 u. 706. Karo p. 245. Wiesen, Triften, 
lichte Wälder; überall gemein. Aendert ab: b) pratensis Cr., 
c) nemorosa Pers. überall häufig, d) micrantha Rchb, selten. 
Szyce, Ojcow (Br,). 

454. Älectorolophus major (Ehrh,), Rchb. Sz. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. 2. 

p. 109. Btz. Beitr. 388. Karo p. 273. Auf fruchtbaren, mässig 
feuchten Wiesen überall gemein, Aendert ab: b) Mrsutus All. 
(als Art), selten im s. Gb. z. B. b. Sandomierz, Kielce (Jstrz.). 

455. A. minor (Ehrh.) Wimm. u. Grab. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. 

V. 2. p. 110. Btz. Beitr. 387. Karo p. 273. Auf feuchten Wiesen; 
bedeutend seltener als voriger, 

456. Pedicularis silvatica L, Sz. sp. res. p. 100. Wg. fl. pol. v. 2. p- M6, 

Auf feuchten, moorigen Wiesen, moorigen Waldplätzen; sehr zer- 
streut. Tykocin (Jstrz. Um Warschau (Sz.) bei Opalin (Rf.). 
Bd. Abliaa.ll, 



130 



J. Rostafirfski: 



Szczebrzeszyn, Zwierzyniec (Jstrz), Radom (Wg.)i Kielce 
Krzyz, Ojcöw (Jstrz.). 

457. P. 'palustris L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg\ fl. pol. v. 2 p. 116. Auf Sumpf- 

wieseu, Moorboden überall gesellig, oft häufig. 

458. P. Sceptrum Carolinum L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. 2 p. 117. 

Karo p. 248. Auf Torfwiesen selten, besonders verbreitet durch 
das n. und ö. Gb. Szczuczyn, Rajgrod, -tomza (Wg.), Warschau 
(Sz.) Z^bki (Jstrz.), Wawrzyszew (Rf.), Mordy bei Siedice 
(K.), Krasnystaw, Krynice, Quellen des Wieprz (Jstrz.), 
Radom (Wg.). 

459. Melampyrum cristatum L. S z. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. t p. Iii. 

Trockene Laubwälder, Gebüsche, Wiesen ; sehr zerstreut. War- 
schau (Sz.), zuerst b. Lipköw und Trzuskawka (Jstrz.). 

460. M. arvense L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. t p. 142. Wiesen, 

Hügel. Im n. Gb. noch nicht beobachtet, im s. ziemlich häufig, 
besonders b. Kazimierz, Zamosc und Wierzbica (Jstrz.). 

461. M. nemorosum L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. 2 p. 110. Btz. 

Beitr. 385. Karo p. 247. In Laubwäldern, Gebüschen, üeberall 
meist häufig und gesellig. 

462. M. pratense L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. y. 2. p. 114. Btz. 

Beitr. 386. Kiefern-, seltener Laubwälder. Ueberall sehr häufig 
und gesellig. 

463. M. silvaticum L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. y. 2. p. 115. In 

Wäldern. Sehr selten und dem n. Gb. fehlend, tomza (W. Pu- 
chalski), Warschau (Sz.), Radom (Wg.), Zloty Potok ? (Wi- 
slicki u. L.). 

464. Lathraea Squamaria L. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. 2. p. 133. 

In feuchten Wäldern, Gebüschen; nur selten beobachtet. Um War- 
schau (Sz.) bei Mokotöw, hier aur Pappeln schmarotzend (Rf.). 

465. Orohanche caryophyllacea Sm. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. y. 2. 

p. 131. Br. fl. er. 709. Auf Galium schmarotzend. Sehr zerstreut. 
Mod lin ( J s t r z.), Kazimierz(W g.), Szczebrzeszyn (J s tr z.), Oj c6 w(B r.) 

466. O. rubens Wallr, Auf Medicago schmarotzend; selten beobachtet. 

Wygoda b. Warschau (Rf.), Radom (Jstrz.), Czestochowa (K.). 

467. 0. elatior Sutt. Wg. fl. pol. v. 2. p. 130. Auf Centaurea Scabiosa 

schmarotzend. Sehr selten. Szczuczyn (Wg.), Kampinos b. War- 
schau (Rf.), Radom (Wg.), Ostatni Grosz b. Czestochowa (K.). 

468. Phelipaea caerulea (Vill.) C. A. Mey. Sz. sp. ros. p. 100. Auf Ächillea 

Millefolium schmarotzend, zerstreut. Warschau (Sz.) z. B. Bosci- 
szew (Jstrz.). 

469. P. ramosa (L.) C. A. Mey. Sz. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. y. 2. p. 132. 

Auf Nicotiana und Gannabis häufig schmarotzend. Um Warschau 
(Sz.), z. B. bei Wola (Rf.). 



Florae Polouicae Prodroinus. 



131 



16. Familie. Plantaginaceae Juss. 

410. Litorella lacustris L. Kluk J)ykc-. ros. lO.'iS. Sohr selten, nur an 
einem See, auf dem Wege von Mieliiik über Wejkow und Bor- 
suki nach Janow (Kluk). 

471. Plantayo major L. Sz. sp. ros. p. 88. Wg. fl. pol. v. 1 p. 321. Btz. 

Beitr. 430. Auf Wegen, Grasplätzen, Triften, überall gemein. 
An feucliten, sandigen Ufern und unter der Saat kommt hie und 
da die Form b) nana Trattiuick (als Art) vor. 

m. P. media L. Sz. sp. ros. p. 89. Wg. fl. pol. v. \. p. 322. Btz. Beitr. 

431. Karo p. 2,73. Auf Wiesen, Triften; überall ziemlich häufig. 

473. P. lanceolata L. Sz. ros. p. 89. Wg. fl. pol. v. 1. p. 322. Btz. 

Beitr. 432. Karo p. 273. Auf Wiesen, Triften, Wegen, Aeckern, 
Waldrändeiu; überall gemein. 
? P, maritima L. Wird sich wohl im Gb. auf salzhaltigem Boden finden. 

474. P. ramosa (G il.) Asch s. {Ptantago arenaria W.K.) Sz. sp. ros. p. 88. 

Wg. fl. pol. y. 1. p. 323. Btz. Beitr. 433. Karo p..273. Wegränder, 
Sandplätze; zerstreut. Um Warschau (Sz.) z. B. bei Wygoda (K.), 
Leszno (Rf.)- 

17. Familie. Verbenaceae Juss. 

475. Verbena ofßcinalis L. S z. sp. ros. p. 100. Wg. fl. pol. v. 2. p. 108. 

Btz. Beitr. 422. Dorfstrassen, sonnige Hügel; überall meist häufig, 
doch im n. Gb. seltener. Um Warschau (Sz.) bei Kfodno. 

18. Familie. Labiatae Juss. 

476. Ehsholzia Patrinii (Lepech.) Grcke. Wg. fl: pol. v. 2. p. 82. 

Strassenpflaster, Dorfstrassen, Gartenland; zerstreut durch das ö. 
und n. Gb., sonst noch nicht beobachtet. Um Warschau (Sz.) z. B. 
bei Wiskitki (Rf.). Völlig eingebürgert. 

477. Mentha rotimdifoUa L. Gräben, Sümpfe. Sehr selten. Bis jetzt nur 

um Gociawek und Zastow bei Warschau (Jstrz.) u. Bielany (Rf.). 

478. Mentha silvestris L. Wg. fl. pol. v. 2. p. 78. Gräben, Ufer, feuchte Orte; 

überall ziemlich häufig. Um Warschau z. B. bei Wolka Grodziska 
(Rf.J. Aendert ab: b) crispata Sehr ad. (als Art), so in Gärten 
gezogen. 

* M. piperita L. Häufig in Gärten gebaut. 

479. M. aquatica L. Sz. sp. ros. p. 119. W g. fl. pol. y. 2 p. 79. Btz. Beitr. 

391 u. 392. Karo p. 247. Ufer, Gräben, Sümpfe. Ueberall gemein. 
Aendert ab: b) hirsuta L. (als Art), häufig; c) subspicata Weihe 
(als Art), beobachtet um Stok b. Siodlcc (K.); d) sativa L. (als 
Art), nicht selten; e) austriaca Jacq. (als Art) Wg. fl. pol. y. 2. 
- p. 81, seiteuer. 

17 ♦ 



480. M. arvensis L. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. 2. p. 80. Btz. Beitr. 

393. Karo p. 247. Feuchte Aecker, Gräben, Ufer. Ueberall gemein. 

481. M. Pulegium L. Dem n. Gb. fehleud, sonst zerstreut; am häufigsten 

in den Weichselniederungen, Rachow, Janowiec, Magnuszow, 
Czersk, Zakroczym (Jstrz.). Selten mit weisser Krone, so bei 
Zawichost (Jstrz.). 

482. Lycopus earopaeus L. Sz. sp. ros. p. Hl. Wg. fl. pol. v. 1. p. 143. 

Btz. Beitr, 394. Karo p. 247. Gräben, Ufer, Sümpfe. Ueberall 
gemein, 

483. Orujanum vulgär L. Sz. sp. ros. p. 124. W g. fl. pol. v. 2. p. 106. 

Btz. Beitr. 396. Waldränder, sonnige Hügel, Wegränder. Ueberall 
häufig. 

* O. Majorana L. In Nordafrika und dem Orient einheimisch, bei uns 

zum Küchengebrauche in Gärten häufig cultivirt. 

* Thymus vulgaris L. Stammt aus Südeuropa, bei uns in Gärten zum 

Küchengebrauch seltener gebaut. 

484. T. Serpyllum L. Sz. sp. ros. p. 125. Wg. fl. pol. v. 2. p. 60. Btz. 

Beitr. 397. Karo p, 275. Trockene, lichte Wnldstellen, Hügel, 
Wegränder, Triften. Ueberall gemein. 

485. T. Chamaedrys Fr. in den Formen: b) ianit(/mosws Sch kuhr (als Art) 

und c) citriodorus Schreb. (als Art). Seltener im Gb. als vorig. 

486. T. pannonicus All. Trockene lichte Waldstellen, Hügel. Selten und 

bis jetzt nur im s.-w. Gb. Ki /emionki (B r.), Sandoraierz, Pin- 
czow, Checiny, Kielce (Jstrz.). 

f Hyssopus officinalis L. Btz. Beitr. 400. Wild schon iu Süddeutschlaud, 
bei uns nur in Gärten häufig gezogen und hie und da verwildert, 
so z, B. Gos^awice b. Konin (Btz.), Miednievvice b. Wiskitki (Rf.). 
Satureja hortensis L. In Südeuropa einheimisch, bei uns nur in Gär- 
ten zum Küchengebrauch gebaut. 

487. Calamintha Acinos (L.) Clairy. Sz. sp. ros. p. 125. Wg. fl. pol. v. 2. 

p. 62. Btz. Beitr. 398. Trockene Weg- und Waldränder, Aecker. 
Ueberall ziemlich häufig. 

488. Clinopodium vulgare L. Sz. sp. ros. p. 124. Wg. fl. pol. v. 2, p. 68. 

Btz. Beitr. 399. Karo p. 244. Trockene und mässig feuchte Wäl- 
der, Flügel, Wegränder. Ueberall häufig, 
f 3Ielissa officinalis L. In Südeuropa einheimisch. Früher öfters in Gär- 
ten gebaut, jetzt hie und da auf Schutt; nicht selten verwildert. 

* Salvia officinalis L. Aus Südeuropa stammend, nicht selten in Gärten 

gebaut. 

489. S. glutinosa L. Bis jetzt nur im s.-ö. Gb. in lichten Laubwäldern 

nicht selten, so z. B. b. Szczebrzeszyu, Radecznica, Goraj (Jstrz.); 
wohl auch im s.-w. Gb. zu finden. 



Flor.'ie Poinnirne Pro 'r^im'i«. 



133 



? »S'. austriaca Jacq. Angeblich bei tetkowice b. Miecliow (.). Sa- 
palsk i). 

490. ^S*. pratensis L. Sz. .^p. roa. p. 114. W fl. pol. v. 1. p. 144. Htz. 

Beitr. 395. Karo p. 274. Sonnige Hiiorel, trockene Grasplätze, 
W^eg-ränder. Ueberall häufig und meist gesellig. 

491. aS. silue^tris L. Wg. fl. pol. v. 1. p. 145. Wegränder, Raine, Hii;;el ; 

zerstreut durch das s. und o. Gb. 

492. A«?. verticillata L. Sz. sp. ros. p. II.'L Wg. fl. pol. v. 1. p. 146. Br. fl. 

er. 722. Hügel, Raine, Wege. Im Gb. der Weichsel (Jstrz.) und 
des Bug (Wg.) ziemlich häufig, sonst zerstreut. J^ublin (Pu- 
ohalski), Nurzec (Jstrz.). Dem n. G b. fehlend. 

493. Nepeta Cataria L. S z. sp. ros. p. 117. Wg. fl. pol. v. 2. p. 77. Htz. 

Beitr. 401. Dorlstiasseu, Zaune, Wegränder, Gebüsche. Ueberall 
sehr häufig. 

494. iV. nuda L. Br. fl. er. 729. Wegränder, Waldplätze, nur im s.-w. Gb. 

Im Thale Ojcow b. d. Schlossruin eii (Br.), b. Haraernia (Jstrz.), 
Skowronua b. Pinczow (Jstrz.) u. s. w. 

495. longißora DC. Flüchtling aus den bot. Gärten bei Warschau (J st rz.) 
und Pufawy (Br.) verwildert. 

496. iV. Glechoma (L.) Benth. S z. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. 2. p. 84. 

Btz. Beitr. 402. Karo p. 246. Feuchte Gebüsche, Zäune, Wiesen; 
überall gemein. An schattigen Stellen kommt häufig die Form: 
major G a u d . vor. 

497. Dracocephalum Ruyschiana L. S z. sp. ros. p. 126. In Wäldern, sehr 

zerstreut im n. und ö. Gb. Um Warschau (Sz.) z. B. bei Wegiowa 
Wolka, M-Tociny (Jstrz.), Bielany (Rf.), Wygoda (K.). 
\ 1). Moldavica L. Im südöstlichen Europa einheimisch, bei uns in 
Bauerngärten (besonders im s. Gb.) häufig gebaut und verwildert. 
(Jstrz.). 

498. Lamium amplexicaule L. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. 2 p. 88. 

Btz. Beitr. 403. Karo p. 247. Aecker, Gartenland. Ueberall 
gemein. 

— L. intermedium Fr. und 

— L. hybridum Vi 11. wurden unmittelbar an unserer Grenze bei -fc^k 

beobachtet, werden sich wahrscheinlich im n. Gb. noch finden. 

499. L. purpureum L. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. 2. p. 87. Btz. 

Beitr. 404. Karo p. 247. Aecker, Gartenland, an Hecken und 
Zäunen. Ueberall gemein. 

500. L. maculatum L. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. 2 p. 85. Br. fl. 

er. 734. Karo p. 247. In schattigen Wäldern, feuchten Gebüschen. 
Ueberall, oit häutig. 
;.öl. L. album L. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. px)l. v. 2. p. 86. Btz. Beitr. 

405. Karo p. 247. Dorfstrassen, Hecken, Zäune. Ueberall sehr häufig. 



134 



J. R ostafiriski: 



502. L. Galeobdolon (L.) Crtz. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. p. 94. 

Feuchte Wälder, Hecken; überall, meist häufig. Um Warschau 
(Sz.) z.B. bei Notolin, Bielany (Rf.). Aendert ab: b) montanum 
Pers., bis jetzt nur b. Iwanowice (R. Fritze). 

503. Galeopsis Ladanum L. Sz. sp. res. p. l'iO. Wg. fl. pol. v. 2. p. 89. 

Etz. Beitr. 406. Karo p. 246. Unter der Saat überall gemein. 
Aendert ab: b) villosa Huds., bei Warschau beobachtet (Sz.). 

504. G. Tetrahit L. Sz. sp. ros. p. 120. Wg. fl. pol. v. %. p. 91. Btz. Beitr. 

407 u. 408. Auf Aeckern, Gartenland, Schutt. Ueberall sehr häufig. 
Aendert ab: b) bifida Boenn. (als Art), GosJawice b. Konin (Btz.). 

505. G. speciosa Mill. (G. versicolor Curt.) Sz. sp. ros. p. 120. Wg, fl. pol. 

V. 2. p. 92. Aecker, Zäune, feuchte Wälder, Gebüsche, Bäche, 
überall meist häufig. Um Warschau (Sz.), z.B. bei Natoliu, Wolka 
Grodziska (Rf.). 

506. G. pubescens Bess. Wg. fl, pol. v. 2. p. 92. Btz. Beitr, 409. Karo p. 

246. Auf Aeckern, Dorfstrassen, Wegen, an Waldrändern. Ueberall 
sehr häufig. 

507. Stachys germanica L. Wg. fl. pol. v. 2. p. 100. Auf sonnigen Hügeln, 

steinigen Aeckern, Wegrändern; dem n. Gb. fehlend, sonst sehr 
zerstreut. Kazimierz, Miechöw, Gopfo-See (Wg.), Czechowka b. 
Lublin (Rf.) u. s. w. 

508. S. alpina L. Sz. sp, ros. p, 121. B r. fl. er. 743. In Gebirgswäldern. 

Bis jetzt nur im Thale Ojcow (Sz.), z. B. b. Grodzisko (Br.), 
Iwanowice (R. Fritze). 

509. *S'. silvatica L, Sz. sp. ros, p. 121. Wg. fl. pol. v. 2 p. 97. Btz. Beitr. 

410. Br. fl.cr. 744. In schattigen Laubwäldern, Gebüschen. Ueberall 
ziemlich häufig. 

510. S. palustris L. Sz. sp. ros. p. 121. Wg. fl. pol. v. 2. p. 96. Btz. 

Beitr. 411. Karo p. 274. Ufer, sumpfige Wiesen, feuchte Aecker. 
Ueberall gemein. 

511. S. annua L. Sz. sp. ros. p. 122. W g. fl. pol. v. 2. p. 98. Btz. Beitr. 

412. Aecker, besonders auf Kalk- und Lehmboden, zerstreut. 

512. S. recta L. Sz. sp. ros. p. 121. Wg. fl. pol. v. 2. p. 99. Btz. Beitr. 

413. Br. fl. er. 477. Karo p. 274. Auf sonnigen Anhöhen, Felsen, 
in trockenen Wäldern; ziemlich häufig. 

513. S. Betonica Benth. S z. sp. ros. p. 121. Wg. fl. pol. v. 2. p. 95. Btz. 

Beitr. 414. Wälder, Wiesen; überall häufig. 

514. Ballota nigra L. Sz. sp. ros. p. 122. Wg. fl. pol. v. 2. p. 101. Btz. 

Beitr. 644. Karo p. 244. Auf Schutt, unbebauten Plätzen, Dorf- 
strassen. Ueberall gemein. Aendert ab: b) foetida Lmk. (als Art), 
selten. Klodno b. Warschau (Rf.). 



Florjp Folonicat! Frodromiis. 



135 



615. Leonurus Cardiaca L. Sz. sp. ros. p. 123. Wg-. fl. pol. v. 2. p. lO.J. 

Btz. Beitr. 417. Karo j). Vil. Schutt, Ziiune, Woge; überall 
sehr häufig. Kiiie besonders behaarte Form mit 5 lappigen Blät- 
tern {L. villosns Jstrz. Herbar) wurde bei Turobin und Szczc- 
brzeszyn (Jstrz.) beobachtet. 

516. Chaiturus Marruhiastriim (T^.) lieh beb. Sz. sp. ros. p. 123. Wg. fl. 

pol. V. 2 p. 104. Btz. Beitr. 418. AVälder, Zäune, Schutt, Wege; 
besonders häufig in den Weichsel- und Bug-Niederungen, sonst 
zerstreut. (Tcslawice, Grablin und Maliniec bei Koniu (Btz.), 
Olszevvo b. KossüW, Sochaczew, Solec, Kazimierz (Wg.), nächst 
Warschau (Sz.) z. B. um Famutki b. Kampinos (Rf.). 

517. Marrubium vulgare L. Sz. sp. ros. p. 12^2. Wg. fl. pol. 2 p. 102. Btz. 

Beitr. 415. Auf Dorfstrassen, Wegrändern, Hügeln; überall ziem- 
lich häufig'. 

518. Melittis Melissophyllum L. Sz. sp. ros. p. 127. Wg. fl. pol, v. 2. p. 69. 

Br. fl. er. 731. Karo p. 247. In schattigen, huniosen Laubwäldern. 
Dem u. Gb. fehlend, sonst selten, gegen Süden häufiger. Szczuczyu, 
W^sosz, tomza (Wg.), Chotycze b. tosice (K.), Lubliu (Skro- 
bieszewski), Pu^a\vy, Ojcöw, Pieskovva Ska^a (Br.), Ostatni 
Grosz b. Czestochowa (K.), i-yse govy (Jstrz.), um Warschau 
(Sz.) z. B. bei Wygoda (K.), Bielany (Rf.), Kaweczyn (G. Ale- 
xandro wicz). 

519. Scutellaria galericulata L. Sz. sp. ros. p. 128. Wg. fl. pol. 2. p. 70. 

Btz. Beitr. 419. Karo p. 274. Feuchte Wiesen, Wälder, Gräben, 
Sumpfränder. Ueberall häufig. 

520. S. hastifoUa L. Sz. sp. ros. p. 128. Wg. fl. pol. 2. p. 71. In den 

Weichsel- und Narew-Niederuugen stellenweise. 

521. Brunella vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 128. Wg. fl. pol. v. 2. p. 65. 

Btz. Beitr. 420. Karo p. 273. Wiesen, Triften, Wälder, überall 
gemein. 

522. B. grandißora (L. als var.) Jacq. Wg. fl. pol. v. 2. p. 71. Br. fl. er. 

756. Trockene Hügel, Wiesen, Wälder; auf Kalk- und Lehm- 
boden ziemlich häufig. Warschau (Sz.) z.B. Wygoda (K.). 

523. Ajuga reptans L. Sz. sp. ros. p. 115. Wg. fl. pol. 2. p. 74. Karo 

p. 243. Schattige Laubwälder, Wiesen. Ueberall geraein. 

524. A. genevensis L. Sz. sp. ros. p. 115. Wg. fl. pol. 2. p. 72. Karo 

p. 243. Trockene Wälder, Triften, Hügel. Ueberall sehr häufig. 
Zuweilen mit rosafarbiger Krone, z.B. um Wygoda b. Warschau (K.). 

525. A. pyramidalis L. Sz. sp. ros. p. 115. Wg. fl. pol. 2. p. 73. Grasige 

lichte Waldstellen, selten. Wigry, Suwafki, Sejny, Krasoystaw, 
Opatow u. s. w. (Jstrz.), Warschau (Sz.) z. B. Kampinos (Rf.). 

526. A. Chamaepitys (L.) Schreb. Auf Kalkhügelu. Sehr selten im s.-w. 

Gb. b. PiAczöw und Kielce (Jstra.). 



136 



J. Rostafiriski 



527. Teucrium Botrys L. Br. fl. er. 760. Sonnige Kalkberge, zwischen 

Gebüsch; zerstreut durch ö. und s. Gb. Saspow, Chrzanow, 01- 
kusz, Rabsztyn (Jstrz.), Ojcow (B r.), Olsztyu (Wislicki u. L. K.). 

528. J. Scordium L. W g. fl. pol. 2. p. 76. Btz. Beitr. 421. Feuchte Wie- 

sen, Gräben, Gebüsche, üeberall, meist häufig. Um Warschau bei 
Mokotow (Wg.), Klodno (Rf.). 

529. T. Chamaedrys L. Auf sonnigen Kalkbergen. Selten im ö. und s. Gb. 

z. B. b. Puiawy, Kazimierz, Che-fm, Kielce u. s. w. (Jstrz.). 

19. Familie. Gentianaceae Juss. 

530. Menyanthes trifoliata L. Sz. sp. ros. p. 95. W g. fl. pol. 1. p. 373. 

Btz. Beltr. 343. Karo p. 247. Auf sumpfigen und torfigen Wiesen. 
Ueberau, besonders im n. Gb. häufig. 

531. Limnanthemum nymphaeoides (L.) Lk. Stehende und langsam flies- 

sende Gewässer. Sehr selten, bis jetzt nur auf der Weichselinsel 
Saska Kepa b. Warschau (Sz.). 

532. Sweertia perennis L. Auf Moor wiesen ; nur im n. Gh., selten. Grondy 

bei Zambrow (Wg.), Bia^fe b^oto zwischen -fcomza und Tykocin 
(Jstrz.), vielleicht auch weiter im ö. Gb. 
? Gentiana punctata L. Kluk Dykc. ros. Nr. 592. Angeblich zwischen 
Kazimierz und Puiawy (Kluk), was mir sehr zweifelhaft zu sein 
scheint. 

533. G. cruciata L. Sz. sp. ros. p. i56. Wg. fl. pol. 1. p. 459. Br. fl. er. 

608. Sonnige Hügel, Gebüsche, trockene Wiesen. Ueberall, sehr 
zerstreut. — Drozdowo bei JBomza, Mazew bei Szczuezyn (Wg.). 
tek b. S^chocin (Rf.), um Warschau (Sz.) z. B. zwischen Czerniakow 
und Siuzew (Jstrz.), Chlewnia b. Grodzisk (Rf.), Radom (Wg.), 
Gostyn. Zawiercie, Zawichost, Krynice (Jstrz.), Ojcow (Br.). 

534. G. asclepiadea L. Wald wiesen, Bergwiesen, Bergabhänge. Sehr selten. 

Ojcöw (K.), iyse gory (Jstrz.) und eigenthümlicher Weise auch 
bei Warschau zwischen Brudno und Z^bki b. Warschau (Jstrz.). 

535. G. Pneumonanthe L. Sz. sp. ros, p. 156. Wg. fl. pol. 1. p. 458. Karo 

p. 246. Auf moorigen Wieden, feuchten Haiden. Ueberall zer- 
streut. Warschau (Sz.), z. B. Klödno (Rf.). 

536. G. canipestris L. Auf trockenen Triften, Hügeln, grasigen Wald- 

plätzen; zerstreut und im n. Gb. nur zwischen Sejny und Wi- 
zajny (Jstrz.). 

537. G. germanica WiUd. Auf Hügeln, Triften. Selten, im s. und ö. Gb. 

Szaw^y b. tosice (K.), Kazimierz, Cheim, Pinczow, Kielce (Jstrz.). 

538. A. Amarella L. Wg. fl. pol. 1. p. 460. Karo p. 246. Auf trockenen 

Wiesen, Triften, Waldrändern. Ueberall, ziemlich häufig. Um 
Warschau z. B. bei K^odno (Rf.^. 



Florao Poloiiirao l'rndroinua. 



137 



539. O. obtu,^ifoli-t Will.l. Aul' lorlio-iii Wioscii. SiOir scllo.n, Iiis nur 

bei PuMskü und Wlzija.y im ii. (Ib. (.Istr/.). 

540. G. ciliata L. \\ ü. pol. v. 1 p. 402. Br. (1. er. Gi;J. Aul Kalkhiifrcln. 

Sehr selten im s. Gb. tabuii b. Zamosc (Wg.), Frampol (.J.strz.), 
Ojoow, rieskowa Skala (Hr.). 

541. Erythraea Centauriutn (L.) Vei s. Sz. sp. ros. j). 1')7. Wg. 11. pol. v. 1 

p. 374. lUz. Heitr. 344. Karo p. Wicsm, feuchte Triften, 

Gebüsche, Wegränder. Ueborall, meist liäulig-. Mit weisser Blunion- 
krone beobachtet. Uni Clilewnia bei Grodzisk (Rf.). 
54^2 E. pulchella (Sw.) Kr. Sz. sp. ro». p. 157. Wg. fl. pol. v. 1. p. 37(i. 

Btz. Beitr. 345. Karo p. 245. Feuchte Aecker, Wiesen, Gräben. 
Ueberau häutig. Mit weisser Bluiueukrone beobachtet bei Zakro- 
czym (Jstrz.). 

20. Familie. Apocynaceae R. Br. 

543. Vmca minor L. Sz. sp. ros. p. 157. Wg\ fl. pol. v. 1 p. 389. Tn schat- 

tigen Laubwäldern und Gebüschen. Sehr zerstreut. Siodio bei 
Sieunica, Rajgrod , Dobrzy.ja'fow bei tomza (Wg.), Sarnow, 
G^ska, Ruda, tukow, Adamow, Chelm, Stoipia, Wielmoza, 
Grodzisko (Jstrz.), Kielce, Warschau (Sz.). 

21. Familie. Asclepiadaceae R. Br. 

544. Vincetoxicum officinale Much. Sz. sp. ros. p 161. Wg. fl. pol. v. 1. 

p. 464. Btz. Beitr. 342. Br. fl. er. 604. Sonnige Hügel, trockene 
Wälder, gern auf Kalk. Ueberall zerstreut. Um Warschau (Sz.) 
z. B. bei Teresin (Rf.). 

f Asclepias syriaca L. In Nordamerika einheimisch. Jetzt hie und da 
in Folge der früheren Cultur ein lästiges Unkraut, so z. B. um 
Kalisz (W. Pu ch al ski), Sloboszowice b. Opatow (J. Sapalski), 
Ogrod Saski b. Lublin (Rf.). 

22. Familie. Rubiaceae DC. 

545. Sherardia arvensis L. Sz. sp. ros. p. 244. Wg. fl. pol. v. 1. p. 301. 

Aecker. Auf Lehm- und besonders Kalkboden. Sehr zerstreut. Im 
n. Gb. nicht beobachtet, wohl aber vorhanden. 

546. Äsperula Aparine M. B. Sz. sp. ros. p. 245. Br. fl. er. 421. Feuchte 

Gebüsche, Flussufer. Ueberall ziemlich häufig. 

547. A. tinctoria L. Sz. sp. ros. p. 245. Wg. fl. pol. v. 1 p. 303. Br. fl. er. 

422. Sonnige Hügel, trockene Wälder. Sehr zerstreut. Bei War- 
schau zuerst um Kampiaos (Rf.). 

Bd. XXII. Abhandl. o 



138 ^- Rostafirfski: 

548. A. cynanchica L. W g. fl. po], y. 1. p. 304. Trockene Wälder, Hügel, 

Wegränder. Dem n. Gb. fehlend, im s. fast überall sehr häufig. 
Zwischen Fajslawice und Jiopienniki (Wg.), Krasnystaw, Pinczow, 
Ojcow (Jstrz.), Z-foty Fotok (Wislicki und L.), Kielce (Jstrz.) 
u. s. w. 

549. A. odorata L. Sz. sp. ros. p. 245. Wg. fl. pol. 1. p. 302. Br. fl. er. 

425. Btz. Beitr. 241. In schattigen humoseu Laubwäldern, Hainen. 
Ueberau häufig. 

550. Galium Cruciata (L.) Seop. In Laubwäldern, Gebüschen, Hecken. Im 

s. Gb. meist häufig; nach Angaben Waga's auch im n. Gb. nicht 
selten. 

551. G. Vernum Scop. Wg. fl. pol. v. 1. p. 313. Br. fl. er. 426. Wälder, 

Gebüsche, Wiesen, Schutt. Nur im s. Gb., aber da sehr häufig. 

552. G. tricorne With. Sz. sp. res. p. 246. Nach Szubert bei Warschau. 

Wenn wirklich hier einmal beobachtet, so wohl nur verschleppt; 
dagegen b. Maszkow (R. Fritze) im s.-w. Gb. beobachtet und 
dort wohl häufiger. 

553. G. Aparine L. Sz. sp. ros. p. 247. Wg. fl. pol. v. 4. p. 310. Br. fl. 

er. 427. Btz. Beitr. 242. Aecker, Zäune, Gebüsche, Wälder. 
Ueberau gemein. Aendert ab: 

b) Vaillantii D C. (als Art) Sz. sp. ros. p. 247. Wg. fl. pol. 4. 

p. 314. Seltener. 

c) spurium L. (als Art). Sz. sp. ros. p, 247. Ziemlich häufig. 

554. Cr. uUginosum L. Sz. sp. ros. p. 246. Wg. fl. pol. v. 1. p. 309. Auf 

feuchten Wiesen, Sumpfränderu, Ufern. Ueberall sehr häufig. 

555. G. palustre L. Sz. sp. ros. p. 245. Wg. fl. pol. y. 1. p. 308. Btz. 

Beitr. 243. Sumpfige Wiesen, feuchte Gebüsche, Giäben. Ueberall 
gemein. 

556. G. boreale L. Sz. sp. ros. p. 247. B r. fl. er. 430. Wiesen, Wälder, 

Hügel. Ueberall ziemlich häufig. Aendert ab: b) hyssopifolium 
Hoffm. (als Art), selten z. B. um iek b. S^chociu (Rf.). 

557. G. ro*,undifolium L. Br. fl. er. 434. In schattigen Wäldern. Selten 

und nur im s.-w. Gb. Ojcow (Br.), Pieskowa Skala, Smolen, 
Rabsztyn (Jstrz.). 

558. G. verum L. Sz. sp. ros. p. 246. Wg. fl. pol. y. 1. p. 306. Btz. Beitr. 

244. Auf Wiesen, Triften, Rainen, Wegrändern. Ueberall gemein. 

559. G. ochroleucum Wolff ((?. vero X Mollugo Schiede). Eine ganze 

Formeureihe zwischen G. verum und G. Mollugo findet sich überall 
im Gb. 

560. Cr. Mollugo L. Sz. sp. ros. p. 246. Wg. fl. pol. y. 4. p. 307. Btz. 

Beitr. ^46. Wiesen, Raine, Wegränder, Gebüsche. Ueberall gemein. 



Florae Polonicae Prodromus. jgQ 

561. G. ailvaticum L. Sz. »p. roÄ. p. 246. W g. fl. pol. y. 4. p. 305. B r. 

fl. er. 434. In Wäldern. Soll im Gb. nicht selten vorkommen. 

562. Cr. aristaturn L. In Wäldern. Bis Jetzt nur selten beobachtet; so um 

Wierzbowiec b. Plonsk, Famulki b. Kampinos, Jab-foniia b. War- 
schau (Rf.), Ojcovv (K.), Z-foty Potok (Wislicki und L.) Viel- 
leicht gehören die Angaben des G. silvaticum theilweise hieher. 
? 563 G. saxatile L. Auf steinigen Triften, etwas feuchten Waldstellen. 
Selten. Bis jetzt nur im s.-w. G. Olsztyn, Lelow (Jstrz.). 

564. G. i^ilvestre Pol lieh. Br. fl. er. 435. Auf Felsen, steinigen Hügeln, 

nur im Thale Ojcow (Br.) und b. Olsztyn (K.). 

23. Familie. Caprifoliaceae Juss. \ 

565. Adoxa Moschatellina L. Sz. sp. ros. p. 375. Wg. fl. pol. v. \. p. 641. 

Br. fl. er. 414. lu schattigen Wäldern, Erlengebüsch. Ueberall 
ziemlich häufig. 

566. Sambucus Ebuliis L. Kluk, Dyk. ros. 1215. Sz, sp. ros. p. 254. Wg. 

fl. pol. V. 1. p. 538. Waldränder, Zäune, Gebüsche. Zerstreut durch 
das ö. und s. Gb. Kazimierz (Kluk), Czechowka b. Lublin (Rf.), 
W^chock CWg.), Zamosc, Zwierzyuice, Olsztyn, Przyhyszow, Zarki 
(Jstrz.). 

567. S. nigra L. Sz. sp. ros. p. 254. Wg. fl. pol. v. 1 p. 539. Btz. Beitr. 

238. Karo p. 274. In Laubwäldern, feuchten Gebüschen, Ueberall 
vereinzelt. 

568. S. racemosa L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 540. Br. fl, er. 417. In Wäldern 

des s. w. Gb. selten, iyse göry C^g)? Olsztyn (Jstrz.), Ojcow 
(A. Waga), Pieskowa Skala (Br.). 
Vihurnum Lantana L. Häufiger Zierstrauch in Gärten, vielleicht 
noch im s.-ö. Gb. in wildem Zustande zu finden. 

569. F. Opulus L. Sz. sp. ros. p. 254. W g, fl. pol. v. 1 p. 536. Btz. Beitr. 

240. Karo p. 275. Wälder, feuchte Gebüsche, Flussufer; zerstreut- 
Aendert ab: b) roseum lu. in Gärten. 

570. Lonicera Periclymenum L. Kluk, Dyk. ros. 818. Sz. sp. ros. p. 253. 

Wg. fl. pol. 1. p. 429. Sehr selten, nur zwischen Pulawy u. Kazi- 
mierz (Kluk) auf Schlossruineu. 
* L. Caprifolium L. Häufig in Gärten angepflanzt. 

571. L. Xylosteum L. Wg. fl. pol. 1. p. 430. Br. fl. er. 419. Karo p. 247. 

In Laubwäldern, Hecken ziemlich häufig. Mit weissen Früchten 
beobachtet zwischen Bilgoraj und Radecznica (Jstrz.). 
L. tatarica L. Zierstrauch aus Os^^t uropa, häufig in Garten, 
f Symphoricarpus racemosus Mchx. Häufiger Zierstrauch aus Nord- 
amerika, zuweilen verwildert; so um Radonie bei Grodzisk (Rf.). 

18 * 



140 



J. Rostafiriski: 



572. Linnaea horealis L. Wg. fl. pol. 2. p. 135. In moorigen Haldewälderu, 

bis jetzt nur selten iro n. Gb. beobaehtet. Stawiska (Wg.), Gra- 
bowo (Aiitou Waga), Sejny (Jstrz.), wohl häufiger. Vergleiche 
gleiche auch Flora 1861, p. 693, 

24. Familie. Valerianaceae DC. 

573. Valeriana officinalis L. Sz. sp. ros. p. 243. Wg. fl, pol, i. p. 157. 

Btz. Beitr. 246. Karo p. 275. Feuchte Wieseu, Gebüsche, Ufer. 
Ueberau häufig. Aendert ab: b) angustifolia Tausch (als Art), 
seltener. Iwanowice (R. Fritze), iek b. Sochocin (Rf.) 

574. V. dioica L. Sz. sp. ros. p. 243. Wg. fl. pol. 1. p. 158. Br. fl. er. 

438. Sumpfige Wiesen, nicht häufig. Szczuczyu, Beckovv (Wg.), 
Opole, BeJzyce, iyse gory, Ojcow (Jstrz.), Warschau (Sz.). 
Aendert ab: b) simplicifolia Kabath (als Art), bis jetzt nur im 
Thale Ojcow (Br.) beobachtet; wohl weit häufiger im Gb. 

575. V. tnpteris L. Br. fl. er. 439. Feuchte, schattige Wälder, Felsen. 

Nur im Ojcow-Thale b. Ojcow, Grodzisko, Pieskowa Ska-fa (Br.). 
Erreicht hier ihre Nordgrenze. 

576. Valerianella oUtoria (L.) Poll. Sz. sp. ros. p. 243. Wg. fl. pol. 1. 

p. 560. Karo p. 275. Aecker, Gartenland, Wegränder. Ueberall 
häufig. Warschau (Sz.) z. B. Krolikarnia (Rf.). 

577. V. rimosa Bast. Wg. fl. pol. 1. p. 161. Aecker. Auf Kalk- und 

Lehmboden, seltener als vorige und dem n. Gb. fehlend. War- 
schau z. B. Oftarzew (Rf.). 

578. V. dentata Poll. Sz. sp. ros. p. 243. Aecker. Auf Kalk- und Lehm- 

boden zerstreut. Warschau (Sz.). 

25. Familie. Dipsaceae. 

579. Dipsacus silvester Huds. S z. sp. ros. p. 239. Wg. fl. pol. 1. p. 291. 

Weg- und Waldränder, Hügel, Schutt. Ziemlich häufig, beson- 
ders auf Lehmboden. 

580. D. laciniatus L. i'euchte steinige Orte, Gräben. Selten, im s. Gb. 

Stopnica, W^wolnica, Rachow (Jstrz.) und weiter nördlich nur 
längs der Weichsel, so noch bei Zakroczym (Rf.). 
X>. Fullonum (L.) Mi 11. Stammt aus Südeuropa, wird für die Tuch- 
fabriken gebaut. 

581. D. pilosus L. Gebüsche, Zäune, feuchte Wälder. Zerstreut, aber auch 

im n. Gb. Warschau, zuerst bei Kampinos (Rf.). 

582. Knautia arvensis (L,) Coult. Sz. sp. ros. p. 242. Wg. fl. pol. 1. p. 293. 

Btz. Beitr. 247. Karo p. 237. Auf trockenen Wiesen, Waldrän- 
dern, Ackerrainen. Ueberall gemein. Aendert ab: b) campestris 
Andrzejowski (als Art), seltener; c) integrifolia G. Meyer, selten. 
Dluga di^ka b. Konin (Btz. exe), tfcek b. Sochocin (Rt.). 



Florac Polonicac Proilroiuuä, 



141 



583. K. Mlvatica (L.) 1) u b. Sz. sp. ros. p. 242. VVg. fl. pol. v^. I. p. 29.'i. 

Wälder, selten und dem ii. Gh. tVhleiid. Warschau (Sz.), Ksidoin 
(Wg.)-, Turobin, Krasiiik (Jstrz.). 

584. Sucdsa praemot'sa (Gil.) Aschs. Sz. sp. ros. p. ^240. Wg. fl. pol. 1. 

p. 298. lUz. Beitr. 249. Karo p. 274. Feuchte Wiesen. Zwischen 
Gebüsch überall häufig. Warschau (Sz.) z. B. Natoliu, Klodno (Rf.) 

585. S. inflexa (Kluk) C. Koch. Wg. 11. pol. 1. p. 299. Kluk, Dyk. ros. 

Nr. 1236. Auf feuchten Wiesen, in Wäldern selten. Mscichöwka 
b. Ciechauowiec (hier zuerst im Jahre 1779 von K. Kluk ent- 
deckt). Wujowka bei Jadow (Jstrz.), Bialobrzegi a. d. Narew 
(Krajevvski), Kampiiios bei Warschau (Wg.), hier die We.>t- 
grenze erreichend, touiza (W. Puchalski), hier die Nordgitnze 
erreichend. Gewiss auch weiter im ö. G b. verbreitet, wenn auch 
bis jetzt nicht beobachtet. 

586. Scabiosa Columharia L. Wg. fl. pol. 1. p. 296. Br. fl. er. 448. 

Trockene Wiesen, fiebiische, lichte Wälder. Sehr zerstreut und 
im n. Gb. nicht beobachtet. Wlociawek, Brzesc Kujawski (Jstrz.), 
Z^-bki b. Warschau (W g.), i.ek b. S^^chocin (Rf.), Ojcow, Gro- 
dzisko (Br.) u. s. w. Aeudert ab: b) ochroleuca L. (als Art) Sz. 
sp. ros. p. 241. Wg. fl. pol. y. 1. p. 297. Btz. Beitr. 249. Karo 
p. 274. Ueberau häufig, stellenweise gemein. 
? -S*. suaveolens Des f. Wenn auch bis jetzt nicht beobachtet, wird sie 
sich gewiss im Gb. finden. 

26. Familie. Cucurbitaceae Juss. 

* Cucurbita Pepo L. und 

* C. maceima Duch. werden der Frucht wegen häufig gebaut. 

* Cucumis sativLis L. üeberal', häufig im Grossen gebaut. 

* C. Melo L. Häufig in Gärten gezogen. 

C. Citrullus L. Sehr häufig in Gärten gezogen. 

587. Brijonia alba L. Sz. sp. ros. p. 481. Wg. fl. pol. v. 2. p. 629. Btz. 

Beitr. 185. Zäune, Hecken, Gebüsche; überall ziemlich häufige, 
t B. dioica Jacq. Nach Szubert bei Warschau, neuerlich nicht ge- 
funden; wohl auch damals nur als Flüchtling aus dem botanischen 
Garten beobachtet und wieder verschwunden. Gewiss nicht ein- 
heimisch. 

i Sicyos angulata L. Stammt aus Canada und Pennsylvanien ; bei uns 
häutig in Gärten angepflanzt, verwildert sehr leicht. Manchmal 
ein lästiges Unkiant In G.ii(.<Mi, 7,0 z. B. zwischen Osick und 
Koprzywnica b. tonitw (Jstrz.), Klödno b. Warschau (Rf.). 



142 



J. Rostafiriski: 



27. Familie. Campanulaceae Juss. 

588. Jasione montana L. Sz. sp. ros. p. 180. Wg, fl. pol. v. 1. p. 4H. Btz. 

Beitr. 325. Sonnige Hügel, Wälder, Saiidfelder. Ueberall häufig. 
Mit weisser Kroue selten beobachtet, b. Sejiiy (Jstrz.). 

589. Phyteuma orbiculare L. Er. fl. er. 576. Wälder, Wiesen, Gebüsche. 

Nur im s. Gb., gern auf Kalkboden. 

590. F. spicatum. L. Sz. sp. ros. p. 180. Wg. fl. pol. 1. p. 412. Btz. Beitr. 

32f). Karo p. 248. In Laubwäldern. Ueberall ziemlich häufig. 
Warschau (Sz.) z. B. Bielaiiy (K.). 

591. Campanula rotundifolia L. Sz. sp. ros. p. 177. Wg. fl. pol. r. I p. 413. 

Btz. Beitr. 327. Trockene Wälder, Wiesen, Felsen. Ueberall 
häutig. Aendert ab: b) pusilla Hänke. Nur auf Felsen im Thale 
Ojcow (Br.). 

592. C. bononiensis L. W g. fl. pol. v. 1. p. 417. Auf trockenen Wiesen, 

sonnigen Abhängen, zwischen Gebüsch. Selten. Drozdowo bei 
iomza (Wg.), Nur (Wg.), Kunow, Czersk, Pu^awy, Sandomierz 
(Jstrz.), Warschau (S z.) z. B. Zastow (Jstrz.), Gocfawek (Rf.). 

593. C rapunculoides L. Sz. sp, ros. p. 178. Wg. fl. pol. v. 1. p. 419. Btz. 

Beitr. 329. Aeeker, Zäune, Hecken. Ueberall gemein. 

594. C. Trachelium L. Sz. sp. ros. p. 178. Wg. fl. pol. v. 1. p. 420. Btz. 

Beitr. 330. In schattigen Laubwäldern und Gebüschen. Ueberall 
ziemlich häufig. Um Warschau (Sz.) z. B. bei Kloduo (Rf.) 

595. C. latifolia L. Sz. sp. ros. p. 178. Bis jetzt nur selten beobachtet. 

tek b. Sochocin (R^-)? Warschau (Sz.). Gewiss häufiger im Gb., 
aber übersehen. 

596. C. patula L. Sz. sp. ros. p. 177. Wg. fl. pol. v. 1 p. 417. Karo p. 

244. Wiesen, Gebüsche, Waldränder, Ueberall, sehr gemein im s. 
Gb., im nördlichen häufig. 

597. C. per.4cifolia L. Sz. sp. ros. p. 178. Wg. fl. pol. v. 1 p. 415. Btz. 

Beitr. 331. Karo p. 244. Trockene Wälder, grasige Hügel. 
Ueberall häufig. 

598. C. Cervicaria L. Sz. sp. ros. p. 178. W g. fl. pol. v. 1 p. 421. B r. fl. 

er. 583. Wälder, Gebüsch. Zerstreut, stellenweise häufig. 

599. C. glomerata L. Sz. sp. ros. p. 178. Wg. fl. pol. v. 1 p. 422. Btz. 

Beitr. 332. Karo p. 244. Hügel, Gebüsche, Hecken, lichte Wälder ; 
auf Kalkboden; überall gemein. Aendert ab: b) /armosa A n d r z ej . 
(als Art) selten, z. B. zwischen Wieprzec und Wiel^-cie (Jstrz.). 

600. a sibirka L. Wg. fl. pol. v. 1 p. 423. Br. fl. er. 585. Trockene Hügel. 

Gern auf Kalk. Zerstreut durch ö. und s. Gb. Warschau (Wg.), 
Kazimierz (Jstrz.), Lublin (W. Puchalski), Iwanowice (R. 
Fritze), Ojcow (Br.), Kielce (Jstrz.) u. s. w. 



Klorac Pol.inicac l'rodrunui». 143 

601. Adenopliora liliifoUa (L.) Ledeh. Kluk. Dyk. ros. U!).".. S/. sp. los. 

|). 177. Wjv. fl. pol. V. 1. p. iU). Hr. tl. er. iisii. Karo p. t\\\. 
Wiilder, Gebüsi-Iu», Wiesen. Ueberall zerstreut. Iii l'odlaeliieii 
hautig (Kluk), tek b. Sochocin (Rf.), Konarzyce b. j-.onij^.a ( W g.), 
•fciikovv (Jstrz.), Szawiv b. JU)sic,e (K.), l^ruszyn b. Siedh-e (Rf.), 
Kaziiulerz (J s t r z.), Koaiarow (Wg.), im Krei.se Opntow Ii, Siemio 
uud Zdziary (Jstrz.), Ojcuw-Thal bei Grodzisko, lientkovv (Hr.). 

28. Familie. Compositae Adans. 

602. Eupatorium cannabinuni L. Sz. sp. ros. p. 210. Wg. fl. pol. 2. p. 359. 

Btz. Beitr. 350. Karo p. 245. Feuchte Wiesen, Gräben, Quellen. 
Ueberau häutig. 

603. Tussilago Farfara L. Sz. sp. res. p. 209. Wg. fl. pol. v. 2. p. 365. 

Btz. Beitr. 251. Karo p. 275. Gräben, feuchte Aecker, Wegrän- 
der; stets auf Lehmboden. Ueberall häufig und gesellig. 

604. Petasites officinaiis Much. (Tussilaya Petasites L. und T. hyhrida L.) 

Sz. sp. ros. p. 208. Wg. fl. pol, v. 2. p. 365. Br. fl. er. 452. Btz. 
Beitr. 252. Gräben, feuchte Wiesen, Quellen, Bäche; sehr gesel- 
lig. Längs der Flüsse Wisla, Bug und Niemen häufig, sonst 
zerstreut. Goslawice b. Koniu (Btz.). Nur (Wg.), Ojcöw (Sz.), 
Grodzisko (Br.) u. s. w. 

605. P. albus (L.) Gär tu. {^Tussilago alba uud T. ramosa Hoppe). Br. 

tl. er. 453. An Flussuferu, feuchten Stelleu in Gebirgswälderu. 
Selten. Serock, G^bin,Clieim, S.Krzyz u. s. w. (Jstrz.), Ojcow (Br.). 

606. P. tomentosus (Ehrh.)DC. {Tusdlago spnria Retz. uud T. paradooea 

Retz). Wg. fl. pol. T. 2. p. 368. Au sandigen Ufern der grös- 
seren Flüsse, besonders längs der Weichsel ziemlich häufig. Dein 
n. Gb. fehlend. 

607. Äster Linosyris (L.) Beruh. Wg. fl. pol. 2. p. 361. Auf sonnigen 

Hügeln, Felsen, Sandboden. Zerstreut durch das ö. und s. Gb. Im 
westlichen Gb. bis jetzt nur um Zawady b. Czestochowa (K.). 

608. A, Amellus L. Wg. fl. pol. 2. p. 400. Auf trockenen, sonnigen Hügelu, 

Felsen, sehr zerstreut. Szczuczyn, tomza, l^eczyca (Wg.), Szyd-fow 
(Jstrz.), Czeehowka b. Lublin (Rf.), Jauovvice, Rachow (Jstrz.), 
Warschau (Sz.) z. B. Wygoda (K,). 

609. Ä. salicifolius Scholler. Flussufer, Weideugebüsch. Nicht selten, im 

s. Gb. und auch noch um Warschau, b. Kampinos (Jstzr.). 

610. Stenactis annua (L.) Nees. Soll ursprünglich aus Nordamerika 

stammen, jetzt in Folge früherer Cultur in Gärten öfters auf 
Grasplätzen, an Waldrändern etc. verwildert uud yöllig eingebür- 
gert, so bei Warschau um Mokotow (K.), Krolikarnia (Rf.), Sie- 
kierki, üjazdow, Wegiowa Wolka (Jstrz. herb, als Aster var- 
savieneia Jastrzf bo wski). 



144 



J. Rostafiriski 



f 611. Eriyeron canadensis L. Sz. sp. ros p. 220. \Yg. fl. pol. y. 2 p. 392. 

Btz. Beitr. 254. Karo p. 245. Si^amiut aus Canada, jetzt überall 
auf Saudbodeu und als Gartenunkraut g-emeiii- völlig eingebürgert. 

612. E. acer L. S z. sp. ros. p. 220. Wg. fl. pol. 2. p. 390. Btz. Beitr. 255. 

Karo p. 245. Auf sandigen dürren Plätzen, Wegrändern. Ueberall 
häufig. 

613. Bellis perennis L. Sz. sp. ros. p. 213. W g. fl. pol. v. 2. p. 449. Btz. 

Beitr. 253. Auf Wiesen, Triften, Grasplätzen; meist gemein und 
gesellig, doch dem n. Gb. fehlend. 

614. Solidago Virga-aurea L. Sz. sp. ros. p. 225. Wg. fl. pol. 2. p. 402. 

Btz. Beitr. 256. Karo p. 274. Trockene Wälder, Gebüsche, 
Hügel. Ueberall gemein, 
f S. canadensis L. Häufiger Zierstrauch aus Nordamerika. Bisweilen 
verwildernd, so z. B. im Saski Ogrod b. Lublin (W. Puc halski). 

615. Tniila Helenium L. Sz. sp. ros. p. 219. Wg. fl. pol. v. 2. p. 396. 

Wälder, feuchte Wiesen, Gräben. Zerstreut durch das s. Gb. 
Noch b. Gop-fo-See (Jstrz.) und um Warschau (Sz.), hier bei 
Zamien, Wawrzyszew, Helenow (Jstrz.); weiter nördlich nicht 
beobachtet. 

616. L ensifoUa L. Sz. sp. ros. p. 219. Wg. fl. pol. v. 2 p. 394. Br. fl. 

er. 462. Auf Felsen, trockenen Hügeln, zwischen Gebüsch. Zer- 
streut im s. und ö. Gb. Warschau (Sz.), Kazimierz, Janowiec 
(Jstrz.), im Kreise Sandomierz häufig (Wg.), Ojcöw, Kobylany 
(Br.), i«yse gory (Jstrz,). 

617. /. salicina L. Sz. sp. ros. p. 219. Wg. fl. pol. v. 2 p. 395. Br. fl. er. 

563. Wiesen, Gräben, Waldränder, zwischen Gebüsch. Ueberall 
meist nicht selten. War^^chau (Sz.) z. B. Radonic (Rf.). 

618. 7. Urta L. Sz. sp. ros. p. 219. Wg. fl. pol. v. 2 p. 393. Br. fl. er. 

464. Sonnige Hügel, trockene Wälder besonders gern auf Kalk- 
boden. Sehr zerstreut und dem n. Gb. fehlend, (b. Tykocin [Jstrz.] 
die Nordgrenze erreichend); Warschau (Sz.) z. B. Mlociny (Jstrz.), 
Wegiowa Wolka (Rf.). 

619. /. Conyza DC. Br. fl. er. 465. Dürre Bergabhänge, steinige Wald- 

plätze. Nur im s.-w. Gb., selten. Ojcöw, Pieskowa Skala (Br.), 
Wielmoza, Grodzisko (Jstrz.), Olkusz (Julian Grabowski). 

620. 7. Britannica L. Sz. sp. ros. p. 219. Wg. fl. pol. 2. p. 397. Btz. 

Beitr. 257. Karo p. 246. Feuchte Gebüsche, Wegränder, Wiesen. 
Ueberall gemein. Aendert ab: b) Oetteliana Rchb. (als Art), selten 
beobachtet um tek b. Soehocin (Rf.); c) discoideaTe^u^ch.^ z. B. 
bei Janowiec, iieczyca (Jstrz.), MIociny b. Warschau (Rf.). 

621. Pulicaria prost rata (Gil.) Äschs. Wg. fl. pol. 2. p. 399. Btz. Beitr. 

258. Karo p. 258. Ueberschwemmte Plätze, Teichräuder, Dorf- 
strassen. Ueberau häufig. 



Florao PoltMiirao Proilronms 



145 



62^. y^aiithium striunarliDn 1>. S/. sj). ri)ä. \k 'iOO. W ^. 11. p»)!. v. '2. |». [)'».'{. 

htz. Beitr. "2ö9. Karo p. 27.'). Auf Scliiitt, wüsten IMützeii, Weg- 
rändern; zerstreut, stellenweise geniein. 

623. X. italiciim Moretti (X niacrocrnyiiiii A nt. non 1)C.) JU/. l^(Mtr. 2ü0. 

Bei Konin (Htz.) g-einein, sonst nur b. Warschau b. Wilanüw (Kf.J 
beobachtet; wohl häufiger im Gb., uur bis jetzt übersehen. 
— Zwischen Jf. strumarium und X. itallcum wurde au der Warlabrücke 
b. Kouiu (Btz. Beitr. "261) eiu Bastard beobaclitet. 

624. X. .<!pinosum L. Die Pflanze wurde schon vor 52 Jaliren iiu s.-w. Gb. 

b. Pinczow und Sandomierz von A. Jastr zeb o ws k i entdeckt. 
AA^euige Jahre später (1835) wurde sie auch in Galizien bei 
Czeruiowce von Herbich beobachtet uud verbreitete sich 
vou da binnen ^Kurzem über gauz Galizieu (vgl. Herbicli in 
der Flora 1857, It., p. 508). Von Galizieu wanderte sie in 
unser süd-östliches Gb. eiu, wo ich sie im vorigen Jahre 
überall in Menge wachsen sah. Nach Mittheilung vou Herrn 
Berdau ist sie schon jetzt bei Lublin, ja auch bei Serock 
(F. Kamiuski) an der Narew. Der Angabe von Kliuggräff 
(im zweiten Nachtrage zur Flora der Proviuz Preussen, p. 103) 
nach ist wohl zu vermuthen, dass sie auch längs der AVeichsel 
verbreitet ist. 

t Rudbekia laciniata L. stammt aus Nordamerika. In Folge früherer 

Cultur iu Gärten hier und da verwildert, so z. B. Saski ogröd 

b. Lublin (W. Puchalski), an den sumpfigen Ufern der Cze- 

chowka b. Slawinek (R f.). 
f * Ilelianthtis annuus L. Stammt aus Peru, häufige Zierpflanze; auch im 

Grossen gebaut und sehr oft verwildernd, so z. B. Gole, K-foduo 

b. Warschau (Rf.). 
f *^ H. tuberosus L, Wahrscheinlich aus Nordamerika stammend, bei uns 

nicht selten gebaut und bisweilen verwildert, so z. B. K^6dno 

b. Warschau (Rf.). 

625. Bidens tripartitus L. Sz. sp. ros. p. 237. Wg. fl. pol. 2. p. 362. Btz. 

Beitr. 262. Gräben, sumpfige Stellen. Ueberall gemein und gesellig. 

626. B. cernuus L. Sz. sp. ros. p. 237. Wg. fl. pol. 2. p. 363. Btz. Beitr. 

263. Karo p. 244. Gräben, Sümpfe, Teiche. Ueberall zerstreut. 
Aendert ab: b) radiatus D C. (nicht Thuill.), gemein, häufiger 
als die Hauptform; c) minimus L. (als Art), selten um Radouie 
b. Warschau (Rf.). 

627. GalinsOgaea parvißora Cav. Bei Warschau ein lästiges Unkraut; 

auch b. tomza, hier vollständig eingebürgert. Die Verbreitung 
bleibt noch ferner zu untersuchen. 
* Madia sativa Molinar. Stammt aus Chili, bei uns selten als Oel- 
pflanze gebaut. 

Bd. Xm. Äbhaudl. a q 



146 Rostafiilski: 

628. Filago germanica L. Sz. sp. ros. p. 206. Wg. fl. pol. 2. p. 375. Br. 

fl. er. 472. Aecker, trockene Hügel, Weg-räiider. Ueberall zerstreut, 
im 11. G.b, seltener. Warschau (Sz.) z. B. Kampiuos (Rf.). Aendert 
ab: b) pyramidata DC, selten: Bedzin (Jstrz,). 

629. F. arvensis L. Sz. sp. ros. p. 206. Wg. fl. pol. 2. p. 378. Btz. Beitr. 

266. Karo p. 246. Auf sandigen Aeckeni, trockenen Feldern, 
Triften. Ueberall sehr häufig. 

630. F. minima (Sm.) Fr. Sz. sp. ros. p. 206. Wg. fl. pol. 2. p. 377. Btz. 

Beitr. 267. Karo p. 246. Auf Sandboden; überall häufig und 
gesellig. 

631. Gnaphalium silvaticum L. Sz. sp. ros. p. 206. Wg. fl. pol. 2. p. 372. 

Btz. Beitr. 268. Karo p. 246. Wälder, Hügel, trockene Triften. 
Ueberall häufig. 

632. G. uliginosum L. Sz. sp. ros. p. 206. Wg. fl. pol. 2. p. 374. Btz. Beitr. 

269. Karo p. 246. Feuchte Aecker, Teiche, Gräben. Ueberall 
gemein. 

633. G. luteo-album L. Wg. fl. pol. 2. p. 373. Btz. Beitr. 270. Sandfelder, 

Triften, Teichränder. Ueberall, stellenweise gemein und gesellig. 

634. G, dioicum L. Sz. sp. ros. p. 206. Wg. fl. pol. 2. p. 378. Karo p. 246. 

Trockene Wälder, Hügel, Wiesen. Ueberall, besonders auf Sand- 
boden, gemein. 

635. Heiichrysum arenarium (L.) D C. Sz. sp. ros. p. 205. Wg*. fl. pol. 2. 

p. 370. Btz. Beitr. 274. Sonnige Anhöhen, Waldränder. Auf Sand- 
boden, überall gemein. Die Form mit orangen Hüllb. (y. auran- 
tiacum Boh.) nicht selten. 

636. Ärtemisia Ähsinthium L. S z. sp. res. p. 204. Wg. fl. pol. 2. p. 386. 

Btz. Beitr. 272. Karo p. 244. Dorfstrassen, Schutt, Wegränder. 
Ueberall sehr häufig. 

637. Ä. pontica L. Waldränder, steinige Hügel. Sehr selten und nur im 

s. Gb. Busk, Szczaworyz, Piaski, Smogorzew (Jsfcrz.). 
A. Abrotanum L. Staramt aus Südeuropa; bei uns häufig angepflanzt. 

638. A. austriaca Jacq. Auf dem rechten Weichselufer b. Warschau au 

vielen Orten der Vorstadt Praga (Jstrz.), wohl nur durch Ver- 
wilderung eingebürgert. 

639. A. campestris L. Sz. sp. ros. p. 203. Wg. fl. pol. 2. p. 384. Btz. Beitr. 

273. Aecker, Wegränder, dürre Hügel. Ueberall gemein. 

640. A, scoparia W. K. Saudige Orte, Hügel, Ufer. Zerstreut im s. Gb. 

und von da aus längs der Weichsel. Chefra, Ostrowiec an der 
Kamienna, Janowiec, Kazimierz (Jstrz.), Wyszogrod (Rf.). 

641. A. vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 204. Wg. fl. pol. 2. p. 383. Btz. Beitr. 

274. Karo p. 244. Schutt, unbebaute Stellen, Mauern, Zäune. 
Ueberall gemein. 



FlorilP Polnnirar Prodromiii. 



147 



* A. Dracunculus L. Stamnit aus Sibirien, bei uns nur zum Kiichcn- 
gebrauche bisweilen cultivirt. 

642. Achülea Ptarmica L. Sz. sp. ros. p. 230. Wg. 11. pol. 2. p. 432. (Die 

J)iagnosc urafasst auch die folgende Art.) Wälder, feuchte Wie- 
sen, Ufer. Nicht häufig, bei Warschau (Sz.) sicher bis jetzt nur 
bei Mokotöw (Rf.). 

643. A. cartilaginea (Ledebour) Gke. {Ptarmica cart. I.edeb.) Karo 

p. 243. Bis jetzt nur selten im ü. Gb., so b. i,osice (K.), an der 
Narew b. Pietnica, Jeduaczew (W. Puchalski), Bial'obrzegi (F. 
Kaminski) und bei Warschau z. B. Targowek (Uf.); gewiss 
auch weiter im n. und ö. Gb. und längs der Weichsel, dann noch 
zwischen Modlin und Zakroczym (Rf.). 

644. Ä. Millefoliwm L. Sz. sp. ros. p. 231. W^g. fl. pol. 2. 434. Btz. Beitr. 

275. Karo p. 243. Wiesen, Triften, Wegränder, lichte Wälder. 
Ueberau gemein, — Aendert ab: b) lanata Koch, hie und da 
am W^eichselufer und im Thale Ojcow (Jstrz.), Iwanowice (R. 
Fritze). 

645. A- nobilis L. Auf sonnigen Hügeln, unbebauten Plätzen; gern auf 

Kalk. Sehr selten im s. und ö. Gb. Im Thale des Pr^-dnik (J. 
Sapalski), zwischen Stopnica und Wilczkowice, Brzesc Litewski 
(Jstrz.). 

646. Anthemis tinctoria L. Sz. sp. ros. p. 230. Wg. fl. pol. 2. p. 431. Btz. 

Beitr. 276. Karo p. 243. Auf trockenen, sonnigen Hügeln, Felsen, 
Wegrändern. Ueberall meist häufig. 

647. A. arvensis L. Sz. sp. ros. p. 229. Wg. fl. pol. 2. p. 429. Karo p. 

243. Auf Aeckern; fast überall gemein. 

648. A. Cotula L. Sz. sp. ros. p. 229. Wg. fl. pol. 2. p. 428. Btz. Beitr. 

277. Auf Aeckeru, an Dorfstrassen, Flussufern. Ueberall gemein, 
f A. nobilis L. Soll im s. Gb. nicht selten verwildert vorkommen. 

649. Chrysanthemum Leucanthemum L. Sz. sp. ros, p. 214. W^g, fl. pol. 2. 

p. 423. Br. fl. er. 491. Btz. Beitr. 281. Karo p. 244. Wiesen, 
Wälder, Gräben. Ueberall gemein. Aendert ab: b) montanum L. 
(als Art), selten im s. Gb. beobachtet: Ojcow, Kobylany (Br.). 

650. C. Parthenium (L.) Beruh. Sz. sp. ros'. p. 215. Wg. fl. pol. 2. p. 426. 

In Südeuropa einheimisch, in Folge früherer Cultur jetzt an 
Dorfstrassen, auf Schutt, Acker- und Wegrändern. Besonders im 
s. Gb. sehr häufig, vollständig eingebürgert. 

651. C. corymbosum L. Br. fl. er. 492. Trockene Wälder, Felsen. Im s. Gb. 

ziemlich häufig. Ojcow, Kobylany (B r.), Pinczow, Sto^pia, Za- 
mosc, Tomaszow, Che^m (Jstrz.). Aendert ab: b) Achilleae 
(als Art), selten b. Iwanowice (R. Fritze). 

652. C. CAamomt'^a (L.) P. M. E. Wg. fl. pol. 2. p. 421. Btz. Beitr. 278. K aro 

p. 247. Aecker, Wegränder. Ueberall mehr oder weniger gemein. 

19 * 



148 



l Rostafiriski: 



653. C. inodorum L. Sz. sp. ros. p. 215. Wg. fl. pol. v. 2 p. 425. Btz. Beitr. 

279. Aecker, Wegränder. Ueberall gemein. 

654. C. segetum L. (Wg. fl. pol. v. 2 p. 424. Bemerkung.) Zwischen der 

Saat im s. Gb. (Jstrz.) b. Miechöw (Sapalski). 
f C. coronarium L. Aus Siideuropa. In Bauerngärten öfters cultivirt 
und von da aus öfters in Menge verwildert, besonders im s. Gb. 
(Jstrz.). 

655. Tanacetum vulgare L. Sz. sp. ros. p. 2021. Wg. fl. pol. 2. p. 380. 

Btz. Beitr. 280. Karo p. 274. Auf Weg-, Aecker- und Wald- 
rändern, Hügeln, Triften. Ueberall ziemlich häufig. 
■J- T. Balsamita L. In Südeuropa einheimisch; bei uns öfters in Gär- 
ten und von da au hie und da verwildert, so z. B. Smardzewo 
b. P*Gn6k (Rf.). 

656. Arnica montana L. Wg. fl. pol. v. 2. p. 417. Auf torfigen oder 

trockenen Waldwiesen. Im ö. und n. Gb. sehr verbreitet, so bei 
iomza, Szczuczyn, Ostroi'eka, W^-sosz (W g.), Sejny, Lipsk, 
Punsk (Jstrz.) und im s.-w. Gb. im Kreise Opatow bei Niekian 
(Jstrz.). 

657. Ligularia sibirica (L.) Gast. Bis jetzt nur im s.-ö. Zipfel des Gb. 

b. Chelm (Jstrz.). 

658. Senecio crispus (Jacq.) DC. Sehr selten. Grodzisko b. Ojcow (K.) in 

der Form riviilaris W. K. Wohl auch weiter im s.-w. Gb. 

659. >S'. campester (Retz.) DC. Sehr selten auf Kalkhügeln, so zwischen 

Tar^ow und Cmielow und b. Podgrodzie (Jstrz.), wohl auch im 
ö. Gb. 

660. *S\ aurantiacus (Hoppe) DC. Wg. fl. pol. v. 21. p. 405. Im s.-w. Gb. 

bei Wilczküwice und Stopnica (J strz.) ; im ö. bei Zamosc (Jstrz.), 
Komarow (Wg.) ; erreicht bei Kalinowo uud Drozdowo b. iomza 
(Wg.) die Nordgreuze seiner Verbreitung. 

661. S. paluster (L.) DC. Wg. fl. pol. v. 2- p. 403. Btz. Beitr. 282. Karo 

p. 274. Sumpfige Stellen, Ufer, Torfsümpfe. Im n. Gb. sehr häufig, 
im s. weit seltener. Warschau z. B. Radonie (Rf.). 

662. S. vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 227. Wg. fl. pol. 2. p. 407. Btz. Beitr. 

283. Karo p. 274. Aecker, Wege, Schutt; überall gemein. 

663. S. viscosus L. Sz. sp. res. p. 227. Wg. fl. pol. v. 2. p. 408. Dürre 

Hügel, Schutt, Sandfelder; überall häufig. 

664. S. sylvaticus L. S z. sp. res. p. 227. Wg. fl. pol. v. 2. p. 409. Wälder, 

Sandfelder. Ueberall meist häufig. 

665. S. vernalis W. K. Sz. sp. ros. p. 227. Wg. fl. pol. 2. p. 404. Btz. 

Beitr. 284. Ueberall gemein. Schon im Jahre 1824 b. Warschau 
beobachtet. 

666. 'S*, enicifolius L. Mit der Form b) tenuifolius (Jacq. als Art). Wg. 

fl. pol. 2. p. 416. Wiesen, Gebüsche, Gräben, Waldränder. Dem 



Flor.ie Pnlonirao Proilroniii'. 



149 



u. Gb. fehlend, sonst zerstrout. Lublin, Knziraierz (Wg.), Szcze- 
brzeszyn, Zamosc, Krasnystaw, Pr^diiik-Ufer (Jstrz.), Warschau 
nur zwischen Wawrzyszow und Wawer (Kf.). 

667. ^5'. Jacohea L. Sz. sp. ros. p. 228. Wg. fl. pol. 2. p. 41:'). Btz. Bcilr. 

285. Karo p. "274. Wiesen, Raine, Gräben, Waldplätze. rel)erall 
gemein. 

668. >S. erraticus Bertoloni. Bis jetzt nur Grochow (K.) und Saska 

Kepa (Rf.) b. Warschau; wohl auch weiter im Gb. 

669. 'S', nemorensis Ij. Wg. fl. pol. 'i. p. 412. Br. fl. er. 505. Bergwälder, 

Bergwiescn. Sehr selten im s. Gb. i-ysc gory (Wg.), Ojcow (Br.), 
Krasnybrod (Jstrz.). 

670. Ä". Fuchsii Gmcl. Br. fl. er. 506. Wälder, Bäche. Im s.-w. Gb. bei 

Ojcow, Pieskowa Skala (B r.) und wohl weiter. 

671. aS. itarracenicus L. Sz. sp. ros, p. 228. Wg. fl. pol. 2. p. 413. B r. fl. 

er. 507. Längs der grösseren Flüsse nicht selten ; dem n. Gb. 
fehlend. -Eek b. Sochocin (Rf.), Warschau (Sz.) z. B. Bielany 
CH. CybuUki). 

672. S. paludosus L. Sz. sp. ros. p. 228. Wg. fl. pol. 2. p. 410. Btz. Beitr. 

286. Au sumpfigen Ufern hin und wieder. Warta b. Konin (Btz.), 
Bzura bei Sochaczew (Wg.), Bug (Jstrz.), Weichsel und Wkra 
bei Plonsk (Rf.). 

f Calendula officinalis L. In Südeuropa einheimisch; früher sehr häufige 
Zierpflanze, jetzt noch oft in Bauerngärten gezogen und nicht 
selten in Menge verwildert. 

673. C. arvensis L. S z. sp. ros. p. 216. Wg. fl. pol. 2. p. 438. Aecker, 

Schutt. Nur im s. Gb. einheimisch, sonst hie und da verschleppt, 
so z. B. K-fodno b. Warschau (Rf.). 

674. Echinops sphaerocephalus L. Sz. sp. ros. p. 201. An steinigen Orten, 

Flussufern. Sehr selten im s. und ö. Gb. Zwischen Komarow und 
Tomaszow, Dzierz^znia b. Tomaszow, Lublin (Jstrz.), t.ysp gory 
(J. Sapalski). Auch für Warschau (Sz.) angegeben, hier aber 
neuerlich nicht beobachtet. 

675. Carlina vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 196. Wg. fl. pol. i. p. 335. Btz. 

Beitr. 297. Karo p. 244. Dürre Hügel, trockene Wälder, Weg- 
ränder. Ueberau meist häufig. Um Warschau (Sz.) z. B. bei Wy~ 
goda, Natoliu (Rf.). Aendert ab: b) nebrodensis Gmel. (als Art), 
z. B. bei Losice (K.). 

676. C, acaulis L. Sz. sp. ros. p. 196. Wg. fl. pol. 2. p. 336. Br. fl. er. 

527. Karo p. 244. Auf trockenen steinigen Hügeln; liebt Kalk- 
boden, seltener auf Sand. Mit der Form caulescens Lmk. (als Art) 
zerstreut. 

? C. i^impUx W. K. Sz. sp. ros. p. 196. Um Warschau (Sz.) angege- 
ben , was wahrscheinlich ein Irrthum ist; dagegen könnte die Pflanze 



150 



J.Rostafiriski: 



sich möglicherweise im ö. Gb. finden, da sie in Volhynien ein- 
heimisch ist. 

677. Centaurea jacea L. Sz. sp. ros. p. 200. Wg. fl. pol. 2. p. 350. Btz. 

Beitr. 299. Wiesen, Triften, Gebüsche. Ueberall gemein. Aendert 
ab: b) decipiens Rchb. (als Art), selten: Ojcow (Jstrz.); c) pra- 
tensis Tuill. (als Art), so z. B. Chelm (Jstrz.). 

678. C. nigrescens Willd. Sz. sp. ros. p. 198. Wg. fl. pol. 2. p. 354. Dem 

ü. Gb. fehlend, sonst zerstreut (Waga). Ich habe keine Exem- 
plare dieser Pflanze gesehen ; es wird wohl die folgende sein. 

679. C. austriaca Willd. Karo p. 244. Wiesen, Gebüsche, Wälder. Im 

s. und ö. Gb. ziemlich häufig, im w. und n. seltener; hier noch 
bei Plonsk (Rf.) und bei Warschau z. B. Krölikarnia (Jstrz.), 
Mokotow (Rf.). 

680. C. Phrygia L. Sz. sp. ros. p. 198. Wg. fl. pol. 2. p. 354. Aufwiesen, 

in Wäldern; zerstreut und dem n. Gb. fehlend. 
? C. mollis W. K. und 

? C. aoßillarisY^iWdi. sollen imThale desPrftdnik und in i-yse gory (J. S a- 
pal ski) vorkommen. Ich habe noch keineEx. dieser Pflanzen gesehen. 

? C. virgata Bess. Im Kreise Zamosc und b. Horodfo (Jstrz.) schwer- 
lich einheimisch; bei Klemensow, wo sie auch angegeben ist, 
habe ich sie vergebens gesucht. 

681. C. Cyanus L. Sz. sp. ros. p. 198. Wg. fl. pol. 2. p. 356. Btz. Beitr. 

300. Karo p. 244. Unter der Saat, besonders unter Weizen. 
Ueberall gemein. 

682. O. Scahiosa L. S z. sp. ros. p. 199. Wg. fl. pol. 2. p. 351. Btz. Beitr. 

301. Karo p. 244. Dürre Hügel, Wegränder, lichte Gebüsche. 
Fast überall häufig. Mit weisser Blumenkrone beobachtet bei 
Kampinos (Jstrz.). 

683. C. paniculata Jacq. Sz. sp. res. p. 198. Wg. fl. pol. 2. p. 352. 

Karo p. 244. Sonnige Anhöhen, Wegränder, Mauern. Ueberall 
häufig. Einköpfige Pflanzen wurden bei Szczebrzegzyn, Klemen- 
sow und Krasnystaw (Jstrz.) beobachtet. 

684. Serratula tinctoria L. S z. sp. ros. p. 197. Wg. fl. pol. 2. p. 354. 

Btz. Beitr. 298. Karo p. 274. Trockene Wiesen, lichte Gebüsche. 
Ueberall meist häufig. 
? S. radiata M. B. Angeblich b. Krasnystaw, was sehr zu bezweifeln 
ist, da die Pflanze in Galizien und Volhynien fehlt und erst in 
Südpodolien vorkommt. 

685. Lappa officinalis All. Sz. .sp. ros. p. 197. Wg. fl. pol. 2. p. 342. 

Btz. Beitr. 294. Schutt, Dorfstrassen, Wege, Wälder. Ueberall 
häufig. 

686 L. glahra Lk. (2. Th.) Sz. sp. res. p. 197. Wg. fl. pol. 2. p. 343. 

Btz. Beitr. 195. Schutt, Dorfstrassen, Wegränder. Ueberall häufig. 



Florae Poloiiicae Prodromiis. 



151 



687. L. tomentosa \,k. Sz. sp. ros. p. 197. Wg. H. pol. v. 2. p. 344. btz. 

Beitr. i96. Karo p. ^147. An Dorfstrassen, Wegrändern. Ueberall 
sehr häiiüg. 

Zwi.scheu L. officinalis All. und L. tomentosa L k. wurde b. fJosia- 
wice b. Kouin (Btz. exc.) ein Bastard beobachtet. 

688. Onopordon Äcanthium L. Sz. sp. ros. p. 196. Wg. fl. pol. t. p. 340. 

Btz. Beitr. "293. Wege, Schutt, Zäune. Ueberall gemein. 

689. Carduus acanthoides L. Sz. sp. ros. p. 194. Wg. fl. pol. 2. p. 338. 

Btz. Beitr. 292. Wege, Aecker, Zäune, Schutt; besonders auf 
Lehmboden. Gemein. 

690. C crispus L. Sz. sp. ros. p. 194. W g. fl. pol. 2. p. 339. Wiesen, 

Flussufer, feuchte Wälder, Zäune; häufig. 

691. C. nutans L. Sz. sp. ros. p. 194. Wg. fl. pol. 2. p. 337. Trockene 

Triften, Raine, Wege. Ueberall, meist aber nicht häufig. Warschau 
(Sz.), Klodno (Rf.). 

692. Cirsium lanceolatum (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 194. Wg. fl. pol. 2. 

p. 326. Btz. Beitr. 287. Schutt, Aecker und Wegränder. Ueberall 
gemein. 

693. C. eriophorum (L.) Scop. Wg. fl. pol. 2. p. 331. Sehr selten im s. Gb. 

z. B. b. Chefm (Wg.) und b. Busk (Jstrz.). 

694. C. palustre (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 194. Wg. fl. pol. 2. p. 327. 

Br. fl. er. 512. Btz. Beitr. 288. Karo p. 245. Nasse Wiesen und 
sumpfige Waldstellen. Ueberall häufig. 

695. C. Canum (L.) M. B. Sz. sp. ros, p. 194. Feuchte Wiesen. Selten. 

Warschau (Sz.), Czestochowa, Skalbmierz, Proszowice (Jstrz.). 
696> C. pannonicum (L.) Gaud. Sz. sp. ros. p. 194. Wg. fl. pol. 2. p.332. 

Wiesen, gern auf Kalkboden. Sehr zerstreut durch das s. Gb, 
Kazimierz, Jaaow, Kielce, Pinczow (Jstrz.). 

697. C. rivulare (Jacq.) Lk. Sz. sp. ros. p. 195. W g. fl. pol. 2. p. 329. 

Br. fl. er. 514. Karo p. 245. Nasse Wiesen. Ueberall ziemlich 
häufig. Warschau (Sz.), Ksi^zenice (Rf.). 

698. C. acaule (L.) All. Wg. fl. pol. 2. p. 333. Btz, Beitr. 289. Trockene 

Wiesen, Waldränder. Stellenweise häufig, meist zerstreut. Um 
Warschau bei Raszyn (Rf.), Kowal (Jstrz.). 

699. C. oleraceum (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 195. Wg. fl. pol. 2. p. 330- 

Btz. Beitr. 290. Karo p. 245. Nasse Wiesen, Gräben, Gebüsche. 
Ueberall sehr häufig. 

700. C. arvense (L.) Scop. S z. sp. ros. p. 195. Wg. fl. pol. v. 2. p. 328. 

Btz. Beitr. 291. Karo p. 245. Aecker, Wegränder, wüste Plätze. 
Ueberall gemein. Aendert ab: b) setosum (WiUd,) M. P. (als 
Art), nicht selten im s. Gb. (Jstrz.). 



152 



J. Rostaf itiski: 



Bastarde. 

694/699. C. palustri-oleraceum Naeg. Zwischen PJonsk und Sochocin (Rf.). 
695/699. C. cano-oleraceum Naeg., C. tataricum (L.) Wimm, und Grab. 

Nicht selten im s. Gb. und auch im ö. zwischen Roza und tuköw 

(Jstrz.). 

699/692- C. oleraceo-lanceolatum Wimm. Kampinos bei Warschau (Rf.) 
häufig-. 

f Silybum Marianum (L.) Gaertn. AVg. fl. pol. 2. p. 347. Früher 
Zierpflanze aus Südeuropa^ jetzt häufig in und um die Gärten 
verwildert. 

701. Lampsana communis L. Sz. sp. ros. p. 482- Wg. fl. pol. t. 2. p. 494. 

• Aecker, Schutt, Wälder und Gebüsche. Ueberall häufig. 

702. Ärnoseris minima (L.) Lk. Btz. Beitr. 303. Aecker; auf Sand- und 

lehmigem Sandboden zerstreut, im n. Gb. seltener. 

703. Cichorium Intybus L. Sz, sp. ros. p. 193. Wg. fl. pol. y. 2. p. 491. 

Btz. Beitr. 304. Karo p. 245. Wege, Ackerränder, Triften, Raine. 
Ueberall gemein; besonders gern auf Lehmboden. 

704. Leontodon autumnalis L. Sz. sp. ros. p. 190. Wg. fl. pol. 2. p. 481. 

Btz. Beitr. 305. Wiesen, Triften, Gebüsche. Ueberall gemein. 

705. L. hastilis L. (erweitert). Sz. sp. ros. p. 189 u. 190. Wp. fl. pol. 2. 

p. 479. Btz. Beitr. 300. Wiesen, Triften, feuchte Waldplätze. 
Ueberall gemein. Aendert ab: a) hispidus L. (als Art) und b) 
hastilis L., beide Formen gleich häufig. 

706. Picris hieracioides L. Sz. sp. ros. p. 190. Wg. fl. pol. 2. p. 479. Btz. 

Beitr. 307. Wiesen, Weg- und Waldränder, Gräben. Ueberall, 
besonders auf Lehmboden häufig. 

707. Trayopogon major Jacq. Sz. sp. ros. p. 192. Sonnige Anhöhen, gern 

auf Kalk. Selten. Stopnica, Pinczow, Wislica, Chefm (Jstrz.), 
Mokotow b. Warschau (Rf.). 

708. T. pratensis L. Sz. sp. ros. p. 192. Wg. fl. pol. 2. p. 476. Btz. Beitr. 

308. Br. fl. er. 542 u. 543. Wiesen, Triften, Wegränder. Ueberall 
gemein. Aendert ab: b) orientalis L. (als Art), seltener: i.ek 
b. Sochocin, Kampinos, zwischen Natoliu und Wilanow b. War- 
schau (Rf.), Ojcow (Br.). 

709. Scorzonera humilis L. Sz. sp. ros. p. 191. Wg. fl. pol. 2. p. 484. 

Karo p. 274. Feuchte Wiesen, Gebüsche, Wälder. Ueberall, oft 
häufig. Aendert ab: b) major Berdau Br. fl. er. 544 b. Diese 
Form kommt an feuchten Waldstellen öfters vor. 

710. S. purpurea L. Wg. fl. pol. 2. p. 482. Hügel, grasige Waldplätze, 

gern auf Kalk. Nicht häufig und dem n. Gb. fehlend. Um War- 
schau bei Babice (Rf.), Binfobrzegi (F. Kaminski). 



I'lorac Polonica« Prodronitis. 



153 



7il. Iii; poch aeris glahra L. \V g. Ii. pol. i. p. 480. SaiKlfeldiir, \rr\x>.\^ü 
Abhänge. Ueberall, im Allgemeinen niclit .selten. Warscliau z. B. 
b. Z^bki (Rf.). 

711 H. radicata \j. Sz. sp. ros. p. 19.3. W g. 11. pol, 2. p. 487. Wiesen, 
Triften, sandigen Waldstellen. Ueberall häufig. 

713. Achyrophorus maculatus (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 192. Wg. 11. pol. 

2. p. 488. Grasige Abhänge, Waldtriften. Zerstreut. Warschau (Rf.). 

714. Taraxacum vulgare (Lmk.) Sz. sp. ros. p. 189. Wg. fl. pol. 2. p. 408. 

Btz. Beitr. 309. Karo p. 374. Wiosen, Triften, AVegrändcr, 
W^älder. Ueberall gemein. Aendert ab: b) paludosum (Scop. als 
Art) Schi. Ziemlich häufig, b. Warschau z. B. Bielany (Rf.). 
llieher : 2) salinum (Poll, als Art) Aschs. b. Lescz b. teczyca 
(Jstrz.). 

715. ChondriUa juncea L. Sz. sp. ros. p. 182. Wg. fl. pol. 2. p. 466. Btz. 

Beitr. 310. Saudige Aecker, trockene Abhänge. Zerstreut, dem 
w. Gb. fehlend, im ö. öfters ein lästiges Unkraut unter der Saat. 
Warschau (Sz.) z. B. Mokotow (.Rf.). 

716. Prenanthes purpurea L. Br. fl. er. 550. Sehr selten. Schattige Berg- 

wälder des Thaies Ojcow (Br.). 
f * Lactuca sativa L. In Gärten und auf Feldern sehr häufig gebaut 
uud hie und da verwildernd. Aendert ab: b) cracoviensis Sawi- 
czewski (als Art) ^). Eine durch Cuitur entstandene Form 
der Umgebung von Krakau, von welcher die jungen Stengel 
wie Sauergurken zubereitet werden. — In anderen Landesge- 
geuden gebaut, schlägt sie in einigen Jahren in die Hauptform 
wieder zurück. 

f L. virosa L. Sz. sp. ros. p. 182. Vor Jahren bei Mokotow (Sz.) und 
vor Kurzem bei Praga verwildert gefunden. — Wohl nur ver- 
schleppt. 

717. L. Scariola L. Sz. sp. ros. p. 182. Wg. fl. pol. 2. p. 474. Wüste 

Plätze, Wegränder. Ueberall häufig. 

718. L. muralis (L.) Less. Sz. sp. ros p. 182. Wg. fl. pol. 2. p. 464. 

Btz. Beitr. Nr. 312. Schattige Wälder, Schutt, alte Mauern. 
Ueberall häufig. 

719. Sonchus oleraceus L. Sz. sp. ros. p. 183. Wg. fl. pol. 2. p. 460. Btz. 

Beitr. Nr. 313. Aeaker, Gartenland, Schutt. Ueberall gemein. 

720. aS'. asper Vill. Sz. sp. ros. p. 183. Wg. fl. pol. 2. p. 461. Btz. Beitr. 

Nr. 314. Feuchte Aecker, Gräben, Schutt, Gartenland. Ueberall 
häufig. 



Sawiczewski Florjan Wiadomosc o lodydze krakowskiej in : Roczuik 
wydz. lekar. w uniwersytecie jagiellonskira. 1849. HL 2. Abth. p. 49—66. 
Bd. XXII. Äbhandl. 



154 ^- Rostafiilski: 

721. S. arvensis L. Sz. sp. ros. p. 183. Wg. fl. pol. % p. 462. Btz. Beitr. 

Nr. 315. Er. fl. er. 555. Karo p. 274. Feuchte Wiesen, Aecker, 
Gebüsche, an Gräben. Ueberall gemein. Aendert ab: b) uliginosus 
M. B., (als Art) S. maritimus L. amoeu. ac. nicht Sp. pl. und 
nicht Herb. So nicht selten Ostrow^s b. Konin (Btz.), Radonie 
b. Warschau (Rf.), Starostwo b. iiosice (K.). 

722. S. paluster L S z. sp. ros. p. 183. Wg. fl. pol. 2. p. 463. Flussufer, 

sumpfige Uferg-ebüsche, Waldsümpfe. Sehr zerstreut und für 
das n. Gb. nicht augegeben. Warschau (Sz.), z. B. Jadow, 
Wyszkow (Jstrz.), Kampiuos (Rf.). 

723. Crepis praemorsa (L.) Tausch. Wg. fl. pol. 2. p. 443. B r. fl. er. 

536. Sonnige Hügel iu Gebüschen; Laubwälder, trockene Wiesen. 
Verbreitet, aber nicht häufig. i.omza (W. Puchalski), Grajewo 
(Jstrz.), Radom (Wg.), Komarow (Jstrz.), Ojcöw (Br.) u. s. w. 
Warschau, z. B. Natoliu (Rf.), Wygoda (K.). 

724. C. biennis L. Sz. sp. ros. p. 187. Wg. fl. pol. y. 2. p. 442. Br. fl. er. 

557 b. Wiesen, Raine, Gräben. Ueberall meist häufig. Aendert 
ab: b) lodomiriensis Bess. (als Art), so im. s. w. Gb. beobachtet. 

725. C. tectorum L. Sz. sp. ros. p. 187. Wg. fl. pol. 2 p. 441. Btz. Beitr. 

Nr. 316. Karo p. 273. Sandige Aecker, Wegräuder, grasige 
Stelleu, Mauern. Ueberall gemein. 

726. C. virens Vill. Aecker, Wegränder, Triften. Im s. Gb. sehr häufig, 

im Norden seiteuer und im n. ö. Gb. ganz fehlend. 

727. C. paludosa CL.) Much. S z. sp. ros. p. 186. Wg. fl. pol. 2. p. 445. 

Nasse Wiesen, Sümpfe. Ueberall ziemlich häufig. 

728. C. succisaefolia (^klL) Tausch. Nasse Wiesen, sumpfige Waldplätze, 

Nicht häufig und im n. Gb. noch nicht beobachtet. Warschau, z. 
B. bei Z^bki uud Brudno. Aendert ab: b) C. mollis (Jacq.) 
Asch., Hleracium croaticum W. K., so £ek b. Sochoeiu (Rf.). 

729. Hieracium Pilosella L. Sz. sp. ros. p. 182. Wg. fl. pol. 2. p. 447. Btz. 

Beitr. Nr. 317. Karo p. 246. Trockene Triften, Kieferwälder, 
Saudboden. Ueberall gemein in verschiedenen Formen. 

730. H. stoloniflorum W. K. iH. pilosella X pratense) Karo p. 246. Bis 

jetzt nur selten beobachtet, iosice (K.), Zamczycko b. Kampiuos, 
b. Warschau (Rf.). 

731. H. Äuricula L. Sz. sp. ros. p. 184. Wg. fl. pol. 2. p. 448. Wiesen, 

Triften. Ueberall häufig. 

732. H. suecicum Fr. (Zuerst von 7. U echtritz bestimmt) bis jetzt uur 

b. iiosice (K.). 

733. H. ßoribundum Wimm et Grab. Karo p. 246. Bis jetzt uur selten 

beobachtet. Z^bki b. Warschau (Sz. als H. Bauhini Bess.), hier 



Florae Polonlcne Prodroniu». 



155 



nvic-li b. Hadonie (Rt'.)., Aitych b. -Losice (K.), Siawiuck bei 
Lubliu (Rf.) und gewiss weiter im Gh., nur oft übersehen. 

734. //. pratense Tausch. Sz. sp. ros. p. 184. Wg. fl. pol. 2. p. 450. Btz. 

Beitr, Nr. 320. Grasplätze, Wiesen, Waldränder. Ueberall häufig 
und in vorschiedonen Formen. 
* JH. aurantiacum L. Als Flüchtling aus dem bot. Garten b. Warscliau; 
daneben verwildert. (Cybulski). 

735. H. praeaUum Vi 11. Sz. sp. p. 182. Wg. fl. pol. 2. p. 451. Br.. fl. er. 

565. Btz. Beitr. Nr. 319. Karo. p. 246. Hügel, Wiesen. Ueberall 
häufig. Aendert ab: b) Bauhini Bess. (als Art), so seltener. 

736. //. bifiircum M. B. (H. colUnum Bess., H. Pilosella X praealtum) 

Wg. fl. pol. 2. p. 449. Nur selten, so Szczuczyn, W^-sosz (Wg.), 
Teresin b. Grodzisk, b. Warschau (Rf.). 

737. cymosum L. Sz. sp. ros. p. 184. Wiesen, Waldränder. Nur selten, 
Warschau (Sz.),z. B.Grochow (K. als H.florihundu'm)h.^di.toYm(RL). 

738. H. setigerum Tausch, (nicht Fr.) Sehr selten. Bis jetzt nur Mary- 

mont b. Warschau (Sz.), als H. cinereum Tausch. (Die Bestim- 
mung verdanke ich dem Hrn. v. Uechtritz). 

739. H. echioides Lumn. Sz. sp. res. p. 185. Wg. fl. pol. 2. p. 453. Im n. 

Gb. noch nicht beobachtet, sonst zerstreut. 

740. H. echioides albocinereum Rupr. var. (Fr. ep. gen. hier p. 39. H. 

echioides W. K.). Diese seltene Form fand ich im vorigen Jahre 
um Lublin sehr häufig, so b. Czechowka, Rury, Siawinek (Rf.), 
auch b. Czuby (W. Puchalski). 

741. H. murorum L. Sz. sp. ros. p. 186. Wg. fl. pol. 2. p. 454. Br. fl. er. 

568. Btz. Beitr. Nr. 321. Karo p. 246. Wälder, Gebüsche, alte 
Mauern. UeberalT gemein. Aendert ab: b) silvaticum Ij, So in 
grossen Wäldern, fast überall häufig. ? c) villosum Froel., so 
b. Ojcow (nach Br.). 

742. H. foliosum W. K. Wg. fl. pol. 2. p. 417. Selten (Wg.). Findet hier 

die n. w. Grenze, 

743. H. vulgatum Fr. W g. fl. pol. 2. p. 455. Wälder, Gebüsche. Ueberall 

häufig. 

744. //. boreale Fr. Wg. fl. pol. 2. p. 406. Btz. Beitr. Nr. 322. Waldränder, 

Gebüsche. Zerstreut. 

745. H. laevigatum Willd. QH. affine Tausch.) Btz. Beitr. Nr. 323. Wäl- 

der, Gebüsche. Ueberall ziemlich häufig. 

746. U. umbellatum L. Sz. sp. ros. p. 186. Wg. fl. pol. 2. p. 418. Btz. 

Beitr. Nr. 324. Karo p. 246. Wiesen, Triften, Waldränder. Ueber- 
all gemein, in verschiedenen Formen auftretend. 

20 * 



156 



J. Pioslafiriski: 



29. Familie. Ceratophyllaceae Gray. 

747. Ceratophyllum demersum L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. 2. p. 616; 

Btz. Beitr. Nr. 189. Seen, Teiche, Gräbeu. Ueberall gemein. 

748. C. suhmersum IL. Stehende Gewässer; weit seltener als vorige und 

im n. Gb. noch nicht beobachtet. Zwischen G^bin und Gostynin, 
Lesmierz bei iieczyca (Jstrz.), Czestoehowa (K.), Kampinos (Rf.), 
Krynice b. Zamosc (Jstrz.). 

30. Familie. Nymphaeaceae Bartl. 

749. Nymphaea alba L. Sz. sp. ros. p. 68. Wg. fl. pol. 2. p. 7. Btz. Beitr. 

Nr. 17. Stehende und langsarafliessende Gewässer. Ueberall ziem- 
lich häufig. Die Form b) Candida Presl. (als Art), wurde im 
Gb. noch nicht beobachtet. 

750. Nuphar luteum (L.) Sni. Sz. sp. ros p. 68. Wg. fl. pol. 2. p. 2. Btz. 

Beitr. 18. Karo p. 284. Stehende und langsamfliessende Gewässer. 
Ueberall und meist häufig. 
— N. pumilum Sm. wurde im Gb. noch nicht beobachtet, könnte aber 
vorhanden seiu. 

31. Familie. Ranunculaceae Juss. 

751. Clematis recta L. Wg. fl. pol. 2. p. 24. Karo p. 245. Wiesen, Ge- 

büsche. In der Nähe der Weichsel ziemlich häufig, so b. Piotrowin, 
Opole, Solec (Br.), Kazimierz (Wg.), Pulawj (Br.), Wyszogrod 
(Jstrz.), Zakroczym (Rf.), Ba-ftow (Jstrz.). Sonst selten und 
dem n. Gb. fehlend. W^chock (Wg.), Ojcöw (Br.), Krasnystaw 
(Jstrz.), Zamosc, Tomaszow (Br.), Wyczö^ki b. Siedice (K.). 
f C. Flammula L. Für W^arschau (Erndtl. Virid. varsav. p. 33) 
angegeben ; kommt im Gb. nur cultivirt vor. 

752. C. Vitalba L. Wg. fl. pol. v. 2. p. 25. Gebüsche an den Weichsel- 

ufern. Sehr selten. Kazimierz (Wg.), Janowiec, Solec (Br.). 

753. Thalictrum aquilegifolium L. Sz. sp. ros. p. 272. Wg. fl. pol. 2. p. 33. 

Br. fl. er. 2. Schattige Wälder, Wiesen, steinige Orte. Verbreitet, 
doch nicht häufig. Szczuczyn, i.omza (Wg), Nieborow b. iiowicz, 
Mogielnica (Br.), Radom (Wg), Kielce, Z-foty Potok, Ojcow, 
Puiawy, Opole (Br.), Lublin (Rf.), Zamosc, Krasnystaw (Jstrz.), 
Warschau (Sz.), z. B. Wygoda (K.), Kampinos (Rf.). 

754. Th. minus L. Sz. sp. ros. p. 272. Wg. fl. pol. 2. p. 34. Btz. Beitr. 1. 

Karo p. 275. Wiesen, Hügel, unter der Saat. Ueberall ziemlich 
häufig, Aendert ab: b) flexuosum Beruh, (als Art); selten: 



Florae Folonloof Prodromus 



1^7 



Warscbnu, /. B. b. Kxijjzeuice (Uf.). f) nüvalicinn Koch (als 
Art); selten: Wloclawek (Br.), C/ecliowka b. l-ublin (Iii.). 

755. Th. Simplex L. Lichte Laubwälder. Selten. (Jstrz.) Diuga t,aka l>. 

Koniu (Htz. exse.), Kainpinos b. Warschau (Ilf.) ii. s. w. 

756. Th. anyastifüiiuin (L.) Jacq. Sz. sp. ros. p. tlt. Wf^. II. pol. i. \). 

3C. Btx. Beitr. Nr. 2. Feuclite Wiesen, Gebüsche. Ueberall ziemlich 
hiiufig. Dendert ab: b) keterophytlum Wimm, et Grab, c) laser- 
pitilfoliain Willd. (als Art); s* Itener: Wolka (h'odzicka bei 
Warschau (Rf.). 

757. Th. ßavum L. Sz. sp. ro^. p. 27;}. Wg. fl. pol. i. p. Vö. Btz. Beitr. 

Nr. 3. Feuchte Wiesen, Gebüsche. Ueberall und meist häufig. 
Warschau (S z.), z. B. KUdno (Rf.). 

758. Hepatica triloba Gil. Sz. sp. res. p. 273. Wg. fl. pol. 2. p. 32. Btz. 

Beitr. Nr. 4. Schattige Laubwälder, Gebüsche. Ueberall sehr 
häufig. 

759. Pulsatilla vulgaris Mill. Sz. sp. ros. p. 273. Wg. fl. pol. 2. p. 28. 

Sonnige Hügel. Sehr selten. Warschau (Sz.); hier neuerlich nicht 
gefunden, Tuliszkow b. Koniu, Piotrkow, zwischen Bobrowniki 
und Konska Wola (Jstrz.). Zweifelhaft für das Gb. 

760. P. pratensis (L.) Mill. Sz. sp. ros. p. 274. Wg. fl. pol. 2. p. 27. Btz. 

Beitr. 5. Sandige Hügel, Triften, Haiden. Ueberall sehr häufig. 
76L P. patentiXpratensis Rchb. Fil. P. Hackeiii Pohl. Im südlichen Gb. 

nach Ledeb. fl. ross. v. 1. p. 20. (Polonia australis! sec, spec. 
in herb, am Zeyheri, a cl. Besser nom. A. Wolfgangianae miss.) 

762. P. patens (L.) Mill. Sz. sp. ros. p. 273. Wg. fl. pol. 2. p. 26. Btz. 

Beitr. 6. Karo p. 79. Sonnige Hügel; überall, nicht selten, be- 
sonders häufig im ö. Gb. Warschau (Sz.), z. B. Grochow, Gocla- 
wek, Kiüdno (Rf.) 

763. P. vernalis (L.) Mill. Lichte Kieferwälder, nur im westlichen Gb., 

selten: Osin b. towicz (Sz.), Glinnik b. Strykow, Lesmierz bei 
ieczyca, zwischen Zgierz und. InowJocfaw, Cekow bei Kalisz, 
Piotrkow, zwischen Brzeziny und Widawa, zwischen Pannki, 
Blechownia und Czestochowa (Jstrz.), Olsztyn (Karo), und der 
östlichste Standort Kielce (Naugebauer ex herb. Strass bur- 
ger). Die hier angegebene (nach Ledeb. fl. ross. 1. p. 49.) Form 
b) flore luteo DC. (Erndtl. Virid. varsav. p. 98. ^.^Palsatilla 
flore luteo'"''} wurde neuerlich nicht b, Warschau beobachtet, 
wahrscheinlich hat Erndtl nur die bei Warschau gemeine 
Anemone ranunculoides gemeint, die in seinem Verzeichuissie 
fehlt. 

764. Anemone ranunculoides L. Sz. sp. ros. p. 274. Wg. fl. pol. 2. p. 30. 

Br. fl. er. 12. Karo p. 243. schattige Wälder, Gebüsche. Ueberall 
ziemlich häufig. 



158 



J, Roslafiriski: 



765. A. nemorösa L. Sz. sp. ros. p. 274. Wg. fl. pol. 2 p. 29. Karo p. 

243. Wälder, Gebüsche, üeberall gemein. Die Form purpurea J, 
E. Gray seiteuer beobachtet: Natolin b. Warschau (Rf.). 

766. A. süvestris L. Wg. fl. pol. 2. p. 3d. B r. fl. c 10. Trockene, sonuige 

Hügel, Felsen, Wälder. Selten: tomza (Wg.), Puiawy, Kazimierz, 
Opole, Solec (Br.), Krasnystaw (Jstrz.), Ojcow (Br.), Sando- 
mierz (Jstrz.), Ostatni Grosz b. Czestochowa (K). 
f Adonis autumnalis L. Aecker. Warschau (Sz.), Chelra (Jstrz.), wohl 
uur verschleppt; b. Warschau neuerlich nicht beobachtet. 

767. A. aestivalis L. Wg. fl. pol. 2. p. 37. Unter der Saat, auf Kalk und 

thouhaltigem Boden, dem u. Gb. fehlend. Maszkow (R. Fritze), 
Proszowice, Slomniki (Jstrz.), Skalbmierz, Wislica (Br.), Pinczow, 
Kielce (Jstrz.), Krasnystaw (Br.), Zamosc (Wg.), CheJm (Jstrz.), 
Kaliszany, Piotrowin, Kamien, W^wolnica (Br.). 

768. A. flammea Jacq. Sehr selten. Mit vorig, b. Kielce (Jstrz.), Maszkow 

(R. Fritze). 

769. A. vernalis L. W g. fl. pol. v. 2. p. 38. Sonnige Hügel, besonders 

gern auf Kalk, nur im s. Gh.: IgoJomia, Niedzwiedz, Koniusza 
(Br.), Pinczüw (Jstrz.), Busk (Br.), Opole, Kazimierz (Jstrz.), 
Rury bei Lublin (Skrobieszewski), Che^m, Zamosc (B r.). 
Ledebour. fl. ross. 1. p. 24 gibt auch Warschau au, nach 
Erndtl. (Virid. varsav. p. 9), was gewiss ein Irrthum ist, denn 
Erndtl sagt bei Beschreibung von ^^Adonis pratensis'"'' : „Flore 
atro-rubente floret Junio'', was jedenfalls auf A. aestivalis deutet. 

'770, Myosurus minimus L. S z. sp. ros. p. 276. Wg. fl. pol. 1. p. 549. 
Karo p. 248. Sand- und Lehmäcker. Ueberall, nicht selten. 
? Batrachium hederaceum (L.) E. Mey. Sz. sp. ros. p. 274. Warschau 
(Sz.). Neuerlich nicht beobachtet; für das Gb. sehr zweifelhaft. 

774. B. aquatile (L.) E. Mey. Sz. sp. ros. p. 274. Wg. fl. pol. 2. p. 39. 

Btz. Beitr. 7. Stehende Gewässer. Ueberall gemein. Aendert ab: 

a) heterophyllum Web. (als Art), hier 2- quinquelobum Koch; 

b) paucistamineum Tausch, (als Art); seltener. Z^-bki bei 
Warschau (Rf.), Nieborow (A. Vocke) c) caespitosum Thuill. 
Auf feuchtem Boden. Häufig. 

772. B. divaricatum (Schruk.). Wimm. Wg. fl. pol. 2. p. 40. (pro par.). 

Br. fl. er. 17. Stehende Gewässer. Ueberall ziemlich häufig. War- 
schau, z. B. Maryraout, Utrata (Rf.). 

773. B. ßuitans (Lk.). Wimm. Wg. fl. pol. 2. p. 40. (pro par.). Flies- 

sende Gewässer. Sehr zerstreut. Warschau in der Weichsel CR-f-)- 

774. Ranunculus Flammula L. Sz. sp. ros. p. 275. Wg. fl. pol. 2. p. 43. 

Btz. Beitr. 8. Wiesen, Gräben. Ueberall gemein. 

775. R reptans L. Wg. fl. pol. 2. p. 44. Feuchte Wälder. Sehr selten. 

Skuzyo b. Rajgiöd (Wg.). Im Walde Janowski bei tomza (W. 



Florae Pohnicar. Piv>drnmuR. 



159 



Puchalski), Piek-fo h. Knmpiiios, h. Warschau (Rf.). Wohl aucli 
weiter. 

776. l^. Umiiia \.. Sz. sp. ros. p. 275. VVg. fl pol. 2. p. 42. Btz. Beitr. 9. 

Sümpfe, stehende Gewässer. Ueberall ziemlich häufig. 

777. A*. (wyicomus L. Sz. sp. ros. p. 275. Wg. fl. pol. 2. p. 45. Feuchte 

Wald wiesen, Wälder, Gebüsche. Ueberall ziemlich häufig. Aendert 
ah: h) fallax Wimm.; selten. Iwanowice (il. Fritze). Im s. Gb. 
und wohl auch weiter verbreitet. 

778. 7^. cassuhicus L. Br. fl. er. 21. Scliattige Wälder, Gebüsche. Sehr zerstreut 

zwischen Bruduo und Z^bki b. Warschau (Jstrz.), Praga (Rt.), 
Nieborow b. towicz (A. Vocke), Wola Mit dniewska b. W^iskitki 
(Rf.), Pu-tawy, Ojcow (Br.), Olsztyii (Jstrz.), Czestochowa (K.). 

779. 11. acer L. Sz. sp ros. p. 276. Wg. fl. pol. 2. p. 48. Btz. Beitr. 10. 

Wiesen. Wälder. Ueberall gemein. 
780 R. lanuginosus L. Sz. sp. ros. p. 276. Wg. fl. pol. 2. p. 50. B r. fl. er. 

23. Schattige Laubwälder, Ueberall und meist häufig. Warsi-hau 
(Sz.), z. B. Natolin, Bielauy (Rf.). 

781. Ä. polyanthemos L. Sz. sp. ros. p. 276. Wg. fl. pol. 2. p. 49. Br. fl. 

er. 24. Karo p. 273. Wiesen, Waldränder. Ueberall häufig. War- 
schau (Sz.), z. B. Ursynow (Rf.). 

782. R. nemorosus DC. Sz. sp. p. 276. Selten. In schattigen Laubwäldern 

(Jstrz.). Bielany b. Warschau (Sz.), hier neuerlich nicht gefunden. 

783. B repens L. Sz. sp. ros. p. 276. Wg. fl. pol. 2. p. 51. Btz. Beitr. H. 

. Karo p. 273. Feuchte Gebüsche, Gräben. Ueberall gemein. 

784. R. hulbosus L. Sz. sp. ros. p. 276. Wg. fl. pol. 2. p. 52. Karo p. 

273. Wiesen, Hügel, Aeekerränder. Ueber.ill häufig. 

785. R. sardous Crntz. Karo p. 273. Feuchte, lehmige Aecker, Wiesen. 

Sehr zerstreut. Kalisz (Br.), Kielce (Jstrz.), Lublin, Pulawy 
(Br.), liosice (K.), Krynice (Jstrz.), Warschau, z. B. Wilanow 
(Rf.). Aus dem u. Gb. ist mir kein Standort bekannt. 

786. R. arvensis L. Wg. fl. pol. 2. p. 53. Auf kalkhaltigem Boden, im s. 

Gb. und längs der Weichsel ziemlich häufig, sonst selten. So: 
Radom (Wg.), Konin, Kleczew, Radziejow (Br.), Busk, Zwie- 
rzyuiec (Jstrz.). 

787. R. sceleratus L. Sz. sp. ros. p. 275. Wg. fl. pol. 2. p. 46. Btz. Beitr. 

12. Karo p. 273. Nasse Wiesen, Gräben. Ueberall gemein. 

788. Ficaria verna Huds. Sz. sp. ros. p. 276. Wg. fl. pol. 2. p. 54. Ge- 

büsche, Wiesen, schattige Orte. Ueberall gemein. 

789. Caltha palustris L. Sz. sp. ros. p. 281. Wg. fl. pol. 2. p. 56. Btz. 

Beitr. 13. Karo p. 244. Wiesen, Gräben. Ueberall gemein. 

790. Trollius europaeus L. Sz. sp. ros. p. 277. Wg. fl. pol. 2. p. 57. Karo 

p. 275. Feuchte Wiesen, Im n. Gb. häufig (Wg.), sonst zerstreut. 
Im Walde Kalinowski b. iomza (W. Puchalski), Nieboröw 



160 J- Rostafiriski: 

Radom, Kielce, Miecliow (ßr.), Stok b. Siedice (K.), Kryuice, 
Zamosc (Jstrz.), Famulki b. Kampiiios, b. Warschau (Rf.). 
f Helleborus niger L. Verwildert im Belweder b. Warschau. 
791. Isopyrum thalictroides L. Fontanella tertiaria Kluk. (Kluk. Dyk. 

ros. V. 2. p. 8. Nr. 555.) Sz. sp. ros. p. 2177. Wg. fl. pol. 2. p. 19. 
Br. fl. er. 33. Lichte Laubwälder. Selten. Zwischen Szur und 
Siemien b. iiomza (W. Puchalski), Nieborow (Br.), Bielany b. 
Warschau (Rf.), Gora, Czersk (Jstrz.), Kielce (Br.), Zioty 
Potok (Wislicki und L.), Ojcow, Niedzwiedz (Br.), Pinczow 
(Jstrz.), Zamosc, Pufawy (Br.), iosice (K.), Peich b. Ciecha- 
uowiec (Kluk). 

7921. Nigella arvensis L. Wg*. fl. pol. 2. p. 21. Aecker, auf Kalk und 
Lehm, zerstreut im s. Gb. Der nördlichste mir bis jetzt bekannte 
Standort ist Lublin (Rf.). 

t * iV. satiua L. Häufig gebaut und verwildert. 

793. Aquilegia vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 278. Wg. fl. pol. 2. p. 20. Br. 

fl. er. 35. Btz. Beitr. 14. Karo p. 243. Wälder. Dem u. Gb. 
fehlend, sonst zerstreut. Buitzew b. Konin (Btz.), iek b. Sochocin 
(Rf.), Kielce (Jstrz.), Radom, Ojcow, Pufawy, Kazimierz (Br.), 
Zamosc (Jstrz.), Lublin (Rf), tosice (K.), Warschau (Sz)., z. B. 
Zacisze (K.), Gocfawek (Rf.). 

794. Delphinium Consolida L. Sz. sp. ros. p. 278. Wg. fl. pol. 2. p. 15. 

Btz. Beitr. 15. Karo. p. 245. Aecker, unter der Saat. Gemeines 
Unkraut. 

f D. Ajacis L. Häufige Zierpflanze; bisweilen verwildert. So z. ß. 

beobachtet: Lublin (Jstrz.). 
V Aconitum Napellus L. Wg. fl. pol. 2. p. 17. Wälder. Sehr selten; 

nur im ö. Gb. Zamosc (Wg.), im Walde Golebski bei iiukow 

(Jstrz.), Opalin und Wawrzyszew b. Warschau (Jstrz.). Wird 

wohl nur das Folgende sein. 

795. A. variegatum L. Wälder. Sehr zerstreut und dem n. Gb. fehlend. 

W^chock, zwischen Radom und Opatow (Jstrz.), Mys^owice 
(Jensen nach G. Ritsehl in Beitr. zur Fl. des Grossherz. Posen 
1851). Im Thale des Prfidnik (Sapalski), Zamosc, Krasnystaw. 
(Jstrz.), Wilcze doiy b. Lublin (Rf.), tosice (K.). 

796. A. Lycoctonum L. Br. fl. er. 37. Wälder. Sehr selten; nur im s. w. 

Gb. Ojcow (Br.), Iwanowice (R. Fritze), Podgrodzle bei Cmielöw 
(Sapalski). Aendert ab: b) septentrionale Koelle (als Art), Br. 
fl. er. 38. Selten. Baitow, Grodzisko, Wielmoza (Jstrz.), Ojcow, 
Pieskowa Skafa (Bir.), Kluczkowice b. Opole a. d. Weichsel (Br.) 

797. Actaea spicata L. Sz. sp. ros. p. 282. Wg. fl. pol. 2. p. 10. Br. fl. er. 39. 

Btz. Beitr. 16. Schattige Laubwälder. Ueberall und meist häufig. 
Warschau (Sz.), z. B. Bielany, Marymont (Rf.). 



Florac. I'oloiiicac Prodroniiis. 



101 



798. Cimicifuga foetida L. Sz. sp. ros. p. 282. Wg. 11. pol. '2. p. 10. Ii r. (1. 

er. 40. Karo p. 245. Wald riin der, (Tebiisclie, lichte J.auWwilldor. 
Längs der Weichsel ziemlich häuli;jf, sonst sehr zerstrout. J'^oniza, 
Ostroi^ka (Wg-.), Smardzewo h. rioink (llf.), Kalisz, Kaziniiorz 
Wielkopolski, Wl'oci'awek (Br.), Z-lworze b. Gostynin (Jstrz.), 
Nieborow b. iowicz (Ef.), Rawa, Nowe Miasto (Hr.), Radom 
(Wg.), Kielce, Ojcöw (Br.), Tomaszow, Zamosc (Jstrz.), Wilcze 
Dofy, Czechöwka b. Lublln (Rf.), Pulawy (Br.), Siedice (K.). 

32. Familie. Berberidaceae Veiit. 

799. Berheris vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 343. Wg. fl. pol. i. p. 551. Br. 

11. er. 41. Karo p. 164. Gebüsche, Heckeu, Kalkberge, besonders 
verbreitet in grösseren Flussthäleru. 

33. Familie. Papaveraceae DC. 

800. Papaver Ärgemone L. Sz. sp. ros. p. 282. Wg. fl. pol. 2. p. 3. Sand- 

äcker. Ueberau gemein, 
f P. liyhridum L. Sz. sp. ros. p. 282. Angeblich bei Warschau (Sz.), 
neuerlich nicht beobachtet, wohl nur einmal mit fremdem Samen 
eingeschleppt und wieder verschwunden. 

801. P. Rhoeas L. Sz. sp. ros. p. 283. Wg. fl. pol. 2. p. 4. Btz. Beitr. 19. 

Karo 248, Aecker, unter Saat; ein überall häufiges Unkraut. 

802. P. dubium L. Wg. fl. pol. 2. p. 4. Aecker. Fast überall, doch nicht 

häufig. 

P. somniferum L. Stammt aus Südeuropa. Häufig in Gärten gebaut, 
f Glaucium cornicidatum Curt. Vor vielen Jahren einmal b. Okuniew 
b. Warschau (Jstrz.) gefunden; jedenfalls nur verschleppt. 

803. Chelidonium majus L. Sz. sp. ros. p. 283. Wg. fl. pol. 2. p. 1. Karo 

p. 244. Schutt, Mauern, Zäune, feuchte Gebüsche. Ueberall gemein. 
Aeudert ab: b) laciniatum Mill. (ais Art), selten: Iwanowice 
(R. Fritze). 

34. Familie. Fumariaceae DC. 

804. Corydalis cava (L.) Schwgg. und K. Sz. sp. ros. p. 284. Wg. fl. 

pol. 2. p. 231. Br. fl. er. 50. Wälder, Gebüsche. Ueberall ziemlich 
häufig. Warschau (Sz.), z. B. Wölka, Grodziska (Rf.). 

805. C. intermedia (L.) P. M. E. Br. fl. er. 51. Haine, Gebüsche; weit 

seltener als vor, : Warschau bis jetzt nur b. Radouie (Rf.). 

806. C. solida (L.) Sm. Sz. sp. ros. p. 284. Wg. fl. pol. 2. p. 229. Haine, 

Gebüsche. Ueberall häufig. 

807. Fumaria officinalis L. Sz. sp. ros. p. 285. Wg. fl. pol. 2. p. 233. Btz. 

Beitr. 20. Karo p. 246- Aecker, Schutt. Ueberall häufig. 
Bd. im. Abhaadl. 94 



162 



J. Rostafiriski 



808. F. Vaillantii Loisl. Sz. sp. ros. p. 285. Br. fl. er. 54. Aecker, Hiig-el. 

Dem 11. Gb. fehlend, sonst zerstreut. Mirow, Pinczow, Busk 
(Jstrz.), Zamosc (Br.), Czestochowa (K.), Warschau (Sz.), z. B. 
Oitarzew (Rf.) u. s. w. 

35. Familie. Resedaceae DC. 

809. Reseda Phyteama L. Aecker, Wege. Sehr selten^ nur b. Busk uul 

in nordwestlichen Gegenden von Pinczow (Jstrz.). Findet hier 
die Nordgrenze. 

7 R. odorata L. Beliebte Zierpflanze; manchmal in Gärten verwildert. 

810. R. luteaL. Sz. sp. ros. p. 308. Br. fl. er. 114. Steinige Hügel, Felsen, 

Wege; nur im südwestlichen Zipfel des Gh., aber daselbst häufig. 
Strzemieszyce, iychcice, Rabsztyn, Bedzin, D^browa (Jstrz.), 
Olkusz (K.), Maczki, Zabkowice (Br.), Warschau (?) (Sz.), hier 
neuerlich nicht beobachtet und zweifelhaft. 
8H. R. Luteola L. Aecker, Wege. Im s. Gb. b. Stopnica, Che^m( Jstrz.) 

und längs der Weichsel, hier noch b. Ciechocinek (Jstrz.). War- 
schau (Erndtl. Virid. varsav. p. 69), neuerlich freilich nicht 
beobachtet. 

36. Familie. Cruciferae Juss. 

812". Nastitrtium fontanum (Lk.) Aschs. Sz. sp. ros. p. 286. Br. fl. er. 55. 

Quellen, Bäche. Sehr selten. Ojcow (Br.), Warschau (Sz.3, z. B. 
Krolikarnia (Rf.), Bielany (Jstrz.). 

813. N. Armoracia (L.) Fr. Sz. sp. ros. p. 292. Wg. fl. pol. 2. p. 144. 

Seit vielen Jai:rhunderten cultivirt und jetzt überall als Garten- 
unkraut auch auf Aeckern verbreitet. Vollständig eingebürgert, 
vielleicht auch einheimisch. 

814. N. amphibium (L.) R. Br. Sz. sp. ros. p. 287. Wg. fl. pol. 2. p. 163. 

B z. Beitr. 23. Stehende Gewässer, Sumpfufer. Ueberall häufig. 
N. austi'iacum Crtz. Noch nicht beobachtet; wird sich wohl wenigstens 
im südwestlichen Gb. finden. 

815. N. anceps (Whlnbg.) DC. N. barbareoides Tausch. Bis jetzt nur bei 

Warschau auf der Insel „Saska Kepa" und b. Wilauow beobachtet. 
Wohl häufiger im Gb. 

816. iV. silvestre (L) R. Br. Sz. ^p, ros. p. 286. Wg. fl. pol. 2- p. 166. 

Btz. Beitr. 21. Aecker, feuchte Triften, Gräben. Ueberall gemein. 

817. N. paLustre (Leyss.) DC. Sz. sp. ros. p. 286. Wg. fl. pol. 2. p. 162. 

Btz. Beitr. 22. Feuchte, überscliwemmte Orte. Ueberall häufig. 

818. Barbarea vulgaris R. Br. Sz. sp. ros. p. 287. Wg. fl. pol. 2. p. 167. 

Feuchte One, Gebüsche. Nicht selten. Waischau (Sz-j, z. B. 
Gotla\.ek (K.j, .Lazieuki (.Rf-J- 



I'Ior.ii' rolniiicno rrodroiniis. 



163 



819. Ii. i'>enca (Willd.) DC. { Ii. arcnala Uc-lib.) 15 r. 11. er. 61. Feiu life 

Orte, Aecker, häufiger als vor., wenn auch öfter mit ihr ver- 
wechselt. Serock, Piiftusk (Jstrz.), Nieborow b. towic/ (Hr.j,* 
K.si9,zeiiice b. Warschau (Kf.)? Qjcow (Hr.). 

820. B. sfricta Antlrzj. Feuchte Orte, -tek b. Socliocin, Smardzcwo bei 

Plonsk, Kauipiuos, Saska Kepa b. Warschau (Rf.) Olsztyn (K.). 
Wohl sehr härifig, im Gb. aber öfters übersehen. 

821. Tun-itis glabra L. Sz. sp. ros. p. 287. Wg. fl. pol. 2. p. 170. Btz. 

Beitr. 24. Trockene, steinige Orte, Wälder. Ueberall häufig. 

822. Arabis Gerardi Bess. Wiesen, schattige Laubwälder und Gebüsche. 

In vielen Orten des s. w. Gh., so bei Niedzwiedz, S-Tomniki (Hr.) 
u. s. w. Längs der Krolewska Droga b. Warschau (Jstrz.), liier 
auch b. Grochow (Rf.) und wohl weiter im Gb. 

823. Ä. hirsuta (L.) Scop. Sz. ros. p. 288. Wg. fl. pol. 2. p. 172. Karo 

p. 244. Waldränder, lichte Gebüsche, trockene Wiesen; im s. Gb. 
sehr häufig (.Istrz.), im Norden seltener. Warschau (Sz.) z. B. 
Grochow (Rf.). Aendert ab: b) sagittata UC. (als Art), Sz. >p. 
ros. p. 289; an vielen Orten des s. w. Gb. (Br.). Warschau (Sz.) 
z. B- b. JPraga (Jstrz.). 

824. A. arenosa (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 288. Wg. fl. pol. 2. p. 174. 

Sandige und steinige Orte. Ueberall ziemlich häufig. 

825. A. Halleri L. Sehr selten; bi> jetzt nur im Thale Ojcow mit der 

Form b) ovirensis Wulf (als Art) beüba<*htet (J strz.). 

826. Cardamine parvifiora L. Sehr selten; in den Bergwäldern von tyse 

Gory. 

827. C. impatiens L. Wg. fl. pol. 2. p. 480. Br. fl. er. 68. Schattige Wäl- 

der, Ufer; im ganzen Gb., aber selten. Zwischen Gieigudy^zki 
und Sapiezyszki, Mokrzko b. Sobkow, Pinczow (Jstrz. Ojeöw, 
Pie&kowa Ska-ia (Br.). 

828. C. silvaüca Lk. Wg. fl. pol. 2. p. 179. Wälder, feuchte Wald wiesen. 

Sehr zerstreut. Rüjgrod (Wg.), ton.za (W. Puchalski), Kadern 
(Wg.), HLazimierz, Opole (Br.j, Ojcow (Jstrz j. 

829. C. hirsuta. L. Schattige, feuclite Plätze; im gai,z ii Gb. aber ziemlich 

selten. All vielen Orten des n. Gb. (Wg.), tyse Goiy, Ojcow, 
Krasnystaw (Jstrz.). 

830. C. pratends L. Sz. >p. ros. p. 289. Wg. fl. pol. 2. p. 176. Btz. Beitr. 

25. Feuchte Wiesen, Giäbeu. Ueberall gemein. 

831. C. amara L. Wg. fl. pol. 2. p. 177. Quellen, Gräb n, feuchte Wald- 

plätze. Ueberall, aber seltener als vor. Warschau, z. B. Bielany 
(Wg.). 

832. Dentaria enntaphyllos'L, Sehr selten. Bis jetzt nur im s. ö. Zipfel des 

Gb. b. Krynice, b. Zamosc (ßv\). 

21 * 



164 



J. Rostafiriski: 



833. J). glandulosa W.K. Br. fl. er. 72. Bergwälder des s. w. Gb. Selten. 

iysica, S. Katarzyna (Jstrz.), Ojcöw, Pieskowa Skala (Br.). 

834. D. hulbifera Ij. Wg. fl. pol. 2. p. 481. Schattige, humose Laubwälder. 

Im r. Gb. selten, im s, häufiger. 

835. Hesperts matronalis L. Br. JP. er. 73. Wiesen, Gebüsche. Im s. Gb. 

zerstreut. Ojeow (Br.), Klemensow (R f.), Piaski b. Lublin (W. 
Puehalski). Sonst nicht selten als Flüchtliug aus Gärten ver- 
wildert, so z. B. Zaeisze b. Warschau (K.). 

836. Sisymbrium officinale (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 296. Wg. fl. pol. 2. 

p. 183. Btz. Beitr. 27. Karo p. 274. Wege, Schutt, Mauern. 
Ueberau gemein. 

837. S. Loeselii L. Sz. sp, ros. p. 287. Wg. fl. pol. 2. p. 169. Alte Mauern, 

Schutt, Strasseupflaster. Sehr zerstreut und dem n. Gb. fehlend. 
Nieboröw b. towicz (Br.), Warschan (Sz,), Kaziraierz (Jstrz.), 
Clielm (Wg.), Wisliea (Jstrz.), Ojcöw, Pieskowa Skala (Br.) 

838. S. Columnae L. Sz. sp. ros. p. 297. Sehr selten; bis jetzt nur bei 

Warschau (Sz.) beobachtet. 

839. S. sinapistrum Crntz. Selten. Bis jetzt nur in Kujawen b. Alexan- 

drowo (Br.) und Zakroczym au der Weichsel (Rf.), wohl weiter 
im Gb. verbreitet. 

840. S. Sophia L. Sz. sp. ros. p. 287. Wg. fl. pol. 2. p. 168. Btz. Beitr. 

28. Saudfelder, Wegränder, Schutt. Ueberall gemein. 
8 41. S. strictissimum L. Br. fl. er. 77. Gebüsche, Flussufer. Selten; nur 
im s. w. Gb. Auf dem rechten Pr^dnik-Ufer (Jstrz.), Ojcow, 
Grodzisko (Br.). 

842. S. Thalianum (L.) Gay (& Monuard.) Sz. sp. ros. p. 288. Wg. fl. 

pol. 2. p. 173. Karo p. 274. Sandfelder, trockene Wälder, Hügel. 
Ueberall gemein. 

843. Älliaria officinalis Andizj. Sz. sp. ros. p. 297. Wg. fl. pol. 2. p. 185. 

Schattige Laubwälder, Gebüsche, Hecken. Ueberall; oft häufig. 

844. Erysimum cheiranthoides L. Wg. fl. pol. 2. p. 187. Btz. Beitr. 29. 

Aecker, Schutt, Plussufer. Ueberall häufig. 

845. E. hieraciifolium. L. Weidengebüsche, Wegränder; im s. w. Gb. 

ziemlich verbreitet und noch weiter nördlich längs der Weichsel. 
Zloty Potok (J. Sapalski), Rabsztyn, Olsztyu, Olkusz, zwischen 
Stopnica und Szczaworyz, Busk (Jstrz.), teran, Tarchomin (Br.), 
Kazimierz (Jstrz.), Wegiowa Wölka b. Warschau, Zakroczym (R f.). 

846. E. odoratum Ehrh. Kalkberge, Aecker. Sehr selten; nur im äussersten 

Zipfel dess.w.Gb, um Olsztyn, Czestochowa(K.), Olkusz (Wislicki 
u. L.), Dfibrowa (Jstrz.). 

847. E. repandum L. Aecker. Sehr selten; bis jetzt nur b. Busk (Jstrz., 

Br.). 



Florac Polonicae ProdromiiB 



165 



848. E. Orientale (J^.) K. Ii r. Conringia orientatis (l^.J Andrzj. Aecker, 
auf Lehm und Kalkboden. Im s. Gb. selir zerstreut. Liiugs der 
Nida (Hr.), Opole (Jstrz.), Zamoac (Br.) u. a. w. 

* Brassica oleracea J.. lu vielen Spielarten gebaut. 

* 849. Ji. Hapa L. lu verschiedenen Abarten gebaut. Die Form campestris 
L. (als Art), lindet sich unter der Saat, auf Schutt, an Wegen. 
Ziemlich häufig. 

* B. Napiis L. In verschiedenen Abarten gebaut. 

850. B. nigra (L.) Koch Sz. sp. ros. p. 303. Wg. H. pol. 2. p. 192. Btz. 

Beitr. 33. Gebüsche, Flussufer. Sehr zerstreut, in einigen Gegenden 
häufig. Kleczew, Radziejow, Wlocfawek (Br.), Goslawice bei 
Konin (Btz.), Warschau (Sz.), hier sehr häufig. Sandomierz 
(Jstrz.) u. s. w. 

8»1. Sinapis arvensis L. Sz. sp. ros. p. 303. Wg. fl. pol. 2. p- 491. Karo 
p. 274. Unter der Saat. Ueberall ziemlich häufig- in einigen 
Gegenden ein lästiges Unkraut. 

852. S. alba L. Alte Schlossruineu ; im s. Gb. (Jstrz.); und hie und da 

(Pulawy, Lublin, Zamosc) im ö. Gb. (Br.) vollständig eingebürgert. 
? Erucastrum ohtusangulum (Schleich.) Rchb. Nur von Georgi für 
das Gb. angegeben; sonst nicht beobachtet und sehr zweifelhaft. 
(Georgi in Geog. phys. u. naturwiss. Beschreib, des russischen 
Reiches. Thl. III. Bnd. IV. p. 1142, nach Ledeb. fl. ross. v. 1 p. 
219.). 

853. Diplotaxis tenuifolia (L.) DC. Wg. fl. pol. 2- p. 189. Sehr selten; nur 

längs der Weichsel. Sandomierz (Wg.), Ossolin (Br.), Bielany b. 
Warschau (Rf.). 

804. Alyssum montanum L. Wg. fl. po!. 2. p. 140. Sandige Hügel, Felsen, 

Kieferwälder. Nicht häufig, aber meist sehr gesellig. Mi^osna b. 
Warschau (Jstrz.), zwischen Jauowiec und Oblasy, Opole (Br.), 
Solec, Radom (Wg.), Lublin (Br.) u. s. w. 

805. A. caiycinum L. Wg. fl. pol. 2. p. 138. Btz. Beltr. 35. Aecker, Mauern. 

Ueberall und meist häufig. 

856. Berteroa incana (L.) DC. Sz. sp. ros. p. 290. Wg. fl. pol. 2. p. 141. 

Btz. Beitr. 36. Karo p. 245. Sandfelder, Wegränder, Triften. 
Ueberall gemein. 

857. Lunaria rediviva L. Schattige Laubwälder. Selten. Bis jetzt nur im 

s. w. Gb. beobachtet. Ojcow, Pieskowa Skala, Chelm b. Jerzma- 
nowice, iyse Gory (Jstrz.). 

858. Draha nemorosa L. Sehr selten. Auf dem steinigem Abhänge des Bel- 

weder b. Warschau (Rf.), Opole, Tarlow, Podgrodzie b. (3mielöw, 
Felsen au den Kamienna-Ufern (Jstrz.). 



166 



J. Rostafiriski: 



859. Frophila verna (L.) E. Mey. Sz. sp. ros. p. 292. Wg. fl. pol. 2. p. 

143. Karo. p. 245. Saudfelder, Grasplätze, trockene Wälder. 
Ueberau gemein. Aeudert ab: b) praecox Rchh. (als Art), seltener. 

860. Cam,elina microcarpa Andrzj. (C sativa a. pilosa DC.). Aecker, 

Wegränder; im s. Gb. häufig (Jstrz.); im u. nur selten beob- 
achtet; wohl häufig übersehen. Aendert ab: b) glabrata DC. 
Nicht selten als Oelfrucht gebaut und dann in Menge ver- 
wildert. 

861. C. sativa (L.) Crntz. Sz. sp. ros. p. ^299. Wg. fl. pol. 2. p. 146. Btz. 

Beitr. 38 und die Form b) dentata (Willd.) Pers. (als Art), 
Leinäcker, häufig; und sonst vereinzelt auf Telderu, au Flussufern. 

862. Thlaspi arvense L. Sz. sp. ros. p. 295. Wg. fl. pol. 2. p. 148. Btz. 

Beitr. 39. Karo p. 275. Lehmäcker, Wegränder, Schutt. Ueberall 
gemein. 

863. Th. perfoliatum L. Aecker, sonnige Hügel; gern auf Kalk- und 

Lehmboden. — In dem Gebiete zwischen Kielce und Pinczow 
sehr verbreitet und von da an weiter längs der Weichsel; so b. 
Opole, Janowiec, Kazimierz (Jstrz.). 
? Th. montanum L. Die Angabe ErndtTs in Virid. varsav. p. 120. 
y^Tlilaspi album supinum"'' soll nach Ledebour (flora ross. v, 1, 
p. 164} hier gehören; doch ist nicht sicher, ob Erndtl wirklich 
damit Th. montanum gemeint liat. Jedenfalls wächst die Pflanze nicht 
nur nicht b. Warschau, sondern auch nicht im ganzen Gh., fehlt 
auch allen uns angrenzenden Eloreu und findet sich zuerst in 
Böhmen und Südpodolieu. 

864. Teesdalia nudicaulis (L.) R. Br. Sz. sp. ros. p. 293. Wg. fl. pol 2. 

p. 151. Aecker, sandige Plätze. Sehr zerstreut. Szczuczyn (Wg.), 
Radziwiflow (Br.), Kadom (Wg.), Kielce, Olkusz, Rabsztyu 
(Jstrz.), Pu^awy (Br.), Warschau (Sz.), hier häufig, so b. Z^bki 
(Wg.), Deby (Br.), Kaw^czyn (Jstrz.), Wygoda (G. Alexan- 
drowicz), Go&faw (Rf.). 

865. Lepidium campestre (L.) R. B r. Sz. sp. ros. p. 300. Wg. fl. pol. 2. p. 

154. Aecker, Wegränder, auf Lehm und Kaikboden. Im s. Gb. 
häufig (Jstrz.), so z. B. Busk, B^dzin, Pinczow, Kielce u s. w.; 
im n. seltener (Wg.). 
* L. safivum L. Häufig in Gärten gebaut. 

866. L. i-uderale L. Sz. sp. ros. p. 301. Wg. fl. pol. 2. p. 155. Btz. Beitr. 

40. Schutt, Zäune, Wegränder, Mauern, Strassenpflaster. Ueberall 
gemein. 

867. Capsella Bursa pastoris (L.) Much. Sz. sp. ros. p. 293. Wg. fl. pol. 

2. p. 149. Btz. Beitr. 41. Aecker, Wege, Schutt. Ueberall gemein. 
Formen: a) integrifolia Sehl, b) sinuata Sehl. Häufig, c) pin^ 



FIcirac l'oloiiii'.K' rrodrotinLs 



167 



Uitlißdii Sehl. Am hiiuügstcu. d) <ii>rt(il<i. Sc Iii. So j>'-lir s'-lteii 

beobachtet: Rury b. Lubliii (Rf.)- 
86K. Senebiera Corovioputi (L.) Poir. Sz. sp. ros. p. .}()(). Wofrrändor, 

StrasseiipHaster, Lehmäcker. Sehr zerstreut; in einigen (ieiroiiden 

fehlend. Leczyca, Radziejow, Pfovvce '(Jstrz.), Warschau (Sz.), 

bei den Stadtabtliissen in die Weichsel (Rl.) u. s. w. 
8<)0. Neslia paniculata (L.) Desv. Sz. sp. ros. p. il99. Wg. fl. pol. 2. p. 15!). 

Btz. Beitr. 42. Aecker, unter der Saat. Ueberall, doch meist 

^partiam. 

870. Bunias orientalis L. Wg. fl. pol. 2. p. 157. Sehr selten im ö. Gb. 

Lublin (Br.). Auf den Ruinen der alten Featung b. Chelm (Wg.) 

871. Raphanistrum Lampsana Gaertn. QRaphanus Raphanistram L.) 

Sz. 6p. ros. p. 305. Wg. fl. pol. 2. p. 208. Btz. Beitr. 43. Aecker, 
unter der Saat; ein lästiges Unkraut. Ueberall gemein. 
* Raphanus sativus L. Stammt aus Asien; bei uns in vielen Formen 
in Gärten gebaut. 

37. Familie. Droseraceae DC. 

872. Drosera rotundifolia L. S z. sp. ros. p. 308. Wg. fl. pol. 1. p. 542. 

Auf Torfsümpfen des ganzen Gb. häufig. 

873. D. anglica Huds. Wg. fl. pol. 1. p. 544. Torfsümpfe. Im u. Gb. 

häufiger. Augustow, Sejny, Preny (Jstrz.), Gostyri (Wg.) G^biii, 
Krynicü (Jstrz.), Wieprzowe Jezioro, Krasnybrod (Br.). 

874. D. intermedia Hayne. Wg. fl. pol. 1. p. 543. Torf, Sümpfe, Moos- 

boden. Seltener als vorige. Kuj ^weu (Wg.), Czestochowa (K.). 
Zwischen Jan6w und Bilgoraj (Jstrz.). Auch an der Grenze in 
derProv. Posen zwischen Kruszwica und Inowrociaw aufwiesen, 
Bachorze (Wolanski). 

— Äldrovanda vesiculosa L. In Schlesien und Galizien dicht an der 

Grenze des Gb. beobachtet, wird unserer Flora kaum fehlen. 

875. Parnassia palustris L. Sz. sp. ros. p. 308. Wg. fl. pol. 1. p. 541. 

Btz. Beitr. 47. Karo p. 248. Feuchte Wiesen. Ueberall häufig. 

38. Familie. Violaceae DC. 

876. Viola palustris L. Wg. fl. pol. 1. p. 378. Sumpfwiesen, Torfmoore, 

häufig im Moose kriechend. Ueberall häufig. 

— V. epipsila Ledeb. Wird sich gewiss im u. Gb. finden. 

877. V. uliginosa Bess. (1809). Sumpfwiesen. Sehr selten; nur zwischen 

Wilczyn und Powiedz im Kreise Kalisz (Br.). (T^. uliginosa 
Schrad. 1810). 

878. V. hirta L. Wiesen, Raine, Gebüsche. Wohl üb -rall häufig, wenn 

auch noch öfter übersehen. Warschau, z. B. Bieiauy, Natoiin (R f.j. 



168 



J. Rostafiriski: 



879. V. collina Bess. Zerstreut im s. und ö. Gb. (Br.); auch im uördl. 

Gb. b. Wiskitki (Rf.). 

880. V. odorata L. Sz, sp. ros. p. 348. W g. fl. pol. 2. p. 377. Waldränder, 

Zäune, Wiesen. Ueberall ziemlich häufig. Auch in Gärten gezogen 
und in Folge dessen dort auf Grasplätzen verwildert. 

881. V. silvestris Lk, Wälder, Haine. Ueberall sehr häufig. Aendert ab: 

b3 Riviniana Rchb. (als Art), Br. fl. er. 108, wohl häufiger als 
die Hauptform. Warschau, z. B. Kampinos, Ksi9,zenice, Wygoda 
(Rf.). c) arenaria DC. (als Art), Karo p. 275. Trockene Kiefer- 
wälder, Sandfelder. Ueberall häufig. Warschau, z. B. Bielany (Rf.). 

882. V. canina L. Sz. sp. ros. p. 348. Wg. fl. pol. 1. p. 379. Karo p. 

275. Wiesen, Triften, Wälder. Ueberall gemein. Formen: a) mon- 
tana L. (F. canina v. lucorum Rchb.); in schattigen Laubwäldern 
nicht selten. Warschau, z. B. Natolin (Rf.), Za.krze b. Siedice 
(K.) u. s. w.; b) ericetorum Sehr ad. (als Art); häufig in 
trockenen Wäldern. — Die Form c) flavicornis Sm. (als Art) 
wird sich wohl im Gb. finden, wurde aber bis jetzt noch nicht 
beobachtet. 

883. V. elatior Fr. Selten an den Weichselufern b. Warschau (Sz. herb.) 

und Weichselinsel Kepa Pulawska (Br ). 

884. V. stagnina Kit. Sehr selten; bis jetzt nur um Wawrzyszew bei 

Warschau (Jstrz.). 

885. V. mirabiUs L. Wg. ti. pol. -I. p. 384. Br. fl. er. 142. Btz. Beitr. 

45. Lichte Gebüsche, ßergwälder. Sehr zerstreut. Wizajny, 
Poszyrwintj (Jstrz.), Konarzyce b. tomza (Wg.), Kalisz (Br.), 
Goslawice b. Kouiu (Btz.), Smardzewo b. T-fonsk (Rf.), Puiawy, 
Zamosc, Ojcöw (B r.), Warschau, z. B. Bielany (K.), Babice 
(Jstrz.). 

886. V. tricolor L. Sz. sp. ros. p. 349. Wg. fl. pol. 1. p. 381. Btz. Beitr. 

76. Karo p. 275. Brachäcker, Hügel, Wälder, Grasplätze. Ueberall 
gomeiu. Formen a) vulgaris Koch und b) arvensis Murr, (als Art). 
Die Form c) saxatilis Schmidt (als Art), F. lutea Bess. findet 
sich zerstreut nur im s. und ö. Gb. b. Puiawy (Br.). 

39. Familie. Salicaceae Rieh. 

887. Salix pentandra L. Sz. sp. ros. p. 492. Wg. fl. pol. 2. p. 641. Btz. 

Beitr. 482. Feuchte, torfige Wiesen, Gebüsche, Laubwälder. Ueberall 
ziemlich häufig. 

888. S. fragilis L. Sz. sp. ros. p. 492. Wg. fl. pol. 2. p. 640. Btz. Beitr. 

483. Ueberall an Ufern zerstreut und häufig angepflanzt. 

889. aS'. cuspidata Schultz. (S. fragili-pentandra Wimm. S. tetrandra L. 

nach Fr.) Btz. Beitr. 485. Sehr selten; bis jetzt nur Goslawice 
b. Kouiu (Btz.). 



Florac PoloniciM! I'roiiroiniis. 



169 



890. alba Sz. sp. ros. p. 4!)i. W II. pol. 2. j). Ü.JS. lU/. Jieitr. 4»;. 
Ufer, Wege, Dorfstrasseii. Ueljcrall häiilig- und öfters angcpnanzt 
Aendcrt ab: b) vitellina L. (als Art). Wg. fl. i>ol. t. p. (i.iT. 
Grod/iec b. Kalisz, liüij^s des Orzyc, zwischen Jauüw und Skrody 
(Jstrz.) und sonst selir häufig angepflanzt. 

891. S. Russeliana Siu. {S. fragiti- alba Wimm.') Sz. sp. ros. p. 492. Wg. 

fl. pol. 2. p. 641. Wie die vor. oft angepflanzt, 
f * aS'. bdbylonica L. Stammt aus dem Orient, jetzt liie und da in Gärten 
angepflanzt, 

89:2. aS'. amygdalina L. Wg. fl, pol. i. p. 043. Fluss- und Bachufer, 
Gräben, Ueberall gemein in den Formen a) discolor Koch, 
besonders häufig au Weichselufern, und b) triandra L. (als Art), 
(Ä. amyg. b) concolor Koch.). 

893. «S, undulata Ehrh. (6', lanceolata Sm. S. albö-amygdalind). Hie und 

da an den AVeichselufern (Br.), Radonie b. Warschau (Rf,), 

894. *S'. Daphnoides Vill. Sz. sp. ros. p. 492. Nur an sandigen Weichsel- 

ufern b. Warschau (Sz.), b. Zakroczym (Rf.). Selten. 

895. S. acutifolia Willd. Weichselinsel Saska Kepa und Wilanow, an den 

Weichsel ufern (Rf,). 

896. S. viminalis L. Sz. sp. ros. p. 493. Wg. fl. pol. % p. 647. Btz. Beitr. 

487. Ueberall an Flussufern, sehr häufig, 

897. aS', phylicifolia L, (S. bicolor Ehrh,) Sehr selten; bis jetzt nur bei 

Maciejowice und an den Kamiennaufern (Jstrz.). 

898. S. nigricans Sm. & Fr. Feuchte Wiesen, Flussufer. Warschau, 

Pulawj (Br.), zwischen Tar^ow und Cmielow au der Kamieuna 
(Jstrz.) 

899. aS'. cinerea L. Sz. sp. ros. p. 494. Wg. fl, pol. 2. p. 651, Btz. Beitr, 

489, Feuchte Orte, Wiesen, Ufer, AValdränder. Ueberall gemein. 

900. S. Capraea L. Sz. sp. ros. p. 494. Wg. fl. pol. 2. p. 645. Btz. Beitr. 

488. Wälder, Gräben, Flus.sufer. Ueberall sehr häufig. 

901. S. aurita L. Sz. sp, res. p. 494, Wg. fl. pol. 2. p. 650. Btz, Beitr. 

490, Sumpfige Wiesen, Moor- und Torfbrüche. Ueberall ziemlich 
häufig. 

902. 8. depressa L. (aS'. livida Whlbrg. aS'. Starkeana Willd.), Im n, Gb. 

häufig (Jstrz.), sonst selten; so um liek b, Sochocin, an der Wkra 
(Rf,), um Zamosc (Br.) in der Form orbicularis Wi mm. Die Form 
b) pilosa Wimm, häufiger; so b. Koniu, Kleczew, Zamosc (B r.), 
Warschau (Rf.), 

903. S. repens L. Wg. fl. pol. 2. p. 653. Btz, Beitr, 491. Karo p. 274. 

Etwas feuchte Sandstellen, Triften, Moorwiesen, Waldränder, 
Nicht selten. Aeudert ab: b) argentea Sm. (als Art), c) fusca 
Sm. (als Art). 
Bd. IUI. Abband 1. 



170 J- Roslafiriski: 

904. S. ambigua Ehrh. {S. incuhacea L. nach Fr. S. plicata Fr. S.aurito- 

repens Wimm.)- Bi$ jetzt nur auf eiuer Moorwiese b. Olkusz 
(J strz.). 

905. S. longifolia Host, (nach Wimm.) (/S'. dasyclados Wimm. *S'. acu- 

minata Au ct. nicht Sm. *S'. capraea-cinerea-viminalis W ich u.ra.'). 
Sz. sp. ros. p. 494. Bei Warschau nicht selten; so: Saska Kepa, 
Bielany (Rf), Krolikarnia (Jstrz.). 

906. S. Smithiana Willd. (^S . lanceolata Fr. S. viminali-capraea Wimm.) 

Ufer, feuchte Orte. Zerstreut. Jeziorna b. Warschau (Rf.). 

907. S, rosmarinifoUa L. (*S'. viminalis-repens Wimm.) Sz. sp. ros. p. 493. 

Br. fl. er. 876, Sumpfige, moorige Waldstellen. Ueberall, nicht 
selten. Kampinos b. Warschau (Rf.). 

908. S. purpurea L. Sz. sp. ros. p. 493. Wg. fl. pol. 2. p. 649. Btz. Beitr. 

486. Ueberall an Flussufern; häufig auch als b) Lambertiana 
Sm. (als Art) und c) angustifolia Kern er ^ {S. Helix Sm. ob. L.). 

909. »S'. rubra Huds. (/S*. Helix L. [nach Wimm.] S. fissa Ehrh. S. vimi- 

nali-purpurea Wimm. ^. S z. sp. ros. p. 493. Selten und vereinzelt 
(Br.), Warschau (Sz.), z. B. Kampinos b. Piekfo (Rf.). 

910. S. myrtillioides L. Auf sumpfig-en Haiden des n. Gb. hie und da, z. 

B. b. Sejny (Jstrz.). 

911. JS. Doniana Sm. (aS'. purpurea-repens AVimm.). Feuchte Wiesed. 

Selten. Zamosc (Br.), Urbanszczyzna b. iowicz (Rf.). 

912. S. Lapponum L. Sehr selten; nur im s. ö. Gb. zwischen Krynice 

und Krasnybrod; hier aber sehr gesellig. (Zuerst von Jstrz. 
entdeckt). 

913. Populus alba L. Sz. sp. ros. p. 494. Wg. fl. pol. 2. p. 664. Btz. Beitr. 

492. Feuchte Waldstellen, an Wiesenrändern, sonst öfters ange- 
pflanzt und überall häufig. 

914. P. tremula L. Sz. sp. ros. p. 494. W g. fl. pol. 2. p. 664. Btz. Beitr. 

493. In Wäldern und Gebüschen. Ueberall häufig. 

915. P. canescens Sm. (P. alba-tremula Wimm.). Wälder. Seltener als 

vor., aber sehr oft augepflanzt. 

916 f P. pyramidalis Rozier. Wg. fl. pol. 2. p. 668. Wurde am Ende des 
XVII. Jahrhunderts vom König Johann Sobieski aus der Lombardei 
eingeführt. Einige von diesen ersten Exemplaren existiren noch 
im Schlossgarteu Wilanöw b. Warschau. Da nur männliche 
Exemplare gebracht worden waren, so finden sich im Gb. stets 
nur männliche Bäume. 

917. P. nigra L. Sz. sp. ros. p. 494. Wg. fl. pol. 2. p. 666. In Wäldern. 

Vereinzelt, sehr häufig an Weichselufern und häufig angepflanzt, 
-i- P. monilifera Ait. Stammt aus Nordamerika. Jetzt an Strassen und 
in Dörfern, häufig angepflanzt. 



Florni" l'olonicae l'rodroimi!*. 



171 



f P. balsamifera F.. Zierbauiii :ius Nofhinierika, nur .srltoii in (Jilrteii 
aiigepüanzt. 

40. Familie. Cistaceae Dunal. 

918. llelianthemwm Cliamaecistus Mill. {H. vulgare Gär tu.). Sz. sp. ros. 

p. 347. Wg. fl. pol. 2. p. 12. Karo p. 246. Waldränder, sonnige 
Grasplätze, Haiden. Ueberall häufig. 

41. Familie. Hypericaceae DC. 

919. Hypericum perforatum L. Sz. sp. ros. p. 312. Wg. fl. pol. 2. p. 317. 

Btz. Beitr. 86. Karo p. 246. Trockene Wälder, Triften, sonnige 
Hügel. Ueberall gemein. Aendert ab: b) stenophyllum Wimm, et 
Grab. Um Jerzmanowice, Ojcow (Br.) und au v. a. 0. 

920. B, tetrapteruni Fr. Wg. fl. pol. 2. p. 817. Btz. Beitr. 88. Feuchte 

Wiesen, Gräben, Gebüsche. Ueberall und meist häufig. Warschau, 
z. B. Wygoda (K.), Bielany (Rf.> 

921. H. quadrangulum L. Sz. sp. ros. p. 313. Wg. fl. pol. 2. p. 819. Btz. 

Beitr. 87. Br. fl. er. 181. Waldränder, Ufer, Wiesen. Ueberall 
und meist häufig. 

922. H. humifusum L. Sz. sj). ros. p. 312. Wg. fl. pol. 2. p. 322. Sand- 

felder, feuchte Triften, Haiden. Ueberall und stellenweise häufig. 
Warschau (Sz.), z. B. Milosna, Krasnicza Wola (Rf.). 

923. //. montanum L. Sz. sp. ros. p. 313. Wg. fl. pol. 2. p. 320. Btz. Beit^. 

89. Br. fl. er. 184. Wälder, Gebüsche, Felsen. Seltener. Smardzewo 
b. PJonsk (Rf.), Dluga h^kü. b. Konin (Btz.), Kalisz, Kielce, 
Radom (Br.), Ojcow, Kaziniierz (Wg.), PuJawy (Br.), Lublin 
(Rf.), Zamosc (Jstrz.), Warschau (Sz.), z. B. Babice (Jstrz.), 
Zacisze (Rf.). 

924. H. Mrsutum L. Sz. sp. ros. p. 313. Br. fl. er. 185. Schattige Laub- 

wälder, Gebüsche. Bis jetzt nur im s. Gb. Selten. Ojcow (Sz.), 
Chelra (Wislicki und L.), Kazimierz, Krasnystaw (Jstrz.). 

42. Familie. Rhamnaceae R. Br. 

. 925. Rhamnus cathartica L. Sz. sp. ros. p. 468. Wg. fl. pol. 1. p. 408. 

Br. fl. er. 207. Btz. Beitr. 105. Laubwälder, Gebüsche, Zäune. 
Ueberall ziemlich häufig. Aendert ab: b) pumila Berdau. (ßerd. 
fl. crac. p. 114), im Thale Ojcow (Br.). 

926. Frangula Alnus Mill. (Rhamnus Frangula L.). Sz. sp. ros. p. 468. 

Wg. fl. pol. 1. p. 409. Btz. Beitr. 106. Wälder, Gebüsche. Ueberall 
häufig. 

22 * 



172 



J. Rostafiilski: 



43. Familie. Vitaceae Juss. 

*"* Ampelopsis quinquefolia (L.') E. & Sch. Zierstrauch aus Nordamerika. 
Ueberau zur Bekleidung- von Mauern, Lauben etc. angepflanzt. 
Vitis vinifera L. Stammt aus dem Orient. Im mittleren und s. Gb 
überall nur der Trauben wegen gezogen. 

44. Familie. Celastraceae R. Br. 

927. Evonymus europaea L. Sz. sp. res, p. 46G. Wg. fl. pol. 1. p. 318. 

Btz. Beitr. 104. Waldränder, Gebüsche, Hecken. Ueberall und 
nicht selten. 

928. E. verrucosa Scop. Sz. sp. ros. p. 466. Wg. fl. pol. 1. p. 319. Karo 

p. 245. Laubwälder. Ueberall ziemlich häufig. 

929. Staphylea pinnata L. Sehr selten. Nur im s. w. Gb. bei Zrembice 

und Krassöw, zwischen Olsztyn und Lelow (Jstrz.), Smoleil (J. 
Sapalski). Sonst häufig in Gärten angepflanzt. 

44. b) Familie. Aquifoliaceae DC. 

? Hex Äquifolium L. In einem kleinen Walde b, Olkusz (J. Sapalski), 
wohl nur angepflanzt; im Gb. nicht einheimisch. 

45. Familie. Sapindaceae Grisebach. 

930. Acer Pseudoplatanua L. Sz. sp. ros. p. 309. Wg. fl. pol. i. p. 623. 

Br. fl. er. 186. Im n. Gb. sparsam, im s. häufig. 

931. A. platanoides L. Sz. sp. ros. p. 309. Wg. fl. pol. 1. p. 624. Btz. 

Beitr. 91. Br. fl. er. 187. Laubwälder. Meist nur vereinzelt. 

932. A. campestre L. Sz. sp. ros p.. 309. Wg. fl. pol. 1. p. 623. Btz. Beitr. 

90. Br. fl. er. 188. Dem n. Gb. fast fehlend, sonst überall zer- 
streut, meist als Strauch, seltener als Baum. Sehr verbreitet an 
den Weichselufern, 
f Aesculus Hippocastanum L. Stammt aus dem nördlichen Ostindien 
und ist jetzt an Alleen überall angepflanzt. 

46. Familie. Polygalaceae Juss. 

933. Polygala vulgaris J. Wg. fl. pol. 2. p. 234. Btz. Beitr. 48. Karo p. 

273. Trockene Wiesen, Triften, grasige Waldplätze. Ueberall 
gemein. Aendert ab: b) oxyptera Rchb. (als Art). Seltener. Um 
Kiele e, Ojcow, Kaziraierz (Jstrz.). 

934. P. comosa Schk. Wg. fl. pol. 2. p. 235. Btz. Beitr. 49. Karo p. 273. 

Anhöhen, trockene Wiesen, Gebüsche. Ueberall, aber seltener 
als vorige. 



I''lüiiie l'oltiiiicaü l'rodroimis. 



173 



P. amara I.. Wg. II. pol. ;2. p. iV:^. Ka!kl)org-o, sunij)lij?e AVicscn. 
Szczuczyn (Wg.)-, Kazlmierz (B r.), riiFawy (Wg.)> Zaiiiosc (Mr.), 
rinczow, Kielce (Jstrz.), Warschau, z. B. Grochow (Wg.), 
Kaweczyn, zwischen Zyran und Jab'l'oiina (Jstrz.). AtMidert ah: 
b) decipiens Bess. (als Art). Selten. Konska Wola hei l'ulawy 
(Jstrz.). 

47. Familie. Juglandaceae DC. 

* Juglans retjia L. Stammt aus Asien. Bei uns häufig der Nüsse wegen 
gepflanzt. 



48. Familie. Therebinthaceae DC. 

* lihus typhina L. Stammt aus Nordamerika; jetzt in Anlagen sehr 
häufig angepflanzt. 



49. Familie. Balsaminaceae A. Rieh. 

936. Impatiens Noli-tantjere L. Wg. fl. pol. 1. p. 384. Btz. Beitr. iOl. 

Feuchte Waldstellen, schattige Quellen. Ueberall und oft häufig. 
Um Warschau, z. B. bei Bielauy, Radouie (Rf.). 
f /. parviflora D C. Stammt aus der Mongolei. Aus dem bot. Garten in 
Krakau ausgewandert und schon auf unserem Gb. (Br.). Bei 
Warschau nicht verwildert. 



50. Familie. Linaceae DC. 

f Linvm usitatissimum L. Auf Aeckern. Ueberall gebaut und häufig 
verwildert. 

937. L. catharticum L. Sz. sp. ros. p. 866. W^g. fl. pol. 4. p. 547. Btz. 

Beitr. 79. Wiesen, Triften, Grasplätze. Ueberall gemein. 

938. L. hirsutum L. Steinige Anhöhen. Sehr selten. Nur Skowronna bei 

Pinczow und b. Busk (Jstr.). 

939. L. flavum L. Wg. fl. pol. 1. p. 544. Bergwiesen, trockene Hügel. 

Selten. Nur im s. und ö. Gb. Kazimierz, Krasnystaw, zwischen 
Fajsiawice und iiopienniki (Wg.), Janowice, Zamosc, Cheim, 
Szczebrzeszyn (Jstrz.), Lublin (Rf.), Przeorsk, Tyszowce (Br.), 
Pinczow, Busk, Wodzislaw (Jstrz.). 

940. Radiola linoides Roth. (^Linum Radiola L ). Sz. sp. ros. p. 366. Wg. 

fl. pol. \. p. 341. Feuchte, sandige Triften. Ueberall und meist 
häufig, nur oft übersehen. 



174 



J. Rostafiriski: 



51. Familie. Oxalidaceae DC. 

941. Oxalis Äcetosella L. Sz. sp. ros. p. 328. Wg. fl. pol. 1. p. 707. Karo 

p. 248. Btz. Beitr. 102. Schattige, feuchte Laubwälder. Ueberall 
sehr häufig. 

942. f O. stricta L. Sz. sp. ros. p. 329. Btz. Beitr. 103. Stammt aus 

Nordamerika. Jetzt au vielen Orten, unter Saat oder als Garten- 
unkraut sehr häufig; vollständig eingebürgert, 

52. Familie. Geraniaceae DC. 

943. Geranium phaeum L. Sz. sp. ros. p. 326. Wg. fl. pol. 2. p. 214. Br. 

fl. er. 189. Laubwälder, Gebüsche. Nur im s. Gb. Radom (Wg.), 
Ojcöw (Br.^, ijse Gory (Jstrz.), Pu^awy (Br.), und sonst hie 
und da in Gärten verwildert, so b. Warschau (Sz.), z. B. tazienki 
(K.), Pow^zki (Rf.). 

944. G. pratense L. Sz. sp. ros. p. 3?.7. Wg. fl. pol. 2. p. 216. Btz. Beitr. 

95. Karo p. 246. Waldwiesen, Gebüsche, Grasplätze. Ueberall 
häufig. 

945. G. süvaticum L. Sz. sp. ros. p. 326. Wg. fl. pol. 2. p. 215. Karo p. 

246. Wälder, Waldwiesen. Ueberall zerstreut. Im n. Gb. häufiger. 

946. G. palustre L. Sz. sp. ros. p. 327. Wg. fl. pol. 2. p. 217. Btz. Beitr. 

96. Sumpfige Wiesen, Flussufer, Quellen. Ueberall häufig. 

947. G. pyrenaicum L. Sz. sp. ros. p. 327. Bis jetzt nur b. Warschau (Sz.) 

beobachtet, so b. Krolikarnia (Jstrz.), Wilanow (Rf.), wohl auch 
im s. Gb. 

948. G. sanguineum L. Sz. sp. ros. p. 326. Wg. fl. pol. 2. p. 213. Br. fl. 

er. 194. Karo p. 246. Sonnige Hügel, Waldwiesen, Felsen. Ueberall 
und meist häufig. 

949. G. pusillum L. S z. sp. ros. p. 327. Wg. fl. pol. 2. p. 220. Btz. Beitr. 

97. Karo p. 246. Aecker. Wegränder, Zäune. Ueberall gemein. 

950. G. dissectum L. Sz. sp. ros. p. 327. Br. fl. er. 197. Aecker, Schutt, 

Hecken, gern auf Lehmboden. Ueberall ziemlich häufig. 

951. G. columhinum L. Wg. fl. pol. 2. p. 218. Br. fl. er. 197. Steinige 

Anhöhen, Gebüsche. Zerstreut. Sapiezjszki (Jstrz.), Radom 
(Wg.), Ksi^zenice b. Warschau (Rf.), Czestocliowa (K.), Ojcow 
(Br.}, Chelm (Jstrz.) u. s. w. 

952. G. molle L. Sz. sp. ros. p. 327. Wg. fl. pol. 2. p. 219. Btz. Beitr. 98. 

Aecker und Wegränder, Zäune, Grasplätze. Ueberall gemein. 

953. G. lucidum L. Im Lustgarten tazienki b. Warschau (K.) in Menge, 

wohl nur ein Flüchtling aus dem bot. Garten. 



Klorae Polonicac Prodromiis. 



175 



954. (r. liobertianum L. W g. U. pol. i. p. 221. Feuchte J.aubwiiUhir und 

Gebüsche, steinige, schattige Orte. Ueberall sehr iiäuiig. Warschau, 
z. B. -tazienki (Rf.). 

955. Erodium cicutarium (L.) I/llcrit. Sz. sp. ros. p. 325. VV g. il. pol. 

2. p. 2H. Karo. p. 245. Aecker, sandige Stellen, Triften, lleberall 
gemein, in verschiedenen Formen. 

53. Familie. Zygophyllaceae. 

f 95G. Zygophyllum Fabago L. Auf Jjehmsandhügeln der Weichsel bei 
Sandomierz (Jstrz. und Wg.). Vor vielen Jahren zur Weichsel- 
uferbefestiguug aus Spanien eingeführt, jetzt vollständig ein- 
gebürgert. 

54. Familie. Tiliaceae Juss. 

957. Tüia platyphyllos Scop. Wg. fl. pol. 2. p. 13. Bergige Wälder des 

s. Gb. (Ojcöw, ijse Gory etc.), sonst öfters in Gärten und an 
Wegen angepflanzt. 

958. T. ulmifolia Scop. (T. parvifolia Ehrh.), Sz. sp. ros. p. 345. Wg. 

fl. pol. 2. p. 14. Btz. Beitr. 85. Br. fl. er. 179. Laubwälder, Ge- 
büsche. Ueberau vereinzelt und öfters in Dörfern und Anlagen 
angepflanzt. 

55. Familie. Malvaceae R. Br. 

959. Malva Alcea L. Sz. sp. ros. p. 330. Wg. fl. pol. 2. p. 223 Btz. Beitr. 

80. Karo p. 247. Trockene Hügel, Wegränder, Zäune. Ueberall 
zerstreut. Konin fBtz.), Kalisz (Br.), Sandomierz (Jstrz.), 
Kielce (Br.), CheJm (Jstrz.), Zamosc, Puiawy (ßr.), Lubliii 
(Rf.), fiosice CK.)? Warschau (Sz.), z. B. Gosiaw, Zastow (Jstrz.), 
Rokitno (Rf.) u. i. y. a. 0. 

960. il/. silvestris L. sp. ros. p. 330. Wg. fl. pol. 2. p. 224. Btz. Beitr. 81. 

Wegränder, Zäune, Schutt. Ueberall und meist häufig. 

961. M. neglecta Wallr (JC rotundifolia der Aut. 3£ vulgaris Fr.). Sz. 

sp. ros. p. 330. Wg. fl. pol. 2. p. 225. Btz. Beitr. 82. Wege, 
Schutt, Mauern. Ueberall gemein. 

962. M. rotundifolia L. (^M. borealis Wallmann). Sz. sp. ros. p. 330. 

Wg. fl. pol. 2. p. 226. Btz. Beitr. 83. Meist mit vor.; im n. Gb. 
gemein, nach Süden abnehmend. Zwischen M. neglecta und M. 
rotundifolia ist an verschiedenen Orten ein Bastard beobachtet 
worden. 

\ 963. M. crispa L. Stammt aus Syrien. In Folge früherer Cultur jetzt 
überall in Gärten, an Zäunen in Menge verwildert, an vielen 
Orten vollständig eingebürgert. 



176 



.1. Rostafiriski: 



964. Althaea oficlnalis L. Die, iu der Flora pol. v. 2. p. 227, vou Waga 

augegeberien Standorte b. Kruszwica und ^nowroc^aw g-ehöreu 
der Pro\r. Posen. In unserem Gb. ist mir vou dieser Pfl. nur ein 
Standort b. Plowce in Kujawen bekannt. Nach Erndtl früher 
auch b. Warschau, vielleicht nur cultiyirt, jetzt nicht mehr. 

965. Lavatera thuringiaca L. Sz. sp. ros. p. 332. Br. fl. er. 177. Wegränder, 

Zäune, Gebüsche. Selten und dem n. Gb. fehlend. Kujawen 
(Jstrz.), Warschau (Sz.), Kalisz (Br.), Sandomierz (Jstrz.), 
Giebultow (Br.). Im Thale des Pr^dnik (J. Sapalski), SJawinek 
b. Lublin (Rf.), Pu-l-awy (Br.). 

56. Familie. TJrticaceae Juss. 

966. Urtica urens L. Sz. sp. ros. p. 487. Wg. fl. pol. 2. p. 587. Btz. Beitr. 

470. Karo p. 275. Schutt, Wegränder, Zäune, Waldstellen. 
Ueberau gemein. 

967. U. dioica L. Sz. sp. ros. p. 487. Wg. fl. pol. 2. p. 586. Btz. Beitr. 

471. Karo p. 275. Wie vorige. 

968. Parietaria officinalis L. vSz. sp. ros. p. 488. Wg. fl. pol. 1. p. 331. 

Zäune, Mauern. Dem u. Gb. fehlend, sonst zerstreut. Um War- 
schau (Sz.), z. B. „na Dynasach^' (Rf.). 

• * Morus alba L. und 

* M. nigra L. Häufig gepflanzt, besonders wegen der Seidenraupenzucht. 

57. Familie. Cannabinaceae EndL 

t 969. Cannabis sativa L. Stammt aus Indien. Häufig gebaut und an 
vielen Orten auf Schutt, an Wegen etc. zahlreich verwildert, an 
den Standorten meist beständig. Vollständig eingebürgert. 

970. Hamulus Lupulus L. Wg. fl. pol. 2. p. 661. Btz. Beitr. 473. Karo 

p. 246. Gebüsch, Zäune, Ufer. Ueberall häufig, hie und da auch 
im Grossen gebaut. 

58. Familie. Ulmaceae Mirbel. 

971. Ulmus campestris L. Sz. sp. ros. p. 490. Wg. fl. pol. 1. p. 437 und 

439. Btz. Beitr. 474. In Wäldern, Gebüschen. Ueberall häufig-. 
Aendert ab: b) suberosa Ehrh. (als Art), seltener. 

972. U. pedunculata Fougeroux (U. effusa Willd.). Sz. sp. ros. p. 491. 

Wg. fl. pol. 1. p. 439. Karo p. 275. Wälder, Gebüsche. Nicht 
selten; häufig angepflanzt. 



Florac roloiucac l'rodromiis. 



177 



59. Familie. Euphorbiaceae .Jiiss. 

973. Tithymaliis lielioscopius (L.) Sco[). S/. sp. ros. p. 47;). \Vg. II, pol. 2. 

p. 5'25. JUz. li(Mtr. i()5. Aeckcr, Wegränder, Zäune. Ueberall 
gemein. 

974. T. strietiis (J..) Kl. d* (Jrcke. Sehr selten. Nur h. D^-browa ini s. w. 

Zipfel des Gb. (Jistr/.)- 

975. T. j'latyphjfUos (L.) Srop. Wg. 11. pol. 2. p. ü30. Aecker, (iräben, 

Dörfer; dem n. Gb. fehlend, sonst uiclit selten. Besonders häufig 
in den Kujaweu (Jstrz.). 

976. T. dulcis (Jacq.^) Scop. Schattige Wälder des s. Gb. selten, und im 

ö. so nocli b. I:uk6\v (Jstrz.). Ob noch weiter nördlich und wie 
weit im w. Gb. ? 

977. T. angulatus (Jacq.) Kl. & Grcke. Wg. fl. pol. L p. 529. Br. 11. er. 

840. Karo p. 245. Laubwälder, Gebüsche des s. und ö. Gb. Meist 
nicht selten. Der nördlichste bis jetzt bekannte Standpunkt ist: 
iosice b. Siedice (K.). 

978. T. paluster (L.) Lk. Wg. fl. pol. 2. p. 531. Btz. Beitr. 166. Br. 

fl. er. 841. Feuchte Wiesen, Sürnpfe, Ufer. Zerstreut, aber gesellig. 

979. T. procerus (M. B.) Kl. & Grcke. Wiesen, Ackerränder, steinige, 

s^onuige Anhöhen des s. w. Gb. Nicht selten. So bei Tarlow, 
Cmielow, Busk, Stopnica u. v. a. 0. (Jstrz.). 

980. T. amygdaloides (L.) Kl. & Grcke. Lichte Plätze in Laubwäldern 

im s. und besonders im s. ö. Gb. Sehr zerstreut. Skromowa Wola 
b. Kock, Che-fm, Ojcow, Kielce (Jstrz.) u. s. w. 

981. T. Cyparissias (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 476. Wg. fl. pol. 2. p. 526. 

Btz. Beitr. 467. Aecker, Triften, Wegränder, Sandfelder. Ueberall 
gemein. 

982. T. Esula (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. 476. Wg. fl. pol. 2. p. 527. Btz. 

Beitr. 468. Sandige Triften, Wegränder. Ueberall sehr häufig. 

983. T. lucidus (W. K.) Kl. & Grcke. Flussufer, Gebüsche. Selten und 

dem n. Gb. fehlend. CheJm, Kock, Wislica, Radzieiow und längs 
des Wieprz nnd der Weichsel (Jstrz.). 

984. T. Peplus (L.) Gärtn. Wg. fl. pol. 2. p. 524. Btz. Beitr. 469. 

Gemüsefelder, Garteuland. Ueberall und meist häufig. 

985. T.falcatus (L.) Kl. & Grcke. Wg. fl. pol. 2. p. 528. Auf fruchtbaren 

Aeckern des s. Gb. unter der Sart. Nicht häufig. Turobiu, Radzi- 
wice, Zielenice (Jstrz.), Chelm (Wg.), Zamosc, Wislica, Pinczow, 
Stopnica (Jstrz.). 

986. T. exiguus ih.^ Mnch. Wg. fl. pol. 2. j). 523. Lehmige xlecker, Brachen. 

Dem n. Gb. fehlend, sonst zerstreut. Um Warschau, z. B. bei 
Kiodno (Rf.). 

Bd. IUI. Abhaudl. .)q 



178 



J. Rostafirisk i: 



987. Mercurialis pereanis L. Sz. sp. ros. p. 471, Wg. fl. pol. %. p. 670. 

Laubwälder, üeberall ziemlich häufig*. 

988. M. annua L. Wg. fl. pol. % p. 67d. Bebaute Orte, Schutt; häufig; 

als Garfceiiunkraut. 

60. Familie. Chenopodiaceae Vent. 

989. Salsola Kali L. Sz. sp. ros. p. 81. Wg. fl. pol. 1. p. 442. Btz. Beitr. 

436. Sandige Ufer des Wieprz, der Narew und der Weichsel, 
sonst zerstreut. Meist nur in der Form tenuifolia Moq. Tand. 
Hie und da auch als b) Tragus Aut., so um Praga bei War- 
schau (Rf.). 

990. Salicornia herhacea L. Wg. fl. pol. 1. p. 118. Btz. Beitr. 473. Salz- 

haltige Orte. Bis jetzt nur selten im w. Gb. beobachtet: Ciecho- 
cinek b. Wlociawek (Wg.), Leszcze und Solec bei teczyca, 
Ko^ovvice b. towicz (Jstrz.). 

991. Kocliia ai^enaria Roth. Wg. fl. pol. 1. p. 442. Sandige Orte. Selten. 

BiaJek b. Sieunica (Wg.), zwischen Maciejowice und Podzaracze, 
hie und da an Weichselufern, so b. tyran u. s. w. (Jstrz.). 
99Z. Chenopodium Botrys L. Wg. fl. pol. 1. p. 449. Unbebaute Orte. Sehr 
selten. HorodJo (W Psciny b. Ciepielow (im Kreise Opatow) 
(Jstrz.). 

993. Ch. polyspermum L. Sz. sp. ros. p. 82. Wg. fl. pol. 1. p. 451. Btz. 

Beitr. 442. Wege, Ufer, Gräben, Gartenland, üeberall ziemlich 
häufig. Aendertab: b) acutifoliu in Kit. Seltener. Liehen bei Konin 
(Btz.), S^awinGk b. Lublin (Rf.). 

994. Ch. Vulvaria L. Sz. sp. ros. p. 82. Wg. fl. pol. 1. p. 450. Wege, 

Mauern, Schutt. Im s. Gb. ziemlich häufig, dem n. fehlend, 

995. Ch. hybridum L. Sz. sp. ros. p. 82. Wg. fl. pol. 1. p. 448. Btz. Beitr. 

438. Bebauter Boden, Gartenland, Schutt. Üeberall häufig. 

996. Ch. murale L. Sz. sp. ros. p. 81. Wg. fl. pol. 1. p. 446. Btz. Beitr. 

440. Unbebaute Orte, Schutt, üeberall gemein. 

997. Ch. uvUcum L. S z. sp. ros. p. 82. Wg. fl. pol. 1. p. 444. Btz. Beitr. 

439. Karo p. 244. Triften, Gräben, in Dörfern. Üeberall und meist 
häufig. 

998. Ch. album L. Sz. sp. ros. p. 82. Wg. fl. pol. 1 p. 446. Btz. Beitr. 

441. Karo p. 244. Aecker, Schutt. Üeberall gemein; auch die 
Form b) viride L. (als Art). 

999. Ch. opulifolium Sehr ad. Wegränder, Zäune, in Dörfern. Zerstreut. 

Um Warschau, z. B. bei Mokotow, Radonie, Grochow (Rf.). 

1000. Ch. ficifoliurti Sm. Wegränder, Schutt. Dem n. Gb. fehlend (Wg.), 

sonst zerstreut; im s. Gb. ziemlich häufig (Jstrz.). 



I''lorno Polnnirap rrodrninuR. 



170 



1001. BlitHm (ilaiu'um (I..) Kocii. S sp. ros. p. H'2. Wg. (1. pol. 1. p. 

449. (liäbeu, fciu-hte Stellen, in Dürfern. Ueberall häufig. 

1002. VA rtfbntm (L.) Roclib. Wp^. (1. pol. 1. p. 44!i. Btz. Rtitr. 443. 

Wegränder, Mauern. Dörfer. Zerstreut. 
lOO.l. /A chenopodioides Bess. Sz. sp. ros. p. 83. Schutt, Wege. Bis jetzt 
nur im s. w. Gh. heohachtet. 

1004. B. virgatum. L. Wg. fl. pol. I. p. Hv. 11. er. 799. Schutt, Wege. 

Im s. Gb. zerstreut, im u. bis jetzt nur b. I'omza fWg.) und bei 
Suwaiki (Jstrz.) beobachtet. Selten gebaut. 

* B. capitatum L. S*^ammt aus Südeuropa, Selten gebaut. 

1005. B. Bonns Henricus L. (L.) C. A. Mey. Sz. sp. ros. p. 81. Wg. fl. 

pol. 1. p. 440. Wüste Plätze, in Dörfern; Schutt, Zäune, Mauern. 
Im s. Gb. gemein, im n. seltener, doch noch ziemlich häufig. 

* Beta vulgaris L. Häufig gebaut. Aeudert ab: b) Rapa Dumort (^?^^ 

Art), so im Grossen zur Zuckerfabrikation gebaut. 

* Spinacia oleraceah. und die Form h') glahra Mill. (als Art), überall 

in Gärten gebaut. 

1006. Atrlplex hortense L. Wg. fl. pol. 1. p. 432. Gebaut und vielfach in 

Gärten und auf Aeckern verwildert; fast vollständig eingebürgert. 

1007. A. nitens Schk. Wg. fl. pol. 1. p. 43'2. Wüste Plätze, Mauern. Im 

Kreise Sandomierz (Wg.), Kazimierz (Rf.), Warschau, z. B. 
Krolikarnia, Wilanow, also nur im Weichselverlauf beobachtet. 

1008. A. hastatum L. Sz. sp. ros. p. 83. Btz. Beitr. 448. Schutt, Zäane, 

Wegränder. Ueberall und meist häufig. 

1009. A. patulum L. Sz. sp. ros. p. 83. Wg. fl. pol. 1. p, 453. Btz. Beitr. 

446. Karo p. 244. Wege, Schutt, unbebaute Orte. Ueberall 
gemein, auch in der Form b) angustifolium Sm. (als Art), Wg. 
fl. pol. 1. p. 433. 

1010. A. roseumLi. Karo p. 244. (A. album Scop.). Wege, Schutt, Dörfer. 

Dem n. Gb. fehlend ? (Wg.), sonst zerstreut. Warschau, z. B. 
Praga (Rf.). 

1011. A. laciniatum L. Sz. sp. ros. p. 83. Wg. fl. pol, 1. p. 454. Wege, 

Mauern. Nur im Kreise Sandomierz, hier aber häufig (Wg.) und 
b. Warschau (Sz.). 

61. Familie. Amarantaceae Juss. 

1012. Albersia Blitum (L.) Kth. Sz. sp. ros. p. 84. fl. pol. 2 p. 593. 

Bebaute Orte, Wegränder, Zäune. Fast überall häufig. 

1013. AmarantJius retroflexus L. Btz. Beitr. 434. Bebauter Boden, Schutt. 

Im s. Gb. gemein, für das n, Gb. nicht angegeben, wenn auch 
dort höchst wahrscheinlich vorhanden. Um Warschau, bei Zacisze, 
Wilanow, 0^tarzew, KJodno u. s, w. (Rf.). 

23 * 



JgQ J. R ostafiriski: 

7 A. sanguineus L. In Bauenigärteu häufig cultivirt und sehr oft 
verwildert (Jstrz.). 

1014. Polycnemum arvense L. Wg. fl. pol. 1. p. 165. Btz. Beitr. 435. 

Sandfelder. Sehr zerstreut. 

62. Familie. Paronychiaceae St. Hilaire. 

1015. Herniaria glabra L. Sz. sp. ros. p. 88. Wg. fl. pol. 1. p. 456. Btz. 

Beitr. 496. Karo p. 246. Sandfelder, Wegränder. Ueberall gemein. 

1016. H. hirsuta L. Sz. sp. ros. p. 88. Wg. fl. pol. 1. p. 457. Wie vorige. 

Dem n. Gb. fehlend , sonst nur sehr selten beobachtet. Jadow, 

zwischen Wujöwka und Kq,ty b. Warschau (Jstrz.), Radom 
(Wg.); wohl im s. Gb. häufiger. 

1017. Illecebrum verticillatum L. Wg. fl. pol. 1. p. 433. Sandige, feuchte 

Aecker. Sehr selten beobachtet, bis jetzt nur im Kreise Stani- 
sfawowski (Wg.), b. Piaseczno, Jeziorki (Js trz.). Angeblich auch 
im n. Gb. (E. Eichwald. Naturhistorische Skizze von Lithauen, 
Volh. u. Pod. p. 159 „Poloniae district. Augustowski^''). 

63. Familie. Scleranthaceae Lk. 

1018. Scleranthus annuus L. Sz. sp. ros. p. 382. Wg. fl. pol. 1. p. 661. 

Btz. Beitr. 197. Auf sandigen Aeckern. Ueberall gemein. 

1019. S. perennis L. Sz. sp. ros. p. 382. Wg. fl. pol. 1. p. 662. Btz. Beitr. 

198. Karo p. 274. Auf trockenen, sandigen Orten, Anhöhen, 
Felsen. Ueberall häufig. 

64. Familie. Alsinaceae DC, 

1020. Spergala arvensis L. S z. sp. ros. p. 354. Wg. fl. pol. 1. p. 704. 

Btz. Beitr. 67. Sandfelder. Ueberall sehr häufig. 

1021. S. Mbrisonii Boreau {^S. pentandra Auctor. nicht L. S. vernalis 

Wilid.). Wg. fl. pol. 1. p. 704. Karo p. 274. Waldränder, 
trockene, sandige Hügel. Ueberall und stellenweise häufig. 

1022. 'S', pentandra L. Trockene, sandige Orte. Selten. Radom (Wg.), 

Pufawy, Lublin, Kozienice (Br.), Pinczow, Olsztjn, D^browa 
(Jstrz.), Warschau, z. B. Grochow, Oodno (Rf.). 

1023. Spergularia rubra (L.) Pres). {Arenaria ruh. v. campestris L. Alsine 

rubra Whlnbrg.). Sz. sp. ros. p. 355. Wg. fl. pol. 1. p. 689. 
Btz. Beitr. 68. Karo p. 274. Sandige Aecker, Triften, Wege, 
Strasse:]pflaster. Ueberall ziemlich häufig. In Warschau, z. B. vor 
der Universität, Mii'oiua (Rf.). 



Florni' Polonicae Prodromiis. 



181 



1024. 'S', salina Prcsl. (Arenaria rnhra v. marin<i \,. Ijcpiijomna medium, 
VVhlbrg.)- '^tz. Bcitr. (><). Salzhaltige Orte. Selten, b'czyca, 
Solec, Stopiiicn, Ciechocinek h. W-iocIawek (Jstrz.). 

10'2'). Alsine tenuifoUa (1..) VVhlnbrg. Wgf. fl. pol. 1. p. H9(). Sehr selten. 
Stoczek b. Roza (Wg-.), zwischen tiikow und Sieunica (.Istrz. ), 
Radom (Sapalski), Zloty Totok (Wislicki und I..). 

1026. A. Viscosa Schreb. Smardzewo b. Plonsk (llf.), Habice b. Warscliau 

(Jstrz.) und wohl weiter im Gb, nur noch oft übersehen. 

1027. Sagina procumbens L. Wg. fl. pol. 1. p. 343. Etz. Beitr. 64 und 66. 

Auf Wiesen, sandigen, feuchten Stellen, Triften. Ueberall gemein. 

1028. 'S', apetala L. Bis jetzt nur zwischen Iwanowice und Maszkow (R. 

Fritze), im s. w. Gh.; wohl häufiger, nur übersehen. 

1029. S. nodosa (L.) Fenzl. S z. sp. ros. p. 354. Wg. fl. pol. l. p. 70.-i. 

Btz. Beitr. 65 und die Form b) glandulosa Bess. (als Art). 
Ueberall häufig. • 

1030. Moehringia trinervia (L.) Clairv. Sz. sp. res. p. 353. Wg. fl. pol. 

1. p. 692. Btz. Beitr. 70. In Wäldern, Gebüschen, Zäunen. Ueberall 
gemein. 

1034. Arenaria serpyllifolia L. Sz. sp. ros. p. 355. W^g. fl. pol. 1. p. 691, 
Btz. Beitr. 74. Karo p. 244. Auf Aeckern, Triften, Hügeln. 
Ueberall gemein. 

1032. A. graminifolia Schrad. Grasige Waldplätze, sandige Aecker, bis 

jetzt nur Kem^iste b. Radzymin (F. Kaminski) und b. Lublin 
(W. Puchalski). Wohl häufiger im n. und ö. Gb. Die Pflanze 
findet hier die Westgrenze ihrer Verbreitung. 

1033. Holosteum umhellatum L. Sz. sp. ros. p. 353. Wg. fl. pol. 4. p. 289. 

Sandige Aecker, Hügel. Ueberall gemein. 

1034. Stellaria nemorum L. Sz. sp. ros. p. 356. Wg. fl. pol. 4. p. 698. Br. 

fl. er. 452. In feuchten, schattigen Wäldern und Gebüschen. 
Ueberall ziemlich häufig. 

4035. S. media (L.) Vill. S z. sp. ros. p. 353. Wg. fl. pol. 4. p. 687. Bt z. 

Beitr. Ii. Karo p. 274. Bebauter Boden, Schutt, Zäune, Wege. 
Ueberall gemein. Aendert ab: b) neglecta Weihe (als Art), so 
an schattigen, feuchten Stellen, nicht selten. 

4036. S. Holostea L. Sz. sp. ros. p. 356. Wg. fl. pol. 4. p. 683. Karo p. 

274. In Laubwäldern, Gebüschen, Hecken. Ueberall häufig. 

4037. S. glauca With. Sz. sp. ros. p. 356. Wg. fl. pol. 4. p. 685. Btz. 

Beitr. 73. Karo p. 274. Sumpfige Wiesen, Gräben, Ufer. Ueberall 
und meist häufig. 

4038. S. gramineaL. Sz, sp. ros. p. 316. Wg. fl. pol. 4..p. 684. Btz. Beitr. 

74. Karo p. 274. Ackerränder, Wiesen, Grasplätze. Ueberall 
gemein. 



182 



J. Rostafiiiski: 



4039. 'S'. Friefearni Ser. Naeli einer brieliicheii Mittheiluug des Herrn v. 

U echtritz wurde die Pflanze von ilim auf unserem Gb. bei 
Lesznioki dicht an der schlesischen Grenze gefunden. Sie wird 
gewiss weitere Verbreitung in unserem Gb. haben. 

1040. 'S'. uUginosa Murr. Sz. sp. ro^. p. 356. Wg. fl. pol. 1. p. 686. Br. 

fi. er. 457. Quellen, Bäche, Sümpfe, Gräben. Ueberall und meist 
nicht selten. Um Warschau (Sz.), z. B. bei Zacisze, Ksiazenice (Rf.). 

1041. 'S. cras^ifoUa Ehrb. Wg. fl. pol. 1. p. 686. Btz. Beitr. 75. Torf- 

sümpfe, Quellen, sumpfige Wiesen. Sehr zerstreut und noch häufig 
übersehen. Szczuczyn, an verschiedenen Seen b. Gostynin (Wg.), 
Gosfawice (Baenitz), Zdwoiz, Orle, Polajewo b. Gabiii (Jstrz.), 
Piek^o b. Karapinos b. Warschau (B f.)? an den Quellen des Wieprz 
(Jstrz.). 

1042. Malachium aquaficum (L.),rr. Wg. fl. pol. 1. p. 690. Btz. Beitr. 76. 

An feuchten, schattigen Orten, Gräben, Ufern. Ueberall gemein. 

104'^. Cerastium yloweratum Thuill. Sz. sp. ro?. p. 354. Wg. fl. pol. 1. p. 
694. Schattige Laubwälder, feuchte Aecker, Gräben. Zerstreut. 
Nächst Warschau (Sz.), z. B. um Marysinek b. Wilauöw (Rf.). 

1044. C. brachypetalum Desp. Auf trockenen, grasigen Hügeln nur im 

s. w. Gb. so b. Proszowice, Stopnica u. s. w. (Br.). 

1045. C. f^emidecandrum 1j. Sz. sp. res. p. 355. Wg. fl. pol. 1. p. 695. Karo 

p. 244. Sonnige Hügel, sandige Aecker. Ueberall gemein. Aendert 
ab: b) ovale Bess. (als Art), (C. ylutinosum Fr., C. pumiliim 
Curtis.) seltener im ganzen Gb. 

1046. C. caespitosiim Gil. (C. triviale I.k. C. vulgatum Whlbrg.) Sz. sp. 

ros. p. 354. Wg. fl. pol. 4. p. 694. Btz. Beitr. 77. Felder, Triften, 
Wiesen, Wegränder. Ueberall gemein. 

1047. C. arvense L. Sz. sp. res. p. 355. Wg. fl. pol. 1. p. 697. Karo p. 

244. Aecker, Wegränder. Ueberall sehr häufig*. 

1048. C. silvaticum W. K. Wurde in der Prov. Preussen im östl. Gb. 

beobachtet, wird sich wohl auch bei uns finden. 

65. Familie. Silenaceae DC. 

1049. Gypsophila repens L. Sehr selten, nur b. Kielce(Sz.), aber daselbst 

gesellig. 

1050. G. fastigiata L. Wg. fl. pol. 1. p. 667, An sonnigen Stellen, in 

Kieferwäldern, Sandfeldern; im s. Gb. noch nicht beobachtet. 
Szczuczyn (Wg.), iiowicz (Br.), Rawa, Nowe Miesto a. d. Pilica, 
Radom (Br.), Warschau, z. B. Kampiuos (Rf.). 

1051. muralis L. Sz. sp. ros. p. 357. Wg. fl. pol. 4. p. 668. Btz. Beitr. 
50. p. 246. Sandigp Brachäcker, Triften, Mauern. Ueberall gemein. 



Flor.ie Pnlniiicie Prn.lromiis. 



183 



1052. Tanica saau/ragn. (],.) Sco)). Hi.s jetzt, nur im s. \v. (Ji) h. C/rsl.o- 

cliowa (K.), wohl liauli^er in diesen (Jegeiiden. 
10.")3. T. prolifera (L.) Scop. Sz. sp. ros. p. .{."iS. \\ \r. Ii. j)<)l. 1. p. iui. 

Souuige, sivndifvc AnhöJien, trockene NValder. Sandfcldcr. Ihiherall 
ziemlich verbreitet. Um Warschau (Sz.), z. Ii. bei («ocfaw, Wawr 
(Jstrz.), Marymont, Bielanj (lif.j. 
f Dianthus barbatus L. Hiuitig-e ZicM'pllaiize, hie und da in (iärton 
auf Grasplätzen verwildert. So z. Ii. um l'ulawy (Ür.), Natolin b. 
Warscliau (Rf.). 

1054. D. Ärmeria L. Sz. sp. ros. p. :}58. \Vg-. fl. pol. 1. p. 670. Trockene 
Grebüsche, Waldränder, sonnige HiigeJ. /trstreut. Um Warschau 
CSz.), z. ß. bei Goclaw, Lachow (Jstrz.). 

1053. D. Carthunianorum L. Sz. sp. ros. p. 358. W g. ü. pol. 1. p. 671. 

Btz. Beitr. 52. Karo p. 24?'). Sonnige Saudhiigel, trockene 
Wälder. Ueberall geiuein. 

1056. B. deltoidesL. Sz. sp. ros. p. 359. Wg. Ii. pol. 1. p. 673. Btz. Beitr. 

5'2. Karo p. 245. Trockene Wiesen, Waldränder. Ueberall gemein. 

1057. D. arenarius L. Sz. sp. ros. p. 359. Wg. fl. pol. 1. p. 773. Sandige 

Kieferwälder. Nicht liäufig. Pionsk (Rf.), Warschau (S z.), z. B. 
Kampinos (Rf.), Pui'awj (Br.) u. s. w. 

1058. D. serotinus W. K. Wg. fl. pol. 1. p. 675. Bis jetzt nur b. iomza, 

(Wg.), wohl auch weiter im Gb. 

1059. D. superbus L. Sz. sp. ros. p. 359. W g. fl. pol. 1. p. 674. Btz. 

Beitr. 54. Karo p. 245. Trockene und feuclite Wiesen, Wälder. 
Sehr zerstreut. i:romza (Wg.), iek b. Sochocin (Rf.), Gosl'awico 
(Btz.), Nowe Miasto a. d. Pilica, Kalisz, Rawa (Br.), iiowicz 
(Rf.), Kazimierz Wielkopolski (Br.), Radom (Wg.), iiosice (K.), 
Krynice (Br.), Zamosc, Stopnica (Jstrz.), Warschau (Sz.), z. B. 
Mi'fosna, Milanowek (Rf.). 

1060. Saponaria officinalis L. Sz. sp. ros. p. 357. Wg. fl. pol. 1. p. 669. 

Btz. Beitr. 55. Gebüsche, sandige Ufer. Ueberall ziemlich häufiß', 
ausserdem oft an Zäunen und Weg'rändern verwildert. 

1061. Vaccaria paruiflora'^lini.h. [Saponaria Vaccarla L.^. Unter der Saat, 

auf Kalk- und Lehmboden, nur im s. Gb. Tyszowce, Przeorsk 
(Br.), Zamosc (Jstrz.), Tomaszow (Br.), zwischen Miechow und 
Proszowice häufig, Radzymice, Zielenice (Jstrz.). 

1062. Cucubalus baccifer L. Sz. sp. ros. p. 363. Wg. fl. pol. 1. p. 676. 

Häufig in der Nähe der Hauptströme, sonst an Zäunen und 
Bächen. Zerstreut, so z. B. bei Sochocin (Rf.), Pa-fawy (Br.), Lublin 
(Rf.), Miechow (Jstrz.) u. s. w. Um Warschau (Sz.), z. B. bei 
Praga (Rf.), Tarchomin (Jstrz.). 



184 



J. Rostafinski: 



1063. Silene tatarlca (L.) Pers. Wg. fl. pol. 1. p. 680. An deu Ufern der 

Hauptströme oft in Menge, dem s. w. Gb. ganz fehlend. Wkra 
b. Sochocin (Rf.), OstroJeka (Wg.), Bia-I'obrzegi (F. Kamin ski), 
zwischen Pulawy und Go'T^b (Br.), Chelm (Jstrz.), um Warschau 
b. Rybaki (Rf.). 

1064. Otltes (L.) Sm. Sz. sp. ros. p. 363. Wg. fl. pol. 4. p. 678. Etz. 
Beitr. 56. Karo p. 274. A\ii trockenen Hügeln, sandigen Aeckern. 
Ueberau häutig. Nach einer brieflichen Mittheilung von Dr. 
A Schersen gehören die Exemplare dieser Pflanze von Babice b. 
Warschau (K.) zu der Form b) parviflora (Ehrh.) Pers. Diese 
Form findet sich häufig in Ungarn und Podolien, und da sie auch 
h. Memel neuerlich gefunden wurde, so dürfte sie in unserem Gb. 
häufiger vorkommen. 

1065. S. vulgaris (Much.) Grcke. {Cucubahis Sehen L. S. inflata Sm.). 

Sz. sp. ros. p. 362. Wg. fl. pol. 1. p. 677. Btz. Beitr. 57. Aecker, 
Wegränder, Grasplätze. Ueberall häufig. 

1066. S. gallica L. Unter der Saat; nur im s. w. Gb. b. Czestochowa, 

Siewierz (Jstrz.), D^browa, Clieciiiy (Br.) u. s. w. Aendert ab: 
b) anglica L. (als Art), mit der Hauptform nicht selten. 

1067. >S'. nutans L. Sz. sp. ros. p. 361. Wg. fl. pol. 1. p. 681. Btz. Beitr. 

58. Karo p. 274. Trockene Hügel, Felsen, Waldränder. Ueberall 
häufig. 

1068. S. chlorantha (Willd.) Ehrh. Sz. sp. ros. p. 362. Wg. fl. pol. 1. p- 

679. Sonnige Hügel, Kieferwälder; dem u. Gb. fehlend, sonst 
zerstreut. Zakroczym, £ek b. Sochocin (Rf.), Czersk (Wg.), 
Warschau (Sz.), Pulawj, Wlostkowice, Kazimierz (Br,), Lublin 
(Rf.), Sandomierz, Olkusz (Jstrz.). 

1069. >S'. Armeria L. Wg. fl. pol. 1. p. 679. In Kieferwäldern, Gebüschen. 

Zerstreut im u. Gh., sehr selten nur b. Metele, Sereje und Sejny 
(Jstrz.). 

1 070. Viscaria vulgaris R ö h 1 i n g. {^Lychnis Vifcaria L. Visc. purpureaW i m m.) 

Sz. sp. ros. p. 364. Wg. fl. pol. 1. p. 699. Btz. Beitr. 59. Karo 
p. 247. Trockene Wiesen. Waldränder. Ueberall ziemlich häufig. 

1071. Melandryum album (Mill.) Grcke. {Lychnis dioica L. L. vespertina 

Sibth.). Sz. sp. ros. p. 36i. Wg. fl. pol. 1. p. 700. Btz. Beitr. 
Wiesen, Wegränder. Ueberall gemein. 

1072. M. rubrum (Weigel) Grcke. Sz. sp. ros. p. 364. Wg. fl. pol. 1. p. 

701. Br. fl. er. 140. Feuchte Laubwälder, Ufer. Zerstreut. Radom 
(Wg.), Opole (Jstrz.). Kuröw (Br.), Lublin (Rf.), Zamosc (Br.), 
Sandomierz (Jstrz.), Ojcow, Kielce (Br.), -tyse Gory (Jstrz.). 
Für das n. Gb. nicht angegeben, doch gewiss auch dort verbreitet. 

1073. M. noctißorum (L.). Fr. Wg. fl. pol. 1. p. 682. Btz. Beitr. 62. Auf 

Aeckern, unter der Saat. Selten. Grajewo, iiomza (Wg.), Gociawice 



Florac Poloiiicao I'rodroniiis. 



185 



(Btz.), Wulka (Irodziska b. Warschau (lU.), rui'avvy (Brj, 

l^ublin (Rf.)j Zwierzyiiiec (Jstiz.)? Sandomierz (Wg:-). 
1074. Coronaria flos-cuculi (Ii.) A. Br. Sz. sp. ros. p. 364. AVg. 11. pol. 1. 

p. 702. lUz. Beitr. 00. Karo. p. 247. Auf Wiesen, in Gebüschen. 

Ueberau gemein und gesellig. 
107Ö. Aijrostemma Githago L. Sz. sp. res. p. 304. Wg. fl. pol. \. p. 702, 

Btz. Beitr. 63. Karo p. 243. Unter der Saat eiu gemeines 

Unkraut. 

66. Familie. Portulaceae Juss. 

1076. PoHulaca oleracea L. Wg. fl. pol. 1. p. 714. Aecker, Gartenland, 

Schutt. Ueberau und oft in Menge, doch im n. Gb. nicht beob- 
achtet. Bei Warschau (Sz.), z.B. um Grochow, Zacisze, Jeziorua, 
Oltarzew, Klödno etc. (Rf.). 

1077. Moatia fontana L. AVarschau. Erndtl Virid. varsav. p. 25). Hier 

neuerlich nicht gefunden, aber b. Krynice (Jstrz.) und wo.hl 
häu,figer im Gb. \ nur überseheu. 

67. Familie. Elatinaceae Camb. 

1078. Elatine Hydropiper L. An überschwemmten, feuchten Orten, Ufern. 

Zerstreut. Warschau z. B. Pieklo b. Kampinos (Rf.). 

1079. E. triandra Schk. Im Gb. noch nicht beobachtet, aber dicht an der 

Grenze in Schlesien b. Myslowice. 

1080. E. hexandra DC. Bis jetzt nur au der Przemsza zwischen Niwka 

und Modrzejow im s. w. Gb. (Br.). 

1081. E. Aisinastrum L. Sz. sp. ros. An überschwemmten, feuchten Orten, 

Ufern. Sehr zerstreut. Warschau (Sz.), z. B. b. Wola (Jstrz.), 
Koszyki (S. Pisulewski), Czyste (Rf.). 

68. Familie. Crassulaceae DC. 

1082. Sedum Telephium L. Sz. sp. ros. p. 370. Wg. fl. pol. 1. p. 708. Br. 

fl. er. 352. Btz. Beitr. 199. In Wäldern, an sonnigen Anhöhen, 
Felsen, Mauern. Ueberall ziemlich häuflg. Alles was ich dayon 
gesehen habe, gehört zu S. maasimum Sutt. 

1083. S. villosum L. Wg. fl. pol. 1. p. 711. Torfige Wiesen. Selten. Radom 

(Wg.), um Warschau (Erndtl. Virid. p. 112), z. B. zwischen 
Mosciska und Sierakow (Jstrz.), zwischen Marymont und 
Kaskada (Rf.). 

1084. S. acre L. Sz. sp. ros. p. 371. Wg. fl. pol. 1. p. 709. Btz. Beitr. 200. 

Auf Aeckern, sonnigen Sandhügeln, Felsen, Mauern. Ueberall 
gemein. 

Bd. UU. Äbhandl. ^4 



186 



J. Rostafiriski: 



1085. S. mite Gil. (S. sexangulare Aufc. nou L., ^S*. boloniense Loisl.). Sz. 

sp. ros. p. 371. Wg. fl. pol. l.p.710. Br. fl. er. 354. Btz. Beitr. 201. 
Auf trockenen Sandfeldern, Felsen. Ueberall und meist bäufig*. 

1086. S. reßexum L. Etz. Beitr. 202. Saadfelder. Nur selten beobachtet. 

Liehen b. Kouin (Btz), Wierzbowiec b. Plonsk (Rf.), Raci^-zek 

b. Warschau (Jstrz.) ; wohl häufiger im Gb. 
f Sempervivum tectorum L. Nur angepflanzt und hie und da verwildert, 

so z. B. Wegiowa Wolka b. Warschau (Jstrz.). 
? S. hirtum L. Wg. fl. pol. 1. p. 720. Zaklikow und Drozdowo bei 

iomza (Wg.), ZJotj Potok (Wislicki und L.), Ojcow (Bess); 

aller Wahrscheinlichkeit nach gehören die Angaben zur folgenden Art. 

1087. S.soboliferum Sims. Br. fl. er. 355. Btz. Beitr. 203. Auf Sandhügeln, 

Felsen. Zerstreut. Gociawice (Btz.), Sochocin (Rf.), Zawiehost, 
Rajgrod (Jstrz.), Bilgoraj (Jstrz.) u. i. v. a. 0. des ö. Gb. (Br.), 
Ojcow, Grodzisko, Pieskowa Skafa (B r.). 

69. Familie. Saxifragaceae Vent. 

1088. Saxifraga Aizoon Jaeq. Bib. Warszw. 1855. y. II. p. 149. Auf 

Felsen, nur im s.-w. Gb. b. Olsztjn (zuerst von Jastrzebo wski 
entdeckt, dann auch von Wislicki, u. L., und Karo beobachtet), 
und b. Ojcow (K.). 

Bemerkung. In der Reisebeschreibung im Kreise Olkusz von 
Wislicki und L. sind angegeben: S. hryoides L., S. aizoides L., 
S. hieracifolia W. K., S. caespitosa Auct. (auf Jura Felsen b. 
Olkusz), aS'. sibirica L. (b. Zioty Potok). Von allen diesen hat 
nur das Vorkommen der S. caespitosa Auct. eine Möglichkeit, 
für sieh, wenn auch diese noch zu bestätigen bleibt. 

1089. S. hirculus L. Wg. fl. pol. 1. p. 666. Auf torfigeu, feuchten Moor- 

wiesen, im n. Gb. ziemlich häufig, nach Süden zu seltener und 
dem s.-w. Gb. ganz fehlend. Grabowo b. Szczuczyn, Wiesen 
Biebrzanskie b. Tajenka (Wg.), Wierzbowiec b. Plonsk (Rf.), 
Sompolno (Jstrz.), Kouin (Wg.), G^bin (Jstrz.), Gostynin 
(Wg.), Drzezna, Wekrzew b. ieczyca (Jstrz.), Warschau (Wg.), 
z. B. Grochow (K.), Radom, Szczebrzeszjn, die Quellen des 
Wieprz (Jstrz.). Die Linie Kouin — teczyca — Radom bildet also 
nach jetzigen Kenntnissen die s.-w. Grenze der Verbreitung. 

1090. S. granulata L. Sz. sp. ros. p. 373. Wg. fl. pol. 1. p. 663. Br. fl. 

er. 361. Karo p. 275. Grasige Anhöhen, Waldränder, Wiesen. 
Ueberall häufig. 

1091. S. tridactylites L. Sz. sp. ros. p. 374. Wg. fl. pol. 1. p. 664. Karo 

p. 274. Auf Sandfeldern, Wiesen, Felsen, Mauern. Ueberall und 
oft sehr häufig. 



Florac Polonlcne Frodromiis 



187 



1092. Chry^o plenium alternifolimn L. Sz. sp. ro.s. p. I)7.'{. Wjr. II. pol i. 

p. ()2H. Karo p. 244. In schattijreji, feucliteu Laubwilldcrii, an 
Jiiicheii, Quellen, auf Sumpfwiesen, lloberall gemein. 

1093. eil. oppositifolium L. Feuchte, schattige Stellen. Sehr selten, nur 

um Kampinos b. Warschau (Uf.) und -tyse gory (Jstrz.). 

70. Familie. Grossulariaceae DC. 

1094. Rihes Grossularia L. Sz. sp. ros. p. 376. Wg. fl. pol. 1. p. 427. 

Br. fl. er. 356. Häufig angepflanzt, in der Form b) Xlva crupa 
L. (als Art), häufig verwildert, aber auch einheimisch, wenigstens 
im s. Gb. b. tyse Gory (Wg.), Ojcöw (Br.) u. s. w. 

1095. R. alpinum L. Wg. fl. pol. 1. p. 426. Br. fl. er. 357. Wälder, Felsen, 

im n. Gb. häufig, im s. seltener. Augnstow^, Rajgrod, Zgierz, 
tagiewniki (Wg.), Kalisz (Sz.), S. Krzyz (Jstrz.), Z-foty Potok 
(Wislicki und L.), Ojcöw, Grodzisko (Br.), Mokotow b. Warschau 
(Rf.), hier wohl nur angepflanzt und verwildert. 

1096. B. nigrum L. Sz. sp. ros. p. 376. Wg. fl. pol. 1. p. 425. Btz. Beitr. 

206. Feuchte Wälder, Bäche, Sümpfe, Ufer. Ueberall häufig. 

1097. B. rubrum L. Sz. sp. p. 376. Wg. fl. pol. 1. p. 424. Btz. Beitr. 206. 

In feuchten Wäldern, Hecken. Ueberall und meist häufig, nicht 
selten auch an Zäunen etc. verwildert. 
? B. petraeum Wulf. Soll b. Zloty Potok (Wislicki und L. und 
auch Sapalski) wild vorkommen, was gewiss nur ein Irr- 
thum ist. 

71. Familie. Betiilaceae A. Br. 

1098. Corylus Avellana L. Sz. sp. ros. p. 498. Wg. fl. pol. 2. p. 599. Btz. 

Beitr. In Wäldern, Gebüschen. Ueberall häufig. 

1099. Carpinus Betulus L. Sz. sp. ros. p. 496. Wg. fl. pol. 2. p. 605. Btz. 

Beitr. 481. Ueberall vereinzelt in Wäldern, oder grosse Bestände 
bildend. 

1100. Betula alba L. Sz. sp. ros. p. 495. W^g. fl. pol. 2. p. 601. Br. fl. er. 

881. Btz. Beitr. 477. Ueberall, oft in grossen Beständen. Aendert 
ab: b) ojcoviensis Bess. (Fl. Gal. n. 1166 et Adi. p. 396 soll 
nach Trauttveter: Bull, de St. Petersb. v. XV. p. 287. sy- 
nonym mit JB. verrucosa Ehrh, sein); nur im Thale Ojcow 
bei Szyce und Kobierzyn (Jstrz., Br.). 

1101. B. pubescens Ehrh. Br. fl. er. 882. Btz. Beitr. 478. In Wäldern, 

Torfmooren. Selten. Goclawice, P^tuow, ieczyn (Jstrz., Btz.), 
zwischen Korzkiew, Smardzowice und Pr^duik(B r.), Szezebrzeszyn, 
Radecznica (Jstrz.), Kleraensow (Br.) und häufig im n. Gb. 
(Jstrz.). 



188 Rostafiriski: 

1102. -B. humilis Schrnk. QB. f ruticos a Auct.) Auf Moorwieseii, Torf- 

briichen. Sehr zerstreut und nur im n. und ö. Gb. Sejny, Preny 
(Jstrz.), Szczuczyn, W9,sosz (Wg.)? zwischen Krynice, Zamosc 
und Erasnybrod (Jstrz), Szczebrzeszyn (Br.). 

1103. B, nana L. Angeblich im n. Gb. (Jstrz.), ich habe keine Exemplare 

gesehen. 

1104. Alnus glutinosa (L.) Gärtn. Sz. sp. ros. p. 496. Wg. fl. pol. v. 2. 

p. 590. Etz. Beitr. 474. Ueberall; Gebüsche und Wälder an 
feuchten Orten bildend. 

1105. A. incana (L.) DC. Sz. sp. ros. p. 496. Wg. fl. pol. 1. p. 592. An 

feuchten Waldstellen, sumpfigen Flussufern. Ueberall vereinzelt. 
Zwischen Marjampol und Sapiezjszki (Jstrz.), und zwischen 
Warschau und iowicz (Br.) grosse Bestände bildend. 

1106. A. glutinoso-incana Wirtg. (^A. pubescens Tausch.}. Bis jetzt nur 

im Thale Ojcow (Br.) beobachtet. 

72. Familie» Fagaceae (Doli.) A. Br. 

1107. Fagus silvatica L. Sz. sp. ros. p. 496. Wg. fl. pol. Br. fl. er. 857. 

Ueberall vereinzelt; grössere Waldungen finden sich im Kreise 
Lipno (Wg.), b. Rypin (Jstrz), b. Brzeziny (Wg.), zwischen 
Kalisz und Wielun b. Lelöw, Olsztyn, tarki, Ojcow, iyse Göry 
(Jstrz.) und im s.-ö. Gb. im gräflich Zamoyski''schen Majorat 
(über 300jährige Bäume). 

1108. Quercus Rohur L. Sz. sp. ros. p. 498. Wg. fl. pol. 2. p. 612. Ueberall 

in grösseren oder kleineren Beständen. 

1109. Q. sessiliflora Sm. Sz. sp. ros. p. 498. Wg. fl. pol. 2. p. 610. Wie vor. 

73. Familie. Cornaceae DC. 

1110. Cornus sanguinea L. Sz. sp. ros. p. 254. Wg. fl. pol. 1. p. 315. In 

Wäldern, Gebüschen, Hecken. Ueberall und meist häufig. 
C. mas L. Häufig in Gärten angepflanzt, vielleicht noch im s.-ö. 
Gb. wild zu finden. 

74. Familie. XJmbelliferae Juss. 

1111. Hydrocotyle vulgaris L. Wg. fl. pol. 1. p. 466. Btz. Beitr. 207. Br. 

fl. er. 364. Eichwald. (Skizze etc. p. 158). Torfwiesen, Sümpfe, 
Ufer. Selten. G^bin, Kowal (Wg.), zwischen ieczyn und Gocia- 
wice (Btz.), Tuszow, Dlutow b. Kalisz, Zdworze b. Gostynin 
(Jstrz.). An der Przemsza (Br.) wohl noch häufig übersehen; 
im ö. Gb. noch nicht beobachtet. 

1112. Sanicula europaea L. Sz. sp. ros. p. 269. Wg. fl. pol. 1. p. 467. 

Br. fl. er. 365. In schattigen Wäldern. Ueberall und oft häufig. 



l'lorn»! Polonicae Proilronius. 



189 



Hill. Äittrantia major L. \V g*. H. pol. 1. j). 4()H. Hr. (1. er. Sdiatt ij^t- 

etwas feuchte Wälder, Gebüsc he, Wald wiesen. Dem ii. (ih. felilciid, 
sonst zerstreut. O^,!)!!! (Jstrz.1, D-fiiira t^ika b. Koniii (Ht/. 
exsicc.);um AVnrsclian (Wji."), z.B. hei Hielaiij (Jif.), Zabki (Jst rz.), 
Kadoni (VVg-.), Pu'fawy, tukow (Jstrz.), Lublin (Kf.), Ojcuw, 
Grodzisko (Br.) u. s. w. 

H14. £})'yngiu7n campestre L. Sz, sp, ros. p. 270. Wg. fl. pol. 1. p. 470. 

Im s. Gb. zwischen l^u-k, Piiiczow und Wisl'ca gemein und von 

da aus weiter längs der Weichsel, dem u. Gb. fehlend. 
1115. E. planum L. S z. sp. ros. p. 269. Wg. fl. pol. 1. p. 471. Btz. Beitr. 

208. Trockene, saudige Orte, Wegränder, Wiesen, an Flussufern. 

Ueberau ziemlich häufig. 

nie. Cicuta virosa L. Sz. sp. ros. p. 261. Wg. fl. pol. 1. p. 491. Btz. 

Beitr. 209 und 210. In Gräben, Sümpfen, an Teichrändern, üeberall 
und oft häufig. Aendert ab: b) tenuifolia Froel (als Art), seltener. 
* f Apium graveolens L. Häufig gebaut und zuweilen verwildert. So 
z. B. um Kiodno b. Warschau (Rf.). 
* Petroselinum sativum Hoffm. In Gärten überall angebaut. 
1117. Helosciadium repens (Jacq.) Koch. Sehr selten; nur im Thale 

Ojcow (Bre- 
ills. Falcaria sioides (Wil.) Aschs. (^Siwn Falcaria L. Falc. Rivini 
Host.). Sz. sp. ros. p. 263. Wg. fl. pol. 1. p. 510. Btz. Beitr. 
213. Aecker, Wiesenränder; auf Lehmboden. In einigen Gegenden 
gemein, in anderen seltener; dem n. Gb. ganz fehlend. Warschau 
(Sz.) nur b. Parysöw und Wawrzyszew (Jstrz.). 

1119. Aegopodium Podagraria L. Sz. sp. ros. p. 256. Wg. fl. pol. 1. p. 177. 

Gebüsche, Waldränder, Bäche, Zäune, Gartenland. Ueberall 
gemein. 

1120. Carmn Carvi L. Sz. sp. ros. p. 257. Wg. fl. pol. 1. p. 478. Btz. 

Beitr. 214. Aufwiesen, Triften, an Waldrändern. Ueberall gemein, 
und ausserdem häufig gebaut. 

1121. Pimpinella magna L. Sz. sp. ros. p. 257. Wg. fl. pol. 1. p. 474. 

Btz. Beitr. 215. Br. fl. er. 273. Gebüsche, Wiesen, Waldränder. 
Ueberall und stellenweise sehr häufig. Warschau (Sz.), z. B. Wa- 
wrzyszew (Jstrz.), Opalin (Rf.). 

1122. P. Saxifraga L. Sz. sp. ros. p. 257. Wg. fl. pol. 1. p. 474. Btz. 

Beitr. 216 und 217. Karo p. 248. Auf Hügeln, Triften, Wiesen. 
Ueberall gemein. Aendert ab: b) nigra Willd. (als Art), nicht 
selten, z. B. um Wierzböwiec b. P^onk (Rf.j, Kalinowo b. tomza 
(W. Puchalski), Gocfawice (Btz.), Kiodno b. Warschau (Rf.), 
Czestochowa (K.) u. s. w. 



190 



J. RostafiiSski: 



ld23. Berula angustifolia (L.) Koch. Sz. sp. ros. p. 262. Wg. fl. pol. 1. 

p. 513. An GräbeD, Teichräudern, Bächeu, Quellen. Ueberall und 
meist häufig-. Warschau (Sz.), z. B. Wlochy (Rf.). 

1124. Sium latifolium L. Sz. sp. ros. p. 262. Wg. fl. pol. 1. p. 512. Br. fl. 

er. 377. Etz. Beitr. 218. In Gräben, Sümpfen, stehenden Gewäs- 
sern. Ueberall häufig. 

1125. JBupleurum falcatum L. Auf Kalkboden, nur im s. Gb. und zerstreut 

(Jstrz.). 

1126. B. longifoUum L. Wälder. Kalkfelsen. Sehr selten nur im s. und ö. 

Gb. Im Waldbezirk Olsztyn, b. Zrebice auf Kalkfelsen Pustelnia 
1600' (Gawarecki). In einem Lärchenwald b. Serwis, Kazimierz, 
CheJm (Jstrz,). 

1127. B. rotundifoUum L. Sz. sp. ros. p. 268. Wg. fl. pol. 1. p, 472. Br. 

fl. er. 378. Auf schwerem Lehmboden, unter der Saat; nur im s. 
Gb. zerstreut, z. B. um Kazimierz, Cheim, Radzymice, Zielenice, 
Miechow, Proszowice, Piriczow, Kielce (Jstrz.), Ojcow (K.). 

1128. Oenanthe fistulös a L. Sumpfige Wiesen, Gräben; im u. und ö. Gb. 

nicht beobachtet, sonst selten. Mokotow b. Warschau (Rf.), 
Zloczew b. Kalisz, Wielun (Jstrz.). Im Thale des Pr^dnik (J. 
Sapalski). 

1129. 0. aquatica (L.) Lk. (^Phellandrium aquaticum L.). Sz. sp. ros. 

p. 261. Wg. fl. pol. 1. p. 485. Btz. Beitr. 219. In Gräben, 
Sümpfen, stehenden Gewässern. Ueberall gemein. 

1130. Aethusa Cynapium L. Sz. sp. ros. p. 261. Wg. fl. pol. 1. p. 494. 

Btz. Beitr. 220. Aecker, Schutt, Wegränder, Gartenland. Ueberall 
gemein. 

* f Foeniculum capillaceum Gilib. (F. officinale All.). Hin und wieder 
gebaut und bisweilen an Aeckeru verwildert. So z. B. um Pi^tnica 
b. iiomza (W. Puchalski). 

1131. Seseli annuum L. Sz. sp. ros. p. 258. Wg. fl. pol. 1. p. 478. Btz. 

Beitr. 221. Br. fl. er. 383. Auf grasigen Hügeln, Grasplätzen, 
Wiesen, im n. Gb. nicht beobachtet, sonst häufig. 

1132. Libanotis montana Crntz. (^Äthamanta Lihanotis L.). Wg. fl. pol. 

1. p. 489. Br. fl. er. 384. Felsen, Grasplätze, Gebüsche, im n. Gb. 
seltener, im s. und längs der Weichsel ziemlich häufig. Warschau 
z. B. Gociaw (Jstrz.), Grochow (Rf.). 
— Cenolophium Fischeri Koch. Im Thale des Niemen. Sicher in un- 
serem Gb. zu finden. 

1133. Cnidium venosum (Hoffm.) Koch. Wg. fl. pol. 1. p. 486. Sumpfige 

Waldwiesen, Gebüsche. Bisher nur im s. und ö. Gb. beobachtet; 
wohl im ganzen Gh., nur übersehen. 



FInrao rolonicaft Proilromiis. 



1134. Sil<iHS pyatensift (Lmk.) Hess. i^Peacedanmn S/iaits L. ). Wiesen, 

Gräben^ im s. Gh. ziemlich häufig, ticMU n. ü'hleiul. Um W n rsc haii 
z. B. bei Domaniew (Rf.), 
f Levisticum faludapifolium (Lk.) Aschs. {I/ujusticAim LeviMicum 
L.)- '^tz- l^citr. p. Hie und da g-ebaut und bisweilen ver- 

wildert, so z. E. b. Koniii (Btz.). Doch vielleicht ciiiheiiniscli im 
s.-ö. Gb. 

1135. Selinum CarviföUa L. Wg*. fl. pol. 1. p. 517. Btz. Beitr. %%). Auf 

feuchten Wiesen, zwischen Gebüsch. Ueberall häufig. Bei War- 
schau z. B. um Marysinek, Wygoda (Rf.). 

1136. Ostericum palustre Bess. Feuchte Wiesen, Ufer, Quellen. Im s. und 

besonders s.-ö. Gb. zerstreut, nach Norden zu seltener, im n. 
noch nicht beobachtet. 

1137. Angelica silvestris L. Sz. sp. ros. p. 263. Wg. fl. pol. 1. p. 519. 

Wiesen, Wälder, Flussufer, in Gebüschen. Ueberall häufig. Aendert 
ab: b) montana Schleich, (als Art); selten beobachtet um 
Bronowice (Sz.). 

1138. Archangelica sativa (Mi 11.) Bess. Br. fl. er. 390. Feuchte Wiesen, 

Laubwälder. Selten und bis jetzt nur im s. Gb. So z. B. Ojcow, 
Pieskowa Skada (Br.), Stat^zow, Krynice, Hrubieszöw (Jstrz.). 
? Peucedanum officinale L. Die Angabe von Erndtl (Virid. yarsav. 
p. 91. ^^Peucedanum germanicum. In pratis et monto^^is dunietis 
prope Pultosk" (soll heisseu Pultusk), soll nach Ledebour (fl. 
ross. V. II. p. 308) hierher gehören. Das Vorkommen dieser Pfl. 
in unserem Gb. scheint mir sehr zweifelhaft zu sein. 

1139. P. Cervaria (L.) Cuss. Wg. fl. pol. 1. p. 530. Br. fl. er. 392. Auf 
> trockenen Wiesen, Anhöiien, in Gebüsch, Wäldern. Zerstreut und 

dem n. Gb. fehlend. Um War^chau z. B. bei Wawrzyszew (Jstrz.), 
Klodno (Rf.). 

1140. P. Oreoselinum (L.) Much. Wg. fl. pol. 1. p. 531. Btz. Beitr. 225. 

Trockene Wiesen, Wälder. Ueberall sehr häufig. 

1141. P. alsaticum L. Wg. fl. pol. 1. p. 528. Auf sonnigen, grasigen 

Hügeln, nur im s. Gb. so b. Chelm (Wg.), Zamosc (Sz.), Kozie- 
giowy und Czestochowa (Jstrz.). 

1142. Thysselinum palustre (L.) Hoffm. Sz. sp. ros. p. 265. Wg. fl. pol. 

1. p. 532. Btz. Beitr. 226. Sumpfige Wiesen, Gebüsche, Ufer, 
Teichränder. Ueberall und oft häufig, 
f * Anethum graveoleyis L. In Südeuropa einheimisch, bei uns zum 
Küchengebrauche gebaut und häufig in Gärten, an Aeckern und 
Wegrändern verwildert, aber in den Standorten unbeständig. 
* 1143. Pastinaca sativa L. Sz. sp. ros. p. 258. Wg. fl. pol. 1. p. 524. 

Btz. Beitr. 228. Wiesen, Gräben, Wegränder. Ueberall sehr 
häufig und oft gebaut. 



192 



J. Rostafiriski: 



4144. Heracleum Sphondyliwn L. Sz. sp. ros. p. 264. Wg. fl. pol. 1. p. 521. 

Wiesen, Wälder, Gebüsche. Ueberall gemein, hie und da anch 
in der Form b) elegans Jacq. 

1145. //. sibiricum L. häufiger als voriges im n. Gb. z. B. um Marjampol, 

Piiisk, Lipsk, Radzikowo (J s trz.), Koniu(Btz.), hek b. Sochocin, 
Kampinos b. Warschau (Rf.) u. s. w. Aendert ab: b) longifolium 
Jacq. (als Art). Wg. fl. poJ. 1. p. 523. Br. fl. er. 397. Selir 
selten. Skuzyn b. Rajgrod (Wg.), Röza b. iakow, Zamosc (Jstrz.), 
Ojcow (Br.). 

1146. Laserpitium latifolium L. W g. fl. pol. 1. p. 534. B r. fl. er. 398. In 

Wäldern, auf Waldwiesen. Zerstreut; im n. Gb. seltener. (Der 
nördlichste Standort ist b. Sejny (Wg.), am häufigsten im ö. Gb. 

1147. L. prutenicuni L. Wg. fl. pol. 1. p. 535. Trockene Wiesen und 

Wälder. Ueberall ziemlich häufig. 
* 1148. JDaucus Carola L. Sz. sp. ros. p. 266. Wg. fl. pol. 1. p. 495. Btz. 
Beitr. 230. Wiesen, Triften, Wegränder. Ueberall gemein. 

1149. Caucalis daucoides L. Wg. fl. pol. 1. p. 497. Unter der Saat, beson- 

ders auf Kalkboden. Dem n. Gb. fehlend. In Kujawen selten, 
Kazimierz, Chelm, Piriezow, Kielee, Radzymice, Miechow, Zielenice, 
Pronowice u. s. w. 

1150. Toriiis Anthriscus (L.) Gmel. Sz. sp. ros. p. 267. Wg. fl. pol. 1. p. 

499. Btz. Beitr. 231. In Gebüschen, Zäunen, Hecken. Ueberall 
gemein. 

1151. Scandix Pecten Veneris L. Unter der Saat, gern auf Kalkboden; bis 

jetzt nur in Kujawen beobachtet, wohl auch im ö. Gb. 

1152. Anthriscus silvestris (L.) Hoffm. Sz. sp. ros. p. 259. Wg. fl. pol. 1. 

p. 506. Btz. Beitr. 232. An Waldrändern, Ufern, Zäunen, Wiesen- 
rändern. Ueberall gemein. 

1153. A. nitida (Whlnhg.) Grcke. (A. humilisBe&s., A. alpestris Wimm. 

und Grab. Chaerophylhim polonicum Jastrzebowski msc.). Nur 
in schattigen Wäldern; in den hyse Gory schon im Jahre 1829 
von Jastrzebowski beobachtet, wohl auch häufiger im s.-w. Gb. 

1154. A. Cerefolium (L.) Hoffm. Wg. fl. pol. 1. p. 507. Sehr oft verwildert 

und besonders im s. Gb. nach (Jstrz.) fast vollständig eingebürgert. 

1155. A. Scandix (Scop.) Atschs. (Scandix Anthriscus L., A. vulgaris 

Pers.). Sz. sp. ros. p. 260. Wg. fl. pol. 1. p. 508. In Dörfern, 
an Wegrändern, Mauern, Felsen; im s. Gb. ziemlich häufig, im n. 
noch nicht beobachtet. 

1156. Chaerophyllam temuluni L. Sz. sp. ros. p. 259. Wg. fl. pol. 1. p. 502. 

Btz. Beitr. 233. Hecken, Gebüsch, Triften, Zäune, Schutt. Ueberall 
gemein. 



Klorac Polonirac rrodromii: 



193 



Wlu. Ch. bulbosum I.. Sz. sp. ros. p. %:\\). \Vg. II. pol. 1. p. .'iOl. Jitz. 

lieitr. 234. In feuchteu Wäldern, GrUüschcn, Flussuferu. Ueberall 
zer.<itreut ; an don Weichsel ufern liüußg. 

1158. Ch. hirsutum. L. Sz. sp. ros. p. '^.')9. Wp:. fl. pol. 1. p. im. B r. fl. er. 

408. Iii f<.'uchten, scliattigen Wäld(^rii, an Bäoh(Mi, im Gebüsch. 
Selten. Im s. Gb. um Nowa Sinpia, S. Katarzyna (Jst rz,), Pie.skowa 
Skala, Ojcövv (Br.) und noch h. Warschau (Sz.), hier zahlreicli 
b. Wilanow (Rf.). 

1159. CIk aromaticum Sz. sp. ros. p. 259. Wg. fl. pol. 1. p. 504. Gebüscl), 

feuchte Waldstellen, Gartenland. Ueberall sehr liäufig. 

1160. Conium maculatum L. Sz. sp. ros. p. 266. Wg. fl. pol. 1. p. 515. 

Btz. Beitr. 235. In Dörfern, an Zäunen, in Gräben, auf Gemüse- 
äckern. Ueberall häufig. 

1161. Pleurospermuw austriacum (L.) Iloffm. In Waldthälern, Bächen. Im 

s. und besonders s.-ö. Gb. häufig und von da weiter längs der 
Weichsel; dem n. Gb. fehlend. So z.B. um Zabroczym, Kampinos b. 
Warschau (Rf.), iiukow, Roza (Jstrz.), Lublin (W. Puchalski), 
Chelm, Stofple, Ojcow (Jstrz.) u. s. w. 
•[ Coriandrum sativum L. Stammt aus Südeuropa. Ueberall in Gärten 
gebaut und oft an Zäunen und auf Schutt verwildert. 

75. Familie. Araliaceae. 

1162. TIedera Helix L. Wg. fl. pol. 1. p. 431. Br. fl. er. 411. In Wäldern, 

auf reisen, Mauern. Ueberall ziemlich häufig, 

76. Familie. Hallorrhagidaceae R. Br. 

1163. Hijppuris vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 6. Wg. fl. pol. 1. p. 117. Btz. 

Beitr. 187. In Gräben, stehenden Gewässern. Zerstreut. Um War- 
schau (Sz.), z. B. bei iiazienki, Mokotow (Rf.);i 

1164. Callitriche vernalis Kütz. Wg, fl. pol, 1, p. 119. In Bächen, Gräben, 

Pfützen. Ueberall häufig. 

1165. C. hamulata Kütz. Mit der vorigen überall häufig. 

1166. C sfagnalis Scop. Wg. fl. pol. 1. p. 120. Btz. Beitr. 188, Wie vor. 

1167. C. autumnalis L. Sz, sp, ros, p, 7. Br. fl, er, 336, In stehenden und 

langsam fliessendeu Gewässern; im s, Gb, zerstreut (Jstrz.). So 
b. Ojcöw (Br.), Czestochowa (K.), Zloty Potok (Jstrz.) u. s, w. 
Auch für Warschau (Sz.) angegeben, hier aber neuerlich nicht 
beobachtet. Dem n, Gb. fehlend. 

1168. Myriophylluni verde illatum L. Sz. sp. ros. p. 7. Wg. fl, pol. 2. p. 

597. Btz. Beitr. 186. In Gräben und stehenden Gewässern. 
Ueberall nicht häufig; die Form b) pectinatum DC, seltener. So 
z. B. um Klodno b. Warschau (Rf.). 
B4. IUI. Abhandl. 



194 



Rostafiiiski: 



1169. 3£ spicatum L. Sz. S}). roi. p. 7. Wg. £1. pol. 2. p. 596. Etz. Beitr. 

185. In Gräben, Teichen, stehenden Gewässern. Ueberall häufig. 

77. Familie. Onagraceae Juss. 

1170. Epüohium angustifolium IL. Sz. sp. ros. p. 395. Wg*. fl. pol. 1. p. 

611. Auf Waldwiesen, an Waldrändern. Ueberall und meist häufig-. 

1171. E. Dodonaei ? Vill. Bis jetzt nur im Thale des Pradnik (J. Sapal- 

ski) beobachtet; wohl häufiger im s. Gb. 

1172. E. hirsutumL. Sz. sp. roi. p. .395. Wg. fl. pol. 1. p. 612. Btz. Beitr. 

178. Karo p. 245. An Ufern, in feuchten Gebüschen, Gräben. 
Ueberall häufig. 

1173. E. parvißormn (Schreb.) Retz. Sz. sp. ros. p. 395. AVg. fl. pol. 1. 

p. 613. Btz. Beitr. 179. Gräben, Ufer, Gebüsche. Ueberall geniein. 

1174. E. montanum L. Sz. sp. ros. p. 395. Wg. fl. pol. 1. p. 614. Btz. 

Beitr. 180. In Wäldern, Gebüschen. Ueberall ziemlich häufig. 

1175. E. roseum (Schreb.) Retz. In Gräben, Bächen, Gebüschen. Ueberall 

(?) und meist nicht selten. Um Warschau z. B. bei Kampinos, 
Klodno, Wolka Grodziska, Milosna, Opalin etc. (Rf.). 

1176. E. tetragonum L. QE. obscurum [Schreb.] Retz.). Sz. sp. ros. p. 

395. Wg. fl. pol. 1. p. 615. Quellen, Bäche, Sümpfe, Waldwiesen. 
Ueberall zerstreut; b. Warschau (Sz.) häufig. 

1177. E. obscurum (Schreb.) Rchb. (^J. virgatum Auct. E. tetragonum 

Griseb.). Sz. sp. ros. p. 395. Bis jetzt selten beobachtet, so : 
Wizajny (Jstrz.), Targowek b. Warschau (Sz.), Jadow (Jstrz.) 
und wohl weiter im Gb., nur oft übersehen. 

1178. E. palustre L. Sz. sp. ros. p. 395. Wg. fl. pol. 1. p. 615. Karo p. 

245. Sumpfige, torfhaltige Wiesen, Gräben, Quellen, Wälder. 
Ueberall häufig. 
? E. trigonum Schrk. und 

? E. alpinum Tu \ wurden für das s.-w. Gb. augegeben. Ich habe keine 
Exemplare dieser Pflanzen aus unserem Gb. gesehen und das Vor- 
kommen derselben scheint mir dort höchst zweifelhaft und 
unwahrscheinlich zu sein. 

1179. Oenothera biennis L. Sz. sp. ros. p. 394. Wg. fl. pol. 1. p. 600. Btz. 

Beitr. 182. Stammt aus Virginien, seit 1614 in Europa eingewan- 
dert. An den sandigen Flussufern und sonst auf Sandstellen 
überall häufig und vollständig eingebürgert. 

1180. Circaea lutetiana L. Sz. sp. ros. p. 393. Wg. fl. pol. 1. p. 147. Br. 

ü. er. 327. Btz. Beitr. 183. In schattigen, feuchten Laubwäldern. 
Ueberall und meist nicht selten. 



/ 



rhtrae Pulonirnt' Pr.nlronins. 



195 



■1181. C. l.if er media Khrli. I> r. Ii. er. MH. Soluittigc, rcuohtc Laubwälder; 

l)is jetzt nur im s.-w. (Jb. so um *.yse G6rv (Jstrz.), Ojcöw (Br.) 
und wohl weiter. 

118^2. C. alpina L. AVg. H. pol. 1. p. liM. Br. fl. er. ;}29. Btz. Beitr. IHi. 

In schattigen Laubwäldern, im n. Gh. liäutiger als C. Intetiana 
(test. Wg.), sonst zerstreut. So um Gociawice (Btz.), -fcek b. So- 
chocin (Rf.), Radom (Wg.), Ojcow, Grödzisko (Br.), Zamosc, 
Krasny:>taw, Zwierzyniec (Jstrz.) u. s. w. 

1183. Tvapa natans L. Wg. fl. pol. 1. p. 317. Stehende Gewässer. Sehr 

zerstreut. Augustow, Baranow b. Opoczno, Berezow b. Suchedniow, 
Kostrzen b. Wielui'i (Jstrz.), a. d. Przemsza (Br.) u. s. w. 

78, Familie. lythraceae Juss. 

1184. Peplis Portula L. Sz. sp. ros. p. 402. Wg. fl. pol. 1. p. 588. Btz. 

Beitr. 191. Feuchte Aecker und Triften, Gräben, Teichränder. 
Ueberau nicht selten. Warschau (Sz.), z. B. Wola (Rf.). 

1185. Lythrum Salkaria L. Sz. sp. res. p. 40>!l. Wg. fl. pol. 1. p. 715. 

Btz, Beitr. 190. Karo p. 247. In Gräben, an Ufern, in feuchten 
Gebüschen. Ueberall gemein. 

1 186. L. Hyssopifolia L. Wg. fl. pol. l.p. 716. Auf feuchten, sandigen Triften, 

Aeckeru, in Gräben; zerstreut und im n. und ö. Gb. noch nicht 
beobachtet. Nur bei £owicz(W g'.),Plock,Prazka, Piriczow (Jstrz.), 
nächst Warschau (Sz.), z. B. um Klodno (Rf.), Raszyn, Stamieri, 
(Jstrz.). Gesellig, aber au den Standorten unbeständig, oft viele 
Jahre ausbleibend, 

79. Familie. Thymelaeaceae Juss. , 

1187. Tbymelaea Passerina (L.) Coss. u, Germ. Wg. fl. pol, 4 p. 627- 

Auf trockenen Anhöhen, Aeckern. Dem n. Gb. fehlend, im ö. bis 
jetzt nur b. Kazimierz (Wg.) und Chelm (Jstrz.) beobachtet, 
im s.-w, Gb. zerstreut. 

1188. Daphne Mezereum L. Sz. sp. ros. p. 71. Wg. fl. pol. 1. p, 626. In 

feuchten Laubwäldern, Gebüschen. Ueberall zerstreut. Um War- 
schau (Sz.), z. B. bei Bielany (Rf.). 

1189. D. Cneorum L. Sehr selten, bis jetzt nur zwischen Ruda und Cmie- 

lüw. An steinigen Ufern der Kamienna (Jstrz.). 

80. Familie. Santalaceae R. Br. 

1190. Thesium Linophyllum L. Sz. sp. res. p. 70. Wg. fl. pol. 1. p. 436. 

Br. fl. er. 832 und 833. Wiesen, Waldränder, Raine, auf verschie- 
denen Pflanzen schmarotzend, nicht selten; so z. B. bei Chefm, 

25* 



196 



J. Rostaf itiski: 



Stoipia, Kazimierz, Checiny (Jstrz.), Janowice (Wg.), Ojcow 
(Br.) Tl. s. w. Dem n. Gb. fehlend. 
1491. Th. alpinum L. Auf grasigen Abhängen. Selten; bis jetzt nur zwi- 
schen Kazimierz und Janowiec (Jstrz.). 

1192. Th. ehracteatum Hayn. W g. fl. pol. 1. p. 435. Karo p. 274. Auf 

Waldplätzen, grasigen Hügeln, auf verschiedenen Pflanzen schma- 
rotzend; im u. Gb. häufig, sonst zerstreut; so z. B. Radora (Wg.), 
Wygoda b. Warschau (Rf.), liosice (K.), Sandomierz (Wg.) u. s. w. 

81. Familie. Loranthaceae Don. 

1193. Viscum album L. Sz. sp. ros. p. 253. Wg. fl. pol. %. p. 655. Auf 

verschiedenen Bäumen, vorzugsweise aber auf Kiefern schma- 
rotzend. Es finden sich auch in der Literatur Angaben über das 
Vorkommen von Misteln auf Eichen. So sagt Erndtl (Virid. varsav. 
p. 131) „Viscum baccis albis in Betulis et Quercubis potissime hic 
provenit." Kluk (Dyk. ros. v. 3. p. 168) gibt an: Viscum kommt 
vor auf Eichen und derselbe Schriftsteller sagt in einem anderen 
Werke (Zoologia v. 2. p. 354), dass zur Bereitung von Vogelleim 
die Beeren der auf Eichen gewachsenen Mistel vorzuziehen sind. 
Anderseits aber hat man mir vielmals versichert, die Mistel komme 
häufig auf Eichen vor, man hat mir sogar Exemplare von Viscum^ 
die angeblich von Eichen gesammelt wurden, zugeschickt, leider 
aber ohne Ansatzstelle, was also die Sache um keinen Schritt weiter 
fördert. Ob also die Mistel im Gb. auf Eichen schmarotzt, bleibt 
vorläufig unentschieden. Ich muss aber noch erwähnen, dass man 
mir erzählt hat, in den grossen Eichenwäldern des südwestlichen 
Gebietes (zwischen Pauki, Blachownia und Czestochowa) komme eine 
Mistel vor, die gelbe Beeren habe uud im Winter ihre Blätter verliere! 
Das könnte also nur Loranthus sein. Wenn man die reiche und 
mannigfaltige Vegetation unseres südwestlichen Gebietes in's 
Auge fasst, so klingt die Angabe nicht unwahrscheinlich. Spä- 
tere Untersuchungen in dieser Beziehung müssen die Sache ent- 
scheiden. 

82. Familie. Rosaceae Juss. 

1194. Sjpiraea media Schmidt (»S. chamaedryfolia L. nach Koch syu. 1^ 

p. 231, /S". confusa Regel et Kl.) Sehr selten. Auf Kalkfelsen b. 
Szydiöw uud Ossow (Jstrz.). 

1195. S. salicifolia L. Wg. fl. pol. 1. p. 739. An Ufern, Bächen, in Hecken. 

Selten und dem n. Gb. fehlend. Kowal (Jstrz.), Nowe Miasto 
a. d. Pilica b. Skarbkowa (Br.), a. d. Kamienna b, Wachock 
(Wg.). Zwischen Puiawy und W61ka (Br.), zwischen Bilgoraj 
und Jozefow Ordynacki (Jstrz.). 



Florae Polonicac Prodromiis. 



197 



1106. Aruncus silvef<ter K o s t e 1 e t zk y. (Sp. Aruncus LJ Kluk Dyk. ro>. 

Nr. Wg. f1. pol. 1. j). Hr. fl. er. "271. In feuchten und 

schattigen Wäldeiu, an Biithen, Quellen. Zerstreut und dem n. 
Gb. fehlend, l'r/yhyszew b. Cieclianowice (Kluk), um Warschini 
(Erudtl Virid. varsav. p. 37 ^^Drym<)p(Hjon barba Caprae}'') z. H. 
bei Bielauy, W^chock (Wg.), Ojcow (Rr.) u. s. w. 

1197. Ulmaria pentapetala Gilib. {Spiraea Ulmaria L.)- Sz. sp. ros. p. 

419. Wg. fl. pol. 1. p. 738. Btz. Beitr. 152- Karo p. 274. Feuchte 
Wiesen, Ufer. Ueberall häufig. Warschau (Sz.), z. B. Goc^awek 
(K.j, Saska Kepa (Rf.). 

1198. U. Filipendula (L.) A. Br. Sz. .sp. ros. p. 419. Wg. fl. pol. 1. p. 73C. 

Btz. Beitr. 154. Auf trockenen Wiesen, Anhöhen. Ueberall ziemlich 
häufig. Warschau (Sz.), z. B. zwischen Wilanow, Natolin (Rf.). 

1199. Geum iwbammi L. Sz. sp. ros. p. 417. Wg. fl. pol. 1. p. 7G3. Btz. 

Beitr. 155. Karo p. 246. Feuchte Wälder, Gebüsche, Zäune. 
Ueberall gemein. 

1200. G. rivale L. Sz. sp. ros. p. 417. Wg. fl. pol. 1. p. 764. Btz. Beitr. 

156. Feuchte Wiesen, Gräben, Ufer, Gebüsche. Ueberall ziemlich 
häufig. Warschau (S z.), z. B. Grochow (Rf.). 

1201. G. rivali-^urhanum G. Meyer, ((r. intermedium Ehrh.) Zwischen 

den Stammarten beobachtet um tek b. Sochocin (Rf.). 

— G. strictum Ait. Wird sich ohne Zweifel im n. Gb. finden, da es im 
benachbarten Oätpreussen allgemein verbreitet ist. 

1202. Buhns fruticosus L. Sz. sp. ros. p. 418. Wg. fl. pol. 1. p. 744. Btz. 

Beitr. 157. Au Wäldräudern, in Gebüschen. Ueberall gemein. 

1203. R. affinis W. und N. An Waldrändern, Ackerrändern, Zäunen. 

Ueberall ziemlich häufig. 

1204. R. villicaulis Köhler. In Wäldern; zerstreut, im n. Gb. noch nicht 

beobachtet; um £ek b. Sochocin (Rf.). 

1205. R. Radula W. u. N. Bis jetzt nur um Zakroczym a. d. Weichsel (Rf.), 

wohl aucb weiter im Gb. 

1206. R. hybridus Vi 11. iB. glandulosus Bellardi). Br. fl. er. 280. In 

Wäldern; bis jetzt nur selten beobachtet. Zwischen Pionsk und Socho- 
cin (R f.), um Zamosc, Krasnystaw, Tomaszow (Jstrz,), Ojcow (Br.). 

1207. R. nemorosus Hayne. (Ä. dumetorum W. u. N.) In Wäldern, Ge- 

büschen, Zäunen; im s.-w. (Br.) und s.-ö. (Jstrz.) Gb. ziemlich 
häufig, wohl auch weiter. 



198 



J. Rostafiriski: 



1208. R. caesius L. Sz. sp. ros. p. 718. Wg. fl. pol, 1. p. 745. Btz. Beitr. 

158. Auf Aeckeru, in Wäldern, Gebüschen. Ueberall häufig. 

1209. R. Idaeus L. Sz. sp. ros. p. 417. Wg. fl. pol. 1. p. 743. Btz. Beitr. 

159. In Wäldern, Hecken, Ueberall häufig. 

1210. R. odoratus L. Stammt aus Canada; als Flüchtling aus dem bota- 

nischen Garteu b. Warschau in tazienki in Menge verwildert 
(F. Kamiuski). 

1211. R. saxatilis L. Sz. sp. ros, p. 417. Wg. fl. pol. 1. p. 746. Br. fl. er. 

283, In trockenen, lichten Laubwäldern, auf Felsen, Mauern, 
Ueberall ziemlich häufig. 

1212. jR. Chamaemorus L. Bis jetzt nur im n. Gb., besonders in dem Thale 

des Niemen (Jstrz.) ziemlich häufig, vielleicht auch weiter im 
ö. Gb. 

1213. Fragaria vesca L. Sz. sp. ros. p. 416. Wg. fl. pol. 1. p. 747. Btz. 

Beitr. 160. Karo p. 246. In Wäldern, Gebüschen, auf Wiesen. 
Ueberall gemein. 

1214. F. moschata Duchesne. (F. «toorEhrh.) Br. fl. er. 285. Schattige 

Laubwälder, Gebüsche: im s. Gb. zerstreut, im n. selten, hier 
noch a. d. Wkra b. Sochocin (Rf.). 

1215- F. collina Ehrb. Sonnige Hügel, Gebüsche, Wiesen. Ueberall, be- 
sonders auf kalkhaltigem Lehmboden ziemlich häufig. 

1216. Comarum palustre L. Sz. sp. ros. p. 416. Wg. fl. pol. 1. p. 753. 

Btz. Beitr. 161. Sümpfe, Moore, Torfwiesen, Gräben. Ueberall 
häufig. 

1217. Potentilla supina L. Sz. sp. ros. p. 413. Wg. fl. pol. 1. p. 752. 

An Flussufern, Teichen, in Dörfern. Dem n. Gb. fehlend (?) sonst 
zerstreut. 

1218. P. norvegica L. Sz. sp. ros. p. 416. Wg. fl. pol. 1. p. 760. Teich- 

ränder, feuchte, saudige Orte. Sehr zerstreut. Tajenka a. d. 
Biebrza (Wg.), Preny (Jstrz.), Gora Kalwarja (Wg.), Krubek 
(Jstrz.), Kiodno b. Warschau (Rf.), Frampol (Wg.) und ziemlich 
häufig im s.-w. Gb. (Jstrz.). 

1219. P. rupestris L. Sz. sp. ros, p. 413. Wg .fl. pol. 1. p, 749, Trockene 

Wälder. Selten, tomza (Wg.), Kampinos b. Zamczysko (Rf.), 
Warschau (Sz.), z. B. Bielany (Rf.), Wygoda (K), Kielce (Jstrz.) 
und wohl weiter. 



1220. P. anserina L. Sz. sp. ros. p. 413. Wg. fl. pol. 1. p. 750. Btz. 

Beitr. 162. Karo p. 273. Triften, Wege, Gräben. Ueberall gemein. 



I-Morae Poloiiicae Proilromiis. 



1913 



it'li. P. recta L. Hr. 11. er. i'Jl. Somiiy^c Iliiircl, \val<liu-(', .steiiiijj-e Orte^ 
nur im s. (Jb. um Smolen (Jstrz.), OjciSw (Br.), Ziiniosc, Szcze- 
brzeszyu, Cheim (Jstrz.). 

? P. hirta L. Wg*. fl. pol. 4. p. 754. Die Angabe dieser Pflanze gehört 
höchst wahrscheinlich zu der vorigen. 

4222. P- canescens Boss. Auf sonnigen Hügeln, nur im s. Gb.; der einzige 
mir bis jetzt bekannte Standort ist b. Kielce (Jstrz.). 

1223. P. argentea L. Sz. sp. ros. p. 415. Wg. fl. pol. 1. p. 755. Btz. Beitr. 

463. Karo p. 273. Unbebaute Orte, üeberall gemein. 

4224. P. collina Wibel. Br. fl. er. 294. Karo p. 273. Bis jetzt nur selten 
beobachtet, so: Pr^dnik (Br.), Starostwo b. tosice (K), .Eek bei 
Sochocin (Rf.), wohl häufiger im Gb., aber oft übersehen. 

4 225. P. reptans L. Sz. sp. ros. p. 413. Wg. fl. pol. 1. p. 759. Btz. Bi.itr. 

464. Wiesen, Triften, Wegränder, Gräben. Ueberall gemein. 

4226. P. procumhens Sibth. Sicher bis jetzt nur im Thale des Pr^duik b. 

Ojcow und Pieskowa Skala (Jstrz.), wohl häufiger im Gb, 

4227. P. silvestris Neck. (Tormentilla erecta L.) Sz. sp. ros. p. 413. Wg. 

fl. pol. 4. p. 764. Btz. Beitr. 463. Karo p. 273. Wälder, Gebüsche, 
Wiesen, Triften. Ueberall gemein. 

? P. aurea L. Augeblich im Thale des Pr^dnik (J. Sapalski), was 
höchst unwahrscheinlich ist. 

1228. P. Verna L. S z. sp. ros. p. 415. Wg. fl. pol. 1. p. 756. In Wäldern, 

auf sonnigen Abhängen. Ueberall häufig. 

1229. P. cinerea Chaix. Btz. Beitr. 166. Karo p. 273. Bis jetzt nur 

selten beobachtet. Liehen b. Goslawice (Btz.), umWarsch.au z.B. 
bei Natolin, Babice (Rf.), Grochow (K.), tosice (K.) und gewiss 
weiter verbreitet im Gb. 

1230. P. opaca L. Sz. sp. ros. p. 415. Wg. fl. pol. 1. p. 757. Br. fl. er. p. 

299. Btz. Beitr. 167. Waldränder, Gebüsche, sonnige Anhöhen, 
im s. Gb. mitunter ziemlich häufig, im n. seltener, 

1231. P. alba L. Sz. sp. ros. p. 415. Wg. fl. pol. 1. p. Br. fl. er. 300. 

Karo p. 273. In trockenen Wäldern, Gebüschen. Zerstreut. 
Bei Warschau (Sz.), z. B. um Marymont (Jstrz.), Bielany (Rf.), 
Wygoda (K.). 

1232. Älchemilla vulgaris L. Sz. sp. ros. p. 413. Wg. fl. pol. 1. p. 327. 

Br. fl. er. 308. Btz. Beitr. 168. In schattigen Wäldern, feuchten 
Wiesen. Ueberall häufig, doch hie und da ganz fehlend, z. B. b. 
Warschau. 



200 J. Rostafiriski: 

1233. A. arvensis (L.) Scop. W g. fl. pol. 1. p. 329. Btz. Beifcr. 168. Auf 
Aeckern. Ueberall aiclit selten. So z. B. um Konin (B tz.), Ojcow, 
Szczebrzeszyn, Wilczkowice (Jstrz.) u. s. w. 

4234. Sanguisorha officinalis L. Sz. sp. ros. p, 412. Wg. fl. pol. 1. p, 326. 

Btz. Beitr. 170. Feuchte Wiesen, Gräben. Ueberall und oft häufig. 

1235. S. minor Scop. (^Poterium Sanguisorha L.) Br. fl. er, 311. Trockene 

Anhöhen, steinig*e Orte. Dem u. Gb. fehlend, im s. nicht selten. 
Die nördlichsten mir bis jetzt bekannten Standorte sind: Checiny, 
Kielce und Opole. 

1236. Agrimonia Eupatoria L. Sz. sp. ros. p. 412. Wg. fl. pol. 1. p. 717. 

Btz. Beitr. 171. Karo p. 243. An Wegrändern, auf Grasplätzen, 
Hügeln. Ueberall sehr häufig. 

1237. A. odorata Mill. Bis Jetzt nur b. Czestochowa (K.) und b. Kampinos 

(Rf.) beobachtet, gewiss weiter im Gb., nur oft übersehen. 

-- A. pilosa Ledeb. Wird sich höchst wahrscheinlich im ö. und n. Gb. 
finden. 

1238. Rosa pimpinellifolia DC. Häufig angepflanzt, angeblich auch wild 

im s.-ü. Gb. 

1239. R. alpina L. Nach den Angaben von Ritsehl soll diese Art von 

Jessen bei Mjsfowice gefunden worden sein. 

1240. R. cinnamomea L. Zerstreut im s. und besonders im s.-ö. Gb. 

1241. R. turhinata Ait. Bis jetzt nur im Thale Ojcow b. Tartak (Jstrz. 

herb. !). 

1242. R. canina L. Sz. sp. ros. p. 410. Wg. fl. pol. 1. p. 740. Btz. Beitr. 

172. Zäune, Gebüsche, Waldränder. Ueberall gemein. Aendert ab : 
b) dumetorum Thuill, überall häufig; c) collina Koch, nicht 
selten; hierher auch 2. glandulosa Bess. (als Art), d) Klukii 
Bess. (als Art), {R. canina y. sepium Koch); beobachtet im 
Thale Ojcow und b. Szczebrzeszyn (Jstrz.). 

1243. R. ruhiginosa L. Btz. Beitr. 163. Hügel, trockene Waldränder, 

saudige Orte. Ueberall ziemlich häufig. 

1244. R. tomentosa Lm. Wg. fl. pol. 1. p. 741. In Wäldern, Gebüschen, 

au Zäunen. Ueberall häufig. 

1245. R. gallica L. Br. fl. er. 307 in der Form b) pumila L. fil (als Art). 

Zerstreut durch das s. Gb., so um Chefm, Szczebrzeszyn, Zamosc, 
Pinczow, Busk (Jstrz.), Ojü6w (Br.). 



Florac l'oliiuicac Froilroinii' 



201 



83. Familie. Pomarieae Lindl. 

1:246. Mespilus Oxyacantha (L.) riärt ii. S/. sp, ros. p. 40i. Wg. fl. pol. 1. 

p. 734. I3tz. l^eitr. 174. In Ifecken, an Zäunen, Waldrändern. 
Ueberau gemein. 

1247. M. monoijpna (Jacq.) Willd. Sz. sp. ros. p. 404. Wg. 11. pol. 1. p. 

734. Waldränder, Hecken. Ueberall häufig. 

1248. Cotoneaster integerrimus Mcdik. {Mespilus Cotoneaster L.) Br. fl. 

er. 314. Auf Felsen, steinigen Hügeln, in Wäldern. Selten; ira s. 
Gh. b. Ojcow (Br.) und an den Kamieuna-llferu (Jstrz.), dann 
an den Seen des n, Gb. (Jstrz.). Aendert ab: b) melanocarpa 
Fischer, (C. nigra Fr., C. polonica Jstrz. herb.); nicht selten 
zwischen der Hauptform im Thale Ojcow (Jstrz.). 

? Ämelanchier vulgaris Much. Sz. sp. ros. p. 403. Augeblich in Wäl- 
dern b. Warschau (Sz.), gewiss unserem Gb, fremd. 

1249. Pirus comynunis L. Sz. sp. ros. p. 405. Wg. fl. pol. 1, p. 729. Btz. 

Beitr. 175. In Wäldern, an Weg- und Ackerrändern. Ueberall 
gemein. Auch in vielen Abarten in Gärten gepflanzt. 

1250. P. Malus L. Sz. sp. ros. p. 405. Wg. fl. pol. 1. p. 735. Btz. Beitr. 

176. In Wäldern. Ueberall, aber seltener als voriges. In Gärten 
in vielen Abarten gebaut. 

1251. P. aucuparia (L.) Gärtu. Sz. sp. ros. p. 407. Wg. fl. pol. 1. p. 732. 

Btz. Beitr, 177. In Wäldern, Gebüschen. Ueberall häufig. 

1252. P. torminalis (L.) Ehrh. Sz. sp. ros. p. 406. Wg, fl. pol, 1. p. 733. 

In Wäldern. Ueberall vereinzelt, besonders im s. Gb. 

84. Familie. Amygdalaceae Juss. 

* Amygdalus nana L. Nicht selten in Gärten angepflanzt. 

* Ä. Persica L. Stammt aus Asien; jetzt in mehreren Abarten in 

Gärten vielfach gezogen. 

Prunus Armenica L. Stammt aus Asien; in Gärten häufig gebaut. 

1253. P. spinosa L. Sz. sp. ros. p. 421. Wg. fl. pol. 1. p. 726. Btz. Beitr. 

148. Karo p. 273. Waldränder, Zäune, steinige Hügel. Ueberall 
häufig. 

1254. P. insititia L. Zäune, Wälder; vereinzelt, selten gepflanzt. 

i * P. domestica L. In vielen Abarten gezogen, nicht selten verwildert. 
Bd. IUI. ibhaadl. 9^ 



202 



J. Rostafiriski: 



1255. P. avium L. Sz. sp. ros. p. 921. Wg. fl. pol. 1. p. 723. Trockene 

Anhöhen, Wälder. Im n. Gb. selten, bei Alexota (Jstrz.) u. b. 
SuwaJki (Wg.); im s. häufiger um tjsica, Ojcow (Jstrz.), Zloty 
Potok (Wislicki u. L.), Ksi^z, Chmielnik, Tomaszow, Zwierzyuiec, 
Zamosc (Br.), Szczebrzeszyn, Radeczuica (Jstrz.), Lublin (Rf.), 
Kazimierz (Jstrz.) u. s. w. 

f * P. Cerasus L. Stammt aus Asien^ jetzt überall in mehreren Abarten 
angepflanzt und hie und da verwildert; so z. B. b. Sienno (Wg.), 
zwischen Ostrowiec und Solec (Jstrz.), Befiyce b. Lublin (Br.). 

1256. P. Chamaecerasus Jacq. Wg. fl. pol. 1. p. 725. Trockene Laub- 

wälder, Hügel; im s. Gb. zerstreut. Pinczow, Sandomierz (Wg.), 
Stofp (Jstrz.), Zamosc (Br,), Chelm (Wg.), Szczebrzeszyn 
(Jstrz.), Lublin (Rf.), Pulawy (Br.), Kazimierz (Wg.) u. s. w. 
Von hier noch weiter längs der Weichsel, so zwischen Zakroczym 
und Modlin (Jstrz.). 

1257. P. Padus L. Sz. sp. ros. p. 419. Wg. fl. pol. 1. p. 722. Karo p. 

273. In feuchten Wäldern, Gebüschen. Ueberall häufig. 

85« Familie. Papilionaceae L. 

1258. Sarothamnus scoparius (L.) Koch. Sz. sp. ros. p. 434. Wg. fl. pol. 

2. p. 241. Br. fl. er. 209. In Wäldern, auf sandigen Haiden. Dem 
n. Gb. fehlend, sonst zerstreut. Zwischen Gora und Czersk (Wg.), 
um Wronow, Postaszewice, Janow, Ojcow (Jstrz.), Czajowice, Bialy 
Koscioi, Radom, Pufawy, Befzyce, Opole (Br.). 

1259. Genista pilosa L. Sz. sp. ros. p. 432. Wg. fl. pol. 2. p. 238. Auf 

dürrem Haideboden. Mir nur aus dem s.-w. Gb. bekannt; so 
zwischen Czestochowa, Olsztyn und Panki, dann zwischen Siewierz, 
Kromolow und Ogrodzieniec (Jstrz.), doch wohl weiter im Gb. 

1260. G. tinctoria L. Sz. sp. ros. p. 433. Wg. fl. pol. 2. p. 239. Karo p. 

246. Trockene Wiesen, Wälder, Gebüsche. Ueberall gemein. 

1261. G. germanica L. Kluk. Dyk. ros. Nr. 590. Wg. fl. pol. 2. p. 237. 

Karo p. 246. Waldige Orte, trockene Hügel, zwischen Gebüsch. 
Dem n. Gb. fehlend, im übrigen nicht selten. Um Warschau z. B. 
zwischen Wilauow und Natolin (Rf.), Wygoda (K.). 

1262. Cytisus nigricans L. Sz. sp. ros. p. 434. Wg. fl. pol. 2. p. 243. An 

steinigen, waldigen Orten. Sehr zerstreut und dem n. Gb. fehlend. 
Um Warschau (Sz.), z. B. bei Kampinos (Rf.). 

1263. C. ratisbonensis Schäffer. Sz. sp. ros. p. 434. Wg. fl. pol. 2. p. 

242. Grasige Hügel, sandige Orte. Im n. Gb. selten; so b. Zam- 



Florae Polonir.n^ Prodronuia. 



203 



biow (Wg.) uiul unweit «tyk (Saniol) weiter siidlich liiliifiger, so 
auch bei Warschau (Sz.) um Groch6w (K.)-) Natolin, Milosna, 
Kiöduo (Rf.). 

1264. C. capitahis Jacq. Br. fl. er. Hii. Nur im s.-w. Gb., wo er die 

Nordgreiize seiner Verbreitung findet. Um Ojcöw, Wilczkowice, 
NiedÄwiedz (Br.), Proszowice, Skalbniierz, Miechow (Jstrz.). 

* Lupinus luteus L. Stammt aus Südeuropa; jetzt häufig auf saudigem 

Boden im Grossen gebaut und nicht selten verwildert, aber an 
den Standorten unbeständig. 

* L. angustifolius und 

* L. albus L. seltener gebaut. 

1265. Ononis spinosa L. Sz. sp. res. p. 436. Wg. fl. pol. 2. p. 244. Karo 

p. 248. Triften, Wegränder, unfruchtbare Felder. Dem n. Gb. 
fehlend, sonst zerstreut. Um Warschau (Sz.) bei Siekierki 
(Jstrz.). 

1266. 0. repens L. Längs dem ganzen Weichselverlaufe nicht selten. 

(Jstrz. herb.) als 0. spinosa v. rotundifolia (Jstrz.). 

1267. O. arvensis L. syst. nat. (O. hircina Jacq.) Wg. fl. pol. 2. p. 245. 

Btz. Beitr. 109. Wiesen, Triften. Ueberall häufig. 

1268. Änthyllis Vulneraria L. Sz. sp. ros. p. 437. Wg. fl. pol. 2. p. 246. Btz. 
Beitr. 110. Auf trockenen Wiesen, Triften, Hügeln. Ueberall häufig. 

* 1269. Medicago sativa L. Wg. fl. pol. 2. p. 287. Ueberall gebaut, häufig 
verwildert und eingebürgert. 

1270. M. falcata L. Sz. sp. ros. p. 442. Wg. fl. pol. 2. p. 283. Btz. Beitr. 

112 und 113. Karo p. 247. Trockene Wiesen, Wege, Grasplätze. 
Ueberau häufig. Aendert ab: b) media (als Art), nicht selten; 
c) procumbens Bess. (als Art), im s.-w. Gb. überall häufig. 

1271. M. lupulina L. Sz. sp. ros, p. 442. Wg. fl. pol. 2. p. 282. Btz. 

Beitr. 114. Karo p. 247. Wiesen, Felder, Wegränder. Ueberall 
gemein. Aendert ab: b) Willdenowii Roem. (als Art), nicht 
selten im s.-w. Gb., besonders im Thale Ojcöw (Jstrz.). 

1272. Melilotus dentatus (Wrs. K.) Fers. Wg. fl. pol. 2. p. 213. Btz. 

Beitr. 115. Wegränder, Gräben, gern auf Salzboden. Im s.-w. 
Gb. und von da weiter längs der Weichsel zwischen Wislica und 
Busk (Wg.), Skalbmierz, Proszowice, Solec, Janowice (Jstrz.)., 
Zakroczym (Rf.), Ciechocinek b. WiocJawek (Jstrz.), Ostrow^s 
b. Konin (Btz.). 

26* 



204 



J. Rostafinski: 



1273. M. altissimus Thuil]. (37. oßcmalis'W\\U.) Ufer, Wiesen, Gräben, 

Gebüsche, Lehmäcker. Ueberall ziemlich häufig-. Um Warschau 
z. B. bei Oltarzew, Mokotöw (Rf.). 

1274. M. oßcinalis (L.) Desr. (M. Petitpierreanus Willd.) Sz. sp. ros. 

p. 439. Wg. fl. poh 2. p. 309. An Ackerrändern, Wegen, unter 
der Saat, an trockenen, steinigen Orten. Ueberall häufig. 

1275. 3L albus Desr. (Jf. vulgaris Willd.) Sz. sp. ros. p. 439. Wg. fl. 

pol. 2. p. 310. Btz. Beitr. 116. Wege, unbebaute Orte. Ueberall 
gemein. 

— M. polonica L. Kommt im Gb. nicht vor. 

* 1276. Trifolium pratense L. Sz. sp. ros. p. 440. Wg. fl. pol. 2. p. 299. 

Btz. Beitr. 117. Wiesen, Grasplätze. Ueberall sehr häufig und 
ausserdem im Grossen gebaut. 

1277. T. alpestre L. Wg. fl. pol. 2. p. 297. Br. fl. er. 227. Btz. Beitr. 120. 

Karo p. 275. Trockene Wälder, Felsen. Ueberall und meist häufig. 

1278. T. ochroleucum L. Bis jetzt nur zwischen Wawrzenczyce und Nowe 

Brzesko a. d. Weichsel (B r.), wohl auch weiter im Gb. 

* T. incarnaium L. Seltener gebaut. 

1279. T. arvense L. Sz. sp. ros. p. 441. Wg. fl. pol. 2. p. 298. Btz. Beitr. 

119. Karo p. 275. Aecker, Sandfelder. Ueberall gemein. 

1280. T. medium L. Wg. fl. pol. 2. p. 297. Btz. Beitr. 120. In Wäldern, 

auf trockenen Wiesen. Ueberall und meist häufig. 

1291. T. ruhens L. Sz. sp. ros. p. 440. Wg. fl. pol. 2. p. 296. Br. fl. er. 

232. Wälder, Gebüsche, Grasplätze; verbreitet, aber sehr zer- 
streut. Szczuczyn (Wg.), -fcomza (W. Puchalski), Wioclawek, 
Parchotka, Zamosc (Br.), CheJm, Stolpia (Jstrz.}, Ojcow (Br.), 
um Warschau (Sz.) b. Kaweczyn (H. Cybulski), Bielany (Rf.). 

1282. T. fragiferum, L. Sz. sp. ros. p. 442. Wg. fl. pol. 2. p. 302. Btz. 

Beitr. 121. Karo p. 275. Wiesen, Triften, Gräben. Ueberall 
zerstreut. Um Warschau (S z.), z. B. bei Klöduo (Rf.)- 

1283. T. Lupinaster Wg, fl. pol. 2. p. 290. In trockenen, lichten Wäldern. 

Selten. Zwischen iomza und Stawiska (Wg.), zw. Brzeziuy und 
Widawa b, Diutow, zw. Kaliu und Wielun, Ciechocinek (Jstrz.), 
Bia^ystok (L. Cienkowski) u. s. w. 

1284. T. montanum L. Sz. sp. ros. p. 441. Wg. fl. pol p. 2. p. 294. Btz. 

Beitr. 122. Karo p. 275. Trockene Hügel, Waldwiesen. Ueberall 
häufig. 



Florao Polonicac Prodromus, 90^ 

1285. T. repena L. Sz. sp. roa. p. 441. Wg. 11. pol. 2. p. 292. lUz. Heilr. 

123. Karo p. '275. Wiesen, Triften, Wege. IJeberall gemeiu. 

1286. T. hybridum L. S z. sp. ros. p. 441. Wg. 11. pol. '2. p. 293. Btz. Beitr. 

124. Feuchte Wiesen. Ueberall und meist häufig. 

1287. T. elegans Sav. (T. caespitosum Bess.) Selten; zwischen S-fuzew 

und Krolikaruia b. Warschau. 

1288. T. spadiceum L. Sz. sp. ros. p. 442. Wg. 11. pol. 2. p. 30ö. Wald- 

und Torfwiesen. Zerstreut. 

1289. T. agrarium L. Sz. sp. ros. p. 441. Wg. fl. pol. 2. p. 304. Btz. 

Beitr. 125. Karo p. 275. In trockenen Wäldern. Ueberall ziemlich 
häufig. 

1290. T. procumhens L Sz. sp. ros'. p. 442. Wg. fl. pol. 2. Btz. Beitr. 126. 

Aecker, Triften, Wege. Ueberall gemein. 

1291. T. filiforme L. Sz. sp. ros. p. 442. Wg. fl. pol. 2. p. 307. Btz. Beitr. 

127. Auf Wiesen, Triften, sandigen, steinigen Orten. Ueberall 
häufig. 

1292. Dorycnium suffruticosum Vill. Nur auf dem Hügel Skowronua bei 

Pinczöw, hier aber sehr zahlreich (Jstrz.). 

4293. Lotus corniculatus L. Sz. sp. ros. p. 446. Wg. fl. pol. 2. p. 287. Btz. 

Beitr. 128. Karo p. 247. Grasplätze, Wiesen, Triften. Ueberall 
gemein. Aendert ab: b) tenuifolius Rchb. (als Art); selten, 
zwischen Radziejow und Plowce, Ciechocinek, Leszcz und Solec 
b. iieczjca, Busk (Jstrz.), Ostrow (Btz.). 

1294. L. uliginosus Schtz. L. Sz. sp. ros. p. 446. Wg. fl. pol. 2. p. 279. 

Feuchte Waldplätze, sumpfige Wiesen. Ueberall, aber nicht häufig. 
Warschau (Sz.), z. B. Ksi^^zenice, Kampinos (Rf.). 

1295. Tetragonolobus siliquosus (L.) Rth. Sehr selten. Ciechocinek und 

zwischen Busk, Wislica und Szczaworyz häufig (Jstrz.). 
— Galega officinaUs L. Wird sich gewiss noch im s.-w, Gb. finden. 

t Colutea arborescens L. Btz. Beitr. 130. Am See Goc^awskie zwischen 
P^tnöw und iieczyu zahlreich verwildert (Btz.). 
f Rohinia Pseud-Äcacia L. Stammt aus Nordamerika; jetzt überall 
angepflanzt und sich stellenweise selbst aussäend. 

* Caragana arborescens L. Stammt aus Sibirien, wird häufig angepfl. 

1296. Oxytropis pilosa (L.) DC. Bis jetzt nur selten im s. Gb. (so b. Busk, 

Pinczow etc.) beobachtet, gewiss überall, wenn auch nicht häufig 
yerbreitet. 

1297. Ästragalus Oker L. Sz. sp. ros. p. 452. Wg. fl. pol. 2. p. 289. An 

Weg- und Wiesenräudern, Zäunen. Ueberall zerstreut. 



206 



J. Roslafiiiski: 



1298. A. glycyphyllos L. Sz. sp. ros. p. 452. Wg. fl. pol. 2. p. 288. Btz. 

Beitr. 132. Er. fl. er. 244. Wälder, Gebüsche, Wiesenränder. 
Ueberau häufig". 

1299. A. danicus Retz. QA. Hypoglottis Auct. non L.) Bis jetzt nur selten 

im n. Gb., so b. August6w, Suwalki u. s. w. (Jstrz.), gewiss 
auch weiter verbreitet. 

1300. A. Onohrychis L. Sz. sp. ros. p. 453. Wg. fl. pol. 2 p. 287. Nur im 

s.-ö. Gb., aber dort ziemlich häufig, so b. Che^m (Wg.), Stofpie, 
Zamosc (Jstrz.), Tomaszow, Tjszowce, Hrubiesz6w (Br.). 

1301. A. arenarius L, S z. sp. ros, p. 453. Wg. fl. pol. 2. p. 286. Btz. 

Beitr. 133. Sandboden, Triften, Nadelwälder. Im d. Gb. häufig, 
im s. seltener und dem s.-ö Gb. vielleicht ganz fehlend. Warschau 
(Sz.), z. B. Miiosna (Rf.). 

1302. Coronilla varia L. Sz. sp. ros. p. 460. Wg. fl. pol. 2. p. 315. Btz. 

Beitr. 134. Karo p. 245. Sonnige Hügel, Raine, Wiesenränder. 
Ueberau gemein. 

1303. Ornithopus perpusillus L. Sz. sp. ros. p. 459. Bis jetzt nur bei 

Warschau, wohl häufiger im Gh., nur übersehen. 

1304. Onohrychis viciaefolia Scop, (^Hedysarum Onohrychis L.) Auf Hügeln, 

Triften, gern auf Kalkboden; zerstreut durch das s. und be- 
sonders s.-ö. Gb., sonst hie und da im Grossen gebaut und 
verwildert. 

1305. Vicia dumetorum L. Sz. ros. p. 456. Wg. fl. pol. 2. p. 264. Schattige 

Wälder. Ueberall, im n. Gb. seltener. 

1306. V. Cracca L. Sz. sp. ros. p. 457. Wg. fl. pol. 2. p. 267. Btz. Beitr. 

135. Wiesen, Zäune, Aecker. Ueberall und meist häufig. 

1307. V. tenuifolia Rth. Aecker, Wiesen, Gebüsche; im s. Gb. häufig, im 

n. sparsam. 

130». V. villosa Roth. Sz. sp. res. p. 457. Wg. fl. pol. 2. p. 268. Karo 
p. 275. Unter der Saat. Ueberall gemein. Mit weisser Blumen- 
krone beobachtet: Jordanowice b. Grodzisk, b. Warschau (Rf.). 

1309. V.sepium L. Sz. sp. ros. p. 457. Wg. fl. pol. 2. p. 272. Btz. Beitr. 

136. Karo p. 275. Zäune, Wiesen. Ueberall gemein. 

V. sativa L. Ueberall auf Aeckern gebaut und häufig verwildert. 

1310. V. angustifolia All. Sz. sp. ros. p. 457. Wg. fl. pol. 2. p. 269. Btz. 

Beitr. 138. Karo p. 275. lu trockenen Wäldern, auf Grasplätzen, 
Aeckern. Ueberall häufig. 

1311. V. lathyroides L. Bis jetzt sehr selten; so bei Kampinos, Wola 

Miedniewska (Rf.), gewiss weiter im Gb. verbreitet. 



Florae Poloulrae Prodromus. 207 

131^2. Erviitn pisiforme (L.) Peterm. Sz. sp. ros. p. 450. Lichte Laub- 
wälder. Sehr zerstreut. Pouienioiiie, Sapieiyszki, Alexota, Zegrzyji, 
Modlin, Serock (Jstrz.), Warschau (Sz.), Parchotka (Br.), 
Pusteluia b. Olkusz (Jstrz.). 

1313. E. silvaticum (L.) Peterm. Sz. sp. ros. p. 406. Wg. fl. pol. 2. p. 

265. Trockene Laubwälder, bewaldete Hügel. Ueberall uud meist 
häufig. 

1314. E. hirsutum L. Sz. sp. ros. p. 458. Wg. fl. pol. 2. p. 276. Aecker, 

Gebüsche, sandige Ufer. Ueberall häufig. 

1315. E. tetraspermum L. Sz. sp. res. p. 458. Saudfelder, Gebüsche, Wald- 

ränder. Ueberall ziemlich häufig. 

f * Lens esculenta Mnch. Gebaut besonders im n. Gb. und häufig verw. 
und eingebürgert. 

Pisum sativum L. Auf Aeckern gebaut, hie und da besonders im s. 
Gb. auch zwischen der Hauptform in der Form b) arvense L. 
(als Art), z. B. b. Miech6w (J. Sapalski). 

1316. Lathyrus tuberosus L. Sz. sp. ros. p. 4ü5. Wg. fl. pol. 2. p. 258. 

Unter der Saat; im n, Gb. noch nicht beobachtet, sonst ziemlich 
häufig. Warschau (Sz.), z. B. Mokotöw, Oltarzew (Rf.). 

1317. L. pratensis Ij. Sz. sp. ros. p. 455. Wg. fl. pol. 2- p. 256. Btz. Beitr. 

143. Wiesen, Zäune, Gräben. Ueberall gemein. 
? L. hirsutus L. Die Angabe von Erudtl (Virid. varsay. p. 67) 
findet sich wiederholt b. Ledebour (fl. ross. 2. p. 682). Doch 
wächst die Pflanze gewiss nicht b. Warschau. Vielleicht noch, zu 
finden im s.-w. Gb. 

1318. L. Silvester L. Sz. sp. ros. p. 456. Wg. fl. pol. 2. p. 259. Wälder, 

Wiesenräuder; im n. Gb. ziemlich häufig, sonst zerstreut. Sejny, 
Sienno (Jstrz.), Solec, Bjchawa, Lublin, Zaraosc (Br.), Wislica, 
Miechow, Kielce (Jstrz.) u. s. w. Diess ist L, latifolius in Kluk's 
Dyk. ros. Nr. 745. Aendert ab: b) ensifolius Brnh. z. B. um 
Podzamcze b. Maciejowice (Jstrz.). 

1319. L. platypTiyllos Retz. In Gebüschen, an Waldrändern. Ueberall 

zerstreut, mit allen Uebergängen zum vorigen. 

— L. heterophyllös L. Wurde im Gb. noch nicht beobachtet. 

1320. L. latifolius L. Wg. fl. pol. 2. p. 260. Selten. Skowronna b. Pinczow 

(Wg., Jstrz,), sonst häufig in Gärten gezogen und verwildert, 
so z. B. um Kiodno b. Warschau (Rf.). 
4321. L. paluster L. Wg. fl. pol. 2. p. 261. Btz. Beitr. 144. Auf feuchten 
Wiesen, an sumpfigen Ufern. Ueberall, meist häufig. 



208 



J. Rostafiriski: Florae Polonicae Prodromus. 



1322. L. vernus (L.) Bernh. Sz. sp. ros. p. 456. Wg. fl. pol. 2. p. 253. 

Schattige, feuchte Laubwälder, üeberall häufig. 

1323. L. montanus Bernh. QOrobus tuberosus L.) S z. sp. ros. p. 456. Br, 

fl. er. 265. In trockenen Laubwäldern, üeberall ziemlich häufig. 
Uni Warschau (Sz.), z. B. bei Mokotow (Rf.). 

1324. L. luteus (L.) Nur in der Form b) laevigatus W. K. (als Oröbus). 

Wg. fl. pol. 2. p. 255. Selten. Sejny (Jstrz.), Radom (Wg.), 
iakow (Jstrz). Im Walde bei Gwardiacki Most nächst Pu- 
Jawy (B r.). 

1325. L. niger (L.) Bernh. Sz. sp. ros. p. 456. Wg. fl. pol. 2. p. 254. 

In trockenen Laubwäldern, üeberall ziemlich häufig. 



Zur Kenntniss 

der 

Fisolifauna des Amurgebietes. 

Von 

Benedikt Dybowski. 

Vorgelegt in der Jahressilzung am 3. April 1872. 



Indem ich im Jahre 1869, während einer dreimonatlichen Reise, die 
Gelegenheit gehabt, den ganzen Amurfluss wie dessen rechten tributären 
Nebenflnss, den Ussuri nebst Sungatschi, und endlich den Chankasee zu 
befahren, unternahm ich, sofern es verschiedene Nebenumstände zuliessen, 
die ichthyologische Fauna dieser Gewässer einem näheren Studium zu 
unterwerfen. Ich habe die Resultate dieser Studien schon im Jahre 1870 
in einem Aufsatze unter dem Titel: „Grundzüge der Ichthyographie des 
Araurflusses" niedergelegt und denselben nebst 15 Tafeln Abbildungen 
und eingehender Maasangabe der sibirischen Abtheilung der geographi- 
schen Gesellschaft zum Drucke übergeben. — Da die citirte Arbeit aber 
in russischer Sprache, welche den ausländischen Gelehrten nicht zugängig 
ist, abgefasst wurde, so will ich hier die Diagnosen der neuen oder 
wenig bekannten Arten in der deutschen Sprache veröffentlichen. 

Im Jahrgange 1869 der Verhandlungen der k. k. zoologisch-bota- 
nischen Gesellschaft in Wien ist mein Aufsatz über die Daurischen Fische 
erschienen, ich habe in demselben kurze diagnostische Merkmale einer 
Anzahl Arten Fische aus dem Amurwassergebiete mitgetheilt. Die vor- 
liegende Arbeit soll die oberwähnte ergänzen und vervollständigen; aus 
diesem Grunde halte ich es für nöthig, hier die Druckfehler zu berich- 
tigen, welche sich in dem angeführten Aufsatze eingesohlichen haben 
und von denen manche den Sinn modificiren, während andere die Namen 
der Fische verunstalten. 

B<t. XXII. Abhandl. 97 



210 



Ben. Dybo-wski: 



Diagnosen der Fische des Amnrgebietes. 
Familie Percoldei. 
1. Gattung. Actenolepis mihi. 

Diagnose. Beide Rückenflossen miteinander vereinigt. Bürsten- 
zähne an beiden Kinnladen, am Pflugscharbeine und an den Gaumen- 
knochen (auf dem Zwischenkiefer , und dem Unterkiefer mitunter auch 
grössere, spitzkonische Fangzähne). Zunge glatt ohne Zähne. Vorder- 
deckel am Hinterrande gezähnelt. Unterer Kienaendeckelwinkel abgerundet, 
Seitenflächen des Hinterhauptes, Kiemendeckels, Unterdeckels und der 
Wangen beschuppt. Alle Schuppen cycloid. Beiderseits sieben Kiemen- 
strahlen. Stachelstrahlen der Rücken- und der Afterflosse heteracanth. 

1. Art. Actenolepis Ditmarii mihi. 

Diagnose. Körper compress, seine Höhe Va der Körperläiige. Sei- 
tenflächen grünlichgelb gefärbt, mit unregelmässigen, schwärzlichen Mar- 
morflecken. Alle Flossen mit Ausnahme des Pectoralen schwarz gefleckt. 
Hinterrand des Vorderdeckels mit 22 stachelartigen Zähnen. 

I D. XI; n D. 2/12; A. HI + 1/9; V. 4/5; P. 2/U; C. 4/14/1. 
Sq. 30/146/44. Radii branchiostegi 7/7. Long. tot. 550™"^. 

Fundort. Unterer und mittlerer Amurlauf, Ussuri, Chanka. 

Familie Siluroidei. 
II. Gattung. Bagrns Val. 
2. Art. Bagrus ussuriensis mihi. 

Diagnose. Körper sehr schlank, cjlindrisch, seine Höhe % — V« der 
Totallänge. Kopf stumpf, 5,8mal in der Totallänge enthalten. Scheitel- 
fläche des Kopfes mit Haut bedeckt; der leistenartige, knochige Fortsatz 
des Hinterhauptes das Gehäuse des Rückenstachels nicht erreichend. Acht 
Bartfäden. Oberkieferbarteln kürzer als der Kopf. Stirubreite zwischen 
den Augen 3% Augendiametern gleich. Stützstrahl der Brustflossen nur 
an der unteren Kante gezähnelt. Rückenflosse und die ungleich-lappige 
Schwanzflosse abgerundet. 

D. n/7; A. 3/17 — 46; V. 1/5; P. 1/7; C. 4/45/4. Rad. brauch. 
8/8. Long. tot. 4000'""^. 

Fundort. Ussuri, Sungatschi, Chanka. 



Zur Kcnntniss iUt Fischfauna des Aniurgeblelcg, 



211 



Familie Cyprinoidei. 

A. Mit 2 Kiemenstrtahlen auf jeder Seite. 

III. Gattung. Ouychodon mihi. 

Diagnose. Starke, kuppennagelförmige Zähne, jederseits zu 4 in 
einer lockeren Reihe 4/4. Mund klein, oberständig, ohne Barteln. Rücken- 
flosse knrz, Afterflosse verlängert, beide ohne knochenartige Stützstrahlen. 
Kiemenbogen gleichmässig geschwungen, nicht winkelig gebrochen. Rechen- 
zähne auf jedem der 4 Kiemenbogen in % lougitudinale Lamellen ver- 
wachsen, zwischen welchen ein Hohlraum. Schuppen klein, festsitzend, 
ohne Fächerstrahleu. Bauch von der Kehle aus schneidend, mit einer 
medianen Hautkante. 

3. Art. Onychodon mantschuricus Bas. 

Cephaliis mantschuricus Basilewsky 1. c. pag. 235. Tab. VIT. Fig. 3. 

Diagnose. Auge sehr niedrig. Kiemendeckel sehr gross; Unter- 
deckel schmal. Höhe des Körpers und Länge des Kopfes ein Viertel der 
Totallänge. Länge der Afterflosse 6,5— 7mal in der Körperlänge ent- 
halten. 

D. 3/7; A. 3/12-13; V. 1/7; P. 1/18; C. 1/17/1. Sq. 28-32/ 
1 13—124/20. Rad. branch. 2/2. Long. tot. 1000"^°". 
Fundort, Ussuri, Chanka. 

B. Mit 3 Kiemenstrahlen auf jeder Seite. 

IV. Gattung, dobiosoma mihi, 

Diagnose. Schlundzähne (dentes raptatorii) beiderseits 5 in einer 
Reihe 5/5. Mund unterständig, mit 2 Eckbartelu. Rücken- und Afterflosse 
kurz, beide mit biegsamen Stützstrahlen. Schuppen dünn, mässig gross, 

4. Art. Gobiosoma amurensis mihi. 

Diagnose. Körper dick, spindelförmig, sehr in die Länge gestreckt. 
Höhe des Körpers Va—V-r der Körperlänge. Breite des Körpers V5 der 
Höhe. Kopf keilförmig zugespitzt, 4mal in der Körperlänge enthalten. 
Auge schief und hochgestellt, hinter der halben Kopflänge beginnend. 
Stirnbreite zwischen den Augen beinahe einem Augeudiameter gleich. 
Bartfäden kurz, sie reichen zurückgelegt kaum bis zum vordem Augen- 
rande. Schwanzstiel sehr schlank, seine Höhe V^ß der Körperlänge. Basis 
der Rückenflosse um % länger als die der Afterflosse. Rückenflosse über 

27 * 



212 



Ben. Dybowski: 



der neunten Schuppe der Seitenlinie beginnend, Afterflosse unter der 
dreiuuddreissigsten bis fünfunddreissigsteu. 

D. 3/8; A. 3/6; V. 2/7; P. 1/14-45; C. 1/17/1. Sq. 6/48-50/5. 
Long. tot. 216'"'"- 

V. Gattung. Deyario Heck. 

Diagnose. Fünf Schlundzähne, jederseits in einer einfachen Reihe, 
5/5, ihre Kronen schwach seitlich zusammengedrückt, schräg abgeschlif- 
fen, öfters gekerbt. Mund yorderständig oder halb-unterständig, entweder 
mit zwei Eckbartelu oder ohne Barteln. Rücken- und Afterflosse verlän- 
gert, beide mit einem glatten Knochenstrahle. 

1. Abtheilung. Mund ohne Bartfäden. 

5. Art. Devario Asmussii mihi. 
Diagnose. Körper sehr hoch, compress, seine Höhe der halben 
Körperlänge gleich. Basis der Rückenflosse um länger als die der 
Afterflosse, ^Vamal in der Körperläuge enthalten. Rückenflosse über der 
eilften Schuppe der Seitenlinie beginnend und über der achtundzwanzig- 
sten oder neunundzwanzigsten endend. Afterflosse unter der neunzehnten 
entspringend und unter der neunundzwanzigsten oder dreissigsten endend. 
Mund vorderständig. Zahnkronen gekerbt. Rückenflosse und Afterflosse 
bei Männchen durch drei bis vier Längsreihen schwärzlicher Flecke ge- 
bändert. 

D. III/46— 18; A. 111/12-13; V. 2/7; P. 1/11; C. 1/16-17/1. 
Sq. 6/36—37/4. Long. tot. 116"^«^. 
Fundort. Chankasee. 

' 6. Art. Devario chaukaensls mihi. 

Diagnose. Körper massig hoch, seine Höhe ein Drittel der Körper- 
länge. Basis der Rückenflosse weniger als um V3 länger als die der After- 
flosse, SVzDial in der Körperläuge enthalten. Rückenflosse bei Männchen 
mit undeutlichen Flecken. Afterflosse ohne Flecken. Mund vorderständig; 
Zahnkronen glatt. 

D. III/12— 13; A. n[/10; V. 2/7; P. 1/10-11; C. 1/17/1. 
Sq. 6/35—36/4. Long. tot. 105^°"^. 

Fundort. Chankasee. 

YL Gattung. Megalobrama mihi. 

Diagnose. Schlundzähne cylindrisch, mit schwach seitlich compres- 
sen, schräg abgeschlifl'enen und in schwache Haken auslaufenden Kronen, 
sie stehen in drei lockeren Reihen geordnet, 2 — 4 — 5/5 — 4 — 2 oder 



Zur KtMiiifniss iler IMscIiriHitiii iles Aimirf,M'l)icU'S 



213 



2 — 4 — 4/5_4_'2. Vorderriicken oliiie llaiitraplic. Hauch abgerundet 
oder schneidend mit einer Hautkante. Rückenflosse kurz, mit einem glat- 
ten, dicken Knochenstrahle. Afterflosse verlängert, ohne Knochenstrahl. 
Mund vorder- oder halbunterständig*. 

7. Art. Megalobrama Skolkovii mihi. 

Diagnose. Hölie des Körpers '/g der Totallänge. Dicke etwa 
der Höhe. Basis der Afterflosse % der Körperhöhe. Schnautze stumpf. 
Mund vorderständig. Kopfhöhe um % kleiner als die seitliche Länge des 
Kopfes, diese letztere 5,^mal in der Körperlänge aufgenommen. Schuppen 
länger als breit, Bauch abgerundet. 

D. HI/7; A.3/29-32; V.2/8; P. 1/16; C. 4/17/1. Sq. 13/53-57/8. 
Long. tot. 523"""' 

Fundort. Mittlerer und unterer Amurlauf, Ussuri, Sungari und 
Chanka. 

Var. M, carinaiits mihi. 

Diagnose. Bauchkante von der Kehle bis zum After deutlich. 
Schnautze spitzer, Kopf niedriger. Körper schlanker, Schuppen breiter 
als bei der typischen Form. 

D. ni/7; A. 3/30-32; V. 2/8; P. 1/16; C. 1/17/1. Sq. 13/57/7. 
Long. tot. 522'""^- 

Fundort. Derselbe wie bei der vorigen Art. 

Vü. Gattung. Culter Bas, 

Diagnose. Schluuzähne cylindrisch mit abgerundeten, iu ziemlich 
starke Haken auslaufenden Kronen, 2—4 — 4/4 — 4 — 2 oder 2—4 — 5/4 — 
4 — 2. Mund oberständig, ohne Barteln. Unterkiefer entweder mit einem 
Symphysenhöcker , wobei der Zwischenkiefer ausgerandet, oder ohne 
Symphysenhöcker, mit schneidenden Rändern, und der Zwischenkiefer 
ohne Ausraudung. Bauch entweder abgerundet oder schneidend, Rücken- 
flosse kurz, mit einem glatten Knochenstrahle, Afterflosse verlängert, 
ohne Knochenstrahl. Schuppen leicht abfallend. 

8. Art. Culter abramoides mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers 3,4mal in der Körperlänge enthalten. 
Basis der Afterflosse 3,8mal. Oberes Kopfprofil eingebogen. Unterkiefer 
vorstehend, mit einem Symphysenhöcker; Mundspalte schief. Bauch bis 
zu den gleichnamigen Flossen abgerundet. Rückenflosse hinter den Bauch- 
flossen beginnend. 

D. m/7; A. 2—3/28; V. 2/8; P. 1/12; C. 1/17/1. Sq. 14—15/ 
65—66/8. Long. tot. 310™'^- 

Fundort. Ussuri, Chanka. 



214 



Ben. Dybowski: 



9. Art. Culter Sieboldii mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers 4,3mal in der Körperlänge enthalten. 
Basis der Afterflosse 4,5ma]. Oberes Kopfprofil stark eingebogen. Unter- 
kiefer weit vorstehend, mit schneidenden Rändern, ohne Syniphyseuhöcker. 
Mundspalte senkrecht. Bauch bis zu den gleichnamigen Flossen abgerun- 
det. Rückenflosse hinter den Bauchflossen beginnend. 

D. III/7; A. 3/23; V. 2/8; P. 1/14; C. 1/18/1. Sq. 19/92/12. 
Long. tot. SSS"""^- 

Fundort. Mittlerer Amurlauf, Ussuri, Sungatschi, Chanka. 

10. Art. Culter rutilus mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers 4,1 — 4,4mal in der Körperläuge ent- 
halten. Basis der Afterflosse 5,3— 5,5mal. Obergs Kopfprofil sehr schwach 
eingebogen, beinahe geradlinig. Unterkiefer vorstehend, mit einem Sym- 
physenhöcker. Mundspalte schief. Bauch bis zu den gleichnamigen Flossen 
abgerundet. Rückenflosse gleich hinter der Ansatzstelle der Bauchflosseu 
beginnend. 

D. III/7; A. 3/19; V. 2/8; P. 1/17; C. 1/17/1. Sq. 16/77/7. 
Long. tot. 328°^"^- 

Fundort. Ussuri, Chanka. 

11. Art. Culter lucidus mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers beinahe 4mal in der Körperläuge 
enthalten, Basis der Afterflosse 5,7— 6mal. Oberes Kopfprofil geradlinig 
Unterkiefer vorstehend, mit einem Symphysenhöcker. Mundspalte schief. 
Bauch von der Kehle aus zusammengedrückt, schneidend, mit einer me- 
dianen Hautkante. Rückenflosse über dem mittleren Drittel der zurück- 
gelegten Bauchflossen beginnend. 

D. ni/7; A. 3/16; V. 2/8 ; P. 1/12; C. 1/17/1. Sq. 8-9/ 
49-52/4—3. Long. tot. 163"^™- 

Fundort. Chankasee. 

VIII. Gattung. Nasas Bas. 

Diagnose. Schlundzähue cylindrisch, mit abgerundeten in Haken 
auslaufenden Kronen, sie stehen in drei lockere Reihen geordnet, 2—4 — 4/ 
5 — 4 — 2. Nase durch ein knöchernes Gerüst unbeweglich, j schnabelartig. 
Rand des Zwischenkiefers und des Unterkiefers knochig, schneidend. 
Unterkiefer mit einem Symphysenhöcker, der iu eine Vertiefung am 
Gaumengewölbe hineingreift. Rücken- und Afterflosse kurz, ohne Knochen- 
strahl, erstere über den Bauchflossen beginnend. Schuppen klein, fest- 
sitzend. 



Zur Konnlniss der Fisclifaiiiia ilcs Amurgcbiolns. 



215 



1^2. Art. Nasus dahurious Jias. 1. c. pag-. '234. Tab. VII, Fig. 1. 

Diag-iiose. Höhe dos Körpers der Körperlängc, Dicke iV^mal 
i)i der Höhe enthalten. Basis der Rücken- und Afterflosse gleich lang, 
der Körperlänge. 

D. 3/10; A. 3/10; V. '2/9; P. 1/16; C. 1/16/1. Sq. 21/116/6. 
Long. tot. 1000"^'»' 

Fundort. Ussuri, Chauka. 

IX. Gattung. Sqnalidns mihi. 

Diagnose. Schlund zahne (dentes raptatorii), links 7, rechts 8, in 
2 Reihen geordnet, 2 — 5/5--3. Mund vorderständig oder halb unterstäii- 
dig, ohne Barteln. Rücken- und Afterflosse kurz, ohne Knochenstralil. 
erstere vor oder hinter den Bauchflossen beginnend. Bauch abgerundet. 
Schuppen massig gross, festsitzend. 

13. Art. Squalidus chankaensis mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers 3,8mal in der Körperlänge enthalten, 
Dicke mehr als die Hälfte der Höhe. Basis der Afterflosse kleiner als die 
der Rückenflosse, Vi^ der Körperlänge, Rückenflosse vor den Bauchflossen 
beginnend. 

D. 3/7; A. 3/6; V. 2/7; P. 1/12; C. 1/17/1. Sq. 5/34-36/3. 
Long. tot. lOS"^'"- 

Fundort. Chankasee. 

X. Gattung. Telestes Bp. 

Diagnose. Schluudzähne (dentes raptatorii) links 7, rechts 6, in 
2 Reihen geordnet, 2—5/4 — 2. Mund vorderständig oder halb-unterstän- 
dig, ohne Barteln. Rücken- und Afterflosse kurz, ohne Kuochenstrahl, 
erstere über den Bauchflossen beginnend. Schuppen ziemlich gross, fest- 
sitzend. 

14. Art. Telestes Brandtii mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers 5,5mal in der Totallänge und 4,6mal 
in der Körperlänge enthalten, Dicke der halben Körperhöhe gleich. Länge 
der Afterflosse etwa Vi^ der Körperlänge. Mund halb unterständig. Obere 
Körperbälfte schwärzlich gefärbt. , 

D. 3/7; A. 3/8; V. 2/8; P. 1/17; C. 1/16/1. Sq. 15/84/8. 
Long. tot. 403'»"^- 

Fundort. Chankasee, Ussuri. 



216 



Ben. Dybowski: 



XI. Gattung. Plagiognathus mihi. 

Diagnose, Schiandzähne (dentes cultriformes) in dreifacher Reihe, 
2—4-6/7—4—2 oder 2—3—6/7—4—2; Mund unterständig, quer. Mund- 
spalte horizontal. Oberlippe weich, ohne Barteln. Unterkiefer zugeschärft. 
Epithelialbeleg ob vorhanden? Rückenflosse kurz, mit einem glatten 
Knochenstrahl. Afterflosse verlängert, ohne Knochenstrahl. 

15. Art. Plagiog^nathus Jelskii mihi. 

Diagnose. Höhe des Körpers 3,5mal in der Körperlänge enthalten. 
Dicke Vs der Höhe. Basis der Afterflosse länger als die der Rückenflosse, 
etwa Vs Körperlänge. Mnndspalte halb kreisförmig. 

D. ni/7; A. 3/11-12; V. 2/8; P. 1/16; C. 1/17/1. Sq. 13/ 
79-84/7. Long. tot. 413™"^- 

Fundort. Chankasee, üssuri. 

XII. Gattung. Barbodon mihi. 

Diagnose. Schlundzähne cyliudrisch, mit seitlich schwach compri- 
mii'ten, in Haken auslaufenden Kronen, deren hintere Fläche schwach 
grubenai'tig vertieft ist. Zähne in einer Reihe geordnet, 5/5. Seltener 
in z_wei Reihen auf dem rechten Schlundkuochen, 5/5—1. Mund unter- 
standig. Mundspalte horizontal. Oberlippe weich, mit abgerundeten, einem 
Ohrläppchen ähnlichen Eckbarteln. Unterkiefer zugescliärft, Epithelialbeleg 
ob vorhanden? Rücken- und Afterflosse kurz, ohne Knochenstrahl. 

16. Art. Barbodon lacustris mihi. 
Diagnose. Höhe des Körpers der Körperlänge. Dicke der 
halben Höhe gleich. Basis der Afterflosse um Vs kürzer als die der 
Rückenflosse, der Körperlänge. Rückenflosse vor der Einlenkung der 
Bauchflossen beginnend. Mund sehr klein. Unterkiefer schaufeiförmig 
gestaltet. 

D. 3/7; A. 3/6; V. 2/7; P. 1/14; C. 11/17/9. Sq. 7/42/5. 
Long. tot. 257^'«- 

Fundort. Die Seen des untern Amurlaufes. 

Familie Salmonoidei. 

XHI. Gattung. Salmo L. Sieb. 

Diagnose. Mund weit, in der Regel oberständig, seltener vorder- 
oder halb unterständig. Kinnladen und Zunge mit kräftigen Zähnen 
besetzt. Pflugscharknocheii kurz oder mässig lang, seine vordere kurze 



Zur KiMiiitniss der Fisdifaiinn des Aniiir^rcbiolcs. 



217 



Platte allein init /älmeii besetzt, seine liiiitcrc läii^-ere riatto (Vomer- 
stiel) stets zahnlos. Schuppen klein, ovnl, während der f>aichzeit ohne 
perleuartige Epithelialexcreseenzen. Rücken- und AfterHosse kurz, erstere 
vor den Bauchllossen beginnend. 1 nguinalschu])])en lang-, lanzettförmig. 

■17. Art. Salmo leucomaenis l'all. 1. c pag. :VM). 

Diagnose. Höhe des Körpers 5nial, seitliche Länge des Kopfes 
4,6mal in der Körperlänge enthalten. Dicke l,8mal in der Höhe. Sclmautze 
stumpf. Mund vorderständig, beide Kinnladen gleich lang. Unterkiefer 
mit einer schwachen Syniphy.senerhebung. Zwischenkiefer mit einer Aus- 
randung. Tlinterrand des Oberkiefers bis hinter das Auge reichend. Vonier 
mässig laug, schmal, seine vordere Platte mit 5 — 6 Zähnen besetzt, welche 
in einer winkeligen Reihe geordnet stehen. Vomerstiel schmal, mässig 
laug, kahnförmig, nach hinten abgerundet. Seitenflächen des Körpers mit 
grossen, weisslichen, verwaschenen Flecken gezeichnet. 

D. 3/H ; A. 3/9; V. 2/8; P. 1/44; C. 4/17/1. Sq. 30/210— 230/40. 
Rad. brauch. 43/12, 12/12. Long. tot. 400'"'". 

Fundort. Unterer Amurlauf. 

18. Art. Salmo callaris Pall. 1. c. pag. 352. 

Diagnose. Höhe des Körpers 5mal, seitliche Länge des Kopfes 
4,5mal in der Körperlänge enthalten, Dicke der halben Höhe gleich. 
Schnautze stumpf. Unterkiefer kürzer als die obere Kinnlade, sein Sym- 
physenhöcker in eine Vertiefung am Gaunieng'ewölbe hineingreifend. 
Hinterrand des Oberkiefers bis hinter das Auge reichend. Vomer mässig 
lang, seine vordere Platte mit 4 Zähnen, welche in einer queren Reihe 
geordnet stehen. Vomerstiel wie bei der vorigen Art. Seitenflächen des 
Körpers mit zahlreichen, kleinen, rundlichen, rothen Flecken gezeichnet. 

D. 3/11; A. 3/9; V. 2/8; P. 1/13; C. 1/47/1. Sq. 40/250/48. 
Rad. brauch. 11/11. Long. tot. 364'^'"- 

Fundort. Unterer Amurlauf. 

XIV. Gattung. Trutta Sieb. 

Diagnose. Mund weit, unterständig. Nase in der Regel übergrei- 
fend. Kinnladen und Zunge mit starken Zähnen besetzt. Vomerknochen 
lang, seine vordere Platte mit Zähnen oder ohne Zähne. Vomerstiel lang, 
entweder zahnlos, oder mit Zähnen besetzt, welche im höheren Alter 
bald mehr, bald weniger verloren gehen. Die übrigen Merkmale wie bei 
der vorigen Gattung. 

19. Art. Trutta lagocephalus Pall. 1. c. pag. 372. 
Diagnose. Höhe des Körpers 455mal. seitliche Länge des Kopfes 
4,4mal in der Totallänge enthalten; Dicke beinahe der halben Höhe gleich. 
Bd. mi. Abliandl. 28 



218 



ßea. Dybowski: 



Nase sjpitz, abgerundet, übergreifend. Unterkiefer spitz, mit seinem ab- 
gerundeten Ende in eine Vertiefung am Gaumengewölbe hineingreifend. 
Vomerplatte ziemlicli lang, unregelmässig fünfeckig, zahnlos. Vomerstiel 
lang, abgeflacht, zahnlos. Hinterraud des Oberkiefers bis hinter das Auge 
reichend. Seiteuflächen des Körpers silberig. Alle Flossen uugefleckt. 

D. 3/10; A. 2/12-13; V. 2/9-, P. 1/16; C. 1/18/1. Sq. 19—20/ 
134 — 137/18 — 20. Rad. brauch. 13/13, 14/14. Ap. pyl. 135. Long, 
tot. 700"^'"- 

Fundort. Mittlerer und unterer Amurlauf, Ussuri. 

20. Art. Trutta proteus Fall. 1. c. pag. 376. 

Diagnose. Höhe des Körpers über 4mal, seitliche Länge des 
Kopfes 4,6 — 5mal in der Totallänge enthalten. Dicke der halben Höhe 
gleich. Nase und Unterkiefer wie bei der vorigen Art. Vomer desgleichen, 
mit dem alleinigen Unterscliiede , dass seine Oberfläche mit 2 Reihen tief 
in der Haut versteckten Zähnen besetzt ist, welche bei der Präparation 
des Knochens mit der Haut abgenommen werden. Seitenflächen des Kör- 
pers und die Schwanzflosse dunkel gefleckt. 

D. 3/10-11; A. 3/15—14; V. 2/9; P. 1/15—16; C. 1/18/1. 
Sq. 29— 30/200— 207/32-35. Rad. brauch. 12/12. Ap. pjl. 85. Long, 
tot. 507"^™- 

Fundort. Derselbe wie bei der vorigen Art. 

Familie Acipenserini. 
XV. Gattung. Huso Brdt. 

Diagnose. Ober- und Unterkiefer ganzrandig, beide gleichmässig 
gebogen. Lippen in ihrem ganzen Umfange gleichmässig wulstig (ohne 
Lappenwülste). Oberlipp, ganzrandig, Unterlippe in der Medianlinie 
getrennt. Bartfäden plattrredrückt, glatt. Seitenflächen des Rüssels weich, 
unbeschildert. Querdurchmesser des Maules fast die ganze Unterseite ein- 
nehmend. 38—45 Schilder in der Seitenlinie. Erster Rückenschild vom 
Hinterhauptschilde breit getrennt. 

Die Arten dieser Gattung erreichen eine bedeutende Länge. 

21. Art. Huso orientalis Fall. I. c. pag. 107. 
Diagnose. Rüssel spitz, flach, massig lang. Bartfäden reichen nach 
h'nten über den Lippenrand zurück, erreichen aber weder die Mundwinkel 
noch die Nasenspitze. Mund quer; Ober- und Unterkiefer gleichmässig, 
schwach gebogen. Unterlippe breit getrennt. Der von den Lippen unbe- 
deckte Rand des Unterkiefers dem halben Querdurchmesser des Maules 
gleich. Schädelschilder eng aneinander schliessend. Scheitelschilder länger 
und breiter als die Schläfeuschilder, mit ihrem Mittelpunkte der Rüssel- 



Zur Komilniss dor Fisclifniin.'i dos Amnrficbicti's. 



219 



spitze näher stehend als diese. Innere Stirnschilder durch den mittleren 
Stiruschild von einander getrennt. Erster Rückenschild der allergrösste, 
vom IJIntcrhaupte durch einen breiten Zwischenraum geschieden. Stütz- 
strahl der Brustflossen dick und stark. 

I 1 

Scuta dorsalia : XII- XV + 1 + j + 1. 

Sciita lateralia: XXXIII— XLIV. 

4 1 

Scuta ventralia: VIII-XI+/I + 1 + 1 /+ y + y + 1. 

36 

D. 10/42; A. 11/21; V. 30; P. 1/51; 

Fundort. Amur, Ussuri, Sungatschi, Chanka, Argun und Onou. 

XVI. Gattung. Stario Brdt. 

Diagnose. Ober- und Unterkiefer mehr oder weniger eingebuchtet 
oder eingeschnitten. Lippen ungleichmässig wulstig: entweder eingebuch- 
tet oder eingeschnitten, oder in wulstigartige Lappen angeschwollen. 
Rüssel oben beschildert, äusserst selten an den Rändern nackt. (^Sturio 
Schrenckii Brdt.) Bartfäden gewöhnlich an der Basis abgerundet, glatt, 
im weiteren Verlaufe mit zotten artigen Villositäten bedeckt oder in ihrer 
ganzen Länge glatt. Querdurchmesser des Maules nicht die ganze Unter- 
seite einnehmend. XXII— XLV Seitenschilder. Erster Rückenschild ent- 
weder mit dem Hinterhauptschilde fest verbunden — oder nur wenig von 
demselben getrennt. 

Die Arten dieser Gattung erreichen eine bedeutende Länge. 

%%. Art. Sturio Schrenckii? Brdt. 
Diagnose. Rüssel verlängert, zugespitzt, oben abgerundet, beschil- 
dert, unten, vertieft. Seitenränder beschildert. Untere Rüsselfiäche weich, 
mit Papillenplaques bedeckt. Bartfäden cylindrisch, von der Basis aus 
zottig, sie reichen, nach vorn ausgestreckt, nicht bis zur Rüsselspitze, 
nach hinten reichen sie bis zum Mundrande. Vomerleiste sehr deutlich, 
aus einer Reihe von fünf Doppeltuberkeln gebildet. Oberkiefer und Ober- 
lippe tief eingeschnitten. Unterkiefer ganzrandig, nicht eingebuchtet. 
Querdurchmesser des Maules niehr als die Hälfte der Unterseite einneh- 
mend. Längliche Lippenwülste an den Mundwinkeln. Unterlippe getrennt, 
der von den Lippen unbedeckte Theil des Unterkiefers Vs des Querdurch- 
messers des Maules betragend. Schädelschilder eng aneinander schliessend, 
tief strahlig gestreift. Scheitelschilder länger als die Schläfenschilder und 
mit ihrem Mittelpunkte der Rüsselspitze näher stehend als diese. Innere 
Stirnschilder durch zwei hinter einander liegende mittlere Stirnschilder 
von einander getrennt. Nasenschilder in vier unregelmässige Querreihen 
geordnet. Ersterer Rückenschild der allergrösste , mit dem Hinterhaupt- 
es * 



220 Dybowski: 

Schilde eng- yereiiiigt. ScliulterschiJd mit drei Schädelschildern zusammen- 
stossend. Stützstrahl der Brustflossen knochig, stark, tief gerippt. 

Scuta dorsalia: XIV— XVH- 1 +/y + i. 

Scuta lateralia: XLII— XLIV. 

Scuta ventralia: X-VIII + I -f y -f. 4. 

D. 7-8/50; A. 8/20-, V. 28; P. 50-52; C. ^. 
Fundort. Derselbe wie bei der vorigen Art. 

Familie Petromyzonini. 
XVII. Gattung. Petromyzon L. 

23. Art. Petromyzon Ernstii mihi. 

Diagnose. Saugscheibe an ihrer Peripherie mit einer einfachen 
Reihe kleiner, spitzer Zähne besetzt (Randkreis); um die Miindöffnung 
herum eine zweite Reihe vorhanden (Mittelkreis), diese Reihe besteht in 
ihrer unteren Zone aus einer einfachen Reihe kleiner spitzer Zähne. Iii 
ihrer mittleren Zone jederseits aus drei quergestellten Zabuplatten, von 
welchen nur die zwei obersten zweispitzig sind. In ihrer oberen Zone aus 
zwei Reihen einspitziger konischer Zähne, deren Zahl eilf beträgt. Ober- 
kieferbogen mit zwei starken, spitzen Eckzähnen. Unterkieferbogen mit 
vier mittleren, kleineren spitzen Zähnen, und jederseits mit einem zwei- 
spitzigen, starken Eckzahne. Zunge halbmondförmig, an ihrer Basis eine 
breite halbmondförmige Hornleiste mit 49 Zähnen; auf jedem ihrer Hörne 
eine schmale, schwach convex-concave Horuleiste Djit zwölf spitzen Zähnen, 
Erste Rückenflosse von der zweiten — höheren — durch einen weiten 
Zwischenraum getrennt; Körper oben dunkel aschgrau, unten silberig 
gefärbt. 

Long. tot. SlOi^^i- 

Fundort. Mündung des Amurflusses. 



Verbesserungen 

zu dem Aufsatze: 

Vorläufige Mittheilungen über die Fischfauna des Ononflusses 
und des Ingoda in Transbaikalien. 

Band XIX. 

Seite 946, Zeile 12, statt Kutuga lies Kaluga 
„ „ „ 12, „ Anots „ Asiotr 
„ „ „ 14, „ Erox Esox 



Zur Kt'iiiilniS!' iI<t iMsrlif.uma des AimirK<'bittts. 







Utztt 




statt piingitus 


l ies 


puugitiiis 








10. 


11 


lu u r^'ü 


11 


niürgo 


1") 




11 


2. 




inbcrbi 


11 


iinberbi 






11 


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Salmonidet 


11 


Salmonoidei 


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11 


11 
11 


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11 


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11 


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11 


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11 


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11 


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11 


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11 


11 


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11 


hierhier 


11 


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11 


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11 


inohojty 
Toni 




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11 


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11 


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11 


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11 

11 




11 


Kaineralicus 


11 


kaiiitschaticus 


11 


w 


oU, 


11 


Stretinek 


11 


Sti'pt.iti sie 


11 


949, 


Ii 


6 


11 


sagasa 


11 


sagasu 


n 


11 


n 


11 


11 


Pilda 


11 


Pizda 


T> 


11 


11 


10, 


11 


V. 5 1 + 4. 3 


11 


V 5 ri + 4 /3^ 


1^ 


11 


11 


^ '1 


11 


Haiti 


11 


Haitei 


11 


11 


11 


lO, 


11 


Pirdii 


11 


Pizda 




11 


11 


23, 


11 


Haut cliagriiiirt „ 
cliag'riuartig 


Haut durch scharfe Spitze 
















11 


11 




11 


D. IL 14 2-3 


8—9 


3-2 lies D. H. 14 (2- 










3/8—9/3—2) 


11 


11 


11 


24, 


11 


A. 10—12 5—6 6 — 5 lies A. 10-12 (5—6/6—5) 


11 


11 


11 


25, 


11 


1+33 lies 


(1 + 1/3) 


II 


11 


11 


11 


11 


P 11 


P 




Ii 


11 


11 


30, 


11 


Nolim „ 


Nalim 


11 


950, 


11 




11 


Rückenflossen 


sehr 


kurz lies Rückenflosse 



sehr liui'z 

Seite 950, Zeile 10, statt D. 1 3 ; A.4— 78; V. 1—1(3-11; p. 1 13-12; C. 1 14-1. 

lies D. 1/3; A. 1/78; V. 1/40-11; P. 1/13—12; C. 1/17/1. 
Seite 950, Zeile 25, statt D. I. 1 6—7; A. 1—19; V. 1—5; pag. 1— C. lies 
D.I. II/6— 7; A. 1/19; V. 1/5; P. 1/7— 6; C. 1/15/1. Rad. branch. 9/9— 8/8. 



Seite 


950, 


Zeile 30, statt 


Bojcu 


lies Bajca 


11 


11 


11 


36, 


5^ 


P- 


„ P- 


11 


951, 


11 


3, 


11 


kolennty 


„ koleuty 


■■,1 


11 


11 


^, 


11 


P- 


11 P. 


11 


11 


11 


11 


11 




11 Sq. 


11 


11 


11 


11, 


11 


Moriuu 


„ Morin 


11 


11 


11 


11 


11 


Moriii = Pferd „ Moriu = Pferd 


11 


11 


11 


11 


11 


Dzeruchuj 


„ Dzerachaj 


'1 


11 


11 


12. 


11 


Dzeyuchijj 


„ Dzerachaj 


11 


11 


11 


4 6, 


11 




„ Sq. 


11 


11 


11 


22, 


11 


Afterflossen 


„ Afterflosse 


11 


11 


11 


25, 


11 


505 


„ 305 


5? 


11 


11 


30/31, 


11 


D. 3 7; A. 3 


6; V. 2 8; p. 1 19—' 



954, 

11 

952, 



Sg. 7 49-52 5—6 lies D. III/7 ; A. 3/5—6 ; V. 2/8 ; 

P. 1/19-20; C. 1/17/1; Sq. 7—8/49—52/6-5. 

36, „ Dzevuchuj lies Dzerachaj 

„ „ Byszjchen „ Byszechen 

12, „ Dzevuchuj „ Dzerachaj 
11 11 

piostryj , „ Piostryj 

„ „ Piestriurzka „ Piestruszka. 

23, „ Dzevuchuj „ Dzerachaj 

„ „ Rievnoj „ Riecznoj 

26, „ Schnautzenflosse „ Schwanzflosse. 



222 



Ben. Dybowski; Zur Kenntniss der Fischfaima des Amurgebiete». 



Seite 952, Zeile 32, statt 
39, „ 



953, 

V) 
1") 
■>•> 



7, 

4 4, 
15, 

34, 



Seite 953/4, letzte/erste 

Seite 954, Zeile 5, 
44, 



Dzevuchuj 
But durutaj 
Dzevuchuj 
D. 37 

Rückenflossen 
Afterflossen 
Afterflossen 
V. 8/9 



5? 


55 


55 


57 


55 


55 


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55 


55 


55 


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55 


55 


955, 


55 


55 


55 


55 


55 


5? 


55 


55 


55 


55 


55 


956, 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


» 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


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55 


55 


55 


55 


55 


55 




55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


55 


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55 


5? 


958, 


» 



33. 



42, 

23, 

32 u. 

49, 

21, 

22, 

33, 

45, 

18, 

20, 

34, 

32, 



35, 
37, 

44, statt 

9, statt 

17, „ 

40, „ 



7, 



lies Dzerachaj 
Buldurutaj 
Dzerachaj 
D. 3/7 
Rückenflosse 
Afterflosse 
Afterflosse 
V. 2/9 

Zeile, statt ohne vorstehende Spitzen lies ohne 
Sympliysenhöcker 

lies Dzerachaj 
Mahojtowa 
Buldurutaj 
Dzerachaj 
chadary 
über 

Rechenzähne 
folgenden 
kahnförmig 
Ohara 

kahnförmig. 
seiner 

Esox lucius Fall. 
Dzuruchaj 
Szczuka 
Akszaflusse 
und ihre relative 
volo ano ventre et capute lies solo imo ventre 
et capite. 

Sagtoj lies Sogtoj 

Stirnprofil, flach, „ Stirnprofil fiacli ; 
ristiles „ Auct. zu stehen, 

Cobites „ Cobitis 

XYIII „ XXVII 



statt Dzevuchuj 
Muhojtowa 
Bulduwutuj 
Dzevuchuj 
chadavy 
unter 
Zähne 
übrigen 
kammförmig 
Chava 

kammförmig 
einer 

Esox lucius 
Dzevuchuj 
Szeczuko 
Akorenflusse 
der relativen 



Auf der Tafel der Massangaben. 

Krasnojar 
Darasuri 
carpio 
labeo 

Czekanowskii 
Duldurga 
Duldurga 
Aksza 
Darasun 
Cobitis 
Duldurga 

sen, Schwanzflossen lies Rücken- 
flosse, Afterflosse, Schwanzflosse 

Tafel XIV, statt Cottus szanaga, n. sp. lies.Cottus szanaga. nat. Gr. 
„ XV, „ Gorbiobarbus lubea „ Gorbiobarbus labeo 



Zeile 


4, 


statt 


Krasnojas 


lies 


55 


6, 


55 


Barasura 


55 


55 


8, 


55 


curpio 


55 


55 


43, 


55 


lubeo 


55 


55 


20, 


55 


Czebanowskii 


55 


55 


n 


55 


Buldurga 


55 


55 


26, 


r> 


Buldurga 


55 


» 


27, 


55 


Akoza 


55 


55 


34, 


55 


Daramu 


55 


55 


37/9, 


55 


Cobites 


55 


„ 37, 
Ueberau 


39, 44 


•> 55 


Buldurga 




statt 


Rückenflossen, Afterflos; 



üeber ein monströses Religeweili. 



Von 

Julius Freiherrn v. Schröckingrer-Neudenberg;. 

Vorgelegt in <ler Jaliressitzung vom 3. April 1872. 



Die hirschartigen Wiederkäuer (ce^'vicind) zeichnen sich dadurch aus, 
dass ihr verästeltes Geweih nicht wie bei den übrigen gehörnten Zwei- 
hufern und insbesondere bei den schalenhörnigen Thieren durch eine 
Verlängerung des Stirnbeines gebildet ist, sondern in eine rudimentäre 
Erhöhung des Stirnbeines (Rosenstock) gleichsam eingefalzt ist, jährlich 
abgeworfen wärd und sich binnen einiger Monate wieder entwickelt. 

Bei einigen Sippen der Cervicinen ist das Geweih in der Regel nur 
dem männlichen Thiere eigen und sein periodischer Wechsel steht mit 
den Sexualfunctionen im genauesten Zusammenhange. Das gehörnte 
männliche Thier wirft seine Geweihe nach der Brunst ab und erhält sie 
vor Eintritt derselben wieder zurück. Jede Verletzung der Testikeln oder 
wie der Waidmann sagt: des Kur z w ildp r e t s , hat nicht nur Missbil- 
dungen des hierauf zunächst sich entwickelnden Geweihes zur Folge, son- 
dern das verletzte Thier, in der Jägersprache K ü m m e r e r genannt, behält 
dann das mi'3sgestaltete Geweih ohne weiteren Wechsel für die ganze 
Lebensdauer. 

Das Sammeln abnormer Geweihe vom Roth- und Rehwilde wird 
von leidenschaftlichen Jagdfreunden schon seit Langem betrieben und 
besonders häufig sind in diesen Sammlungen abnorme Rehgeweihe zu 
finden, bei welchen man auch viel barrokere Formen als beim Geweih 
des Edelhirsches findet. Sehr häufig sind auch die Geweihe des Renn- 
thieres nicht regelmässig gebildet. 

Die Abnormitäten sind ferner merkwürdiger Weise häufiger an der 
linken Stange, wie denn überhaupt diese Stange zumeist auch bei regel- 
mässigen Geweihen in der Entwickelung Verschiedenheiten von der rech- 
ten Stange zeigt. Der Waidmaun nennt schon solches nicht ganz gleich- 
mässig, wenn auch sonst regelrecht entwickeltes Gehörn, ein widersin- 
niges Geweih, begreift jedoch unter dieser Bezeichnung auch die eigent- 
lichen Missbildungen und Abnormitäten, für welche er in seiner sonst so 
scharf bezeichnenden Sprache keinen besonderen Ausdruck hat. 

Ein solches abnormes Rehgeweih erlaube ich mir nun heute zur 
Ansicht vorzulegen, dessen Monstrosität eine ganz besonders interessante 
ist. Es ist bei diesem Geweihe die Bildung beider Stangen ganz in die 
Brüche gegangen und es haben sich die sogenannten Rosen sogleich 
hypertrophisch zu rundlichen Wülsten entwickelt, aus welchen zapfen- 
förmige Protuberanzen hervorschiessen. Die missgestalteten Rosen sowohl, 



224 



J. Freih. v. S chröcki iiger: Ueber ein monströses Rehgeweili. 



als auch die unteren Partien der Zapfen sind theilweise mit Perlen dicht 
besetzt, wie diese auch au regelrechten Geweihen vorkommen. Nur einer 
dieser Za^ifen neigt sich am Ende zu einer Vereckung-, was deutlich an- 
znzeio^en scheint, dass sowie die Rosen zu Wülsten sich verdickt, statt 
der Stangen diese Zapfen sich gebildet haben. Die Höhe des längsten 
dieser Zapfen an der rechten Seite beträgt von der Wurzel gemessen 
I7V2 Cenlimeter, der linksseitige längste Zapfen 16 Centimeter; der rechts- 
seitige verdickte Rosenwulst hat 29 Centimeter; jener der linken Seite aber 
nur 21 Centimeter im Umfange. 

Dieses Geweih, welches noch auf dem Kopfskclete aufsitzt, habe 
ich vor etwa 15 Jahren mit einem Raritäten- und Naturalien-Cabinete 
von einer geistlichen Körperschaft käuflich an mich gebracht. Dort mag 
es wohl schon ein Säkulum aufbewahrt worden sein, ohne dass mir über 
die ursprüngliche Acquisitiou und Provenienz irgend welche Aufklärung 
gegeben werden konnte. Jedenfalls stammt dieses monströse Geweih von 
einem alten Rehbocke, welcher an beiden Testikeln verletzt worden sein 
dürfte. 

Leider liegen bezüglich der Ursachen und Entwickelungeii der 
Geweihabnormitäten der Cervicinen im Allgemeinen nur sehr mangelhafte 
und rücksichtlich der Rehe insbesondere gar keine streng wissenschaft- 
lichen Forschungen vor. Ja selbst über die Geweihbildung der Rose fehlen 
noch so präcise zootomische Beobachtungen, wie sie Professor Blasius 
in Braunschweig über die Geweihe des Edelhirsches publicirt hat. 

Die Naturgeschichte des Rehes überhaupt war lange vernachlässigt, 
denn noch sind kaum zwei Decennien verflossen, seit mau über die so 
lange streitig gewesene Brunst- und Tragzeit der Rehe im Klaren ist. 

Es dürfte zunächst Aufgabe der zoologischen Gärten sein und auch 
die Thiergärten unserer grossen Grundbesitzer böten schickliche Gelegen- 
heit dar, über die Bildung des Rehgeweihos und über die Ursachen ihrer 
so häufigen Störungen systematische Beobachtungen anzustellen und ins- 
besondere durch Entfernung theils des ganzen Kurzvvildprets, theils des 
rechten und des linken Testikels über die bisherigen traditionellen An- 
nahmen Gewissheit zu erlangen. 

Indem ich noch einige normale und einfach widersinnige Geweihe zur 
Vergleichung vorlege, bemerke ich, dass auch alte weibliche Rehe, welche 
nicht mehr aufnehmen (Geltgeissen), bisweilen — obwohl selten — Ansätze 
zur Geweihbildung zeigen, was ebenfalls für die Annahme spricht, dass 
dieser Process mit dem Sexualleben in Wechselwirkung steht. 

Zum Schlüsse bringe ich einen kleinen literarischen Wegweiser über 
die Literatur für solche, welche diesen Gegenstand nach mir weiter zu 
verfolgen geneigt wären : 

Allgemeine Forst- und Jagdzeitung, Jahrgang 1857. Beling & Edel, über 
Geweihbildung bei weiblichen Rehen. — Jahrgang 1865. Dr. Klipp- 
stein, über Geweihbildung bei einem kastrirten Hirsche. 

G. J. V. Tschudi: 3. Auflage von G. F. D. aus dem Winkeil, Handbuch 
für Jäger. I. Band, pag. 33 und 204. 

Zoologischer Garten. Jahrg. 1866, Nr. 2. Jahrg. 1868, Nr. 3. Jahrg. 1869, Nr. 7. 

Brehmes illustrirtes Thierleben. 1865. Band H, pag. 

Jahreshefte des Vereines für vaterländische Naturkunde in Württemberg. 

XVHI. Jahrg. pag. 43. 
Alb. Hugo, Jagdzeitun^. IV. Jahrg. Wien 1861. 



-40^^ 



Ein Beitrag zur Lebensgeschichte 

des 

Meerschweincliens (Ca via Cobaya L.) 

Von 

Josef Kolazy. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 7. Februar 1872.) 



rinerklärliches Dunkel herrscht über die Abstammung der meisten unse- 
rer Hausthiergattungeu. 

Wir wissen bloss, dass sie seit undenklichen Zeiten als gezähmt zu 
dem menschlichen Haushalte gehörten, den Menschen auf allen seinen 
Wanderungen begleiteten, von ihm auf alle mögliche Weise ausgenützt 
wurden, und ohne dieselben würde selbst in neuester Zeit das Leben 
vieler Völker sehr in Frage gestellt sein. 

Ob aber die Hausthiere die Urthiere und die jetzt lebenden wilden 
Anverwandten ihre Abkömmlinge sind, oder umgekehrt, darüber erhalten 
wir nirgends Auskunft. 

Dasselbe Schicksal theilt auch ein Nagethier aus der Ordnung der 
Halbhufer, Hufplotler oder Ferkelhasen. Unzweifelhaft wurde das Thier 
nach der Entdeckung von Amerika dort bei den Eingeborneu als Hausthier 
gefunden und mit verschiedenen anderen Seltenheiten und Sehenswürdig- 
keiten im 17. Jahrhunderte nach Europa gebracht; einen Namen für das- 
selbe fand man bald; weil es einige Aehnlichkeit, theils in der Stimme 
theils in seiner Körperform mit einem Schweine hat und das Thier aus 
Südamerika, mithin übers Meer zu uns gekommen ist: Meerschweinchen. 
In Südamerika nennt man es Cobaja, sein wissenschaftlicher Name Cavia 
Cobaya L. 

Die bisherigen Nachrichten, die wir von vielen älteren und neueren 
Forschern und Reisenden über das Vaterland und die Abstammung des 
U. XXII. Äbhandl. <,)q 



226 



Josef Kolazy; 



Meerschweinchens erhalten haben, sind so verschieden, dass ich einige der- 
selben anzuführen für angezeigt halte. 

So fand Marcgrave Cavia Cobaya in Pernambuco, doch sagt er 
nicht, ob im wilden Zustande oder als Hausthier, so sagt Linne 1767: 
habitat in Brasilia; Zimmermann im J. 1783: es kam von Amerika zu 
uns; Donndorf im J. 1793: ursprünglich in Brasilien; Cuvier im J. 
1816 sagt bloss: kommt gezähmt über ganz Europa vor, über die eigent- 
liche Heimat des Thieres sagt er kein Wort; Max Prinz zu Wied im J. 
1826, 1[.B., S. 461 sagt, dass er Cavia Cobaya in den von ihm bereistenGe- 
genden nicht angetroffen habe; Oskar Schmidt Zoologie vom J. 1854, S. 
459 sagt: die wilde Art kennt man nicht; Leunis in seiner Synopsis der 
Naturgeschichte des Thierreiches vom J. 1860, 1. Bd., S. 138 sagt: Cavia Cobaya 
findet man in Amerika nicht mehr; in GiebePs Naturgeschichte der 
Säugethiere, anatomisch und systematisch bearbeitet, im J. 1853 erhalten 
wir ebenfalls keine Auskunft über die Abstammung des Meerschweinchens. 

Wohl sagt Voigt in seiner Zoologie v. J. 1835, I. Bd., Seite 377: 
Mus forcellus soll von Cavia Aperea abstammen; auch Burmeister in 
seiner Beschreibung der Thiere Brasiliens I. Band, stimmt dieser Ansicht 
bei, indem er noch hinzufügt, dass bei Aperea jedes Haar weiss, schwarz 
und roth gefärbt erscheint, und dass die dreifache Färbung, wie sie beim 
Meerschweinchen vorkommt, eine Folge der Zähmung sei. Dagegen 
Leunis: Cavia Aperea lebt an feuchten Orten, während unser Meer- 
schweinchen weder feucht noch kalt liebt, sich auch nicht mit Aperea 
paart. 

Auch Rengger und Prinz zu Wied führen an, dass gezähmte und 
wild lebende Aperea "'s in der Färbung ganz übereinstimmen, und keine 
Spur von Abarte/i in der Färbung wie beim Meerschweinchen vorkommt, 
das letztere also nicht vom ersteren abstammen könne. 

Bei den zahmen Kaninchen kommt wohl auch eine Farbenvarietät 
vor, sie sind gefleckt, entweder schwarz und weiss, oder grau und weiss, 
oder roth und weiss, ganz weiss, oder ganz schwarz, oder ganz grau. 

Eine solche Verschiedenheit der Farben hat aber bei den zahmen 
Kaninchen leicht stattfinden können, da auch die Färbung bei den wilden 
keine constante ist, denn unter denselben kommen, wie ich selber vor 
ungefähr 20 Jahren im Prater zu sehen Gelegenheit hatte, öfter schwarze 
und auch hellgraue Kaninchen vor; so z. B. sah man verschieden gefärbte 
wilde Kaninchen sehr häufig im Prater in dem, dem zweiten Kaffeehause 
gegenüber gelegenen Heustadl. 

Wenn also zahme und wilde Aperea''s in der Färbung ganz über- 
einstimmen, unsere Meerschweinchen aber jedes anders gefärbt vorkom- 
men, so kann man unmöglich eine Abstammung der letzteren von den 
ersteren zugeben. Zudem bestehen zwischen den beiden Thieren auch 
noch anatomische Differenzen, die Brehm ganz richtig aufführt, indem er 



Ein Hoitrag z. I.fbciisfjcscliiclili! d. Mecrscliwciiicliciis ( r'aj^i<t (.'uhai/a I..) 



22 r 



im II. Band, Seite 233 sagt: der Schädel des Aperea läuft nach vorn spitzer 
zu als beim Meerschweinchen, ist Junten breiter, an der Hirnschale ge- 
wölbt. Bei jenem laufen die Nasenknochen nach oben in eine Spitze ans, 
bei diesem sind sie quer abgeschnitten; bei jenem ist das Ilinlerhanptloc.h 
kreisförmig, bei diesem mehr hoch als breit. Der Gesichtswinkel des 
Aperea beträgt dü^, der des Meerschweinchens 41^. 

Nach Reugger soll das Aperea nur einmal im Jahre, und zwar 1 
oder 2 Junge werfen. 

Da aber bis jetzt noch nicht erwiesen ist, dass bei einem Thiere 
durch Zähmung eine Veränderung in seinem Knochenbau eintreten kann, 
so bleibt die Frage der Abstammung des Meerschweinchens eine offene. 

Wir müssen daher auch dasselbe gleich den meisten unserer Haus- 
thiere in die Reihe der heimatlosen stellen, vielleicht gelingt es in spä- 
terer Zeit einem Naturforscher uns über die Abstammung und das Vor- 
kommen dieses Thieres im wilden Zustande eine Aufklärung zu geben. 

Dass dieses Thier ein wärmeres Klima, als das unsere zu seiner 
Heimat gehabt hat oder noch hat , erhellt schon daraus , dass es 
unseren Winter im Freien nicht überlebt, denn es liebt die Wärme sehr; 
schon Linne sagt: calorem amant, je mehr Hitze, desto ruhiger und 
vergnügter liegen sie, wie Schweine, der Länge nach im Heu ausgestreckt, 
während, wenn es im Zimmer kühl ist, quicken und zanken sie in einem 
fort um das bequemste und wärmste Ruheplätzchen und fühlen sich sehr 
unbehaglich. Nässe schadet ihnen ebenfalls sehr. Warm und trocken sind 
eine Hauptbedingung ihres Gedeihens. 

Erst in neuerer Zeit hat man die Gewohnheiten, die Lebensweise 
und Fortpflanzung näher kennen gelernt und gewissenhaftere Aufzeich- 
nungen gemacht, als in früherer Zeit. So sagt Donndorf 1793, pag. H4 
C. Cobaya (Meersäuleiu, Meerferkel) hat vorn 4, hinten 5 Zehen, frisst 
auf den Hinterbeinen sitzend, Männchen und Weibchen schlafen nicht bei 
einander, das Weibchen geht 3 Wochen trächtig, das Fleisch ist uiischmack- 
haft. Funke's Naturgeschichte 1805, I.Band, Seite 92: das Meerschwein- 
chen wirft alle 6 Wochen 5 — 7 Junge; auch Cuvier sagt: frisst auf den 
Hinterbeinen sitzend. 

Ich habe nun schon seit mehreren Jahren Meerschweinchen in Menge 
gezogen, ihre Gewohnheiten, ihr Thun und Treiben, ihre Fortpflailzung, 
Wachsthum und ihre Ernährung beobachtet, und will im Nachfolgenden 
diese meine Erfahrungen kurz und genau raittheilen. 

Das Weibchen ist 10 Wochen trächtig, und da dasselbe nur 2 Zitzen 
hat so sollte es eigentlich auch nur 2 Junge zur Welt bringen, jedoch ge- 
schieht es häufig, dass es 3, 4, und, was höchst selten geschieht, auch 5 
Junge wirft. 

Letztere Zahl ist eine grosse Seltenheit, und 1 Junges geht dann 
meistens zu Grunde. Denn wenn ein Weibchen schon 4 Junge wirft, so 

29 * 



228 



Josef Kolazy: 



ist das letztgeborne auffallend klein uud schwäclilicb, auch geschieht es 
öfter, dass dasselbe ein oder zwei Tage blind ist. 

Dass die Jungen vollkommen ausgebildet zur Welt kommen, wuss- 
ten schon die ältesten Naturforscher, so sagt Linne: parit pullos perfec- 
tissimos. 

Die Jungen sind die ersten Tage sehr scheu und furchtsam, und 
werden erst dann, wenn man sich öfter mit ihnen beschäftigt, zutraulicher; 
lässt man sie bei der Mutter, so fressen sie erst in 4 oder 5 Tagen, wäh- 
rend sie, wenn sie tou ihr entfernt werden, schon am zweiten oder dritten 
Tage allein fressen. 

Sie sind sehr gesellig, und je mehr bei einander sind, desto unter- 
haltendlicher sind sie, desto toller und übermüthiger laufen und springen 
sie herum, und besonders, wenn sie sich in Heu oder Stroh verstecken 
können. Will eines oder das andere herumlaufen, so geschieht es nicht 
allein, sondern es geht zu seinem Kameraden und stosst ihn leise mit dem 
Kopfe, bis er zu rennen beginnt, und nun laufen sie wie unsinnig immer 
eines hinter dem andern ununterbrochen an den Wänden ihres Käfiges 
herum, wendet sich das erste plötzlich um, so stossen sie gewöhnlich mit dem 
Kopfe tüchtig aneinander; nachdem nun die Nase einige Zeit lang mit 
dem Vorderfusse gerieben wird, geht die Jagd vom Neuen an, bis sie er- 
müdet sind, dann wird in einem Winkel unter Heu versteckt, geruht. 

So lange sie noch kleiner sind, können sie auf den Hinterfüssen 
sitzen und sich putzen und reinigen, auf denselben aber, nach Art der 
Mäuse, Ratten, Eichhörnchen sitzend, fressen sie jedoch nie. Beim Fressen 
sind die Jungen sehr neidisch, eines will das andere von einem und dem- 
selben Stücke nicht abbeissen lassen. 

Eine eigenthümliche Erscheinung ist die, dass höchst selten Männ- 
chen geboren werden, die meisten Würfe mit 2, 3 oder 4 Jungen waren 
regelmässig sämmtlich Weibchen, so dass ich seit mehr als % Jahren erst 
4 Männchen beobachtet habe. 

Sind die Thiere erwachsen, so kann man eigentlich nur von dem 
Weibchen sagen, dass es zahm wird, auf den Ruf seines Pflegers hört und 
sich, wenn es frei im Zimmer herumläuft, fangen lässt, während das 
Männchen bei aller Sorgfalt scheu bleibt und sich unter keiner Bedingung 
ergreifen lässt. 

Das männliche Meerschweinchen hat in seinem Benehmen viel Aehn- 
lichkeit mit einem Stiere, denn es scharrt mit den Vorderfüssen, wirft 
das Heu oder das Trinkgefäss, wenn es ihm im Wege steht mit dem 
Kopfe in die Höhe oder um, wenn man es gefangen hat, stosst es mit dem 
Kopfe und hat in seinem Nacken eine bedeutende Kraft; was ihm im 
Wege steht, wird mit dem Kopfe weggeräumt, ist es zornig, so fletscht 
es mit den Zähnen, ist es beim Fressen, und das Weibchen will auch seinen 
Theil, so wird es von dem Männchen mit dem Vorderfusse weggestossen. 



Ein Beilrag z. Lebcnsgeachiclilc d. Mecrsrliwoiiirliens (Cat/ia CobayaL.) 



Das AVeibcheu liebt seine Junten sehr, es leckt und putzt sie, uiuiiiit 
nmii ihm dieselben wepf, so schreit es tagelang-, sucht sie überall und 
frisst sehr wenig; während das Mannchen sich nicht viel um seine Nach- 
kommenschaft kümmert, sondern gleich nach der Geburt derselben sich 
wieder paaren will, und dabei geschieht es vielleicht, dass es in Folge 
eigener Uiigeschickliclikeif eines oder das andere der Kleinen zusammen- 
tritt und dann erst frisst möglicherweise der Gatte das getödtete Junge; 
dass aber das Männchen die Jungen ohne alle Veranlassung auffrisst, ist 
mir nicht glaubwürdig, denn schon Linne sagt: mas mordet mas^ulos 
juniores paraplecticos, also bloss die Kranken und Lebensunfähigen. Denn 
dasselbe kommt auch bei den Batten und Mäusen vor, auch sie fressen 
nur die Kranken oder Todten. 

Dass diese Ansicht die richtigere ist, habe ich im Sommer selbst 
Gelegenheit gehabt zu erfahren. 

Ich besass ein Weibchen, das aus Anlass einer Frühgeburt durch 
Tolle 6 Wochen krank war, nichts frass, auch nicht einmal auf den Füssen 
stehen konnte, sondern fortwährend auf der Seite oder auf dem Rücken 
lag. Da das kranke Thier manchesmal jämmerlich schrie, so glaubte ich 
anfangs, es geschehe aus Schmerz, bis ich endlich eines Tages sah, wie 
die übrigen Meerschweinchen das arme Thier zeitweise mit ihren Nage- 
zähuen schlugen, und vielleicht nur durch meine Gegenwart abgehalten 
wurden, dem Kranken den Garaus zu geben. 

Ich halte das Auffressen gesunder und lebensfähiger Jungen von 
Seite des Männchens für eine der vielen Erfindungen, die ihren Grund in 
unrichtigen Beobachtungen haben; denn ich habe im Gegentheile öfter 
bemerkt, wie das Männchen ausnahmsweise die Jungen geputzt und eine 
Freude über seine Nachkommenschaft an den Tag gelegt hat. Selbst 
wenn ein Männchen Lust haben würde, seine Jungen aufzufressen, würde 
ihm dieses nicht so leicht gelingen, da das Weibchen dieselben tapfer 
Verth ei d igt. 

Eine eigenthümliche Gewohnheit haben die Meerschweinchen, die 
ich sonst noch bei keinem Nager, überhaupt bei keinem Säugethiere be- 
obachtet habe. Wenn sie nämlich ihre Excremente von sich geben wollen, 
so langen sie mit dem Kopfe unter den Bauch, ziehen dieselben aus dem 
After heraus und fressen sie auf. Aus welchem Grunde sie dieses thuu, 
ob aus Reinlichkeit, konnte ich bisher nicht eruiren; hat man dem einen 
oder dem anderen dieselben aus dem Munde genommen und neuerdings 
zum Verzehren gereicht, so beriechen sie wohl dieselben, fressen sie aber 
nicht mehr. 

Donndorf sagt in seiner Thiergeschichte, dass das Fleisch essbar 
aber unschmackhaft sei. Ich habe zwar noch nie versucht. Fleisch der 
Meerschweinchen zu essen, habe aber von vielen glaubwürdigen Personen 



230 



Josef Kolazy:Ein Beitrag zur Lebensgeschichte des Meerschweinchens. 



erfahreu, dass das Fleisch im Gegentlieile zart, weiss und sehr wohl- 
schmeckend sein soll. 

Was die ungeheure Fruchtbarkeit der Meerschweinchen anbelangt, 
Welche vielseitig angerühmt wird, so redncirt sich dieselbe auf ein sehr 
geringes Mass, denn wenn ein Weibchen dreimal des Jahres 2, 3 oder 4 
Junge wirft, so sind diess im Jahre durchschnittlich 8 — 9 Junge. 

Man könnte fruchtbar bloss in dem Sinne sagen, weil das Weibchen 
sehr oft mehr Junge wirft, als ihm von der Natur vorgezeichnet ist, denn, 
wie ich schon früher bemerkte, hat es bloss zwei Zitzen, und sollte daher 
auch nur zwei Junge zur Welt bringen. 

Diese geringere Fruchtbarkeit macht es, dass diese Thiere im 
menschlichen Haushalte noch keine Verwerthung gefunden haben und 
eigentlich nur ein Spielzeug sind. 

Unter anderen Schmarotzern belierbergt unser Meerschweinchen 
auch einen sogenannten Pelzfresser oder Haarling, ein Insect, welches den 
Läusen zum Verwechseln ähnlich ist, jedoch nicht vom Blute, sondern 
von den weichen Theilen der Balghaare seines Wirthes lebt. 

Dieses Insect, ungefähr y.^"' lang, legt seine Eier ebenso an die 
Haare wie die Läuse. Die Gattung ist Gyropus, die Species konnte ich 
nicht eruiren, da ich auf meinen Meerschweinchen erst ein Exemplar auf- 
finden konnte. 



lieber einige Cryptoideii, 



meist axxs der östei-reicliisclien Fauna. 

Von 

Carl Tschek. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 7. Februar 1872 ) 



J)ie zwei letztverflosseneu Jahre waren den Hjmenopterologen nicht 
günstig. Trotzdem lernte ich während derselben einige Cryptoiden, die 
mir neu ersclieinen, oder das andere Geschlecht von bereits in nur einem der 
aufgestellten Arten kennen. Für die freundliche Mittheilung einiger hier 
beschriebener Formen bin ich wieder meinem verehrten Freunde, Herrn 
Custos A. Rogenhof er zu herzlichem Danke verpflichtet. Manche süd- 
liche Cryptoiden erhielt ich von dem unermüdlichen Erforscher derMittel- 
meerfauna, Herrn Erb er. 

Nur wenige der geringen Zahl von neuen oder nur theilweise be- 
kannten Arten, worüber ich die folgenden Mittheilungen vorzulegen mich 
beehre, sind bis jetzt der österreichischen Fauna nicht angehörig. Bei 
der weiten geographischen Verbreitung so vieler Hymenoptereu ist aber die 
Hoffnung nicht eicel, dass auch diese Arten einmal in Oesterreich aufge- 
funden werden dürften. 

Sämmtliche Arten, von denen hier die Rede sein wird, gehören zu 
jener Abtheilung, in der die Humeral-Querader im Vorderflügel entweder 
interstitial oder vor der Grandader inserirt ist. Innerhalb derselben sind 
die Speeles nach der Form der Luftlöcher des Hinterriickens und nach der 
Humeral-Querader im Hinterflügel in die von mir früher gewählten Unter- 
abtheilungen gebracht worden. 



232 



C. Tschek: 



I. Luftlöcher des Metathorax gestreckt oder deutlich oyal. 

a) Die Humeral-Quoiader im Hinteiflügel unter der Mitte 
gebrochen. 

1. Das Männchen des Cryptus recreator Fab. 

Von den Cryptus- Arten , welche yermöge der Bildung der vorderen 
Tarsen ihrer Weibchen zu dem von Förster aufgestellten Genus Meringo- 
pus gehören, fand ich bis jetzt in Oesterreich zwei auf, nämlich den Cr. 
calescens Gr., dessen Männchen ich noch nicht kenne, und den. von mir 
bereits näher beschriebenen^) Cr. recreator Fab. Damals konnte ich nur 
ein Männchen der Varietät, das nebst einem Weibchen in Sicilien gefan- 
gen worden, untersuchen. Mittlerweile erbeutete ich von dieser Art am 
20. Juni eine kleine Gesellschaft, bestehend aus 4 Männchen und % Weib- 
chen. Eines der letzteren gleicht dem typischen Stücke im k. k. Museum 
und dem von Fabricius beschriebenen darin, dass sein Kopf ganz 
schwarz ist. 

Was die Männchen anbelangt, weichen sie in der Färbung und in 
der Sculptur der Hinterhüften von dem sicilianischen ein wenig ab. Ich 
will es dahingestellt sein lassen, ob das Pärchen aus Sicilien eine südli- 
che Varietät des Cr. recreator Fab. sei, wie ich glaube, oder eine eigene 
Species; es liegt mir jetzt nur daran, die schöne Art in beiden Geschlech- 
tern für die österreichische Fauna festzustellen. 

Bei den vier Männchen sind die Palpen schwärzlich; der Kopfscliild 
ist entweder ganz schwarz, oder mit einem kleinen blassen, röthlicheu 
Fleck in dessen Mitte; bei einem Stücke findet sich ein ähnlicher Punkt 
auch mitten im Gesichte. Gelblichweiss sind: ein Fleck auf den Mandi- 
beln, die inneren Augenränder, meist eine schmale Linie an den äusseren, 
ein Punkt jederseits an denen des Scheitels, zuweilen ein Fleck auf der 
Unterseite des Fühlerschaftes, der obere Rand des Halskragens, eine 
Linie unter den Flügeln, ein Punkt auf deren Schüppchen und ein Ring 
der Hintertarseu. Eines der Männchen hat auf der Spitze des Schildchens 
2 kleine weisse Punkte, die bei einem anderen zusamraenfliessen ; bei 
letzterem findet sich noch ein weisser Punkt jederseits auf der Naht 
des Mittelrückeus vor dem Halskragen. Die Hinterhüften sind unten 
dichter punktirt, als die des Weibchens, haben aber keine Runzeln. Die 
Felderung des Metanotums ist der des Weibchens entsprechend, nur 
reicht das Seitenfeld um etwas weniger nach hinten und ist hier durch 
eine schärfere Leiste begrenzt. 



*3 C. Tschek. Beiträge zur Kenntniss der österr. Cryptoiden. Verh. d. 
k. k. zool.-bot. Gesellsch. iu Wien. Jahrg. 1870. XX. Bd. pag. 115. Nr. 2- 



IJültor ciiii;?!' Cryiiloiilcii, nu'isl ;nis der i)sl(;ir. 



Die Tarsen dcv vortlorcu Hciiic sind eiiii'acli, ohiu^ Vfikürznii«)-, Kr- 
weiteruug: und oluic Horsteiikraiiz. Das Merkmal, worauf das fJoiius J\Ic- 
rin(jopus Forst, gog-riiivdet ist, ist dcmuacli, wenigstens l)ci gcgcuwiirtigcr 
Art, auf das eijie Geschlecht beschränkt. 

Von dem sehr ähnlichen Männchen des Cr. vbscurus Gray, unter- 
scheidet sich das gegenwärtige, was die Färbung betrifft, durch den 
Mangel des weissen Gesichtsfleckens und die ganz schwarzen vorderen 
Hüften und Schenkelringe. Ein wesentlicherer Unterschied liegt jedocli in 
der Sculptur des Hinterleibes-, dieser ist nämlich beim Cr. obscurus (j* auf 
den vorderen Segmenten fein ledrig und matt, während er beim Cr. re- 
creator ausnehmend fein und wenig dicht punktirt und daher glänzend 
ist. Bei diesem ist nebstdem der Kopfschild etwas gewölbter, das Meta- 
iiotum ein wenig gröber gerunzelt, der Nervenast länger und der äussere 
Radius weniger geschweift. 

Nach dem Gesagten bedarf meine von gegenwärtiger Art gegebene 
Diagnose einer Ergänzung, rücksichtlich Yerbessernng, indem ich das 
sicilianische Pärchen hier vorläufig unberücksichtigt lasse. 

Cr. recreator Fab. 

^ Nitidulus, punctatus; clypeo apice depresso, truucato; fronte 
excavata, sulculo mediano instructa; metanoti sat fortiter bidentati, rugosi 
areis lateralibus completis (c:^), vel subcompletis (^), postera subhexa- 
gona, spatio interjacente longitudinaliter rugoso^ abdomine elougato-fusi- 
formi, subpolito ((^3, vel ovato-fusiformi, subtilissime alutaceo ( ^ )^ areola 
pentagona; unguiculis tarsorum ima basi denticulatis ; niger, abdomine, 
segmento primo excepto, tibiis et tarsis anterioribus femoribusque rufis: 
(^'. macula maudibularum, orbitis internis, lineola, ut plurimum, ad ex- 
ternas, puncto ad orbitas verticis, macula interdum in anteunarum scapo 
subtus, colli margine supero, lineola infra alas, puncto in earum squamulis 
annulogue tarsorum posticorum, flavo albidis; ^ : maudibularum macula, 
parte orbitarum internarum et externarura, rufescentibus; terebra longi- 
tudine abdominis, denito segmento primo. (Long. 14 — 15""^^') 

Var. \. Scutello apice puuctis duobus par^is albis uotato. 

Var. %. Scutello apice albo, punctis duobus albis ante coUum. 

Var. 3. ^ Capite toto nigro. Cryptus recreator Fab. System. Piez. 
85. 63. 

Var. 4. Femoribus posticis ex parte, vel totis nigris. 

Anmerkung. Ich habe bei einigen Cr_j/^^ws- Weibchen erwähnt, 
dass bei ihnen die äusserste Basis der Fussklauen deutlich gezähnt sei. 
Die kleinen Zähnchen finden sich von dem Gruude der Klaue bis zu dem 
Punkte, wo die Krümmung beginnt, und nehmen an Länge zu, so dass 
Bd. XXII. Abhandl. qn 



234 



C. 1 scliek: 



das letzte das längste und stärkste ist; es kaun mit einer nicht zu schwa- 
chen Lupe leicht walirg-enomnien werden. Soweit ich die Männchen der 
betreffenden Arten kennen gelernt, fand ich diese Zähuchen auch bei 
ihnen vorhanden, nur sind sie noch etwas kleiner und d esshalb schwieri- 
ger zu sehen. Die mir bekannten Arten, welche diese Klauenbildung 
besitzen, sind: Cr. calescens^ recreator^ obscurus^ australiSj cyanator und 
tarsoleiicus. 

2. Cr. murorum n. sp. 

^ . Parum nitidus, punctatus; capite, thorace cum metanoto et 
lateribus segmenti primi abdominis, nigro-pilosis ; clypeo apice anguste 
depresso, subtruncato; fronte parum impressa, rugosa; metanoti subgra- 
nulato rugosi bidentati areis lateralibus obsoletis, postera subhexagona, 
supero media interdum subindicata; uiger, femoribus tibiisque rufis, vel 
rufo-fulvis, harum posticis apice late nigris; : tarsis posticis albidis, 
articulis 1 et 5 fulvis; ^: abdomine caeruleo-nigro, tarsis posticis rufis, 
articulis 1 et 5 infuscatis, terebra dimidio abdomine longiore. (Longit. 
8-75— lO'^'"-; 1 mas, 2 ferainae. 

Diese Art ist dem Cr. cyanator Gray, ausserordentlich ähnlich, ißt 
jedoch kleiner und unterscheidet sich nebst der Färbung der Hintertarsen 
durch den Mangel der Zähnchen an der Basis der Fussklauen. 

Die vorderen Schenkel sind hart an der Basis geschwärzt; bei einem 
der Weibchen ist der Hinterrand des zweiten Segmentes schmal gelblich- 
roth gesäumt. Die Flügel sind weniger getrübt, als beim Cr. cyanator. 
Mal, Nerven und Wurzel sind schwarzbraun, das Schüppchen schwarz. 
Die Areola ist fünfeckig, der Nervenast ziemlich lang. 

Ein Pärchen dieser Art fing ich hier am 27. April an der Bö- 
schungsmauer einer Strasse; ein Weibchen am 8. September v. J. an ähn- 
lichen Mauern der Strasse über das Stilfserjoch bei Franzenshöhe in Tirol. 

3. Cr. lutescens n. sp. 

^. Parum nitidus, punctatus, capite thorace cum metanoto et late- 
ribus segmenti primi abdominis, fuscopilosis; clypeo apice depresso, sub- 
truncato-, genis elongatis; fronte parum impressa, sulculo mediane instructa; 
metanoti subgranulato rugosi areis completis, postera subhexagona, m ar- 
gine antico in medio lato, recto; superomedia iudicata, fere completa; 
abdomine oblongo ovato, subtilissime alutaceo; areola subpentagona, costam 
versus occlnsa, nervum recurrentem longe pone medium excipiente, nervi 
divideutis ramulo mediocri; niger, abdomine praeter petiolura, lineola ad 
orbitas verticis, femoribus, tibiis tarsisque, dilute rufis; alis lutescenti- 



L'ebtT einigt' Coploidcn, iiusisl ;ius der iislcrr. 



235 



liyalinis; tercbra dimiclio abdomiuc paulu lon^iore. (Loiij>it. IVre 10"""\) 
\ femiua. 

Der Kopf ist kurz und liiiiter den Augen verscliinillert, Iciclit fvc- 
rundet. Die Waiioeu dicht ledrig, mit oiiizelueii sehr llacljeii grösseren 
Punkten, verlängert; der untere Augenrand von den Mandibeln fast noch 
einmal so weit entfernt, als diese an der Basis breit sind. Das Gesicht 
auf ledrifi;eni Grunde dicht und ziemlich grob punktirt, mit einer schwa- 
chen Beule. Die Stirne punktirt, ledrig, wenig eingesenkt. Die Fühler 
sehr zart und borstenformig. 

Das Mesauotuni ist sehr fein ledrig, dicht und mitten zusammen- 
lliessend punktirt, dreilappig. Das Metanosum kurz; der Zwischenraum 
zwischen den Querleisten längsruiizeiig; die Seitenfelder treten mitten 
ganz nahe an die Seitenecken des Vorderrandes des hinteren Feldes, so 
dass eine Area supero-media fast vollständig vorhanden ist, indem sie auch 
seitlich durch zwei stärkere Längsrunzeln scheinbar abgeschlossen wird. 
Das hintere Feld fällt steil ab und ist zwischen den zwei kaum hervor- 
springenden Zahnchen etwa um die Hälfte breiter, als in der Mitte des 
hier in gerader Linie verlaufenden Vorderrandes. Das 1. Segment ist bis 
zu den wenig vorspringenden Tuberkeln geschweift erweitert; der Hin- 
terstiel etwas breiter als lang, gegen das Ende allmälig erweitert, mit 2 fast 
bis vor den Eudrand verlaufenden Kielen und einer Furche dazwischen; 
seine Seiten sind fast gerade, der Endrand beiderseits flach gebuchtet, 
mit spitzen Ecken. Seine Sculptur ist dicht ledrig, wie die der Segmente 
% und 3. Die Flügel sind stark bräunlich-gelb getrübt, das Mal ist 
gelbbraun, Wurzel und Schüppchen schwarzbraun. Der äussere Radius 
mitten geschweift, an der Spitze eingebogen. Der Hinterleib ist mit Aus- 
nahme des Stieles gelblich-roth, der Bauch an der Falte und gegen das 
Ende gebräunt. Ein einziges Weibchen dieser Art aus der Winthem'- 
sclien Sammlung befindet sich im k. k. Museum in Wien. Eine Angabe 
des Fundortes fehlt. 

4. Cr. divisorins Kriech bäum er. 

(S ^ • Nitidulus, punctatus, clypeo apice depresso, leniter rotundato ; 
geuis siuuatis; fronte modice impressa, cariLula abbreviata instructa; me- 
tanoti dense rugosi, bidenticulati areis lateralibus completis, vel subcora- 
pletis, postera margine autico arcuato; abdomine sublineari (ci'), vel 
subfusiformi (V)^ dense et subtiliter alutaceo, parum nitido; areola pen- 
tagona, costam versus anguste aperta, nervi dividentis ramulo longo; niger, 
tibiis anticis et mediis rufis, his extrorsum fuscis, femoribus rufis, ante- 
rioribus basi nigris; macula mandibularum et clypei, orbitis faciei, 

lineola ad externas, punctulo ad orbitas verticis annuloque tarsorum 

30 - 



236 



C, Tscliek: 



posticorum, albis; ^: abdoniine subcaeruleo nigro; terebra dimidii circiter 
abdomiuis longitiidine. (Long. 7-75— 8'75"'"^ ) 2 mares, 2 femiuae. 

c^. Cryptus divisorius Kriechbaum er in litteris. 

Der Kopf ist hinter den Augen stark und geradlinig verschmälert; 
die Wangen sind ziemlich lang, schmal und vor der Spitze deutlich ge- 
buchtet; das Gesicht auf ledrigem Grunde punktirt, beim Weibchen mit 
einer Beule; der Scheitel lineal. Die Fühler sehr zart und borstenförmig 
(^). Das Mesonotum dreilappig, dicht und gegen die Mitte zusammen- 
fliessend punktirt. Das Metanotum rückwärts steil abfallend, die vordere 
Querleiste sehr zart; der Vorderrand des hinteren Feldes beim Weibchen 
in steilerem, fast spitzem, beim Männchen in flacherem Bogen verlaufejid; 
zwischen den Querleisten Längsrunzeln. 

Beim Weibchen ist das erste Segment bis zu den Tuberkeln ge- 
schweift erweitert; der Hinterleib so lang als breit, gegen die Spitze ein 
wenig verbreitert, an der Basis mit zwei Kielen und schwacher Furche 
dazwischen; seine Seiten sind gegen den Endrand zu fast winkelig ein- 
gezogen; dieser ist beiderseits gebuchtet, mit fast rechtwinkligen Ecken. 
Beim Männchen ist das erste Segment entsprechend schmäler, geradlinig- 
erweitert, ohne vorspringende Tuberkeln; der Hinterstiel ist längei"" als 
breit, an der Basis mit einer kurzen Furche. Der Hinterstiel ist in bei- 
den Geschlechtern ledrig, aber feiner, als die zwei folgenden Segmente. 
Die Flügel sind stark bräunlich getrübt, das Mal ist schwarzbraun, 
Wurzel und Schüppchen schwarz. Hintertibien und sämmtliche Tarsen 
schwarz. Ein Männchen und zwei Weibchen dieser Art wurden in Nieder- 
Oesterreich gefangen; ein Männciieu aus Chur theilte mir unter obigem 
Namen Herr Dr. J. Kriech bäum er gefälligst zur Ansicht mit. 

Anmerkung. Zu der Eigenthümlichkeit der Felderung des Me- 
tanotums bei den Cryptoiden gehört es bekanntlich, dass die Areae spi- 
raculiferae und supero-externae, dann die postero media und die postero- 
externa mit einander verschmolzen sind. Von diesem Typus machen die 
österreichischen Exemplare obiger Art keine Ausnahme; das schweizerische 
Männchen jedoch hat auf seinem Metanotum jederseits eine ganz gerade 
Längsleiste, die von der Spitze der Area dentipara bis zur Basis des Me- 
tauotums verläuft, daher aucli die Area lateralis in eine spiraculifera und 
supero-externa trennt. Auch im abschüssigen Theile finden sich zwei 
Längsleisten, so dass eine Area postero-media und zwei postero-externae 
entstehen. Da das genannte Männchen im übrigen ganz genau mit dem 
österreichischen stimmt, so kann das Auftreten der unvollkommenen nor- 
malen Felderung auf seinem Metanotum nur als eine zufällige Erscheinung 
angesehen werden, für welche mir die Erklärung fehlt. Ist diese Abnor- 
mität vielleicht ein Rückschlag in eine Stammform, die ein normal gefcl- 
dertcs Metanotum besass? 



Lieber eiiiiKc Cryiitoideii, iiicisl aus der iislcrr. ruuna. 



237 



Jj. Miiunchcu dos Cr. spiralis (jlrav. 

Grav. 11. iö't. 23. (excl. cf). 
Taschen b er g* p. 71. 5. 

Mit dem Weibclicii dieser Art wurde von T as ch e ii b er g der Cr. 
i))Conspicuus Gr. als Männchen vereinigt. Ohne die Richtigkeit dieser 
Verbindung im mindesten anfechten zu wollen, will ich hier nur in Bezug 
auf die österreichische Fauna bemerken, dass sämnitliche 6 Mäuncheu 
dieser Art in meiner Sammlung auf der Spitze des Schildchens einen 
weissen Punkt haben. 

Ausser den beim Cr. incon spie uns angeführten Zeichnungen sind bei 
obigen Männchen noch gelblich-weiss : ein Punkt au den Augeii- 
rändern des Scheiteis, eine Linie an den äusseren, meist 2 Punkte oder 
eine Linie auf dem oberen Halskragen-Rande, eine Linie unter den Flü- 
geln, manchmal ein Punkt jederseits auf demMesonotum vor dem Halskragen, 
Flecken auf den vorderen Trochanteren und nicht 2, sondern 3 Glieder der 
Hintertarsen. Bei siimmtlichen Männchen sind die Knie der Hinterbeine 
schwärzlich; bei einigen sind die mittleren Hiuterleibsegmente mehr oder 
weniger bräunlich gefärbt. 

Von dem Männchen des Cr. vidttator'ius Gr. unterscheidet sich das 
gegenwärtige leicht dadurch, dass bei ihm das hintere Feld des Metano- 
tums viel höher hinaufreicht, als beim viduatorius. 

Anmerkung. En meiner Sammlung befinden sich auch 2 Weibchen, 
die auf der Spitze des Schildchens einen kleinen weissen Punkt haben., 
wie die Männchen. 

6. Das Weibe heu des Cr, incisus Ts eh. 

In den „Neuen Beiträgen zur Kenntuiss der österreichischen Cryp- 
toiden" Verhandl. der k. k. zool. bot. Gesellsch. in Wien, 1870. XX. Band, 
405. \. habe ich ein Weibchen mit intacteu Wangen als das des C. incisus 
beschrieben. Dies war ein grosser Irrthum. Die voreilige Annahme, dass 
der Einschnitt im unteren Wangenrande beim Männchen nur ein sexuelles 
Merkmal sei und die grosse Analogie des vermeintlichen Weibchens mit 
obigem- Männchen verursachten diesen Missgriff. Mittlerweile war mein 
verehrter Freund, Herr Gustos A. Rogenhof er so glücklich, das echte 
Weibchen, welches den Einschnitt in den Waugen wie das Männchen be- 
sitzt, am 13. Juni v. J. bei Dornbach zu entdecken. 

Die endlich richtige Diagnose für beide Geschlechter ist nun fol- 
gende: 



238 



C Tschek: 



Cr. incisus Tsch. 

(S^- Nitidulus, punctulatus; cljpeo apice deprosso, leuiter rotun- 
dato; geuis turaldiusculis, iiifra basin maiidibulariim dilatato-deflexis, 
inciso-lobatis; fronte impressa, sulculo mediaiio instructa; metanoti sub- 
mutici, crasse riigosi areis lateralibus dense coriaceis, postera subhexagoiia 
(iiiterduni in subcompleta), margine antico in medio arcuato (c^*), vel 
recto (^); areola pentagona^ ueryi dividentis ramulo mediocri; abdomine 
subb'ueari ((J'), yel subfusiformi (^), subtilissime alutaceo; iiiger, abdo- 
mine, basi excepta, tibiis anterioribus feraoribusque, rufis, borum posticis 
apice superne niacula nigricante; cj* • orbitis froutis, faciei et genarum, 
punctulo ad orbitas verticis, colli margine supero, lineola infra alas, 
puncto in apice sciitelli auiiiiloque tar.sorum posticorum albis; ^ : femori- 
bus anterioribus ima basi infuscatis, posticis crassiusculis ; orbitis frontis 
et genarum anuuloque antennarum albis; terebra dimidio abdomine pauUo 
loiigiore. 

Long. (S'. 13'"'"-, ^ 

Var. 1. (J* orbitis verticis et genarum, thorace cum scutello totis, 
femoribus posticis etiam ima basi nigris. 

(J*. Cr. incisus Tschek. Beitr. z. Kennt, d. öst. Crjptoiden, Verb, 
d. k. k. zool.-bot. Gesellsch. in Wien, 1870, XX. B. \ 9. 

^. Der Kopf ist Linter den Augen nur wenig verschmälert, sanft gerun- 
det; die Fühler sind fadenförmig, das erste Geisselglied ist kaum viermal 
so laug wie dick. Auf dem Metanotum reichen die Seiteufelder uicht bis 
zur Hüfte des oberen Theiles und sind dicht ledrig-punktirt; das übrige 
Metanotum ist grob-gerunzelt; das hintere Feld in der Mitte des Vorder- 
randes fast gerade, zwischen den sehr stumpfen und wenig vorspringen- 
den Zähnchen etwas breiter als mitten lanof. Der Hiiiterstiel des Hinter- 
leibes ist etwa so laug wie breit, stark ledrig, an den Seiten fast 
gerunzelt, an der Basis gekielt uud gefurcht; seine Seiten sind gerundet, 
der Endrand beiderseits gebuchtet, mit spitzeji Ecken. Das erste Seg- 
ment ist nur am Endrande, besonders seitlich roth. Die weisse Linie ao3 
äusseren Augenrande reicht über deren unteren Rand noch ein Stück in 
die Wangen hinein. An der Fühlergeissel sind die Glieder 6 — 8 weiss, 
unten braun. Die Flügel sind getrübt, Mal und Wurzel braun, Schüpp- 
chen schwarz. 

Es wird nun nöthig, dem irrthümlich zu Cr. incisus gestellten 
Weibchen, dessen Diagnose folgt, einen neuen Namen zu geben; ich nenne 
es demnach: 

7. Cr. pseudonymus u. sp. 

^. Nitidulus punctulatus; capitis lateribus tumidis; clypeo apice 
depresso, leniter rotundato; fronte concaviuscula; antennis gracilibus, se- 



Ut'bor »MiiiKi! (",ry|»loi(lni, meist ans ilcr iislcrr. l'';iiiti.'i. 



tai'cis, iliiniilio corjiorc vix loiigiorihus ; metaiioti donse rugosi arcis late- 
ralil)us subobsoletis, po-stera siibhexagona, margine antico in luedio suh- 
arcuato, iiiterdum fere obsoleto; abdoiniiio ovato-fiisifonni, subtilissimo 
alutaceo; alariiiu areola pentagona; nervi dividentis raniulo brevi; iiiger 
abdomiue rufo, segniento priuio uigro, fonioribus tibiisque rufis, liaruni po- 
sticis apice et extrorsuni fuscis; orbitis frontis aiigustissime (et piiuctulo 
ad orbitas verticis) pallidis; terebra abdomine paullo breviore, lenlter 
siirsum curvata. 

Long. H— 13'""'- 

Cr. incisus Tschek ^. Neue Beitrüge z. Keniitn. d. öst. Cryptoiden, 
Verli. d. Ii. k. zool. bot. Gesellsch. in Wien. 1870. XX. B. 405. 1. 

Cr. Sponsor Ratze bürg III. 139. 28. 

Die nähere Beschreibung an der citirten Stelle. Die zwei Weibchen, 
nach denen sie entworfen ward, liegen mir nicht mehr vor; die Diagnose 
gab ich nach einem Weibchen aus Dalmatien, das ich von Herrn Erb er 
erhielt; es hat einen weisslichen Punkt jederseits am Augenraude des 
Scheitels. 

8. Cr. exstinctor Tsch. 
Beiträge z. Kennt, d. öst. Cryptoiden, Verh. d. zool.-bot. Gesellsch. 
in Wien. 1870. XX. B. 124. 12. 

Von dieser Art brachte Herr Erb er einige Stücke, sowohl Männchen 
als Weibchen aus Calabrien, zwei weitere Männchen und ein paar Weib- 
chen fing ich wieder hier. Die zwei italienischen und eines der hiesigen 
Männchen haben eine weisse Linie unter den Flügeln und nähern sich 
dadurch noch mehr dem Cr. triguttatus Gr. Dazu kommt, dass die 
Längsrunzeln zwischen den Querleisten des Metanotums beim Männchen 
nicht immer so deutlich hervortreten, wie beim Weibchen. Es ist dem- 
nach wohl möglich, dass der Cr. triguttatus Gr. nur eine Varietät des 
Cr. exstinctor sei, aber trotz der nahen Verwandschaft beider Formen 
kann ich sie noch immer nicht als identisch betrachten, weil 1. die sämmt- 
licheu 6 Männchen meiner Sammlung eine Linie an den äusseren Augen- 
rändern und einen Punkt an denen des Scheitels weiss haben, wovon 
weder Gravenhorst noch Taschenberg etwas erwähnen und 2., weil 
Taschenberg vom Cr. triguttatus wörtlich schreibt: „vordere Beine von 
den Schenkeln an roth, diese an der Wurzel . . . weiss." Bezieht sich 
das Wort „diese" nun auf „vordere Beine" oder auf „Schenkel", in keinem 
Falle passt die Stelle auf das Männchen des Cr. exstinctor., dessen vordere 
Beine nirgends weiss gefärbt sind. 

Zur Diagnose der Art gehört nun der Zusatz: 

Var. 1. (j*. Linea alba sub alis. 

Var. 2. ^. Linea rufescente sub alis, squamulis alarum puncto albido. 



240 



C. Tschck: 



9. Cr. genaliä ii. sp. 

^. Nitidulus, punctulatus; clypeo apice depresso, leiüter rotuiidato; 
fronte impressa, sulculo mediano iustructa; anteiiiiis breviusculis in niedio 
paiillulum incrassatis; metanoti rugulosi, submutici areis lateralibus sub- 
conipletis, alutaceis, postera completa, marg-iue autico arcuato; abdomine 
ovato-fusiformi, subtilissime ahitaceo-punctulato ; areola pentagona, costam 
versus late aperta; tarsorum anticorum articulis 3 et 4 longitudine sub- 
aequalibus, femoribus posticis crassiusculis : niger, palpis fusco-testaceis, 
abdomine, basi excepta, femoribus tibiisque rufis, harum posticis apicem 
versus uigricantibus; coxis subtus obscure castaneis; orbitis internis, exter- 
narura parte, linea g-enarum infra oculos, linea infra alas, apice scutelli 
annuloque autennarum, albis; terebra dimidio abdomine longiore. 

Long, vix 9'5™'"*, 4 femina. 

Diese Art ist dem Cr. apparitorius und gratiosus uabe verwandt, 
aber durch die stärkeren Fühler und Beine verschieden. 

Der Kopf ist hinter den Augen verschmälert, gerundet, die Wangen 
breit, das Gesicht dicht ledrig, glanzlos, mit einer Beule; die Stirne auf 
fein ledrigem Grunde grob und dicht punktirt, am Augenrande ein vt^euig 
wulstig und über die Augen hervortretend. Die Fühler ein wenig länger 
als der halbe Körper, mitten deutlich ein wenig verdickt, das erste Geis- 
selglied kaum dreimal so lang als dick. Das Mesonotum dreilappig, dicht 
und mitten zusammenfiiessend punktiit; das Schildchen glatt, glänzend. 
Das Metanotum runzlig, zwischen den Querleisten mitten fast glatt; die 
Seitenfelder ledrig, seicht und zerstreut punktirt, ihr Hiuterraud gegen 
die Mitte etwas verwischt; das hintere -Feld steil abfallend, flach, die 
Zähnchen fast fehlend. Das erste Segment geschweift erweitert, der 
Hinterstiel fast so laug als breit, gegen die Spitze allmählig etwas ver- 
breitert, an der Basis mit zwei sehr kurzen Kielen, ohne Furche dazwi- 
schen, die Seiten fast gerade, ebenso der Eudrand mit stumpfen Ecken. 
Seine Sculptur ist ledrig, wie die der Segmente 2 und 3. Die Beine sind 
kurz und kräftig, die Hinterschenkel ein wenig verdickt; die vordersten 
Tibien merklich erweitert, an deren Tarsen das dritte Glied nur um 
sehr wenig länger als das vierte. 

Der Kopfschild ist wie die hinteren Hüften dunkel röthlich, die vor- 
dersten sind heller. Vom unteren Augenraude zieht sich eine weisse Linie 
von der Basis der Mandibeln vorbei zum unteren Wangenrande. An den 
Fühlern sind die Geisseiglieder 6 — 9 oben weiss, unten braun. Die Hin- 
tertibien sind fast bis zur Mitte gebräunt. Die Flügel sind bräunlich 
getrübt, uugewölkt, das Mal braun, die Wurzel blass, das Schüppchen 
schwarz. 

Ein Weibchen, höchst wahrscheinlich aus Oesterreich, besitzt das 
k. k. Museum in Wien. 



lieber Cryptoiilcii, mcisl ans dtT osit-rr. l'aiiiij. 



241 



10. Das Männchen des Cr. bucculentus Tsch. 

Neue Beitr. z. Kennt, d. eist. Cryptoiden, Verh. der k. k. zool. bot. 
Ges. in Wien, 1870. XX. Bd. 40G., 3. 

Herr Erber fing; diese Art in beiden Geschlechtern in Dalniatien. 
Ich bin nun iu den Stand gesetzt, die Beschreibung- des Männcliens nach- 
zutragen. 

Cr. buccnlentns Tsch. cf. 

Abdomine elongato-subfusiformi, medio castaneo; femoribus anterio- 
ribus apicem versus subtus, tibiis anticis, mediis uno latere, rufis; man- 
dibulis ex parte, clypeo, orbitis iiiternis, macula media faciei, macula, ut 
plurimuni , in autennarum scapo subtus annuloque tarsorum postico- 
ruili, aibis. 

Der Hinterstiel des Hinterleibes ist länger als breit, ziemlich ge- 
wölbt, mit vorspringenden Tuberkeln, ohne Kiele und Furche, ledrig. 

Die Segmeute 2—4, manchmal noch die Basis von 5 sind dunkel- 
rothbraun. Die Glieder 2 — 4 der Hintertarsen weiss. Das Uebrige wie 
in der Diagnose und wie beim Weibchen. 

11. Das Männchen des Cr. mactator Tsch. 

Beitr. z. Kenutn. d. österr. Crypt. Verh. d, zool. bot. Ges. in Wien. 
XX. Bd. 128., 17. 

Bei Beschreibung des Cr. Erberi Tsch. ^) erwähnte ich eines Männ- 
chens von nur Q'S'^"^* Län(>e, bei dem die Hinterscheukel an der Spitze 
und die ganzen Hinterschinen braunschwarz sind^ nebstdem sind die Seiten 
des Hinterstieles dunkel rötlilich gestreift. 

Ich erkannte nicht sogleich die specifische Verschiedenheit dieses 
Stückes von dem Männchen des Cr. Erheri\ es gehört bestimmt zu Cr. 
mactator^ mit dessen Weibchen es durch die geringere Grösse, die im 
Verhältnisse zur Körpergrösse längereu und schlankeren Fühler und durch 
die Färbung der Hinterbeine übereinstimmt. 

Die Diagnose des Männchens ist nun folgende: 



Ichneumonologische Fragmente. Verh. d. k. k. zool. -bot. Ges. in Wien, 
1871. XXI. Bd. p. 43. 
Bd. IXII. Abhandl. 



242 



C. Tschek: 



Cr. mactator Tsch. 

Niger, postpetioli lateribus obscure rufescentibus, tibiis auterloribus 
feraoribusque rufis, horum posticis summo apice uigris; scutello raargiueque 
apicali segmentorum 3 et 4 late albis. 

Long. O-S'"""* 1 mas. 

Das einzige Männchen, das ich sah, wurde von Herrn Erb er iu 
Corfu erbeutet. In Bezug auf die österreichische Fauna will ich noch be- 
merken, dass die Art höchst walirscheinlich nur in Dalmatieu yorkom- 
meu dürfte. 

b) Humeral-Querader im Hinterflügel in oder über der Mitte 
gebrochen. 

421. Das Männchen des Cr. femoralis Gr. 

Grav. II. 493. 48. 
Tasch. 95. 71. 

Von dieser Art besitze ich ein Pärchen aus Dalaaatien, ein Männ- 
chen aus Syra und ein Weibchen aus Calabrien (Erber). 

Gravenhort und Taschenberg erwähnen nichts von der Gestalt 
des Kopfschildes; derselbe ist beiderseits niedergedrückt und mitten mit 
einem kurzen, stumpfen Zahne bewehrt. Das vorletzte Fussglied der Hiu- 
tertarsen ist nicht bis zur Mitte eingeschnitten, und die letzten Hinter- 
leibsegnieute nehmen in gewöhnlicher Weise an Länge ab. Die Fliigel- 
schüppchen scheinen mir grösser als gewöhnlich, und ihre rein weisse 
Farbe hebt sie noch mehr hervor. Die Vordertibien sind beim Weibchen 
erweitert; die parallelseitige Areola empfängt den rücklaufeuden Nerv vor 
oder fast in der Mitte. Der Humeral-Quernerv im Hinterflügel ist über 
der Mitte gebrochen. 

Die Weibchen meiner Sammlung haben das ganze erste Segment 
und die äusserste Basis der vorderen Schenkel auf der convexen Seite 
schwarz. Das eine hat einen weissen Fleck nur auf dem Rücken des 7. 
Segmentes, das andere auch auf dem 6. 

- Die Männchen unterscheiden sich in der Färbung nur dadurch von 
den Weibchen, dass bei ihnen an den Hintertarsen die Glieder 3 und 4 
und die Spitze von 2 weiss sind. Beide Männchen haben die Segmente 
6 und 7 weissgefleckt. Die Masse sind 13—14™""' 

13. Cr. mediterraneus u. sp. 

(5*?. Nitidulus, punctulatus; clypeo utrinque depresso, in medio 
denticulo brevi, acutiusculo armato; fronte plana, carinula mediana in- 
ßtructa; anteunis gracilibus, filiformibus; metanoti dense rugoso-punctatis, 
brevissime bidenticulati areis completis, subtiliter delineatis, postera parva 



Ueber einige Crypioidcn, meist aus der östcrr. F«uiia 



243 



niargiue antice arcuato; abdoniiiiis sublinearis (c?), vel subfusiforiuis (^), 
deuse punctati, postpetiolo couvexiusculo, fortifcer punctato; areola penta- 
gona, costam versus late aperta, uervura recurreiiteni paullo pone niodium 
excipiente; tibiis anticis dilatatis(^ ) ; niger, abdoiiiiiiis niedio rufo-castaiieo*, 
segmentis ultimis niacula dorsali alba iiotatis; femoribiis anterioiibus api- 
cem versus posticisque rufis; apice scutelli squaniulisque alarum albis; 

palpis maxillaribus basi, lineola vel puncto infra alas annuloque tar- 
sorum posticoruni, albis; tibiis tarsisque anterioribus maxiina ex parte 
pallide testaceis, segmentis 2 — 4 rufo castaueis; ^ : tibiis anterioiibus ex 
parte testaceis, segmentis t — 6 rufo castaneis, annulo autennarum albo; 
terebra dimidii circiter abdorainis longitudine. 

Long. 11— 12"^™-, § 8-75 — fere lO'"'"- 2 mares, 2 feminae. 

Diese Art ist dem Cr. femoralis zunächst verwandt, aber schlanker 
und durch die angeführten Merkmale, namentlich die nach vorne couver- 
gireuden Seiten der Areola bestimmt verschieden. 

Der Kopf ist etwas breiter als der Thorax, hinter den Augen stark 
und geradlinig verschmälert, sehr dicht und auf der Stirne zusammen- 
fliessend punktirt, matt, nur die Wangen etwas gläuzend. Das Mesonotum 
ist dreilappig, dicht punktirt, wenig glänzend. Der Metathorax ziemlich 
lang, fast cyliudrisch; das hintere Feld seines Rückens ist klein, daher 
der Zwischenraum zwischen den Querleisten breit, seiu Vorderrand bildet 
einen kurzen aber steilen Bogen. Das i. Segment des Weibchens ist bis 
zu den Tuberkeln nur wenig geschweift, der Hinterstiel grob punktirt, 
convex, länger als breit, mit zwei kielartigen Erhöhungen an der Basis 
und einer kurzen Furche oder einem länglichen Grübchen dazwischen; 
seine Seiten sind fast gerade, fein gerandet-, der Eudrand beiderseits ge- 
buchtet mit rechtwinkligen Ecken. Das 1. Segment des Männchens ist 
entsprechend schmäler, ohne Kiele, mit einem länglichen Grübchen. Die 
folgenden Segmente sind dicht, aber nicht grob punktirt. Das vorletzte 
Glied der Hintertarsen ist nicht bis zur Mitte eingeschnitten. Die Hume- 
ral-Querader im Hinterflügel ist in der Mitte gebrochen. 

Beim Männchen sind die vorderen Schenkel am Knie beiderseits 
weisslich gefleckt; die vorderen Schienen blassbräunlich gelb, auf der 
äusseren Kante braun, an der Basis und eine Linie vorne weisslich. Beim 
Weibchen sind die vordersten Tibien blass bräunlich-gelb, auf der äusseren 
Kante braun; die Mitteltibien braunroth, aussen schwarzbraun, alle \ier 
hart an der Basis blass. Beim Männchen sind eine Linie auf dem Endraiide 
das 6. und ein Rückenfleck auf dem 7. Segmente, dann die Glieder 2— i 
der Hintertarsen weiss. Beim Weibchen sind von derselben Farbe ein 
Rückenfleck auf den Segmenten 7 und 8, bei einem Stücke auch eine 
kurze Linie am Endrande von 6, dann die GeisaelgUeder der Fühler 7—19 

31 * 



244 



C. Tschek: 



oder 8 — 10 auf drei Seiten. Die Flügel sind bräunlich getrübt, Mal und 
Wurzel braun, letztere mit weissem Punkt. 

Ein Pärchen aus Calabrien, ein Männchen von Corfu und ein Weib- 
chen von Tinos erhielt ich von Herrn Erber. 

14. Cr. jonicus n. sp. 

5. Nitidulus, punctatus; capite buccato ; clypeo utrinque impresso, 
in medio denticulo obtuso armato; fronte parum impressa, carinula me- 
diana instructa; antennis dimidio corpore paullo longioribus, filiformibus ; 
metanoti subseniiglobosi, dense rugoso-punctati, mutici areis completis, 
postera margine antico alte arcuato; abdominis fusiformis, confertim 
punctati postpetiolo valde convexo, basi et lateribus fortiter punctato, 
areola pentagona, nervis cubitalibus transversis parallelis; pedibus brevius- 
culis, femoribus subincrassatis, niger abdomiue rufo, apice nigro, segmento 
7. albido-marginato; femoribus anterioribus apicem versus posticisque, nec 
non tibiis anterioribus ex parte rufis; apice scutelli, alarum radicd annu- 
loque antennaruni, albis; terebra dimidio abdomine paullo longiore. 

Long, fere H°^"^* 1 femina. 

Diese Art ist dem Cr, fuscicornis am nächsten verwandt. 

Der Kopf ist hinter den Augen nicht verschmälert, dicht punktirt, 
wenig glänzend; das Gesicht mit 2 parallelen Längseindrücken ober dem 
Kopfschild. Das Mesonotum dreilappig, nicht sehr dicht punktirt, etwas 
glänzend. Das hintere Feld des Metanoturas ist in seinem oberen Theile 
mitten eben so lang, wie in seinem untern; die Spitzen derAreae denti- 
parae liegen tief; der Hinterrand der Seitenfelder ist hinter den Luftlö- 
chern kurz unterbrochen. Das 1. Segment ist fast so lang, wie die Hin- 
terhüften mit den Trochanteren, der Hinterstiel gewölbt, so lang wie 
breit, an der Basis mit Andeutung von 2 sehr kurzen Kielen, seine Seiten 
sind gerundet, der Endrand ist beiderseits schwach gebuchtet mit fast 
rechtwinkeligen Ecken. Er ist mitten fast polirt. Das vorletzte Glied 
der Hintertarsen ist nicht bis zur Mitte eingeschnitten; die Segmente 5 
und 6 sind ungefähr gleich lang, 7 etwas länger. Der äussere Radius 
ist geschweift, an der Spitze eingebogen. Die vordersten Tibien er- 
weitert. 

Der Hinterstiel, dann die Segmente 2—4 sind roth. Die GeisselgHeder 
6—9 sind weiss. Die Flügel bräunlich getrübt, das Mal schwarzbraun, 
das Schüppchen schwarz. 

Ein einziges Weibchen aus Corfu erhielt ich von Herrn Erb er. 

Anmerkung. Die vordersten Schienen sind bei den Weibchen 
ifianehfer Gry ptus- Arten in höherem oder geringerem Grade erweitert; 



Lieber einige Cryptoiilcn, meist uns der iislcrr. I'auiia. 



245 



ich habe dieses Merkmal in meinen Beschreibungen meist unerwähnt fr<;- 
lassen. Ich fülle diese Lücke nun aus. Stark erweitert sind die vordersten 
Schienen bei den Weibchen von Cr. investlgafor^ graciosus^ genalis, rufi- 
ventrit;^ excentricus^ alutaceus, remex^ vindex^ fiiscipes in geringerem Masse, 
aber deutlich, beim Cr. divisorius ^ Sponsor^ JErberi, mactator^ nubeculatas^ 
fuscicornisj incisus^ coxator^ explorator confector^ fumipennis ^ incubitor., 
heliophilus. 

15. Cr. buccatus n. sp. 

c^* Nitidulus, piinctulatus; capite buccato; clypeo piano, apice ro- 
tundato, in medio in angulum dentiformem subproducto; fronte phmiu- 
scula, carinula abbreviata instructa; metanoti ruguloso-punctati, mutici 
areis completis, postera margine autico subarcuato; abdomiue dense et 
subtiliter alutaceo-punctulato, perparum nitido; areola pentagona, nervis 
cubitalibus transversis parallelis, nervum recurrenteni ante medium ex- 
cipiente; nervo transverso anali fere in medio fracto; niger, postpetiolo 
et segmentis 2—4 rufis, 1. macula dorsali albido-flava notato ; femoribus 
anterioribus apicem versus tibiisque rufis , liarum posticis apice nigris; 
palpis maxillaribus, labro, macula clypei, et faciei iuterdum, orbitis faciei 
aunuloque tarsorum posticorum, albido-flavis. 

(Long, l^mm.-) 2 mares. 

Der Kopf und der Thorax sind ziemlich lang braun behaart. Ersterer 
hinter den Augen nicht yerschmälert, gerundet, die Schläfen und Wangen 
etwas aufgetrieben*, das Gesicht fein behaart, auf ledrigem Grunde punk- 
tirt, flach. Die Stirne zusamraenfliessend punktirt, mit einem kurzen 
Längskiele zwischen den Fühlergruben. Das Mesonotum auf ledrigem 
Grunde punktirt, dreilappig, buckelig, viel höher als das Metanotum. 
Das Schildchen dicht punktirt. Das Metanotum runzlig punktirt, zwischen 
den Querleisten fein läng;srunzlig, der abschüssige Theil schräg abfallend, 
der Vorderrand des hinteren Feldes im Bogeu verlaufend, oder mitten ein 
ganz kurzes Stück gerade. Das erste Segment bis zu den vorspringenden 
Tuberkeln geradlinig ein wenig erweitert; der Hinterstiel länger als 
breit, gegen das Ende kaum erweitert und hier an den Seiten gerundet, 
ohne Kiele und mit sehr schwacher Spur einer Furche, wie die folgeiideu 
Segmente auf ledrigem Grunde sehr fein und sehr dicht punktirt. Das 
zweite Segment gegen das Ende allmälig erweitert; von da an ist der 
Hinterleib bis zur Spitze des 6. fast gleich breit, ein wenig schmäler als 
der Thorax, aber länger als dieser mit dem Kopfe. 

Die Hinterscheiikel sind an der äussersten Basis roth , die Hinter- 
tibien roth, nur an der Spitze geschwärzt; die Glieder 2—4 der Hinter- 
tarsen weisslich gelb. Die Flügel ein wenig bräunlich getrübt, Mal und 
Wurzel schwarzbraun, Schüppchen schwarz. 



246 



C. Tschek: 



2 Männchen fing ich yor langer Zeit, ich weiss nicht mehr wo, in 
Niederösterreich. 

46. Cr. confector Gray. 

Herr Dr. J. Kriechbaiimer theilte mir freundlichst ein bei Dorn- 
bach gefangenes Männchen dieser Art mit, welches in der Färbung der 
Hintertibien mit dem Weibchen stimmt. Der Kopf ist etwas kürzer und 
hinter den Augen mehr verengt, der Kopfschild ein wenig gewölbter und 
vom Gesichte etwas deutlicher abgesetzt, als bei den von mir zum Cr. 
confector gezogenen Männchen. Weiss sind bei dem genannten Stücke 
die Palpen, der Kopfschild, die Augenränder des Gesichtes, eine Linie 
jederseits an denen der Stirne und die Wangen. Der Fühlerschaft ist 
unten schwarz. 

Auf dem Hinterleibe sind die Segmente 2—4, die Hälfte von 5 und 
der Hinterstiel roth. Diess sind, nebst der Farbe der Hinterschienen, die 
Abweichungen von den übrigen Männchen, die ich für die des Cr. con- 
fector hielt und noch halte. Die Art ist hier nicht selten; in meiner 
Sammlung befinden sich 17 Männchen und 43 Weibchen; unter letzteren 
eines, bei welchem sich die rothe Farbe des Hinterleibes bis zur Hälfte 
des 5. Segmentes erstreckt und bei dem der Kopf hinter den Augen mehr 
verschmälert ist, als gewöhnlich. Unter den Männchen gibt es einzelne 
Exemplare, bei denen die vorderen Hinterleibsegmeute bis auf die End- 
ränder von 2 und 3 ganz schwarz sind. 

II. Luftlöcher des Metathorai kreisrund. 

4 7. Das Männchen von Cr. sexannulatus G)ray. 

^ Gray. II. 470. 36. — Tasch. 70. 4. 

Cr, sexannulatas Gray. cj*. 

Alis hyalinis, immaculatis; ore, clypeo, genis, facie, orbltis frontis 
et externarum parte, antennarum scapo subtus, colli margine, linea longa 
ante alas, lineola infra alas, earum squamulis, abdominis petiolo margine- 
que apicali segmentorum 4 et 2, nec non coxis et trochanteribus anterio- 
ribus, eborinis; feraoribus tibiisque auterioribus pallide-testaceis , albiHo- 
fuscoque variegatis; basi tibiarum' posticarum tarsisque posticis, albis, 
his basi apiceque nigris. 

(Long, fere O'"'".) 

Var. ^ segmentis 4 — 6 albomarglnatis. ^) 

Die Sculptur des Mannchens ist im Allgemeinen, namentlich auf dem 
Hinterleibe etwas feiner als beim Weibchen. Der Hinterleib ist fast linien- 

Beitr. z. Kenntn. d. österr. Crypt, Verh. d. z.-b. Ges. XX. Bd. 143. 35. 
^) Gravenhorst, IL 490, beschreibt eine Var. maris ? v. C. melanoleucus. 
die genau mit einem von Dr. Kriechbaumer gesendeten Stücke übereinstimmt. 

Redact. 



tebtT t'iui^i' (;ry|ili)i(lt'n, meint aus ilcr üsterr. Fauna 



247 



förmig; das erste Segment geradlinig etwas erweitert, die Tuhcrkeln ein 
wollig vorspringend; der Ilinterstiel ist ein wenig länger als breit, fast 
paralli'lseitig, schwach gewölbt, niit einer flachen lJingsfurcl>e an seiner 
Basis. Das 2. und 3. Sejinient sind länger als breit, ersteres länger als 
das erste, mit von dessen Basis entfernten, röthlich durchschiranieruden 
Thyridien. 

An den zwei vorderen Fusspaaren sind die Schenkel hart an der 
Basis und auf der oberen Kante schwarzbraun, auf der convexen Seite 
weisslich; die Tibien an der Innenseite schwarzbraun, an der Basis und 
an der Rückseite gegen die Spitze weisslich ; die Tarsen innen hell bräun- 
lichgelb, aussen gebräunt. Das 2. Glied der hintersten Trochanteren hat 
unten einen weisslichen Fleck. Die hintersten Tarsen sind weiss, die 
Basalhälfte des i. Gliedes und die Spitze des letzten schwarz. 

18. Cr. alutaceus Tsch. 
Beitr. z. K. d. öst. Crypt. Verh. d. z.-b. G. in Wien, XX. Bd. 129. 19. 

Von dieser Art fing ich ein kleines Weibchen von kaum 4*5™™' 
Länge, bei welchem der Kopfschild, die Wangen und das Schildcheu 
dunkel rothbraun gefärbt sind; ein sehr kleiner blasser Punkt findet sich 
'ederseits an den äusseren Augenrändern. Die Hintertarsen sind ganz 
schwarzbraun, nur die Glieder 3 und 4 sind ganz wenig röthlich. 

Zur Diagnose gehört nur der Beisatz: 

Var. 1. Clypeo et scutello obscure rufescentibus, tarsis posticis 
nigro-fuscis. 

19. Das Männchen des Cr. vindez Tsch. 

^ C. Tschek, Beitr. z. K. d. öst. Crjpt. Verh. d. z.-b. Ges. i. Wien. 
XX. Bd. 138. 29. 

Cr. vhifleoß Tsch. qJ*. 

Tibiis anticis simplicibus, nervo humerali alae posticae pone trans- 
versiim analem non abrupto; segmentis 2 et 3 rufis, basi fuscescentibus; 
femoribus tibiisque rufis, posticis apice f'.jscis; collo et coxis anterioribus 
obscure castaneis; ore , clypeo, orbitis faciei, lineola ad frontales puncto- 
que ad genales, squamulis alarum, trochanteribus anterioribus annuloque 
tarsorum posticorum, albidis. 

(Long. 6"^™-) 

Die Fühler von Körperlänge, der Schaft unten etwas röthlich. Der 
Hinterleib fast lineal; das erste Segment linienförmig, gegen die Spitze 
nicht erweitert, au den Luftlöchern etwas eingeschnürt; der Hinterstiel 
nicht breiter als der Stiel, mit einer Längsfurche in der Mitte. Die Glieder 



248 



C. Tschek: 



2 ati der Spitze, 3 und 4 der Hintertarseu weisslich, letzteres an der 
Spitze geschwärzt. 

Ein Mäunchen, gefangen am 11. August. 

20. Cr. Polytoml n. sp. 

(j*. Parum nitidus, punctulatus; capite brevi; clypeo apice depresso, 
subtruncato; fronte planiuscula, sulculo mediane instructa; metanoti alu- 
tacei areis lateralibus completis, postera obsoleta; abdomine lineari-fusi- 
formi, alutaceo, segmentis intermediis subtilissime transverse aciculatis; 
areola pentagona, costam versus anguste aperta, nervum recurrentem pone 
medium excipiente, nervi dividentis ramulo punctiformi; niger, abdominis 
segmentis 2 et 3 margine apicali rufescentibiis; femoribus tibiisque ante- 
rioribus pallide flavo-testaceis , posticis fuscis; ore, clypeo, genis, facie, 
orbitis ad tempora interruptis, antennarum scapo subtus, colli margine, 
linea longa ante alas, lineola infra alas, scutello, postscutello, macula 
media metanoti, squamulis alarum , postpetioli margine apicali, trochan- 
teribus anterioribus, coxis auticis apiceque mediarum, pallide flavis. 
(Long. 6-5"^""0 

Der Kopf ist hinter den Augen sehr kurz und verschmälert, das 
Hinterhaupt sehr mässig ausgerandet. Das Metauotum allmälig abfallend. 
Das erste Segment des Hinterleibes bis zu den vorspringenden Tuberkeln 
etwas geschweift; der Hinterstiel fast parallelseitig, ein wenig länger als 
breit, ohne Kiele und Furche, ziemlich flach. Das 2. Segment mit von der 
Basis entfernten röthlich durchschimmernden Thjridien. 

Die hintersten Schenkel, Tibien und Tarsen sind schwarzbraun, jene 
an der Basis, letztere am Grunde der Glieder, sowie das 2. Glied der 
Trochanteren etwas röthlich. Das Flügelnial braun, die Wurzel weiss- 
lich-gelb. 

Ein einziges Männchen zog ich vor Jahren aus dem Cocou von 
Lophyrus polyfomus Hart. 

21. Das Männchen von Cr. ornatus Gr. 

Grav. IL 620, 132. 
„ Tasch. 100, 84. 

Von dieser Art besitze ich ein Pärchen aus Dalmatien und 2 Weib- 
chen aus Calabrien (Erber). Ich vermag demnach das Männchen, welches 
noch nicht beschrieben scheint, zu schildern. 

Cr. ornatus Gr. <S- 
Niger, segmentis 2 — 4 basi, femoribus tibiisque, rufis, posticis apice 
nigris*, abdomine sublineari, thorace angustiore. (Long. 6-5'"'".) 



Ucbcr einige Cr.viitoidcn, meist ans iler üalcrr. Fauna 



249 



Das erste Segment bis zu de« sehr weuig vorspriiigeudcii Tiiherkvin 
etwas geschweift; der Hiuterstiol gegen die Spitze ein wenig erweitert, 
wenig langer als breit, ziemlich gewölbt, ohne Kiele und Furche. J)as 
i. Segment schwarz, das 2. fast bis zur Hälfte, das 3. mit Ausnahme des 
Endraudes, das 4. nur hart an der Basis roth. Das Uebrige wie beim 
Weibchen. 

22. Cr. bipimctatus n, sp. 

C^. Nitidulus, punctulatus; clypeo apice utrinque impresso, in medio 
in angulum partum dentiformem producto; fronte planiuscula, carinula 
mediana instructa; metanoti submutici, ruguloso-punctati areis lateralibus 
incompletis, postera completa, raargine autico subarcuato; abdomine 
oblougo-ovato, thoracis latitudine, subtilissime alutaceo-punctulato, post- 
petiolo in niedio polito, areola pentagona, uervis cubitalibus transversis 
parallelis, ueryum recurrentem longe pone medium excipiente; nervo 
transverso auali fere in medio fracto; niger, postpetioli apice, segmentis 
2 et 3 cum basi 4. rufis, secundo punctulis duobus fuscis, 6 et 7 macula 
dorsali alba notatis; antennarum articulo 3 basi, femoribus tibiisque rufis, 
posticis apice uigris; palpis maxillaribus annuloque tarsorum posticorum 
albis. (Long. 7-5'"'"0 i mas. 

Der Kopf hinter den Augen wenig verschmälert, gerundet; das 
Gesicht ledi'ig punktirt, mitten der Länge nach ein wenig erhöht. Das 
Mesonotum vorn schwach dreilappig, dicht fein punktirt, etwas höher als 
das JMetanotum. Dieses rückwärts schief abfallend, der Hinterrand der 
Seitenfelder gegen die Luftlöcher zu verwischt. Der Hinterleib von der 
Breite des Thorax; das 1. Segment bis zu den etwas vorspringenden 
Tuberkeln geschweift erweitert, der Hinterstiel fast quadratisch, mit 
Andeutungen von zwei Kielen und einer Furche, nur seitlich mit einigen 
Punkten, mitten glatt. Die Hiutertarsen verhältnissmässig stark. 

Die Flügel kaum getrübt, Mal und Wurzel hellbraun, Schüppchen 
schwarz. Das b. Segment mit kleinem, das 7. mit breitem weissen Rücken- 
fleck; an den Hintertarsen die Glieder 3 und 4 weisslich, an der äusser- 
sten Spitze schwärzlich. 

Niederösterreich. 

23. Cr. coUaris n. sp. 

Nitidulus, punctulatus; clypeo couvexiusculo, apice depresso, 
rotundato; fronte planiuscula; metanoti brevissime bidenticulati, dense 
ruguloso-punctati areis lateralibus completis, postera nuUa; abdomine 
dense puuctulato, oblongo-ovato; areola pentagona, costam versus sat 
anguste aperta; niger, postpetiolo et segmentis 2—4 rufis, hoc ante api- 
cem fascia nigra, ultimis raargine membranaceo-albido terminatis; femo- 
M. Uli. Abhandl. 09 



250 



Tschek: 



ribus rufis, anterioribus basi subtus, posticis summo apice uig-ris, tibiis 
auterioribus testaceis, extrorsum fusco-lineatis; palpis maxillaribus, labio, 
lineola ad orbitas rerticis, colli margine. punctis duobus ante coUuiu, apice 
scute.li, postscutello, alarum radice, tibiarum basi auiiuloque aiitennarum. 
albis; terebra dimidii abdomiuis loiigitudine. 
(Long', fere 7"''"") 1 femiua. 

Der Kopf lii:iter den Augeu verschmälert, geruudet: das Gesicht 
fein lederig, glanzlos, ohne Beule- in der Mitte der Länge nach ein wenig 
erhöht. Die Augen vorn stark vorquellend, so dass das Gesicht dagegen 
fast etvi^as eingedrückt erscheint. Die Stirne dicht punktirt-ledrig. Die 
Fühler schlank, fast von Körperläuge, niirten merklich verdickt. Das 
Mesonotum vorn dreilappig, dicht fein punktirt, höher als das Metanotum. 
Dieses rückwärts steil abfallend, die Seitenfelder ledrig, fein und weniger 
dicht punktirt als das Uebrige. Das 1. Segment bis zu den ein wenig 
vorspringenden Tuberkeln ge-chwe'ft erweitert; der Hinterstiel so lang 
als breit, gegen die Spitze ein wenig erweitert, flach convex, ohne Kiele 
und Furche, dicht fem punktirt; der Endrand beiderseits ein wenig ge- 
buchtet, mit spitzen Ecken. 

Der äussere Radius der kaum getrübten Flügel fast gerade, das 
Mal gelbbraun, das Schüppchen schwarz. Das Uebrige wie in der Diagnose 
angegeben. 

Ein einziges Weibcl.en, gefangen am 5. Juli bei Piestiug. 

24. Cr. incubitor Ratzeb. 
Ratz., lehn. d. Forstin.-ekt. [. 142, Ii. 

Tschek, Xeue Beitr. z. K. d. öst. Crypt. Verli. d. z.-b. G. in Wien. 
XXI. Bd. 414. 

Bei Beschreibung des Cr. Cimhicis Tsch. wies ich auf die nahe Ver- 
wandtschaft desselben mit. obiger Art hin: nun hat Herr Dorfra eiste r 
in Graz den Cr. incubitor Ratz, und zwar in 2 männlichen und 1 weib- 
liehen Exemplare gezogen. Die Beschreibung stimmt vollkommen, die 
Männchen haben das Schildchen an der Spitze, das eine auch das Hinter- 
schildchen weiss. Beim Weibchen sind die Hinterhüften oben und seitlich 
rostroth gefleckt:^ die Augenränder des Gesichtes sind ganz schwarz; die 
1-lügel in beiden Geschlechtern völlig ungewölkt. 

Vom Männchen des Cr. Cimhicis unterscheidet sich das gegenwär- 
tige nur durch die Farbe des Schildchens; das Weibchen erscheint mir 
etwas stärker, der Hinterstiel etwas breiter, die Fühler ein wenig kräf- 
tiger. Der schwarze Punkt auf dem Hinterstiel fehlt. In der Areola 
unterscheiden sich die Weibchen nicht, die Männchen des Cr. incubitor 
Ratzeb. aber dadurcli vom Cimhicis., dass der rücklaufende Nerv ent- 
schieden vor der Mitte der Areola entspringt. 



ri'licr i iiiit,'«' Ci vploidcii, iiichl IUI» <lrr (oli'tr. I'nuiij. ^s^j 

Kinen wi'sont lidieii llntorscliicd vcniia«»,- iili /wiM-licii den zwei 
l)cs|)ri)c'lionon Formen niolit auf/ufnulon , süiidcrn lialte s'n- für ciiii- iiiid 
dieselbe Art. 

Aunierkuiig. Der Cr. Cimlncis oder inciibitor Ratz, darf nicht mit 
einer Varietät des Cr. inigrator Grav. verwechselt werden, welche die 
Hiiiterhiiften dunkel röthlich gelleckt hat. G ra v eiilio rst erwähnt die.ser 
Konn bei der Stammart, ohne eine eigene Varietät darauf zu gründen, 
II. jiag. 593 mit den AVorten: coxis feminae iiiterdum castaneo-rufis, 
niacula majore niinorcve nigra. 

Die Farbe der Hüften kann aucli in's Rostrotlie g-elicn. Man unter- 
scheidet diese Varietät des Cr. migrator Gr. leicJit vom Cr. Cimbicis 
dadurcl», dass erstere eine Wolke unter dem Flügelmale liat, die letz- 
terem fehlt. 

"25. Listrog^nathus tricolor n. sp. 

l^ai'um nitidus, fortiter punctatus, albido-pubescens^ clypeo 
apice rotundato; genis infra basin mandibularum dilatatis et deflexis, 
inciso-lobatis ; fronte modice impressa, carinula mediana instructa; meta- 
noti rugoso-puuctati, bidenticulati areis completis, postera subhexagona: 
abdominis confertim punctati, postpetiolo fortiter punctato-, areola minuta, 
rectangulari , longiore quam latiore; niger, postpetiolo et segmentis 2 — 4 
rufis, 5 — 7 albido raarginatis ; femoribus posticis rufis, apicem versus 
nigris; maculis mandibularum, picturis capitis, apice scutelli, squamulis 
alarum annuloque tarsorum posticorum albis; : pedum anteriorum femo- 
ribus fulvis, tibiis ex parte flavo-albidis ; palpis, macula genarura, clypeo 
facie, tota vel ex parte, antennarum scapo subtus, lineola suturali ante 
alas (interdum deficiente), linea infra alas, maculis 2 metanoti, ut pluri- 
mum, nec non coxis et trochanteribus anterioribus subtus tibiisque posticis 
ante basin, albis; 9 • ft^moribus tibiisque anterioribus rufis. his extrorsum 
fuscis; tibiis postisis macula pallida, ante basin, orbitis froiitis (interdum 
etiam faciei macula clypei, lineola suturali ante alas) annuloque anten- 
narum albis; alis nubecula fusco-hyalina sub stigmate; terebra diraidii 
abdominis longitudine, leiiissime deorsum curvata. 

(Long. 8-75— 9"^'^^-) \% mares, 2 feminae. 

Var. i. Scutello toto nigro. i 

Der Kopf ist hinter den Augen beträchtlich verschmälert; die Man- 
dibeln beim Weibchen unten gegen die Spitze ziemlich schwach, beim 
Männchen nicht ausgerandet. Die Wangen am unteren Rande wie beim 
Cr. incisus eingeschnitten, nur ist hier der Einschnitt breiter und mehr 
bogig; der hinabgebogene Theil bildet einen freien häutigen Lappen. 
Die Stirhe wenig vertieft, grob gerunzelt-punklirt . beim Weibchen mit 

3 2 



252 



C. Tschek: Ueber einige Cryptoidea etc. 



eiuem kurzen, beim Männchen mit einem längereu, schwarzen spitzen 
Horn. Der Mesothorax dreilappig, buckelig, wie das Schildchen grob dicht 
puuktirt, höher als das Metauotum. Dieses rückwärts steil abfallend, mit 
breiten stumpfen Zähnchen; das iiintere Feld in der Mitte des Vorder- 
randes gerade. Zwischen den Querleisten Längsruuzeln. Das erste Seg- 
ment ist bis zu den Tuberkeln stark geschweift-erweitert, der Hinterstiel 
noch einmal so breit als der Stiel, convex, gegen das Ende erweitert, 
kaum so laug als breit (cT), oder breiter als lang rait gerundeten 

Seiten, an der Basis mit 2 Kielen, dazwischen ein Grübchen oder eine 
kurze Furche. Der Hinterstiel ist gröber, aber nicht so dicht puuktirt, 
wie die folgenden Segmente. 

Beim Männchen sind die Glieder % — 4 der Hintertarsen und gewöhn- 
lich der mittleren, meist auch das erste hart am Grunde weiss; von der- 
selben Farbe sind beim Weibchen die Glieder 3 und 4 am Grunde, an 
der Spitze mehr oder weniger gebräunt. Weiss sind ferner die Geissei- 
glieder 7 — 10 der Fühler; das achte Segment ganz schwarz. Das Flügel- 
mal schwarz oder schwarzbraun, ebenso die Wurzel, diese mit einem 
weissen Punkte. 

Ich hätte die vorliegende Art nach oberflächlicher Betrachtung 
L. pygostolus Grav. {Mesostenus) genannt, wozu dann M, niveatus Gr. 
als Varietät des Männchens zu ziehen wäre. Die Aehnlichkeit in Färbung 
und Sculptur ist eine frappante. Aber ich kann denn doch nicht anneh- 
men, dass Gravenhorst und nach ihm Taschenberg das Horn der 
Stirne übersehen haben sollten. Besonders Gravenhorst war auf diess 
Merkmal überall aufmerksam und veröffentlichte sogar eine eigene kleine 
Arbeit über gehörnte Ichneumonen. Die eigenthümliche Wangenbildung 
konnte eher unbeachtet bleiben. Wie dem auch sei, dem M. pygostolus 
fehlen nach der Beschreibung zwei Merkmale des L. tricolor m., deren 
Wichtigkeit Niemand in Abrede stellen wird; es war daher uuerlässlich, 
für die vorliegende Art einen neuen Namen zu wähleu. 



Verzeiclmiss der neuen Arten. 



Seite 

Cryptus bipunctatus 249 

„ buccatus 245 

„ coUaris 249 

„ divisorius 235 

„ genalis 240 

y, jonicus 244 



Seite 

Cryptus lutesceus 234 

„ mediterraneus 243 

„ murorum 234 

„ polytomi 248 

„ pseudonyniiis . . , . . 238 



Listrognathus tricolor 



251 



'^Ofr- 



lieber eine Vöi>:el8ammluiii? 

aus den Küstenländern 

der 

cliinesisch - japanischen Meere. 

Von 

Dr. O. Finsch in Bremen, 

Mitglied der k. k. zoolog.-bolan. Gesellschaft. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 6. März 1872.) 



jL/em nachfolgenden kurzen Berichte liegt hauptsächlich eine Sendung zu 
Grunde, die ich der Güte meines theuern Freundes Capitän Paul Conrad 
verdanke, dem auch in China und den ostasiatischeu Gewässern wohlbe- 
kannten und allgemein beliebten Führer der Bremer Bark „Herzog Ernst." 
iVIit anerkennenswerthem Eifer und Fleiss benutzte er die bei seinem 
Berufsgeschäfteu knapp bemessenen Mussestuudeu zum Sarameln natur- 
historischer Gegenstände, in welchem Fache er so bewandert ist als 
mancher Naturforscher. Neunzehn der 28 von ihm eingesandten Arten 
stammen von Jokohama, an der Südostküste Nippons , deren Aufzählung, 
abgesehen von einigen vergleichenden Notizen, schon der Localität halber 
von Interesse ist; die übrigen wurden raeist in der südchinesischen See 
an Bord erlangt und liefern einen zwar kleinen, aber immerhin nützlichen 
Beitrag zu den Wauderverhältnissen einiger Vögel. 

Den vorliegenden Bericht bin ich im Stande nicht unwesentlich zu 
vervollständigen mit den genauen Notizen über eine kleine Vogelsendung 
von Hakodadi im Südwesten Jessos, 17 Arten umfassend, und über 
einige Arten von Corea (4) und De Castries-Bai , an der Südküste des 
Amurlandes, gesammelt durch Capitän Meyer, welche mir vom Museum 
Godeffroj in Hamburg zur Bestimmung eingesandt wurden. 



*) Das Bremer Museum erhielt dieselbe im Jahre 1866 durch Stevens 
in London, ohne Angabe des Sammlers. 



254 



l»r. 0. Fi lisch: 



Eapaces. 

3. Falco peregrinus L. 

F. communis, Temiu. & Schleg. Faun. jap. p. 1. 
F. peregrinus^ Sc Ii renk, Vögel des Ainurl. p. 229. 
„ „ Swinh., B. of China p. 260 ^3- 

„ „ Blakiston, Ibis 1862. p. 314 ^J. 

„ „ AVhitely, Ibis 1867. p. 194 3). 

Ein jüngeres Exemplar von De Castries-ßai (Coli. Capt. Mcjer) 
durch das Museum Godeflfroy erhalten. 

Oberseite dunkelbraun mit verwaschenen, bräunlichen, schmaicn 
Federsäumen ^ Ohrgegend, Kinn und Kehle weiss; ein breiter schwarzer 
Backenstreiv; Unterseite dunkelbraun mit breit rostfahlbraunen SäumeJi; 
untere Schwanzdecken rostgelblich mit 2 — 3 breiten dunklen Querbinden; 
Federn der Schenkelseiteu dunkelbraun mit 2 — 3 grossen hellrothfallen 
Kandflecken, die hie und da durchlaufende Binden bilden. 

Fi. Schw. F. L. M. Z. Nag. ders. 
10"' 10"' 23"' 25'" 9"' 

2. Falco tinnunculus L. 

F. tinnunculus japonicus^ Temm. & Schleg. Fauji. jap. p. 2. t. 1. B. 

F. tinnunculus^ Schrenk, 1. c. p. 233. 

Tinnunculus Ja ponicus^ Swinli,, B. of China, p. 261. 

Ein altes Männchen „erlegt in See auf 15^ 50' n. Br., 45 Seemeilen 
von der Küste von Lu§on am 16. October 1869. Iris schwarzbraun." (Capt. 
Conrad.) 

Das Exemplar stimmt mit einem alten Männchen aus der Umgegend 
Bremens ganz übereiii, nur ist die Färbung etwas lebhafter und die 
grauen Federn des Oberkopfes und Nackens tragen verwaschene, ins 
Zimmtröthliche scheinende Endsäume; die Schwanzfedern tragen 6 schwarze 
Querbinden an der Innenfahne, die auf der Aussenfahne und auf den 2 
mittelsten Federn nur verloschen angedeutet sind. Die dunkle Flecken- 
zeichnung stimmt ganz mit der europäischer Exemplare übereiu, 

„Catalogue of the Birds of China, with remarks principally on their 
geographica! distribution. By Robert Swinhoe." Proc. Z. Soc. Lond. 1863, p. 
259—339 (454 Artend). 

^3 „On the Ornithology of Northern Japan. By Capt. Blakistou." Ibis 
186S, p. 309—333 (60 Arten3. — Siehe auch: „Additions and Corrections to 
Capitain Blakiston's paper on the Ornithology of Northern Japan." Ibis 1863, p. 97. 

■''3 „Notes on Hirds collected near Hakodadi in Northern Japan. By Henry 
Whitely. junior.« Ibis 1867. p. 193 — 21 1 (68 Arten), 



IJi'hiT t'iiM" ViiKfli.iiiimliiiiK rlr, 



Ich sehe* kcMiK'ii <};onii(reiulen (iruiid /u eiiicr specilistheii rrenii.iiit^ 
des ostasiatischon Vogels, der höchstens als eine etwas diinlvU re Itace /.u 
betrachten wäre. 

Fl. Schw. V. L. M. Z. 

9" <i" r" oy.;" 18'^' 12'/,"' 



3. Milvus Govinda Sykes. 

3f. melanofi,^^ Faim. jap. p. 14. t. 5. 

31. niij€}\ var. melanotis^ Sclireiik, I. c. p, "234. 

M. melanotis^ Swinh. B. of China, p. 2(50. 

„ „ Blakistou, 1. c. p. 314. 

„ „ White ly, 1. c. p. 194. 

Ein junger Vog-el von De Castrios-Bai (Coli, Capt. M<yer), durch 
dus Museum Godeffroy eingesandt; genau i'ibereinstiinniend mit der 
Abbildung bei Rad de (t. l. F. 1.) 

¥1. M. Schw. Aeuss. Schw. L. M. Z. 
17" 8'^' 9V,'' ^OVi" '•^"i"' 18"' 

4. Circus cyaneus L. 

Schränk, 1. c. p. U^. 
Swinh., B. of China p. 261. 

Ein jüngerer Vogel von De Castries-Bai (Coli. Capt. Meyer) durch 
das Museum Godeffroy eingesandt, ähnlich der Abbildung bei Naumann 
(t. 38). 

Fl. Schw. F. L. M. Z. Nag. ders. 

14%" 8" 10'" 8'" %" \0'" \r" ly.^'" 

5. Scops japonicus (Temm. & Schi.) 

Otus scops japonicus, Faun. jap. p. 27. t. 9. 
Sc. japonicus, Swinh. B. of China, p. 262. 

Ein Exemplar von Corea (Coli. Capt. Meyer) in lebhaft rostrother 
Färbung-. 

Fi. Schw. L. M. Z. 
5'" 3'" 2" 3"' 11'" V/i'*' 



Passeres. 



6. Hirundo rustica L. 

Faun. jap. p. 31. 

77. gutturalis., Scop., Swinh. Proc. 1863. p. 287. 



256 ^- Finsch: 

H. javanica^ Blakiston, 1. c. p. 316. 
„ „ Whitely, 1. c. p. 196. 

Ein altes Männchen „am 1. November 1869 c. 45 Seemeilen von 
den Küsten von Pulu Zizer de Mer, einer kleinen Insel östlich von 
Cochinchina an Bord gefangen" (Capt. Conrad). 

Dasselbe zeigt Stirn und Kehle nicht so dunkel als ein indisches 
Exemplar, (von Madras) sondern ganz wie bei deutschen Exemplaren, 
ebenso eine geschlossene breite Kropfquerbinde; die übrige Unterseite 
ist weiss, die unteren Flügeldecken und Achseln sind rauchbräunlich. 

Von der typischen H. rustica würde sich das Exemplar in der That 
nur durch geringere Grösse, namentlich die ansehnlich mindere Hervor- 
ragung der äussersten Schwanzfeder unterscheiden, die (bei völliger Ent- 
wicklung) nur W" beträgt, während sie bei rustica einnimmt. Es 
wird iudess einer bedeutenden Serie bedürfen, um die Constanz dieser 
Charaktere festzustellen und ich sehe daher vorläufig keinen Grund von 
der Darstellung in unseren „Vögel Ostafrikas" (p. 134} abzuweichen. 
Fl. M. Schw. Aeus. Schw. F. L. 

4'' 18 " 3" 5'" Pulu Zizer. 

4" 18 " 3" 41/2'" Madras. 

4" G_4" 9'" 18-19'" 4-' r"_4'' -^—6^/^"' 5 m^tK-a. Deutschi. 

7. Parus minor Temm. & Schi. 

Faun. jap. p. 70. t. 33. 
Swinh., B. of China p. 270. 
Whitely, 1. c. p. 198. 

Zwei Männchen von Jokohama (Februar 1870; Capt. Conrad) und 
ein Pärchen von Hakodadi (19. Januar 1865). 
Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. 



8. Parus ater L. 

Schrenk, Amurl. p. 310. 
Blakiston, 1. c. p. 3:21. 
Whitely, 1. c. p. 198. 

Zwei Exemplare von Hakodadi (11. October 1864). 

Capt. Blakistone erklärte zuerst die Identität japanischer und 
europäischer Exemplare und ich kann dies nur bestätigen. Brust und 
Seiten waren beim japanischen Vogel etwas deutlicher lehmbräunlich 
augeflogen. 

Fl. Schw. F. L. 
2" V" 19'" 3'" 6'" Japan. 
2'* 3'" 20"' 4"' 7"' Europa. 



I'elier riiip ViipelsimimlmiK fit 



<». Motacilla flava 1- 

S.-hrenk, I. c p. 3i5. 
Swinh., B. ot' Chimi p. 'Ä74. 

Ein junges Männchen „in See den 15. Ortober 1809 c. 50 Scenieilen 
von deu Küsten von Ln§i)ji erlangt. Iris braun" (Capt. Conrad.) 
Das Exemplar stimmt diirihaus mit deutschen iiberein: 
Kiuu und Aiigenbrauenstreif weiss. 

10. Anthus pratensis L. 

A. pratensis japonicus Faun. jap. p. 59. t. 24. 
„ „ \3iV. japonica Schrenk 1. c. p. 336. 
A. japonicus Swiuh., B. of China p. 273. 

Eiu Exemplar vou Corea (Coli. Capt. Meyer), übereinstimmend mit 
dem jüngereu Vogel, wie ihn die Fauu. jap. (t. 24. rechts) darstellt. 
Fl. Sc.hw. F. L. H. Z. Nag. ders. 
3" 2'" 2" i'" 5'" 11'" 4V2"' 5"' 

11. Turdus fuscatus Fall. 

Schrenk, 1. c. p. 354. 
Swiuh., B. of China, p. 280. 
Blakiston, 1. c. p. 319. 

Eiu altes Männchen von Jokohama (18. Februar 1870) in der 
typischen Färbung wie die obere Figur auf tab. 359 bei Naumann, ganz 
übereinstimmend mit EJ]^emplaren von Ochotsk, und ein jüngerer Vogel 
(Jokohama, 21. Februar) mit gefleckter Kehle. 

„Iris brauu'' (Capt. Conrad). 

12. Turdus chrysolaus Temm. 

Faun. jap. p. 64. t. 28. 
Schrenk, 1. c. p. 352. 
Swinh., B. of China, p. 280. 
Whitely, 1. c. p. 199. 

Ein altes und ein junges Männchen von Jokohama (21. Februar 
1870) „Iris braun'' (Capt. Conrad). 

43. Merulg, niandarina Bp. (Consp. p. ^^75.) 
Swinh., Proc. 1863. p. 281. 

Ein alter Vogel von De Castries-Bai (Coli. Capt. Meyer) durch das 
Museum Godeffroy eingesandt. 

B4. Uli. Ibbandl. oo 



258 



Dr. 0. Fi n seh: 



Bisher nicht aus dem Amurgebiete bekannt; Swinhoe notirt die 
Art nur aus dem Süden Chinas, von Cauton bis Shanghai. 

FI. Schw. F. L. 
5" 9'" 4" r" 10"' 17''' 

14. Microscelis amaurotis (Temm.) 

Orpheus amaurotis Faun. jap. p. 68. t. 31. B. 
Turdus „ Bl akiston, 1. c. p. 320. 
Microscelis „ Whitely, 1. c. p. 199. 

Männchen und Weibchen von Jokohama (Februar 1870) „Irls braun'' 
(Capt. Conrad.) 

Geschlechter g^leich gefärbt, nur das Weibchen minder gross. 
Fl. Schw. F. Mundspl. L. M. Z. 
5" i'" k" 5'" 10'" 14'^' 11'" SVa'" 

4 9 4 1 91/2 13 10 7 

15. Lanius bucephalus Temm. & Schi. 

Faun. jap. p. 39. t. 14. 
Swinh., B of China, p. 287. 
Blakiston, 1. c. p. 317. 
Whitely, 1. c. p. 200. 

Ein Männchen von Jokohama (15. Februar 1870) „Iris braun" 
(Capt. Conrad.) 

16. Lanius phoenicurus Fall. (1776.) 

L. cristatus (!) L. (1766). 
L. phoenicurus Sohren k. 1. c. p. 384. 
„ „ Swinh. Proc. 1863. p. 286. 

L, cristatus^ phoenicurus et superciliosus Waiden, Ibis 1867. p. 212, 

216 et 218. t. V. F. 2. ' ' 

? L. lucionensis L. p. 135. 

„ „ Waiden, Ibis 1867. p. 215. 

Ein junges Männchen „den 17. October 1869 auf 16^ n. Breite und 
119® östl. L., c. 50 Seemeilen von der Küste von Lu^on an Bord gefangen; 
Iris schwarzbraun." (Capt. Conrad). 

Oberseite röthlichbraun, mit sehr verwaschenen dunklen Querlinien 
vor dem schmalen hellereu Endsaume; diese Querzeichnung aber fast 
ganz verdeckt und daher sehr wenig bemerkbar; Bürzel und obere 
Schwanzdecken rostroth mit deutlichen schmalen dunklen Querlinien; 
Stiruraud und Zügel schmutzig rostgelblich, über dem Auge bis auf die 
Schläfe ein schmutzig rostgelbweisser Längsstrich; vor dem Auge auf 



UcbPr eine Vilgelsaniinluiig clc. 



den Zügeln ein kleiner dunkler Fleck, hiuter dem Auge ein schwarz- 
brauner Olirfleck; Unterseite rostgelbrüthlicli , auf Kinn und den Hack»Mi 
heller, mehr ins Uostweissliche, mit schmalen sehr zarten dunklen (iuor- 
linien, diese am deutlichsten an den Seiten, am schwächsten auf der 
Kehle; untere Schwanz- und Flügeldecken einfarbig rostgelbröthlich ; 
Schwingen schwai'zbr;iun, mit äusserst schmalen bräunlichen Ausseusäu- 
nieu, die.se breit und lebhaft auf den hinteren Schwingen 2. Ordn. und 
den Deckfedern derselben, mit einem sehr schmalen schwar/en Innen- 
saume; grösste obere Flügeldecken rostgelbröthlich mit einer schiefen 
dunklen Querlinie yor dem Endsaume; Schwingen an der Innenfahne 
isabellfahl geraudet; Schwanzfedern rostbräunlich, mit schmalen rostfahlen 
Aussen- und Endsäumen, die letzteren nach innen von einer sehr schmalen 
dunklen Querlinie begrenzt. 

Schnabel horn braun, gegen die Spitze zu dunkler, Basishälfte des 
Unterschuabels hornfahl; Beine dunkel. 

Ich gebe hier die genaue Beschreibung dieses jungen Vogels, weil 
der L. cristatus L. ohne Zweifel auf ein ähnliches Exemplar begründet 
wurde und eine ausführliche bisher fehlte. Der Localität nach müsste das 
Exemplar allerdings zu L. luconiensis L. gerechnet werden, der nach 
Brisson^s Beschreibung kaum als verschieden gelten darf und ebenfalls 
auf einem jungen Vogel basirt, aber Lord Waiden hält den Letzteren 
in seiner kritischen Bearbeitung der rothsch wänzigen Würger für ver- 
schieden, ausgezeichnet durch die graue Färbung des Oberkopfes und 
Mantels. Ich habe keine Exemplare von den Philippinen zum Vergleiche, 
und vermag daher nicht zu urtheilen, aber es liegen mir Exemplare von 
Java und aus Indien vor, mit denen unser Vogel sich als identisch erweist. 

Ein etwas älteres Exemplar (oder Weibchen) von Madras zeigt die 
Oberseite einfärbig rostbraun, den Oberkopf deutlicher rostroth, nur auf 
dem Bürzel finden sich noch schwache Spuren dunkler Querlinien; schmaler 
Stirnrand und Angenstreif graulichweiss ; Zügel und Streif hinter dem 
Auge deutlich schwarz; Unterseite rostgelblichweiss, an den Seiten mit 
äusserst schmalen dunklen Querlinieu. 

Ein Männchen von Java ist oberseits noch dunkler rostrothbraun 
und zeigt an den unteren Seiten nur schwache Spuren dunkler Querlinien. 
Es ähnelt in der Färbung ganz L. isabellinus^ (Ibis 1867. t. V. F. 1.), mit 
dem Unterschiede, dass der weisse Spiegelfleck der Schwingen fehlt. 

Ein altes Männchen von Java (durch Stüve direct au das Bremer 
Museum eingesandt) stimmt ganz mit der Abbildung von L. phoenicurus 
(Ibis 1867. pl. V. F. 2) überein. 

Die Grössenverhältnisse bieten keinerlei Anhalt zu specifischer 
Absonderung, wie die nachfolgenden Messungen zeigen. 



260 



Dr. 0. Fiflsch: 





Fl. M. Schw. 


F. 


Mundspl. 


Höhe. 


L. 


M. Z. 




3" 


6'" 3" 


13™- 




gm. 


10'" 




ad. Java. 


3 


4 3 i 


13 


18 


8 


9V^ 


6 


w 


3 


4 3 2 


14 


19 


8 


10 


6% 


Madras. 


3 


3 3 


14 


20 


8 


10 


7 


jun. Lu^on. 




Das Vorkorameu der 


■ Art auf 


Java, 


welches 


Lord 


Waiden noch 



bezweifelt, ist durchaus sicher; auch Kühl gedenkt der Art iu seiuen 
handschriftlichen Notizen s. u. L. albifrons. 

Ich adoptire die etwas spätere Benennung von Pallas, weil die 
Ton Linne zu sinnwidrig ist. 

Sehr wünschenswerth würde eine genaue Darstellung des L. lucio- 
nensis sein, um festzustellen, wodurch er sich von phoenicurus unterschei- 
det. Ich meinerseits muss die Art vorläufig noch als eine mindestens 
verdächtige ansehen. 

17. Garrulus japonious Schleg. 
€r. glandarius japonicus, Faun. jap. p. 83. t. 43. 

Männchen und Weibchen (gleich gefärbt) von Jokohama (Februar 
4870) „Iris gelblich" (Capt. Conrad). 

Fl. Schw. F. Mundspl. L. M. Z. 

QU 1/// ^yu |5<// j7..i ^yu ^ 

6 8 5 1 H 14 17 11 9. 

18. Corvus corax L. 
Schrenk, 1. c. p. 326. 

Ein altes Männchen von De Castries-Bai (Coli. Capt. Meyer) durch 
das Museum Godeffroy übersandt. 

Kein Unterschied mit europäischen Exemplaren. 

Fl. Schw. F. 
17" 10'' V T" 

19. Corvus japonensis Bp. (Consp. p. 386.) 

C. macrorhynchus T. & Schi, (nec Temm.) 

Faun. jap. p. 79. t. 39. 

Schrenk, 1. c. p. 325. 

Swinh., B. of China, p. 305. 

Blakiston, 1. c. p. 325. 

Whitely, 1. c. p. 200. 

Von Hakodadi (31. December 1864). 



üeber eine VOgcIsummluiig etc. 2ßt 

20. Corvus corone L. 

Faun. jap. p. 79. 
Sohren k, 1. c. p. 325. 

Ein Weibchen von Hakodadi (22. October 1864), welches ich von 
europäischeu Exeiuplareu nicht zu untersclieideii vermag. 



21. Passer montanus (L.) 

Faun. jap. p. 89. 
Schreuk, 1. c. p. 289. 
Swinh., B. of China, p. 299. 
Blakiston, 1. c. p. 327. 

Männchen von Jokohama (Februar 1870), ganz wie deutsche Exem- 
plare. „Iris graubraun" (Capt. Conrad). 

22. Fringilla montefringilla L. 

Faun. jap. p. 87. 
Schrenk, 1. c p. 299. 
Swinh., B. of China, p. 298. 
Whitely, 1. c. p. 201. 

Ein Weibcheu von Hakodadi. (1. März 1865). 

23. Chlorospiza sinica (L.) 

Fringilla kawarahiba minor, Faun. jap. p. 89. t. 49. 
Chi. sinica Swinh., B. of China, p. 299. 

„ „ Blak i ston, 1. c. p. 327. 

„ „ Whitely, 1. c. p. 202. 

Ein Männchen von Jokohama (12. Februar 1870) „Iris gelbbraun" 
(Capt. Conrad). 

Fl. M. Schw. Aeuss. Schw. F. Höhe au Bas. L. M. Z. 

3/. r^us IQ/// 41/^/// 4^/ 7y^/// 5 



24. Pyrrhulä griseiventris La fr. 

P. orientalis T. & Schi., Faun. jap. p. 91. t. 53. 
P. vulgaris var. orientalis Schrenk, 1. c. p. 291. 
P. orientalis Blak ist., 1. c. p. 328. 
„ „ Whitely, 1. c. p. 203. 

Ein a? ausgefärbtes Männchen von Hakodadi (26. Februar 1865) 
stimmt ganz mit der oberen Figur (rechts) der Faun, jap, überein; die 



262 



Dr. 0. Fi n seh: 



Federu des Rückens haben roth verwaschene Endspitzen. Ein anderes 
Männchen (3. März) ist ober- und unterseits grau, hier röthlich verwa- 
schen, mit rothen Backen und Kinn (wie die mittlere Figur, Jinks) und 
zwei Weibchen (12. Februar und 3. März) stimmen mit Sohle ge Ts 
Abbildung (untere Figur) überein. 

25. Emberiza ciopsis Bp. (Consp. p. 466.) 

E. cioides Temm. (uec Brandt) Faun. jap. p. 98. t. 59. 
E. ciopsis Swinh., B. of China, p. 300. 

„ „ Blakiston, 1. c. p. 328. 

„ „ Whitely, 1. c. p. 202. 

Ein Männchen von Jokohama (12. Februar 1870) in der Färbung 
ganz mit der oberen Figur (Weibchen) der citirten Abbildung überein- 
stimmend. 

„Iris graubraun" (Capt. Conrad). 

Nach dem zu urtheilen, was v. Schrenk über die sibirische E. 
cioides Brandt mittheilt (Amurl. p. 280) scheint es sehr wahrscheinlich 
dass mit der Letzteren die E, cioides Temm. zusammenfällt. 

26. Emberiza personata Temm. 

Faun. jap. p. 99. t. 59. B. 
Schrenk, 1. c. p. 281. 

Ein altes Männchen von Jokohama (21. Februar 1870) „Iris grau" 
(Capt. Conrad). 

Swinhoe (Proc. 1863. p. 300) vereinigt diese Art mit Unrecht der 
E. spodocephala Fall. Die Vergleicliung mit sibirischen Exemplaren 
überzeugt mich, dass die von v. Middendorf (Sib. Reise p. 143) ange- 
gebenen Unterschiede treffende sind. Diese letztere Art ist sciion an der 
viel weitereu Ausdehnung des Weiss an den 2 äusseren Scliwanzfedern 
leicht und in allen Kleidern kenntlich. 



Fl. 


Schw. 


F. 


L. 


M. Z. 




2" 8'" 


2" 4"' 


5'" 






(J* Jokokama. 


2 8 


2 3 


5 


9 




Japan. 


2 8% 


2 3 


4% 


9 




? „ 


2 7 


2 1 


4% 


8 


6 


spodocej'haia. 


2 6 


2 1 


4 


8 


5% 


9 



27. Alauda japonica T. & Schi. 

Faun. jap. p. 87. pl. 47. 

A. coelivox Swinh., Proc. 1863. p. 272. 



llfliiT eine \ (i^jolsamniliiiig de 



203 



A. Japonica Hlakiston, 1. o. p. 'Ml. 

Whitely, 1. V. p. ^20;}. 

Kill Weibchon von .Ii)k()liaina ("21. Februar 1H"71), welches völlif^ 

überoiiistimnit mit einem Exemplare der A. codivox von Formosa (Coli 

Swinhoe) im Bremer Museum, und au der Identität Beider nicht den 
geringsten Zweifel lässt. 

Nach Swinhoe (Ibis 1860. p. 132) würde sich A. coelivox durch 
geringere Grösse \o\\ japouica unterscheiden, aber er vergisst die ver- 
gleichenden Messungen mitzutheilen, die ich hier geben will. 





Fl. 


Aeuss. Schw. 


F. 


L. 


M. Z. 


H. Z. 


Nag. ders. 


3' 


' T" 






10 


6% 




7V2 Jokohama. 

japonica 


3 





2 


5% 


11 


6 




8 Formosa ^'a/?. 


3 


t 


1 10 


5 


10 


6 


4% 


6 Ceylon. 
(gulgula). 


3 


3 


1 8 


5% 


11 


6% 




6 Madras, 
(^gulgitla). 


4 


4 


2 7 


4 


9% 


6 


5 


^Vz (S cirvensis. 
Bremen. 


4 


2 


% 6 


4% 


11 


7 


5 


7 (S arvensis. 
Bremen. 


4 




% 4 


5 


10 


6% 


4% 


6V2 ? arvensis. 
Bremen. 



Die Charaktere, welche diese Art von der nächst verwandten A. 
arvensis unterscheiden, sind in der Faun. jap. sehr richtig erörtert, aber 
die Abbildung ist zu blass gehalten. 

Schrenk's Bemühungen die Identität der A. japonica mit unserer 
A. arvensis nachzuweisen, (Amurl. p. 273.) mussten schon aus dem ein- 
fachen Grunde erfolglos bleiben, weil er keine japanischen Exemplare 
zum Vergleiche hatte, also nur nach der Darstellung in der Faun. jap. 
zu urtheilen vermochte. 

Aeusserst nahe verwandt mit A. japonica ist die indische A. gul- 
gula Fr an kl. (gracilis Bl.) Ein Exemplar von Ceylon stimmt fast ganz 
mit den vorliegenden von Japan und Formosa überein, aber die unteren 
Flügeldecken sind rostisabell, die unteren Seiten haben sehr schwache 
dunkle Schaftstriche und der Vogel erscheint kleiner. Ganz ebenso ein 
Exemplar von Madras. 



264 



Dr. 0. Finseh; 



Scansores. 
218. Picus major L. 

Schrenk, 1. c. p. 263. 
Blakistoii, 1. c. p. 325. 
Whitely, 1. c. p. 195. 

Ein Weib cheu von Jokohama (25. Februar. 1870), durchaus über- 
einstimmend mit deutschen Exemplaren und der Abbildung bei Naumann 
(t. 134. F. 2.) »Iris rothbraun" (Capt. Conrad). 

Capt. Blakiston uotirt die Art bereits aus dem Norden Japans 
yon Hakodadi. 

29. PiCTlS awokera Temm. & Schi. 
Faun. jap. p. 72. t. 36. 

Ein jüngeres Männchen von Jokohama (22. Februar 1870) „Iris 
roth^ (Capt. Conrad). Dasselbe stimmt ganz mit der Abbildung (1. c.) 
überein, aber der graue Scheitel trägt in der Mitte einen rotheu Läugs- 
streif, der sich im Nacken weiter ausbreitet. 

30. Apternus tridactylus L. 
Schrenk, 1. c. p. 264. 

Ein Männchen von der Halbinsel Corea (Capt. Meyer), überein- 
stimmend njjt soipheo aus Schweden und Kärntheii. 

Columbae. 

31. Turtur gelastis (Temm.) 

Columba gelastis, Faun. jap. p. lOO. t. 60. B. 
C. turtur var. gelastis Schrenk l. c. p. 389. 
T. rupicola (Fall.) Swinh. B. of China, p. 306. 
„ „ Blakiston, 1. c.p. 329. 
, „ Wliitely, l. c. p. 204. 

Ein Männchen von Jokohama (24. Februar 1870) „Iris roth" (Capt. 
Conrad). 

Dasselbe stimmt ganz mit der Abbildung der Faun. jap. überein, 
namentlich was den olivenbraunen Ton des Obeikopfes, Hinterhalses und 
der oberen Mantelgegend betrifft, der, obschon blasser, auch den Kropf 



lIc'btT eine Vögols;imiuluii(j; cic. 



265 



und die Halsseiten bedeckt; die unteren Schwaiizdcckeu sind zart giau- 
lichweiss und die oberen Flügeldecken haben nur verwaschene rostroth- 
bräunliche Endränder. Die Vergieiclinng- mit einem alten Exemplare von 
T. meena Sykes von Madras ergibt nicht unerhebliche Abweichungen. 
Bei Letzterer ist das Grau des VorderkoptVs zarler und weiter ausgedehnt; 
Hinterkopf, Hinterhals und die obere Mantelgegend sind rostzimiutbräun- 
lich, der Kropf und die Halsseiten, wie Brust und Bauch lebhaft wein- 
farben rostroth, die Flügeldecken haben breite, lebhaft rostrothbraune 
Endräuder und die unteren Schwanzdecken sind rein weiss. 

Ob die angeführten Unterschiede als constante gelten dürfen, wird 
sich, freilich erst durch die Vergleichung von Reihen feststellen lassen, 
vorläufig wage ich es aber noch nicht die ostasiatische Form mit der 
Indiens zu vereinigen. 

Zu welcher der beiden Arten oder Formen die C. rupicola Fall. 
(Zoogr. I. p. 566) gezählt werden muss, ist wohl kaum mit Sicherheit 
festzustellen, da Pallas nur Beschreibungen aus den hinterlassenen 
Papieren von Gmelin sen. und Stell er wiedergibt, die sehr vieles zu 
wünschen übrig lassen, so z. B. nicht das Schild der Halsseiten erwähnen. 

Fl. M. Schw. F. L. M. Z. 
7// |/// 4./ jo''' W" gelastis. 

T T" 4 8 7 IIV2 11 meena. 

Gallinae. 

32. Phäsianus scintillans Gould. 

Ann. & Mag. Nat. Hist. vol. XVII. 3. ser. p. 150. 

Ein Männchen von Jokohama (Februar 1870), noch schöner und 
lebhafter gefärbt als auf Gould's Abbildung (B. of Asia pt. XIX. 1867. 
pl. -) 

Es unterscheidet sich diese prachtvolle Art von dem uächstver- 
wandten Ph. Sömmeringii sehr auffallend durch die weissen Seiteneudflecke 
der Bürzel- und oberen Schwanzdeckfedern, die weissen Seiteneudsäume 
der Schulterdecken, Decktedern der Schwingen, der oberen Flügel- 
decken und der Seitenfedern, welche innen durch eine feine schwarze 
Linie begrenzt werden; die % mittelsten Schwanzfedern tragen auf gold- 
braunem Grunde 10 schwarze Quer binden, die uuterseits von einer breiten 
kastanienbraunen begrenzt wird; die 3 ersten Qaerbinden sind oberseits 
von einer rostweisslichen begrenzt. 

Fl. M. Schw. F. L. M. Z. 

Bd. XXU. Abhandi. U 



266 



Dr. 0. Finsch: 



33. Tetrao falcipennis Hartl. 

T. canadensis var. Franklini (! !) Schreiik, 1. c. p. 399. 

Von De Castries-Bay, durch das Museum Godeffroy erhalten (Coli. 
Capt. Meyer). Die Exemplare stimmen ganz mit den Typen unseres 
Museums vom Stanowoj-Gebirge überein. 

Grallatores. 

34. Ardea cinerea L. 

Faun. jap. p. 114. 
Schrenk, 1. c. p. 434. 
Swinh., B. of China p. 319. 

Von Nagasaki, im Südwesten von Kiu-siu, der Südinsel Japans. 

35. Ardea garzetta L. 

Faun. jap. p. 415. 

Swinh., B. of China, p. 319. 

Ein altes Weibchen „am 7. Mai 1870 auf 17^ 55' n. Br. und 118^ 
35' ö. L. 89 Seemeilen von Lincoln-Inseln (Paracell-Gruppe in der Süd- 
Chinasee an Bord gefangen ; Iris Chromgelb" (Capt. Conrad). 

Ein altes Männchen, im vollen Federscbmucke, von Nagasaki, ganz 
übereinstimmend mit europäischen Exemplaren. 

Fh Schw. F. Mundspl. L. Tib. M. Z. 
Qtn 3,. 3// 1/// 3/i ^/i/ 3// 26"' 26'" 

10 6 — 32 38 36 25 — Japan. 

Swiuhoe hat es übersehen, dass die Art schon in der Faun. jap. 
verzeichnet ist, wenn er behauptet, sie wäre bisher hier nicht beobachtet. 
Das Leidener Museum besitzt eine schöue Suite aus Japan. 

36. Ardea coromanda Bodd. 
A. russata Temm., Faun. jap. p. 115. 
Suphus coromandelianus Swinh. B. of China, p. 320. 
Ein junges Männchen „den 11. October 1869 auf 14** n. Br. und 
118^ östl. L., c. 30 Seemeilen von der Insel North-Danger in der süd- 
chinesischen See an Bord gefangen; Iris gelb" (Capt. Conrad). 

Das Exemplar ist durchaus weiss, mit schwachem rostgelben Anfluge 
auf dem Scheitel; Schnabel gelb; Beine und Zehen schwarz. 

Fl. Schw. F. Mundspl. L. Tib. M. Z. 
8" 10'" 3" 25'" 34"' 3" 2'" 20"' 2" 5'" 

37. Gallinago scolopacina Bp. 
Scolopax gallinago Faun. jap. p. 112. 

„ „ Swinh. B. of China, p. 314. 



Ueber eine Vögßlsammlung etc. 267 

Eiu Männchen von Jükoli8iUiQ> (iO. Februar 18703j dessen gonfiue 
Vergleichung die vollständigste Uebereinstiminung mit europäischen 
Exemplaren zeigt, wie schon Schlegel in der Faun. jap. angibt. Capt. 
Biakiston^s Annahme (Ibis 1862. p. 331), dass die Sc. gallinago des 
letzteren Werkes mit G. stenura zusammenfalle, ist also eine irrthümliche. 
FI. M. Schvv. Aeuss. Schw. F. L. Tib. M. Z. 

38. Gallinago stenura Temm. (nec Radde.J 
Man. d' Orn. IV. p. 431. 

Scolopax gallinago var., Na um. Vög. Deutschi. vol. VIII. p. 343. 
G. stenura Swinh. B. of China, p. 314. 

Ein Weibchen „am 30. April 1870 auf 17<* 38' n. Br. und 118^ 30' 
ö. L. 95 Seemeilen von der Amphitrite-Insel (Paracell-Gruppe) in der 
Süd-Chiua-See au Bord gefangen; Iris schwarz" (Capt. Conrad). Ganz 
wie Exemplare aus Java und Indien. 

Fl. M. Schw. Aeuss. Schw. F. L. Tib. M. Z. 
4" 10"' 1" 8'" 10"' %" 6"' 13"' 6'" 14'" 

Es möge hier die Bemerkung Platz finden, dass Scolopax stenura 
Radde (Reisen 1863 p. 334 t. XIII. F. 1—3) identisch ist mit Gallinago 
megala Swinh. (Ibis 1861. p. 343 et Proc. 1863. p. 313), mit der wiederum 
G. heterocerca Cab. (Journ. f. Orn. 1870. p. 235 — Taczanowski, ib. p. 311) 
zusammenfällt, wie mich die Untersuchung mehrerer Exemplare vom 
Baikal-See überzeugte. Die Art schliesst sich zunächst unserer G. scolo- 
pacina au, ist aber eine wohlberechtigte. 

39. Phalaropus cinereus Briss. 
Schrenk, 1. c. p. 418. 

Lobipes hyperboreus Swinh., B. of China, p. 315. 

Ein Exemplar im Winterkleide von Corea (Coli. Capt. Meyer). 

40. Rallus aquaticus L. 

Faun. jap. p. 122. 

Swinh., B. of China, p. 322. 

Whitely, 1. c. p. 206. 

Ein Weibchen von Jokohama (22. Februar 1870). „Iris gelbbraun" 
(Capt. Conrad). 

Kein Unterschied mit europäischen Exemplaren. 

Fl. Schw. F. L. Tib. M. Z. 
4" 6"' 21"' 16'" 16"' 5'" 16"' 

34 * 



268 



Dr. 0. Finsch: 



Natatores. 

41. Tadorna vulpanser Fleming. 

A. tadorna Faun. jap. p. 128. 
Swinh. B. of China, p. 324. 

Ein altes Männchen von De Castries-Bai durch Capt Meyer. (Mus. 
Godeffroy). 

Nicht bei v. Seh renk. 

42. Anas clypeata L. 

Faun. jap. p. 128. 
Schreuk, 1. c. p. 481. 
Swinh. B. of China, p. 324- 
Whitely, 1. c. p. 207. 

Ein Weibchen von Hakodadi (20. October). 

43. Querquedula formosa (Greorgi). 

Faun. jap. p. 127. t. 82. B. et 82. C. 

A. glocitans Fall. Schrenk 1. c. p. 474. 

Swinh. B. of China, p. 324. 

Ein junges Männchen von Jokohama (10. Februar 1870) „Iris gelb" 
(Capt. Conrad). 

Dasselbe stimmt sehr mit der Abbildung des Weibchens in der 
Faun. jap. (pl. 82. C) überein, aber die Züirel, Kopf- und Halsseiten sind 
dichter dunkel gestrichelt; die weissen Federn der Unter'^eite haben 
einen starken okerfarbenen Anflug, der jedenfalls eine Folge des eisen- 
haltigen Wassers ist, in welchem sich der Vogel aufhielt. 

Fl. Schw. F. Höhe. Breite vorn. L. M. Z. 
y, j^^u, gy^/// 12%'" 18'" 

44. Oedemia fusca L. 

Swinh. B. of China, p. 324. 
Whitely, 1. c. p. 208. 

Ein Weibchen von Hakodadi (28. Januar 1865) mit der Abbildung 
bei Naumann (t. 313 F. 2) übereinstimmend. Ein ähnliches Exemplar 
erhielt ich durch das Museum Godeffroy von De Castries-Bai (Coli. Capt. 
Meyer). 

Schlegel bezieht die Exemplare aus Japan auf die wohlzuunter- 
scheidende Oe. velvctina Cass., die er als gleichartig mit Oe. fusca be- 
trachtet, ich kann aber versichern nicht den geringsten Unterschied 
zwischen europäischen und den oben erwähnten aus Japan und dem 
Amurlande gefunden zu haben. 




26i) 



45. Fuligula clangula (L.) 



Faun. jap. p. 128. 
Schreuk, 1. c. p. 481. 
Swinh., B. of China, p. 324. 
Whitely, 1. c. p. 208. 

Ein Weibchen von Hakodadi (25. December)-, wie europäische. 

46. Harelda glacialis (L.) 

Swinh., B. of China p. 324. 
Whitely, 1. c. p. 208. 

Ein schön ausgefärbtes Männchen, mit weissen Schulterdecken, 
schwarzem Mantel und TV^" langen mittleren Schwanzfedern, (12. Januar) 
und ein Weibchen von Hakodadi. 



Schrenk, 1. c. p. 483. 
Swinh., B. of China, p. 324. 
Whitely, 1. c. p. 208. 

Ein altes Männchen und ein junger Vogel (wie bei Naumann t. 
318 untere Figur) von Hakodadi (December); von De Castries-Bai durch 
das Museum Godeffroy erhalten (Coli. Capt. Meyer). 

48. Podiceps cristatus L. 
Swinh., B. of China, p. 322. 
Whitely, 1. c. p. 208. 

Ein Weibchen von Hakodadi (27. November 1864). 

Fl. F. L. Aeuss. Z. 
10'" 22'" 2" 10'". 



Faun. jap. p. 123. 

Swinh. B. of China, p. 322. 

Whitely, 1. c. p. 209. 

Jüngere Vögel von Hakodadi (26. Januar) und Nagasaki und von 
De Castries-Bai (Coli Capt. Meyer), durch das Museum Godeffroy erhalten. 



47. Harelda histrionica (L.) 



49. Podiceps auritus L. 



Fl. F. L. 

4'' 9'" 10'" 18'" 
4 10 9% — 



Aeuss. Z. 
2" 



Hakodadi. 
De Castries-Bai. 



50. Larus argentatus Brünnich. 
? L. occidentalis Swinh. B. of China, p. 326. 
„ „ Whitely, 1. c. p. 210. 



270 



Dr. 0. Finsch: 



Ein Weibchen im Wiuterkleide (27. Januar) von Hakodadi, welches 
ich, in Uebereinstimmung mit Schlegel QLarus p. 20), nicht von. euro- 
päischen zu unterscheideu vermag. 

51. Larus crassirostrls Vi ei 11. 

L. melanurus T. & Schi. Faun. jap. p. 132. t. 88. 
L. crassirostris Swinh. B. of China, p. 326. 
L. melanurus Whitely, 1. c. p. 210, 

Ein im Verfärben begriffenes junges Männchen von Hakodadi C16. 
December 1861). 

52. Larns niveus Fall. 
Swinh. B. of China, p. 325. 

L. canus major Schleg. Mus. P. B. Larus. p. 26. 
L. niveus Whitely, 1. c. p. 210. 

Ein junges Männchen von Hakodadi (16. December 1861). 
Fl. Schw. F. L. 
13'' 9'" 5" i'" W" 24'" 

53. Diomedea culminata Gould. 
B. of Austr. vol. VH. pl. 41. 

Ein altes Weibchen „in See den 31. November 1871 an Bord geflo- 
gen und gefangen, zwischen den Inseln Lisamantula und Obi, Anfang der 
Molukken-Passage auf 1** 45' s. Br. und 126^ 35' östl. L.; Iris silbergrau." 
(Capt. Conrad). 

Das Exemplar zeigt den Vorderkopf wie die Unterseite weiss; der 
Oberkopf ist grau angeflogen, welches am Hinterkopfe und Nacken deut- 
lich ins Aschgraue übergeht; vor dem Auge auf Zügeln ein aschgrauer 
Fleck, der nächst dem Augenrande ins Schwärzliche übergeht; untere 
Flügeldecken grösstentheils weiss; ein kleinerer solcher Fleck am hinteren 
oberen Augenrande. Schnabel horngrauschwärzlich; der Firstenrücken bis 
zum Spitzentheile hell graubräunlich; die Dillenkante seitlich breit horn- 
gelblich gerandet; äusserste Schnabelspitze horngelblich'. 

Ein anderes Exemplar von derselben Localität zeigt den Hinter- 
kopf, Nacken und die Halsseiten dunkelgrau wie den Mantel, ebenso den 
Fleck vor dem Auge; untere Flügeldecken lichtbraun. 

Die Exemplare stimmen ganz mit solchen aus dem Süden Austra- 
liens überein. 

Fl. Schw. F. Schnabelhöhe Schnabelbreite L. M. Z. 
an Basis. an Basis. 

18" 9"' 7"' 4" 2'" 19'" UVV" ^" 4"!'"? 

19 3 7 5 4 3 20 12 3 1 4 2 

Der Nachweis des Vorkommens dieser Art in der Molukken-See 
ist von hohem Interesse und ein weiterer Beitrag zur Kenntnis« der 



IJclior eine Vilj,'(;ls;miinliinp: de. 



271 



geograpliiscluMi Verbroitinig dorselboii , du; man bi.shor aiiC <li<' Mccrcs- 
gebiote zwiseheu Australien und Neu-Seoland besciniiiikt g'lauht.e. 

54. Graculus carbo (L.) 

Carlo cormoraniis et C. fdamentosus T. & Schicg*. Fiiuii. jap. p. 
129. t. 83 et 83. B (s. n. capillatus). 

Fhalao'ocorax carbo Seh renk, 1. c. p, 488. 

,^ „ et capillatus Swinh. B. of China p. 3^,4 et 325. 

„ „ Whitely, 1. c. p. 210. 

Ein Weibchen von De Castries- Bai (Coli. Capt. Meyer) durcli das 
Museum Godefl'roy erhalten, stimmt ganz mit der Abbildung in der Faun, 
jap. pl. 83. B. überein. 

Ein anderes Weibchen von Jokoliama (Februar 1870) durch Capt. 
Conrad eingesandt, ähnelt schon mehr dem alten Vogel (tab. 83), aber 
der Wc>isse Fleck auf den Schenkelseiten fehlt noch. ^ 

EI. M. Schw. F. Mund^pl. E. Aeuss. Z. 
12" 5" 6"' 2" 1"' 3" 8'" 2" 5'" 3" 3"' De Castries-B. 

11 9"' 5 2 3 32 24 35 Jokohama. 

C. sinensis Bp. fällt ohne alle Bedenken mit unserem Cormoran 
zusammen und mu.ss als Art ein für allemal gestrichen werden. 

55. Graculus violaceus Gml. 

Carbo bicristatus Temm. & Schi. Faun. jap. p. 130. pl. 84 et 84. B. 
Plialacrocorax bicristatus Swinh., B. of China p. 325. 

„ „ Whitely, 1. c. p. 211. 

Männchen und Weibchen von Hakodadi (1. Deceraber) und ein 



Muudspl. Aeuss. Z. 

— — C?. Hakodadi. 

- - „ 
2 9'" 3" De Castries-B. 

56. Dysporus piscator (L.) 
F. & H. Orn. Centr. Polyu. p. 255. 

Ein jüngeres Exemplar von De Castries-Bai, durch Capt. Meyer, 
einer für diese Art neuen und wie es scheint nördlichsten Localitäten. 
Fl. Schw. F. Mundspl. L. M. Z. 
14" 5'" 6" 3'" 3" 3"' 4" 18'^' 2'' 4'" 



B. der 


Faun. 


jap. 


Fl. 


Schw. 


F. 


10" 


4" 9'" 


23" 


10" 


4" 3"' 


23" 


10 3"' 


5 H" 


23" 



57. Dysporus sula (L.) 

Sula fusca Faun. jap. p. 131. 
„ „ Swinh. B. of China, p. 325. 
„ sinicadvena ib. Ibis 1865. p. 109. 



272 



Dr. 0. Finsch: lieber eine Vögelsammlung etc. 



Ein altes Exemplar yon Nagasaki, ganz übereinstimmend mit sol- 
chen aus Westindien (Bremer Museum) und der schönen Reihe, die Capt. 
Conrad aus den chinesischen Gewässern einsandte. 

Altes Männchen „den 22. April 1869 auf 13^ n. Br. und 129« öst. 
L. c. 200 englische Seemeilen von den Philippinen erlegt^ Iris silbergrau ^ 
Schnabel und Füsse hellgrün." (Capt. Conrad). 

Glänzend dunkelbraun, die Unterseite vom Kröpfe an rein weiss, 
ebenso die Achselfedern; längste untere Scliwanzdecken braun geendet. 
Schnabel graugelblichfahl, gegen die Basis zu horngrünlich, wie die 
Kehlhaut; Füsse und Zehen schmutzig grünlich, Schwimmhäute schmutzig 
gelb (am Balge). 

Altes Männchen „den 27. Apil 1871 auf 20^ n. Br. und 122^ öst. 
Länge in der Nähe der Insel Ballintans: gefangen; „Iris silbergrau; hatte 
zwei ganze fliegende Fische im Kröpfe." (Capt. Conrad). — Wie das vorher- 
gehende; Schnabel deutlich grünlich mit röthlichweissem Spitzentheile; 
Füsse und Zehen deutlich grün, Schwimmhäute grünlichgelb (.am Balge). 

Jüngeres Männchen „den H. August 1870 in der Mindoro-See 
erlegt; Iris blassgelb" (Capt. Conrad). Heller braun, die Unterseite vom 
Kropf an bräunlich, aber die weisse Basis der Federn überall sichtbar 
hervortretend; Acliseltedern weiss; Schnabel schmutzig gelbbräunlich, 
Spitzentheil horngrau, Basis, Gesicht und Kehlhaut schmutzig düster 
grünlich mit durchscheinendem Roth; Füsse und Zehen orangebräunlich, 
Schwimmhäute matt orange; Nägel hornbraun (am Balge). 

Jüngeres Weibchen „den 21. März 1871 Nachts an Bord gefangen, 
zwischen den Inseln Lisamatula und Obi, Anfang der Molukken-Passage, 
auf 1^ 45' s. Br. und 126^ 35« östl. L.; Iris silbergrau" (Capt. Conrad). 
Ganz wie das vorhergehende Exemplar, aber ansehnlich kleiuer; Schnabel 
schmutzig gelbbräunlich, Basis desselben, nackte Zügelgegend und Kehl- 
haut schmutzig röthlichbraun (am Balge). 

Jüngeres Weibchen „den 11. August 1870 in der Mindoro-See an 
Bord erlegt; Iris silbergrau" (Capt. Conrad). Das Braun der Oberseite 
fast so dunkel als am alten Mäniichtn, aber vom Kröpfe an die Unterseite 
von einem hellen Braun, welches sich unbedeutend, aber doch bemerkbar 
vom Kröpfe absetzt; die weisse Basis der Federn nur hie und da 
sichtbar hervortretend, daher die Unterseite einfarbig braun, nur hie und 
da einzelne rein weisse Federn; Achseln rein weiss; Schnabel horngelb- 
lich, auf der Firste bräunlich; nackte Zügel uud Kehlpartie schmutzig 
düster roth; Füsse und Zehen bräunlichroth, Schwimmhäute schmutzig 
gelborange. 

Swinhoe'^s S. sinicadvena bezieht sich auf ein jüngeres Exemplar 
mit bräunlich gemischter weisser Unterseite, und verdient als Art keine 
Beachtung. 

Fl. M. Schw. F. Mundspl. Höhe Breite L. Aeuss. V. Z. 

an Basis, an Bas. 

15"— 8" 2'" 3" 10'" 4" 6'" 14'" 10"' 22''' 2" 9'" <S ad. Philipp. 
15 8"' 7 9 3 9 4 6 14% 10 23 2 9 ad. Ballintang. 
15 6 6 — 3 9 4 4 14 10 21 2 10 J jn". Mindoro. 

14 9 — 3 5 3 11 13 9y2 19 2 6 V j^n. Obi. 

15 — 6 10 3 7 4 1 13 10 19 2 7 ? M.ndoro. 

14 6 7 1 3 7 — — — 20 2 8 ad. Celebes-See. 

15 6 7 6 3 8 4 6 — — 20 2 5 ad, West-Indien. 



lieber Diaspis Visci Schrank, 



eine auf der Mistel lebende Schildlaus. 

Von 

Dr. Franz Low. 

CMit Tafel IV.) 
Vorgelegt in der Jaliressitzung vom 3. Aitril 4872. 



Ich liabe im Februar des Jahres 1861 im Prater bei Wieu auf Viscum 
album eine Schildlaus gefunden, welche ich, da ich in der ganzen seit 
Schrauk''s Fauna boica, Ingolstadt 1801, erschienenen entomologisclien 
Literatur keine auf der Mistel lebende Schildlaus erwähnt fand, für eine 
neue Art hielt und unter dem Namen Aspidiotus Visci n. sp. in den 
Abhandlungen der k. k. zool.-bot. Ges., Band XII, pag. 110, beschrieb. 
Da ich damals wegen Mangel au Material nur die Schilde der Weibchen 
beschreiben konnte, so war es mir um so erfreulicher, dass mein Bruder 
im Februar d. J. fast an derselben Stelle des Praters einen Mistelzweig 
fand, welcher mit zahlreichen Schilden der oben erwähnten Schildlaus 
und zwar sowohl der Männchen als auch der Weibchen besetzt war, unter 
welchen sich noch viele vertrocknete Exemplare der vollkommenen Insek- 
ten beider Geschlechter in ganz gut erhaltenem Zustande befanden, so 
dass ich jetzt durch dieses ziemlich reiche Material in der Lage bin, 
eine ganz genaue Beschreibung und Abbildung der [magines beider Ge- 
schlechter der Mistelschild laus der Oeffentlichkeit zu übergeben. 

Seit meiner Eingangs erwähnten kurzen Mittheilung über dieses 
Insekt sind die ausgezeichneten Arbeiten von Prof. Adolfe Targioni- 
Tozzetti in Florenz*) und von Dr. Victor Signoret in Paris ^) über die 



*) A. Targioui-Tozzetti: Studii suUe Cocciuiglie, Memorie della Soc. 
ital. delle scienze uat. Tom. 3. 1867, — Introduzione alla secouda Memoria per 
gli Stutiii sulle Cocciniglie. Atti della Soc. ital. delle scienze nat. Vol. XI. 1868. 

^3 V. Signoret: Essai suv les Cochenilles. Annales de la Soc. Ent. de 
France, 4. s6rie, tom. VIII, IX, X. 1868 — 1870. 
Hd. XXII. Abhandl. 35 



274 



Dr. Franz LiJw: 



Familie der Schildläuse erschienen, welche mir bei der vorliegenden Arbeit 
als Grundlage dienten. Beim Durchlesen derselben machte ich die Bemer- 
kung, dass Signoret (1. c. tome VIII) bereits einen von Schrank ent- 
deckten Aspidiotus Visci aufführt, welchen dieser letztere in seiner Euu- 
meratio Insectorum Austriae ludigenorum, 1781, pag. 296, folgendermasseu 
beschreibt: 

^^Coccus Visci, Mistelgallinsekt. Habitat in Visco alho. Femiuam vidi 
tantum. In foliis Visci albi, puncta alba, plura in singulis; haec agitato 
folio decidunt, yestigio tarnen sui relicto, cavitate nempe quadam in folio, 
cui adhaeserunt, causata. Ad lentem puncta haec sunt scutellae orbicu- 
lares, centro flavo, margine albo. Magnitudo hujus insecti vix V2 ^in. in 
diametro aequat." 

Selbst nach dieser äusserst dürftigen Beschreibung scheint es mir 
keinem Zweifel zu unterliegen, dass Schrank damals schon dasselbe 
Thier vor sich gehabt hat, welches ich 80 Jahre später im Prater bei 
Wien auf Viscum album wieder fand und (1. c.) als neue Art beschrieb, 
da es seit jener Zeit von keinem einzigen Entomologen wieder erwähnt 
und auch in keinem seither erschienenen Verzeichnisse oder Kataloge 
aufgezählt wurde. Ich halte es daher nur für correct, den Artnamen des 
in Rede stehenden Insektes unter dem älteren Autornamen, Schrank, 
anzuführen. 

Was die systematische Stellung der Mistelschildlaus in der Familie 
der Cocciden (Gallinsecta R e aum.) anbelangt, so gehört sie in die Unter- 
familie der Diaspides^ welche sich durch folgende Merkmale charakteri- 
sirt : Männchen zweiflügelig, ohne Analborsten, mit langer, gerader Ruthe, 
Weibchen fusslos, puppenförmig, mit einem sehr langen Saugrüssel ver- 
sehen, Schilde bei beiden Geschlechtern frei, d. h, nicht mit dem Thiere 
zusammenhängend, aus den Exuvien der früheren Häutungen und einer 
wachsartigen Absonderung am Rande derselben gebildet. Zu dieser 
Unterfamilie gehören die Genera: Aspidiotus^ Diaspis^ Chionaspisj Fiorinia^ 
Parlatoria, Mytilaspis, Leucodiaspis^ Aonidia und Targionia. 

Die Mistelschildlaus muss der Gattung Diaspis zugezählt werden, 
deren Charakteristik in Folgendem besteht: Schild der Männchen läng- 
lich, meist weiss, gekielt und am Vorderende mit der Exuvia der ersten 
Häutung bedeckt, Schild der Weibchen rund, die Exuvien der zwei ersten 
Häutungen mehr oder weniger in der Mitte tragend, an der Unterseite 



*) Der Schild des Weibchens besteht aus den Exuvien der ersten und 
zweiten Häutung und einer wachsartigen Absonderung am Rande der letzteren, 
weil das Weibchen auch nach der zweiten Häutung unter dem Schilde bleibt; 
der Schild des Männchens hingegen zeigt nur die Exuvia der ersten Häutung, 
an deren Rand die vorerwähnte Secretion stattfindet , weil das Männchen nach 
der zweiten Häutung als vollkommenes Insekt unter dem Schilde hervorkriecht, 



rober Diaspiii Visci S c Ii r ;t n k 



275 



des letzten Abdomiualsop^nientcs (l'yp^idiinn) der Weibchen sind die kur- 
zen, cyliudrischeu Absouderungsröhrclien in tiini" Plaques symniotrisch um 
den After gruppirt (fusi ap^p^regati) , ein/ein stehende (fusi discrcti) 
fehlen. 

Dlaspis Vlsoi Schrank. 

Mas fusco-ruber; elytra lactea, diaphana, duabus maculis scnii- 
lunaribus, obscurioribus, inter se oppositis versus apicem, raargine cxte- 
riore poue apicem paululuni siuuato; scutuni albuni, elongatum, cariuatuin, 
apicc exuvia uuica antennata, flava tectum. 

Lougitudo scuti l'""'-, latitudo 0-25"^'"- 

Femina fusco- rubra; autennis miuimis segmentisque abdorainis 
conspicuis; abdomeii quatuor lobulis miuimis, aequalibus, binis spiuis sepa- 
ratis terminatum; in pygidio quinque agmina fusorum aggregatorumj 
quorum impar 8 — 10, agmen anterioris paris 12 — 14 et posterioris 7 — 9 
fusos continet; scutum orbiculare, album, duobus exuviis paululum excen- 
tricis, flavis tectum. 

Magnitudo scuti l"^'"* in diametro. 

Männchen. 

(Figur 1.) 

Der Körper des Männchens ist länglich oval, halb so breit als lang, 
oben gewölbt, kahl, von dunkelrothbrauuer Farbe und hat ohne die 
gerade, nach hinten abstehende, stiletförmige Ruthe eine Länge von O S""'"' 
Der Kopf ist klein, viel breiter als lang, nach vorn etwas verschmälert, 
trägt an den Seitenrändern je ein schwarzes Auge und am Vorderrande 
zwei lange Fühler. Diese (Fig. 7) sind fadenförmig, zehngliederig, so lang 
als Kopf und Thorax zusammengenommen, blassgelblich, gegen die Spitze 
zu fast farblos, hyalin und an jedem Gliede mit einigen kurzen Härchen 
bekleidet. Das erste Glied derselben ist ziemlich gross, fast kugelig, das 
zweite sehr klein und leicht zu übersehen, das dritte, vierte und fünfte 
länger als breit, fast cylindrisch, die folgenden nehmen bis zum achten 
an Breite etwas zu, hierauf bis zum letzten wieder ab. Der Thorax ist 
oval, sehr gross, länger als der halbe Körper, oben gewölbt und am 
Hinterrande lappenförmig erweitert. Die zwei ziemlich grossen Flügel sind 
so lang als der ganze Körper, ausserhalb ihrer Mitte am breitesten, am 
Aussenrande hinter der Spitze etwas ausgebuchtet, von blass railchweisser 
Farbe, durchscheinend und mit zwei halbmondförmigen, einander gegen- 
über stehenden, dunkleren Flecken nahe der Spitze. Ihre ziemlich starke 
Basalader theilt sich im ersten Flügeldrittel in zwei feine Zweige, welche 
wenig länger als der Hauptstamm sind. Die Schwingkölbchen (Fig. 4) 
sind sehr klein, fast hyalin, dreigliederig , das 1. Glied ist sehr kurz, das 

35 * 



276 



Dr Franz Low; 



2. viel länger und etwas keulenförmig, das 3. etwas kürzer als das 2. 
und sehr fein pfriemenförniig. Die Beine (Fig. 5) sind von blassgelblicher 
Farbe, fast durchscheinend, etwas compress und alle nahezu von gleicher 
Länge und Gestalt; die Schenkel sind gegen die Spitze zu etwas verdickt, 
die Schienen, ebenso laug als die Schenkel, sind an ihrer Basis etwas 
gekrümmt, mit kurzen Härchen sparsam bekleidet und werden gegen die 
Spitze zu allmälig breiter, die Tarsen sind kürzer als die Schienen, aber 
etwas stärker behaart, eingliederig, sehr compress und haben eine breit- 
lanzettförmige Gestalt, welche vom 1. bis zum 3. Paare an Breite zu- 
nimmt; die Klaue ist nur wenig gekrümmt. Der Hinterleib ist kurz, aus 
7 Segmenten bestehend; das letzte Segment ist bedeutend schmäler aber 
etwas länger als die übrigen, hat eine konische Gestalt und trägt an 
seiner Spitze die in eine Scheide eingeschlossene, gerade nach hinten 
vorgestreckte, stiletförmige, farblose Ruthe (Fig. 6), welche eine Länge 
von hat. 

Der Schild des Männchens (Fig. Hu. 12) ist länglich, nach vorn 
und hinten etwas abgeflacht, nach rückwärts unmerklich breiter, in der 
Mitte des Rückens fein gekielt, von schmutzigweisser Farbe und an dem 
vorderen Ende mit dem vertrockneten, bräunlichgelben Balge der ersten 
Häutung bedeckt, an welchem noch ganz deutlich die Segmente und die 
siebeugliederigen Fühler des ersten Larvenstadiums zu sehen sind. Seine 
Länge beträgt l""'"- und seine Breite O'^S"""™* 

Weibchen. 

(Fig. %) 

Der Körper des Weibchens ist fusslos, puppenförmig, von oben 
gesehen kurz eiförmig, vorn sehr seicht ausgerandet und nach hinten in 
eine stumpfe Spitze endigend; von der Seite gesehen fast linsenförmig, 
flach, 0"6'"'^^- bis lang, nur wenig schmäler als lang, kahl und von 
bräunlich rother Farbe. Die Trennung der drei Hauptabschnitte des Kör- 
pers ist kaum, die Segmentirung des Hinterleibes jedoch deutlich sichtbar. 
In der Mitte der Unterseite des Kopfes sieht man nahe dem Vorderrande 
zwei sehr kleine Fühler (Fig. % a), welche mit ihren Spitzen nach innen, 
einander entgegen gebogen sind und selbst bei 400maliger Vergrösserung 
keine Gliederung erkennen lassen. Nach aussen von ihnen, am Rande 
des Kopfes bemerkt man 2 dunkle Punkte (Fig. 2 b), welche wahrschein- 
lich Rudimente der Augen sind. Hinter den Fühlern entspringt ungefähr 
im vorderen Leibesdrittel der Saugrüssel (Fig. 2 c), welcher viel länger 
als der Körper ist und an welchem die Weibchen gewöhnlich zu hängen 
pflegen, wenn man sie vom Blatte abzulösen versucht. An der Unterseite 
des Thorax sieht man ferner das vordere und hintere Stigmenpaar (Fig. 
2 d). Der Hinterleib lässt deutlich sieben Segmente eri^ennen, deren 
letztes fast dreieckig ist und nach hinten eine stumpfe Spitze bildet. 



U'lii'r Piaspis Visci St lir.uik. 



Difisc (Fig. 8) zei<it hv\ sehr staikir Vcr^i (Wscruii^ vier ^aiii' gloirhc, 
kurze Läppchen, zwischen welchen je zwei Dornt' stehen; dtr ülirifi<- 
liimd des letzten Seixmcntcs ist hciderseits mit 10 -16 Dornen besot/«, 
welche auf sehr kurzen, warzentörraigen Erhabenheiten sitzen. Solcher 
bcdorntor Erhabenhoitcn bofindon sich auch an den beidon Seitenrändern 
des ü. Seg-mentes je 1—3 und an denen de.s 6 Seg-nientes je 3 -4. Aul 
der Unterseite des letzten Seg^raentes (Pyp^idiuni | Fig. S|) stehen .synimr- 
trisch um den After herum fünf Plaques von kurzen cylindrischen Ab 
sonderungsröhrchen (fusi aggregati) und zwar enthält die vordere unpaar«- 
Oruppe 8 10, die des vorderen oder erster) Paares je 12 -14 und dl- 
des hinteren oder zweiten Paares je 7- 9 solcher l?ölirchen. Einzeln ste- 
hende Secretioüsröhrchen sind nicht rorhanden. 

Der Schild des Weibchens (Fig. 9 und 10) ist kreisrund, in der 
Mitte nur sehr weui'>- gewölbt, hat einen Durchmesser von und 
besteht aus den Exuvien der beiden ersten Häutungen und einer wachs- 
artigen Absonderung, w^elche jene ringsum als ein schmutzig weisser, 
fast gleich breiter Saum umgibt, der ein Drittel des Durchmessers des 
ganzen Schildes beträgt. Die beiden Exuvieu, welche nicht genau die 
Mitte des Schildes einnehmen, sind von bräunlich gelber Farbe und die 
ältere, d. i. obere, welche etwas exceutrisch auf der späteren, d. i. un- 
teren sitzt, zeigt noch die kleinen, siebengliederigen Fühler und die 
Segmente des Körpers der Larve im Stadium vor der ersten Häutung. 

Vorkommen. 

Diaspis Visci kommt im Prater bei Wien vor und lebt auf der Mistel 
( Visciim album L. [Y'\g. 3j) und zwar sowohl auf den Blättern als auch 
auf den Stengeln und Früchten dieser Pflanze. Von den Blättern sind oft 
beide Seiten dicht mit dieser Schildlaus besetzt, während an den Stengeln 
viel weniger vorkommen und an den Beeren nur einzelne auzutreflen sind. 
Die Mistelblätter erleiden durch diese Insekten nur ganz geringe Ver- 
änderungen. Die Stelle, an welcher ein solches Thier sich festgesaugt 
hat, ist durch eine nur sehr seichte Vertiefung und an der entgegen- 
gesetzten Blattseite durch eine ganz unmerkliche Erhabenheit kenntlich. 
Blätter, welche von sehr vielen Schildläusen besetzt sind, rollen sich etwas ein. 

Gewöhnlich übertrifft bei den Cocciden die Zahl der Weibchen weit 
die der Männchen.^) Dasselbe ist auch bei Diaspis Visci der Fall, denn 
nach einer genauen Zählung der auf dem aufgefundenen Mistelzweige 
vorhandenen männlichen und weiblichen Schilde kommen auf hundert 
Weibchen fünfzehn Männchen. 

*3 Bei Äspidioius Hederae YsbUot, welcher auf Epheu, Buchs und Stech- 
palme lebt, sollen die Männchen häufiger sein als die Weibchen. (Siguoret, 
Essai Sur les Cochenilles. Ann. Soc. Ent. France, 4. serie, 9. tome, 1868. p. 112.) 



278 



Dr. Franz Löw: üeber Diaspis Visci Seh rank. 



Erklärung der Abbildungen. 

CTafel IV.) 

Figur \. Männchen von Diaspis Visci Schrank, sehr vergrössert. 
„ 2. Weibchen derselben Art, sehr vergrössert. 
d) Fühler. 

6) Rudimente der Augen, 
c) Saugrüssel. 

(?) Vorderes und hinteres Stigmen-Paar. 
„ 3, Zweig von Viscum alhum^ welcher mit den männlichen und 

weiblichen Schilden von Diaspis Visci besetzt ist. 
„ 4. Schwingkölbchen. 
„ 5. Hinterbein des Männchens. 
„ 6. Männliche Ruthe. 
„ 7. Fühler des Männchens. 

„ 8. Vorletztes und letztes Hinterleibssegment des Weibchens, von 
unten gesehen, mit den den After umgebenden fünf Gruppen 
von Secretionsröhrchen, den vier Terminalläppchen (lobuli ter- 
minales) und den Randdornen. 

„ 9. Weiblicher Schild, von oben gesehen, sehr vergrössert. 

„ 10. Derselbe, von der Seite gesehen. 

„ 11. Männlicher Schild, von oben gesehen. 

„ \%. Derselbe, von der Seite gesehen. 



Liclieuologisclie Ausflüge in Tirol. 



Von 
F. Arnold. 

Vorgelegt in der Sitzung vom i. Mai 1872. 



VII. Umhausen. 

Die Zeit drängte: am 23. und 24. Juli 1870 musste der Aufenthalt 
zu Umhausen im Oezthale (3257'), statt ihn auf Tage ausdehnen zu können, 
auf Stunden beschränkt werden, die gerade zum Besuche des nahen, über 
eine 462' hohe Felswand herabstürzenden Wasserfalles ausreichten. Der 
Weg zum Falle führt zunächst in südöstlicher Richtung zwischen bewäs- 
serten Wiesen einem dunklen Nadelwalde zu; auf niedrigen, meist aus 
Gneissblöcken errichteten Mauern blühen längs des Weges Sedum annuum 
und dasyphyllum ; da und dort wachsen an den Mauersteinen Lichenen 
gewöhnlicheren Schlages, wie Imbric. conspersa^ olivacea^ sorediata (Ach.) 
Th. Fries L. Scand. p. 123, Anzi Veuet. 20, Flora 1870, p. 210. 

Callopisma aurantiacum, 

Lecanora polytropa f. campestris^ 

Acarospora fuscata Leight. Lieh, of Gr. Brit. p. 186. Nicht häufig. 
Stratus corticalis addito hypochl. calc. ochracee rubescit. In der jüngsten 
Zeit wurde diese Gattung von Leight. 1. c. und Th. Fries Lieh. Scand, 
p. 213 revidirt; hiedurch bin ich veranlasst, die Bemerkungen in V. Ret- 
tenstein, p. 528, abzuändern : 

a) Thalli stratus cortic, addito C ochracee rubescit, hymen. jodo 
caerulesc, deinde viuose rub. 

1. Äcar. fuscata exs. Schaer. 117, Hepp 175, Mass. 281, 
Leight. 24, 271 p. max. p. Mudd. 134, Anzi m. r. ^16, Rabh. 
872. Diese Form ist die häufigste in Europa. 

Var. photina Mass. exs. 279 (etiam Hepp 175 sin., Leight. 
271 p. p. huc pertinebuut). Um die Chlorfärbung sicher zu 
sehen, ist es zweckmässig, dünne Thallusdurchschnitte 



280 



F. Arnold. 



unter das Deckglas zu bringen; die blosse Benetzung 
des Thallus g'enügt häufig nicht, vgl. Flora 1871, p. 485. 
Var. peliocypha (Wbg.) secund. exempla scandinavica a me visa. 
b) Thalii stratns cortic. C non mutatur. 

ci) hymen. jodo post colorem caerul. vinose rnb. 

%. Acar, smaragdula (Wbg.) exempl. originale, a Wahlenberg 
collect, vidi; Mudd. exs. 132 (ob C— hier richtig beobachtet ist, 
lasse ich zur Zeit noch dahingestellt.) 

3. Acar. Veronensis Mass. exs. 64, Leight. 317. 
f. lignicola Hepp 769. 

4. Acar. rufescens Hepp 56, Arn. 301; f. depauperata Hepp 
611 =^c. truncata Kör h. — Diese Art ist am äusseren Habitus 
leicht zu erkennen. Acar. squamulosa Leight. Lieh, of Gr. Brit. 
scheint aus den letzteren 3 Arten zusammengesetzt zu sein. 

Hym. jodo intense caeruleum. 

5. Acar. badiofusca (Nyl.) Th. Fries L. Sc. p. 211. 
Rhizoc. geographica 

Rhizoc. grande (Fl.) f. verum Hepp 37, Flora 1871, p. 150. Habituell 
ganz wie Hepp 37, gut entwickelt, doch nicht häufig. Thallus C — , K — , 
medulla jodo fuWesc, apoth. intus K — , sporae juniores hyalinae, adult. 
virides vel fuscae, plurilocuL, 5— 7-septatae, 30— 36'^^"i' lg., 15— 16"^"^- lat.^ 
8 in asco. Beachtenswerth ist die K-Färbung des Epith. gegenüber 
Flora 1. c. 

Bald wird das Getöse des Falles deutlicher und wer nicht mehr zu 
sehen verlangt, als überhaupt ein Alpenland zu bieten vermag, eilt einem 
Anblicke entgegen, der nicht enttäuscht, von dem selbst behauptet wird, 
er habe weit und breit nicht seines Gleichen in Tirol. An einer so begün- 
stigten Stelle pflegt mau auch eine entsprechende Vegetation zu erwarten 
und in der That sind die Phanerogameu durch Linnaea horealis., die in 
jenen Tagen reichlich blühte, würdig vertreten; dass Anomohryum jula- 
ceum auf dem vom Wasserstaube stets befeuchteten Boden dem Falle 
gegenüber gedeiht, weiss der Leser von Müller, Deutschlands Moose, 
p. 203, Rabeuhorst, Deutschi. Crypt. Flora p. 222; einen seltenen 
Campylopum fand Lorentz au den nassen Felsen, die in der Nähe des 
Kessels, in welchen die Wassermasse des Falles hineinstürzt, aufragen. 
Es ist billig, dass an solcher Stätte auch der Lichenologe nicht zu kurz 
kommt. Die ältesten Nachrichten über die Flechten des Umhauser Falles 
fand ich in den geogn.-botan. Bemerkungen auf einer Reise durch Oez- 
thal und Schnals von Dr. Stotter und L. Ritter v. Heufler (neue Zeit- 
schrift des Ferdinandeums in Innsbruck, 1840, VI. Bändchen p. 95). Damals 
war der wichtigste Fund die p. 107 als Sphaeroph. compressus bezeichnete 
Cornicularia umhausensis Auwd. Hedwigia 1869, p. 113, Rabh. exs. 862. 
Der Entdecker Freih. v. Hohenbühel besitzt noch seine Originalexem- 



Llchenologlsclic AusflUge in Tirol. 



281 



plare iiiul bestätigte mir brieflich deren Uebereinstinimung mit der Pflanze 
Aue rs wal d's. Nach v. Krempelhuber''s wohlbegriuideter Vermutliuiig 
ist sie jedoch nur eine forma pusilla margiiiibus ciliatodissectis der Sticta 
fuliginosa. Sie ist nach Auwd. in handgrossen Rasen an den Felsblöckeu 
im Walde unterhalb des Wasserfalles zu finden. Stellt man nun die von 
Freih. v. Hohenbühel und Auerswald 1. c. erwähnten mit den von 
mir in diesem Nadelwalde bemerkten Lichenen zusammen, so ergibt sich 
folgende Liste : 

1. Cladonia furcata v. racemosa (Hoft.) f. squamulosa Schaer, exs. 
80, Rabh. Clad. XXXU n. 4. Nicht selten auf den Gneissblöcken. 

2. Clad. stellata uncialis i^L,) an bemoosten Blöcken, (v. H.) 

3. Stictina fuliginosa (Dcks.) steril in Menge an den öneissblöcken. 
(V. H., Awd.) 

f. umhausensis (Awd.) 

4. Nephroinium laevigatum und 

5. Nephr. tomentos. an Blöcken. (Awd.) 

6. Peltigera aphthosa auf dem Waldboden, (v, H.) 

7. Peltig. canina (L.) 

8. Peltig. horizontalis. 

9. Peltig. polydactyla mit einer f. microcarpa. 

10. Peltig. malacea (Ach.) sämmtlich von v. H. auf dem Boden 
des Waldes angetroffen. 

14. Imbric. saxatilisj 

42. Imbric. physodes., 

43. Imbric. conspersa., alle drei nicht selten auf den bemoosten Blöcken 

14. Imbric. perlata (L.) Nyl., Kplh., Rabh. 67, Flora 1870, p. 211. 
Ziemlich häufig an bemoosten Blöcken. Thallus extus et intus K flavesc, 
medulla C — . 

15. Gyrophora cylindrica. (L.) hie und da an Blöcken an lichten 
Stellen des Waldes. 

16. Gyroph. polyphylla (L.) glabra West. Da und dort auf Gneiss- 
blöcken. Stratus cortic. C rubescit. 

17. Lecanora badia a) vulg. Körb. par. 85. Auf Blöcken an lichteren 
Stellen des Waldes. 

18. Lee. cenisea (Ach.) Körb. par. 89. Wie die vorige. 

19. Lee. sordida (Pers.) glaucoma Ach. In Gesellschaft der vorigen. 
Apoth. C citrina; thallus K flavesc. 

20. Lee. polytropa (Ehr.) vulg. Fw. Körb. par. 144. Nicht selten 
auf Blöcken an lichten Theilen des Waldes. Spermatia acicularia, flexuosa, 
22— 24'""i- lg., imni- lat. 

21. Aearosp. fuscata Leight. auch hier mit dem Kennzeichen C+. 

22. Lecidea fumosa (H.) nitida Schaer. Vgl. Rettenstein, p. 530. 
Hie und da an den Blöcken. Thalli areolae C— , K — , meduUajodo fulvesc. 

Bd. nil. Abhandl. 3g 



282 



F. Arnold: 



epith. fuscoviride, liyp. atrofuscum, apoth. iutus K— , sporae 'js^m- ig.^ 
5_6mnQ. lat. 

23. Lee, lactea Fl. Arn. exs. 470. Nicht selten an Gneissblöcken. 
Thallus albidus, addito K post colorem luteum rubescit, medulla jodo 
caerulesc, epith. obscure viride, hym. incolor, jodo caeruleuni, hyp. fuscuni, 
apoth. iutus K — . 

24. Lee. lapieida Fr. var. ochromela (Ach.) Flora 1871, p. 153, 
Hepp 259 sin. Nicht selten an den Felsblöcken links des Weges. Thallus 
ochraceus, medulla jodo caerulesc, epith. obscure viride, hym. incolor, 
jodo caerul., hyp. fuscum, sub microscopio fuscescens, apoth. intus K — , 
sporae 15— IG'""^- lg., 5— 6™°^' lat. 

25. Lecidella ochromela. Flora 1871, p. 153. Gemeinschaftlich mit 
der vorigen, habituell ihr völlig gleich. Differt hypothecio pallido, leviter 
lutesc, sporis late ovalibus, 12 — 15'^'"' lg., "I—^^^- lat. Die Exsiccata 
Erb. it. 1085 und Arn. 468 gehören wahrscheinlich zu einer anderen 
Art^ allein ein gewisses ürtheil wird erst dann möglich sein, wenn die 
Spermatien der verschiedenen formae oxydatae aufgefunden sein werden. 

26. Lecid. goniophila (Fl.) 

27. Rhizoc. geograph. 

28. Rhizoe. Montagnei (Fw.) nicht selten. Thallus K — , C — , medulla 
jodo fulvesc, epith. K violasc, hyp. K — , asci monospori. 

29. Tichothec. gemmiferum (Tayl.) Mass., Körb. par. 468. Auf dem 
Thallus der Lee. lactea nicht häufig. Sporae fuscae, 1 -septatae, 9 — 12™™' 
lg., 4— 5'"™- lat. 

Der Wald verschliesst das kleine und kurze Seitenthal, an dessen 
Nordseite die senkrechte Wand, über welche der Fall herabdonnert, hoch 
hinaufreicht; man kann dasselbe eine tiefe bewaldete Schlucht nennen, 
die durch den Wasserstaub in der Nähe des Falles fortwährend durch- 
feuchtet ist. Ein schmaler Steig führt jetzt rechts ober dem Bache zu 
einem alten Lärchenbaume, der noch zeigt, welch"* kräftiger Baurawuchs 
hier einstmals aufkommen konnte: an seiner Borkenrinde fand ich an 
Moosen Orthotr. leiocarpon.) Bryum Ludwigii und argenteum^ beide steril; 
an Flechten den sterilen Thallus der Cladonia pyxidata und einige Exem- 
plare der Stictina scrobiculata (Scop.) — Man steht dem Falle gegen- 
über und bemerkt bereits ein Gerolle von Gneissblöcken, durch welches 
der Weg aufwärts noch bis zu einer nahen Holzhütte verfolgt werden 
kann. Bald wird der Lichenologe diesem Gerölle sich zuwenden, um nicht 
öhne Befriedigung zwei in Geraeinschaft mit weniger seltenen Arten vor- 
kommende Flechten zu begrüssen. 

1. Stereocaulon nanum Ach., Th. Fries L. Sc. 53, exs. 37, Körb, 
par. 8. Sparsam auf Erde unter Gneissblöcken. Thallus K leviter flavescit, 
C non mutatur. 



Liclu'iiolotnsche AusflUgp, iu Tirol. 



283 



''1. PlacoiHiim ijelidaiu (Ij.) Körb, par. fiS. Th. Fries exs. 31, Arn. 
430. Der sterile Thallus häutig uud in vollendeten Exemplareu; von hier 
in Arn. exs. 430 auspreg-eben. Tballiis K , C rubosc, niedulla .jod(» 
t'ulvesc. 

3. Lecanora coinplatidta Körb. par. 84, exs. (i, Tli. Fries L. Scand. 
279. Nicht häufig auf den Blöcken des Gerölles. Habituell einer Form 
der Rinodina caesiella täuschend ähnlich. Thallus squaniuloso areolatus, 
squamulis dispersis, K — , C — , niedulla jodo l'ulvesc, apoth. parva, atra, 
plana, niargine incano; epith. sordide fuscesc, K — , hyra. hyp. incol., 
gonidiis subjai-entibus, hyra. jodo caerul., sporae simplices 12—13"'"'" lg., 
5_6»"n- lat. 

4. Lecan. polytropa (Ehr.) f. (A ch.) Hepp 902. Nicht häufig. 

5. Pertusaria ? lactea (Schaer. ) ni,, Zeora lactea Anzi m. w 199, 
Flora 1870, p. "Iii. Fertus. velata saxicola Leight. Lieh, of Great. Brit. 
p. 241 ? Dieser in den Alpen häufige, sterile Thallus (K— , C purpurasc, 
medulla jodo fulvesc.) gehört allem Vermuthen nach zu Pertusaria und 
ist auf dem Gerölle nicht selten; kommt auch zahlreich auf Blöcken im 
Walde zwischen Oez und Umhausen vor. 

6. Biatora liicidu (Ach.) Körb. par. 155, Anzi exs. 123. Gut aus- 
gebildet an der Unterflächc einiger Gneissblöcke. 

7. Lecidea lactea Fl., nur die gewöhnliche Form Arn. exs- 470, die 
in den Alpen überaus häufig ist. 

8. Lecid. lapicida Fr. var. ochromela (Ach.) Flora 1871, p. 153. 
Eine hieher zu ziehende Form. Thallus minus ochraceus, medulla jodo 
caerulesc, apoth. atra, pruina incana tenui obtecta, epith. atroviride, 
hymen. iucolor, hyp. fuscum, apoth. intus K — , sporae 12— lö'^^'^^* lg., 
5'"'"' lat. 

9. Lee. alhocaeridescens (Ach.) var. alpina Schaer., Flora 1871, 
p. 154. Nicht häufig an den Blöcken. Schon am Habitus sogleich kennt- 
lich. Medulla jodo fulvesc, apoth. intus K— . 

10. Rhizoc. geograph. 

11. Rhizoc. petraeum (Wulf.) Flora 1871, p. 149. Eine Form dieser 
vielgestaltigen Art, nicht häufig. Thallus C— , K— , medulla jodo fulvt&c, 
apoth. late marginata, intus K— , epith. sordide atroviride, hyp. fuscum, 
sporae incolores, pluriloculares, 30 — 34'^'"- lg., 12 — 16'"'"" lat., 8 in asco. 

12. Rhizocarp. Montagnei häufig uud mit den bereits angegebenen 
Merkmalen. 

13. Sphaeria sguamarioides Mudd. man. p. 130. Nicht häufig para- 
sitisch auf den Cephalodien von Placodium gelidum. Perithecia atra, 
aggregata, punctiformia, hym. jodo fulvesc, ep, hyp. fuscum, paraph. 
validae, laxae, sporae 8 in ascis elongato-oblougis, dyblastae, utroque 
apice obtusae, virides, atrovirides vel atrotuscae, uou raro cum 2 guttulis 
oleosis, 18— 23''^'"' lg., 6— 8'""i- lat. Dieser Fungillus bildet schwarze Punkte 

36 * 



284 



F. Arnold: 



auf den Cephalodien oder an deren Rande und stimmt mit der Beschrei- 
bung bei Mudd. 1. c. gut übereiu. 

Zwischen der Hütte und dem Falle, welcher unnahbar ist. ragen 
am steilen Gehänge Felsen hervor, von welchen insbesondere der eine 
wandartig überhängt. Hier wächst an der Unterfläche des Gesteins Stereo- 
pelth macrocarpa Fz., De Not. Comm. critt. it. I. p. 27, Erb. er, it. 121 {Stereo- 
peltis Carestiae 1. c. p. 31, Anzi exs.381, E rb. er. it. 734, Rabh. 682 secund. 
Baglietto 1. c. H. p. 394 non specifice differt), mit ihren grossen Apothe- 
cien einen Längsstreifen bevölkernd. Thallus subnullus, apoth. sicca duri^;- 
sima, atra, flexuosa, epith. fuscescens, hym. hyp. incolor, jodo intense 
caerul., apoth. intus K — , paraph. robustae, asci polyspori. 

Ausserdem können noch im Vorbeigehen von den Gneissbänken 
nicht weit vom Falle mitgenommen werden : 

a) Endocarp. miniat.^ f. complicatum (Sw.) Rabh. exs. 190 (excl. 
synon.). Nicht häufig, Thallus K — , C — , sporae ovales, simplices, 12 — 15""'"- 
Ig.^ 7_9mm. lat. 

b) Lecidea — eine unscheinbare, mir noch unklare Art. Thallus 
subnullus, apoth. parva, atra, margine tenui, epith. atroviride, subgrauu- 
losum, hym. incolor, jodo caeruleum, hyp. rufum, paraph. conglut., apoth. 
intus K — , sporae parvae, tenues, simplices, 9'^'"' lg., 3'""^' lat. 

Nun gilt es aber auch die Flechtenvegetation des Bachufers iii\s 
Auge zu fassen. Hält man sich von Umhausen kommend an die rechte 
Seite des den Abfluss des Wasserfalles bildenden Baches, so ist die Aus- 
beute ziemlich unbedeutend; au den das linke Ufer einfassenden Blöcken 
dagegen bemerkte ich neben den hygrophilen auch solche Arten, welche 
man gewöhnh'ch nur an weniger nassen Standorten zu erwarten pflegt. 
Obgleich diese Blöcke fast täglich vom Wasser überspült und auch ihre 
obersten Theile von den schäumenden Wellen bespritzt werden, so blei- 
ben gleichwohl die chemischen und mikroskopischen Merkmale der Flech- 
ten unverändert, so dass, wenn man Exemplare der nämlichen Arten, an 
den heissen, von der Sonne durchglühten Porphyrfelsen bei Bozen gesam- 
melt, mit jenen Umhauser Proben vergleicht, die Uebereinstimmung bis 
zu den feinsten Farbennuanoen , bis zum einzelnen m. m. hinab eine voll- 
ständige ist. Von echten Wasserflechten ist hier in geringer Höhe ober 
der Thalsohle verhältnissmässig wenig zu erblicken; die Steine in der 
Tiefe des Baches beherbergen nur Sphaeromph. fissa und diese vorwiegend 
in jugendlichen Exemplaren; in der Nähe des Falles, wo der heftige 
Sprühregen einwirkt, vermochte ich an kleineren Steinen überhaupt 
keine Flechte mehr zu finden. Hier nun ein Ueberblick über iie Licheneu 
des linken Bachufers : 

1. Imbric. saxat. nur steril und schwach entwickelt. 

2. Parmelia caesia Hoff, reich fructificirend und dem Exsiccate 
Rabh. 907 ganz entsprechend. 



Llchenologl?ch« AusflUg« in Tirol. 



285 



:\. /*ann. obscura f- sciofitra Ach., Tli. Fries T.. Scand. Iii, Anzi 
ni. r. 1'28. Mit der vorigen au den ans dem Wasser vorragenden Blöcken 
mit zahlreichen Apothecien. 

4. Physcia eledan.x (L.) Mass. Nur in Spnrcn an Blöcken des Ufers 
bemerkt. 

5. Candelaria vitellina. 

6. Callop. aurantiac. nur spärlich angetroffen. 

7. Lecan. polytropa campestris Tlepp 381 un<\ intricata Anzi ni. r. 
203. Beide Formen nicht häufig. 

8. Äspic. (^Pachyosp.^ aquatira (Fr.) Körb. par. 96, Th. Fries 
\j. Seaud. III. Häufig und besonders an den oft überspülten Stellen. 
Thallus K— , C— , raedulla jodo fulvesc, epith. sordide viridulum, K— , 
hym. jodo caerulesc, deinde vinose rub., sporae late ovales, 30— 33"'"'* lg., 
18- 20"'"i- lat.; spermatia subrecta, 15--18— 22""^' lg., 1'"'"' lat. 

9. Aspic. (Pachyosp.) ocellata (Fl.) Hepp 389, Schweiz. Cryp. 472, 
vgl. Schiern p. 611. Nicht häufig und nur in dürftiger Eutwickelung. 

10. Aspicilia suaveolens (Ach.) Körb par. 102: videtur. Selten und 
wenig ausgebildet. Epith. lutesc, sporae ovales, 12 — IS*""^* lg., 9'^"^'' lat. 

11. Bacidia inundata (Fr.) Flora 1871, p. 54. Au oft überspülten 
Blöcken nicht häufig. Thallus minute granulosus, apothecia parva, paullo 
convexa, plus minus tuscescentia, epith. sordidulum, hym. incolor, hyp. 
leviter lutesceus, ambo jodo caerulesc, deinde raox vinose rub., paraph. 
conglut., apoth. intus K— , sporae rectiusculae vel leviter curvatae, 30 — 
33"""- lg., 2-3'"'^- lat., 7-9-septatae. 

12. Scoliciosporum umbrinum (Ach.) comp, saxic. Körb., Flora 1871, 
p. 51. Ziemlich selten. Thallus minute granulosus, apoth, parva, nigre- 
sceutia, epith. sordide viride, hym. hyp. incol., jodo caerul., K — ; sporae 
geniculato-flexuosae, 25'"'^- lg., 2—3'""^- lat. 

13. Lecid. goniophila (Fl.) nicht selten. Thallus aibidus, K — , medulla 
jodo fulvesc, epith. viridefuscum, K — , sporae simplices, non raro cum 2 
guttulis oleosis, 15— 18'"'"- lg., 8— 9'^^'"" lat., 8 in asco. 

14. Lee. lactea Fl. Hie und da an den weniger oft mit Wasser über- 
M'hütteten Uferblöcken. 

15. Lecid. crustulata Ach. nicht selten; auch die f. oxydaia Rabh. 
698, fehlt nicht. Thallus leviter oxydatus, K— , C— , raedulla jodo fulvesc, 
apoth. intus K— , sporae 15—16'""^- lg., 7—8"""- lat., spermatia recta, 
12'"'"- lg., 1"^""- lat. 

16. Lecid. pLatycarpa Ach. nicht häutig. Thallus sordide lutesceus, 
granulosus, apoth. convexa, nuda, intus K — , epith. sordide viride-fuscuni, 
hyp. atrofuscum, sporae utroque apice paullo cuspidatae, 22—30™"'- lg., 
9- 11"""- lat., 8 in asco. 

17. Catocarpus confermides (DC.) f. polycarpus (Hepp) Flora 1871, 
p. 147. Ziemlich selten. Thallus K — , C — , medulla jodo caerulesc, sporae 



286 



F. Arnold: 



dyblastae, incolores , aetate fuscidulae, 25—28™"^- lg., 42i_l4mm. i^^^^^^ 
8 in asco. 

18. Rhizoc. geograph. 

19. Rhizoc. Montagnei Fw, sehr häufig. Thallus K — , C — , medulla 
jodo fulvesc, epitb. K yiolasc, sporae 1 in asco, 45 — 50— 63'"'^- lg., 22 — 
3Qmra. jg^j^^^ incolores, virides, fuscae. Auch die f. geminatum Fw. kommt 
nicht selten vor: thalli areolae paullo minores, sporae 2 in asco, caet. 
ut apud typum. 

20. Rhizoc. obscuratum (Schaer.) Anzi m. r. 309, Flora 1871, p. 149. 
Nicht häufig au öfters überschwemmten Blöcken. Thallus areolato-rimu- 
losus, K— , C — , medulla jodo fulvesc, apoth. atra, intus K — , epitb. 
Iu5scescens, bym. latum, incolor, lijp. fuscum, sporae 8 in asco, incolores, 
aetate fuscidulae, pluriloculares, 7— 9-septatae, 40— 50'""^'' lg., 15—18™™- lat. 

21. Verrucaria chlorotica Hepp 94, vgl. Rosskogel p. 958. Hie und da 
<i\\ regelmässig iiberflutheten Uferblöckeu. Thallus gelatinosus, viridis, 
siccus sublacvis, subnitidus, hic inde rimulosodescissus, apoth. immersa, 
aetate apice promiuula, sporae siniplices, 18—23™™* lg., 8 — 9™™* lat. 

Var. pachyderma m. (vcl species propria?) an Blöcken, die regel- 
mässig vom Wasser bedeckt sind. Thallus crassus, subcoriaceus, gelati- 
nosus, siccus p;troviridis, laevis, hic inde rimuloso dehiscens, nitidus, gonidia 
luteoviridia, 6 — 8™™' lat., medulla jodo fulvesc, apoth. 'juniora thallo 
übtecta, dein de prominula, apice uon raro deplanata, atra, perith. dimi- 
diat., hym. jodo vinose rubens, sporae simplices, incolores, 22™™* lg., 8 — 
'P'""' lat., 8 in asco. Diese Form ist am dicken, lederartigen, auch trocken 
schwarzgrünen Thallus leicht zu kennen; es gehört hieher Verr. chlorot. 
Kosskogel p. 958, nr. 75 f. b. 

22. Lithokea catalepta (Schaer.) Hepp 433, Körb. par. 368. Eine 
wohl nur zu dieser Art gehörige Form an öfter überschwemmten Blöcken 
des Ufers. Thallus obscure fuscus, non gelatinosus, tenuiter rimulosus, 
medulla jodo fulvesc, apoth. emersa, atra, perith. dimidiat., sporae uniloc, 
25"'™- lg., 9—12™™- lat., 8 in asco. 

23. Sphaei'oinpliale ßssa Anzi exs. 234. A., vgl. Rosskogel p. 956. 
Ziemlich häutig, theils auf Steinen und Blöcken im Wasser runde, gela- 
tinöse, grünbraune, nicht selten sterile oder nur mit einzelnen Apothecien 
besetzte Flecken bildend; theils reichlich fruchtend an Blöcken längs des 
Ufers. Thallus siccus viridefuscus, sublaevis vel tenuiter rimulosus, medulla 
jodo fulvesc, humectatus gelatinosus, apoth. fusca, emersa, semiglobosa, 
liabitu niolli, perithec. dimidiat., hym. jodo vinose rubens, gonidia hyme- 
nialia numerosa, luteoviridia, subrotunda, 4—5'"™* lat., sporae binae, junio- 
res hyalmae, adult. fuscae, obtusae, multiloculares , loculis subquadratis, 
usque ad 66'"™- lg., 25™™- lat. 

24. Tichothec. pygmaeum hie und da dem Thallus der Lecid. gonio- 
phila aufsitzend. Sporae fuscae, dyblastae, 6- 8™™' lg., 3—4™™* lat. 



l.iclu'noloKiscIlf Aiisdilk'c in Tirol. 287 

Dit^ (lallt'i t llei liton simi unter dt'i" biMluT g;«'.scliil(lei t('U (ineijjsvcpp- 
tatioii lies Umliauser Kalles bloss als seltene Gäste aii/iitrefle.ii ; ich beiueik(e 
nur .{ Arten: 

1. Collema — au einii^eii liltii keu iui oben ^•(Uiannten Walde wiUlist 
im Wasser unterg-etauelit ein steriler 'l'hallus, äusserlich einem Nusfoc 
iihnlich, Jedoeb, da. die Oallertmasse uicbt bloss von nonidienschniiren, 
sondern auch von Ilyplien durchzogren wird, nach brieflicher Mittheilnnfr 
von Raben hörst keine Alo-e, sondern ein zur Zeit nicht ^enüti;end /.n 
bestimmendes Collema. 

2. Porocyphus coccodes (Fw.) Körb. syst. 426, exs. 30?? Hie und 
da auf Blöcken längs des linken Bachufers und seitwärts an feuchten 
Oueisswänden am Rergabl»anp;e. Planta uigrescens, thallns effu.sus, granu- 
losus, gonidia tuscoviridia. K— , admixtis gonidiis glaucjs^ minoribus; apoth. 
sat parva, subglobosa, epith. lutesc, hyp. incolor, hyin. jodo post colorein 
caeruleum vinose rubens, paraph. subcapillares , sporae simplices, ovales, 
10— 14'^'"- lg., 6- 7'"'"' lat., 8 in ascis attenuatis. 

3. Ephebe piibescens (L.) '"^'-^ Körb. par. 447, H e p j) 712. Steril an 
einer feuchten Gneisswand unweit des Bergabhanges am linken Bachufer. 

Schliesslich hebe ich noch hervor, dass entweder BuelUa anthracina 
Auzi anal. 18, exs. 461 oder Microthelia Metzleri Lahm. Körb. par. 398, 
gleichfalls der Licheuenflora des ümhauser Falles beizuzählen sein wird- 
das von mir mitgebrachte exemplum substerile lässt nur eine bestimmte 
Entscheidung hierüber nicht zu. Die Fundstelle ist am Abhänge auf der 
linken Seite des Baches zu suchen. 



VIII. Bozen. 

In der ersten Hälfte des September 1870 folgten diesseits der Alpen 
die Tage so rauh und unfreundlich aufeinander, dass der Entschluss, 
im w^armen Etschlande das lichenologische Glück zu versuchen, schnell 
zur Reife gedieh. In der Porphyrlandschaft von Bozen (833') angelangt, 
galt der erste Besuch jenem bekannten Abhänge ober Gries, auf welchem 
an Stellen, die der Anbau des Weinstockes nicht beansprucht, Opuntia 
vulgaris neben den Stauden von Pistacia Terehinthu^ und Fraxinus Ornus 
die rothen Fleischfrüchte reift und woselbst noch im Herbste, wenn der 
Gesang der Cicaden bereits verstummt i.'^t, die südlichen Gräser Tragus 
racemosus^ Heteropogon Ällionii., Molinia serotma vereint mit Artemisia 
camphorata blühen. Hier, an einem der heissesteu Punkte Südtirols führt 
der Fussweg von Gries am breiten Gehänge hinauf, bald da, bald dort 
ragen, stellenweise vom Farrenkraute Notochlaena Marantae umsäumt, 
die Felsen und Blöcke des Porphyrs hervor j linker Hand, also westlich, 



288 



F. Arnold: 



zieht sich gleich einer Grenzlinie die Furche eines trockenen Rinnsales 
deu Berg herab; mau hat nicht hoch, kaum 200' zu steigen und ist schon 
den meisten Pflanzen des Südens entrückt. Von diesem Abhänge bis zu 
den Porphyrfelsen des nahen, gerade oberhalb Bozen aufsteigenden Hör- 
tenberges sind die unten verzeichneten Steinflechten entnommen; minder 
interessant scheint dagegen die übrige nächste Umgebung der Stadt zu 
sein, wenigstens ist das breite, mit Porphyrgerölle ausgefüllte Kiesbett 
der Talfer ebenso flechtenleer als der Isarkies bei München; neben dem 
Waldwege links oberhalb des Tscheibenthurmes macht sich lediglich 
Callopisma flavovirescens (Hoff.) Mass. exs. 238, Körb. par. 66, bemerk- 
lich und auch längs des Fahrweges ober dem Hörtenberge, von wo aus 
der Blick bis ziim tief im Süden auftauchenden Monte Baldo hinabreicht, 
ist das von Kastanien beschattete Gestein äusserst flechtenarm. Dess- 
halb kehrte ich wiederholt zum Abhänge oberhalb Gries zurück und fer- 
tigte schliesslich aus dem nach Hause gebrachten Materiale, sowie einigen 
von Freiherrn v. Hoheubühel gefundenen Beiträgen folgendes Verzeich- 
niss an : 

1. Stereocaulon nanum Ach., Körb. par. 8. Ziemlich selten auf 
Erde der Porphyrfelsen ober Gries. 

2. Imbric, conspersa häufig c. ap. auf Felsen von Gries bis zum 
Hörtenberge. 

3. Parmelia caesia (Hoff.) nicht häufig. 

4. Farm, obscura f. virella Ach. Eine hieher zu ziehende Form 
steril hie und da über Moosen an den Felsen von Gries bis zum Hörten- 
berge. Thallus K— . 

5. Parm. endococcina Körb. par. 36. Th. Fries. L. Scand. 143, 
Anzi symb. 6, exs. 65 dext. (in mea collect, deest). Die Flechte kommt 
am Hörtenberge vor (Freih. v. Hoheubühel in lit.), scheint aber selten 
zu sein. 

6* Physcia elegans orbicularis Schaer. Nicht häufig ober Gries; 
gut ausgebildet an alten Mauern zu Bozen, (v. H.). 

7. Physcia murorum f. lobulata (Fl.) Körb. par. 48. Ziemlich selten 
an Blöcken oberhalb Gries. 

8. Placodium circinatum, radiosum Ach. Nicht zahlreich von Gries 
bis zum Hörtenberge. 

9. Placod. saxicolum (Poll.) vulgare Körb. par. 54. Eine Form: 
Thallo pallido, rosulato, C— , apoth. saepe testaceis ziemlich häufig au 
Felsen von Gries bis zum Hörtenberge. Placod. saxic. ist gleich der Mehr- 
zahl der gewöhnlichen Arten im äusseren Habitus sehr veränderlich, doch 
wurden diese Formen in den Exsiccatis noch zu wenig berücksichtigt; 
ich unterlasse es daher auch, für die Bozener Pflanze einen besonderen 
Namen aufzustellen. 



Liclicnttlogisflii* -ViisIlilK»' iu Tirol. 



289 



Var. diffractum Mass. sched. 187, exs. .{(»() Niehl IimuHj^; olier- 
hall) Ories. 

10. Placodium demissum Körb. par. -■);;, exs. IT).'), var, olioaceutn ni. 
(vel species propria?). Nicht häuliüf an Blöcken oberhalb Gries, Thalln> 
sat iniilutus, ainbitu et'figurato lobiihifciis, eentro areolato dift'ractus, olivu- 
ceofuscus, K-, C— , raedulhi jodo rulvrsc.- j)laiita sf.erilis. 

11. Guepinia polyspora Ilepp 1Sü.{, l'lora 1870, p. 40S, Aiizi exs. 
Ü33, Erb. er. lt. 391. Steril iiiclit ö;ar selten an Porpli yrfelsen von Gries 
bis zum Hörtenberge. 

1*2. Callopisma auranfiacum (L.) Körb. par. GG. var. nif>escens Ach. ^ 
Mass. exs. 249. Hie und da an den Felseu oberhalb Gries. 

13. Callopisma rubellianum (Ach.) Anzi Venet. 28, Arn. 431, Lee. 
rubelt. Schaer. Enuni. 144, exs. 542. Niclit häufig an Blöcken am Wep;e 
oberlialb Gries und von hier iu Arn. exs. 431 ausgegeben. 

14. Callop. cerinum (Hed.) cyanolepra saxic. vgl. Waldrast p. 110G, 
Selten au Blöcken oberlialb Gries. Thallus viridulo obscurus, apoth. parva, 
saturate cerina, margine subcaesio, epith. lutesc, granulös., K purpurasc, 
paraph. articulatae, sporae polaridybiastae, 14— 16'"°^* lg., 5'"'"* lat. 

15. Blastenia (Küttlingeria Trev.) erythrocarpia (Pars.) Mass., 
Körb. par. 125. Selten an Blöcken oberhalb Gries. Thallus incanus, 
margine paullo lobato-effiguratus, K — , epith. lutesc, grauulosura, K-j-, 
paraph. artic, sporae polaridybiastae, 15-17™'^^- lg., 6 - 7"'"'* lat., 8 iu asco. 

16. Rinodina arenaria (Hepp) Th. Fries L. Scand. p. 197, Flora 
1872, p. 36, var. cawa m. (vel species propria?) Nicht häufig an Blöcken 
oberhalb Gries. Thallus subareolatus, incanus, K— , C— , medulla jodo 
fulvesc, apoth. atra, plana, thalli areolis irapressa, parva, intus K — , 
epith. fuscesc, hym. jodo caerul., gonidia hyp. subjacentia, sporae 8 in 
asco, juniores incanae, fuscidulae, medio paullo inflatae, sporoblastiis de- 
presso subcordatis, adultiores fuscae, medio levissime constrictae absque 
sporoblastiis, 18— 24"^™- lg., 9— 12™^^- lat. 

17. Rinod. atrocinerea (Dks.) Flora 1872, p. 18. Nicht häufig ober- 
halb Gries. Thallus sordide albescens rimuloso areolatus, K flavesc, C — , 
apoth. rariora; auch an alten Schlossmauern zu Bozen von v. Hohen- 
bühel gesammelt. 

18. Lecanora Flotowiana (Spr.) Körb, an alten Schlossmauern zu 
Bozen (v. H.). 

19. Lecanora subfusca var. laineaYr.^ Körb. par. 78, leucopls Hei^p 
381. Eine hieher gehörige Form ziemlich selten oberhalb Gries. Thallus 
albidus, verruculosus, K flav., apoth. margo glaber. 

20. Äcarospora fuscata Wbg. (vgl. Umhausen). Nicht selten an 
Blöcken oberhalb Gries und am Hörtenberge: stratus cortic. C. leviter 
rubesc.*, auch an alten Schlossmauern zu Bozen (v. H.). 

Bd. nn Abhandl. 37 



290 



F. Arnold: 



21. Acarospora Heußeriana Körb. par. 57, Arn. exs. 434 a, b. 
An den Porphyrfelsen des Hörtenberg:es von Freih. v. Hohenbühel ent- 
deckt lind von dJeser Stelle in Arn. 434 a) ausgegeben; die Exemplare 
wurden an der vom Entdecker mir gefälligst mitgetheilten Localität ge- 
sammelt; die Flechte kommt auch nicht selten oberhalb Gries vor (Arn. 
434 b). Thallus C— , K— , meduUa jodo fulvesc. 

Var. sulphurata m. selten an Blöcken ober Gries. Thallus coni- 
pactus, saturate citrinus, apoth. punctiformia, hymen. jodo caerulesc. Von 
der Stammform durch den abgegrenzten, stärkeren Thallus, der lebhafter 
gelb gefärbt ist, verschieden, habituell einem sterilen Rhizoc. geographic. 
täuschend ähnlich. 

22. Aspic. i^Pachyosp ') calcarea v. contorta Fl. An alten Schlossraauern 
in Gesellschaft von Physcia elegans^ Placod. saxic.^ Candel. vitelL, üallop. 
aurant.^ Lecan. Flotow.^ Acar. fuscata von Freiherrn v. Hohenbühel 
gesammelt. 

23. Toninia imbricata {Montg. sec. Hepp 735). Ziemlich selten an 
den Felsen des Hörtenberges. Thallus subimbricatolobatu.s, viridinigre- 
scens, stratus corticalis obscure viridis, C— , hydrate calico autera viola- 
scens, meduUa thalli jodo fulvescens; apoth. atra, epith. obscure viride 
K — , hym. incolor, jodo caerul., deinde vinose rubens, hyp. levissime 
lutescens vel subincolor, K — ; sporae 3™9-septatae , bacillares, 24 — 34™™' 
lg., 3~4'""^- lat., 8 in asco. — Metzler fand die nämliche Pflanze an 
Felsen bei Cannes im südlichen Frankreich (T. mediterranea Metzl. in 
sched, nr. 38; compar. Körb. exs. 312). Die Flechte Toninia nigrescens 
Anzi Cat. 68, exs. 416, Hepp 735 gehört als eine habituell wenig ab- 
weichende Varietät hieher und die Wiener Pflanze Körb. exs. 312 kann 
als den üebergang vermittelnde Zwischenform betrachtet werden. Von 
allen übrigen mir bekannten Toniniis unterscheidet sich übrigens T. m- 
hricata cum var. durch die K- Färbung der Corticalschicht des Thallus; 
auch der Rand des Apotheciums nimmt durch Zusatz von K häufig die 
nämliche purpurviolette Färbung an. 

24. Lecidella sabuletorum (Schreb.) coniops Ach. Körb. par. 213» 
Nicht selten oberhalb Gries. Thallus albus, granulosus, C — , K flavesc, 
medulla jodo fulvesc, apoth. atra subnitida, intus K— , epith. glaucum, 
hym. incolor, jodo caerul., hyp, rufescens, paraph. laxae, sporae ovales, 
12«15mm- ]g., T^g™«!- lat., 8 in asco. 

25. Buellia italica Mass., Flora 1870 p. 215, 1872 nr. 19, Hepp 
751. Nicht selten an den Felsen oberhalb Gries. Thallus lacteus, difi'racto- 
areolatus, K post colorera luteum rubesc., C— , medulla jodo caerulesc, 
apoth. juniora margine^(ut apud Diplotomma) subcrenato, matura sub- 
plana, intus K— =, ep. hyp. fuscum, hym. incolor, jodo saturate caerul., 
sporae 1-septatae, fuscae, 15— 18«^™- lg., 8«"^. lat., 8 in asco. 



Liclienologisclit' Ausflugs In Tirol. 



291 



26. BaeUia tumida Bag'l., Mass. exs. ;)03, Klora 1. c. Nicht liäufip^ 
an den Felsen oberhalb Gries. Thallus albescens, sordide subgluuco albesc,., 
irreg-ulariter diffVacto areolatus, areoHs margine Icvis.simc revoliiti.s, C— , 
K flavcsc, niedulla jodo fulvesc, apothccia pauUo coiivoxa, intus K , 
atra, nuda, cp. hyin., hyp. atqiie sporae ut apud priortni. 

27. Buellia dispersa Mass. exs. 272, Flora 1. c. Nicht häutig au 
Blöcken oberhalb Gries. Thallus aniylaceus, subgranuloso areolatus, albus, 
C— , K flavesc, medulla jodo fulvesc, apoth. atra, nuda, juniora niargiue 
tumido, nec subcrenato, intus K — , ep. hym. hyp. ut apud priores, sporae 
15_47mm. 7_8'"'"- lat., 8 in asco. 

28. Buellia apuria Hepp 33 (excl. syuon.), Flora l. c. Eine wahr- 
scheinlich doch nur zu dieser Art gehörige, kräftigere Varietät an den 
Felsen oberhalb Gries. Thallus albescens, areolato grauulosus, K flavesc., 
C — , medulla jodo caerulesc, apoth. atra, couvexa, intus K — , ep. hym. 
hyp. ut apud priores, sporae 12 — lg., 6 — 8'""'* lat., 8 in asco. 

29. Buellia candiduia m. (n- sp.) nicht häufig an Blöcken oberhalb 
Gries. Planta pusilla, thallus Candidus, tenuis, miuute areolatus, areolis 
applanatis, C— , K flavesc, medulla jodo caerulesc, apothecia pusilla, 
uigrescentia, plana, thalli areolis imposita, intus K — , epith. atrocaeruleum, 
hym. incolor, jodo caeruleum, hyp. rufescens, sporae fuscae, dyblastae, 
10— 42(~15)'""'- lg., 5—7"""- lat., 8 in asco. Diese kleine Pflanze unter- 
scheidet sich von allen verwandten Arten, insbesondere von der habituell 
ähnlichen B. minutula Hepp 313, Zw. 402, Leight. 276 durch die Farbe 
des Epith. und Hypothec. 

30. Buellia fusca (Anzi Cat. 87, exs. 195) Flora 1872 nr. 19. Eine 
wahrscheinlich hier unterzubringende Varietät an Blöcken ober Gries. 
Thallus fuscus, diflfracto areolatus, areolis planis, K — , C — , medulla jodo 
fulvesc, apoth. atra, plana vel leviter convexa, juniora margine tumido, 
intus — , ep. hyp. fuscum, hym. incolor, jodo caeruL, sporae 12 — 16'""'* 
lg., 6-— 7'^"'" lat., 8 in asco. Die Flechte gehört zur Gruppe der B. ocellata 
und stellalata^ hat etwas kleinere Sporen als B. italica und ist habituell 
am braunen Thallus leicht zu kennen. 

31. Diplotonima epipolium (Ach.) Korb. par. 178, Flora 1871, p. 194, 
Rabh. exs. 900. Selten an den Porphyrfelsen des Hörtenberges. Medulla 
thalli jodo fulvesc, apoth. paullo pruiuosa, sporae 3-septatae. 

32. Rhizoc, geographic, 

33. Rhizoc. Montagnei (Fw.) häufig an Felsen oberhalb Gries. 
Thallus C— , K— , medulla jodo fulvesc., epith. K violasc, hyp. fuscum, 
K— , sporae maguae, 1 in asco, juniores hyaliuae, aetate virides, fuscae, 
sat obtusae, niultiloculares, usque ad 80'"'^* lg., 25"*'"* lat. 

34. Stigmatomma cataUptum (Ach.) Körb. par. 330, exs. 27. Eine 
Form thallo minore nicht häufig an den Felsen oberhalb Gries. Medulla 
thalli jodo fulvesc, gonidia hymenialia numerosa, subquadrata, 5 — 6'"'"* 

37 - 



292 



F. Arnold. 



lat., sporae binae, aetate fuscae, 42—48 — 54'"'^* lg., 15 — 24— SlS'""^- lat. — 
An alten Schlossmaueru zu Bozen (v, H.), 

35. Lithoicea apatela Mass. symrn. 88, Auzi Venet. 157 (excl. synon.) 
Selten und steril an den Felsen des Hörteuberges. Thallus pallide-fuscus, 
areolatus, crassus, K— , C— , medulla jodo fulvesc. Habituell gleichen 
die gesammelten Exemplare mehr der genannten L. apatela^ als der 
(wahrscheinlich nicht specifisch verschiedenen) L. thrombioides Mass., 
Anzi Venet. 160, Erb, er. it. 128. 

36. Verrucaria lecideoides Mass. f. minuta Mass. Körb. par. 377, 
Arn. exs. 266, Zw. Heidelberg in Flora 1864, p. 87. Nicht häufig an 
Blöcken oberhalb Gries. Thallus incanus, minute areolatus, K — , C— , 
medulla jodo fulvesc, apoth. sat parva, emersa, sporae simplices, 15""^- 
lg., 5—6'n'"- lat., 8 in asco. 

37. Collema — steril, ziemlich selten an den Felsen des Hörten- 
berges. Thallus atrofuscus, minute orbicularis, margine crispatus. 

38. Collema callopismum Mass. Körb. par. 410?? Substerilis au 
den Felsen des Hörtenberges, selten. 

39. Lethagrium Mülleri Hepp, Flora 1867, p. 136, multipart. Körb, 
par. 421 ? ? Selten und substerilis an den Felsen des Hörtenberges. Ich 
erwähne diese drei letzteren, nicht genauer zu bestimmenden Arten, die 
an dem trockenen Standorte wenig ausgebildet sind, bloss, um keine 
Lücke im Verzeichnisse zu lassen. 

40. Thyrea pulvinata (Schaer.) Mass., Körb. par. 430, Hepp 658. 
Steril nicht selten an den Porphyrf'elsen des Hörtenberges, oberhalb Gries 
und am Wege zum Tscheibenthurm. 

41. Porocyphus sanguineus (Auzi neos. 2, exs. 474) ?? Nicht häutig 
an den Felsen ober Gries. Planta sicca aigrescens, thallus granulosus, 
effusus, gonidiis fuscorubentibus, addito K subviolaceis, apoth. sat parva, 
epitb. lutesc, hyp. incol., hym. jodo vinose rubeus, paraph. subcapillares, 
sporae ovales, simplices, 12 — 15"^"^- lg.. 6— 7'"'^' lat., 8 in ascis attenuatis. 
Die Flechte steht der Anzi'schen Species desshalb sehr nahe, weil auch 
bei dieser die braunröthlichen Thallusgonidien mit K eine schwachviolette 
Färbung annehmen. 

42. Spilonema paradoxum Born. Körb. par. 449. Steril an den 
Felsen oberhalb Gries. 

43. Tichothecium gemmiferum (Tayl.) Mass., Körb. par. 468. Nicht 
gar selten auf dem Thallus des Callopisma rubeUianum und der Rinod. 
arm, var. cana oberhalb Gries. Sporae dyblastae, fuscae, 8 in asco, 
,1.2tnm. ig,^ 5mm. ig^t^ 

Zu einer Vergleichung mit dieser Flora von Gries und dem Hörten- 
berge eignet sich in der Gegend von Bozen die Vegetation der Porphyr- 
trümmer bei den Eppaner Eislöchern (circa 1900'), auf welche mich 
Freih. v. Hohenbühel besonders aufmerksam gemacht hatte. An dieser 



Lichenologischd Ausflüge In Tirol. 



293 



von ihm in den Sitzungsborichten der math.-uatiirwifls. Classe der k. k. 
Akademie der Wissenschaften in Wien (Juniheft 1851) näher geschilder- 
ten Localit.it sind in der Nachbarschaft der echten Kastanie nicht nur 
subalpine l>aubmooso dem Rhododendron ferrugineum beigesollt, soniern 
es ist auch die Flechtenflora aus gewöhnlichen, südlichen und subalpinen 
Arten eigenthümlich, wie nicht leicht an einem anderen Orte in Tirol 
zusammengesetzt. Die Ursache dieser Erscheinung liegt nicht etwa darin, 
dass yon der hohen Wand des Matschatscher KofeU die mit Alpenflechten 
bewachsenen Blöcke nur einfach herabgefallen sind, sondern aus den 
Felskliiften der Eislöcher weht selbst noch im Sommer ein so kühler 
Luftstrom, dass das Gedeihen derartiger Formen an einer so südlichen 
Stelle ermöglicht wird. Durchsucht man, vom naheu Eppan kommend, 
den unter einer hohen Porphyrwand gelegenen Felsenkessel der Eislöcher, 
so bemerkt man beim Hinabsteigen an den sonnigen Blöcken etliche be- 
reits von Gries her bekannte Formen; der entgegengesetzte, beschattete 
und feuchtere Absturz erweckt Erinnerungen au die Heidelberger Por- 
phyrflora; dazwischen kommen bald da, bald dort, hauptsächlich gegen 
die Tiefe des Kessels vereinzelt die subalpinen Arten vor. So ungefähr 
sind die Steinflechten der Eislöcher vertheilt und ähnlich ist auch die 
Lichenenflora der darin wachsenden Alpenrosen beschaffen; nur treten 
hier die subalpinen Formen mehr zu Gunsten der Flechten des Laub- 
waldes zurück. Es macht einen eigenthümlichen Eindruck, auf den Rho- 
dodendron-Zweigen Flechten zu erblicken, die in alpiner Höhe überhaupt 
nicht mehr vorkommen, während von den sonst auf diesem Strauche ver- 
breiteten Arten (vgl. Rettenstein, Waldrast, Taubensee) nur noch einzelne 
Repräsentanten bis zu den Eislöchern herabgestiegen sind. Freiherr v. 
Hohenbühel hatte schon frülier mehrere Steinflechten daselbst gesam- 
melt, die mir zur Einsicht vorlagen; aus ihnen und den von mir beobach- 
teten Arten konnte ich das folgende Verzeichniss herstellen: 

1. Bi-yopogon bicolor (Ehr.) Alect. bic. Th. Fries L. Scand. 23, 
Arn. exs. 400, Stenh. 151. Selten an Blöcken der Eislöcher, (v. H.) 

2. Cladonia digitata (Hoff.) Körb. par. 12. Selten auf Erde gemein- 
schaftlich mit Biat. decolorans am Rande der Eislöcher. 

3. Cladonia squamosa (Hoff.) ventricosa Fr., Körb. par. 13. Hie 
uud da auf Erde zwischen den Porphyrblöcken. 

4. Clad. furcata (Sch.) f. racemosa (W.) Körb. par. 13. Mit der 
vorigen. 

5. Clad. stellata (Schaer.) uncialis Körb. par. 13. Auf Erde am 
Rande der Eislöcher und deren Umgebung. 

6. Clad. rangif. (L.) vulg. Schaer., Körb. par. 13, wie die vorige. 

7. Baeomyces roseus (Pers.) Körb. par. 246. Nicht häufig auf stei- 
nigem Boden bei den Eislöchern. 



294 



F. Arnold: 



8. Sphyrid. fungiforme (Sehr ad.) hyssoiäes (L.) Körb. par. 246. 
Wie die vorige Art. 

9. Stereocaidon tomentosmn Fr., Körb. par. 7, Th. Fries L. Scand. 
48. Selten auf steinigem Boden am Rande der Eislöcher (v. H.). 

10. Cornicularia tristis (Web.) Körb. par. 6, Stenh. 181, Rabh. 
319. Selten und steril auf einem Porphyrblocke der Eislöcher. 

11. Ramalina poUinaria (Ach.) steril au der Unterfläche der Felseu 
in den Eislöchern. 

12. Cetraria pinastri (Scop.) Körb. par. 18. Hie und da in kleinen, 
sterilen Exemplaren auf Blöcken der Eislöcher. 

13. Stictina fuliginosa (Dks.) Nyl., Leight. Steril an Felsen der 
Eislöcher und nicht selten in deren waldiger Umgebung (v. H.). 

14. Sticta pulmonacea (Ach.) Steril au den Felsen der Eislöcher 
(V, H.) 

15. Pettigera aphthosa L. Steril auf Erde an den feuchteren Stellen 
der Eislöcher. 

16. Peltig. canina L. auf Erde am Rande der Eislöcher. 

17. Imhric. saocatüis (L.) auf Blöcken der Eislöcher und deren Um- 
gebung. 

18. Imbric. physodes vulg. Körb. par. 30. Steril auf bemoosten 
Blöcken der Eislöcher. 

19. Imbric. caperata (Dill.) Körb. par. 31. Steril nicht selten an 
Blöcken im Föhrenwalde unweit der Eislöcher. 

20. Imbric. perlata (L.) Flora 1870, p. 211. Rabh. 912. Steril häufig 
in Gemeinschaft mit der vorigen und von diesem Staudorte in Rabh. 912 
ausgegeben; c. ap. in den Eislöchern von v. H. beobachtet. 

21. Imbric. conspersa (Ehr.) häufig c. ap. an den Blöcken der Eis- 
löcher und in deren Umgebung: spermatia recta, 7— 8"^"'- lg., lat.; 
auch von v. H. angetroffen. 

22. Imbric. olivacea (L.) Flora 1870, p. 210. Häufig c, ap. an den 
Felsen der Eislöcher und deren Umgebung. Spermatia recta, 7— S'"'"* lg., 
1"'"'- lat. ; eine sterile Form mit compactem Thallus, ähnlich der Flechte 
Anzi exs. 428, bemerkte v. H. auf einem Felsen in den Eislöchern. 

23. Imbric. stygia (L.) Körb. par. 31. Steril ziemlich selten an den 
Felsen der Eislöcher (v. H.). 

24. Parmelia caesia (HoffO auf Felsen der Eislöcher. 

25. Parm. speciosa (W.) Körb. par. 33. Selten und steril auf be- 
moosten Blöcken der Eislöcher. 

26. Physcia elegans (Lk.) hie und da an Blöcken der Eislöcher und 
deren Umgebung; häufiger an alten Mauern zu Eppan; die f. discreta 
Schaer., Körb. par. 48, Hepp 906 bemerkte ich an der Unterfläche 
eines Felsens der Eislöcher. 



Lichciiülogisclic Ausllllge in Tirol. 



295 



27. Fhyscia fallax (Hepp 633) Xanth. controv. ulopli. Zw. Heidelb., 
ex8. 57. Ich fand diese Flechte auf Steinen einer alten Mauer zu Eppan. 

28. Unibilicaria pustulala steril nicht häufig auf Blöcken des l'or- 
phyrgerölles ober den Eislöchern. 

29. Giirophora cylindrica (L.) Korb. par. 40. Selten an Blöcken der 
Eislöcher (v. H.). 

30. Gyroph. polyphylla (L.) Körb. par. 40, a) ylahra. Hie und da 
steril au Felsen der Eislöcher. 

31. Gyroph. ßocculosa (Hoff.) Körb. par. 40. Selten an Blöcken der 
Eislöcher (v. U.). 

32. Pannaria microphylla (Sw.) Körb. par. 45. An Felsen bei den 
Eislöchern (v. H.); die Flechte ist besonders im Schatten der Kastanien 
häufig, wo sie ganze Flächen der Blöcke bedeckt. 

33. Placodiuni circinatum (l'ers.) Körb. par. 53. An Blöcken der 
Eislöcher und deren Umgebung. 

34. Placod. saxicolum vidg. Körb. par. 54. Nicht selten; f. diffractum 
Mass. au Blöcken der Eislöcher (v. H.). 

35. Callopisma cerinum (Hed.) cyanolepra saxic. Waldrast p. 1106. 
Selten an den Felsen der Eislöcher (v. H.), habituell dem ober Gries 
gesammelten Exemplare gauz gleich. 

36. Callop. aurantiac. f. inalpinum Hepp 399, Mudd. 101. An der 
Unterfläche eines Felsens in den Eislöchern. Thallus pallidior. f. rubescens 
Mass. exs. 249. Hie und da an den Felsen der Eislöcher und deren Um- 
gebung. 

37. Candelaria vitellina nicht selten. 

38. Rinodina atrocinerea (Dks.) Flora 1872, p. 38, Anzi exs. 321, 
Venet. 44. Nicht selten an Blöcken und grösseren Steinen der Eislöcher 
und deren Umgebung; auch von v. H. angetroflfeu. Thallus subalbidus, 
areolatorimulosus, C — , K flavesc, medulla jodo fulyesc, apoth. atra, 
nuda, epith. fuscesceus, K — , gouidia hjp. incol. subjacentia, sporae 
1-septatae, fuscae, sporoblastiis rotundis ve\ subquadratis vel subcordatis 
vel apud Sporas adultiores omnino deficientibus, 8 in asco, 20— 22— 26°^'"* 
lg., 9— 12'"'"- lat.; spermatia recta, G"^^- lg., 1°^"i' lat. 

39. Haematomma ventosum (L.) Körb. par. 93. Selten an Blöcken 
der Eislöcher (7. H.). 

40. Lecanora atra (Huds.) vulg. Schaer., Körb. par. 77. Nicht 
häufig an den Blöcken der Eislöcher. Thallus K flavesc, deinde obscure 
viridis; epith. fuligineum, K purpureoviolasc. 

41. Lecanora subfusca campestris Schaer. Hie und da an Blöcken; 
f. lainea Fr., Körb. par. 78, leucopis Hepp 381. Eine hieher gehörige 
Form, der ober Gries vorkommenden Flechte völlig gleich, nicht häufig 
an Felsen der Eislöcher. Thallus verruculosus, albidus, K flavesc, apoth. 



296 



F. Arnold: 



fusca, parva, margiiie albido, integro, epith. fuscesc, K~, gonid. hyp. 
subjac, sporae 8 in asco, 15'^'"- lg., 7— 8"™'"- lat. 

42. Lecanora caesio-alba Körb. par. 82. Eine klein-früchtige, wolil 
nur zu dieser Art zu ziehende Varietät, selten an der Unterfläche eines 
Pürphyrfelsens der Eislöcher. Thallus minute granulosus, granulis disper- 
sis, pallide cinereus, K— , C — , apoth. parva, pruina caesiocinerea obtecta, 
margine crenata, epith. sordidulura, K — , hyp. incolor, gouidiis subjacen- 
tibus, paraph. coiiglut., apice vix incrassatae, hym. jodo caerul., sporae 
ovales vel tenues, simplices, raro pseudodyblastae, 42 — igm»"- ig.^ 5mm 

8 iu asco. 

43. Lecan. badia (Pers.) vulg. Körb. par. 85. Hie und da an den 
Felsen der Eislöcher und deren Umgebung. 

44. Lecan. thiodes (Spr.) Körb. par. 86, Anzi m. r. 83. Nicht gar 
selten, wie die vorige. Thallus C—, K flavesc. 

45. Lecanora polytropa (Ehr.) campestr. Hepp 384. Nicht selten an 
Blöcken der Eislöcher (v. H.); f. intricata (Schrad.) Anzi m. r, 203. 
An Felsen der Eislöcher. Spermatia arcuata, flexuosa, 25'^"^- lg., I"^""- laf. 

46. Leca7i. sulphurea (Hoff.) nicht häufig von v. H. beobachtet. 

47. Lee. coarctata (Ach.) elacista Ach., Körb. par. 88. Die gewöhn- 
liche Form hie und da an den Felsen der Eislöcher. Thallus C leviter 
rubesc. • auch von v. H. angetroffen. 

48. Lecan. sordida (Pers.) rimosa Köb, par, 88, Flora 4870, p. 244. 
Nicht selten, von v. H. und rnir bemerkt. Thallus K flavesc, apoth. C 
citrina. 

49. Lecan. subcarnea (Ach.) Flora 4870 p. 244, 4874 p. 493. Nicht 
häufig an den Felsen der Eislöcher. Thallus C—, K flavesc, apoth. C uon 
niutautur. 

50. Urceolaria scruposa vulg. Körb. par. 404. Nicht selten. 

54. Aspicilia cinerea (L.) vulg. Sch. Körb. par. 97. Nicht selten, 
von V. H. und mir angetroffen. Thallus K flav. deinde rubesc, medulla 
jodo fulvesc. 

52. Aspic. gibbosa (Ach.) Th. Fries L. Scand. 276. var. quaedam 
nicht häufig auf Blöcken der Eislöcher (v. H.). Thallus obscure viridulo 
iucanus K — \ eine der Pertus. chiodect. habituell ähnliche Form daselbst. 

53. Äspic, tenebrosa (Ew.) urceolaris Körb. par. 99, Hepp 383, 
Arn. 144. Nicht selten auf den Blöcken der Eislöcher und dem ober den- 
selben befindlichen Porphyrgerölle, sowohl von v. H. als mir beobachtet. 
Tota planta obscura; medulla thalli C paullo rubesc, jodo fulvesc (vide au- 
tem Th. Fries, Spitsb. p. 42); epith. glaucum, hym. incolor, jodo caerul., 
hyp. rufum, apoth. intus K — , paraph. laxae, articulat., apice virides, 
sporae late ovales, 9 — 40"^"'* lg., 7'^"^- lat., 8 in ascis subcylindricis. 

54. Äspic. {Pachyosp.) calcarea f. contorta Fl. an Blöcken der Eis- 
löcher (y. H.). 



LiclieuoloKlarlic Ausflilffe in Tirol. 297 

55. Acarospora fuscata Leig'ht. p. 18G. Nicht selten (v. II.); auch 
von mir gefunden. Stratos cortic. C leviter rubescit, medulla jodo fulvesc. 

56. Pertusaria riipeslris (DC.) Körb. par. 313, Th. Fries L. Scand. 
318, Zw. 244. Nicht besonders häufig an Felsen der Eislüclier und des 
nahen Kastanienwaldes. 

57. Pertus. coraUina (L.) Arn. exs. 204, Th. Fries L. Scand. 319; 
c. ap. non rite evolutis auf Blöcken des Gerölles ober den Eislöchern. 
Thallus C — , K saturate lutesc, medulla jodo fulvesc. 

58. Pertus. (^Zeora) lactea (Schaer.) vide Flora 1870, p. 214. In 
zwei Formen auf den Blöcken der Eislöcher: a) thallo subsorediato, ganz 
gleich der Flechte von Umhausen und Anzi m. r. 199; b) thallo crassiore, 
areolato rimuloso, steril i, quae forma sit spilomatica Anzi m. r. 198; bei 
beiden thallus C rubescit, K non mutatur, medulla jodo fulvesc. 

59. Pertus. Westrinyii (Ach.) Leight. L. of Gr. Brit. p. 236, Mudd. 
260 (E. Bot. tab. 2204, Th. Fries L. Scand. 320). Eine vielleiclit hier 
unterzubringende Form steril ziemlich selten an den Blöcken der Eislöcher. 
Thallus pallide lutesc, areolato-rimulosus, C — , K post colorem luteum 
rubesc. Mit der Abbildung in E. Bot. 2204 stimmt weder die Eppaner 
Flechte noch Mudd. exs. 260 überein; dagegen passen diese beiden 
habituell so ziemlich zu einander. 

60. Diploicia — an der Unterfläche beschatteter Felsen kommt in 
den Eislöchern ein steriler Thallus vor, welcher habituell den Exsiccatis 
Hepp 528, Cryp. Bad. 130, Anzi m. r. 290 zwar ähnlich ist, sich jedoch 
durch die C-Färbung unterscheidet; während nämlich Diploic. canescens 
cortic. Hepp 527, Rabh. 6, Körb. 310, Schaer. 576, Erb. it. 1. 196, II. 
219 und die dazu gezogene sterile f. saxicola das Merkmal haben: thallus 
K flavesc, C non mutatur, so wird die Eppaner Flechte (und ebenso die 
in Flora 1859 p. 150 erwähnte Eichstätter Pflanze) durch K zwar auch 
gelb, durch C jedoch colore saturate ochraceo gefärbt; es empfiehlt sich 
daher die Flechle zu weiteren Beobachtungen. 

61. Biatora decolorans (Hoff.) Körb. par. 146, Leight. Lieh, of 
Gr. Brit. 261. Auf Erde, die aus faulem Holze entstand, nicht häufig 
zwischen den Felsen der Eislöcher. Thallus C leviter rubesc, K leviter 
flav., apoth. intus incoloria, hymen. jodo fulvesc, paraph. arcte conglut., 
sporae 15-18'«™' lg., 6— 7'n'"' lat. 

62. Biatora rivulosa (Ach.) supeijicialis Schaer., Körb. par. 150. 
Nicht selten an Blöcken der Eislöcher (v. H.). Thallus K— , C— medulla 
jodo fulvesc, epith. fuscesc, K — , hym. hyp. incolor, jodo caerul., paraph. 
conglutin., sporae curvulae, 12 — 15™«* lg., 6— 7'i^'«* lat. 

An beschatteten Felsen fand ich eine zur B. lygaea (Ach.) Flora 
1871 p. 485 sich hinneigende Varietät. Thallo non Hmitato, apotheciis mi- 
noribus, dispersis, hym. jodo caerul., deinde vinose rub., sporis ovalibus, 
9_l2imm. ig.^ 5_6°"«- lat. 

Bd. niT. Ahhandl. 3g 



298 



F. Arnold: 



63. Lecidella goniophila (Fl.) eine Form au beschatteten Blöcken 
der I^islöcher, Thallus subnulhis, apoth. parva, epith. sordide viride, pa- 
raph. laxae, sporae IS'»'^- lg., 8"'™- lat. 

64. Lecid. sabidetorum var. coniops Körb. par. 313, Hepp 133, 
Rabh. 722, Anzi m, r. 268. Nicht selten an den Felsen der Eislöcher, 
von V. H. und mir bemerkt. Tliallus albidus, granulosus, C— , K flavesc, 
raedulla jodo fulvesc, apoth. plana vel convexa subnitida, intus K— , epith. 
viride, hyp. rufum. 

65. Lecid. viridans (Fw.) Anzi Cat. 81, exs. 155. Selten an beschat- 
teten Porphyrfelsen der mittleren Gant unweit der Eislöcher (v. H.) 
thallus minute leprosogranulosus, sordide viridulus, K leviter flavesc., 
C— , medulla jodo fulvesc., apoth. magis biatoriua, atroviridia, intus 
K — , epith. obscure viride, hyp. lutescens, paraph. laxae, hym. jodo 
caerul., sporae ovales, 10-— 12'"™* lg*., 6—8'"'"- lat., 8 in asco. 

Qf). Lecidella spüota (Ft.) Körb. par. 207, Th. Fries Spitsb. 39, 
Flora 1871 p. 153. Nicht häufig an Blöcken der Eislöcher. Thallus tenuiter 
areolato-rimulosus, subalbidus, K — , C— , medulla jodo caerulesc, apoth. 
mutua pressione angulosa, atra, subpruinosa, intus K — , epith. atroviride, 
hym. incolor, hyp. leviter lutescens, paraph. conglutin., sporae 12 — 15"^'"* 
lg., 6—7'"™- lat., 8 in asco. 

67. Lecid. insularis Nyl. compar. Waldrast p. 1109. Nicht häufig 
auf dem Thallus der Lee. sordida : apoth. intus K — , epith. viridefuscum, 
hym. incolor, sporae ovales, 12'"'^' lg., S"™"^* lat.; v. H. beobachtete die 
Flechte in Gesellschaft der Lecidea grisella auf Blöcken bei den Eislöchern. 

68. Lecidea lactea (Fl.), Arn. exs. 470. Ziemlich häufig an Felsen 
• der Eislöcher; der Thallus ist gewöhnlich weiss, kommt aber auch dun- 
kelgrau vor, die Apothecien sind manchmal graubereift. Auch von v. H. 
gesammelt. 

69. Lecid. grisella (Fl.) Nyl. Scand. suppl. 160, comp. Rettenstein 
p. 530. Auf Blöcken der Eislöcher und dem darüber liegenden Porphyr- 
geröUe; auch von v. H. gefunden. Thalli stratus corticalis C leviter rubesc, 
medulla jodo fulvesc, epith. obscure viridefuscum, hyp. atrofuscum, apoth. 
intus K— , sporae 15—16'™- lg., 6'™- lat. 

70. Lecid. crustulata (Ach.) vulg. Körb. par. 222. An den Felsen 
der Eislöcher von v. H. und mir bemerkt. Apoth. intus K — , hym. jodo 
caerul., sporae 15'"'"- lg., S'"«»- lat.; spermatia recta, 12'"'"' lg., I"^'"- lat. 

71. Lecid. platycarpa (Ach.) Körb. par. 221, Zw. exs. 424. Die 
gewöhnliche Form an Blöcken der Eislöcher. Thallus albidus, medulla 
jodo fulvesc, apoth. intus K— , sporae 18—20'^^'"- lg., 8—9"""- lat., sper- 
matia subrecta, 15"""' lg., 1""^- lat.; v. H. fand die Flechte ebenfalls. 

72. Catillaria (Biatörina) chalybeia Flora 1870 p. 226. Ziemlich 
selten an Blöcken der Eislöcher. Thallus tenuissimus, sordidulus, K— , 
apoth minutissima, atra, intus K — , epith. nigresc, granulatum, hym. 



Lichcuulugi&clic AubüUgc in Tirol. 



299 



incolor, Judo caeruleuiu, liyp. fuscesceus, parapli. laxae, clava nigrescente, 
üubglobüsa, sporae iucolores, indistincte dyblastae, 9"""* lg., 3"'"'- lat., 8 in 
asco; uuter den von v. U. gesamiiielteu Flechten der Eislöcher befand 
sich diese Art ebenfalls. 

7.}. Bnellia stujmatea (Ach.) K Orb. par. 185, Flora 187'2 ur. 19. Nicht 
häufig au Felsen der Eislöcher. Thallus subuuUus, apoth. intus K — , ep. 
hyp. fuscum, hyra. incolor, jodo caeruleum, sporae f uscae^ dyblastae, 
V2_15nim. ig.^ 5_6'"'"- lab., 8 iu asco. 

74. Buellia oceUata (Fl. Nyl.) Flora 1870 p. '215, 1872, Nr. 19, Lee. 
verrucnlosa Leight. Lieh, of Gr. Brit. p. 303. Selten an den Blöcken der 
Eislöcher, Thallus viridiilolutescens, niinute areolatorimulosusK — ,C ochracee 
rubesceus, uieduUa jodo fulvesc, apoth. intus K — , ep. hyp. fuscum, hym. 
incolor, jodo caeruleum, sporae fuscae, dyblastae, 12— IS'""'" lg-, 6'""'* lat. 

75. Buellia hadia (Fr.) Körb. par. 187, Zw. exs. 198. Selten auf 
dem Thallus der Aspic. cinerea an Felsen der Eislöcher. Thallus granu- 
latus, cerviuofuscus, apoth. atra, uuda, intus K — , ep. hyp. fusc, hym. 
incolor, jodo caeruleum, sporae fuscae, dyblastae, 12 — lO'"'"- lg., 6 — 7"^'"* 
lat., 8 iu asco; v. H. bemerkte sie auf dem Thallus der Lecid. grisella. 

f. Bayrhofferi (Sc ha er. Enum. 324), parasitica Körb. syst. 
226, Schaer. exs. 622, Zw. 119, Arn. 72. Parasitisch auf dem 
Thallus der Imbric. olivacea (v. H.); auch von mir angetroffen. 
Thallus deficit; apoth. ut apud typum. 

76. Buellia — eine mir zur Zeit noch nicht genügend klare Form, 
in den Sporen der leptocline sich annähernd, doch mit kürzeren Sperma- 
tieu. Hie und da au den Blöcken der Eislöcher. Thallus sordide albescens, 
rimulosus, C — , K flavesc, raedulla jodo caerulesc, apoth. atra, nuda, 
plus minus convexa, intus K — , ep. hyp. fusc, hym. incolor, jodo caerul., 
sporae fuscae, dyblastae, 15 — 18— 22'""'- lg., 7—8—9'""^* lat., 8 in asco; 
spermatia recta, 6— 7'"'"* lg., 1™»'* lat. 

77. Buellia italica Mass. Flora 1872, nr. 19. Nicht selten an den 
Felsen der Eislöcher, in allen Merkmalen mit den Exemplaren oberhalb 
Gries übereinstimmend; spermatia recta, 5—7"^'^. lg., l"''"* lat., auch von 
7. H. beobachtet. 

Var. Jßecobariana Mass. exs. 302, Flora 1872, nr. 19. Hie und da 
an Blöcken der Eislöcher. Thallus K+j minus distincte areolatus, apoth. 
minora, caet. ut apud typum. 

78. Catocarpus confervoides (DC), f. polycarpus Hepp 35, Arn. 437, 
Flora 1871, p. 147. Nicht selten an den Blöcken der Eislöcher, von v. H. 
sowohl als mir angetroffen. Thallus cervinus, K— , C — , medulla jodo cae- 
rulesc, apoth. atra, plana; epith. fuscesc, K violasc, hym. incolor, jodo 
caerul., hyp. fuscum, K— , sporae dyblastae, aetate viridulae vel fusci- 
dulae, 8 in asco, 28^^. ig.^ \<^vaxü, j^t. 

38 * 



300 



F. Arnold: 



79. Catocarpus badio-ater (Fl.) vulg. Körb., Flora 1871 p. 148, Auzi 
ra. r. 291. Selten an Blöcken der Eislöcher (r. H.). Thallus K— , C— , 
medulla jodo fulvesc, ep. K violasc, hyp. fusc, K non rautat., sporae 
latae, dyblastae, 34'""^- lg., 4 7'"'"- lat., 8 in asco. 

80. Rhizoc. geographicum häufig. Epith. K purpureo violasc. 

81. Rhizoc. atro-album (Ach.) Flora 1871 p. 148, Hepp 36. Nicht 
häufig auf den Blöcken der Eislöcher. Thallus K— , C— , medulla jodo 
caerulesc, epith. K violasc, hyp. fuscuin, K— , sporae incolores, 3—5- 
septatae, septis divisis, SO^'"- lg., lat., 8 in asco. 

82. Rhizoc. petraeum (Wulf.) Flora 1871, p. 149. Von v. H. und mir 
nicht besonders häufig an Felsen der Eislöcher bemerkt. Thallus sordide 
albesceus, C— , K — , medulla jodo fulvesc, apoth. intus K — , epith. sor- 
dide viride, hyp. fuscum, sporae incolores, 3— 7-septatae, pluriloculares, 
27— 30'"'»- lg., 12— 14"^'"- lat., 8 in asco. 

83. Rhizoc. Mbntagnei (Fw.) häufig an Blöcken der Eislöcher und 
deren Umgebung. Thallus nec K nec C mutatur, medulla jodo fulvesc, 
epith. K violasc, sporae 1 in asco. 

84. Diplotomma porphyricum m. (n. sp.) Au der Unterfläche eines 
Porphyrfelsens der Eislöcher. Thallus albescens tenuis, eflfusus minute 
areolatorimulosus, C— , K post colorem luteum rubescens, medulla jodo 
fulvescens, apoth. parva, atra, nuda, intus K— , planiuscula vel leviter 
convexa, juniora margiue subcreuata; epith. fuscum, subgranulosum, hym. 
incolor, jodo caeruleum, hyp. lutescens, sporae fuscae, 3-septatae, cum 
4_6 guttulis oleosis, quare 4 — 6 loculares, juniores dyblastae, 18 — 22'^'"- 
lg., 6 — 9^""" lat. Diese meines Erachtens neue Art zeichnet sich durch die 
K - Färbung des Thallus und das blasse Hypothecium gegenüber allen 
übrigen Diplot. (Flora 1871, p. 194) aus. 

85. Sporostatia morio (Rara.) Körb. par. 234, Leight. exs. 278! 
Nicht häufig auf Blöcken des Porphyrgerölles ober den Eislöchern. Tota 
planta obscura, thallus minute areolatus, ambitu non effiguratus, C — , K — , 
areolae cupreae, subnitidae, planae, protothallo atro enatae, medulla jodo 
fulvesc, apoth. parva, atra, plana intus K— , epith. obscure viride, hym. 
jodo caerul., hyp. subincolor, sporae globulosae, 4'"'"- lat., 8 in ascis vidi. 

86. Lecanactis plocina (Körb. par. 250) Flora 1871, p. 488, Zw. 301. 
Ziemlich selten an beschatteten Blöcken der Eislöcher. Thallus parum 
evolutus, minute granulosus, apoth. atra, margiue crasso, flexuoso, plus 
minus crenato, ep. hyp. atrofuscum, K — , hym. subincolor, jodo post co- 
lorem caeruleum saturate vinose rubens, paraph. robustae, conglutinatae; 
sporae incolores, latiusculae, 3 — 5-septatae, 23'""'' lg., S""""' lat. 

87. Opegrapha zonata Körb. par. 251, Anzi m. r. 326, Arn. 183, 
Rabh. 517, Stizeub. Steinbew.Opegr.il. Steril nicht selten au beschat- 
teten Blöcken der Eislöcher. 



Licheuologiscilo AusOUge in Tirol. 



301 



88. Opegrapha lithyi'cja Q\ch.) (jrisea Körb. par. Opejr. vuLjata 
lith. Stizb. 1. c. p. 7., Zw. exs. 1, 3. Nicht häufig aa beschatteten Felsen 
der Eislttoher. Thallus tenuis, oft'usus, albus, apoth. linearia, intus K — , ep. 
hyp. atrofusc, hym. jodo 7in0.se rubons, sporac utroque apice seusiui 
cuspidatae, 5— 7-septatae, 22— 27'""'- ig., 3— 4'"'"- lat., 8 in asco. 

89. Coniocybe farfuracea (L.) Körb. par. 301. Nicht häufig an dur 
ünterfläche beschatteter Porphyrblöcke der Eislöcher. 

90. Sti'jmatomma cataleptum (Ach.) Körb. par. 330, exs. 27. Nicht 
häufig an den Blöcken der Eislöcher (7. H.); auch auf alten Mauern zu Eppan. 

91. Lithoicea nujrescens (A ch.) Mass.,/tt5^oa^m Körb. par. 367. Hie und 
da au den Blöcken der Eislöcher. Sporaesimplices 22— 25"^'"" lg., 9 — U'""^* lat. 

92. Sagedia Koerheri Ew., Körb. par. 355, exs. 57. Eine wahr- 
scheinlich zu dieser Art gehörige Form an beschatteten Blöcken der 
Eislöcher (7. H.); auch 7on mir bemerkt. Thallus sordide 7iridis, efi'usus, 
apoth. atra, emersa, perithec. dimidiatura, sub microscopio atrocaeruleum, 
paraph. capillares, hym. jodo ful7escens, sporae 3-septatae, iucolores, 
25_34mm. jg^^ 5mm. g ^scis cylindricis. 

93. Segestrella lectissima (Fr.), erysiboda Körb. par. 325, Hepp 
696, Zw. 23. Nicht häufig au beschatteten Felsen der Eislöcher. Thallus 
luteo7iridulus, chrysogonidia fo7eus, apoth. rufescentia, moUia, perithec. 
dimidiat., K — , paraph. capillares, hym. jodo fulvesc. , sporae 3 septatae, 
24—30™'"- lg., 5—6™"^- lat., 8 in ascis. 

94. Synechoblastus nigrescens {Ach.'), Vespertilio (L.) Körb. par. 419, 
Flora 1867 p. 136. Selten und steril auf Porphyrblöcken bei den Eislöchern. 

95. Dactylospora Floerkei Mass. symm. 65, Leciographa Fl. Körb, 
par. 463, Lee. inspersa Tul., Leight. exs. 183. Ziemlich selten parasitisch 
auf dem Thallus der Pertus. rupestris bei den Eislöchern. Apoth. sat par7a, 
atra, intus K— , epithec. fuscum, granulosum, hym. incolor, jodo caeruleum, 
hyp. Ie7iter lutescens, sporae fuscidulae, fuscae, subbacillares, 1 — 3 septatae, 
non raro cum 4 guttulis oleosis, 12— IS"^"'- lg.. 3— 4'"'"- lat., 8 in asco. 
(Vgl. Flora 1868, p. 250.) 

96. Celidium varians (Dav.) Arn. exs. 210, Cel. grumosum Körb, 
par. 457. Hie und da auf den Apothecien der Lecan. sordida in den Eis- 
löchern. Apoth. intus K — , epith. obscure 7iride, hym. jodo 7iuose rubens, 
sporae incolores, 3-septatae, 16— 18'"'"- lg., 5—6™°^* lat. 

97. Tichothecium pygmaeum Körb. par. 467. Auf dem Thallus von 
Jihizoc. geograph. Die 7ar. grandiusculum m. (7gl. Rettenstein, Wald rast), 
Anzi exs, 369 auf dem Thallus der Lecid. grisella (7. H.). Apoth. duplo 
maiora, quam apud typum, Flora 1869 p. 253, asci polyspori, sporae 6— 8'"'^' 
lg., 3'^'"' lat., hym. jodo 7inose rubens. 

98. Tichoth. gemmiferum (Tayl.) Körb. par. 468. Auf dem Thallus 
70U Rhizoc. Montagnei in den Eislöchern. Sporae fuscae, dyblastae, 15'^na. 
lg., 6^^' \a>t.'j daselbst auch auf dem Thallus der Rinod. atrocinerea. 



302 



F. Arnold: 



99. Tichoth. macrosporum Hei^ip^ compar. Rosskogel p. 960. Waldrast 
p. H46. Selten auf dem Thallus des Rhizoc. geograph. in den Eislöchern. 
Apoth. minutissima, atra, immersa, sporae fuscae, utroque apice subcuspi- 
datae, 23"^"'* lg., 7—8"™- lat. 

100. Pliarcidia lichenum m. i.olivaceae m. Parasitisch auf dem Thallus 
der Imhric. olivacea in den Eislöchern. Apoth. vix lente conspicua, atra, 
sporae incolores, dyblastae, uiio apice obtusae, altero paullo afcteuuatae, 
uon raro cum 2 guttulis oleosis, 15"""- Ig., 6— T"""^- lat., 8 in ascis latis^ 
paiaph. non vidi. 

f. fuscatae m. Hieher, vielleicht aber auch in die Nähe der 
Arthopyrenia conspurcata Th, Fries Spitsb. p. 51 gehört ein win- 
ziger Parasit, der auf dem Thallus der Acarospora fuscata auf 
Blöcken der Eislöcher sitzt. Apoth. minutissima, atra, semigloboso- 
emersa, sporae incolores, dyblastae, 9— H'"'"- lg., i'""^- lat., hymen. 
absque paraph. Das Pflänzchen befand sich auf den von v. H. ge- 
sammelten Exemplaren. 

101. Endococcus — parasitisch auf dem sterilen, weissen Thallus 
einer Leciäea auf Blöcken der Eislöcher. Apoth. minutissima, atra, semi- 
globoso-emersa, perithcc. sub microscopio atrocaeruleum, K — , paraph. 
capillares, jodo non mutatae, h. e. fulvesc, asci elongato-oblongi, sub- 
cjlindrici, sporae incolores, simplices, uno apice leviter attenuatae, altero 
saepe magis obtusae, 15 — IS"^'"* lg., 6"^'"' lat., 8 in asco. 

An diese Porphyrflechten sind nun noch die auf Rhodod. ferrug. be- 
obachteten Arten anzureihen : 

1. Ramalina poliinaria Ach. Nyl. Recog. Ram. 52. Steril in 
ziemlich kleineu Exemplaren. 

2. Cetraria pinastri (Scop.) Körb. par. 18. Steril und selten. 

3. Cetraria Oakesiana (Tuck.)Körb. par. 19, Cetr. bavarica Kplh. 
Sehr selten; nur ein steriles Exemplar auf einem Stämmchen beobachtet. 

4. Nephrom, laevigat. (Ach.) var. parile Ach., Flora 1871 p. 483. 
Thallo fusco; Hepp 384, M. N. 838, Rabh. 367. Steril am Grande älterer 
Stämmcheu. 

5. Imhric. saxatilis (L.) a) leucoch. Körb. par. 30. Steril und selten. 

6. Imbr. physodes (L.) a) vulgaris Körb, par 30. Wie die vorige. 

7. Imbr. diffusa (Web.) Körb. par. 31. Etwas häufiger als die 
vorigen; aber auch nur steril. 

8. Menegazzia terebrata (Hoff.) Mass., Körb. par. 32. Selten 
und steril. 

9. Lecanora subfusca i. chlarona Ach., Stizenb. L. subf. p. 10. 
Nicht selten. Thallus et apoth. margo K flavesc. 

10. Lecan. albella (Pers.) Fl. 1871 p. 193, Schaer. 315, Anzi m. 
r. 178. Nicht gar selteu. Apoth. addito hypochl. cälc. uon mutantur, thallus 
K flavesc. 



l,il•llCllol(l^'is(•||(' AiisflilKf in 'l'ii'ol. 



14. Lecan. symmiota Acli., TJi. L'ries Lieh. Scand. ,202, l'lorn, 1874 
p. 74, Hepp 68, Anzi m. r. 174. Nur selten bouierkfc. Thal Ins miiiute 
o-ranulosus , C— , K Üavesc., apoth. lutosc. vel fuscesceiitia, hyui. jodo 
caenilesc, gonid. hyp. subjac, paraph, conglut; sporae rectac, 45—17"""- 
lg., 5—6"^"'* lat. 

42. Kinodina metabolkn (Ach.) Anzisymb. 10. Selten an den Zwei- 
o-eii. Thallus K leviter flavesc, apoth. pailide nK»rgiuata, convexa, sporae 
18 — "24"""* lg., 9 — 42"""' lat., maiores, quam apud R. exiguam Anzi 1. c, 
8 in asco; epith. K— , l'uscescens. 

13. Pertusaria communis (DC.) variolosa discoidea (Pers.) Körb, 
par. 313. Steril und nicht häufig an den Stämmchen. 

44. Pertusaria lejoplaca (Ach.) Körb. par. 317. Forma videtur. 
Sehr selten an den Zweigen, nicht ganz zuverlässig bestimmbar. Thallns 
K flavesc, sporae 100—406"""- lg., 45—48"""* lat., 3—4 in asco. 

45. Phlyctis aryena (Ach.) Körb. par. 146, Th. Fries Lieh. Scand. 
324. Nicht häufig; Sporas vidi, thallus K post colorem luteum saturate rubescit. 

46. Blastenia ferruginea (Huds.) genuina Körb. par. 426. Forma 
quaedam. Nur sparsam und dürftig entwickelt. Thallus sat tenuis, K — , 
apoth. parva, dispersa, K saturate rubesc, epith. granulös., sporae polari- 
dyblastae, 45—46"""* lg., 6— 8"^"^* lat., 8 in asco. 

47. Scoliciosforum corticolum (Anzi) FJora 4871. p. 51. Selten an 
den dünneren Zweigen. Epith. sordidum, hym. hyp. incol., sporae geniculato 
vermiformes, 28—30"""* lg., 2 — 3"""* lat., indistincte septatae. 

18. Lecid. enteroleuca vulgaris f. rhodod. Rabh. exs. 882. Nicht 
gar häufig. 

19. Graphis scripta (L.) var. divaricatalue\g\\t.^ Hepp. 553. Nicht 
selten an den Zweigen und Stämmchen. Apoth, nuda, disco caualiculato, 
epruinoso. 

20. Opegrapha herpetica Ach. vulgaris Körb. par. 254, ruhella 
Hepp. 557. Rabh. 585. Hie und da, gut ausgebildet: Thallus leviter 
rufus, apoth. atra, pauUo lirellaeformia, margine nudo, non albomarginato, 
sporae 3 septatae, 22"""* lg., 4 — 4y2"^™- lat*, hym. jodo vinose rubens. 

21. Opegr. vulgata (Ach.) Rabh. 497, 820*, Hepp 344, Op. atra 
vulg. Körb. par. 283. Hie und da. Thallus leviter rufus, apoth. atra, 
tennia, primitus punctiformia, sporae utroque apice cuspidatae, 5 — 7-sep- 
tatae, 25'""^* lg., 3"^"^* lat., hym. jodo vinose rub. 

22. Opegr, zonata Körb. par. 251. Siedelt selten vom Porphyr auf 
die Zweige über, steril. 

23. Opegr. viridis Pers., Nyl. Scand. 256. Ohlert Zusamm. 39. 
Zwackhia involuta Körb. par. 255. Hepp. 164. Rabh. 35, 532. Am Gruude 
älterer Stämmchen. Thallus rufus, saepe substerilis, apoth. crassa, atra, 
sporae non bene evolutae, juniores dyblastae, incolores, deinde indistincte 
septatae, 25"^™* lg., 6'™- lat. 



304 



F. Arnold: 



24. Ärthonia astroidea (Ach.) vulgaris Körb. par. 265 f. rhododendri 
Arn. exs. 440. Nicht selten aa den Zweigen und Stämmchen und voü hier 
in Arn. exs. 440 publicirt. 

25. Ärthothelium anastomosans (Ach.); Ärthonia an, Leight. Lieh, 
of Great Brit. 402, Ärthoth. dispersum Mudd mau. 252. Selten an den 
oberen Zweigen. Thallus sat tenuis, albidus, leprosus, apoth. atra, parva, 
linearisubstellata, epith. latum, obscure luteoviride, K— , hym. hyp. subincol. 
paraph. arcte conglut., hym. jodo caerul., sporae iucolores, rotundato obtusae, 
medio saepe paullo attenuatae, 5— 7-septatae, septis 3 — 4 dirisis, quare 
sporae pluriloculares, 24—28"^'"' lg., 12"^"^* lat., 8 in ascis latis, supra 
rotundatis. 

26. Coniangiiim luridum (Ach.) Körb. par. 271. Selten an den 
unteren Zweigen. Thallus teuuissimus, albidus, apoth. parva, atra, oblonga, 
applanata, epith. sordide viridulum, hyp. subpallidum, sporae incolores, 
dyblastae, obtusae, IS'»'"' lg., 7-8»i«»- lat. 

27. Cyphelium trichiale (Ach.) Körb. par. 297. Sehr selten an 
dünnen Zweigen gemeinschaftlich mit Ramal. pollin. Thallus granulosus, 
sporae globulosae, luteolae, 4'"'^* lat. 

28. Coniocybe furfuracea (L) vulg. Schaer., Körb. par. 201. Am 
Grunde älterer Stämmchen, selten. 

29. Arthopyrenia 'punctiformis (Ach.) f. rhododendri Arn. exs. 478. 
Ziemlich selten an den oberen Zweigen. Thallus sola macula levissime 
fuscescente iudicatus, apoth. sat minuta, atra, hymen. absque paraph., 
sporae incolores, dyblastae cum 3—4 guttulis oleosis, 48—23™'" lg., 5"""- 
lat., 8 in ascis oblongis. 

30. Sphaerella Arthoniae m. (n, sp. ?) selten auf dem Thallus der 
Ärthonia astroidea an den oberen Zweigen. Apothecia minutissiraa, atra, 
emersa, semiglobosa, hymen. absque paraph. jodo fulvesc, sporae incolores, 
dyblastae cum 4 guttulis oleosis, denique 3 septatae, utroque apice obtu- 
siusculae, 18— aS^"^- lg., S'^'"- lat., rectae, 8 in ascis oblongis. 



IX. Bei Roveredo und Riva. 

Wer den alten, vielleicht bis 883 zurück zu datirenden Bergsturz 
der Slavini di San Marco bei Roveredo mit der Schilderung bei Dante, 
Hölle XII, 1 — 12 vergleicht, wird anfänglich ein Gefühl der Enttäuschung 
kaum überwinden können. Berücksichtigt man aber, dass zu Dante's Zeit 
nicht wie jetzt eine breite Kunststrasse mitten durch die Steiutrümmer 
führte, dass noch nicht wie heutzutage kleine Weingärten dazwischen 
eingestreut lagen, damals auch die Pracht der Hochalpen noch unerkannt 
war; und steigt man von der Höhe des Berges, den Pfad vermeidend. 



Lichenologisclie AusQllge in Tirol. 



305 



zwischen deu scharfkautigen, oft gewaltigen Kalk.bW3cken bis zum Ufer der 
Etsch hinab, dann wird man jene düstere Schilderung nicht mehr für 
übertrieben halten. Wenn es erlaubt ist, au einem solchen Orte noch von 
Lichenen zu sprechen, so möchte ich jenen kahlen, baumlosen Bergab- 
haug als eine Stelle bezeichnen, welche selbst für Flechten fast zu trocken 
ist; mein kurzer Aufenthalt am 20. Septb. 1870 genügte freilich nicht 
zur genauen Besichtigung einer grösseren Strecke, reichte aber doch aus, 
um die üeberzeugung, dass das Flechten-Eldorado wenigstens hier nicht 
zu suchen ist, zu begründen. An ganzen Seitenflächen der Kalkwürfel 
waren als einzige Gewächse oft kaum einige Flechten zu erblicken und 
wenn auch die Gesanimtzahl der Arten des lang gedehnten Abhangs 
keine geringe sein mag, so ist doch die Mehrzahl verhältnissmässig selten; 
bloss auf etliche südliche Formen, wie Rinod. crustulata^ Callop. ochraCj 
Verruc. Hoffmanni f. purpurascens wirkt die austrocknende Hitze förmlich zu- 
träglich. Der von mir besuchte Platz befindet sich kurz yor dem Dorfe 
Marco, etwa dort, wo auf der geognost. Karte von Tirol (1854) der kleine 
vom Monte Zara kommende Bach eingezeichnet ist; da die Kalkfelsen 
zu beiden Seiten der Landstrasse zu sehr mit Staub bedeckt waren, so 
wendete ich mich dem Berge zu und entnahm dort den Kalkblöcken 
folgende wenige Flechten. 

1. Parmelia obscura (Ehr.) cyclos. saacic.^ nicht häufig, doch fruc- 
tificirend. 

2. Physcia cirrhochroa (Ach.) ziemlich selten und steril. 

3. Physcia granulosa (Müll.) Flora 1867 p. 562, Hepp 908, Arn. 
340, Erb. er. it. II. 165. Steril hie und da. 

4. Wilmsia radiosa (Anzi) Körb. par. 406. Steril und selten. 

5. Callopisma ochraceum (Sc ha er.) Körb., Xanthoc. Mass. exs. 
114, Körb. par. 124, Arn. 224. Nicht selten und gut ausgebildet. Tota 
planta K laete rubesc, 

6. Pyrenodesmia variabilis (Pers.) Mass., Körb, par. 67, Hepp 
74. Ziemlich selten. 

7. Pyrenod, chalybaea (Du f.) Mass., Körb. par. 68, Hepp 204, 
Anzi 35. Hie und da. 

8. Rinodina crustulata (Mass.) Flora 1872 p. 40. Ziemlich häufig 
und bestens ausgebildet. Tota planta obscura, olivaceofusca, thallus diffracto 
areolatus, medulla jodo fulvesc., apoth. emersa, disco obscure fusco, margine 
olivaceofusco, epith. fuscesc, K— , hym. jodo caeruL, gonidia hyp. incol. 
subjacent., paraph. articulat., laxae , sporae pallidefuscae, tenues, hic 
inde leyissime curvulae, dyblastae , non raro cum 2 — 4 guttulis oleosis, 
medio vix vel pauUo constrictae, 15 — 17oin'' lg., 4 — S""™* lat., 8 in ascis 
oblongis. 

9. Rinod. Dubyanoides (Hepp. 323) m., BuelUa Körb. par. 189. 
Nicht selten und meist in Gesellschaft der vorigen. Thallus tenuissimus, 

Bd. nil. Abhand], qq 



306 



F. Aruold : 



plerumque subiiuUus, albidus, apotli. fusca, margine turaido, concolore, 
juniora margine lecaunriiio, epith. fuscescens, K— , hym. jodo caerul., 
gonidia apud apoth. jiiuiora hyp. iucolori subjac, paraph. supra articulat., 
sporae ut apud specieui priorem. 

10. Rinod. BiscJioffii (Hepp.) "Körb. par. 75, Flora 1872 p. 35. 
Ziemlich selten. Sporae latae, obtusae, late fasciatae, %\ — ^S"^'"' lg., 12l"""^'lat. 

Var. immer sa Körb. par. 75. Nicht häufig. 

11. Lecanora Flotowiana (Spr.) Körb. par. 83. Nicht häufig. Thallus 
sordidus, teuuissimus, apoth. lutescentia, margine albido, subcrenato, K 

\%. Acarospora glaucocarpa (Whg.) v. percaena Ach., Mass. 284, 
Körb. par. 58, exs. 100. Substerilis an einem Kalkblocke. 

13. Aspic. i^Pachyosp.') calcarea Mass. exs. 266 A. Hie und da findet 
sich diese mehr dem Süden angehörige Form, die von f. farinosa sich 
hesonders durch gefeldertrissigen Thallus unterscheidet. 

14. Biatora incrustans (DC.) Mass., Körb. par. 153, Rabh. 468. 
Hie und da. 

15. Biatora chondrodes Mass. symni. 39, Körb. par. 162, exs. 165. 
Ziemlich selten in kleinen Höhlungen des Gesteines. Thallus albus, gra- 
nulosoleprosus K — , C~, apoth. atrofusca, humect. rufa, epith. fuscesc, 
K — , hym. hyp. iucol., paraph. couglut., sporae ovales, 15™™* lg., 7 — S'""". lat. 

16. Biatorina lenticularis (Fr.) Mas s., Körb. par. 144, f.Heppii Mass. 
Hepp 12. Thallus sat tenuis, albidus, tenuiter rimulosus, apoth. parva, fusca 
epith. fuscesc, granulosum, K— , hym. jodo caerul., hyp. incolor, paraph, 
laxae, apice fuscoclavatae, sporae incolores, indistincte dyblastae, 7 — 9"""* 
lg., 2— 3'"'"- lat., 8 in asco. 

17. Lecidella goniopMla (Fl.) Eine var. thallo rimuloso, subciuereo 
albido, apoth. parvis, epith. viridi, K — , hyp. incolori, paraph. laxis, sporis 
y|5inra. ig.^^ i^mm. j^t., 8 in ascis, an einem Kälkblocke. 

18. Lecid. hnmersa (Web.) Körb. par. 215, exs. III, Rabh. 597. 
Nicht gar selten. 

Ysii: ßavescens (Anzi Etrur. 38), Aspic. ßavesc. symb. 9. Gemein- 
schaftlich mit der Stammform hie und da. 

19. Catillaria acrustacea (Hepp) Flora 1869 p. 252. Dürftig ent- 
wickelt an einem Kalkblocke, der Flechte Arn. exs. 228. b. sich annähernd. 

20. Leciographa parasitica Mass. symm. 66, Körb, par. 463. var. 
mutilata m. Scheint nicht selten zu sein und unterscheidet sich von der 
Stammform durch kleinere, abgestutzte Apothecien und durch das Vor- 
kommen unmittelbar auf dem Gesteine. Thallus subuullus, apothecia saxo 
insidentia, brevia, mutilata, atra, subopegraphoidea, sat parva, epith. 
fnscum, K — , hym. jodo vinose rubens, paraph. arcte conglutinatae, sporae 
3-septatae, raro 1 — 2-septatae, juniores incolores, aetate fuscidulae, late- 
ribus non vel levissime constrictae, utroque apice plus minus obtusae, 
15—18, raro 22— 24'"'"' lg., 5— 6"i'"' lat., 8 in ascis oblongis. 



Lit:ln.'Uulot;i,s(lii \U8flllRo in Tirol. 



307 



21. VcrruiUina caleiseda (DC.) zicinlicli liiiulig. 

It. Verrucariamyriocarpa llep|)430, Körb. [i/Mly uichtKeltcu. Thalluf* 
ctt'usus, subleprosus, hic inde tenuitcr rinuilosus, sordide pallidoiiicanus, 
K — , apotl). semigloboso einersa, pcritb. diniidiat., K— , liyni. jodo vinosc 
riibeiis, sporae simplices, '22— 24'""'- lg., 7- S"^'"- lat., H in asco. Die Flcclitc 
variirt thallo teuuissimo, subnullo, apofcheciis niiuoribus, sporis 18 -22'""' 
lg., 7—8"'"'- lat. (v. pusilla Aru. cxs. 285, Flora 1864 p. im). Hie und 
da au den Kalkblöcken. 

23. Verrucaria — selten beobachtet. Tliallus tenuissiiuus, lapidi 
coucolor, apoth. miuutissima, sporae ovales, 18- 23"""- lg., 12 — 14"'"'* lat. 
Habituell gleicht das rflänzcheu der vorigen V. myrioc. v. pusilla^ weicht 
aber durch grössere und breitere Sporen, welche an diejenigen der Verruc. 
muralis erinnern, entschieden ab. Zu vergleichen ist die in Flora 1870 p. 
6 nr. 28 erwähnte Verruc.f welche jedoch in allen Theileu grösser ist. 

24. Verrac. Dufourei (DC.) Körb. par. 373. Nicht selten. Tallus 
macula albida indicatus, non raro orbicularis, perithec. crassuni, diniidiat., 
K — , sporae simplices, raro pseudodyblastae, 18 — 24"'"^' lg., 8—9"^"'* lat., 
8 in asco. 

25. Verruc. Hoffmanni Hepp 431, Körb. exs. 114 L purpurascens 
(Hoff.) m. Ziemlich häufig und mit lebhaft gefärbtem Thallus. Tota 
planta rubra, thallus effusus, saturate vinatopurpurascens, C — , addito 
K iucanoviridis, nieduUa jodo fulvesc. , apoth. emersa, obscure purpurea, 
perithec. dimidiat., crassum, hym. jodo vinose rubens, sporae late ovales, 
24 — 28'"'"' lg,, 12 — I5"i'n- lat., obtusae, 8 in asco; spermogouia punctiformia, 
purpurea, numerosa, speraiatia (ni fallor) 3""^* lg., 1"^"^' lat. 

26. Lithoicea nigrescens. In ziemlich kleinen Exemplaren hie und da 

27. Lüh gl aucina QAch.) Mass., Körb. par. 370. Hepp 90. Ziemlich 

selten. 

28. Thelidium decipiens {Hepp) f. scrobiculare G sly oy. teut. 67 p. p., 
Arn. exs. 424, Flora 1870 p. 7. Nicht häufig. 

29. Arthopyrenia tichothecioides m. Flora 1869 p. 268, 1870, 7; Schiern 
651, Waldrast 1133. Nicht selten. Thallus tenuissimus, lapidi concolor, 
apoth. minutissima, perithec. subintegrum, K — , sporae dyblastae, incolo- 
res, aetate hic inde leviter fuscidulae, non raro cum 2 — 3 guttulis oleosis 
maioribus, plus minus obtusae, 22 — 30'""'' lg., 9 — 12'""'* lat., 8 in ascis latis, 
oblongis. 

30. Microthelia marmorata (Hepp.), Körb. par. 398, Arn. 246. Hie 
und da. Apoth. pauUo applanata, hym. jodo caerul., deinde vinose rubens, 
sporae juniores hyalinae, aetate fuscae, latae, dyblastae, 30—36"""' lg., 
14_l8nm. lat., 8 in ascis latis. 

31. Polyblastia caesia m., Körb. par. 337., Am. 16, Rabh. 647. 
Nicht selten. Thallus sat tenuis, effusus, paliide caesiociuereus, perith. 
integr., sporae incolores, aetate luteolae vel levissime rubcscentes, plurilo- 

39 



308 



F. Arnold: 



culares, 36 — 48«^"- lg., 15 — 18'^"'' lat., 8 in asco, gonidia hjmenialia 
numerosa, subglobularia, luteoviridia, circa 4"""* lat. 

32. Leptogium placodiellum Nyl. Flora 1865 p. ^10, L. diffractum 
Kplh., Körb. par. 424, Arn. 156 a. b. Selten und steril an einem 
Kalkblocke beobachtet. 

33. Thyrea Notarisii Mass. Sched. 107. exs. 174, Körb. par. 431, 
Anzi 310. Selten an den Kalkblöcken; dagegen in zierDlicher Menge an 
einem grossen Kalkfelsen an der Strasse beim Dorfe Marco; die Flechte 
ist schon am äusseren Habitus leicht von Th. plectopsora Mass. 110, Anzi 
475 zu unterscheiden. 

34. Synalissa ramulosa (Sehr.) Körb. par. 428, Ächarii Hepp 89. 
Spärlich in kleinen, sterilen Exemplaren zwischen den Thallusareolen der 
Acarosp. percaena, 

35. Thelochroa Montinii Mass. Sched. 186, exs. 355, Arn. 270. 
Scheint nicht selten zu sein und gerne neben Verruc. calciseda vorzu- 
kommen. Thallus sat tenuis, regulariter minute orbicularis, granuli minu- 
tissimi, dispersi, apoth. minutissima, fusca, moUia, K — , sporae simplices 
hyra. jodo caerul. 

36. Tichothecium pygmaeum. Hie und da auf dem Thallus der Rinod^ 
crustulata, Acarosp. percaena und Aspic. calcarea. 

Einer sehr ähnlichen, jedoch artenreicheren Flechtenflora erfreuen 
sich die Kalkfelsen ober dem Pönale bei Riva. Hat man auf der Fahrt 
von Mori zum Gardasee am grünen Lago di Loppio vorüber die Felseu- 
wildnisse beim Castell von Nago passirt und längs der Oelbäume um 
Torbole den See und Riva erreicht, so wird man, früher oder später von 
der Schönheit der Gegend gesättigt, sich nach einem heimlichen, licheno» 
logischen Plätzchen umsehen. Als solches erschien mir die Schlucht des 
Pönale, die auf der neuen, ins Ledrothai führenden Felsenstrasse bequem 
zu erreichen ist. An fast senkrechten Wänden führt die Strasse dahin. Man 
sieht über die Brüstung in den tiefblauen See hinab, am noch beschatte- 
ten Monte Baldo hinauf, nach dem in der Morgensonne glänzenden Riva 
zurück. Ephedra^ Scabiosa graminifolia^ Euphorbia nicaeensis, Centranthus 
rubery verwilderte Stauden von Ficus Carica^ aus den Kalkfelsen hervor- 
wachsend, kennzeichnen den Süden. Die Strasse macht eine Wendung 
und ein kurzer Quellbach, der ein Mühlenrad treibt, gibt dem Moose 
Cinclidotus aquaticus Gelegenheit, sich mit Hypnum, commutatum auszu- 
breiten; daneben blüht Corydalis lutea. Noch eine Strecke weiter und es 
beginnen die Serpentinen, durch welche die Strasse sich ins Ledrothai 
hinaufhebt; Quercus Hex tritt auf und hier ist es Zeit, zum Pönale 
hinabzusteigen. Bald ist die Brücke überschritten, von welcher aus 
Adianthum Capillus Yeneris am Bache unten erblickt werden kann, dann 
aber erheischen es die lichenologischen Interessen, nicht zum See hinun- 
terzugehen, sondern den alten von den Scaligern im 14. Jahrhundert 



LicLenologlBChe Ausfltlge in Tirol. 



309 



angelegteu Felsensteig aufwärts bis zu den Ruinen, welche jetzt noch 
die frühere Richtung des Weges anzeigen, zu verfolgen. Auf dem trockenen 
Boden haben sich dort einige Erdflechten angesiedelt, unter dem Gebü- 
sche am Fusse der Kalkfelsen wachsen Cyclamen und Uuscus acuUatus. 
Zwischen der Brücke und den Ruinen nun ist die linke Seite des theil- 
weise in den Felsen gehauenen Weges von bald mehr bald weniger be- 
schatteten Kalkfelsen eingefasst, worauf sich eine von der Vegetation 
der Kalkalpen vielfach verschiedene Flechtengruppe im Laufe der Zeit 
ausgebreitet hat^ ich bemerkte am 21. Sept. 1870 dort die folgenden 
Erd- und Steinflechten: 

1. Cladonia pyxidata pocillam Ach. 
t. Clad. cariosa Fl., vulg. Körb. 

3. Clad. ßircata Schreb. siibulata Körb. par. 13. Alle drei nicht 
häufig und substeriles. 

4. Peltigera canina (L.) steril. 

5. Solorina saccata. Ziemlich sparsam, doch c. ap. 

6. Falgensia vulgaris Mass., Psoroma fulgens (Sw.) Körb. par. o5. 
Selten und substerilis, tota planta K -\-, 

7. Psoroma crassum (Ach.) Mass., Körb. par. H6. Nicht häufig 
und nur steril. 

8. Psora decipiens (Ehr.) Körb. par. 119. Ziemlich selten. 

9. Thalloidima vesiculare (Hoff.) Mass. Hie und da. Apoth. pruiiiosa 
epith. obscure viride, K violasc, hyp. luteofuscesc, K — . 

10. Bilimbia sabuletorum (Fl.), Stizbg. Lee. sabul. p. 28, Arn. 
295. Selten über Moosen. Apoth. fusca, intus K — , sporae 5-septatae, 
SOmni. lg., 7_8nira. jat., hyp. rufesc. 

H. Bacidia atrosanguinea (Schaer.) Flora 1871 p. 52, Hepp 286. 
Sparsam über Moosen. Apoth. nigrescentia, epith. viride, K — , hyp. rufum, 
K leviter violasc, sporae aciculares, rectae, 42"""" lg., 2 — 3'"™* lat. 

12. Weitenwebera muscoram (Fr.) Körb. par. 328, Flora 1871 p. 
20, Garov. Thelopsis p. 6. Selten, doch gut ausgebildet über veralteter 
Barbida tortuosa. Thallus incauus, apoth. conicoemersa, atra, perithec. 
infra pallidum K — , paraph. capillares, hym jodo fulvesc, sporae maximae, 
obiongae, multiloculares, iucolores vel aetate lutescentes, 80—90"'"'' lg., 
22'"'"- lat., 4 in asco. 

13. Leptoghim laceram palvinatum (Ach.) Körb. par. 422. Sparsam 
und steril. 

Beträchtlicher ist die Zahl der Steinflechten. 

I. Parmelia obscura cyclos. saxic. c. apoth. Hie und da. 

2. Placodium circinatum (Pers.) Körb. par. 53. Nicht selten. 

3. Placynthium nigrum (Ach.) Mass., Lecothec. corall. Körb. par. 
403. Steril nicht häufig. 



310 



F. Arnold: 



4. Wilmsia radiosa (Anzi) Körb. par. 406, Arn. 159. Steril nicht 
gar selten; einmal c. ap. bemerkt. Apoth. parva, atra, iutus K— , epith. 
glaucoviride, hym. iucolor, jodo caerul., hyp. liitescens, paraph. laxae, 
articulatae, sporae incolores, dyblastae, plus minus obtusae, 12 — 16"""' lg., 
5"^™* lat., 8 in ascis oblong! s. 

5. Physcia Heppiana (Müll.) Flora 1868 p. 520, Hepp 197, Arn. 
380, ßabh. 198. C. ap. Ziemlich häufig. 

6. Physcia murorum (Ach.) f. pulvinata Mass. Sched. 66, exs. 97. 
Ziemlich selten. 

7. Physc. granulosa (Müll.) Flora 1867 p. 562. Steril hie und da. 

8. Physc. cirrhochroa (Ach.). Nur steril bemerkt. 

9. Callöpisma aurantiacum (L.) var. Velanum Mass. Körb. par. 
66, Mass. 242, Erb. er. it. II. 66. Nicht häufig. 

10. Oallop. ochraceum (Schaer.), Xanthoc. ochr. Mass. Ziemlich 

häutig. 

11. Pyrenod. chalybaea (Du f.) Mass., Körb. Nicht selten. 

12. Pyrenod. variabilis (Pers.) Mass., Körb. Nur dürftig ent- 
wickelt. Sporae 15— 18'""'- lg., 9—10"'"^' lat. 

13. Pyrenod. Agardhiana (Ach.) Mass., Körb. par. 67, Auzi 37, 
Hepp 407. Nicht selten. Epithec. K violasc, sporae polaridyblastae, 
14 — 16'""'' lg., 8'^'"* lat., 8 in asco, gonidia hyp. incol. subjac. 

14. Rinodina Dubyanoides (Hepp.) m., nicht selten. Thallus sat 
tenuis, sordide albescens, leyissime rimulosus, K — , C — , apoth. juuiora 
lecanoriua, intus K — , epith. fuscesc, hym. joüo caerulesc, paraph. arti- 
culatae, gonidia hyp. incoL subjac, sporae t'uscidulae, tenues, hic iude 
raedio levissirae constrictae, 15 — IS"^"^- lg., 5'"'"* lat., 8 in asco, spenuogo- 
nia numerosa, obscure fusca, spermatia recta, 5 — 6™™* lg., l'"'"" lat. 

15. Rinod. criistulata (Mass.) m. Flora 1872 p. 40. Häufig und gut 
ausgebildet; in allen Theileu den Exemplaren von Roveredo gleich, sper- 
matia 6""™' lg., l*""^* lat. Die Flechte wächst zwar oft unmittelbar neben 
der vorigen Art, mit welcher sie in den Sporen und Spermatien auffallend 
übereinstimmt, allein sie unterscheidet sich durch den dicken, rissiggefel- 
derten Thallus und die grösseren Apothecien, welche an diejenigen der 
R. luridescens Anzi Etrur. 20 erinnern, während die Apoth. der Rinod. 
Dubyanoides äusserlich der R. Bischoffii gleichen. 

16. Rinod. lecanorina Mass., Flora 1872 p. 39, Körb. par. 74. Nicht 
häufig. Thallus K— , meduUa jodo fulvesc, ep. K— , sporae fuscae, 22"^'"- 
lg., 12"^'"* lat., sporoblastia rotunda. 

17. Lecania Turicensis (Hepp 8), Biatorina Körb. par. 140. Sehr 
selten. Thallus tenuissinius, albidus, apoth. fusca, albopruinosa, paullo 
convexa, intus K — , epith. lutescens, hym. jodo caerul., paraph. articu- 
latae, gonidia hyp. incolori subjac, sporae hyaliuae, obtusae, dyblastae, hic 
inde cum 2 guttulis oleosis, rectae, 12— 15'"">- lg., 5— et*^"^- lat., 8 in asco. 



Liclieuologiscilc Atisnilgc in Tirol. 



311 



18. Aspic. calcarea f. contorta (Fl.) zieuilicli selten. 

(. farinosa Mass. exs. 267, Körb. par. 9!). Zieinlicli häufig. 
MeduUa jodo fulvesc. 

19. Petractis exanthemaiica (Sm.) Körb. [)ar. 107. Garov. Mauzonia, 
[). 4. Hie und da. 

20. Uymenelia hiascens spermojonifera Hepp CD1, Aru. .'{0. Zioiu- 
lioli selten. 

21. Psora lurida (Svv.) Körb. par. 118. Niclii liäufig. Apotli. intus 
K— , npitli. fuscesc, byp. lutesc., parapli. couglut., sporae ovales, 12""" 
lg., 6»>'"- lat. 

22. Thalloidima mamillare (Gouau.) Mass., Körb. par. 121. Nicht 
häufig au den Kalkwänden ober der Strasse beim Eingange ins Ledrothai. 

23. Biatora rupesCris calva (Dks.) Körb. par. 153 und f. rufescens. 
Hie uud da. 

24. Biat. incrustans (DC.) Mass. Nicht gar häufig. 

25. Biat. chondrodes Mass. symni. 39, Körb. par. 162, Arn. 190. 
Ziemlich selten, gerne in den Felsritzen versteckt. Thallus albus, suble- 
prosus, apoth. intus K — , hym. jodo caerul., hyp. incolor, sporae 15"*"'' 
lg., 6—8™"'- lat., 8 in asco. 

26. Biatorina lenticularis (Fr.) Mass., Körb. par. 144. Eine habi- 
tuell etwas abweichende Form nicht selten. Thallus eflfusus, sordide fu- 
sciculus, leprosogranulosus, tenuitor rimulosus, K — , C — , apothec. fusca, 
leviter convexa, intus K — , epith, sordide fuscescens, granulosum, hyp. 
incolor, hym. jodo caerulesc, paraph. laxae, apice fuscescente clavatne, 
sporae incolores, dyblastae, saepe siraplices cum 2 guttulis oleosis, 9"""' 
lg., 2 — 3'"™* lat., 8 in ascis supra truncatis-, spermogonia non rara, puncti- 
tormia, spermatia ovoidea, 2 — 3'^™* lg., iVj'"'"" lat. 

27. Lecidella goniophila (Fl.) Körb. Nicht häufig und ziemlich 
dürftig ausgebildet. 

28. Catillaria acrustacea (Hepp) Flora 1869 p. 252. Selten und nur 
in kleinen Exemplaren. Thallus sat teuuis, albus, epith. obscure viride, 
K — , hym. incolor, jodo post colorem caerul. vinose rubens, paraph. arti - 
culatae, apice obscure virides, hyp. crassum, rufofuscum K leviter purpu- 
reoviolasc, sporae hyalinae, dyblastae, saepe simplices, 12"^'" lg., 4 — S"^"'* 
lat., 8 in asco. 

29. Diplotomma epipolium (Ach.). Ziemlich selten. Medulla jodo 
fulvesc, apoth. pruinosa. 

30. Leciograplia parasitica Mass. symm. 66, Körb. par. 463. Para- 
sitisch auf dem Thallus der Aspic. calc. farinosa nicht selten. Apoth. atra, 
dispersa, opegraphoidea, intus K — , ep. fuscum, hym. jodo vinose rubens, 
paraph. arcte couglut., hyp. lutesc, sporae 3 septatae, lateribus levissime 
constrictae, juniores incolores, aetate fuscidulae vel fuscae, 18—22 raro 
usque ad 30'^'^- lg., 5— 7'"'^' lat., 8 in ascis obloagis. 



312 



F. Arnold: 



34. Endocarpon miniatum (L) vulg. Körb. par. 42. Nicht häufig. 

32. Verrucaria calciseda (DC). Ziemlich zahlreich. 

33. Verruc. myriocarpa Hepp 430, Körb. par. 375. Dieselbe Form, 
wie belRoveredo; ausserdem kommt auch eine f. geographica vor: thallus 
sordide ciuerascens, protothallo obscuriore minute decussato limitatus, 
sporae 22 — 24"^"^' lg., 8— O""'"* lat., apothecia pauUo minora, quam apud 
typum. 

34. Verruc, cyanea Mass. mem. 144, Anzi Veuet. 148, Körb. par. 
381, f. limitata Kplhbr., Körb. par. 374. Nicht häufig. Sporae simplices, 
j5_47tnm. jg.^^ 7_^ram. i^t., perithec. dimidiat., K— . Mit Recht hat Körb. 
1. c. auf die Aehulichkeit zwischen V. cyanea und limitata hingewiesen; 
wenn man Veuet. 148 mit Körb. exs. 83. vergleicht, so wird man ge- 
neigt, jeden Unterschied zwischen beiden fallen zu lassen. 

35. Verruc, Dufourei DC, Körb. par. 373. Hie und da, habituell 
wie bei Roveredo. Sporae 22 — 24"'"^- Ig., 9-10™"i' lat., perith. dimid., 
crassum, K — . 

36. Verruc. Hof mannt Hepp, Körb. par. 362, f. purpurascens m. 
Substerilis und nicht häufig. 

37. Lithoicea nigrescens. Nicht selten. Medulla jodo fulvescit. Auf- 
fallend war mir bei einigen Exemplaren die Färbung: medulla jodo cae- 
rulescit, zu erblicken. Da ich bei allen mir bekannten Lithoiceis und den 
verschiedenen Formen der nigrescens bisher nie eine Bläuung der Mark- 
sehicht bemerkte und da auch die Exemplare vom Pönale bald die eine, 
bald die andere Färbung hatten, so kann ich mich nicht zur Aufstellung 
einer besonderen Art entschliessen, sondern möchte die L. nigrescens nur 
der weiteren Beobachtung empfehlen. 

38. Lithoic. glaucina (Ach.) hie und da. 

39. Lithoic, murorum Mass. ric. 157, Arn. 101, Hepp. 943. V. ma- 
crost, detersa Kplh., Körb. par. 367. Ziemlich selten und nicht kräftig 
ausgebildet. Thallus areolatorimulosus, fuscus, apoth. prominentia, perithec. 
dimidiat., sporae amplae, 30— 34'""^- lg., IS-lS^m- lat. 

40. Amphorid, dolomiticum Mass. Eine Form dieser Art gemein- 
schaftlich mit der vorigen. Thallus sordide albescens, apothecia thalli 
verrucis inclusa, solo apice prominentia, perith. integrum, sporae amplae, 
30-34°^°^- lg., 15— 18«i«^- lat. 

41. Thelidium decipiens (Hepp) f. scrobiculare Garov. Nicht häufig, 
raeist in Gesellschaft der Verruc, calcis. Thallus pallide lutescentealbidus, 
eflFusus vel orbicularis, tenuiter nigromarginatus, apoth. immersa, perith. 
integrum, K— , sporae dyblastae, 28—35™"^' lg., 12— 16'»"^- lat., 8 in asco. 

42. Thelidium quinqueseptatum Hepp 99. Eine hieher zu ziehende 
Form, selten, Thallus pallide incanus, apoth. thalli verrucis immersa, apice 
deplanato prominentia, perith. integrum, sporae 3 septatae, 45 — 48"^'"* lg., 
15— lemm. lat. 



f i( |i('niiliij'i''<'hi' Aiisilili'i' III 1 \r<.\ 



313 



Microthelia um rinornt<i (llepp) Kiirl). Nie und du. 

44. Arthopyrenia fichothecioides ni. Nicht besonders .selten, l'hallus 
teuuis, pallide incanu.s, liic iiide (prototliallo albo ?) decussatus, apotlu 
niinutissium, inunersa, liyni. jodo non raro caerulescens , paraph. indi- 
stinctae, sporae dybiastae, uiio apice saepe magis rotuiidatoobtusae, quam 
altero, incolores, aetate non raro fuscidulae, Miepe cum t — "i guttuli^ 
oleosis, 18- 24"""- lg-., 9-11"""' lat., 8 iu ascis la(i>. 

4f). Arthopyrenia f^n.ricola Mass. exs. Körb, par. 386. Nicht häufig. 
Thallus orbicularis vel etf'asus, subfarinosus, levissime rufescens, sporae 
i — 3 septatae, subdacty loideae, incolores, non raro cum 4 guttulis oleosi-i, 
'^2—^4"""- 1^-., lat., 8 in ascis latioribus, paraph desunt. 

4G. Polyblastia caesia m. Nicht selten, habituell vollständig mit der 
fränkischen Flechte, besonders mit Rabh. exs. 647 übereinstimmend. 
Perith. integr., gonidia hymeaialia uumerosa, luteoviridia, subrotunda, 4™""' 
lat., .sporae pluriloculares, incolores, aelate luteolae vel levissime rube- 
scentes, 36"'"'- lg., 18'""'- lat., 8 in asco. 

47. Collema pUcatile (Ach.) Körb. par. 415, Arn. 61. Eine wahr- 
scheinlich zu dieser Art o;ehörige sterile Form ziemlich selten. Thallus 
fuscus, margine hic inde laceratus. 

48. Collema multifidum (Scop.) Körb. par. 417. Nicht hJiufig. 

49. Collema molybdinum Körb. par. 416, Flora 1867 p. 131. Eine 
habituell an Hepp 5115 sich annähernde, zur Zeit nicht genauer zu be- 
stimmende Flechte, die als Felsenform des C. pulpomm. betrachtet werden 
könnte; sehr sparsam. Thallus margine lobatus, apoth. rufofusca, epith. 
fuscesceus, sporae 3 septatae, It — <>i^xüm. 9 — /jQmm. hym. jodo 
caerul. 

50. Lepfogimn plncodiellum. Njl., diffractnm Kplh., Körb, par 424. 
Selten und steril, jedoch habituell zur fränkischen Pflanze passend. 

51. Thyrea pulvinata (Schaer.) Mass., Körb. par. 430. In kleinen 
sterilen Exemplaren an einem Kalkfelsen bei der oben erwähnten Mühle 
zwischen Riva und dem Pönale. 

52. Thelochroa Montinii Mass. 355, Körb. par. 327. Nicht gar 
selten gemeinschaftlich mit Verruc. calcis.^ raeist in kleineu, abgegrenzten 
Exemplaren. 

53. Psorothichia Schaereri (Mass.), Pann. Sch. Mass., Körb. par. 
436, Zw. 254, Hepp 496, Nyl. Flora 1866 p. 374. Ziemlich selten, doch 
gut ausgebildet, in Gesellschaft der bei Hepp 22 erwähnten aschblauen 
Gloeocapsa. Epith. lutescens, sporae simplices, 12 — lg., 6— 7"^°'* lat., 
8 in ascis latis, paraph. conglut. 

Bd, Tin. Abhandl. 40 



314 



F. Arnold: Liclienologisclie Ausflüge in Tirol. 



54. Pfioroih. maroruni Mass., Körb. par. 436 ?? nicht häufig. Thallus 
diffracto verruculosus, siccus uig'rescens, apoth. fusca, epith. fuscesceus, 
paraph. coiiglut., sporae 12 — 14"^'^^* lg., 6 — 8™"^* lat., ovales, 8 lu asco. Die 
Gattungen Thefochroa, P.-^orothichra^ Porocyphus bedürfen einer radicalen 
Umarbt itunp;, welche aber hauptsächlich dadurch erschwert ist, dass ver- 
schiedene Algen dem Thallus beigesellt sind, während die denselben 
sehr ähnlichen Thallusgonidien das Hauptunterscheidiiugsnierkmal der 
einzelnen Arten bilden. 



üeber die von 



Frau Amalie Dietrich 

in Australien gesauimelten Vögel, 

Von 

Dr. O. Flnsoh in Bremen, 

corr. Mitglied der k. k. zoolog.-botan. Gesellschaft. 

(Vorgelegt in der Sitzung vom 1. Mai 187^.) 



Unter den vom Museum GodeHroj in Hamburg- zur BestimmuDg' 
eingesandten Vögelsammluugen erhielt ich auch dicjenigeu, welclie von 
der erfahrenen, rülimlichst bekannten Sammlerin Frau Amalie Dietrich 
in Australien zusammengebracht wurden, die in höchst auerkenueuswerther 
Weise auch für die Ornithologie erfolgreich wirkte. Das Sammelgebiet der 
Frau Dietrich nmfasst mehrere Punkte der Colonie Queensland an der 
Nordüstkiiste und erstreckt sich von Port Mackay (unterm 19^ n. ßr.) bis 
Rockhampton (c. "it^/^^ n. Br.) Die erste von der letzteren Localität her- 
stammende Sendung erhielt ich bereits im Jahre 1867. Es folgten dann 
1868 zwei Sendungen von Port Mackaj, 1870 eine vom Lake Elphinstoue, 
einem ungefähr unter gleicher Breite mit Port Mackay gelegenen Binnen- 
see und im verflossenen Jahre eine solche von Port Denison (Bovven). 

Diese Sendungen enthielten zusammen 164 Arten, repräsentiren 
aber nicht das ganze von Frau Dietrich gesammelte ornithologische 
Material. Um meine Zusammenstellung des letzteren so viel als möglich 
zu vervollständigen, füge ich 26 Arten *) ein, die im Kataloge IV des 
Museum Godcffroy (1869) verzeiclinet sind und nicht von mir untersucht 
werden konnten. Die Gesammtzahl der von Frau Dietrich in Queensland 
gesammelten Vögel beläuft sich somit auf 190, also nahezu ein Drittel 
der gefiederten Bewohner Neuhollauds. 



*3 Diese Arten sind durch Einklammerung der Nummern im Verzeichnisse 
raarkirt. 



316 



Dr. 0. Finscii: 



Das uachfolgeude Verzeichuiss enthält ausserdem 15 Arten von 
Adelaide in Süd-Australien, die mir 1871, ohne Angabe des Sammlers, 
vom Museum Godelfroy zugingen. 

Da die Mehrzahl der eingesandten Vögel wohlbekannten Arten 
angehört, so habe ich nur bei einzelneu Bemerkungen anzufügen. 

Accipitres, 

Falconidae. 
1. Haliaetuß leucogaster (Lath.) 

PoUoaetus leucogaster G. Handb. B. Austr. (1865) I. p. 13. 
Port Mackay. 

2. Haliastur leucosternuß G. — 1. c. p. 20. 
Port Mackay. 

3- Haliastur sphenuru» (Vieill.) 1. c. p. 20. 

Nestjnnges. Kopf zimratroströthlich , die Federn am Ende theil- 
weise mit Flaumbüscheln; Unterseite zimmtroströthlich, die Federn mit 
dunkelbraunen Seiteurändern; Oberseite dunkelbraun, die Federn mit 
tropfenförmigen rostgelblichen Spitzenflocken, diese am grössten auf den 
oberen Flügeldecken; Schwingen (noch sehr wenig entwickelt) schwarz- 
braun mit rostgelben Spitzen ; Schwanzfedern (sehr kurz) fahlbraun. 
Schnabel hornbraunschwarz, Beine gelbfahl, Nägel schwarz. 

Fl. MuDdspl. L. M. Z. Nag. 

11'' 17'" 2' 3" 18'" 1"' 
Lake Elphinstone — Rockhampton. 

i. Pändion leuoocephalus G. — 1. c p. t% 

Port Mackay. 

(5 ) Falco melanogenys G. — 1. c. p. 26. 
Cat. Mus. God. IV. p. 131. 

F. communis Scbleg. 
Port Mackay. 

6. Hieracidea berigora Vig. — G. l. c. p 31. 

Port Mackay. Lake Elphinstone. 

7 Tinnunculus cenchroides (Vig.) — G. l. c p. 35. 

Lake Elphin^toue. 



Iii AUälr..licu fe\'s.i!nru> ll*' .^t, ! 



317 



8. Aitur Novae Hollandiae Vij?. — G. 1. c. p. 3«. 

Rockhauipton. 

Ein alter durchaus weissgefärbter Vogel und ein juuger mit schiet'er- 
grauer Oberseite, die dem des Kopfes und Halses weiss mit schiefer- 
grauen Endsäumeu; Kopfseiten wie die Unterseite weiss; Schwanzfedern 
bräunlichgrau mit 11 — I '2 dunklen Querstreifen und au der Innenfahne 
weiss gerandet; Schwingen an der Basishälfte der Innenfahne breit weiss 
gerandet, mit 5 — 6 dunklen Querstreifen. 



Fl. 


Schw. 


F. 


L. 


M. Z 






11"' 






11 


8 


10 


3 


22 



A. (Leucospiza} Rayi (Vig. (fc Horsf. I. c. 37) mit weisser, duukel- 
quergebäuderter Unterseite dürfte sich nach meiner Ansicht als eine Fär- 
bungsbtufe von A. Novae Hollandiae erweisen. 

9. Astur radiatus (Lath.) — G. 1. c. p. 40. 

Lake Elphinstone. 

Ein Exemplar: Fast einfarbig tiefbraun, die Federn der Unterseite 
und die Flügeldecken mit sehr undeutlichen rostbraunröthlicheu Seiteu- 
säumeu', Schwanz graubraun mit 7 schwarzbraunen Querbinden, von denen 
die letzte das Ende bildet; Schwingen dunkelbraun, gegen die Spitze zu 
dunkler, am Basisdrittel der Innenfahne in's Weisse, mit 5 breiten dunk- 
len Querbinden, von denen 3 auch auf der Ausseafahne sichtbar; Schwingen 
2. Ordnung mit 3 dunklen Querbiuden an der Innen- und 2 an der Aussen- 
fahue; Schwingen unterseits? graubraun mit 6 duuklen Binden und dunk- 
ler Spitze. 

Ein Exemplar : Kopf und Hals tiefbraun, Federn der übrigen Theile 
ebenso, aber deutlich und scharf rostrothbraun umrandet, schwächer auf 
Mantel und Schultern, stark auf den Flügeldecken und der Unterseite; 
Bauch, Schenkel und untere Schwanzdecken erscheinen daher fast ein- 
farbig rostrothbraun; Schwanz braungrau mit 7 duuklen Querbinden; 
Schwiugenbinden weniger scharf als beim vorigen, gegen die Basis zu 
mehr verfliessend und marmorirt. 

4. Schw. längste, 5. und 3. weniger kürzer; 2. ansehnlich kürzer, 
noch kürzer als 6.; 1. verkürzt, kürzer als 7.; 3.-6. aussen verengt, 
1. — 5. innen; Flügeisp. laug, bis zur Schwanzhälfte reichend. 

Fl. Flügeisp. M. Schw. F. Mundspl. L. Lauf vorn M. Z. 
14" 3"' 5" 8'' 6'^ Qi/j'" I3V2'" 3" V" %" \'" t" 3" 

15 6 5'^ 3"' 93 13 18 34 22 29 

Nag. H. Z. Nag. ders. 
9%''^ 13%" 13%'" 
10 16 17 (dunkle). 

Eine höchst interessante zwischen A tur und Cii-'W.s stehende Form 



318 



Dr Finsch 



10. Nisus cirrhocephalus (Vieill.) 

jV. torquatus G. 1. c. p. 45. 
Rockhaiuptou. — Adelaide. 

Fl. Schw. F. L. M. Z. Nag. 

7" 1"' ^" 6"' V' 14"' 4%'" Adelaide. 

(H.) Bäza subcristata G, — i. c. p. 56. 

Lepidogenys subcristatus. Cat. Mus. God. IV. p. 131. 
Port Mackay. 

it. Milvus affinis G. ~ l. c. p. 49. 

M. isuras^ Cat. Mus. God. IV. p. 2. 

Lake Elphiuston. -— Port Mackay. — Port Denisoii. 

Die Untersuchung mehrerer Exemplare zeigte mir, dass dieser Milan 
sich so ausserordentlich unserem 31. migrans Bodd. (^ater Gml.) nähert, 
dass wohl kaum eine constante specifische Absonderung durchführbar sein 
wird. Die dunklen Schattstriche der Unterseite sind etwas breiter und 
Lauf und Zehen kurzer. 

Fl. M. Schw. Aeuss. Schw. F. Mundspl. L. vorn M. Z. 
14" 9'" * 1" 8" 10"' \V" W" W" 17 ad. Lake Elphist. 

lö 6 7 10'" -S 11 10% 10 11% 17 jun. „ „ 

16 6 9 II 11 - 11 15 9 ad. P. Mackay. 

17 8 10 OVz it 17 13 18 (i* ad. migrans. 

13. Circus assimilis Jard. & Selb. - G. 1. c. p. 58. 

Jjake F^lpliiustone. 



Strigidae. 
14. Athene strenua G. 

Hieracoglauji} strmtius G. 1. c. p. 68. 
Rockhampton. 

15. Athene connivens (Lath.) 

Miet'acoijlanx connivens^ G. 1. c. p. 71. 
Port Mackay. 

16. Athene boobook (i^ath.) 

Spiloglaux boobook., G. i. c. p. 74. 
Lake El phinstone. 



Iii A'i^tiMtit'ii i;<'4;iiiiiiir||. V^tS' I 



31 



Psittaci. 

n. Calyptorhynchus Banksii (l-ath.j (} i. c ii. p. \a. 

C. marrorhuncliKs, Cat. Mus. Ood IV. [». 132. 
IjHke Elphinstone. 

1«. Euphema elegans G. - 1. c. p. 73. 

Adelaide. 

(19.) Platycercus Pennanti (Lath.j — G. 1. c. p. 44. 
Cat. Mus, God. IV. p. p. 5. 
Port Mackay. 

20. Platycercus adelaidensis G. — 1. c. p. 46. 

Adelaide. 

21. Platycercus Barnardi vig-. & Horsf., — G. i. c p. 40. 

Adelaide. 

22. Platycercus zonarius (Shaw.) — G. l. c. p. 43. 
Port Mackay. 

23. Platycercus häematonotus G. 

Psephotus häematonotus G. 1. c. p. 69. 
Adelaide. 

24. Platycercus multicolor (Temm.) 

Psephotus multicolor G. 1. c. p. 68. 
Port Mackay. 

(25.) Platycercus erythropterus (Gml.)— Cat. Mus. God. IV. p. 5 

Ptistes erythropterus G 1. c. p. 37. 
Rockhampton, 

(26.) Trichoglossus Novae HoUandiae (G ml.) - Cat. Mus. God. IV. p 

TV. multicolor G. 1. c. p. 93. 
Rockhampton, 

(27.) Trichoglossus chlorolepidotus (Kühl.) - G. 1. c. p, 96. 
Cat. Mus. God. IV. p. 5. 
Rockhampton. 



320 



ür Finsrh 



28. Trichoglossus pusillus (Shaw.) 

Glossopsitta pusilla G. ]. c. p. 103. 
Rockhampton. » 

•29. Trichoglossus porphyrocephalus (Dietrich). 

Glossopsitta porphyrocephal a G. 1. c p. 102. 
Adelaide. 

30. Trichoglossus discolor (Shaw.). 

Lathamus discolor O, 1. c. p. 90. 
Port Deuison. 

Picariae. 

Coraciidae. 

31. Eurystoraus pacificus (Lath.) — G. i. c. p. 119. 

Rockhampton. 

iVeropidae. 

Hl Merops ornatus Lath. - G. l. c. p. 117. 
Port Mackaj. 

Aleediuidae. 

(33.) Dacelo gigas (Bodd.) - G. 1. c. p. i^-^, 
Cat. Mus. God. IV. p. 4. 
Rockhampton. 

34. Dacelo Leachii Vig & Horsf. — G. J. c. p. 124 
Port Mackay. 

Fl. Schw. F. Breite an Bas. 
7" 6'^' 5'' %" 5^'' 13'" 

35. Halcyon sanctus Vig. & Horsf. 
Todiramphus sanctus G. 1. c. p. 128. 
Port Mackay. 

36. Halcyon Macleayi Jard. & Selb. 

Cyanalcyon Macleayi G. 1. c. p, 133. 
Port Mackay. 



lu Australieu fjesauune II'- Vögel. 



321 



n. Alcyone azurea (Lath.) — G. 1 c. p. 139 
Port Mackay. 

Cacalidae. 

38. Scythrops Novae Hollandifte l.ath. — G. I c p. 628. 

Rockliampton. 

(39.) Chrysococcyx plagosus (Lath.) 

Lamprococcyx plagosus G. 1, c. p. 6*23. 
Chrysococcyx lucidus^ Cat. Mus. God. IV. p. 5. 
Rockliampton. — Port Mackay. 

40. ? Cuculus dumetorum G. 

Cacomantis dumetorum G. 1. c. p. 620. 
Port Denisou. 

41. Cuculus osculans (G.) 

Mesocalius osculans G. 1. c. p, 621. 
Adelaide. 

Fl. Schw. F. L. Aeuss, V. Z. 

4" 3" V" 8V/" 

(42.) Endynamis Flindersii (Lath.) — G. l. c. p. 632. 

Cat. Mus. God, IV. p. 132. 
Port Mackay. 

(43.) Centropus phasianus (Latb.) ~ G. K c. p. 634. 

Cat. Mus. God. IV. p. 5. 
Port Mackay. 

Caprlniulgidae. 

44, Aegotheles Novae HoUandiae Vig. & Horsf. — G. i. c p. 79. 

Rockhampton, 

45. Podargus strigoides Lath. — G. 1. c p. 84. 

Lake Elphinstoue. 

Fl. Schw. Mundspl, Breite an Bas, L. M. Z. 
9" 6'" 7" V V ö'" 19^'^ 44"' 16'" 

Bd. IUI, Abhandl. 4^ 



322 



Dr. O. Flnach: 



46. Podargus phalaenoides G. — i. c. p. 90. 

Lake Elphinstone, — Port Denison. 

Ein graubraunes und ein rostzimmtrothes Exemplar. 

Fl. Schw, Mundspl. Breite an Bas. L. M. Z. 
8" 6'" 6'' 6'" 2'' 1'" 18'" IT" 14'" 

8 5 6 6 21 1 18 12 14 

Sehr ähnlich scheint P. Vincendonii Hombr. (fc Jacq. (roy. Pdle 
sud. p. 92. pl. 21. f. 1), angeblich von Borueo. 

47. EurOStopodUS gUttatUS (Vig. <& Horsf.) — G. l. c. p. 98. 
Lake Elphinstone. 

Fl. Schw. Mundspl. L. M. Z. Nag. 
8'' 4'" 6" 3"' 15"' 10'" 8V2'" 3'" 
Durch den Mangel langer steifer Bartborsten generisch genügend 
von Caprimulgus unterschieden. 

48. Caprimulgus macrourus Hers f. — G. 1. c. p. 100. 
Port Mackay, 

Grösser und bedeutend dunkler als ein Exemplar von Java, aber 

ganz mit einem solchen von Malacca übereinstimmend; letzteres fast 
ebenso dunkel. 

Fl. M. Schw. F. Mundspl. L. 

7" 5'' 6'" SVj'" 15"' 8"' P. Mackay. 

7" 1'" 5 1 =-15 8 Malacca. 

6 6 5 1 4V2 14 — Java. 

Passeres. 

Meiiphagidae. 

49. Glyciphila fulvifrons (Lew in) G. — 1. c p. 495. 

Adelaide. 

50. Glyciphila albifrons G. ™ 1. c. p. 497. 

Adelaide. 

51. Glyciphila fasciata G. — 1. c p. 499. 
Port Denison. 

52. Lichmera ocularis (G^O 

Stigmatops ocularis G. 1. c. p. 500. 
Port Mackay. 



In Australien gesammelle Vögel. 323 

53. Ptilotis Lewinii Sws., — G. 1. c. p. 303. 
Rockbampton. 

54. Ptilotis fasciogularis G. — i. c. p. 507. 
Port Mackay. 

55. Ptilotis flava G. — ]. c. p. 518. 
Port Mackay. 

56. Ptilotis fUBCa G. — l. c. p. 520. 
Rockbampton. — Lake Elpbinstone. 

57. Plectrorhyncha lanceolata G. — l. c p. 525. 

Rockbampton, — Lake Elpbinstone. 

58. Tropidorhynchus corniculatus (Latb.) G. — l. c. p. 545. 
Port Mackay. 

Ganz übereinstimmend mit Exemplaren von Cap York. 

59. Tropidorhynchus buceroides Sws., — G. l. e. p. 547. 
Port Mackay. 

leb sebe keinen Unterscbied mit Exemplaren von Timor (s. n. 
timoriensis im Bremer Museum). 



Fl. 


Scbw. 


F. 


Mundspl. 


L. 


M. Z. 




5" 5'" 


4" 7'" 


19''' 


16'" 


15'" 


10'" 


ad. 


5 2 


4 5 


16 


16 


14 




jun. 


5 7 


4 40 


20 


18 


16 




Timor. 



60. Tropidorhynchus citreogularis G. — 1. c p. 549. 
Rockbampton. 

Tr. sordidus G. (1. c. p. 550) scbeint wobl kaum als Art verschieden. 

61. Entomyza cyanotis Sws., — G. i.e. p. 560. 
Port Mackay. 

62. Melithreptus lunulatus (Shaw) — G. l. c p. 568. 

Rockbampton. 

63. Myzomela sanguinolenta (Latb.) — G. 1. c p. 555. 

Port Mackay. — Adelaide. 

Erstes Nestkleid. Oberkopf, Kopfseiten und ganze Oberseite rötb- 
licbbraun. Schwingen und Schwanzfedern braun niifc olivengelbgrünen 

41 * 



324 



Dr. 0. Finsch: 



Aussensäumen; Unterseite fahlweiss; am Kinnwiiikel einzelne röthlich- 
gespitzte Federchen. 

FL Schw. F. L. 

■ V iV" 13'" iV^'" 6'" 

64. Myzomelöb nigra G. — i c. 558. 

Lake Elphinstone. 

65. Myzomela obscura — i. c. p. 559. 
Port Mackay. 

66. Zosterops westernensis Quoy <fc Gaim. 

Hartl. Journ. f. Orn. 1866, p. 20. 
Port Mackay. 

Nicht bei Gould aufgeführt. 

Nectariniidae. 

67. Nectärinia frenata S. Müll. 
N. australis G. 1. c. p. 584. 
Port Denison. 

Ein altes Männchen, ganz mit solchen von Neu-Guinea überein- 
stimmend; der olivengelbe Längsstrich vom oberen Augenrande an erscheint 
undeutlicher. 

Fl. Schw. F. L. 
%" 2'" 16'" 8'" 6'" 

68. Dicaeum hirundinaceum (Shaw.) ^ G. i. c p. 581. 

Port Mackay. Rockhampton. 

Jung. Oberseite dunkelbraun. Schwingen und Schwanzfed. schwarz* 
mit etwas Glanz, an den Aussenfahnen schmal heller gesäumt. Kinn und Kehle 
bräunlich, übrige Unterseite weisslich, untere Schwanzdecken ganz blass- 
röthlich angehaucht. Schnabel horngelb. 

Fl. Schw, F. L. 
%" %"' 10'" 3%'" 5V2'" 

Ampelidae. 

69. Pardalotus punctatus Temm. — G. i. c p. 157. 

Adelaide. 

70. Pardalotus rubricatus G. ~ l. c. p. 158. 

Lake Elphinstone. 



In Australieu gefammelte Vögel. j^25 

71. Pardalotus striatus Temm , — G. 1. c p. 161. 

Adelaide. 

Ii. Pardalotuß melanocephalus G. ~ i. c p. 165. 

Rockanipton. 

Hirandinidae. 

73. Hirundo frontalis Quoy. & Gaim. — G. l. c. p. 107. 
Rockhaniptoü, 

74. Hirundo nigricans Vieill. 
Hylochelidon nigHcans G. 1. c. p. 111. 
Port Mackay. 

75. Hirundo ariel (G.) 

Lagenoplastes ariel G. 1. c. p. 113. 
Rockharapton. 

Bei dieser Art erscheint höchstens eine subgenerische Absonderung- 
gerechtfertigt; sie unterscheidet sich yon den echten Schwalben nur durch 
den seicht ausgeschnittenen Schwanz. 

76. Atticora leucosternon G. 

Cheramoeca leucosterna G. 1. c. p. 115. 
Adelaide. 

Oriolidae. 

77. Mimeta viridis (Lath ) - G, l. c. p. 462, 

Port Denison. 

78. Sphecotheres maxillaris Lath. — G. l. c. p. 467. 

Rockhampton. 

Laniidae« 

79. CoUuricinola harmonica (Lath.) — G. 1. c. p. 220. 

Rockhampton. — Lake Elphinstone. 

80. Colluricincla rufigaster G. — 1. c. p. m. 
Port Mackay. 

81. Oreoica cristata (Lewin) G. 1. c p. 23 1. 

Lake Elphinstone. 



326 0- Finsch: 

82. Pachycephala gutturalis (Lath.) — g. 1. c. p. 207. 
Port Mackay. 

83. Pachycephala rufiventris (Lath.) — G. 1. c. p. 212. 
Port Mackay. — Lake Elphinstone. 

84. Eopsaltria australis (Lath.) — G. 1. c. p. 293. 
Lake Elphinstone. 

85. Microeca fascinans (Lath.) — G. 1. c. p. 258. 
Rockhamptou. — Lake Elphinstone. 

86. Microeca flavigaster G. — i. c. p. 261. 
Port Mackay. 

87. Artamus leucopygialis Gould. — G. l. c. p. 154. 

Rockhampton. — Port Mackay. 

88. Artamus personatus G. — l. c. p. 150. 

Adelaide. 

Dicrnridae. 
89. Dicrurus bracteatus G. 

Chibia bracteata G. 1. c. p. 235. 
Port Mackay. 

Campephagidae. 
90. Graucalus melanops (Lath.) — G. l. c p. 192. 

Port Mackay. 

91. Graucalus mentalis Vig-. & Horsf. — G. i. c. p. 195. 

Rockhampton. 

92. Campephaga Jardinei (Rüpp.) — G. 1. c p. 200. 

Lake Elphinstone. 

93. Campephaga leucomela Vig. & Horsf. — G. 1. c. p. 203. 
Fort Mackay. 

94. Campephaga humeralis G. — l. c. p. 204. 
Port Mackay. — Lake Elphinstone. — Port Deuison. 



In Aiislrillen gesammelte Vögel. 



327 



Mnscicapidae. 

95. Rhipidura albiscapa G. - l. c. p. 238. 
Port Mackay. 

96. Rhipidura rufifrons (Lath.)